Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1899 (29.5.1924)
- Date
- 1924-05-29
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Verte 6 Wien, Donnerstag BERKEL'^a6^ *• M> l Million im Gebrauch Sie ist Erlösung und Wohltat sltr Berttufer und Konsumenten. Sie beschleunigt, kontrolliert, spart und kostet nach e Wochen Gebrauch nichts! Jedem Wiener GeschäftSnurun wird auf 3 Tage unverbindlich und gratis über verlangen eine Wage _zur Probe zur Verfügung gestellt BERKEL-Vertrlab, Wien, I. Biberstr. 9 Me Lebensrnittelumrkte. Gestern waren aus dem Naschmarkt das erstemal in dieser Saison heurige Paradeiser eingetroffen, die aus Marokko gekommen waren. Trotz des weiten Transportes hatten sie keinen allzu großen Schien gelitten. Begreiflicherweise kommen diese Paradeiser für die große Menge der Konsumenten wegen ihres Preises kaum in Betracht. Die Beschickung der Grünwaremnärkte ist im allgemeinen sehr gut, besonders stark ist Salat vertreten. Trotz der anläßlich des heutigen Feiertages erhöhten Nachfrage konnten die angebotenen Mengen nicht verkauft werden. Die Preise mußten infolgedessen heruntergesetzt werden. Sonst blieben die Preise für die meisten Gemüsegattungen ziemlich unverändert auf der Höhe der letzten Markttage. Auch Obst ist in genügenden Mengen vorrätig. Ans Italien waren Ananaserdbeeren angekommeir, die sich auf '40.000 bis 45.000 K. pro Kilogramm stellten, während Walderdbeeren aus Italien im Großhandel 80.0000 K. pro Kilogramm kosteten. Wien, 29. Mai. * w Gm gehört?" „Wissen Sie schm!?- M'aZ sagen Sie zu . . .? Es soll auch. . -Das sind die modernen Worte, die den großen Ereignissen vorausgchen. „Man sagt/', ist das einleitende Pathos der Umwälzungen. Mit diesem Stammtischgeflüster wird Weltgeschichte gemacht, 'obzwar es eine alltägliche Geschichte ist, wenn der Herr £. „unter Zurücklassung von Verbindlichkeiten in der Höhe ivon. . usw. Aber auch der Herr g). ist umgefallen sinnt) der Z. („Haben Sie schon gehört?") wankt, und schließlich^ wackelt das ganze Abc, was dann doch schon eiin Stück (Geschichte ist, zum mindesten eine Mangenehme. Früher 'Hieß es vor.großen Begebenheiten pathetisch : „Der Würfel" -'(war nicht der Name eines Bankiers) „ist gefallen!" Und es begann eine neue Epoche zum Verdruß der Mittelschüler. Oder es dröhnte pompös: „Immer weiter, immer vorwärts!" bis der Potiorek erledigt war, oder wchmütig: ,Lemberg ist noch in unserem Besitz!" Und als es nicht mehr war, hieß es bedeutsam: „Wir haben die Jw- 6atÄ»e!" Heute gebraucht man nicht mehr.so große Worte. lBielleicht, weil es einem die Rede verschlägt. Man sagt deshalb nur Leise: „Wissen Sie schon. . .?" Worauf zuerst ein Dementi kommt und dann die Insolvenz des L., des %, des Z., bis das ganze Abc... (wie oben), daß einem die Haare zu Berge steigen., über die einige Herrschaften schon längst sind. Dann erleichtert man sein Herz mit dem: „Was sagen Sie dazu?", und ein neuer Geschichtsabschnijtt hat begonnen, ohne hochtrabende Reden, ohrw geflügelte Worte. Deshalb ist es heutzutage immer symptomatisch und bedenklich, wenn es heißt: „Haben Sie schon gehört?" —M. * Vermißte Jugendliche. Die fünfzehncinhalbjähr ige Marie Kautnh ist seit dem 36. d. aus ihrer Wohnung abgängig. Sie hatte eine Bekanntschaft mit einem jungen Beamten. Das Paar dachte -an Heirat, doch wildersetzten sich die Eltern des jungen Mannes dem Plane; das scheint sich das Mädchen zu .Herzen genommen zu haben' und verschwand mit der Absicht, dm-Tod zu suchen. — Der Bürzevschüler Franz Rokusek ist seit dem 1. d. aus dem ClterNhau.se verschwunden. Er hat sich aus der Wohnung entfernt, weil er wegen schlechten SchNlfortganges Strafe fürchtete. * Parteienverkehr und Sperre der Vormerkungen im Wohnungsamt«. Mt Rücksicht auf die Pevsonalverminderung während der Urlaubszeit wird der PauteienverLehr im Wohnungsamte der Stadt Men vom 1. Juni an auf Dienstag und Samstag für die Zeit von 8 bis 1 Uhr beschränkt. An den übrigen Tagen können nnr jene Parteien im Wohnungsamt vorsprechen, die vorgeladen sind. Vom 1. Juni an, werden bis auf weiteres keim Ansuchen von Wohnungssuchenden um Vormerkung entgegengenommen. * Der Sammeltag der Rettnngsgesellschast. Sonntag den 1. Juni ist Sammeltag der Rettungsgefellschaft. 16 Musikkapellen werden die 'Straßen Wiens durchziehen und an den belepteften Punkten der Stadt Platzmusiken abhalien, bei denen Sammlungen für.die R-ettungsgösellschast veranstaltet werden. * Freiplatze der Gemeinde Men an der Hochschule für Welthandel in Wien. Verliehen werden für das Studienjahr 1924-25 fünf Freiplätze an Höver der ersten zwei Semester der Hochschule für Welthandel in Wien. Zur Bewerbung sind berufen: In Men hermatiberechtigte bedürftige Absolventen der GYmnMen, Realschulen und Staätsgewerbeschulen, welche die Reifeprüfung mit Erfolg abgeleK haben und tadelloses sittliches Betragen austveffen. Die an den Wiener Magistrat, Abteilung 8, zu richtenden Gesuche sind in der Zeit vom 1. bis einschließlich 15. Juli 1924 bei der Hochschute für Welthandel (19. B^., FeMr Mottlstraße 10) einzmeichen. Anzuschließen: GeburtsuNd^HermatschHn, Armuts¬ oder Mittelloiigkeitszeugnis,, aus welch«» die Erwerbs-, Vermögens- und Familrenverhältnisse des EinschrMers und seiner unterhaltspflichtigen Angehörigen, insbesönöers auch der allfällige Genuß von Stipendien oder Freiplätzen des Bewerbers oder seiner Geschwister zu ersehen sind, ferner die letzten Studienzeugnisse und das Zeugnis über die Reifeprüfung. * Schnellgespräche Oesterreich-Polen. Vom 1. Juni an werden im Wechselverkehve Oesterreich-Polen, vorläufig jedoch nur für die Beziehungen Wien einerseits. und Bielitz, polnisch Tesche» und Krakau 'andererseits Schwellgespräche Melassen. Sie genießen den Vorrang vor den Dringenden" Privatgesprächen. Als Delevhonaebühr wird das Neunfache der Gebühr emes gewöhnlichen Gespräches berechnet. * Aenderung der Postgebühren. Mit 10. Juni l. I. treten einige Aenderungender seit 1. Dezember 1923 geltenden Postgebühren und sonstiger Bestimmungen der Postordnung rn Wirksamkeit, die zum Teile nur für einzelne Benützer der Postanstalt, zum Teile aber allgemein von Bedeutung sind. Jnsoesonders wird hervorgehöben, daß die Gebühren fiir schwerere Blindendrucksachen ganz wesentlich herabgesetzt werden, daß die Gebühren für Postanweisungen verursacht und Wiener Morgenzeitung. Sie Pariser Slympischen Spiele. Irland besiegt Bulgarien. Paris, 28. Mai. Im Rahmen der heutigen olympischen Fußballkämpfe siegte Irland gegen Bulgarien 1:0. ■ Polens Antwort an Rußland. Warschau, 28.-Mai. (Pol, Tel.-Ag.) In Beantwortung einer Note der Sowjetregierung vom 7.5>. überreichte die polnische Negierung gestern der Dowjetvertretung in Warschau eine Note, worin sie mit aller Entschiedenheit gegen die unstatthafte Weise, mit welcher die Dowjetr-rgierung die in der Note der PolnffchenReigievung enthalienenErklävungen anslegt, uitib auch gegen die ungenaue Auslegung des Artikels -7 des Rigaer Vertrages protestiert. Die polnische Regierunig wiederholt ihre Erklärung und besteht auf der strikten und loyalen Einhaltung aller Bestimmungen des Rigaer Vertragest Große kxplofion in Bukarest. Aus Bukarest wird telegraphierte Gestern mittags brach in der militärphrotechNischen Ansta lt ein Brand aus, dev. auf ein Munitionslager übergr'' ff. Es ereigneten sich zahlreiche Explosionen, wodurch in der Umgebung und im Zentrum der Stadt selbst großer 'Schaden ungerichtet wurde. Feuerwehr und Militär arbeiten an der LoLalisierung des Brandes. in den höheren Stufen ermäßigt, lind daß ferner die Zustellgebühren für Wertbriefe und Geldbeträge zu Post- und Zahlungsanweisungen vereinheitlicht und ebenfalls zum Teile verbilligt werden. Schließlich werden auch die Verschlußvörschristen für hochwertige Pakete zeitgeinäß geändert. * Eine Keren Hajessod-Versammlnng in Floridsdorf. Mittwoch den 21. d. fand in Floridsdorf im Saale des Hotel Klein eine stark besuchte Keren Hajessod-Bersammlung stcttt, die von Herrn S. Präger eröffnet und geleitet wurde. Die Referenten des Abends, die Herren Dr. Josef Löwe nherz und Lehrer Schwertfinger, wußten über den.Aufbau Palästinas und die Notwendigkeit, die jüdischen Pioniere durch wahrhaftige Opferleistungen zu fördern,- überaus eindrucksvoll zu sprechen. Als letzter Redner ergriff Herr Rabbiner M. Ros-enmann das Wort und richtete an die Versammlung den warmen Appell, sich an dem Aufbau Palästinas durch materielle Leistungen und lebendige Interessennahme zu beteiligen. Die Versammlung übte auf dre Floridsdovfer Judenschaft tiefe Wirkung. Geschichte Ger Juden erhalten £GRATISPR!KMIE^ der 'Wiener Moraenzeitung; bei Aufgabe eines Jahresabonnements siehe Abonnementtarif (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Sonderangebot des Warenhauses Brüder Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48. I» Regenmäntel 175.000 K., Französische Wasch-Voile pro Meter 17.900 K., Mode-Voll-Etamine, große Auswahl aparter Muster, pro Meter 39.000 K., Eponge für Kleider und Kostüme pro Meter 39.000 K., Schweizer Etamine in allen Farben pro Meter 36.000 K., Covercoats, 130 Ztm. breit, pro Meter 98.000 K. Reichhaltiges Lager in Damentmb Herrenwäsche, Leinenwaren, Vorhängen, Teppichen usw. zu bekannt billigen Preisen bet vorzüglicher Qualität. Ein Besuch überzeugt. * Die Sommerfrische kostet Millionen sowie viel Zeit und Mühe. Ohne viel Scherereien und 'Unbequemlichkeiten erholen Sie sich bei einem Aufenthalt im Schwerzerhaus (Prater). Die beste Wiener Gesellschaft unterhält sich -da im Freien bei vor- Kglicher warmer und kalter Küche. Erstklassige Getränke. Täglich Konzert des berühmten Deutschmeister-Orchesters Waeek. AÄwechsetnd dirigert vom jungen und alten Wacek. * Sommvrnachtsfahrten auf der Donau. Jeden Dienstag ab 3. IM finden von. der Station Reichsbrücke aus Sommernachtsfahrten auf der Donau bis - H a i n b u r g und. zurück statt. Jeder Dampfer führt' ein Künstlerorchester, Reasturant und Büffrtt mit. Fahrkahrten im Vorverkauf bei der S ch! a fw a g e n g e s e l l s ch a f t, 1. Bez., Kttrntnerring 9. Vereine, Bortriige und Bersamminnge«. Zionistische B e z i r k,S s e k t i o u Leopoldst a d t. Parteienverkehr im Sekretariat täglich an Wochentagen 29. Äi 1924 Skr. im von 4 bis 6 Uhr nachmittags und Sonntag von VI BÄ Vs12 Uhr voMittags, Samstag geschlossen. —Akademischer. Verein H e ch a w e r. Freitag den 30. d., 8 Uhr abends,! allgemeine Versammlung. Tagesordnung r 1. Pressebericht. 2. Redens von I a b o t i n 8 k y; Besprechung. 9. Organisationsfragen.'. Geschlossene Versammlung nur fiir Mitglieder. Erscheinen Wicht si — K u l t u r g r u p p e d e r z i o n i st i s ch e n B e % i1l8-i sektion XX., Karl Metßlstraße 5. Wegen Abreise unseres» Koll. F e i l i ch nach Palästina findet heute um 2 Uhr nachmittags ein Ausflug zum Herzl-Grab statt. (Gemeinsames Photo- > graphieren.) — Z e i r e M i 8 r a ch i, W i e n. Heute,. 8 Uhr > abends, wichtige Plenarversammlung. Urania. Heute, */,3 Uhr (Großer Saal) r Wiener Leut'' in alter Zeit. V,6 Uhr (Kleiner Saal)r Franz Schubert und seine' Freunde. 5 Uhr (Großer Saal^r Im Lande der Renntiere. l/98 Uhr (Großer Saal): Unser Alpenvolk und seine Lieder. '/»8 Uhr (Kleiner Saal) r Direktor Karl Jäger: Rosegger-Vorlesung.. V.8 Uhr (Kurssaal): Univ.-Prof. Dr. Oswald M eu ahinr' Urgeschichte Wiens. */88 Uhr. (Klubsaal): Vortragsabend Ernst Haupt. Technisches Museum. Samstag, 8 Uhr nachmittags. Führungsvortrag von Ing. N. B o r o e v i c r Die, elektrische Glühlampe. Sonntag. 10 Uhr vormittags, im großen, Hörsaal Lichtbildervortrag von Dr. O. B r h k: Die Entwicklung, der Kinematographie. Um 9 Uhr wird der Zeitschristenlesesaal im 2. Obergeschoß eröffnet. Oesterreichisches Museum. Heute und Sonntag sind die Sammlungen einschließlich der Schansammlung. ehemaliger Hofmobilien, ferner der Teppiche und Neuerwerbungen von 9 bis 1 Uhr geöffnet (1000 K.), Bibliothek und Lesesäle von 9 bis 1 Uhr (freier Eintritt); lUl Uhr Führung durch bte Sammlung von Möbeln vom Ende des 18. Jahrhundert. Die Architekturausstellung ist stets von Dienstag bis Freitag von - 9 bis 2 Uhr, an Samstagen von 9 bis 6 Uhr, an Sonn- und ■ Feiertagen von 9 bis 1 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die ehe-' malige Hoftafel- und Silberkammer ist am' Donnerstagen von 9 bis 2 Uhr, an Sonntagen von 9 bis 1 Uhr (Inländer 6000 K., Ausländer 10.000 K.. illustrierter Führer 5000 K.) zugänglich. Derbhmoden. Am kommenden Sonntaa wird das Derby golaufen: nicht nur eine Zuchtprüfung, sondern gleichzeitig ein modisch-cachellschaftliches Ereignis, zu dem alle Wiener Modchäuiser, die zmn Ruf der Wiener Mode beitragen wollen, ■ große Vorbereitungen getroffen haben.' Dem kanflrästigen Ans« j lande wird sich der Geschmack des heimischen Kunstgewerbes - präsentieren. Das Modellbaus Jda Reich n. Bruder wartet, - wie wir erfahren, mit den neuesten Pariser Renntoiletten auf, ‘ und gewiß wenden die sogenannten .Melnigkciten" der Mode,, wie Schirme, Handschuhe usw., das hohe Niveau der Wiener Modeimmstrie von Neuem beweisen. Jündisches Realgymnasium, 2. Bez.^ CastelleMs^ 35, Anmeldungen fiir die erste bis sechste Klaffe täglich außer Sam8-, tag in der Zeit zwischen 12 und 1 Uhr in der Direktion--> kanzlei. __ Bühne und Kunst. „Haschisch." Johann Strauß-The«si«r. - Andor Kardos nennt sein Werk .Kaschffch" eist' Tanzm-imodra-ma, eine Oper ohne Worte, und rührt schon im - Untertitel an ein Pwbl-em, -das die Kunstgeschichte seit den Zeiten der alten Rbmer in Unruhe HM, an die Frage, ob der Pantomime als Kunstfovm ein -voMertiges Eigenleben gegönnt fft. Im Altertum ist sie ein beschränktes ZivilifativnsiprodM, eng verbunden mit den Kolonffationsbestrebungen der Römer, die die halbe damals bekannte Welt unter ihre BottnaßigM bringen und den Würgern ihrer Hauptstadt im Spiel die mühe, lose Freude. an den Entdeckungsfahrten ins. Neuland menschlicher Siedlungen bereiten wollen. Im Mttelatt-tt stehen die pantonrimrschen Festtzüge ganz -unter dem Banne der an Machtfülle ständig wachsenden Kirche; sie sind die Wegebereiter der religiösen Idee, ohne sie restlos in einer künstlerischen Form gestalten zu können. In der Zeit der Rena-isfamce ist die Pantomime der' praktische Änschauuugsunterricht «für , di« wissenschaftlichen Ergebnisse humanistischer Forscher u.ud nur in locker mit der Haupchandlung zusammenhängenden Szenen pulsiert das Volksleben der eigenen Zeit, als Einlage, gedacht, um auch den minder, gebildeten Zuhörer interessieren zu können. Mit den ersten geographischen Reisebefchreibungen von fremden, bisher unbekanten Ändern erwacht im 18. Jahrhundert das -Interesse für die Pantomime von neuem und hält daS ganze 19. Jahrhundert hindurch an. Die Erotik ist das Haupt. thema geworden, die Einstellung auf die kulturellen Besonderheiten eines Volkes^ wie sie sich auch in seiner Erotik verkörpern, wird vorherrschend, -der Reiz des Moffes in sich ülberwiegt die Anteilnahme an der künstlerischen Lösung des FormPvvbleMS. Glucks Pantomime ,-Der Prinz von China", der ein Buch von Voltaire zuigvundeliegt, und Berenys Mimodrama ,Htaschisch", zu dem A. Kardos das Buch geliefert hat, siegen auf derselben Ebene des GestaÄungswillens, der sich nur in der Technik variiert hat, nicht aber in der Zielsetzung. Heute sehen wir in der tänzerischen Pantomime einen wichtilgen Beitrag, ü-m diese Kunstform in dem GreuMbiet zwischen Theater und Tanz fest zu verankern, die dargestellte Pantomime wird immer ihre Wivkrmg von der Persönlichkeit und der schauspielerischen Kraft der Darsteller «mpif-angen. In Charlotte? Wieh-e, die in ,-Haschischs einen chineisi-. fchen Prinzen verkörpert,' der an seiner Leidenschaft zu einer schönen Tänzerin zugrundegchi, hat Andor Kardos eine Mimiker in gefunden, die eine Gestalt vom Zentrum -aus eri fassen und in der ChavakterisiMng durch die ganze Handlung - , feschalten kann. Ihr Reichtum an AuSdrucksmaneen ver- \ Der 1 etzte OroßfiIm der 5aison! ab m o rgen i n allen ■=:: ■— /-.r.-===s -MOMDIAL-FILM, WIEN, VN- K i n o t h e a t e r n 8370