Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-06-01 · Heft 1902 (1.6.1924) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1902 (1.6.1924)
Date
1924-06-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
77% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980985--19173-3006298
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

v rs-E« MvtrgMzeLLuttz. teilen, sie werft' aber die Zumutung, darüber hinaus ein MN-elles Opfer zu bringen, uirbedsivgl zurück, .weil sie die Vv*‘4|v^ vertritt, daß eine solche Haltung in der Ochse nt- KchNrst .<M"Ei!tkbekemrüns eurer Schubs geideutet werden müßte. W die weiteren Schicksale der Firma als solcher aiikmgt, so wtben dsttzkit ntit Der J-nteressentkn BechaMunge-n wegen UsbevmchE des Geschäftes statt, wobei jedoch von beiden Leiten-Weck «darauf gelegt wird, daß einerseits der Firnrawortlaur mÄerÜndert bleibe nrrid' daß andererseits eine peridrEchc Wtackbeit der 'bisherigen Inhaber gesichert werde. Ein dafinÄiver Tntschlrrß ist vorerst nach keiner Richtung gefaßt wocksn. .Botrügerische Insolvenz. -Der Krediwrcnrer-rn meldet: Die' Firma «Ungar u. Neumann. 1. Bez., KÄnachpfgasse 3. hat beim Handelsgericht um Einleitung des gerichtlichen Ausgleichs- Verfahrens angchncht und bot eine Quote von Sy Prozent. Der Kreditorenverrrn von 1870 hat, da if>nt ans Glaubigerkreisen Mincilnngen über unreelle Manipulationen zugakoinmen sind, die sofortige Ileberprüßung veranlaßt und bei dicher Gelcgenheit konstatiert, daß die PaWven über 5.'606,000.000 K. bc- - ragen, denen .ganz unbeträchtliche sichtbare Mtiven gegenNberncben, weil von den Schuldnern Waren weit unter dem Gestehungspreis verschleudert wurden. Da eine annehmbare materielle Besriedigung der Gläubiger nicht zu erreichen war, wurde bereits bei der Wi-rffchaftspolitzei eine geharnischte Llrasanzeige erstattet. Bis zur Stunde ist über die Jnhaistierung der Schuldner noch nichts bekannt, doch Hüffen wir. daß diesen Leuten das auf die BenachteiliMng der Gläubiger ger ich wie Handwerk gründlich wird geilegt werden. Folgeerscheinungen der russischen Währungsreform. — Eine Krwittrisis. Die technische Durchführung der russischen Währungsreform, die im allgemeinen glatt verläuft, wird dadurch erschwert, daß die als Ersatz des Eingezogenen alten Papiergeldes ausgegebenen neuen Zahlungsmittel noch nicht in ansrcichetvden Merrgen in den Verkehr geleitet werden können. T ie Knappheit an Umlaufsmitteln trifft am stärksten bei beit fieinen Noten irt Erscheinung, während Handel und Industrie ntit den bisher von der Staatsbank herausgebrachten Tscherivonveit zur Zwt auszukommen verumgen. In kleinen Noten sind nach einer Erklärung des Frnanzkommissariats bisher 14 Millionen Goldrubel und in Silbermünzen annähernd 8 Millionen GoldrubÄ ausgegeben worden. Der Bedarf an kleinen Zahlttnasmitteln wird aber auf rund 100 Millionen Goldrubeln vern-schlagt. Jur Befriedigung dieses Bedarfs sollen bis Ende des Wahres noch für 70 Millionen Goldmbel Silbermünzen, rorwiegerch irt halben Rubelstücken, geprägt werden. — Die durch StMegung der Notenpresse hervorgerirfene Geldknappheit bat sich in der IMen Zeit noch erheblich verschärft und zu einer .chreditkrise ausgewachsen Da die Staatsbank für private Industrie- und Handelszwecke keine Kredite mehr gewahrt, find die Zinssätze rapid gestiegen. Sie schwanken zwischen 3 und 12 Prozent pro Monat. Tie Aktienbanken nehmen 3 bis 5 Prozent, die in den letzten Monaten gegründeten Kreditinstitutionen 4 bis 7 Prozent, während für Gelder von privater Seite sogar 0 bis i2 Prozent gezählt werden müssen. Die Besteuerung des Privatkapitals in Rußland. Aus Moskau wird uns gemeldet: Die Sektion der Aktiengesellschaften des Kmnwissariats für InneichanÄel ibssaßte sich mit den Beschwerden der privaten Mt-ieneigeutümer -der gemischten AkticngMtz'chcHt Moftrog, die bchauptetem ihre ALKen »eat nn-verhältwMlMig höher «besteuert als gleiche Aktien, die sich im, Besitz, der staatlichen Wrrtsthäftsorga-ne besmLen. Die Beschivevdeführer verweisen daraus, daß durch Nches ungerechte Borgchen gegenüber dom Prwaiikaprtal mb dem Staatsbesitz die Teilnahme des Privatkapitals von den gemischten Wtienaeseslschäiten abgewendet werde. Die SÄtion sprach sich gunnMnsten der BeschwerdeDhrer ans, indem sie behauptet, daß >cr Besitz der Aktien den Eigentümer nicht zur Ernvechimg m «wisse Steuevkategor«« berechiige. / s .. . adiiiiääimimmiiii ■ Nie Waremuärkte. ^Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Kaffee. a"-:^r ■ Die Tendenz sprach sich in der letzten Zeit fester 'aus/ sowie sich das Geschäft üvevtzaupt mehr bÄebte, namentlich ab cif Triest. Die Notierungen, 'lauten: Santos primes 48.000 K,, Santos superior 46.000 K., Rio VA Johnston gelb 41.500 K. ab Wien. Ferner Santos primes Pro 60 Kilogramm 92 Schilling 6 Pence bis 102 Schilling 6 Peuoe, Santos superior 87 Schilling 6 Pence bis 89 Schilling 5 Pence und Rio M Johnston grün 78 Schilling cif Triest. Auf dem Hamburger Kafseemarkte .blieb das Geschäft in der Hauptsache auf die bimgeren Brasilkaffees befchrämt, die teilweise zir ermäßigten Preisen erhältlich ivare», in Uebereinstimmung mit Potverkäufen, welche für Rechnung finanziell schwacher Hände ausgeführt wurden. Im übrigen deckte der Inlandsbedarf nur seine allevdringendsteir Bedürfnisse, während der Platzhandel eine äußerst reservierte Stellung emnchm. Auf dem Loromarkt wurden zuletzt Santos superiar urit 93 bis 95 Schilling, primes nnt 100 br 108 und extra primes mit 110 bis 113 Schilling bezahlt. Die von Brasilien vorliegenden Angebote vraren wesentlich niedriger; an einzelnen Lagen wurden die Brasilofferte bis um zwei Schilling herabgesetzt. Santos goods stellten sich schließlich auf 86 Schtllmg, Santos superior auf 88, Santos superior extra ottf 94, primes auf 98 und extra primes auf 105 Schilling, alles Pro Mai-Jum-Äbladumg cif Hamburg. Bon Mtralamerikawifchen Kaffees wurden die gewaschenen Sorten, wie Caracas, ©dlfoo&w und Guatemala mit 92 Äs 120 Goldmark bezahlt. Kakao. Das Geschäft lag in der letzten Zeit ruhig und damit verbunden blieben die Preise unverändert. Dem Markte wurden zu geführt: Inländische Ware zu 32.500 -K., holländische prima in Mten oder Fäsiern zu 36.800 K. und Kakaobutter zu 46.000 K, ab Wien. Auf dem Hamburger Krckaomartte -blieb das Geschäft anfangs sehr M, später schritt aber das Inland zur Aufnahme der "billigen Zwerthandpartien. Auch das benachbarte Ausland trat als" Käufer der am Markt schwimmenden, teilweise sehr billigen -notleidenden Partien aus. Diesem Umstomde ist es zuMschreiben, daß die Abladungsnotrerun^en weit über der Hamburger Parität stehen; erst in denjüngsten Tagen konnten die' Preise wieder etwas anzieheu, nachdem die Zwangsverkäufe so ziemlich beendet zu sein scheinen. Der Weltmarkt zeigte eine recht stetige Haltung, doch lagen von den überseeischen Produktionsmärckten nur wenig neue Anbote vor. Unter andchtem wurde Accra fair fermented pro Mai-Juni-Abladung -mit 33Vs Schilling cif Hamburg offeriert. Lokoware stellte sich einen Schilling unter -dem vorigenannten Preist, Bahia superior gleicher Abladung war zu 37V, Schilling -echäMich während Lokoware nur 36 Schilling wertete. Von Lissabon wurde Dhowe superior mit 40 Schilling offeriert. Das Geschäft lag in der letzten Zckt «iffchreden flau, selbst zu den ermaOgten Preisen konnte mau kerne Ware anbringlm. Die Preisnotieruugen haben daher nur nomruelle Bedeutung. Es notieren Burma il OrigMMvMe neue Ernte pro 50 Kilogramm 10 SchiMng 3 Pence pro Juni waggonfrer Tri^t und 5500 K. ab Wien ferner italienWe Splendor ff 7260 K. sowie 6a 7000 K. und Siam Patna 8000 St. Gewürze. Die Tendenz vermochte sich in der letzten Zeit^ zu behaupten. Offeriert wurden Cassia liguea zu 46.600 K., Kümmel zu 42.000 5t, Pfeffer Srngapove zu 36.000 K., Piment zu 30.000 A., Vanille Bourbon zu 2.100.000 K. ab Wien. Der Hamburger GvwurzmaM nLigtL cher zur Schwäche, da notleidende Partien <mt Markkte schwavvnöu. Unter anderem notierten Pw 1 Pftwd (enA.) ReeAe» 131/» Pence, fchwc Pfeffer 6 Penee, weißer Pfeffer 8 Penee. .MaoiswnFe 23 25 ff^nce, Kcmsel 11 bis 17 Pence, ' Mrse m landwirtschaftlM (Eigenbericht der ,Meuer MorMNAÄt-Mg".) Die festen Ten'denzberichte, ldie von, heu ÖSk.. P'läbctr voröiegen, werden hier säst gar nicht boachile^ Die mung unterliegt völlig -den ans Ibeit vstervsichrschen Erzeugungsgebleten der Nachbarländer vorMqenden! Berichten. Im Einkäufe herr-scht^ allgenreine ZnM zumal das Mchlgeschäft sich ganz wefentlich veWkech Die Tendenz fft außerordentlich ruhig, in Weizen WorlMe Angebot, in. Roggen schemt das gleiche der Mll M M». > in beiden Artikeln billiger als in der Vorwoche an^wown .Hastr ist in rumänischer Wäre weit über Bedarf, dagegen ungarischer nur spärlich offeriert. Mit Wchicht auf dik QuMtätsdiGerenMn, Äe zwischen den beiden 'Provervieutze» M sichen, find 'außerordentliche Preisdivergenzen eingetvete», die sich auf 160 bis 200 K. pro Kilogramm beziffern. Gerste Wch auf >de>m Wiener Platze geschäfts'l-os, an der iPrager Börse tzef-gf sich noch etwas Iw-evefle und kam es M -einem Abschluß iv Mahvilscher Ware. Mr Mais Zeigt der Pvatzkonsum einiges iteresso, die Tschlecho-Sloiwakei, ebenso Güddeutschlaud Wch Nur sporadisch im Markte, so daß -der Utinfang des Geschäftes sich neuerlich verringert hat. Die Mchlpreise neigen durchweg? zugunsten der K'cmstr. - , Es notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuer r Weizen inländischer 3280 bis 3300 K.. Roggen inländischer 3075 bis 3100 K., ungarischer 2950 bis 3000 K., Gerste 3100 bis 3300 K., Mais jngoslavischer 2680 - bis 2750 K., rumänischer, bulgarischer 2625 bis 2725 K., Ctugumrün 3200 bis 3300 K., Hafer irrläudischer oder mrgarischer 2750 bis 2850 K., rumänischer 2600 bis 2700 K. Weizengrieß iuländischer 6000 bis 6100 K., ungarischer 6800 bis 6900 K., Wetzen, mehl Nmler inländisches 5700 bis 5800 K., ungarisches 88 5460 bis 5650 K., g 5250 bis 5850 K., amerikanisches Vollpatent 5900 bis 6200 K., Kochmehl Ha inländisches 4950 bis 5050 K.. Brotmehl inländisches Ia 4000 Bis 4100 K., Futtermehl Ia 2800 bis 2900 K., Roggenmehl inländisches Ia 4600 bis 4700 K.. Schwarzroggen 2800 bis 2900 K., ungarisches Ia 4200 bis 4300 K.. WeizeEe, 2150 bis 2200 K., Roggenlleie 2W bis 2150 K- ' Die Devisenkurse. Zürich» 31. Mai. (Deviseukurse von 12.00 Uhr. — der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkmse.) Berlin pro Milliarde —Holland 212.60 (312.—), New-Aork 668.97 (567.36), London 24.48 (24.46), Paris 28.95 (29.60)' Mailand 24.72 (34.80), Brüssel 25.28 (25.60), Kopenhagen 95.50 (95.-), Stockhowl 150.50 (150.-), Christiania 77.50 (77.75), Madrid 77.25 (77.50), Buenos Aires 185.- 1-.-)' Prag 16.65 (16.66V«), Budapest 0.0065 (0.0065), Bukarest 245* (2.45), Belgrad 6.94V, (6.95), Sofia 4.05(4.05), Warschau Me« 0.007962 (0.007975). 31. Mai. (Deviserckurse.) (Ja Goldmark für 100 Einheiten mit AuSnchwe von Buerws,New-Aork, Loudo«,Japan nud Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest fiir 100.000 Einheiten.) Amsterdam 157.60 (157.60), Belgien 18.60 (18.80), Christiania 57.61 (67.61), Kopenhagen 70.57 (70.82), Stock- Holm 11122 (111.22), Italien 18.30 (18.45), London 18165 (18.205), New-Aork 4.19 (419), Paris 21.60 (21.80), Schweiz 73.91 (73.91), Hamen 57.06 (57.06), Wien 5.89 (5.89), Prag 1L295 (lsM), Btcknwest4.59 (4.59), SW 2-99 (L99), BÄgwd 81 Mai. (Notenkurfe.) (Zn GMmark für 100 Ein-!. hBm Mit Ausnahme boir Dollar uud Pftmd für % Einheit, osterreichffche für 100.000 Einheiten und polnffche M 100 ZLtd.) TOv— (Ä—1 TIL«chl!.sü>wMchr 12JJ (12J7). ___31. Mai., (Kurse der Devffeuzenirall.) —^ AmsteMm 33.350 bis 34.250^ Bukarest 375.— m 395.-, KüpenhaMlchSMbi8lbM0,ChWarüa1L.150 bis12.500.Londo« 384.200 bis 894.200, Bork» %~v—, Jialirn 3880 - m 4000.-/ Paris 4540.— bis 4690.—, Prag 2620.— bis 2690.—, Stockholm!!ch0W>Wi«<«>M> 100 ztrn. brett in alle« Farbe« Jüdischer SJkrlw. 9cfcdteud vrLidten, eTFortsttzn«-.;• Sawdoloh mrd LMOreW. Von Savmch GküttMarnr. 'OäsLetzte hatte sogar noch eher evuW Schimmer, von Bereinigung für sich, denn Jüdisch ist in dcr Tat eine Art organische Forn-ntwicklung des Mttefhochdeutschen, wühvervd . unser heutiges Hochdeutsch doch durch den ftwachKwÄtlgen Luther irr seiM Urftrvm gepreßt wordeac ist, Die ^seinerzeit durch Kchimär dm Großer atrsgenomMemn, ans Dewffchkmd vertrieLemn Ändert hüteten und eutwickesten ihre a-fte UMgcmgsfprache, nur r-ine rvienge panischer, russischer und heüraWer Warst allmählich errvftrgettd. Der Umstand nun, daß Ne Judest des OitenS Äs heute eine Art Deutsch sprechen, bildest natürlich für die «nrnckenden Heeresat^chöritzen eine sehp freudige Nebervchschung. Sie ionnterr fich, wp es nur Juden gab, zie-Mch mühelos veHündigen, archerevserts gab cs gerade .infohge der AehnikchLÄ dar Sprachen, äst MG« vcrständrvffe «stt für die BeteMtztm oft LedeMiche« Jolgeu. G8 Mt affe deutsche Warte, die Hochdeutsch m ganz anderer BedeMmg aitgewendet werden als ste rÄP WfrMn, wächvenld im Mdffchen!sre noch m -suiselbe« &üm S^mcmcht werden, wie es zur lZe-vt dch: Me-iftersingch: geWch. Sv euHmtden effvtz OckminaLMerk, muvde Unmenge Mißvei ' in den ganze SchvL Havs Ätzfestst g«oWg Mck. eM ptken ofö tote» mckstande» ÄnterfuchmigHast vechärrgt wnd mre Gcht m aMty 'das wurde, durch dos ein alter Mann ibe£ gefommen war. iHch feo» deyün, dcch ep -rvch iw der H-mH <ue isermM oMskyrck Nckyrsv ersten KrstgÄKeÄöu <Eivr her l^ckdeÄMgder x Treue «ch m WA wiesen m iiestzriindigen AMMnligw, daß M OWMn eMntlrch echte und rechte Deutsche feien, Träger ibÄ scher Kultur, die in unerhörter Zähigkeit und Anhänglichkeit ihr gertnanjisches BoKstum Ärrch die Jahrhunderte shrwiischer Unterdrückung gewahrt HAken. kchserlichm Wrptquartier wurde eine in Pvachband Mähst, WunMvoll -ausgetstatt-ete Denkschrift' Wer diese Materst HM-- vMt entgegengenommen. Kalistr Wlheffn wallst im erstm. -Impuls die sofortige EMaffwng -der psWdischen lHstgsgeftnpgewn verfügen, ein EntscArß, der nM glW lich verhindert wurde — er hätst DanstMn -rüffifch-/ Mischer Soldaten das Leben gekostet dst Ma-men: Mherfar'L und Manpelftamm, einst das Obfekt^ ironischer Beüievklwgen des ReichMmKlers BLrlow, gälten jetzt als ShuGM füdtsch-deutfcher Mcmwstveue und das Wort „Qfffude" war wohlgefällig in den Augen deutischnatranaler Patrioten. Es wurde eine richtiggehende poWsche Mion bHvarfftaffet; der Feldmarschall Hindenburg und Exzellenz Ludeftdorff ließen Proklamationen sogar durch Kugzeuge m Wischer Sprache an die Juden in Litauen und Polen pevbreiten, in denen die Nefwmng der a-ometz ruffffchen Wien vom zaristischen Joch durch die freihÄts- und xudenfveundlichen deutschen Heere angeNtudigt und die eche ZuistMMNge'höVigM und geistige Verwandtschaft bW Deutschen mrd Juden.dargelegt wurde, Kurz, es sch W aus, M ob Kaiser MlhÄm feinen Heerbann eigens M Rettu ng istwer dichMMen Ostzuden aufgevufm hätte, Dnier fvlchen Umständen, nachdem dst . Mische Sprache eine HochpMWe AngelegjeHeft geworden war, Lastete auf uns jüdischen Dolmetschern eine bedeuterrde Bermrtwortrmg. Meine Brust höb sich ft chz, -wem ich au s den MblÄPonen der öbecheu HoevsÄerMrig echch,/welche gewsttzige Mtuvelle, Lmffch-patriotvsche Mifston durch m Wetze der jWschen Sprache erfüllt wuche. Hovmattn druck "und ch waren die Träger dieser Msfton. Stmck sich stvner Aufgabe nmr in folgender Weist zu ent- : er führte stets.den Text, chm gerade zur ischmpg gegchvnMr, «r -schstr 'ZeichemMpe hsj M. Er war MMg mckerwogs; denn, wem er.sich auch' W Kowuo iu eiueur Nebenvamn ulfferer Aüberrtsstätte eiw! komplettes Wörer emgevichtet hatte, zu dem sich die Mo»' dÄst drangitztt—i ec bezahlte rstht gm und der alte Gie-! päcktLägep, deffeu WNches Blld ja die -Runde um die WE? .gemacht «hat, tont alle paar Tage, mw Hm fragen, ob nicht wstder gemalt werden solle '— so war..er doch^ meistens unterwegs. Um zu tlaudschGem. oder PorMtS' ^außMchmen. Es str irr Parenthese lbomerkt, daß er schon - dauE ibeö seinen Stveifzügen und gelegentlich seiner /MebMbefchästvgung^ in WiMDeit eine bedsutsame und , auch tu deutschem IJntereffe stgerrsvesthe Tätigkeit entwickelte. Das -wurde Wrigens auch allgemein aneMnint und kam in DedkkatilMn lsts Stabes von- Obewst und dä Getteral-, guartierweisters zmn Ausdruck. Später. wurde ja, als er erst an der Front MN OMzi-er avanciert lwav, uich dann das Ämt aÄ Referent ftir «jüdische Angelegenheiten in Oberosi erhielt, stine Tätigkeit ganz iHiziell. Und ich glaube, daß auch ich oder ,Haus GoÄar Güter Heinrich Erscmann n«!d andere m Mischem und hstcks-cheyr Interesse nicht wenig GusiD gewirkt haben. Setzte „Nebettbeschäftigu>ng" ckbe« hatte jeder und sie Mite neun Zehntel der Zeit aus. So hatte der oben erwästrte junge polnische Jäger, der von Haus aus Uhrmacher «lvar, ist seiner Schubladen eine komSPlsfte IHrenwparätmwerfftLtts eingerichtet die' nur beim Grfchemerr emeL Bmgesttztm verschwand — der aMre Pole, eiu V-terer Herr «mit durchgefftigtem Gesicht, trieb katholische WligiouSpyllosoPW m Herr v. Wilpert war EnfaW PhiLos>oph und Möebbvach' .diest Äudien nur durch fstißige ZÄnwevghymnaM Nur Äer kolossale Äitüuw, em VoWchMehrev» hölüe stillbergnügl aüsoWt uckMa, die Pfeife m MÜdnd. stvgMsr in - ’ - A- Gcke, As er äoends «ach mächtigem dchnerr sich stinen FeldweLÄMch Mnschmallte «M miL. «nverandevlich stieäichen Worten «Haben wir viel oder wenig

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.