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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-28 · Heft 1898 (28.5.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1898 (28.5.1924)
Date
1924-05-28
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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m. 1898; Men, Mittwoch LÜiener Morgenseitrmg. 86. Mai im Alle Arten voy Bankgeschäften Kommandlte der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit- und Wien, I. Seitzergaste 4 "SSÄ* ywy Telephone: 60-4-82j 60-4r93, 63-4*85, 64-4r42, 68-4-78, 69*4-82 10465 Telegrammadresse, Frapobank Met -—V vormals Ausscheide» des Finanministers a.D. Lottor Gürtler aus der BmkenkominWon. Sin Konflikt Gürtler—MenWk. — Die Mrechtliche Haftung der BankfunktionSre. , Abg. Dr. G ü'rtltr Hat-sein Mandat als Mitglied öes - parlamentarischen- Ausschusses der Bankerrkommission ni t d e r g e l e g 1. "Dieser Entschluß Dr. Gürtlers ist auf grundfätzlich e'Meinungs verschi edenh eiten mit dem Finanzminister Dr. Kienböck zurückzuführen, die. in der Frage der Abwendung der Folgen der letzten Börsenkvise zwischen den'beiden PolitAern entstanden sind. Bekanntlich hat Dr: GÄtler in einem Jntetvisw, das er deyr Grazer christlichsozialen Blatte gewährte, sich in sehr scharfen Worten über die Art und Weffe, wie die Stützungsartion an -der Wiener Börse durchgeführt wurde, geäußert. Er sagte ''daMlSHMäiHHr.dert'Barcken müfle der Raub Wied e r e ntrissie n werde n. Er selbst hat eine Har-- lamentarische Aktion eingeleitet und wartete nur noch die Entschlüsse der Regierung ab.- Sollte diese nichts unternehmen, so werde * er eventuell selbständig Vorgehen. Während der BudgetdebattewiMe der Bundeskanzler seinem Parteigenossen Dr. G ürtler kräftig - ab und Dr. El l e n b o g e n, der die Vorgänge an der Börse und in den Banken zum Gegenstand längerer Erörterungen machte, unterließ es nicht, auf diesen Widerspruch zwischen den Drohungen Dr. Gürtlers und den ElÄärungen des Bundeskanzlers hinzuweisen. Dr. Gürtler hat nunmehr aus dem Verhalten .feinw'Wartei'die Kottsequenyen gezogen, aber aus Parteidisziplin Ordre pariert und. seine Aktion eingestellt.' An seiner" Stelle wurde von den Christlichsozialen der Tiroler Senatspräsident Dr. Schumache r in den Parlamentarischen Ausschuß der Bankenkvmnnssiön,.entsendet. . . In der gestrigen Sitzung des parlamentarischen Ausschusses der.Bankeukommission hielt Finanzminister Doktor K i e n bö ck ein längeres Exposein'welchem er die ' Wirtfchaftliche und finaWielle Lage. erörterte. Er gab zu, daß die wirtschaftliche Situation Wohl exnst sei, doch Halle auch die Wirtschaft in anderen Ztgateir mit großen Schwierigkeiten-zu kärnpfen. An diesen, gemessen, stellt sich die Situa-- tion in Oesterreichvielleicht sogar - günstiger dar.. Er hoffe zuvevsichtlich, daß die österreichische Wirtschaft die gegenwärtige , Krise ubersteheu werde. Allerdings sei es notwendig, daß das-Vertrauen wiederkehre. . Vizekanzler Dr. Frank beleuchtete 'die von ' der Bankeukommission dem Ausschuß übermittelten Gesetze, namentlich die.Vorlage betreffend die zivilrechtliche H a f tu n g d e r Banksunkt io n ä r e von juristischem Standpunkt aus und machte auf eine Reihe gosetzestechnischer Schwierigkeiten aufmerksam. Die Ungarische Ratlonall>a«k. (Eigendjenst der „Wftüer Morgenzeitung".). Budapest, 26. Mai.. Der Ge-neralrat der Ungarischen Nakionalbank hielt.heute unter dom Vorsitz.Alexander v. Popovics' seine erste Sitzung,, in welcher zuerst Perfonalfragen erledigt worden sind. Zu Vizepräsidenten wurden AlexiuS v. Papp rmt(b Stephan Bernhard, zum Generalsekretär Bela Schober getvählt. Dis zu der am 10. Juni erfolgenden Ausnahme der Tätigkeit der Bank dürfte der Geueralrat fast alltäglich Sitzungen halten. Nach Erledigung der Personalfragen wird der Generälrat sich vorauSsichÄich. mit der künftigen Devisenpolitik der Nationalbank befassen. Die Bank wird sich dem Dernchmen nach vielfach an das österreichische Beisp iel anlehnen. Die Insolvenz der „Heimat">Bank. Die auf dem Schwarzenbergplatz 12 etabliert gewesene österreichische Bolksbank „Heimat" ist insolvent gewordene Die Wirtschaftspolizei hat eine Untersuchung eingeleitet und wird die Ueberprüfung der Bücher durch Sachverständige vornehmen lassen. Für gestern waren bereits die Direktoren der Bank,' S tö ckel und Wo lfig, zur Einvernahme in das Sicherheits'bureau beschrcden. Bei dieser Einvernahme erklärten sie, daß die Bank mit 13 Milliarden akt'v wäre, denen nur 11 Milliarden an Passiven gegenüberstehen.. Diese Behauptung wird erst durch die eingeleitete Untersuchung un'b die Ueberprüfung der Bücher auf ihre Richtigkeit ermittelt werden müssen. ■? ' Bisher wurde durch die Buchsachverständigen schon festgestellt, daß die Eintragungen in den Büchern seit Ende Februar nicht in ordvnMche'r Ameise geführt wurden. Die Bank /hatte zahlreiche Kvmmittente'n und besonders, kleinere Einleger, deren Einlagen, die nur mit geringem Zinsfuß verrechnet wurden, daun mit hohem Zinsfuß an Dar le'henswerber. weitergeborgt, wurden. Diesbezüglich hat die Wirtschaft'spoiltzei sWjMehrfache'!pntersüchu.ngen gegen die Bank geführt, da zahlreiche Anzeigen etngelausen waren, in denen die Anstalt des).Mrchers. und. auch des Betruges beschuldigt 'wurde. 2)ie bisher eingelaufenen Anzeigen wurden nach der Feststellung des Tatbestandes von der Wirtschaftspolizei der Staatsanwaltschaft übergeben. Auch rm Dezember vorigen Jahres hatte die Wirtschaftspolizei Gelegenheit, sich anit dieser Bank zu beschäftigen, gegen die Anzeigen wegen unerlaullter Ausübung des Bankleihgewerbes eingelaufen waren. Damals/ wurde auch die Bank'auf mehrere Tage gesperrt. , Die Bank ist eine Gründung des „Seifett-Trellitsch", der sich eben jetzt vor Gericht zu verantworten hat. Die Ueberprüfung der Bücher dürfte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Abnahme des tschecho-slowMchen Noten- Prag, 27. Mai. Nach der Statistik des Bankamtes in der dritten Maiwoche hat der Notenumlauf eine weitere erhebliche Abnahme erfahren, und zwar um zirka 200.000 Millionen Kronen, so daß der -Gesamtrückgang seit Monatsbeginn über 660 Millionen beträgt. Ermöglicht wurde diel neuerliche starke Reduktion der Notenzirkulation in der Hauptsache durch starke Zuflüsse auf Girokonto, das eine Steigerung von zirka 214 Millionen Kronen aufweist. Der Devisenvorrat hat eine Stärkung von 22.6 Millionen auf 678 Millionen Kronen erfahren. Der Metallschätz ist unverändert geblieben.Auf die Vermögensabgabe wurden 12.5 Millionen Kronen einllezahlt, so daß'die Gesamtleistungen die 4 MilliavderwGrenze bereits überschritten haben. Die Kavitolsschwierigkeiten der SaarahStte. Warschau, 37. Mai. (Tel.-Komp.) Wie „Przeglod Wiecyornh"meldet, sind der Wiener Finanzmann Bosel und der Prager Großindustrielle W e i n m a n n in Warschau zu Kreditverhandlungen mit der polnischen Regierung eingetroffen, durch welche die Wetterführung der diesen beides Finanziers gehörigen Königs- und Laurahütte i n O st o br r f ch l e f i e n ermöglicht werden soll. Durch diese Meldung wird bestätigt, was die ,Miei>r Morgenzeitung" schon seinerzeit berichtet hat, daß die Laurahütte nur infolge von. GeLdschwierigketten ihren Betrieb einstellen müsse. Bekanntlich' 'hatte der bekannte Politiker Korfa nty vor etwa sechs Wochen in Wien geweilt Uitfo hier versucht, Geld für die Vornahme notwendiger Investitionen für die Laurahütte zu erlangen. Dieses Geld konnte in Wien nicht!aufgebracht werden. Infolgedessen wurde in einer kurze Zeit darauf in Berlin abgehaltenen Berwaltuugsrat'ssitzung die Stillegung der Laurahütte beschlossen. Dieser Beschluß wurde auch tatsächlich vor etwa einem Monat ausgeführt und hat große Aufregung verursacht. Nun stehen jetzt die Laurawevke vollkommen still. Etwa 20.000 Arbeiter sind entlassen worden, Die Wiederaufnahme der Arbeit ist mit großen Kosten verbunden. Es bleibt ftaglich, ob diese Mittel tatsächlich werden ausgebracht werden köunenW Devise«- und Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Nationalbank.) Vista Amsterdam f. i voll. Gulden Acram 1 ju*. Kronen ... Belgrad 1 Dinar . . . . . Berlin* 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 bei «Ische Francs, . Budapest 1 ungarische Krotten Bukarest 1 Lei. Chrlstlanla 1 norwep. Kronen. Kopenhagen 1 dBnlsche Kronor London 1 Pfund Sterling . » Madrid 1 Pesetas , , , , . Mailand 1 Lire New York 1 Dollar. . . , . Paris 1 Francs. Praer 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . . . . . . Stockholm 1 schwedlacheKronor Warschau** 1 polnische Mark. Zürich 1 schweizerische Francs Noten Amerlkan. Noten v. .I-Dollar aufw, t. . » kleinere .. . , Belßlsche Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , . . . , 100 .■ t n » »' kleinere . . , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*. . . . , , , * » » 100 , » « h n kleinere* . . . Eng|, Noten von 5 Livrest. aulw, . kleinere . . Französische Noten 100 Francs . Holländische,Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aulw. . ».. - kleinere . . -Ingosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar » » » » too ■ , , ' . kleinere . . Norwegische Nvtcn 100 Kroner . Polnische Noten **. Rumänische iloten zulOOOu.SOOLei , , kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) sui 500 Rubel p .. p. jöo i . » » klelnefe . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100,Franca. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOautw. , , kleinere Ungar. Noten (neue Enz.) zu lOOOKr. . , . zu 10.000 Kr. . . . »i kleiner« » Für 1000 ür.-Mark, ** 27. Mat Geld Ware B72,— 872,- 17.05;3295,». ' 0,84 3lt,— 977o,- 12020,- 20. Mat Geld Ware 2660''.- 868.- 868.- 16.75 3284. - 0.78 309.- 9780.- 11930,— 26600.- 869.- 869.- 16.65 3264.- 0.78 322.- 9730.- 11780.- 267'0.- 873.- 873.- 16.95 3276.- 0*84?24.— 9770.- 11820.- 308509.- 309560,- 308709.- 309t( 0.- 9680, 3144.- 7093s,_ 386?,- 2090.- 506.- 18620,— 9729.- 3153.- 71185.- 3878.- 2106.- 519,- IB68'j,— 9680,— 3134.- 70935.- 3907.- 2093.- 506.- 18649,- P72.1.- 3146.- 711»5.- 2923.- 2103,- 510.- 13700.- 12535I-— 12535'.- 12535!— 12585*.- 70460.— 70860.- 70460.- 70860.- 70360,^ 70760.- 70361.- 7076,'.- 3249.- 3270.- 3220. - 3250.- 492.- 590.- 492.- 500.- * 47’!- 48,!- 472!- 48Cl— 11840.— 12921. ~ 11640.— 11720.- 16.30 16.70 16.10 16.50 16.10 16.50 15.90 16.30 306700.- 3083".- 306990.- 308590,— 3065.0.- 3081.00.- 306709,- 308300.- 3835.- 3855.- 3880.- 3910.- 26300,- 26590.- 28300.- 28500.- 3149,- 3180.- 3130.- Z151.- 3ltO.— 3139,- 3190,- 3120.-. 865.- 871.- 867.- 873,- 855.- 861.— 857.- 863! - 9610.- 9690.- 96tO.-r 169(1.-- 139,30 140.70 139.30 140.70 .137.30 138.70 137.30 ,38.70 303.- . ■«07.- 316.- 32u.- 281.- 287.- 296.- 300.- I8410!- 18510*.- 18430*.- 18539*.- 12420.- 125TO.- 12519,— 1259».- 9550.- 9640. - 9560.- 9649,- 2072.-. 2C88,- ■ 2181.- 2096.- 2067.- 2083.- 2075.- 2091.- ■ 0.73 . 0.79 0.73 0.79; "p!S i *0^4 . "0*68 , "Ö!74 für 10.000 Dolu. Mark. KaPttülserHSHung. Elektro-B an Ing. Kalmar u. Grieß — Schreiber u. Kwaysftr von 90 aus 180 Millionen Kronen. Gemeinsame Aktion der Vorkriegsgläubiger in Kanada zur Freigabe ihrer Vorkriegsmithaben. Das Mrechnungsamt beabstchtvat, eine einheilllche Wtron aller jener Firmen, die. in Kanada Vorkriegsguthäben besitzen, durchyuPchren. Zu diesem Zweck hat es sich mit einem angesehenen Advokaten in Montreal in Verbindung gefetzt, der dieise Freigabe erwirken soll. Interessenten, dl>e an dieser Aktion teälzunehmen. wüü'chen, wollen sich sofort, spätestens jedoch bis 31. d., an das Mrechnungsamt, Wien, l.'B'eg., Biberftraße 16, wenden. Allgemeine österreichische Bodenkreditanstalt. Die fvan- Msche Rögierung hat die Einführung der Aktien der Allgemeinen österreichischen Bodenkwditanstalt an der Pariser Börse genehmigt. Donau-Save-Adna-Msenbahngefellschast vormals Südbahngesellschaft. Vorgestern und geistern fand unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Weeber eine Sitzung des Vevwaliungsrates statt, ,an der auch die Vertreter der territorial beteiligten Staaten und der Assooiation Nationale tellnahrnen. Dem BevwaltnnAsrat wurde zur Kenntnis gelbr^cht, daß der königlich ungarische Ministerralrat Dr. Bela v. Finaezp, der dem Verwaltungsrat über Präsentation der Regieruirg des König- , reiches Ungarn angchörde, seine Demission gegeibe-n und daß' di« genannte Regierung an dessen Stelle den königlich ungarischen Ministerialrat Dr. Goza v. Tovmay in den BevwcrltnnHsrat präsentiert hat. Der Verwaltungsrat hat den: ans-. scheidenden Herrn Dr. v. Finaczy den wärmsten Dank ausgösprochen.und sodann den Herrn MinPerialrat Dr. Geza v. Tormay kooptiert. Der Präsident der Generaldirektion " D^. Fall berichtete übe.r die Grundsätze sür nach dem Akkord von Rom per 1. Jänner 1923 aufzustellende Eröffnungsbilanz nud die Rechnungen des Jahres 1923 sowie über die der GmeralversEmlnng Vorzuschlcvgende Reduktion des Mtienkapitcrls und die damit Ausammenhängenden Aenlderungen der. Statuten. Der Derwaltungsrat hat nach emgchmder Beratung die bezüglichen BeschMsse gefaßt und die Einlberufnng der Gmeralversammluntz für. den 30. Juni beschlossen. Die Äbri- . gen VechaMungsgeiAenstände bezogen sich ans Angelegenheiten der laufenden Geschäftsgebarung. Oesterreichische Daimler-Motoren-Aktiengesellschaft. In der nächsten Genevalversammlung soll dem Berwa>ktnngsrai die ErmächtiWng erteilt werden, , das Aktienkapital znm Zwecke , des Erwerbes sämtlicher Aktiiven und Passiven der Oesterreichischen FlngzengfalbriT A.-G. umr höchstens 900 Mil-.' krönen Kronen zu erhöhen, ebenso das Aktienkapital zwecks Vernichtung der aus Gvu-nd obiger Transaktion im Eigen- . besitz befindlichen Daimler-Mtien um höchstens 300 Mllionen zu reduzieven. ' Lieferfristzuschläge aus den österreichischen Eisenbahnen. Seit dem 1. September 1931 stehen aus den österreichischen Bundesbahnen Lioferfristzuschläge in Geltung, die bei . Eilgütern zwei Tage, bei Frachtgütern vier Tage sür je . 250 Kilometer betragen.. Die seit diesem Zeichunkt eingetretem wesentliche Besserung der Berkchrsvechältnisse auf den / österreichischen Eisenbahnen hat es dem Bundesministerium für Handel und Vevkchr s>Ver>kchrsssktion), ermäMcht, die gewannten Bahnverwaliungen. zu veranlassen, alb 2. Juni 1924 eine Kürzung dicher Lieserfvistzuschläge eintveten zu lassen. Die Zuschläge werden von diesem Zeitpunkt für Eilgüter, , mit .. Ausnahme lsbender Tiere, für die ame -Zuischlagsisrist bei eil-. gubmäßiger Beförderung nicht mehr bestehen wird, einen Tag, v Mr als Frachtgut anfgagebene lebende,,Tiere einen halben Tag, für Fracht,guter vier Täge. sür Frachtgut in Wagenladungen drei Tage für je 260 Kilometer betragen. Eine noch weitere ^Kürzung rst mit Rücksicht auf die bevovstchende Reffesaison, die die Bahnen zwingt, ihre BetriebSmittsl in erhöhtem Maße für die Personenlbesorderung zu verwenden, derzeit nicht, möglich, doch ist im kommenden Herbst eine. weitere Herabsetzung der Zuschlagsiftiften für Frachtgüter in Aussicht Hmommen. Es verdient besonderer Hervorhebung, daß schon ^etzt auf den österreichischen Eisenbahnen vielfach kürzere Zu- WagÄfristen bestchen als in den Nachbarstaaten und daß durch die ibevorstehende Herabsetzung dieser Zuschlagsfristen die österreichischen BahNbenützer eine noch wÄ-tergchmde Besserstellung erfahren werden. ' Die Fürsorgeabgabe der Börsensensale. Der Derwaltungsaevichtshof verhandelte gestern über eine Beschwerde von 40 Böpsensensalen <ÄertoW> Schwarz u-uld Genossen)' gegen dieihnen, gleich den Banken und Baimers von der Ge- ' meinde Wien Vovgeschriebene erhöhte ’ (doppelte) Fürsörgeab-' gäbe. Nach dem Fürsorgeabgabsgesetz vom. 29. August 1922 beträgt nämlich die Abgabe für Banken. Bankiers „und sonstige Personen, die gewerbsmäßig Geld- oder Kreditgeschäfte betreiben", das Doppelte der sonsttgen Füvsorgeabgabe, nämlich ' 8,5 Prozent. Der Magistrat hatte nun die Bottensensale unter die „sonstigen Personen, welche gewerbsmäßig Geld- oder Kreditaeschäfte betreiben", eingereiht, weil sie gleich den Banken Geld- und Kreditgeschäfte vermitteln, daher betreiben. Denn , die amtliche Stellung der Börsensensale erschöpfe sich eigentlich nur in der Mitwirkung bei Feststellung der Bövsenkutt'e. Die, Monopolstellung der Bbrsenfensale. der Ausschluß der Konkurrenz steigern ihre Gewinstmöglichkeit ins unermeßliche, und - zwar gleich den Banken, gerade bei den Börsengeschäften, wodurch die höhere Besteuerung der Börsensensale gerechtfertigt fei. Demgegenüber verwies bei der gestrigen Vechandlnng der Beschwerdevertreter Dr. Moritz Sternberg auf die durchaus amtliche Stellung der Börsensensale. Den Börsensensalen ist die Uebernahme von Aufträgen zur Vermittlung von Börsengeschäften über reicht zur amtlichen Kursnotierung zugelassone Papiere verboten, es ist ihnen untersagt, für eigene Rechnung Handelsgeschäfte zu machen. Der Vertreter der Gemeinde Wien, ObermagistratSvat Dr. Maly, erwiderte unter anderern: Der Börsensensal vermittle für Auftraggeber Käufe und Verkäufe von Papisten vermöge feiner Monopolstellung und profitiere in guten und in schlechten Zetten, es sei daher nicht cinzusehen, weshalb nicht auch die Börsensensale zur erhöhten Abgabepflicht herängezogen werden sollen, Der Verwaltungsgerichtshof (Vorsitzender Präsident Dr. Schuster) erkannte auf Abweisung der Beschwerde. In der Begründung wird he.rvorgchoben. auch 'der Börsensensal tätige Geld- und KreditgesäMe und seine Tätigkeit habe den Warakter der Gcwerbßmätzigkeit. Es hieße, den wirtschaftlichen Vlerhältnissen Gewalt antun. wollt« man zwischen der Tätigkeit des Börsensensals und des Kommissionärs einen Unterschied konstruieren. Insolvenzen. Der Krsditorenverein meldet folgende Zahlungseinstellungen: Karl Lindovfer, 8. Bez., Laudongasse Nr.' 36 (Konkurs); Alfred Klein, 1. Beq., Fischerftie>ge 1, Tuch- und Schaifwollwareu. Insolvenz einer böhmischen Deckenfahrik. Aus P ra g, 27. Mai, wird uns telegraphiert: Die Deckenfa'bvik D i t e in Humpoletz hat, wie in Äeschästskreifen verlanret, mit Schwierigkeiten zu kämpfen und strebt ein Arrangement an. Die BerbipdlichkLtten sollM-zwÄrzig.Mllionen Kroner. weitüberkteiiaen- ^9+:+/.289A

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