Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1897 (27.5.1924)
- Date
- 1924-05-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gelte 6 Men, Dienstag Wiener: Morgenzfiriturlg^ 87. Mm 1924 Nr. 189T öer an der hiesigen Lehranstalt seinen Studien Mag, so will darin die Aufforderung an die jetzigen und künftigen Hörer gelegen sein, dem Vorbilds des Oberrabbiners Dr. Chajes nachzustreben. Er berichtete hierauf, daß das Professorerckollsgium für den Preis dieses Jahres — 3,620.000 Kronen — das Thema: „Historisches und Kulturhistorisches in. den R-espoirsen Meirs.von Rothenburg" zur Bearbeitung ausgeschrieben hatte. Nach Verlesung der Gutachten über die eingelansenen Arbeiten und Eröffnung des Umschlages, der den Namen deS Einreichers der einstimmig preisgekrönten Arbeit enthielt, erscheint Herr c a n d. p h r l. H i r s ch L. ZirnmelS als Preisträger. Der Rektor beglückwünschte den erfolgreichen jungen Forscher und gab noch das Thema der Preisarbeit für das kommende Jahr bekannt. Es lautet: Verhältnis der Agada zur Halacha, auf Grund von Genesis r. und Leviticus r. Obervcrbbiner Dr. Chajes gab seiner herzlichen Freude über die gelieferte schone Arbeit Ausdruck und betonte, daß es ihn mit besonderer Genugtuung erfüllt, daß in einer Zeit des Niederganges des wissenschaftlichen Lebens die Wiener Jsr.-theolog. Lehranstalt ihren alten Glanz nicht bloß zu erhalten, sondern.noch zu mehren in der Lage ist. Die würdig verlaufene Feier bedeutet einen Festtag in der Geschichte der Lehranstalt. Sine englische Geschichte der moderne« hebräische« Literatur. Von Sigma. Die moderne hebräische Literatur ist um die Mitte -es 18. Jahrhunderts in Deutschland entstanden, hat hier ihre verheißungsvollen Knospen getrieben und wurde dann nach Osteuropa verpflanzt, wo sie ihre herrlichsten Blüten trieb und wo ihre prächtigsten Früchte reisten. Polen, namentlich diejenigen seiner Provinzen, die an Oesterreich und Rußland fielen, waren der Boden, auf dem die moderne hebräische Poche sowie die wissenschaftliche Geschichtsforschung gedieh, insofern sie in hebräischem Gewand auftrat. Geistesgeschichtlich gehört also die moderne hebräische Literatur in den Kulturbereich Deutschlands und Polens. Sofern sich die Deutschen und die Polen um die geistigen Bewegungen kümmern, die sich auf dem Boden ihrer. Länder abspielten, mußten sie der modernen hebräischen Literatur ihre volle Aufmerksamkeit widmen. Aber die erst« Geschichte der modernen, hebräischen Literatur ist in englischer Sprache erschienen. * Es ist ein Beweis der Ueberlegenheit des britischen Kulturbewußtseins, daß ein englisches Unterrichtsministerium, eine Universitätsverwaltung, der Council of Education vf the Witwätetsraud den ersten Band des Werkes ,Mhort Lectures vn modern HÄrew Literatuve", herausg«geben hat. (Johannesburg, Witwatersrand Universtth Preß, 1983.) Es sind dies die Vorlesungen, die der Professor der hebräischen Spra.che und Literatur an der Universität Johannesburg Chief Rabbi Dr. I. L. Landau gehalten hat, vor einer akademischen Hörerschaft, die überwiegend aus Nichtjuden bestand, mit den Parteiströmungen und den politischen und sozialen TerLenzen der Judenheit nichts zu tun hatte, und deren einziges Interesse an diesen Vorlesungen darin bestand, eine entlegene geistige Bewegung kennen zu lernen. In der vorliegenden Literaturgeschichte spricht ° einer zu uns, den zunächst hie Frage angcht, wie die Juden als Volt mit eigener Literatursprache und mit großn, wenn auch .zeitweise unterbrochenen, literarischen und poetischen Traditionen, literarisch und künstlerisch aus die Einflüsse reagiert, die die moderne europäische Umwelt, die modernen, geistigen Strömungen. im europäischen Gesamtleben und im Leben der einzelnen Völker auf sie ausübten. Er eröffnet die Reihe mit dem genialen Mose Chajjim Luzzato (1707 bis 1747), der zwar Italien und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angehört, aber, indem er den Gipfel der seit dem 13. Jahrhundert reichenden, nicht wenig umfangreichen Literaßurentwicklung dev italienischen Juden repräsentiert, die moderne hebräische Poesie ewleitet, ohne sie direkt zu beeinflussen. Diese ging'von Berlin aus und hat ihre Impulse von der geistigen Bewegung empfangen, die die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts in ganz Mittel- und Westeuropa kennzeichnet und als deren repräsentativer Mann Moses Mendelssohn erscheint. Ihn Md seiner Periode widmet Landau ein ganzes Kapitel, das zu den schönsten.in.dem Bucha gehört. Landau' verfährt in der Behandlung seines Gegenstandes .synthetisch, er ist Individualist, indem er die einzelnen PersönliWiten mit. markanter Charakteristik hervortreten läßt. Man bewegt. sich innerhalb einer lebendigen .Schar erlesener Geister. Da wandeln sie an uns vorüber, die ehrfürchtig geliebten Schatten, die die Sterne unseres jugendlichen Himmels ' gewesen, die Männer, welche uns, unseren Vätern iund Vorvätern noch die europäische .Kultur brachten, ohne sie aus dem Judentum weit weg hinauszufühven, wie es ihre Zeitgenossen auf dem anderen User taten. Sie. lehrten sie, daß sie, um richtige gute Europäer zu' sein,'.nicht dem Judentum zu entsagen haben, sondern umgekehrt, zuerst richtige, gute Juden sein müssen und die sdeln Geistesschatze des Judentums der Schatzkammer eben dieser eurMischen Kultur Kuzuführen haben. Der europäischen Poesie sollten sie einen neuen Ton hinzufugen, dem europäischen Gedanken eine neue Nuance ... Da erblicken wir gleich am Eingänge den.Sänger der „Mosaide", Naphtali Hirz Wessely, dessen Das hervorragende jüdischeOeschichtswerk GRAETZ, GESCHICHTE DER JUDEN in 3 eleganten Qeschenkbätiden (ca. 2000 Seiten stark) erhält jeder, der die „WIENER MOREENZEZTUNG“ abonniert und die Bezugsgebühr auf ein Jahr im vorhiaen entrichtet // JahresabonnementsgebÜhr K 420.000 Falls Zustellung ins Haus gewünscht wird, sind überdies für Porto K 15.000 zu entrichten Für das Ausland beträgt die Jahresbezugsgebühr das 12fache des am Kopfendes Blattes ersichtlichen Monatsabonnements- Preises zuzüglich K 25.000 für Expedltiönskosten klangvolle Verse noch heute das Entzücken aller Freunde des klassischen Hebräisch bilden; da ist die Plejade der ,M ea ß phiw", in deren Mittelpunkt Isaak Eu ch e l und Mendel Br esse lau stehen. Es folgt Beu Seew, der hervorragende Grammatiker, Lexikograph und Uebersetzer, dann I o s e p h E p h r a t i T r o p l o w i tz, der Dichter des ersten historischen Dramas im Modernen Sinne des Wortes (Meluchath Saul). Ihm, der gewisser-- maßen sein Vorgänger ist, widmet Landau eine ausführlichere Studie. Um eine jede der ragenden Gestalten lhat der. Verfasser in entsprechender Perspektive die .Figuren von kleinerem Höhenmaße gruppiert, die mit jener verwandt oder einigermaßen von ihr abhängig waren. Beinahe schon der Vergessenheit entrissen sind Salomon Löwisohn und Salomon Cohen (Schalom. ha Kohen), deren Werke noch vor wenigen Jahrzehnten viel gelesen wurden. Am Ausgang des vorliegenden Bandes ragen die Standbilder zweier Männer, die, ganz in ihrer' Zeit wurzelnd, in eine .neue Epoche hinübevweisen und sie vorbeveiten helfen: I saa! Samuel Reggio und Samuel David Lüzzato. Än Schicksal und Wirksamkeit von einander verschieden, sind sie doch tief untereinander verwandt, und beide, jeder in seiner Art, muten sie uns an, wie Menschen unserer Zeit. Reggio und LuWto waren Söhne der unter -habsburgischer Herrschaft stehenden norditvlienischen Provinzen. Daß ein Teil Polens (unter dem Namen Ostgalizien) der Habsburger Monarchie angegliedevt" wuvde, bewirkte, daß zwischen der: Juden dieser beiden an den entgegengesetzten Enden des Reiches liegenden Provinzen ein reger, kultureller Verkehr ungebahnt wurde. Reggio und LuWto reichen hinüber zu der glorreichen Epoche unserer modernen Literatur, die sich in einigen Städten Osigaliziens abgespielt hat (Lemberg, Zolkiew/ Brody, Tarnopol) und deren hauptsächliche Träger warm: Krocht mal, Rappaport, Schorr, Chajes, Moses, Erter, Perl, Bloch, Mises, Goldberg, Blumenfeld, Möhr, Lettens Md ihr literarisches Gefolge. Grätz! hat dieser Epoche ein schönes, aber wenig erschöpfendes Kapitel unter' dem Titel „Die galizische Schule" im 2. Bande seiner Geschichte gewidmet. Aus allen Gebieten des hebräischen GeisteAebens war diese Epoche fruchtbar, bis aus dm heutigen Dag. Reggio und Luzzato veröffentlichten ihre epochemachenden Studien in dm in Galizien hercmsgegobenen Zeitschriften. Leopold Zunz in Berlin gab das grundlegende Büch von Krochmal heraus, Jsäak Ber L'evinsöhn, den sie den „ruffischen Mendelssohn" nannten, pilgerte von Krzemienietz nach Brody, wo er im Umgang mit den dortigen Gelehrten die Ideen und Anregungen zu. seiner tief einschneidenden literarischen und kulturellen Tätigkeit gewann; Abraham Mäpu lauschte gespannt auf das Urteil der Brodyer und Lemberger Nestoren über/seinen - entzückenden Roman ,/Ahabath Zion", Abraham Geige r . stand bis an sein Lebensende in lebhaftem Briefwechsel mit seinem intimen Freund Jösua H- Schorr in Brody. Diese ganze Periode und ihre Träger.wird uns der zweite Band der Landauschen Literaturgeschichte schildern. Es trifft sich günstig, daß gerade I. L. Landau,-ein gebürtiger Lemberger, dieses Thema bchandeln wird. Er ist in dem Milieu ausgewachsen, das die geographische und geistige Heimat all dieser .Männer gewesen ist. Als-ganz junger Knabe hat er noch den hebräischen Unterricht eines der letzten, und jüngsten, damals schon hochbetagten Ueberlebenden dieser Epoche genossen,. Nach man Fischmann, der mit allen diesen. Männern einst gemeinsam gestrebt und gekämpft hatte. Noch kurz vor Ausbruch des Weltkrieges zeigte man in Lemberg, hinter dem. neuen, -jüdischen Kraukenhcmse, das alte Häuschen, wo vor 80 bis 90 Jahren die Koryphäen der Literatur ihre Symposien.abhielten, und von da vus einen Ausflug nach Zölkiew machten, um mit K r o chmal oder Chajes eine Stunde anregender Unterhaltung zu verbringen. — Mir dürfen'also erwarten, in dem nächstfolgenden Bande der vorliegenden Literaturgeschichte eine Fülle von Eirtzelheiten geschichtlicher Md menschlichdokumentarischer Natur zu er'halten, die von warmem, persönlichem Erleben durchzittert, nicht nur Idem- und Büchergöschichte, . sondern Seelengeschichte einer ganzen Epoche erzählen werden.; Die neue Besoldnngsordnung. . Im FünfundzwaMigerausschuß der Bnndesangestelltenoxganisationen wurde gestern den Regiemngsvertretern michetevlt, daß es unmöglich sei, in der bisherigen Weise weiter zu beraten und. daß nunmehr mit den Mitgliedern der Regierung selbst in Verbindung getreten werden müsse, um in den strittigen Fragen, die seit Wochen im Ausschuß verhandelt werden, endlich zu einem Ergebnis zu kommen. Die strittigen Punkte, über welche der Ausschuß. endlich Klarheit schaffen will, sind: Höherveihung der Kanzleibeamten, VerbefferMg der Besoldungs- Verhältnisse von der neunten Rang'sklaffe an, Verbesserung der Vorrückungsftisten, Ernrechnung btt Ausbildungsjahre, Einrechnung der Dienstjahre bei jenen BundesaWestellten, die vor dem 18. Lebensjahre in den Buudesdienist getreten sind und Verbesserung der Systemisverung mit Festlegung des Anspruchsvechtes der Beamten. Die Regierungsvertreter gaben auch über die Auswirkung des neuen Besoldungssystems auf die Pensionisten keim bestimmte Antwort, weshalb auch hierüber von der Regierung selbst Aufklärung verlangt werden wird. Die Mitglieder des Ausschusses erwarten, daß die Regierung^ pä teste ns in zwei Tagen mit ihnen in direkte Verhandlungen tritt und daß sie vor allem die Grundberechnungsziffer f ü r d i e G e h ä l t e r nach der neuen Besoldungsordnung bekannt gibt oder die Summe mitteilt, die für die Bezüge der BundesaMestellten im Novmalbudget eingestellt wird. Dann erst wird es dem Ausschuß möglich sein, die notwendigen Berechnungen aufzustellen, ohne die ein weiteres Beraten zwecklos ist. Sollte die Regierung diesem Wunsche nicht "entsprechen, dann würden zwovfeWos in den Verhandlungen Stockungen emtveteü, die zu unliebsamen Folgen führen könnten. Das Wette». Nach den schönen Hochsommertagen hat sich das Wettet wiederum wesentlich verschlechtert. Die Bewölkung der letzten Tage brachte gestern abends Ragen und Abkühlung. Die Voraussage kündigt auch für heute regnerisches, zu Gewittern neigendes, kühles Wetter «rt. Wien, 27. Mai. * Chefarzt Obermedizinalrat Dr. Johmm Fuchs gestorben. Gestern ist der Chefarzt .des Gremiums däc Wiener Kammann- S, Obermedizinalrat Dr. Johann Fuchs, nach schwerem n gestorben. * Auf der Rax äbgestürzt. Der, tote gestern! gemeldet, am Sonntag vom Bismarcksteig auf der Rax rmgestürzte T o u r ist war ein Wiener Handelsangestellter, namens Josef Riener. Die Leiche wurde geborgen und »gestern nach Kapellen gebracht, * Ein Mord vor vier Jahren. Der. Fkeischhauerachilse Johmm Weidenauer wurde unter dem Verdachte verhaftet, den Grundbesitzer Johann Zwieauer vor vier Jahren in Matzlesschlag bei Waidhofen an der Thaya ermordet zu habend Gestern hat Weidenauer ein Geständnis abgelegt. Danach habe der Grundbesitzer gegen, ihn einen FichtenknüppM geschleudert, weil, als Weidenauer die Tür feines Anwesens öffnete, einige Gänse aus dem Hofe auf die Straße gelangt waren. Er sei durch den Knüppel verletzt worden. Darauf habe er auf Zwieauer. losgeschlagen und ihndann mit einem Messer ins Herz gestochen und dessen silberne Uhr und eine Einkaufstasche mit 80 Eiern mitgenommen. -! * Ableben eines. Palästina-Betwane«. Am 10. d. verschied im Alter von 81 Jahren in Jerusalem Joschua Jellin, der Vater David Jellms. Der Verstorbene, welcher, zu den'angeschensten Persönlichkeiten Jerusalems gehörte, war am Aufbau des jüdischen Landes hervorragend beteiligi und hatte durch seinen Booenkauf in. M o za den Anstoß zur Begründung dieser Kolonie gegeben. Seine vor kurzem in Druck erschienenen Memoiren «liefern wertvolles Material zur Geschichte der neuen jüdischen Kolomfation PcllMinaS. Der Vater des Verstorbenen war vor 180 Jahren aus SuWalii in Polen .nach Palästina Msgvwandert. * Der Gast- und Kaffeehäuserschreck von Men verhaftet. Am 17. d. wurde im Gasthaus in der JLgevstraße 2 ein Mann angehalten, der unmittelbar vor Gefchäftsschluß in das Lokal gekommen war und daun in einem Mosett wartete, bis das Lokal geschloffen wurde. Daun erbrach er die Laden und Kästen, und bereitete Gegenstände im Werte von 16 Millioen zum Wegtragen vor. Hierauf tat er sich an Wein und. Lebensmitteln güMch. Als er sich auf dm Weg machen wollte, berührte er zufällig die Al arm Vorrichtung, die in die Wohnung des Gastwirtes führte. Dieser alarmierte die Wache und der Ginschleicher wurde festgeuommen. Es ist der Ehauffvur Emmerich Cap. Als sein Komplice wurde Josef Naschet ausgesorscht. der im Februar d. I. aus dem Landesgerichte, am Tage der gegen ihn anberaunrten HauptverhanvIMg aus dem Vertetdiger-- zimmer entwichm war, indem er sich erne Richterkappe aufsetzte. Beide hattm immer auf die gleiche Art eine ganze Reihe von Kasfoehäusern und Gastwirtschaften heimgvsucht und einen Schaden von etwa 60 Millionen angerichtet. * Radiokonzert der Sendestatten „Radio-Hekaphon". Programm für heute, halb 6 bis halb tz Ulk, „DeM-Kalman"- Nachmrttag: 1. Kalman, Walzer Es der Operette „Gräfin Maritza"; 2. Verdi, „Troubadour", Phantasie; 3. Kalman, Mädel von der Pußta"; 4. VeM, Phantasie aus der Oper „Aida" Romanze des Radaimes (Gesang Dr. SAving); 5. Beroi, Phantasie Ms der Oper „Trav«iata" (Gesang: Lisa Berling); 6. Kalman, „Komm Zigmry", Lied, uüd Tschardas ,^Komm mit nach Varasdin" Ms „Gräfin Maritza". Mitwirkmd: Josef Völkl (Bariton). Die Musikpieem werden vom Quartett Silving äusgef-ührt. * Union Espaniola. Der heutige Vortrag Wladimir Jabotinskhs im Hotel Continental findet präzise halb 7 Uhr abends statt. Der Vortrag wird in spaniolischer Sprache gehalten. * Ein.explodierter Gasofen. Aus Budapest wird gemeldet: Die ViolnDirtuvsin Erna Rubin st e i n wollte heute morgens in ihrem Badezimmer den Gasofen anzünden, welcher im selben Augenblick explodierte. Die Künstlerin erM im.Gesicht und-an den Händen schwere Verbrennungen. * Auch Wilhelm der Zweite ei« Hakenkvenzler. Das „Deutsche Tageblatt", ein Organ >der Nationalsozialistischen Freiheitspartei, teilt mit Genugtuung, mit, daß Mch Mhelm der Zweite ein ausgemachter Hakenkreuzler geworden sei. Er pflegt seinen Besuchern zum Abschied em Hakenkreuz Und ein Exemplar der ,,Protorolle der Weisen von Z io n", der blödesten Fälschung, die nur denkbar ist. zu überreichen. Mit Wilhelm ist nun dre Galerie der mit dem Hakenkreuz gezierten. Verbrecher und Narren komplett... Man begruft immer Mehr die grenzenlose Verachtung der zivilisierten Welt für den „neuen Geiste, der jetzt im Deutschen 'Reiche in Made gekommen ist.