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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-29 · Heft 1899 (29.5.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1899 (29.5.1924)
Date
1924-05-29
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Kr. 1899 Wien, Donnerstag W mslM'MUche Konferenz. (Eigendienst der „Wiener Morgerrzeitung".) London, 27. Mai. In der heutigen Vollsitzung der -nglisch-rnssffchen Konsereni; wurde der wichtige Beschluß gefaßt, sm die nächsten Tage von weiteren BollfttzunMU der Konferenz abzusehen, da die englische Delegation <e§ für notwendig HM, aiuf die Vorschläge, die die russische Delegation in sLÜiheren Sitzungen hinsichtlich d e r S ch u l d e n f rage und der Fragen der Entschädigungen der Konzessionäre machte, in der Form eines Gegenvorschlages zu antworten-, der Zugleich a ls Vertrag normiert werden soll. Zum Schlüsse der Sitzung gaden-beide Delegationen die Erklärung ab, daß sie entschlossen seien, in 'keiner -Frage eine intransigente Haltung einzunehmen. . Von russischer Seite wurde betont, daß die Pol i t is chen^P r odle me der Konferenz leine unüberwindlichen Hindernisse bieten, wenn die englische Regierung bereit wäre, in der F ra g>e der V or kr iegs s ch u l d e n einen Standpunkt einMuchmen, der die gegenwärtige wirtschaftliche Notlage Rußlands berücksichtigt. Die englische Regierung wird für die kommende Woche einen Vertragsentwurf vorbereiten, in dem sie die Grundsätze festlegt, nach denen die Vorkriegsschulden abgelöst, die Geschädigten entschädigt und die Konzessionäre in ihre alten Rechte eingesetzt werden sollen. Die englische Delegation hat damit erreicht, daß die Verhandlung aus dem Stadium der Erörtermrg allgemeiner Grundsätze in das Stadium genau formulierter V e r t r a g s b e st ä m nt u ugen tibergeteitet wird. ' Keine Sorialisierungsversuche im Untechaur. London, 27. Mai. (Reuter.) Das Unterhaus lehnte es mit 17g gegen 164 Stimmen ab, Anträge der A r b e i te r- Partei betreffend die Nationalisierung aller Ländereien, Bergwerke und Wasserläufe auf die Tagesordnung zu setzen. In fortgesetzter zweiter Lesung des Fmanzgesetzeutwnrfes kritisierte Neville Chamberlain abfällig das Budget, wobei sich die Opposition in sarkastischen Zwischenrufen gegen die Regierung erging. Schließlich wurde die Vorlage in einfacher Abstimmung a n g e u o m m e n. KommmWche AnE vor dem ziouismus. Riga, 27. Mai. (I. T. A.) Auf der achten Konferenz -der kommunistischen Partei, die eben in Kiew stattgefunden hat, trat der Vorsitzende K w i r r n g in seiner Schlußrede gegen den Plan der Gründung einer autonomen Mischen Republik auf. Er sagte: „Der in Moskau aufgekmrrmene Plan der Schaffung einer jüdischen Republik'und eines Kolonialfonds sowie der Bristelluug des nötigen Bodens für die MassenansieÄlnng der jüdischen Bevölkerung hat keinen festen Boden unter sich. Wir sind nicht gegen die Bildung dieser oder jener Republik durch eine nationale Minderheit, allein dir Schaffung einer jüdischen Republik durch künsMches Zusammenströmen jüdischer Massen entbehrt der Logik. Das schm ecktnach Zionismus." __ Das französische Mandat vier Sdrien. Paris, 27. Mai. (I. T. A.) Ein am 22. d. von der Regierung veröffentlichtes Commun'lgue besagt, daß die Regierung das ihr vom BWerbund übertragene Mandat über Syrien weiter ausüben will. Der französische Oberkommissär für Syrien, General Weygand, der sich in Paris aufgehalten hat, wird am 28. d. über Marseille nach Shrien zurückkchretr. „Fedora" im Sderntheater. Wie rasche ist doch die Oper „Fedora^ verfallen! Ihr Komponist Umberto Giordano, der um vier'Jahre jünger ist als der jugendliche Pucciui, ist in Wien kein Unbekannter mehr. Nicht nur seine „Fedora" — frei nach Viktor Sardvus gleichnamigem Drama, diesen russische Großfürstin Fedorr bekamrtlich den vermeintlichen Mörder ihres Bräutigams durch Geheimpolizisten in Paris in die Falte lockt, in Liebe zu dem Verhaßten entbrennt: und schließlich Gift nimmt —, sondern auch, seine Opern „Andre Ch einer" juitö „Siberta" sind m Wien vor längerer Zeit aufgeführt worden. Es sind lauter blutrünstige Stoffe: Mord und Selbstmord, Schafsott, Revolution und das Schreckensland Sibirien zeigen die Vorliebe dles Tondichters für das verrstische Milieu.-Ja,-m „Andre Chenier" wird man geradezu an die Folterqualen der Tosca gemahnt, von denen man in der Polizeiszene der „Fedora" nur einen leichten Vorgeschmack erhält. — Die „Fedora" steht zeitlich zwischen der Boheme und der blutrünstigen Tosca, manches hat sie der Boheme abgelauscht, dochauch von Mascagiui, dorr Leoucavallo und vom alten Verdi des Falstaff und Othello vieles gelernt. Mit der sicheven Hand des echten Bühnen-' manschen vermag Giordano alles da und dort Abgeguckte zilsrinmenzuschweißen, ohne selbst mit starkem Gefühl daran beteiligt zu sein. Mit raffinierter Theatralik, dile mit einfachen Mitteln ein nur scheinbar kompliziertes Räderwerk in. Bewegung setzt, strebt Fedora von Verismus-weg, der Konversationsoper zu: Im Orchester plaudern die Motivs, - welche für Personen Md Geschehnisse das musikalische Rückgrat geben, währendsich die Singstimme, von der «eigentlich jede' Oper leben sollte, auf langte Strecken Parlando und Sprechgesang bescheiden m.Uß. Wennder- Effekt denn doch gelegentlich, .ein Arioso erfordert, schlägt das fast Massenetsche Seütiment allzubald in Banalität um. .So fristet der ganze zweite Akt — abgesehen von den: hübschen Intermezzo- —' mit. impersönlichen Tanzweisen, süßlichien Liedern mch billigen Chopin-Scherzen sein Dasein. Wärmere Töne findet der Komponist für den Tod der Fedora, ein Wiener MoLAenzekturrg. Döai 1924 . ^eite 3 Ae Wm .Wss. Radiodie«st '8tzr'-.„Wiener Äörgenzei'kün'g^.'' Londön, 28. Mai. D e v i s e n s ch l u ß k.u.r j e: Prag. 117.125, New-Bork 4.33^/«, Paris 81,625, Brüssel'8-4,6, Rom' 98,5, Zürich 24,68, Madrid 31,72. Amsterdam 11,5875, Kopenhagen 25,755, Christtania 31,425, Stockholm 16,325, Helsingfors 173,25, Berlin 18,6 Billionen, Wien - Paris, 28. Mai. Die Börse zeigte sich, obwohl das Pfund auf 81,95 stieg, keineswegs durch diese Spannung der Devisen beeinflußt. Sie war im allgemeinen still und lustlos, wozu auch der morgige Feiertag beiträgt. Französische Renten waren schwach, französische Bankwerte still, während Petroleum Widerstand zeigte. Auch in der Kulisse herrschte. Geschäftslosigkeit, die noch größer war als im Schranken. Einige Valutenpapiere waren auf englische Käufe gesucht. . ■ Wechselkurse: London 81,95, New-York 18,91, Prag 56,20, Bukarest 2,90, Wien 26,50. Parts, 28. Mai. (Radio.) Effektenschlnßkurse: Banque de France —.—, Pragobanka 404,—, Credit Lyonais 1526, Suez 13,230, Platine 728, Dabrowa 765, Banque Ottomane 752, Central Mining 887, Rio Tinto 2645. Le Naphta Russe 387, Snccerie d'Egypte —, Bakou 2460, Cautchones fin 152, Chartered 43,50, Debeers ordin. 1010, Goldflelds 76.-. Huanchakas 297, Jägers Fontain 297,50, Malacca ordin. 136,50, Maltzoff 412, Mexican Eagle 62,50, Padang 344,-, Rand Fontain 87,—, Randmine —, Silva plana —. Tanganyika 149, Tubice soie 617,-, Utah Copper 1302, Shell 366.-, Royal, Dutch 30.760, Burmah —. - Triest. 28. Mai. Devisenkurse: Amsterdam 842,50 bis 857.60. Brüssel 105 bis 107, Paris 121 bis 122, London 98.60 bis 98,70, New-York 22,65 bis 22.76, Zürich 400 bis 403. Bukarest 10.50 bis 11, Wien 0,0315 bis 0,0325, Prag 66,75 bis 67,25, Budapest 0,025 bis 0,03, Zagreb 27,70 bis 28. Mailänder Mittelschlußkurse. London 98.60, Paris 121,35, Zürich 400.75, Prag 66,75, Belgrad 28, Brüssel 104,34, New-York 22,73, Bukarest 10,25. (Eigendienst der ,Miener Morgenzeitu-ng".) Mitglieder der kleinen Entente, 2, Die Stellung der kteintzn Entente zur R.cpa rati o ns frag c, 3. Das Verhält, ms zu-den Großmächte n, 4. Das Verhältnis zu- ' S o w j -c t r u st l a n dn-nfr 5. Die b e ß a r a b i s ch e Frage. .: . » ... > . ---- Beyer von Hitler-Leute« ermordet? Berlin, 28. Mai. (Tel.-Komp.) Jur Zu-sammenhan-g mW depl Politischen Mord andem 16jährigen Schüler Beh e r inMahlsdorf wurden gestern dreiPerson >e n verhaftet, -und zwar ein junger Ma-mr namens Lieb eck, der einer H i t l e -r - O r g a n i s a t i o n angehört, ferner der Sohn eines Mahlsdorfer Architekten namens Heinz Schmidt sowie ein 19 Jahre altes F r ä u l ein i n Sorge ans Mohlsdorf. Auch die Heiden letzteren gehören einer recht sradikalen Organisation an. Die Polizei ist zu der Älnlsicht gelangt, daß es sich nicht um einen lrnkspolitischen Fememord handelt, so^ndern daß der junge Beyer Won Mitgliedern s e i n e r* e i g e n e n O rganisation getötet wurde. Ae Palästinensischen Araber. - Jerusalem, 27. Mai. (I. T. A.) Wie die palästinenfische Delegrcrphenagentur erfährt, ist die arabische gemäßigte P a r te i nicht ahgene-igt, an dem für den 15. Juni von der pal-ästinenstsch-arahischen Exekutive einLerltfenen Kongreß teilzunehnren. Die Partei stellt jedoch die Bedingung, daß die palästinenstsch-arahiische Exekutive ihre Zustimmung zur Schaffung eines palästinensischen Legislativ- Council gibt, in we-lchem keine R e g i e r n n g § b ca mte sitzen sollen. Die Berhandbungen zwischen den beiden Parteien werden fortgesetzt. Die pMstinenstscharabische gemäßigte Partei beantragt ferner die Einigung auf ein g emeinsames Programm, das der Reglerung unterbreitet w erden soll. Rom, 28. Mai. In der heutigen Kammersitzung kam es zu -groß e n L ä r m s % e n e n. Schon am Tage der Kammereröffnung hateine Kerne Gruppe von faszistischen Abgeordneten in den in den früheren Legislat-urperiodeir ausschließlich den Links-Parteien reservierten Bänken Platz gerrom-men. Da diese Gruppe auch heute dieselben Plätze eingenommen hatte, erhob der sozialistische Abgeordnete M o d r g l i a n i dagegen Protest, den er damit begründete, man wolle faszistischer-seits die Opposition -kontrollieren und sie an der Ausübung ihres Mandates verhindern. __ Unterzeichnung der italienisch-tschechischen Berttager. Rom, 28. Mai (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Jur Siegessaal des Palazzo Chigi ist heute nachmittags von Mussolini und Dr. Benesch der Vertrag Herz-' lichen ZusäMenarlbeitens zwischen Italien und der Tschecho- Slowakei endgültig unterzeichnet worden. Gestern wurden. zwischen beiden Regierungen noch einige wirischastliche BereiMrungen getroffen. Ae Konferenz der kleine« Sntente. Belgrad, 28. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzertung") Zur Konferenz der kleinen Entente wird gemeldet: Die Vertreter der tschecho-rstowakischen, jugoslawischen und rumänischen Regierung werden am 1. Juni in Prag zu einer Konferenz zusamMentveten; auf der Tagesordnung steht: 1. Die Frage des inneren Verhältnisses der weiches Ritornell erklingt, schmerzerfüllt klagen sich die dunklen, tiefeir Streicher aus, auch hier ist das Orchester mächtiger als die Menscheustimme, welche der geistreiche' Giordano nur spärlich, bedenkt. Eine Aufführung der „Fedora^ konnte heule nur rroch mit großen italienischen Gesangskünstlern einen durch- Mageuden Erfolg erzielem Frau Jeritza, welche als Fedora in Amerika Triumphe feierte, stattet die Rolle wohl mit allerlei interessanten Details ans, doch/ spielte sie diesmal mit derart aufdringlicher Aeußerlichkeit,. daß mmr, so> lange sie nicht saug, eher an eine FilmschauspNerin alsj an eine Opernküustleriu gemahnt wurde. Glesanglich war sie freilich ganz ausgezeichnet, während ihr Partner, Signor Agostino Capuz zo-, den man sich für die Rolle des! Jpanov eigens aus Rom verschrieben hatte die Reklametrommel hatte sogar amtlich angeküindigt, daß ihn Giordano als den besten Vertreter dieser Partie empfohlen habe —> mit seinem kehligen, grobschlächtigen Gesangs von echter Belkantokunft weit erüfernt ist und mit seinem derben Spiel dem Range unserer Staatsoper kaum entspricht. Fräulein H e l l e t s g r u b e r als Olga spielte kein e Salonschlange, sondern ein zahmes Hauskätzchen, in einer kleineren Rolle siel Frl. Anday durch ihre schöne Stimme ans, mit! Tenlperanwnt spielte Herr W i e d e m a n rr, Herr Meller war ein sympathischer Klavierspieler, dem sein Debüt als Schauspieler nicht sonderlich gut bekam. Für die Regie zeichnete Herr Runge (oder Frau Jeritza?), Kapellmeister Reichenberger leitete das Orchester,, das ebensowie die Szene deutliche Spuren, unzulänglicher, überstürzter Einstudierung aufwies.. Mit einer solchen Aufsiihrung der „Fedora^ in italienischer Sprache ist der Staatsoper und ihrem Publikum ein schlechter Dienst erwiesen. Was veranlaßte wohl die Staatsoper, deren. Reper- - to-ire immermehr zusammenschrumpft und deren Unterlassungssünden immer mächtiger anschwellen, auf die Neueinstudierung dieses belanglosen Werkes, welches vor fast eiswin.Vierteljahrhllndert gelegentlich, einer Stagione in der An krfolg der polnischen Regierung im Eejm. (Eigendienst der ,Men-er Morgenzeitung".); Warschau, 28. Mai. In PMtische.n Kreisen wird lebhaft die 'heutige Sejnl-B-udgetdebatte besprochen, wo die Vertrauensfrage für die Regierung aufgeworfen wurde. Als nämlich in der Debatte über den Artikel 5 -des FinanMfetzentwurfes von der Linken ein Mänderullgsantrag gestellt wurde, erKärte Vizeminister Ma rkowski im-Namen des Ministerpräsid-enten, daß die Annahme dieses Artikels in der von der Regierung proponi-erten Form eine Vertvauenssrage des Sejms der Regierung gegenüber fei. Nach einer längeren Delbatte wurde der .RegierMgAantrag mit 1V gegen 8 Stimmen a n g enommen, toober sich die Mgeordneten der Wst-Partei ' der Abstimmung enthiÄten. - Demission Darowskls? MwfchM, 26. Mäi. (Del. der „Wiener Morgew zeitung." Die Blätter vettzeichnen da's Gerücht, wonach der VishSvige Gesandte in Moskau, Minister Dar ow s ki, entschlossen wäre, in der nächsten Zeit seine Demi sist o n zn geben. Die Ursache dieser Absicht liege in den schwierigen Bedingnllgett für seine diplomatische Tätigkeit in Moskau sowie in'den mißlungenen Versuchen zur Anbahnung von Verhandlungen Zwecks Mbschlnsses eines p o l n i s ch - r ll sfischen Handelsvertrages. Vom Mußenminiftevium wird aber dieses Gerücht dementiert. Hofoper aufgeführt worden war, Zeit und Geld zu verwenden'? Es war das Verlangen der Frau Jeritza, in einer ihrer kamerikanischen Paraderollen aufzutreten. Auf Befehl der! Frau Kammersängerin, welche ihr goldenes Herz für Wieil und die StaatSoper immer dann entdeckt, wenn sie in Amerika unbeschäftigt ist, mußte diese Oper aus der Rumpelkämmer herauSgeholt und blankgescheuert werden, auf Befehl der Frau Jeritza müßte die Vorstellung in, italieili-- scher Sprache erfolgen. Es mußte wenige Tage vor ders Aufführung ein Temr aus Rom verfchrieben werden, da Herr Piccaver mit Frau Jeritza nicht singen wollte undin ganz Wierr für die Rolle des.Jpanov angeblich kemgeeigneter Sänger zu finden war, wegen der Launenhaftigkäit der Frau Jeritza, welche über-Chor und Sölistejn eine Schreckensherrschaft ausüber möchte, mußte Herr Turnän die Regie niederlegen. Dies alles in Abwesenheit der Leideil verantworllichen Direktoren — Herr Strauß hat sofory nach der Strauß-Olympiade Wien wieder verlassen und Herr Schalk weilt mit einem! OpEensemble in Paris —/ dies alles in einem Hause, welches Gustav Mahler durch! seine zehnjährige Wirksamkeit für alle Zeiten geweiht haben sollte! Wenn es in Dingen der Kunst einen Staatsanwalt gäbe, so müßte, er ob des küinstlerischen Raubbaues an unserer alten musikalischen Kultur eine flammende Anklage gegen die StaatSoper erheben. Die.Saison geht zu. Ende und die künstlerische Arbeit der Oper in den letzten. Monaten beschränkt sich auf eine Einstudierung der „Afrikanerm", mit einer Fehlbesetzung der Titelrolle, auf das mit Milliardenaustpand aus öffentlichen Geldern! — inszenierte. „Schlagobers"- und auf „Fedora" mit Frau Deritza, welche nicht nur die Heldin^ sondern auch eine Anzahl unliebsamer Affären beigesteuert Hai Frau Jeritza mag ja eine eminent wertvolle mnd belichte Sängerin sein, doch mit allen Mißständen, die ihr Auftreten üt der Staateoper im. Gefolge hat, ist ihre Persönlichkeit, zu teuer c/ kauft. Besser, em künstlerisches OperHnsemble ohne d:? Jeritza, als eine Jeritza-Truppe, die von'den Wechsel;:. ^- Launen, des Stars abhängig ist. Erwin Felde /

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