Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1897 (27.5.1924)
- Date
- 1924-05-27
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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/ l PieNZtag. Vom Reife». Von S. McisttS. Man hat Kssagt, das Reisen sei eine Kunst, die gelernt ünd geübt sein will, und daß ein gewisses Talent dazu gehörig M^venig ivkühe und viel Behagen in dir Welt auszufliegen. Ein Körnchen Wahrheit mag in di§sem Satz wohl enthalten jein, aber genau betrachtet, ist er nichts anderes als «ine Lsthelisierende Uebertrevbung, die den Zweck hat, den Genuß deß Reifens und des Sel-bstbewußtseins des Reisenden zu steigern. In jenen zeitlich gar nicht so fernen und doch schon in der! Erinnerung verschwimmcndsu, ewrjchwindendrn Vorkriegs» j fahren, in jener schönen Zeit, da die Welt einem offen stand j und man je nach Willen oder Bedarf überallhin fahren konnte» da war das Reison durchaus keine Kunst. Es gehörte damals nicht sonderlich viel dazu, um der Götter Gunst, in die freie Wclr zu gehen, teilhaftig zu worden. Es gehörte weder Geschicklichkeit noch angeborenes Talents noch überhaupt irgend welche natürliche Veranlagung dazu; , man brauchte zum Reisen nicht im gernMen Prädestiniert zu sein. Hduto aber, wo man. zum Reisen mehr Pässe-und Visa braucht als vormals Zehnkroneristücke oder Ztvauzigmarkschcine und bei einer Dagsahrt mehr Schwierigkeiten zu überwinden hat als vormals bei einer Reise uni die Welt, heute ist das Reisen schon ganz und gar keine Kunst mehr, eher schon ein Kunststück, Und nur wer. Geld hat, kann heittc das/Kunststück des Reifens fertig bringen. Aber gesetzt den Fall, das Reifen wäre eine Kunst, so war und ist es allenfalls eine, die man nie um ihrer selbst willen übt. Das Reisen har immer einen Zweck, c'benso wie cs immer ein Ziel hat. Kein Mensch verfällt auf den Gedanken, sich in die Eisenbahn zu setzen und darauf loszn.saihren ins Blaue hinein, ins Unbestimmte, ins Ungewisse, ohne festgelcUt« Route, ohne Endziel. Jedermann verbindet mit-seiner Reise irgend einen mehr oder minder wichtigen Zweck. Man reist für gewöhnlich zur Erholung von des AlliagS Strapazen, zur Beruhigung der im Großsdadt-gkkvühle aufgeregten Nerven, zur Wiederherstellung der angegriffenen Gesundheit. Oder man. reist einfachstudienhalber, um fremde Zander, fremde VölEer, fremde Sitten und überhaupt etwas Fremdes kennen zu lernen. Als der vornehmste Zweck des Reifens, soweit er aus eigenem. Antriebe nutz nicht etwa aus Gesundheitsrücksichten geschieht, gisi von jeher das Ausisuchm fremder Gegenden, um Land und Leute zu studieren und sich mit einer fremden Kültur vertraut zu machen. Aber einem höheren, idealeren Avecke dienen jene Reisende, die ihr Denikeu und Dichten, ihr Trachten und Traumen mit auf Reisen nehmen. Ihnen haben wir die mit allerhand Geistesfracht. beschwerten ReiseVücher zu verdanken, jene philosophischen Reisetagebücher und Mevarrschest.. Wauderbücher und politischen RÄsebriefe und poetischen Rosteschilderungen, die unseren Horizont - erweitern, indem sie , u«S über Ort und Zeit, hinweg Rückblicke in die Bevgangerchert und Ausblicke in die Zukunft tun lassen.' Freilich hat sich rm Äaulse.der Zeit. di« Art des Roisrns vollkommen ^ändert. Früher einmal reiste man freiwillig, mit feierlichem Ernst, in unsren Dagen hingegen reist M sozusagen obligatorisch. Bormals reiste. man lanArm, bedächtig, mit offenen Augen, empfänglichen Ginnen, man ließ sich Zeit, man forschte und entdeckte, man sucht« und fand, man vttksioWe gewissenhaft di« Uebergänge und achtete genau'auf die PunK«, wo Kultur und Kultur einander kreisten ... Bei der GchnellßugS» geichwindigkeit, mit der man heute Reisen macht, sind dies« Ue'bergänge kaum mehr tvahrnchmbar. Man «Wacht «nves schönen Morgens und — man ist da. GjgenMch War man schon/ gestern da, dann man hat sich vor und wahrend der Reife Wer Landschaft mvd Leute gewissenhaft informiert. Man braucht nicht mckhr zu suchen, denn msm weiß genau, wo etwas zu finden' ist. Trotz alledem — das Reisen hat nach, wie vor «inen Zweck, üM> obendrein einen vernünftigen. In der' Vorkriegszeit hatte, der Optimismus neben dem offensichÄlchen' auch noch einen höheren, ja beinahe einen moralischen Zweck'im. Reisen entdeckt, Man war auf die vevkehrstechnischen Errungenschaften der Zeit schr stcktz und glaubte mit ihrren einem idealeren, friedensfövdemdon Zweck zu finden. Fvüher, so meinte man, da wohnten die Menschen und Böller nebeneinander, ohne sich näher kewnerMlernen, unfe deshalb hegten Menschen und Völker so viele falsche Vorstellungen, so viele Vorurteile gegeneinander. Durch >daS viel« Reifen habe sich dies zu Nutz, und Frommen der Menschen geändert. Da habe man Gelegenheit, andere kennenzulevnen, sich anderen bekannt zu machen. Jeder einzelne trage ein Stuck seiner Heimat mit sich und findet in der Ferne Gelcigenheit, dieses Stück in seiner ganzen Natürlichkeit zu zeigen. Das Reisen habe Menschen und Völker einander näher gebracht und ihr Verständnis für einander in hohem Maße gefördert. Dies« Ansicht war allgemein. Späiere Erfahrungen belehrten uns indes, daß das Reifen keine völkevdechöhnende und fri-e-densfördernde Wirkung au8übt. Um die Menschen näher zu bringen und um das Verständnis der Völker für einander zu fördern, dazu bedarf eS ganz anderer Mittel als des Reifens. Sekerreichische Sommerfrischen?) 2. Niederösterreich. In Niederösterreich gilbt es eine größere Zahl von Sommerfrischen, doch ist trotzdem die Auswahl schr gering, da manche hakenkreuzlerisch verseucht, andere „bloß" antisemitisch sind. Zu den ersleren gehört das ganze Wachaugebiet, das deshM auch nicht zu empfehlen ist. Aus Rossatz wird uns geschrieben, daß jüdische Gäste nicht aufgenom- * Begleiche. „Wiener Moraenzeitung" vom 24. d. ' Wiener MonaeMttuna._ Aerderuug der Telephonnumnrer der „Wiener Morgenzeitung". Ab morgen den 28. d. ist die Nachtredaktion der ,Mruer Morgenzeitvng" unter der Nummer 21.162, statt wie bisher Nr. 19.483, zu rufen. Unsere Leser lverden gebeten, dies zur Kenntnis zu nehmen. men werden. Aus KremS wird > uns mitgeterlt, daß dort kein Beschluß der Gementde-vertretung besteht, der sich , gegen jüdische Sommergäste wendet, dagegen schweigt sich da§ Schrei- ' ben über die Haltung der Bevölkerung aus. Ern Kilögranim Rindfleisch kostet dort 28.000 bis 30.000 K., ein Kilogramm - Kalbfleisch 32.000 bis 86.000 K., ein Ci 1500 K., ein Liter Milch 4600 K., ein Zimmer (einbettig). 23.400 K., zweibettig 46.800 K. Eine Reihe von Gemeindevertretungen hat auf unsere Frage nach den Preisen und den. sonstigen Verhältnissen nicht geantwortet, was vor allem auf die Gleichgültigkeit der Verwaltungen zurückzuführen ist, die sich dann bei Ausbleiben der Sommerfrischler über die mangelnde FrenchenverkchrZagitation beklagen. Andererseits handelt es sich um antisemitische Gegenden, wie. die Gemeinden des K a m p t a l e s, G a r s, Rosenburg, Puchberg im Schneeberggebiete, Lunz, Seebenste in und andere, die ganz gut wissen, warum sie überhaupt nicht geantwortet haben. Die Portomarken haben.sie aller-, diugs behalten. Das Bürgermoifteramt von Perchtoldsdors teiltuns aus uirsere Anfrage mit, daß sich die AuskunftSstelle in der Sannibevgstraße 43 befindet. Wi^ haben jedoch keinen Anlaß gefunden, ein zweites Schreiben dorthin zn richten, nachdem wir gehört haben, daß in Perchtoldsdors für eine Wohnung, bestehend aus'Zimmer, Küche und Kabinett, zehn Millionen für die Saison verlangt werden, und daß die, Vermieter anscheineich diese Preise gemeinsam bestimmt haben, um. eine Verbilligung zu verhindern. Hoffentlich wird niemand so töricht sein, derartige unberechtigte Preise zn bewilligen- Aus dem Triestiugtol gibt die Gemeindevertretung von Weißend ach an: Pensionspreise 70.000 bis 80.000 K., ein Kilogramm Fleisch 24.000 - bis 40.000 K-, ein Ei 2000 K., Milch 4500 bis 5000 -K. pro . Liter. Alle Gäste werden von der Bevölkerung gleich behändst. Die HotÄs nehmen alle Gaste auf, ohnes Unterschied der Religiyn, wenn Platz vorhanden. Nun, in diesem Jahr wird Platz.vorhanden sein! Das hakenkreuzlevische Pottes st«in lÄdet an Wohnungsnot und nimmt keine Gäste aus/ kämmt daher für. Sommergästenicht in PetrachÜ Wir 'glauben, daß man die- Hcchenkreuzttr auch sonst.unter sich Wen sollte, s«Wst wenn dort Platz wäre. Gutenpein im Piestingtal gibt folgendes bekannt: ■ PettsionSpveff« ÄS Ende Juni 44.000 - bis 50.000 K>, ab 1. Juki 60.000 bis 80.000 K„ ein. einbettiges Zimmer 20.000 vis 80.000 K., ein zwe^rttiges ZiMimer 80.000 bis 60.000 K. Preise für Fleisch, Eie« und Milch wie in Wien. . Me BeviMevMg verhält sich gegen die jüdischen Gäste gerade so eniyagettkammend wie, gegen arische Gäste. Kein Beschluß der Gmnttndevertretung gegen die Mischen Gäste. Dann werden die schöne Lage dieser ,^Zevle des. Piestmgtals", die Spaziergänge und die. leichte Erreichbarkeit von Wien gepriesen, Achnttch schreibt die Gemeindevertretung von < .- Mariazell, ' icklr sthA hitt die Stelle Wer die Haltung der Bevölkerung. Die Pensionspreise werden mit 80.000 bis 100.000 K. angogelben. Weitere Ziffern Men. Dagegen werden die landschastllichen Vorzüge der Umgebung gepriesen. Ein Eldorado bl«M der aber für MiteMMer unerreichbar tvsgen der hohen Preise. Für.Neugierige seien einige AMen wiedergogelben: Südbahn- Hotel, (bis 80. Juni) ein einbettiges Zimmer 60.000 bis. 100.000 K., vom 1, IM bis 80. September 80.000 bis 150.M K. Zweilbettiges Zimmer 80.000 bis 160.000 K., vom 1. Juli 250.000 bis 360.000 K., Pension allein 120.000 K., Zimaner iMusive PensiM 170.000 bis 260.000 K., vom 1. Juki 200.000 bis 300.000 K. — Kuchaus Semmering (volle Pension, Knf Mahlzeiten) zweibettigeS Zimmer 600.000 bis 630.000 K. In den verschiedenen Pensiomn betrögt der Preis für Zönmer und Verpflegung durchschnittlich 126.000 bis 135.000 K., vom Juli 145.000 bis 155.000 K., bloß in der Pension Hirsch (rituelle Kost) 80.000 biS 110.000 K., in der Dependance des Südbahnhotels am Wolfsbergkogel 100.000 K. ' M ü r i a S ch u tz bezeichnet.die Lebensmittelpreise höher als in Wien, bei. gewissen ArtMn sogar wesentlich. Die Bevölkemng. vechält sich den Mischen Gasten gegenüber „jedenfalls nicht unfreundlich". Reichenau gibt als Pensionspreise 100.000 vis 160.000' K. an und er-- klärt, ein Beschluß gegenüber den jüdischen Gästen wäre ein Unsinn. Weitere Ziff^n werden nicht angegeben, doch aus den vorher angeführten ergibt sich, daß auch Paherbach, Gloggnitzusw. nur von Leuten aivfzusuchen sind, die nicht sparen müssen. - - Aus den wenigen Stichproben, die leicht ergänzt werden können, zeigt sich deutlich, daß Niederösterreich kein passendes Gebiet für Sommerfevischler ist, die dem Mtteilstmid augchörep, da sie anderRvo billiger -und besser den Sommer verbringen können, und dabm weder mit Hakenkreuzs-ern, noch sonstigen Antisemiten, die durch den Bauernstand von Niederösterreich repräsentiert werden, zu tun -haben. 27. Mai ml m. ■3 Ae müser Sltzmpiade. Ungarn steftegt Polen 3 r v. (Eigendienst 'der Mttmr'NwvgmyeWy".)'^''. Paris, 26. Mai. tzm Stadw-n Bergeyre Lsl.' sr egt-e U nga rn. ohne sichoüSAeben zu müssen, bie.Pv! le n' mit 6:0 (2:0). 'Dem Spiel wohnten ungefähr 600s Menschen bei. Die Polen enttäuschten und waren säten go fahrlich.' Am besten. pM .den Ungarn spielten Hircer, Gu^ mann und Opitz. Die Torschützen des von dem Holländer Mutters vorzüglich geleiteten Spieles wartzn Eisenhofer it. der 20., Hircer in der 26.,MiMte der ersten.Halbzeit, Hir'ce» in der 5. und Opata in der 2. und 40. Minute der Weiter Halbzeit. ( Uruguay schlägt Jugoslawien 7:0. Paris, 26. Mai. Im Stadion von Cobombes faher heute 1000 überraschte Zuschauer dem Debüt der Fußball spieler mi§. Uruguay zu. Dieses olympische Team, in, den auch ein Neger spielte, übertraf alle Erwartungen unt schlug die Jugoslawen mühelos 7:0 (3:0). Die Leistungev der Uruguayer Leute war. in jeder Beziehung erstklassig, st daß die Jugoslawen nie auskoinmen konnten Fabelhaft, BallbehaM-ulig, Schnelligkeit, Ausdauer, KopMel, Schuß- Vermögen, Taktik, kurz alle Vorzüge der besten Maninschaftev säh man bei ihnen vereinigt. Dabei arbeiteten die Leute voll kommen fair und stachen in-diefer' Beziehung angenehm vov den Spaniern des Vortages'ab. Der Schvchsrichter Vallaj (Frankreich) hatte leichte Arbeit, beging aber einige Fehler Ae orglmische Technik eines Kerfs. Von Walter Finkler. Man hört so oft klagen, daß alte HöhevenAoicklüng der Menschheit nur Schein sei. Die Menschen bleiben ja doch dieselben. Nur die anorganischen Stoffe und Kräfte lernten sie besser meistern. Und da ist es noch Aweiselhaft, ob zu ihrem Vorteil. Es ist wahr: auf-das Lobende in uns und außer uns haben wir sehr wenig Macht. Nimmt man doch in letzter Zeit das Lebende als Vorwurf zur leblosen Technik. Der moderne Flugapparat imttiert dett 'segelnden Vogel.- Mit einem unglücklich gewählten -AuSdrrrck bezeich. net das France als-Biotechnik. Traurig, daß eS erst des Biologen Kämmerer bedurftes um der Mensch» heit'den Segen -einer „organischen Technik" aufzuzeigon. - Die Tiere sind uns da wöit voraus. Und wo wir etwas erreicht haben,' haben sie es auch erreicht. Winzige Insekten,' die Ameisen, haben geradeso eine AgrAultur wie wir, .nur noch ökonomischer -und ohne oinschilägige Hochschulen. Äuerst konnte. man .es. sich - nicht.. evklä-vom Was wositen Sefe tropischen Ameisen auf den Bäumeür' Wro-Wohnung -und' Nahrung -haben sie auf und in der Erde, wozu also krochen - sie den MüUamen- Weg auf die- Baumriesen hinan? Das eine sah man: Sie schnitten mit ihren scharfen Mosern kunstgerecht große Stücke aus den Blättern heraus und -trugen die Beute nach Hause. Die Ameisen habeu doch in den Tropen viel nährstoffreicheres und bequemer zu erlangendes Futter, überdies sah man nie eine Anreise das emgebrachte Blatt fressen. Wozu also? Man -spürte nach .und mühsam kam man darauf. Die „Blattschneiderameist" verwendete die Blätter als D ü nge r. Als D ü n g e r für ihren Pilz garten. In eigenen!-großen Mterivdischeir Höhlen wuchert der Ameisenpilz, auf und mx ihn die ganze Brut, die großen Arbeiter, die -den Dünger hesibeischaffen und die kleinen Ameison, die — Gärtnerarbeithr verrichten. Das ist ja^^ das-Merkwürdigste. Dev Pilz kommt weit und breit in der Natur selbständig ni cht b o r. N ur i m A m e i s e n st o ck. Dort tveiA -er eigentümliche Gebilde, die sonst an keinem^ PH vMomMen. Süße', .nährstoffreiche Köpfchen. Ämbrosiakörper. Am sie geht die-ganze Mühe. Alt und jung labt sich an dem — Kunst-, Produkt. -Jawohl, K u n st Pr oduktl' Das zweite Wunder: Ein Naturforscher fing alle Gärtuerameisen aus dem Pilzgarten heraus. Da geschah etwas -Sonderbares. Der Pilz wuchs in ttesenlangen Fäden, in Äustwurzeln weiter und' weiter, bald war der ganze Bau-verschiMnolt, die Bewohner verhungert. DeW von den Anibrosta--^ körpern war keine - Spur mehr da. Die -kleinen G ä r t n e rameisen erzeugen also die genießbaren Körperchen am Pilz,- die Kohlrabihäufchen, wie man -sie nannte.- Tag und Nacht sitzen sie dabei und beißen die übermütigen Triebe ab, zwingen den -PH zur Bildung der für die Ameisen -lebensbedingenden Kohlrabi. Wie sie das machen, -wie das Ganze kam — dunkelstes -Rätsel. Eines weiß man. Der Mz wirb ivon Generation zu Generation als -teures Erbgut übertragen, Die Königin, das forLpslanzungsfähige Weibchen, kehrt vom Hochzeitsflug noch einmal heim und holt-sich ein Stückchen Pilzfäben, die sie sorgfältig m einer besonderen Tasche unter - dem Mund verwahrt. Eine-neue Wohnung ist bald gesunden. Das erste ist, den 'PH anbauen! Leicht gesagt. Die Ameisen haben weitestgehende Arbeitsteilung — eben züfolge ihrer organischen Technik — .in den Organen.' Die Blattschneiderin kann nicht -gebären und die Mütter kann nicht Matt schneidest. Aber der, PH wM gedüngt' 'sein, Für den Anfang hilft der -eigene Kot. Der PH setzt ' sich fest, beginnt zu wachsen. Wenn er'nicht noch Dünger bekommt, geht er -zugrunde, mit ihm die Königin, mit ihr der Ameisennachwuchs. Not macht ersinbevisch. Vorläufig kommt nur Kot in Betracht. Aber -r natmalia non sunt turpia —, was soll die arme Anreise so mutterseelenallein! fristen, um für den PH ., , Sich selbst! Nicht ganz, aber doch. 90 Prozent dergelegten Eier fri-ßt die Mutter wieder auf, nicht.so sehr, um ihren Hunger zu stillen, sondern den der