Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1901 (31.5.1924)
- Date
- 1924-05-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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/ j£et& '4 . ~ig.i-u.jfei1 u^auyy WM»rDW«üM^ 31.« tm::; WW«N», schmuSloft «räby b,rEn. dsb Mm krxewjglen qu»Mrht^ Mt Armutd-rf pjemcmd in«»TMaWgft w»ßw!wwnf MSlofigkeit «fftschuldlsw, deqn dt> „asra“, Wien, i. StHbenrint Mr. Ifi Verkaufsfittale f Lk, fitttfWfiügeg HffNptW.SSl» mmm liefert künstlerisch «argMU«. gysaqtiert »ettflfM GU-Wni N beispiellos billigen Preisen. // iSxsiqligx tzi» stgsthtge UtzKstellungl Die PaMina-Amtskommi-ssisN des Wiener Palästina- Amtes hat im Sinne dieser Vorschriften hiß Herren Dok.vr Nathan Korn, und Dr. Isidor Klaher mit her gyztlicherr Untersuchung der Palästina-Fahrer, hie kommissionell zu erfolgen hat, hetrarrt. In zweifelhaften Fällen erfolgt die NeSerprüfnng nur durch, die von der Palästma- Amtskomnüssion im Einvernehmen mit den untersuchenden Ärzten bestellten Ueberprüfer.! jj._; Zie Radioengnete. Proteste gegen den RegierungSentwurf und gegen die Radicherkehrsgeseflschast, Die österreichischen RadioWlbs haben gestern in Bevbiudnng mit den Radiofalbrikanten und Radiohäudlevn eine Enquete ahgchatten, un; zu dem RadiogssetzeBmupf (Telögraphengefetz, -das demnächst dem Natiormlrat vorgelegt wird, Stellung zu nchmen. Dies erschien deshalb dringend notwendig, weil der Entwurf herfchichem Bchinderungen für den freien RadioveMhr enWlt. In der- Aussprache trat zutage, daß die Engueteteilnehmer vor allem gegen die monopolisierende Tendenz des Gesetzentwurfes waren, da die Erteilung des Monopols an eine einzige Gesellschaft -re raschere Pn^ Wicklung der Radio-Amatmrhswegnng hindert, . Das Gesetz -wurde als unzweckmäßig und unannehmbar 'bezeichnet. Es genüge die Foftsetzung der Anz-eigepfticht für' Sende- und Mchfangs,stellen, statt der vorgeschlagenen Kongessionspflicht. Der Sendchetrich ist unter gewissen Bedingungen frei zu. geben. Die Stmsgowaft ist nicht an 'die Telegrapheklbireftion zu überweisen, dg diese unter Umständen Kläger u n d R i ch ie r in eine t Person ist. Die Person- «O Hausdurchsuchungen, wie sie im Gesetz vörgeschlagtzn wechm, sind nicht dupchMHOgr. Es wird die Freiheit der Erzeugung und des Han d e l s im Inland gefochert, die freie Ginftchr von Apparaten unter gerechter Berücksichtigung der heimischen Industrie, weiters Ne Schaffung eines.Beirates aus Vertretern aller AnteressenteugruPPen. - Die RadlMMer wendeten sich MN jede Bevormundung und den KonzessionsAvaug und veäangten den Freihandel. Die AbmachuMn hinferdey Missen mWn auMren, nchn. habe das OeM, daß im diesM Gesetz zie-Mich diel hinter den Kulissen gearbeitet wich. Esgtzht nicht an, daß die neue Gesellschaft den EOort von Apparaten de Wüte.: Hieraufimrde das Gutachten derHandelSkammer <jrdie.Negierung mitgeteilt, das sich in der Hauptsache gegen die Msn opoiftellung einer Lestimmten Gssellschaft Wender und beOgl-lch der Kontrolle. als genügend betrachtet, daß der Anhalber einer EmipfangZankzge angemeld et' sei. GchlieMch MMt' sich das Gutachten gegen das Einfuhrverbot von Apparaten und Apparatbestandteilen und verlangt auch die Schaffung 'eines- Beirates. Redakteur Walter verwies auf verschiedene lache rt'-che. Besti-mmungen des Gesetzes, das qm Beispiel den nichtkonzessionierten Besitz oder die Einsicht dyn Nadiybeftandteilen mit ein bis drei Mo nnten Urrest bestrafe. Tie Radiovevkehrsgesellschast halbe einen Entwurf an die Negierung gefaubsi in dem noch höhere Strafen bis zu sechs Monaten und Geldstrafen bis zu 30 MÄionen Kranen vorgeschlagen werden, Es sei ein unMAichdr Am stand, einer Gesellschaft für ZV Jahre im hochmein die alleinige Konzession zu gewahren. Kn dieser Radiovevlchrsgesellschast sei auch die Al lg emein e In d U st-r-iebank vertreten, die sich jetzt in ZcchlungsschwierWM besinde. Alan wisse ja gar nicht, wie sich innerhalb der 30 Jahre die L-age der betreffenden BaMn gestalten werde, denen man aus so lange Zeit alle Rechte im Mnhsir'rik-- spruchwesen a-uMefere. Die Gesellschaft VerlaM 70Q,0Q0 K. als Abonnement von dem Nadioamateur, er« kläre aber gleichzeitig, daß sie-sich zu nichts verpflichte, mb Wt, wenn sie gar nichts anssende, Me sie keine Verpflichtung, die eingszaMten Beträge zuvüchuerstatten. Diese Kontzession sei einer christLichsozial-deutschnatiynalen Gruppe Üjberg^ben Wochen, und es gehe nicht an, derartige Vorrechte zu schaffen. Es sei unsinnig, im Gesetze eine BewiAfguNtz qm Besitze von ÄPfta« raten ausßustellen. . Ein, Enqueteterlnehimer machte daraus aufmerksam, daß auch die Gemeinde Wien mit 20 Prozent an dieser Gesellschaft beteiligt sei. . - - ' Der Nonismus in christlicher »eleuchtnno. Pfarrer Berenüt aus Berlin Mt gestern im histologischen Institut einen Bortrag Mer Palästina, in dem er die Berechtigung des Zionismus vom christlichen Standpunkt nachtvies uistd aus Gvund eigener Erfahrungen, die er in Palästina sammelte, der MeinuW entgegentr90 paß die Juden nicht imstande wären, das Land rationell'zu-bebauen. Hvute - findet , rm Hotel Central in der Ächorstraße 8a, im kleinen Saale des Restaurants, ein weiterer Bortvag über Zionismus mit anjschließender 5)is* kussKo.N Nr.MW Keine Propaganda gm Platze. . Der KandesHauptmaW. für, NkedeBstetrM, Dr. B m rasch, hatte gestern, die.Vertreter der Presse gÄaden, um sie anWichj Mer Sonderfahrt,/hie'am. 28. und 2g. Juni in dis Wachau unter Beteiligung von Kunstkräften gepkant ch, zu einer regen Krvpsgands für die Wachau aufzufaedern. .. ' Hiez» wäre folgendes zu bemerken: Dw Wachau ,O gewiß/eins der schönsten Gegenden von Oesterreich undwürde zahlreichen Besuch verdienen, wenn Mt die BevMrmtg Mmt solchen unmöglich machte. Me Wachau O nachweisbar der G.itz eiiwr' starken H ai e«f v«it $ e t f> -etyagnug und her Mitt>lPuwkt'ds.S niederösttzrsreichischeu Antisemitismus in den Sommerfrischen. Man t/m' keine PkSPagands für eine Gegend treiben, hie die Msatsgrundgesetze nicht beachtet, welche dm Meichheit aller Ztaatsbürger anssvrechen. Um um einen Fall aNMfÜhren: Hm Namen der Gemeindevertretung von Rosfad schreibt Herr Eidenberger in einer Zuschrift vom' 22. d.: -/Jüdische S 0 m in e r g ä ste w er d e n h i e r i m a l l g e m e in e n nicht ausgenommen." Dabei ist den Gastwirten'gesetzlich nicht gestattet, einen Gast abzulehnen. Man sieht, wie sich d« Wachauer Gastwirte um gesetzliche -Bestimmungen Ummern. Wir fragen Häher den Landeshauptmann Doktor iBuresch, der persönlich alle GMpathien genießt, ob . ihm bekannt ist, daß gerade irr der Wachau die Gäste ungleich behandelt werden. Sollte er nicht informiert sein, dann möge er sich bei Eidenberger in Rossatz unterrichten.. Solange derartige Zustände herrschen, tvird es daher dem Landeshauptmann nicht gelingen, hie Bevölkerung davon zu überzeugen, daß die Schönheiten der Wachau den Fremden vermittelt werden - müssen. Wir werden nicht anstehen, den Landeshauptmann zu unterstützen, wenn-er in der Lage sein sollte, niederösterreichisch'e Gegenden zu nermen, ^in denen der Gast weder ein Objekt der .Ausbeutung ist noch, pntisemitischsn Wühlereien ausgesetzt wird. Solange aber die Eidenberger regiemr, wird die Wachau, die wegen ihrer Naturschönheiten Interesse verdienen würde, nicht den nötigen Zuspruch -erfahren, zumal die Gäste, abgesehen von allem sonstigen, in den dortigen Unterkünften sehr' schlecht aufgehoben sind. 1 ' i/: Ditz Nachir-iMon d«r MwuEMorgtzn-eitung'- ist (ab 6 Uhr abends) unter den Nummernr . ' Ät.w; zu erreichen \ Die heurige Aymmerfaifon läßt sch überhaupt' für . hie Fremdenverkehrsorte uud Sommerfrischen m Unseren Alpenländern nicht günstig, an. Ncht wenig trägt daran idie wirtschaftliche Depression schuld. Außerdem dürfte der große Strom von Reisendien aus Deutschland ausbleiben. Der Fremdenverkehhsverbünd in Wien hat schon zwei. Eingaben durch die Hiesige deutsche Gesandtschaft der Berliner Regierung wsg'en Aufheb.üng des iAus reise Verbotes übermitteln lassen, beide Vm-- gaben wurden aber a b s ch l ä g i g beschieden, im günstigsten Fall ist mit ErleichLeruygen zu. rechnen. Die Hotel- und Gasthofbesitzer in den Alpenländern wenden sich nun nach Wien und wolle»:, daß die Wiener zu ihnen zur Erholung kommen. Diese so-plötzlich, erwachte Liebe wird hier zwar verständnisinnig ausgenommen,. alltzin es ist wohl kaum damit zu rechnendaß die Wiener in großer Zahl dissem Rpfe werden Folgte leisten oder leisten Wunen/Für viele Familien aus dem Mittelstand>e sind die Pensionspreise, die selbst in blescheidenen Gasthüfen und Hotels in den Mpenläüdern verlangt wlerhen, zu hoch. ' ’*• Die Hotel- und 'Gasthofbesitzer in den Alpenländiern haben sich sehr viel auch dadurch geschadet, daß sie im Winter und Anfans des Frühjahrs, auf Anfragen keine festen Preise bekanntgaben, sondern die unfaire Praxis: ,H-rei-sef reible i be n d" beib«chielten. - Dies hat. viele Erhvlungsöedürstige abgehälten, irgend - welche Bestellung yus eine Sommerwohnung oder auf eine Wnsion zu machen. SrLnduns einer Sefterreichischen Gesellschast siir Sozial-olitik. Im Herlbst vorigen JÄhreS Hat sich unter dem Eindmst per Tagung der JbllevmitivMen Bereinigung'zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Luxanhburg aus österreichischen SozialiPolMern ein Komitee gchklidet, - um den Zusamme nschluß 'aller A-nhmnger/ der Soria'lpoll'itir in Oesterreich vorzubereiten -und siir eine entsprechende Vertretung -Oesterreichs. auf. internatiönTen sazialpolitischen. Kongressen voMsorgen. Nach Fühlungnahme nrit einem größeren Kreis von S^iallpolit'ikern wunde von - diesem Komitee.-'vor' kurzem die •£tfferr.s.-tch jsche -Äes^b-l'schaf.t,-f.Er -Sorzialpolitik ins Leben gernfen. Dir Wahlen 'in.den-Vorstand blieben einer Haupwersaminlung Vorbehalten, di-e Diebs-, tag den Z. Juni im kleinen Sitzungssaal der Handelskammer stattftnden wird. Rach den Vorschlägen des u Mitten..,Smte W S Herreaklelderhaua ' 4": El NB ERG ER I. SINQBRSTRASftE 6 Dr. DA-or Mataja gewählt werden, der beLcmEch der 'erste Mnister für soziale Fürsorge in Oesterreich war. In die Leitung -sollen ferner Äs Stellvertreter des BvHtzsMn.der erste. Sekretär der ABeiterktmnner in Wien Dr. P a il l a .und Minister a. D. Dr. K r s chberuftn werden. Die HauWersannnilung erhält-dadurch LesonÄeres Interesse, daß der Direktor deß Internationalen -AMitsamteß in Genf, der frühere französische Minister Wert Thomas, dahri einen Eröfsnungsvortrag.M. Die Versammlung ist für alle Personen zugänglich, die MMicher -der Oesterrvichischen Gesellschaft für Sozialpolitik werden wollen. Am vereitelte Versammlung der Nationalsozialisten. Die Natisnalsoxi-alisten hatten für gestern abends, ins das Hotel bayrischer Hoff' in Wien, in der TaboOvaße, eine: VevsmnLunrg mit der DagesordMnig „Die wirtschMche Macht.' des Judentums in Döutschösterreich" einlhevusen. Schon - langes vor Beginn hatten sich auf dem Platze vor dem HM mchreres hundert Gegner der Nationalsozialisten erugefultden, wälche!. das BerisamwlmrgslM besetzen wollten, daran Mach öon Nti SicherheitAvache gchinidert Müden. Die AHalWg der.Her-'-, sonnnliung wurde dann von der: Eirilbemsern aus Anraten der Polizei mchgegeben. Die Sichecheiiswache fand wjsdecholt'Anlaß, zwischen den gegnerischen'Parteien schlichtend einzugreisem - Hakeiitteuzavachen im Sladttzari. Gestern abends zog. em Trupp junger Burschen nach einer. ,AntissnntenlvevsammllM!g durch den St-adtpmL «und be-! drchte haMsiost Spaziergänger, In einer finsteren Allee er«! -hielt der Jurist Dr.'J. D. plötzlich einige starte StoSHWe! Ms den Kopf, tvomuf sich die. Buben mit den Worten: „Der)'' hat genug" aus dem Staube machten. Der JMst Mrde^ seicht verletzt. Eine bessere Ueberwachung der Hakenkreuzrowidys insbesondere nach' ihren' Versommlüngen ftftens ^r Polizei wäre dringend geboten. - . Kvin BchnhsfrundverLchr. Av'Wen, 'U und IS Uhr mW hafte Wien tiä . hißKn MoMdt spielew sollen. Diese üGchahr"^ Winks poxUnsist WewiAt W ftm, woWr Mvdev HisheM«; PMinzverkehr sich verteuern dürfte. Vs ist gelungen, wei- Verbindung mit Europa, die durch! dvn BHühosrundloers^ kehr einigermaßen Hergestellt werden sollte, zu unterbinden. - Vorgestern nachts warteten müde Kellner, Musiker «fto,; bei den Haltestellen " vergebens. Auch gestern; ruhte der Ründvevkehr. Bei Tage zogen es Me vor, auch! H-ngere Strecken zu Fuß' -WÄchuliegen, ha, sie MnW ms den Straßenbahnwagen keinen Matz mehr fanden wegen - der sogenannten passiven Resistenz. Jmmechmist, wie wir aus sicherer Quelle erfahren, die VeMMNg dev bisherigen ' Betriebsdauer u-m einige' Stunden nicht wahrscheinlich > * Eine ErMrmntz des M«g«Wß^WlkS. In Beginn der ' gestrigen WmänideraWtzu-ng .M BüvgerMister S e i tz über die VerhandbUtWN Mischen. der Gemeinde' Wien und den SlmßenbahnhM-ensteten sok« j gende Erklärung alb: ' Ich bin iin Laufe des TMs wiederholt m AuMnp : über die jüngsten Vorgänge bei der StraßeDHn ersucht! worden. Bekanntlich hat die Wsicht bestandet, den Nacht-; verkehr weiter auszudehnen. Mber -diest Absicht haben! hie zuständigen Stelle:: mit der MrsamWertvetung der-! handelt; als 'man zu einem günstigen Ergebnis' gelangt; war, entschloß man sich, der heutigen Gemeindevatssitznng den Antrag aus Berlängemng des MerchivsvkchreSzu uuteribreiten. In - letzter Stunde jedoch' ergaben sich Schwierigkeiten, die eine starke BeunvwhigNNig der Straßenbahner, damit' auch die Ausldsuüg gewisser -Forde- - vungen und die Verweigerung der MehrdisnsMsAngen zür Folge hatten. Ueber dich Forderungen'wwd-seit Miragen verhandelte Ich bin bei-der Eigenart solcher Per- Handlungen sitzt nicht in der Lage, nähere Mitteilungen zu machen, weil sich ja die Lage von Stunde zu Stunde pudert. . Ich weche aber seWstveirstäuWch im geeigneten Zeitpunkt dem. Geuwinderaie und de< Oeffenilichk-eit berichten. Fortdauer der passMn Resistenz. Gestern fanden iu Weigls Drehevpavk Besprechung:'! . der Betriebsräte der Straßenbahnibediepsteten^ statt. W - wuyden ausschließlich tzchns-ragen erörtert M beschlossentm bisherigen Zustand des .p a s s i v e n P i de r st gn..,. des w eiter zuverharren. ' Infolgedessen 'entfiel auch gestern nachts der Bahnhosimnidver^ehr. . Jas HschsrukmerwLLtll. Auch gestern,herrschte vorwiegend'heiteres Wetter-Mir ' übernovikall'!' Trinperatilren. Die war me'Witterust.g' 'dürfte der Voraussage zufolge auch heute andausrU- ^st MjtN . MWWigM M MwBlKW .WM-1