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Wiener Morgenzeitung · 1924-06-01 · Heft 1902 (1.6.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1902 (1.6.1924)
Date
1924-06-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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i h f Seite 6 Wien, UUßZZLUsHÄZ« RB©-' 9ö® K^S öS va 1323 3ÖS 1 Million im (tichnuich Lic ist Erlösung «ud Wsvlmt kür ü'e>.kLuscr und Konjumente». Sie beschicuulgr, konkrolltert, spart und kostei nach 6 Wü'chen Gebrauch nichts! Jedem Wiener lLcschäftdniann wird ans :> Tage unverbindlich nnd gratis über Bcrlange» eine Wage zur Probe zur Srrfügnng gestellt BERKEUVertrieb, Wien, I. Biberstr. 9 Nadivm. Zu Ende des Jahres 1895 wurden die Röntgen-' prahlen entdeckt — wie, werderl wir ein artdermäl Horen. Li« ganze -Fovschevwclt war in Aufruhr geraten und suchte -as Rätsel zu lösen, durch das jene unsichtbaren Strahlen rr>Mgt werden, die undurchsichtige Körper durchdringen, können. ME meinte anfangs, die -Röntg ensirahl-en stünden mlit Fkuoreszenzevscheinungen im Zusammenhang, das heißt mit Stvaihlungen, die durch auffallende Wävmestrahlen erregt werden. Diese Annahme istellte sich später als Mchl-ich heraus, führte über, wie schon öfter in der Geschichte der Wissenschaften, zu einer überraschend.neuen Entdeckung. Es wurde nämlich allenthalben-zwecks Au-s- NLvung der Natur der Röntgenstrahlen die Wiröuug ftuvreszierender Subistanzen genau mrtersucht. Namentlich Becquerel in Paris beschäftigte sich damit und machte die Entdeckung, daß das Uran, ein silberweißes Metall, das diel schwerer ist als Blei, durch Sonnenstrahlen zur Fknorestzentz gebracht' wird und in diesem Zustand die photographische Platte 'beeinflußt. Nun hatte er aber einmal ein noch nicht bestrahltes Uranpmpavat in schwarzer Hülle ganz zufällig auif eine photograWsche Platte gelegt, di« selbstverlMMich auch litt schwarzer Schachtel lag. Die Platte zeigte nach Aufnahme und Entwicklung nicht das ausgenommen«, sondern ein anderes Bild — das des Uran« Präparats. Damit war im Ummnineral ein Stoff entdeckt, der ohne vorangegangene Bestrahlung die photographische Platte beetnflußt wiie Röntgonstvahlen, der also gewissermaßen vhme Anwendung von elektrischem Strom Röntgenstrahlen Mstsendet. Nun war man eifrig bemüht, das Uran aus seinem Mineral, dem Uranpecherz oder der Uranpech-- Aeride, zu isolieren. Das war die Arbeit, der sich das Ehepaar Curie unterzog. Zu diesem Zweck ließ sich * Frau Curie Es Joachimst-al in Böhmen, wo Uranpechblende Än Schutt der Umgelbung der Silberhütte reichlich zu finden ist, eine WaggoMdun-g dieses Minerals kommen, die ihr von der österreichischen Regjierung in Unkenntnis ihres Wertes geschenkt wurde^ BaÜld hatte nun Mne. Curie die Entdeckung gsmücht, daß die Uranpech- Wende wvrffamere .Strahlen' aussendet als das reine Umn, Es mußte also in dem Mineral ein Stoff vorhanden Wn, dessen Wirkung trotz der Berdünnuntz durch die verschiedenen Beimengungen des Minerals größer ist als die des reinen Urans. Dieser Stoff, so schloß die Forscherin weliter, «Mt« in reinem Zustand noch ganz ungeheuer viel wirkungsvoller sein als im Mineral. Es galt also, nun, diesen Stoff zu isolieren. In emsiger, exaktester Arbeiit. suchte Mme. Curie diese Aufgabe zu Äsen, bis sie nach Verarbeitung voneiner Dome Uranpechblende, das sind 1000 Kilogramm, OM Milligramm, das sind Tausendstel Gramm, eines Elements von allergrößter Strahlungskvaft gewonnen hatte, das sie ,Mvahfftoff", ,Mldium", nannte, Seine Strcchlungsstärke beträgt das Millionenfache der WiMmgÄvcvft des Urans. _ Wiener Morrgenzeitung._. N ad i uün ist ein selbst leuchtender Stoff. Die Energie zur nn'untevbvochenen AuSsenduug van Licht- und Wärme- ' strahlen gewinnt das Radium nach den im Jahre!1900 bekannt gewordenen Forschungen von Rutherford unid, Soddy durch ständige MfPältung von Helium, einem gasförmigen Stoff, der ehemals spektroskopisch auf der Sonne festgestellt wurde, ohne daß inan ihn auf der Erde gekannt hätte, weshalb man 'ihn eiben „Sonn-enstoff", „Helium", nannte. Diese Feststellung war deshalb so auffallend, tv-oil man bisher alle auf den WMövpevn des Universums beobachteten Stoffe auch auf der Ende Nachweisen konnte. Durch Rutherford und Soddy wurde uun also auch Helium aus der Erde festgestellt und dadurch die Uöberzouguug gestützt, daß 'im ganzen , Universum die gleiche>n Baustoffe ähnlich verteilt sinid. Die Aussendung des elektrisch positiv geladenen Heliums durch das Radium wird als Strahlung bezeichnet. Als zweite StrahlungKart wird ein Strom negativer Elektronen vo-in Radium ausgffendet, der sich fast mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Durch Annäherung eines Magnets werden beide Strahlungen ln entgegengesetzter Richtung aus ihrer 'gemeinsamen geraden abgelenkt und so voneinander getrennt. Ms dritte vom Radium ausgehende Strahlen-- gattung hat man nmgneti-sch unablenkbare Strahlen von großer Durchschlagskmft festgestellt, die man als eine bestimmte Art von 'elektvoimagnetis-chen Westen (siche meinen. Aufsatz vom 18. Mai) mit den Röntgenistrahlen vergleicht. Das Radiumawm, das ein Heliumatom abgespalten hat, ist e'n anderer Stoff geworden, nämlich gasförmige Radiumemanation. Auch dies« gibt wieder Heit-iuim ab und wich dadurch wieder in ein« feste Rvdiuimart Vevioandelt, das sogenannte Radium A, das -sich an allen Gegenständen, an Kleidern, Gesicht Und Händen der im selben Otamn sich anshaltenden Menschen niederschlägt und alle diese Gegenstände zu vorübergehender Radioaktivität bringt. Diese ehemals als induzierte Radioaktivität bezeichn ete Erscheinung ruft schwer« Schädigungen auf der -Haut hervor, weshakb eine längere Arbeit mit Radium gewöhnlich in Maske und Handschuhen vorgenommen wird. Noch-achtmal erfolgt eine Abspaltung von Helium und dadurch die Bildung'von Stoffen mit anderen Cigenschfften Nind anderer Lebensdauer. Das Endprodukt' der -'Verwa-Mungsreche der Nadiumelemente ist das Blei, das -kein« Strahlen. mW ausscheidet und fast kein« Radium- - strahlen durchtreten läßt. Zu medizinffcher VerwenIdnNg, die Mrigens noch Umstritten ist, wird daher eine Spur Radium in winzige Bleikaps-e'ln «myeschlossen. — Ein Gmnum Radium dürft« jetzt vielleicht mit 8 Milliarden . Kronen zu bewerten sein. Mas also die MlWm-isten des Mittelalters ersehnt /hatten und di« Chemie des neunz-chnton Jahrhunderts als unmöglich «Märte, die Verwandlung von Grundstoffen, das hat die Entdeckung des Radiums als Tatsache er-! wiesen. Allerdings nicht ganz so wie es die Goldmacher des Mittelalters sich erträumt hatten. Denn herlbefführen oder auch nur 'beeinflussen läßt sich diese -Verwandlung bis jetzt nicht. Sie hat unter allen Umiweltbedingungen ihrenureigenen, unbeirrbaren Verlaus. Und das Endprodukt ist nicht Gold, sondern Mei. — Man ist Wohl heute schon zu der Annahme gelE'gt, 'daß das ganze -periodische System der Elemente eine BevwanWnngHreihe darstellt, so daß aus dem Uran, dem Element mit dem gwßtbebannten Atomgewicht, im Laufe Anger Zeiten all« Elemente entstehen müßten. Es Mßte demenGrecheud auch aus Blei Gold _ X. Ju-Nt 19L4 Vtic. IE S©iwsn®p$akk© 1 ueici Hose K 550.000 Herrenlcleiderhaua . H. Will! 3 ER Ü ER: 8. S«N@!SRSTRASSfi S ■ entstehen können, das ein-etwas niedrigeres 'Atolmgewicht hat als das Blei. Diese Annah!m-e dürfte auch L-ntreffen, nur dürfte die Verwand-lung viele Millionen von Jahre danevn. Und so haben es die Alchimisten eigenK'ich nicht gemeint. Dr. Adele Wiener. tm Smole»M-Archttz in Zsrufalem. Ein Geschenk der Frau Leoni Smolenski an di« 9wtionalbibliothek. Die Witwe des hebräischen Dichters Perez S m olenski über-gab vor einem Jahre der NationaHMothek in Jerusalem, die in ihrem Desitz befindlichen Briefe und Händschriften ihres Mannes. Es waren gegen 160 Briefe, fast alle aus den letzten Lebensjahren des im Jahre 1885 'verstorbenen Dichters. Die Natioinalbibliothek hat diese Schriften durch Benzion Dina'burg, den Literaturhistoriker des hebräischen Lehrerseminars in Jerusalem, ordnen und registrieren lassen und Diuabnrg ästhetzt in der Lage, einen Ue'berblick über das im Besitze der Biblioihek befindliche SmolenM-Archiv geben zu können. Er hat im ersten Hefte der von der Bibliothek herausgegeb-enen bibliographischen Vierteljahrsschrift „Kirjath Sepher" ein« ausführliche Besprechung dieser Handschriften gegeben. Unter den Briefen sind nicht wenige, welche von Interesse für die jüdische Geschichte der ersten Achtzigerjahre und für die' Biographie von Smolenski sind. Sehr viel Material enthält das Arch-iv für die Geschichte der von Smolenski heraüsgegobenen Zeitschrift „Haschachar", die von so großer Bedeutung für di« Vorbereitung der zionistischen Bewegung gewesen ist. „Was finden wir nicht astes", sagt Dina'burg,' „in diesen- Briefen! Naive Begeisterung treuer Leset für den Haschachar und ständige Sorge der in der ganzen Welt von Boston bis Wilna und von Saloniki bis Urheim zerstreuten Abonnenten der Zeitung, die sehr oft den Redakteur erinnern, daß sie bereits das Geld bezahlt Hülben' und ihr Heft noch nicht bekonnnen haben, Rechnungen vieler Agenten der Zei-tschrift, halb Schriftsteller und halb Kaufleute, halb Melandim und 'halb ,-seiden« -Jünglinge",' Meüschen ahne LebensUlNtevhalt, die auf Rechnung des Haschachar sich ernähren wollen und einer äiber den anderen Klatschereien verbreiten.. Da sind Anträge und Ratschläge-'des ' ^Zensors da, des getausten Juden Mvrgolin, -der selbsthebvä-ische Bücher in russischer Uebersetzung herausgegeben hat; Kritiken der Leser und Monneuten, von denen jeder ei-nzslne sich berechtigt glaubt, für fein« Abo-nnementgebühr dem Herausgeber 'Ratschläge^ Md Vorschriften gelben zu dürfen. Besonders wertvoll aber ist das Archiv für die Erhellung dev Zeitgeschichte. Es war die iZeit der Pogrome in Ruß'laind, -es Beginnes der 'nationalen Bewegung und der Gründung der ersten palästinensischen Kolonien. Die -Presse -war nicht imstande, alles offen zu sagen, auch die hebräische Presse, die wie der Haschachar in Miffeleuropa erschien, mußte sehr vorsichtig sein und konnte mir -Wer das Los der Inden -in —- Marokko klagen.' Dennoch 'diente Vom kleine« Leben. Bon Siegfried Schmitz. h Die sanfte Schwalbe. Mopgenstille. Der See unbeweglich wie ein großer Lapis laMli mit goldenen Wecken. Kein Hauch Wd doch frische Kühle. Ich träume über einem Gedichtband, der vor mir auf einem Teppich von dunkelgrünem Euphorbus, blutrotem Mohn und Aaßdustender Muße liegt; im halben Traum wunderbarster UnwiMchkeit sehe ich auf der auifgeschlagenen Seite des Buches die Zelle: „Die sauste Schwalbe." Sanfte Schwalbe... sauste... Schwalbe... Gott ja, dichterischer Gemeinplatz; sie sind ja sanft und zärtlich, jene edelsten geflügelten Gäste unseres Sommers. Ta — ein Summen; es tönt wie Hilferufen. Ein Insekt in rasendem Flug, nicht im spielerisch-schauke'lnden Gleiten zum Blumenseim — hin und her, irr und ängstlich. Ue-ber dem kleinen Flügler ein schmaler Schatten — eine Schwalbe. Sie verfolgt den Kerf, umkreist ihn mit scharfem Wügelschlag; und dann — ein schriller Schrei, der schmale Luftsggler stößt senkrecht nieder, das flaumige Weiß seiner Brust blitzt auf und ein grausam schmaler, spitzer Schnabel lbohrt sich abwärts: Der Kerf ist gefaßt . . . Die sanfte Schwalbe! . , . 8. Ein Zauber. Auf den Wanderungen über die sonnigen Pfade des olbaumgrauen Sirmione sind deine schönst« Begegnung, Mensch, jene zierlichen, grüngolden gepanzerten Echslein, -ie mit koketter Grazie, ihrer gleißenden Schönheit bewußt, die Sonne mit ihrem jung mädchenhaft biegsamen Rücken spielen lassen; und nahst du ihnen noch so leise, sie huschen dir spöttisch, davon; noch ehe du,- Mensch, deine häßlichen langen Greifarme ausgestveckt, ist Prinzessin'Lacerta in ihrem Steinschlößchen verschwunden; und du stehst läppisch da, du dummes Tier, glotzest entschwundenem GM nach.. men? Mein plumper Fuß trat unversehens auf einen ' Stein, unter dem ein Tierchen sich unbemeE verborgen hatte. Schlängelnde Bewegung ließ mich ausmerken. Ich faßte die Eidechse, da ich vermeinte, ihr Schaden getan KN haben; auch reizte dazu der widerliche Instinkt, der nur bei Menschen, Affen und Hunden zu böotbachten ist: Meisterschaft der Gewalt an kleinsten Geschöpfen zu zeigen. (Hunde jagen ohne Zweck oft Fliegen nach, Affen verfolgen Sperlinge, nicht um sie zu verzchren, sondern um sie, wenn sie sie -fassen, grinsend zu quälen; große Menschen vergnügen sich damit, Kindern nachzuhetzen. oder gieren nach Keinen, zarten Frauen für ihre Lust.) Zuckend wand sich -der kleine, kühle Cchsenleib Zwischen menten Ungern; da sing ich — warum, -weiß ich nicht, es war vielleicht aus Verlegenheit — zu pfeifen an. Und siche — das Tierchen wurde ruhig, äugte mich neugierig an. Ich pfiff eine ruhige Melodie: die Laeerte horchte; ich setzte sie aus meine Hand und pfiff weiter; sie blieb still sitzen Md alles an ihr, besonders aber die beiden klugen Aeuiflein, schien zu horchen. Indessen hatte ich Gelegenheit, zu merken, daß das Tierchen durch -den Druck meines Fußes keinen Schaden genommen hatte. Ich setze mit dem Pfeifen aus. Eine Sekunde Erwartung und dann war das Lacertenprinzeßchen entwischt ... Diese pointelose Geischichte, die vor allem nicht den Zweck Hat, die Dressur von Eidechsen und Salamandern durch. Musik anzuregen, erzählte ich heute, so schlecht ichs kann, meiner jüngsten, fünf Jchre alten Freundin Annina, die mich täglich morgens mit unwandelbarer Treue erwartet, wenn ich durch die schmale, wö-Mntzreiche Gasse des Fischerdörschens den Weg zu Catulls Grotten gehe, und' mich ein Stück begleitet, um sich dann mit den Worten: .„Die Mutter wartet," gewichtig zu verabschveden. AnninaS märchenhaft große blaue Augen wurden dunkel wie der See am Abend, als sie meine Geschichte hörte. Dann sägte sie ernst: „Weißt du — Mama hat mir erzählt. *•» die Lücerte war eine schlechte Frau- — und deshalb ist sie ver- Neulich gelang es mir, eine kleine Lacerte zu sangen. Durch roh« Ungeschicklichkeit natürlich; wie könnte der gfltttyffft errkw*£ Kiku»« «m zaubert worden — muß vor allen Meitschen fliehen - mit sie sie nicht böse macht. — Mer sie tr Der Schauder, der bei diesen Worten über An-ninas kleinen Körper lief, ließ ahnen, wie tief die Kleine das Furchtbare solchen Zaubers erschütterte.. Liebe, Keine, dunkellockige Sibylle: Bis du größer wirst, wirst du wohl erfahren müssen, daß dem vermeintlicher Lacertenzaubn unser Schicksal ist: immer zu stieren und vom' .Traum der Wärme zu leben . . . Wie wünschte ich, du wärest bewahr Vor solchem Geschick! 3. Die Seele d'es Mot--orbovteK. Abend der Entrückung in Madevnv. Wellennmrmeln wie aus weiter Ferne. Orangevote Muster aus Sonnengewebe auf stahlblauem Wasserspiegel.. Unwirkliches Licht strahlt aus dem GMnd in dein Boot. Deichtgejspannte Atmosphäre, schmeiche'lnid wie OrangeübMtenduft. Lila Sonne seitwärts über Pinien. Nichts mehr von dieser Welt. Hauch des Wunders streift deine Seele. Niegeahntes scheint sich zu bereiten. Du wardst auf ein Wunderbares, ein Mal, ein einziges Mal das WMdevbare .... - -Leichtes Rattern, Wellenkrauselll. Gin schmales, weißes Motorboot gleitet näher; scheint aus der Sonne zu. schweben. In seinem Gleiten keine Schwere mehr. Hauch' des Wunders streift deine bereite Seele . . . ' Spitze, scharfe Wendung. Am Uferkai.- 'Da — eine -weihe Gestalt, viel schlanker noch als des weißen Bootes Leib; sie erhebt sich, «in Elsenlbemtürm; auf goldenen Nackens flaumiige Kielspur wogt s-onnendurchwivktes Dum kelblond schwer nieder. Ein Schleier weht um' Knaben« schultern. Schmale Nasenflügel vibrieren wie: ein leichter .Motor. Ein Rätsslauge, meergrün, strahlt dich an. Hauch des Wunders streist deine bereite Seele y. . Das ist die Seele des Motorbootes, das Wesen, das tW jenen schlanken, weißen Schiffskörper gebannt .ist. Jetzt inr Dämmen -zwü schen Tag und Nacht enthüllt sich dir die Erscheinuirg . . Das Wunderbare, doch das Wunderbare ... „Heinz, -heb' doch man die Biester mff, m ham si jerade jenuch jefuttert." Der Mund, der diese Laute forust entblößt eine RMr Göldzahn«; eine ringv-emnzierte Harck hebt sich; auf der Treppe taucht eine George Grosz-Larvf auf, der ztvoi erj'chrockene HMdegeisichter folgen; nnd schau

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