Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1897 (27.5.1924)
- Date
- 1924-05-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.'M7 Me«, ©iertsiaj * Amerikas bedeutendste Frauen. Der Ruhm der „Be- ' deutendsten Männer der Welt, denen in der Washingtoner Unwersttät ein Ehrenhof errichtet wurdst läßt die amerikanische Frauenwelt nicht ruhen. Der amerikanische Bund für Frauen- Wahlrecht hat die bedeutendsten Frauen, Amerikas festgestellt, die,er durch ein Ehvenmahl feiern will. In daS „Vyrendutzend" der bedeutendsten amerikanischen Frauen wurden eingerHt: JeaneAdams, So-ial-Anw altin; Cecilia Beaur, Astronomin; Juinp Cannon, Malerin; Carrie Catt,. Skrmmrechtlerin; Anna Botsford, Malerin; Maddern Fisre. S5>ausvielerm; Luise Homer, Sängerin; Julia Lathrop, Ministevialvecnnnn; Rena Sabin, Anatomin; Carey Thomas. UniverfitätLdirektorin der Frauenhochschule Brün; Martha van Rensselaer, Hauswirtschaftskundedozentin; Edith Warthou, Schriftstellerin'. Alle diese Frauen können als Vorkämpserlnnen der modernen Frauenbewegung angesehen werden. Berelne. BorttSge und Versammlungen. ' H aruach. Heute, 7 Uhr abends, spricht im Saale der Oede- Und Lesehalle der jüdischen Hochschüler (Wien, 9. Bez., Lürkenstraße 9) Sejmdeputierter Dr. I. S ch i p p e r über „D fe KulturstrÜrnungen im polnischen Judentum. — Zionistische Bezirkssektion und Jüdische Tischgesellschaft für den 1. Bezirk. An Stelle der VereinSabende findet während der Sommermonate jeden Dienstag, 9 Uhr abends, eine gemütliche Zusammenkunft im - Kursalon (Stadtpark) statt. Schekelabrechnung. Urania. Heute 6 Uhr (Großer SacD t Di« Besteigung des Mount Everest. 7#6 Uhr (Kleiner Saal); Univ.-Prof. Dr. Rudolf E g g e r r Das alte Rom. V*6 Uhr (Klubsaal) r Dr. Josef Zuth r- Einführung in das Gitarrmspiel. 6.Uhrr (Kurssaal) r Prof. Dr. Edwin Zellweker r Zur Biologie der Mode. V«8 Uhr (Großer Saal) r Unter Kannibalen. */,8 Uhr tKleiner Saal): Ing. Prof. A. Rosa: Praktische Winke für den Einkauf von Textilwaren, l. */,8 Uhr (Kurssaal) r Univ.-Prof. Dr. M. Exner r Wetterkunde für Alpenwanderer, IV. 4/«8 Uhr (Klubsaal) r Dr. Josef Z u t h r Lied und Gitarre, XI!. •— UIaniabÜchrrstuber Von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet, * Jüdisches Realgymnasium, Men, 2. Bez., Castellezgaffe 35. Anmelldungen sür die erste bis sechste Klasse täglich außer SamStag in der Zett zwischen 12 und 1 Uhr in der Direktionskanzlei. Dringliche Bitte an unsere Leser. Die Witwe nach einem Privatbeamten, die für zwei Kinder zu sorgen hat und fich bisher 'alSPrivatvflegerin fortbrachte, mußte infolge langer 1 Krankheit ihre Tätigkeit unterbrechen und hat ihre bescheidenen 'Mittel aufgebraucht, ja sogar ihre Diensttracht veräußern müssen. Um nun zu ihrer Tätigkeit *zurückzukehren, wozu sie Gelegenheit; hätte, braucht die Frau D i e n st k l e i d e r; bereu Anschaffung würde etwa 900.000 bis 400.000 K. kosten. Würden sich hilfsbereite Menschen finden, die der armen Frau die Mittel zur Anschaffung der Diensttracht und einiger dringend, notwendiger Einrichtungsstücke zur Verfügung stellen und ihr Mr ihre Kinder einige Hilfe leisten $ Die Famlie ist in höchster Gefahr. Spenden nimmt die Administration der „Wiener Morgeuzeitung", 2. Bez. Laborstraße 1—3, entgegen, der auch die Adresse der Schwester bekannt ist. Hilferuf der Wische» «Nnden. Der Hilfsverein der jüdischen Blinden. der seit feinem Bestände bestrebt ist, dar schwere' LoS seiner Mitglieder zu erleichtern, ist infolge der großen Rot und des Zuwachses an Kriegsblinden, außerstande, .auch nur den geringsten Anforderungen.gerecht zu werden. Der Verein besteht teils aus Kriegs- und SpSterbnndeten, teils aus selbständigen Bürstenbindern und Korbflechtern, die schwer um ihre Existenz kämpfen müssen und teils aus arbeitsunfähigen Kranken. Besonders groß ist die Not der blinden Familienväter. Der weit- ,aus größte Teil sind Ausländer, die von keiner öffentlichen Einrichtung unterstützt werden und ausschließlich auf die private Fürsorge angewiesen sind. Um diesem furchtbaren Elend wirksam entgegenzütreten, ist der Verein bestrebt, eine systematische, produktive Fürsorge durchzuführen, die Späterblindeten neuen Berufen zuzuführen, eine Kreditkassa für blinde Gewerbetteibende zu errichten, Einzelexistenzen zu fördern Md ein Blindenledigenheim zu gründen. Um dies zu verwirkliche«, sind ansehnliche Geldmittel notwendig. Wir dürfen wohl annehmen, daß unser Hilferuf an die jüdische Oeffentlichkeit nicht vergebens war Md daß sich genug hochherzige Menschen finden werden, den Unglück, lichstett aller Unglücklichen zu helfen. ■ Wir bitten, sich als unterstützende Mitglieder in der VereinSkanzlei, 9. Bez. Berggaffe.7, anzumelden. Spenden, mögen sie noch so klein sein, sind auf unser Postsparkaffenkonto Nr. 133—219 einzuzahlen.' Wir bitten, sich unsererer blinden Sprachlehrer und Klavierstimmer zu bedienen, deren Adressen in der VereinSkanzlei zu erfragen sind. Für das Blindenmädchenheim, .2. Bez., Darwingasse 6, Litten wir um Beschäftigung in Form von weiblichen Handarbeiten. Spenden von abgelegten Kleidern für msere bedürftigen Mitglieder werben bankend angenommen. An die Jugend richten wir die Bitte, sich als Vorleser freiwillig zu melden. Ällssvereir» der jüdische» BNrae« Austritte aus dem gudentu«. Paul Anna Maria, geb. 10. August 1895, Wien, 18. Bez., Edelhofgasse 16. .Paul Hertha, geb. 16. Zmi 1917, Wien, 18. Bez., Edelbofgaffe 16. Wertheimer Alsted, geb. 17. August 1880, Wien, Spengler, 9. Bez.. Wiesengaffe 27. Ernst Margarethe, geb. 26. Ali 1903, Wien, 13. Bez.. Rösnergaffe 1. Grünwald Leopold, geb. 26. August 1901. Wien, Trautenau. GlaS Irma, geb. 27. Februar 1699, Proßnitz, Kontoristin, 9. Bez., Borschkegaffe 16. Steiner Ilona, geb. 1. März 1890, Eisenstadt, 9. Bez., Porzellangaffe 20. Singer Paul Leopold, geb. 22. Juni 1694, Wien. 9. Bez.. Porzellangaffe 50. Khuner HanS Martin, geb. 29. April 1909, Wien, 4. Bez., Mollerwaldplatz 4. Stetnhart Karl, geb. 28. Dezember 1899. Wie«, Ingenieur, 4. Bez., Starhemberggaffe 81. Deutsch Elise, geb. 26. Februar 1909, Wien, Schüler, 19. Bez., ParadieSgaffe 20. Bola Eleonara, geb. 3. November 1897, Wien, Beamtin, 18. Sichöffelgaffe. Weiffenstein Hilda, geb. 6. Juni 1889, Wien, Schneiderin, 7. Btt., Neubaugaffe 66. Zellendorf Rosa, geb. 28. September 1864, EperjeS, 7. Bez» Wtmberaergaffe 20. Demerer Sjegstieb, geb. 21, sult 1888, Wien, Skonnst, 2.^Bez., Sterneckplatz 6. Lichtenbera Maraitta, geb. 6. Mai 1887, Wien, 2. Bez., Obere Donaustraße 6. Wohl Lilly, geb. 17. Juli 1908, Wien, 13. Bez., Penzingerstraße 21. Kvnrcch Robert, geb. 22. März 1689, Wien, Beamter, 10. Bez., Arsenal. Scharsch Alexander, geb. 30. Juni 1693, Wien, Beamter. lO.Bez., Laxenburgerstraße 89. Singer Trude, geb. 27. Juni 1904, Mödling, Beamtin, 10. Bez., Nemetzgaffe 9. . , Meftasten der AedMoa. Ausläuder A. K. Sie müssen in diesem Fälle Um Auf enthaltsbewilligung ansuchen. Wenden Sie sich an das Polizei kommiffariat ihres Wohnbezirkes. ' ‘ ,'<■ i'l'i't 1 a.ii Mff!'!!'! .'•‘"y Tosca Seelenfreund Ferry Bloch Verlobte Wien, im Mal 1924 Parfümerie „LÖRR/llN Savotitierie Führende Marken: Eau de Cologne Küsse Eaii de Cologne Chypre Crßme Lorlgnon CrSme Lörlgnon-Chypre Lorrain - TolletteBeife, Badeseife, Spcikseife Alletoeraeuger der RaslersejfeninStiuigan bestbekannten .jOHDfliVIrt und Wfirfeln Wien, XJC täbbritrasse Nr. 98 Telephon Nr. 424-65 iruaauivwiai ■ Geschäftshandwagen jeder Bauart, vier- und zweiräderig, steif und gefedert, in «tetklasaigflier Ausführung, zu g&uz konkurrenzlosen Preisen, stets lagernd lUosterrieuburger Wagenfabrik A.G.» Wien, 12. Bezirk, Grieshofgasse 16j^Telephon 824-39 ,sr Seruard Shaw im reutfche« DolkrtHeat«. „Der Mann des Schicksals." — „Der Boxkampf" Bernard Shaw beleuchtet den' Feldherrnhüigel mit dem Scheiuwevfer seines Wihes, seimr Skepsis, seimr die Kechriseite der Medaille duvchschamniden MenschlichNeit, ja „Dreistigkeit". Das Schlafziimm-er des Heros ist mit denfvkben Requisiten Msi" gchatiet wie das des homme meidiveve, es gibt S-teAn, wo Königinnen ausselhen wie Bäuerinnen. Dies-e ÄichtenIbLLglsche Erkennms stellt Shaw seiner dvamattschm Laune („Arms and che man") zur Verfügung: Napoleon wird durch eine. amüsanie Spionin seines Hebdeutums enMeidet, der Sieg bei. Lodi ist ein histovisches Mißvechäiüdms. Felldhamme i. hat den dichterischen Trick 'durchschaut; er macht aus Napoleon einen nervösen Jüngling, der Hut, daß er später ehwiwil ins Lehrbuch für Geschichte Ikommt, sinen stir die Komische Oper reisen Tenor, dem sich als Duett der Leutnant Günther und die BovAeidungsfigur Traute Earlsen, lielbbich zwitschernd, beigesellen. Nowotny ails Gastwirt spielte einen kosMchsn Mß bu-ffo. Mch i>m --öoxkaimps" wird ^twaS" ad Msuvdum «geführt, für die enigllische (Fluch dem Wort!) MntalMt, wicht für den miÄÄMvopäiischen Geschmack, dem das Steigsn in deü Ring keine Alltaigsangsl-eigenhoit bedeutet. Wiederum sin Held, der Boxer allS GipsePmÄt der MännilichlVeit und a!ls ,/Obsskt" für den sentiimentailsn, snodWchen Typ Weilb! Aber der ' Boxer erhobt sich über die Gesellschaft, die ihn «jwtt, er kämpft ili-eiber «in: Ring als draußen gu . stehen 'als PMÄum,' Äs Gentlsman: 'Mch hier lisgt -bi-e Shawsche DeoMüng, die Travostie eines Metiers. Und weiter die AilSemanders-etzung des «Negerifüvsten mit dem englischen BoMbh-albLr, Nütur gegen Kultur, Kampf gegen MuSkalMtellM. Wir Menschen' sind doch bessere WM! Aus diesen beiden Komponenten er^ gibt sich eine echt Shawsche BuvleM, bAdmäßig gchcwmt, mft Pointen, die zu zart sind, um Lachen zu erweckm, ttes genügt um Ahnungen zu gelben. Man kann mitgeihen, Mvckhl der. Kanal -wischen uns und dem ,Amg" Liegt. : Die.Uchersetzung von Siegfried TreLrtsch fBiejjt in den heiteren Jancken des Originals dchin, hebt den Ginn der Travestie aus der Zeit heraus. Die Komödie-wird komödiantsnha-ft. Feldhammer umrahmte'die Figur des Champions Cashell Byron (Byron?)' mit Hamlet-Gesten, - er schawspiöVovte, machte MS dem unglücklichen MuskelmenscheN' ein sich selbst persiflierendes Opfer. Fmu St eins ie ck, zurückhaltend, nobel, sogar im Welt edel, zeichmte' das BW einer Lady. Nowotny als Trainer schwitzte echt, «in braver, seiner Pflichten sich bewußter Manager. Dumon't, Soltau und Kutscher« unterstützten die Mas primitiv 'geratene Regie. Der BoMnpf war mehr' Awamgement als Inszeckerrmg. . Dasi PMÄum hielt sich mehr an die Pomteu als an M tragische.Ironie der BurlbvM und ries vor allem den Motsst- Ersatz. WdhamMer vor die Rampe. E OSöar Rasenfeld..-^ MechMer SpernzyNus hn MettayoWeater. Vom Wiener Prater hat einst Smetanas WeltbeMmthsit ihren Ausgang genommen. GelegeEch der Wiener Musik- und Theatevausstellunig im Jahve 1893. gastierte im Prater. eiste tschechische Truppe mit SmetaMs bis dahin h Wen unbekanntst, und im Auslanp wenig beachteter.„Berkk-üfterr', BrMt". Willy tzssch sang den Heiratsvermittler Keeal, und am nächsten Tage sprach ganz Wien von. Smetam und seinem Werk, ein später Erfolg, acht Ich« nach dem Tode -er in Taubheit und Vemtiigürig jüd. Forscher, Söhrifjtsieller iinrf Künstler Heute Dienstag den 27. Mai 1924 unt'V*8 Uhr abends im Saale der Lese- und Redehalle jüdiither Hochschule# ix.. Beft Türken»»^». ». •vs Seimäeputierteri Ör.' J.f; Söhipper ^Warschau* Eintritt frei Eintritt frei > S7. Ma§ 1921' > Veite 7 - “S geistiger Unmuchtüng dähingvgangönen Tondichters^ '.Hxstheq; st Smetuna 'b^inaW tzuin jMvchischeu.. NationolhDoS' und nun ist ein tschechisches Ensemble rM'WitN'gÄchmeMÜm l'KmMche' dchk'' MtWÄnäEpeU anläßlich der Wretana-Jahr- ' stmdertfsier den Wienern vochusühckn. Die Olmützer KünstV« vwd § kein, Ensemblevom Range der Vollsoper oder, gar der i l Ataatsopvr; aber sie haben eines vor WWen Bühnen voraus: . Sie sind ein „Ensemble", sie sind Mfemander eingespielt, sie ind richtige^ Komödianten, die ungezwungen miteinander.verehren, ob sie üns hör. Mhm zu Hause wären. Keine Äätz- . chen, kein Lampensielber, keine StamMren, sondern gesundes tschechisches VölkStum, bas sich in Smetanas VolkSopern frei entfalten tmn, bsgeisterte Sänger, die von ihrer Sendung brüllt sind, ein kräftiget, frohbewegter Chor, ein trotz mindervertiger Instrumente ganz ausgezeichnet zusammenwirkendes Orchester, schmucke Tänze, die hier auch ohne Ballettkorps - glaubhaft werden, eine liebenswüvdige, Vomitive Szene, sin Vorzüglicher Opernchef, K. Nedbal, der seinem berAMen Namen -alle Ehre macht, und eit» zweiter sehr begabter Dirigent, I. Budik. Abtzösöhen von dem meisterhaften Ensemblespiel bieten die tschechischen Sänger auch eine gattze Reihe Melodie« durchfluteter Smetiana-Opern, die in Wien noch unbekannt sind, und darum sollten die Wiener Mvsikfreunde, dir mit Novitäten durchaus nicht ülbevsättiigt sind, den Besuch des - tschechischen Theaters nicht vevabsäumen. Den Reigen - der AuMhrnngen eröffnete die „V e'rk au sie Braut", die in Wen schon so oft gehört worden ist und. m ihrer . tschechischen Muttersprache doch ganz neuartig Elmgt. Die MÄodlk wirkt noch reicher, wenn Wortmelodie und / TonmelMe innig zusammenstimmen. .Ganz prachtvoll musizierte das von Nedbal.geleitete Orchester, Herr Havlik war ein geschickter Heiratsvermittler, recht angenehm sangen Frau Modestin und Herr Mas«k das Liebespaar, auch Frau M i c e k siel durch ihre hübsche Stimme auf. Am zweiten Abend spielte man Smetanas in Wien wohl noch unbekanntes „Geheimnis". Eine komische Oper — ein« etwas verworrene, mit Zauber durchsetzt« Geschichte von zwei feindlichen Bauevngeschbechtern, von Romeo und Julia im tschechischen Dorfe, von Lisbesnot und spätem Eheglück — aus dem Jahre 1878,,da Gmetana schon der Taubheit verfallen war. Trotzdem, welcher Uebevfluß an volkstümlichen Melodienwelche Sorgfalt in der Ensenilbbearbeit. Der knappe Raunt ge-' stattet uns leider «licht, Ms die zahllosen Schönheiten dieser überreichen Partttur, .welche den Hörer mit ihrer melodischen Fülle überwältigt, nÄher eiuzugchen. Wir müssen uns ans «in Genevallob der /vorzüglichen Sänger, der Damen Mieek, Kraus und Sponar und der Herren Krikava, Masak, Munzlingr, Havlik und Gazar beschränken und sehen dem weiteren Devlause dieses dankenswerten Gastspieles' mtt besonderem Interesse entgegen. ' M FranzWchk Kunst kn Mm. Die Pariserin. — Die stauMsche Landschaft, Eine Meine Dosts Muer franzöfffcher Kunst ist der Galerie Lebel! Man muß bescheiden sein.'Die großen fvanzösffchen Meister (ähnlich der EMition in Prag seitens des „Manes") nach Wien zu bringen, hiesur rerchm die Mttel, die JMiative nicht. Jmmechin — die Ausstellung bei Äsbel bewefft wiederum, daß die hohe malerische Kiütur Frankreichs, die ein halbes Jahrhundert Europa befruchtet und ihm die kühnsten /Impulse gegeben hat, sich sogar , bei seinen Künstlern sekundären Ranges wiederspieigeilt. Die. starken revolutionären Typen fehlen. Die Pariserin — die mondäne, die modische, die erotisch verpflichtete, die mystische, Werben retzvoll um unsere Sympathie. Foujita, von den neuen Russen beeinflußt, Charles M a r t i n im Stil der Zeichnungen des „Le rire" und „Die Parisienne", Pi ot r ow skislawisch orientiert, CH imot als Felicien Rops-Mender, Dome rgue .als farbiger Radierer, Drian, an Heillms PovträÄunststücke erinnernd, Camille Roche als Verehrer Renoirscher Weischtöne, bringen ,)das Weib". Die Landschafter sind edle Fortsetzer der epochemachenden Jmpressronisten. A t a m i a n, ein direkter Nachfolger Monets und Gisseys, Marcel B a i n,. ein Pariser Hörmann, Bvnanomi, M Darsteller südsvanzofischer Tropen- ' glut, Brissaud, tresiflicher Aquarellist, de Castro, kräftig in der Form, Chab a s, ein VerK-rer-der lyrischen Sonne 'Frankreichs, Daragnes unter .Hoblers Einflstß, Laufm g n n, stark. Misierend; .'Lied von Piffaro beftuchtei, . Zarraga, in spanisches Blut gettmcht, sie alle bchervschen das Handwerk. Kunstgewerbliches zeigt die Ausläufer .des bei unS überlebten- Jugendstils, bewahrt aber Noblesse in Form und Material. Maillol fehlt. Hingegen bringen 'Lalique, Goupy und Lenoble geschmackvolle Arbeiten .für den Salon des „Neuen Bürgers", o. r. Ile strSsstmng des Prager MaWeftes. Das Prager internationale Musikfest wurde Sonntag durch eine Vorstellung der „Verkauften Braut" im ' Nationalcheater eröffnet.' Der Vorstellung wohnten ün-ter anderen Romain Rolland, der Professor der Cambridger Univevsttät und Präsident der internationalen Gesellschaft für Zeitgemäße Musik Eduard De nt und viele in- und ckislän- Mche Kritiker best, Das MusAsest wird insgesamt 14 Tage daueM. Am 31. d. findet das erste der drei Konzerte de--' internationalen G^ellschaft für zeitgemäße Musik statt. An» detz Matern. Burgtheäter. Morgen, 7 Uhr, 25. Aufführung von )ie rote Mühle". - - .-M'o l k sv-p^e r. WtD „Madame -B u t t.e r f%". orgen wird Dlrektör?M, ®Heb rch mün!ersteh Male in der Sudermanns Schauspiel Freitag: xkamps".