Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1897 (27.5.1924)
- Date
- 1924-05-27
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980980--19105-3006225- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 1897 Wien, Diensta-g Wiener MargenzeiLung. 27. Mas 1921 Seile 9 HEraRMUMiaBS Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram (Ecke Bognergäss beim Graben) Wien. i. Seitzergaste 4 iEckeBo®"er^s' Kredit- und Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse: Frapobank Volkswirt. Der Joll auf Schuhe. ' Der Verein österreichischer Schichfabrikanten hat in seiner am 23. Mai 1924 abgÄMmien Sitzung nachstehende Resolution gefaßt: Die österreichische Schuhindustrie lehnt die im Negierungsentwurf vorgesehenen Zölle für Schühwaren als vollkommen unzureichend ans das entschiedenste atz. Sie verwahrt sich dagegen, jemals einen hohen Schutzzoll verlangt zu haben, Ihre Forderung ging und geht dahin, daß der n e u e Z o l l d e u d u r ch d enZu s a in m e nbruch der Monarchie geänderten Verhältnissen Rechnung t r! a g e und annähernd e in eit Ansglei chfür die. Mehrbelastung der österreichischen Schuhproduktion gegenüber den ausländischen Konkurrenz>indüst rien gewährleiste. Während in der alten Monarchie sehr viele zur Schuherzeugung notwendigen Materialien im Jnlande zollfrei beschafft lverden konnten, muß derzeit der größte Teil derselben zollbelastet eingeführt werden. Die sozialen Lasten find in Oesterreich vier bis fünf Mal so groß wie im Auslande, die Arbeitslöhne auch viel höher. Die Spezialisierung ist unter den gegenwärtigen Verhältnissen vielfach nicht möglich. Nur eine auf Iahre h i>na u s gesi cherte Produktion kann den Ausbau der Fabriken und Neuinvestierungen ermöglichen. Nur eine intensivere Ausnützung der Betriebsanlagen kann dem Jnlande den Schuh verbilligen und s» dem Konsum Vorteile bieten. Die Mehrbelastung der österreichischen Produktion gegenüber der ausländischen wurde anerkanntermaßen mit zirka 16 Prozent vom Werte der Ware errechnet, die von der Regierung vorgeschlagenen Zölle stellen nur 3 Prozent vom Werte der Ware dar. Das bedeutet gewissermaßen eine Importprämie für die ausländische Koüknrrenz von nichts weniger als 12 Prozent gegenüber der österreichischen Produktion. Die Entrüstung und Erbitterung in den Kreisen der heimischen Schuherzeugung ist nur so größer, als die Berechtigung ihrer Forderung von allen kompetenten Faktoren nach fachmännischer Prüfung und in richtiger Erkenntnis der Sachlage anerkannt wurde und der Entwurf sich zifscrnm ästig auch weit unter jenen Znge.stänitdniffcn bewegt, welche selbst der gegenteilig interessierte Handel im Kompromißwege der Industrie und dem Gewerbe gemacht hat. In -letzter Stunde verlangt die österreichische Schuherzeugung von der Regierung die Berücksichtigung ihrer auch von R? gierungs wegen sowie von allen wirtschaftlichen Faktoren wiederholt als berechtigt anerkannten Forderungen und erwartet von jenen, welche für die Entwicklung der Produktion und für die AnsreHterhaltnng der Betriebe verantwortlich -sind, insbesondere auch von den Mitgliedern >des Nationalrates, daß die Entscheidung über die Schichzölle nicht nach unsachlichen Erwägungen, sondern nur unter Berücksichtigung rein wirtschaftlicher Gesichtspunkte fallen werde. _ LesierrekchWe Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. Dividende 9800 Kronen. Aus der heute veröffentlichten Bilanz für das Fahr 1923 Ist ersichtlich, daß diese Bank auch 'im ii'l.Uen Jahre eine rapide Entwicklung genommen hat, Ter Reingewinn beträgt 76.8 Milliarden, wovon eine Dividende van AM Krönet! der teilt wird, wobei bemerkt werden muß, daß sämtliche Akti c n, auch die im Juni des letzten Jahres herausgcgebenen, 'bezugsberechtigt sind, so daß eigentlich aus die letzten Aktien schon für das halbe Jahr die Dividende von 9909 Kronen entfällt, was eigentlich einer Dividende von 18.000 Kronen für das ganze Jahr entsprechen würde. Der übrige Teil des Reingewinnes wird zur Dotierung der Reservefonds und der Jmmobilienreserve verwendet, wobei noch 1,4 Milliarden auf mxc- Rechnung vorgetragen werden. Unter den Müden fällt der starke Zuwachs des C Portefeuilles um 167 Milliarden auf. Es sei dabei hervorge hoben, daß die alten Effekten noch zu dein u r sP rü n gli ch c n E i n ft a n d s p r e i s in den Büchern verzeichnet' sind. Die große Vermehrung resultiert daraus, daß in den letzten Jahren zu den Jnflationskuvsen eine Reihe vvn Effekten übernommen wurde. So 42 Milliarden von Vevsichernngs-- und Bank Unternehmungen, 126 Milliarden von Jndustricaktiengesels schäften usw. Der Gesamtefsektenbeftand macht 199 Milliarden aus. Das Wechselporteseuille hat ebenfalls um 32 Milliarden zugenommen und setzt sich hauptsächlich ans Komutergvechscl zusammen. Da die Bank sich. einen größeren Bauplatz um 4.8 Milliarden an-geschasft hat, .ist auch das Realitntenkonto entsprechend, um 2,6 Milliarden, gestiegen. Die Debitoren figurieren mit 1927 Milliarden. Dies erklärt sich daraus, daß die Bank groß? ausländische Kredite ihre» Industrie» vermittelt hat. Infolgedessen ist auch die Zahl der Kreditoren aufder Passivseite entsprechend hoch. Juterejsam ist und Hervorhebung verdient der Umstand, - daß das Konto der nicht behobenen Dividenden über eine Milliarde beträgt. Dies zeigt, daß ein. großer Teil der Aktien-; besitzet:, seine Dividenden Überhaupt nicht übgehoben hat. : In ihrer Gesamtheit zeigt Nie Bilanz, daß die Bank unter : -den Großbanken Wiens an hervorragender Stelle figuriert, daß der- Umfang ihrer Geschäfte ein .gewaltiger ist und daß sie es verstanden hat, durch geschickte Verwendung der Mittel, sowohl im Jnlande als auch im Auslande ihren Betätigungskreis stark zu evwcitern. Es ist' infolgedessen ganz natürlich., daß die Kreditaktien auch vom'Auslande den Gegenstand regen Interesses bilden und daß die im Nuslande äbgesetztcn. Stücke trotz der Krise ihren Weg nicht nach Wien wieder zürn ckgenommen haben. ' Ievisen- und Baluteniurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Nationalbank.) Vista 26. Mai Geld Ware 26700,— 26600.— 873.— 870.— 873,-r 870.- 16.95 16.60 3276,- 3294.- 0.84 0.78 26600.— 869.- 869.- 16.65 3254;-- 0.78 23. Mai Oeld Ware 26700,— 874.— 874.- 16.90 3306.- 0*84 322.- 324.- 333.- 335.- 9730.- 9770.- 9680,- 9729.- 11780.— 11820,- ,2080.— ,2120.- 3087OQ, _ 309700.— 308590.- 3095.50.- 9630, 9720.- 9680.- 9720.- 3134.- 3146.— 3139.- 3151.— 70935,- 7,135.- 70935.- 71185.- 3907,- 3923.- 3892.- 3998.- 2093.- 2103.- 2098,- 2108.- 506,- 510.- 598,— 512.— 18640,— 16700.- 18570.- 13630.— 12535.-» ,2585.- 12555.- 12605.- 70463.- 7C860.- . 70460.- 70860.- 70360.- 70760.— 70360.— 70760.- . 3220. - 3250;- 3250.- 3280.- 492.- ■ 500.- 424,— 502.- 47’!- 480^— 474!- ' 482'.- 11640.— 11720. — 1194».- 12020.- . 16.10 16.59 16.10 16.51 ,15.90 16/30 15390 1630 306900.- 303510.- 306760.- 3033:10.— 306701.— 3083(10.- 3ü65r.O.— 303100.- 3839.— 3910.- 3865. - 3895.- 20300.— 20500.- 26300.— ■ 2650').- 3130.- 3159.- 3135.— 3155.- - 3100.— 312 >.— 3105.- 3125.— 867.- 873.— 867.— 873.— 857.- 863.- 857.- 863.- 961.0.-- .9690.- ■ 956».— . 9640.— 139.20 149.70 142.30 ' 143.70 137.30 . 133,70 14,1.30 14'.70 316.-- 32o.- 328.- 332.-- 295.- 30!).- 308,- 312.- 1843oi — JR53o!— 18360!- I846l!- 12510,— 12599.— 12440.- 12520.- 9550,— 9610.- 95:50.— 9640.- 2r-81.- 2.993,— 2032.- 2C9S.- 2075. - 2391.- ‘ 2077.- 2093.- 0,73 ü.79 0.74 0.80 oiü8 o!?4;i!s9 *Ö.*75 Amsterdam f. i holl. dulden Agram 1 j»g. Kronen . ■. ■. ' Belgrad 1 Dinar . ... . . ' Berlin* 1 deutsche Reichsmark ' Brüssel 1 belgische Francs . ' Budapest 1 ungarische Kronen ' Bukarest 1 Lei ...... Chrlstlanla 1 no'rweg, Kronen- •' Kopenhagen 1 dänische Kronor ' London 1 Pfund Sterling . , Madrid l Pesetas , . . ».. Mailand 1 Lire . , . »> , , - New York 1 Dollar Paris 1 Franca ....... Prag 1 tschccho-slow. Kronen - Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schwcdlscheKronor Warschau** 1 polnische Mark. Zürich 1 schweizerische Francs Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw, „ . , kleinere . ,'v Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1D00 Leva . » » * 100 „ . 7 . . * kleinere. . , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten*.. , „ 100 ... . _ « „ kleinere* ... Engl, Noten von 5 Livrest* aufw. n' . kleinere . . : . . •Französische Noten 1 Oft Francs , Holländische Noten 100.Gulden Italienische Noten v. 100 Lire aufVv, * „ kleinere . . . Jngosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar , . . . 10Ü . „ . „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kronen , Polnische Noten **. .; i. kleinere** . . . Rumänische Noten zulOOO u.500Le! ,, „ kleinere . . . Russ. Noten (Rorn.m.) zu 500 Rubel « » „ , 10U „ „ kleinere . . Schwedische Noten LOO Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas , .' Tschecho-slow. Not. v.lOOOimiw. „ . kleinere Ungar, Koten (neue Ein.) zu iOQOKr. » , zu 10.000 Kr, . . . , . kleinere . . . . . * Für 1000 M.=1'iarf/ ** für '19.000 poln. Mark. - Kapitalserhöhung. G e s e l. l s ch a f t z n r F ö r d e r n n g v o n I n d u ftr i e n n d H a u d e { ans 300 Millionen Kronen. ,. . Eine RadioauMellung im . Rahmen der Wiener Herbstmesse 1924. AnKtflch.is der' immer srelWwen Verbreitung., die das Radiowesen in der letzten Zeit in Oesterreich fand, hat die Leitung der Wiener Messe beschlossen,' 'an Rahmen der kämmenden Herbstmesse (7. bis 71. Soprember) eine Rad io ans-" stellung zu veranstalten. Es w-evden die neuesten Errungenschaften der Radiotechnik auf internationaler -Basis vereinigt sein, und es wird auch iin weitesten Maß den Einkäufern der Messe Gelegenhew geboten werden, Rodiodorsichrnngen in entsprechenden Räumen zu hören. Zum Ausschluß der Firma Karh u. Eo. aus der Wiener Börse. -Die. Ban'ksirma Berlhold Kary u- Eo. hat gegen den ' Ausschließnngsbeschlnß der Tisziplinarlomr.nssiou der Wiener Börscnkammer den Rekurs betreten'mit der Motivierung, daß der Etnwand von Spiel und Wette,-der die'Veranlassung für die AnsschließnM war, nicht von dem Firmenchef Berlhold Karp. sondern von den beiden 'Gesellschaftern des Hauses,. Doktor Frano Alaeevrc, 'der früher angeblich in Agram Rechtsanwalt und Staatsanwalt war, und von dem Antiquitätetihändler Josef Pollak gemacht wunden.. Berlhold Kary hat übrigens auch vor der Diszipli-narkomniission den schärfsten Protest gegen das Vorgehen der Gesellschafter erhoben. Im übrigen hören wir, daß die Berbindlichkeiten mt? Effekten und anderen Verpflichtungeti der Firma Bert hold Kary u. Eo. mit 109 Prozent vollständig liquidiert werden. Gegen den Zolltarif. Morgen, halb 6 Uhr abends, findet im Gremium der Wiener Kaufmannschaft, 4. Bez., Schwarzenbergplah 16 (Festfaal). eine 'Protestversaminlung der. Handelsvertreter und Reisenden gegen den'Zolltarif statt. Allgemeine Depositenbank. Die AllMnieine Depositenbank' teilt mit, daß über ihren Wunsch Herr Oberbaurat Ing. Siegmimd Sach se { feine Stellen als Präsident, beziehungsweise als Mitglied des Berwaltungsraies der Konzeruindnstriennternchmimgen -der Allgenniucn Depositenbank beibehalten tvird. Ocstcrreichische Wasfenfabriks-Gesellschaft. In der gestern unter dem Vorsitz des-Präsidenten Dr. Georg G ü n-t h e r abgehauenen Ge-neralversammlnng der Oesterreichischen Waffenfabrils-l^esellschast lvnrden nach. Genehmigung des Rechnungsabschlusses für das' abgelausene Geschäftsjahr die Anträge des Berivaltungsrätes tregen Verwendung des ckieingewinnes 'angenommen. Die Dividende pro 1923 golaugt mit dem->-Betrage von 3000 K. ab 27. Mai d. I. zur Einlösung. fEntgeltlich.) Außergerichtlicher Ausgleich in der Insolvenz Heinrich Trebilsch. Zirischen der Firma Heinrich D r e b i t s ch und dem Großteile ihrer Gläubiger ist ein außergerichtlicher Ausgleich zustande gekommen. Tic A u s g l e i ch s q v ok e in den einzelnen Fällen beträgt durchschnittlich 50 bis 60 Prozent. Dieser Ausgleich ist infoscrne besonders interessant, als die Firma Trcbitsch .zuerst das gerichtliche Ausgleichsverfahren anmelden wollte, aber diese Absicht fallen lassen mußte, als sie s-ah, daß sich die. überwiegende Mohr,zahl ihrer Gläubiger -in der Kreditorense'ktiou des-Vereines der dentfchösterretchischen Leder-groschändler organisiert hake und gegen diele gejschlossene :Front keine Anssichi. bestand, für einen gerichtlichüti Ausgleich die notwendige Stimnienanzahl zu erzielen. Insolvenzen. Es verlautet, daß die Teidensirm-a Ernst R^o t h iusvlöent'geworden sei. Gläubiger sind einige größere Schweizer und Wiener Seid<;nfabriks>ftrmen. Die Passiven betragen 6 Milliarden. Die Höhe, der Aktiven ist noch nic'G festgestellt. — Beim Handslsgericht wurde gestern von der österreichischen Volksbank „Heimat" r. G. in.' b. H. um die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens angesucht. Die Aktioa betragen 15 Milliarden, die Passiva 11 Milliarden. Der Skaius des Uuternehmens ist also aktiv. Es handelt sich imr um die Ermöglichung der klaglosen Geschäftsführung und die systvinausche Vefriedigung der Gläubiger. Freigabe der Weizen- und Kornausfuhr aus Ungarn. Aus Budapest wird gemeldet: .Der ungarische - Acker ba u m rni st er hat die Weizen-- und Kornausfuhr freigegeben - und festgestellt , daß beim Export eine Abgabe im Werke von 5 Kilogramni Weizen, rvsp. Korn, zu dem an der Produktenbörse gezeichneten Mrs umgerechnet, erlegt werden muß. Die Devisenzentrale srkeill s-edoch die'-zur Zollmankpnlation' notwendigen Legitimationen nur jenen Exporteuren, die der Zentrale vor Abwicklung des .Exports die dem Werte des auszuführenden Ge-treidequantums entsprechenden Devisen-zur Verfügung gestellt haben. Ungünstiges Zeichnungsresultat der ungarischen Notenbankeulission. Aus Budapest wird gemeldet: Im ungarischen Finanzministerium wurden die Zeichnnngsresultate der' ungarischen Zettelbank Zusammengeft-ellt, und'es lvurde konstatiert^ daß 95. Prozent dev Aktien der Ungarischen Rationalbank m Ungarn gezeichnet wurden und im Auslande nur 5 Prozent der Aktien placiert werden konnten. Die Erwartungen, wurden also gewissermaßen enttäuscht','da man mit ’ einer namhaften Ueberzeichnung der Aktien rechnete. Als symptomatisch wird hervorgehoben. daß die Landwirtschaft sich an der Zvichnungsaktton 'nur mmimal beteiligte und bloß 8 Prozent der Aktien, notierte. Der größte Teil der Aktien wurde in Budapest placiert. Wiener Börse. Leicht befestigt bei stillem Verkehr.; . Der glatte Verlauf des Kassatages, dex flüssige Geld ft and und die Gewißheit, daß die schwebenden' Difsereuzen - der Frankenspekulalion pro Ultimo Mai ohne Schwierigkeiten zur Austragung gelangen, ' übten zwar günstigen Einfluß auf die Tendenz der gestrigen Börse, doch bewegte sich das Geschäft in den allcrengsten Grenzen, da es an privaten Aufträgen fast gänzlich -fchlte. Immerhin waren SiMahn- Prioritäten -im Hinblick ans die bevorstchende Coupondetachicrnng höher, ferner bewegten sich Siemens-Aktien auf erhöhtcntz Niveau. Für ciuzeluc ungarische Werte wurden Deckungskäufe für Budapest er Rechnung durchgeführt. ' Mehr Beachtung fanden auch Karpathen Petroleum, welche eine Besserung um 17.000 K. aufzuweifen hatten. Die übrigen Külissewerte bewegten sich zumeist auf dem letzt gemeldeten Stand. Der Bankenmarkt lag mchig, bei gut behaupteten Kurtsen: . Zur Schra n k e n war das Geischäft ebenso geringfügig, wie in der. Kulisse, die Stnumung jedoch freuMicher. Im Vordergründe des Interesses standen Petro'leumwcrte, von denen Galicia 50.000 K. und Naphtha Le.mber.ger 13.000 K. profitierten. Nationalbank gewannen 20.000 K., Navigazione 38.000 K-, Wilsdorfer, Cosmanos, Milchindustrie und Lenhinger Papier -.je. 5000 K., Berg und Hütten prositienen 55.000 K., Ditmar Lampen' 30.000 K., Schrauben 29.000 K., ''Urikany 20.000 K., Ringhofser, Fiat und Kroatische Zucker je '10.000 K. Sigl Lokomotive erhöhten sich um 30.000 K., 'Neusiedler Papier um 50.000 K., Leykam um 3000 Ä. und Böhmische Zucker um 30.000 K.> dagegenverloren-Königshofer 15.000 K., Brosche 40.000 K., Dynamit 100.000 K-, Jute Spinnerei 50.000 K. und Prager Eisen 40.000 Ä. Auf dem Am läge markt erhöhten sich beide Goldrenren. Die. übrigen Titres lagen ruhig. Bon den Exot e it notierten Antzeägen-Gesellschaft 70.000 bis 80.000, Kuobloch 10.000, Mraznica 56.090 bis 61.000, Oleum 80.000, Tepege 30.000 bis 33.000, ülnivevale 20.000 bis 22.500. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Chemikalien. ' Ter Chemikalienmarkt war auch in der ab'gelausenex. Woche ziemlich ruhig und iMckt; Anregungen brachten nut Abgaben notleidender Partien und exekutive Verkaufe, die in letzter Zeit in starkem Maße in Erschenumg getreten sind. Dementsprechend treten auch, stark irreguläre Notierungen auf, unter deren Beeinflussung der Markt ziemlich zu leiden hat. Es wird vielfach zu Preisen verkauft, die unter den derzeitigen Nachschaffnngspreifen liegen, 'und in Verbindung mit den schwierigen Kreditverhältnissen bieten eine Reihe vön in Aussicht genommenen Geschgsten derzeit keine Konvenienz. Es wird zweifellos noch, eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis der Markt wieder sein'normales, reguläres Gepräge erhalten wird. Dem Auslände' bietet sich jedenfalls Gelegenheit, jetzt in. Wien sehr günstig Ware — vielfach unter dem Weltmarktpreis — zu, kaufen. Dieselbe Situation besteht im übrigen auch auf den deutschen Chemikalienmärkten. "In Paraffin besteht derzeit kein normales Geschäft, da die zweite Hand nach wie - vor - billigere Preise als die direkten- Importeure notiert; Nachfrage ist vorhanden, cs wurden auch größere Posten aus dem Markt genommen. In Zeresin ist derzeit geringes Geschäft, in 'Montanwachs dürften die alten, noch zu billigeren Preisen eingedeckten Bestände bald vollends abverkauft fein, so das; sich in 'ganz kurzer Zeit die derzeitigen Fabrikspreise auswirken werden. - (i a i naii ’b a wm ch s hat'sich infolge Not-Vcr'fäufcn in Hamburg etwas abgcschwächr, es' wird vielfach in Wien noch immer billiger verkauft. - . ' - Sehr feste Tendenz weist-I a p a n w-a ch s aus; Biene »wuchs ist sehr geschwächt, die Bestände sind 'küapp. In Terpentinölen weist der Markt ebenso wie in den anderen Artikeln kein normales Biid auf, da. die dem Auslandsmarkt entsprechenden Notierungen fester Hände viel' fach durch Angebote notleidender Partien gedrückt werden.