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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-25 · Heft 1895 (25.5.1924) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1895 (25.5.1924)
Date
1924-05-25
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Wir«, ' n»’|5!!]? KEREN KAJEMETH L J ISRAEL (Jüdischer Nationalfonds) WIEN, N. EIRKUSQASSE 33 Telephon 46606 l :-***■$' WIEN, II. ZIRKUSOASSE 33 Telephon 45606 AuMM Nr. 18. für die Zeit vom 4; bis 18. Mai 1924. ''tnCtaemeltt# Spenden ..K. 28,688.060 Büchsen (Zahl der geleerten Büchsen 364). 7,466.184 Goldbüch.. 1,470.000 Ternpelspende« .. 1,456.100 Familienfeier« .............. 1,076.000 Bamnspende» ..„ 682.000 35,838.334 397,424.174 35,000.000 Gesamtsumme der bisherigen Eingänge 'Versicherung ... ... ________ Gesamtsumme aller Eingänge. . K. 468.282.588 Für den Eingang dieser AuStvetSperiodv ist der Keren Kajemeth «'Israel in der Lage 251/* Dunam Loden zu erwerben und > 11 Bäume zu pflanzen. - Bon obigem Betrag habe» 31 Selbstkontingenvierte 8,908.800 K. aufgebracht. Gratulatronen, Kondolenzen rrsw. . Statt Blumen auf dar Grab der Univ.-Prof. Hoftat Doktor .Arnold Pick 1,550. Der Borst, d. soz. HilfSgemeinschast Anitta Müller, bankt Frau Maria Bondi 300. Josef Schächter «. Frau (Amsterdam) am. i. Rückkehr v. d. Hochzeitsreise 260. Aul. d. Verlobung Brodheim-Belzer am 4. Mai 1924 spenden die Gäste „..Mizwahfeter 250. Zur Eintragung in» Goldene Buch d. H. Dr. E. M. Zweig (Jerusalem) anl. seiner Anwesenhett in Wien spenden Dr. Bogelbaum 620. Ballint 200. Dr, Dralitsch 50. Tennenblatt 50. Anl. bestandener Prüfung spenden med. Beutel 100, med. Schmiel Katz 50, med. Schlesinger 59. 62. Julius Hammer 81, Dr. W. Werner 200, Carl Meisel, Ernst Brod je 200. Dr. L. PlaschkeS 100, Dr. Thaler SO, Dr. M. Teichner 100, Mar Kuntt 47, Josef Brüll 44, Dr. Arnold Brod, Jsak Halpern je 2b. Jda Morgen 56, Josef Bnller 6b, David Vieler 50. Bezirke! 1. Bez.r Sltzr Dir. Dr. Friedrich Unger, Dr. Hermann Popper je 100; 3. Bez.r 105: Josef Hirsch 100, _ Wlenett Morsenzettutts. Zion. Sektion Prater: 1,816, SRuMn 50, Zwi Taubes 30, N. Deutsch 2h, Jakob Schulberg anl. Jcchrzeit f. Vaters 50, Herta Spira anl. Jahrzeit i. Neffen Naftast Halpern 60, Hochzeit Horowitz 100, Gerstl 63, Bethaus GnnSg. d.,Vorst. Kranz; Eft. Gelbard 200, M. Mühlbyuer.70, Koptl GlaSberg 40, M. Kreme-. nitzer 80, G. Gitter^60,'' I/ Alstft 60, Hermann Banker 100, Kwuzah Chawerim: 1,262, Lanczener 100, A. NWaum. 68, H. Bettauer 87, C. Glasermann 4s, Scharfstein 25, S. Weisinger 42, Mina Bleiberg 48, I. Katz 44, Rabb. TwerSkh 105. 3. Bez.: Rinoa 1,075, Ing. Gustav Wolf 100. 4/5. Bez.: 100: Jul. Krau» 100. 6/8. Bez.r 100: Dr. Goldengräber 100. 10./U. Bez.r 144: Jft. Tempel f. d. 10. Bez. 94, Max Frenkel 80. 18. Bez.r 100: Viktor Fiedler 100. 20. Der.: 2S6, Smlg. Archur Podhorzer 175, Stefan Stengel 50, SM Zttischenbrücken r 1,230, Smlg. Kalmann-Vckermann 150, Smlg. Kalman-Tanne 179, Purimfammlg. 470, Saliter 62, Brill 37, Jakob Metzer 28, Haber 50. So nd. ergr nppen uridDereine; Akaoemischer Landesverband r Z. A. V. Bar Kochba r 1.287, Heinrich Bard 300, Dr. H. Ebner 200, Polatschek, Funk n. Grünhut ISO, Otto Wagenberg 70, Ignaz Zwicker 31 Schmul Ep stein 50, Jakob KalmuS 30, Z.M.V. HaSmonea 750, Z. M. V. Jung Juda 74, Prof. Wolf 47, Z. M. V. Nehemia 333, P. PlatuS 120, W. Frankl 43, Akad. Sektion d. Hitachduth 250, Kartell d. Z T. V. 7,617, Smlg. Offenberger. 419. Smlg. Georg Pollak 1.776, Oskar Pollak, Karl Altmann, Ludwig Tritfch je 600, Dr. Lang, Groß je 100, Josef Winter 50, Smlg. Seiler 163, Smlg. Verständig 605, N. N., Steinglück, LÜwy, Hecht, Nussenblatt. Sofie Fischt je 50, Smlg. Trebitsch-Peterselka 495, Sinnreich 100, Holzer, Berger, Rosen 28. Ms i m Se ite iS haus Ennsg. 512, Naftali Menazeach 215, Beutel 100, Schmiel Katz, Schlesinger je 50,, Isidor Offenberger 471, Georg Pollak feld, Kolnik je 60, Smlg. S. Weitz 290, Emil «ein 100, Sulla. Hünig491, W. Wechsel, Brühl, Wassermann, Kefler ie50.Smlg. rüder Löwy 496, Straschnosch, Bnber, Bornstein, F. R. je 50, Smlg. Ehrlich 946, Else Jellinek, Eugen Klein, Emil Gratzer, Jda Wolf je 60. Lion Zagreb 200, R. Münz 100 Rinoa 2.000, B. Z. H. Theodor Herzl: 643, E. Weß 50, Schönfeld 60, M. Wächter 46, K. Händler, Loszezin je 30, Berg! 25, Blau-Weiß 1,320, Pnrimsammlg. 791, Smlg. b. Hochzeit 500, Bnoth Jehnda lll, Moritz Marienoerg 50. Erez Israel: 169, Rinoa 697, Jakob Frisch 51. Osias Beer 50,1. Beraka 40. R. Teichsthal 25, Rost Waldhorn-Bern 70, Frauen- Organ. 1,168: Thal-Btrftn 220, Regina Mayer 32, Frau Dir. Wagner 206, Frau Berta Löwy 180, Smlg. Frau Dr. Schur 220, Smlg. Frl. Ljuba Weißblüth 220, Smlg. Gisela RetchSfeld 260, Smlg. Frau Paßweg 250. Smlg. Frau Talenhof 60, Smlg. Frl. Rost Weiß 120, Hakoah 500: Sulla. Dr. Körner 600, Hitachduth 1,384: Smlg. b. Brlth Milah Schänmam d. Benebiktus David 51, d. Gelbard 113, - Adolf Rosenbaum 43, Georg Hellwing SO, Zweig 300, Ahatvath Zion 236: S. Goldschläger 100, I. Brill 52, Jgd. Gr. d. Bez. Sett. Leopoldstadt 2.850, Smlg. im Hotel Continental 302, Smlg. im Tuchlauben-Kino 2,048, Kulturgruppe XX. (Lacher) 549: Büchsen d. Weintranb 123, Schwebe! 91. Büchsen d. KolteS 60, Ellbogen 60. Büchsen d. Feilich jun. 63, Schweitzer 32. Büchsen d. Weintranb 65. Smlg. Fiederer-Lacher b. Verlbg. Grünfeld 65. Büchsen d. Taube 53, Büchsen Feilich 44, Büchsen Frl. Leibl-Lacher 52. MakkabSa 306 Misrachi 295: Dr. A. Lemberg er 200, Kupfermann 35, Zetre MiSrachi lFriedler) 196: Rosa Löwenvein 51, Ing. Gehler 80, David Spät, Dr. Prachnik je 25, Provinz: Klosterneuburg 49, Stockerau 70, Groß 70. S e l b st k o.n t i n g e «.h l er: Artur er: Markus Bartfeld 125, Ehrlich 946, I. A. Gerstl 196, I. Alster 50, Samuel Halpern 200: Jakob Schulberg, Herta Spiera je 50, Hochzeit Horowitz 100, Dqvch Hauser 296, M. I. Ben Josef 25, Lagar Kranz 612, Bet- . . . Teichtal Weiß 290, Kurt Wintvrnitz 100. Büchsen-Aktion. (Fortsetzung.) In der Zeit vom 10. bis 23. Mai haben folgende Gruppe« Sammelbüchsen der K. K. L. neu aufgestellt: Verein Erez Israel Zentrale. I M, V. Mattatia jugendgruppe II . V. Bar Kochba . « . zngendgruppe XIII , . , . Z. A. D. Genlah. Z. M. V. Maffadah .... V. Z. H. Hechawer . . . . Kwnzah Chawerim. . . . . Anzahl . 37 . 86 . 26 . 24 . 9 . 8 . 6 . 6 . 6 Zusammen, . 161 In der Zeit vom 1. Avril bis 23, Mai wurden 571 Orte« neu aufgestellt. Diejenigen Gruppen und Gg., die bereits teilweise verrechnet, werden gebeten, dies auch bezüglich des Restes so rasch als möglich zu tun. Beth anspropaganda: Michrend der Pesach. feiertage sprach Dr. Tartakvwer im Bethause EmrSgaffe. Der Erfolg war der, daß die bereits teilweise eingestellten Tyoraspenden für den Keren Kajemeth L'Jsrael wieder aufgenomme» wurden. Als erster Beiftag wurden über 500.000 K. abgeführt. G e l b st k o n t i n g e n t e r In der AnSweisperiode habe» 14 Personen neue Kontingente auf den Gesamtbetrag von über 11 Millionen übernommen. Nach der zionistischen Sektion Prater haben 5 Mitglieder des Ausschusses der Sektion Zwischenbrücken vergangene Woche Eigenkontigente übernommen, die beinahe das Doppelte des GrnppenkontingentS der Sektion ausmachen. Die Führer de» Bundes Mischer Jungwyndvrer haben für ihre Personen Selbstkontingente übernommen. Er höhungder Eigen kontingenter Georg Pollak (K. T. 85.), der sein erst kürzlich übernommenes Kontingent von 750.000 K. mehr als doppelt aufgebracht hat, hat es um eine halbe Million erhöht. Eingänge im Monat April 133,000.000 Kronen! Unser Bestreben muß eS fein, die Wngänge zumindest ans dieser Höhe zu halten. Dann werden wir unsere Verpflichtung im Sinne des Uffischkinschen Vorschlages - in den nächsten zwei Jahren jährlich je V* Million Pfund aufzubringen, um den Keren Kajemeth L'Jsrael-Besitz zumindest zu verdoppeln, d. i. aus 200.000 Dunum zu bringen - für Oesterreich erfüllen. (Wir haben jährlich 6000 Pfund auMringen.) Hierzu ist es bloß nötig, daß die Gruppenkonti n« genteperdoppeltwerd-n. Der nächste Ausweis erscheint Pfingstsonntag den 8, Jun! 1934 und wird nur Spende« über 60.000 K. namentlich am Mrrn. iup ui «^1 n 11 H9 (RachhrvS neytpten«) Hawdoloh und Wsenstreich. Von Sammh Gronemann. Warnung! In diesen Blättern wird viel von FudeU und Wischen Dingen die Rede sein. Ich mache alber ausdrücklich darauf aufmerksam, daß niemand irgend etwas daraus, lernen oder etwas Neues erfahren wird und wüßte er von Juden und Judentum so wenig, wie ein australisches Kaninchen oder ein Ordinarius für Völkerkunde oder ein Synagogenvorsteher des Westens. Ich habe LeiyeM. Aeigmvg, jemanden p belehren und verspüre kein pädagogisches Talent in mir. Wenn jemand also doch etwas lernen sollte, so tut er'Z aus seine eigene Gefahr und Bevantwortung! ' - Ich erinnere Mich, daß ein hervorragender Wischer Philanthrop -Berlin, der vor etwa zwanzig Jahren Rußlands bereiste, in seinem Buch einen Sah hat, der etwa folgendermaßen lautet: „In Wilna hatte ich einige Stunden Ausenthalt. Ich benützte diese Zeit, um mich mit'der,-Lage der Illlden dort vertraut zu wachen " Der Verfasser hat dann einige Druckbogen mit /dem Ergebnis seiner -gviWlichen Studien während des stundenlangen Aufenthaltes m Wilna angefMt. Nun gibt e§ wieder Leute, die dieses Buch durchgebläitert haben und ihrerfotts infolgedessen sich -für Ärchverständige in allen Wischen Tsntzelegenheiten halten. Mt diesen Sachverständigen kann ich nicht konvurrieren. Ich war, abgesehen von früheren kurzen Besuchen, in IüdischMußland von Pfingsten 1916 bis Pfingsten. 1918 als Dolmetsch für Jüdisch beim Stab Oberst, wo ich zwei Drittel -er Zeit -in Koiwny, acht Monate in Bialhstök zubrachte und habe bisweilen Spritztouren -nach Mlna und Warschau unternommen. Ich war ständig in Fühlung mit den Juden dort E nach zwei Jahren bin ich p -dem Resultat gekommen, daß alle die Anschammgen und Meinungen, die ich mir iM-Lanf-e'der Zett spezkellEMer die QstWen ge- Wdet hatte, doch eigentlich von recht ch-eiftlhastem Werte waren. WeW man. eine Sache zwei Jahre layg. sÄdrert hat, Mt mwi sich nicht mchr so sicher, als im-Anfang ebenso, wie 'man mit zwanzig JWen' eine feste. -Welk onschcmung p'haben Pflegt, wAE Mn-Mter doch alleHand. Bedenken bekommt. .Wo ich hetvachte ' mich, Mch ^jrMMchtuüg.alS.A.ntyMt und ich will, keinen Danach scheint nun überhaupt kein vernünftiger Grund vopzuli-egM, warum ich Erinnerungen schreibe. Ich -bin ganz dieser Auffassung, aber es liegen einige unvernüMige Gründe vor, nämlich bei anderen, die mich hieM veranlaßt haben. Ich pflege gern und ausgiebig von dem, was -ich erlebt habe, zu plaudern und bisweilen tue ich das auch am Vortragspodium. Mehrfach-hat/man mich nun durch die Drohung in Schrecken versetzt so tat, es. letzthin Otto Abeles von. der „Wiener, Morgenzeitung" —, mir einen Stenographen in die Versammlung p setzen und meine Berichte stenographieren zu Wen, um ste.dann zu veröffentlichen. Dagegen muß ich mich schützen; ‘ denn ibis-weilen rutschen mir doch allerhand Werbungen heraus, wenn ich so Plaudere, für die ich die straftechtliche Verantwortung nicht auf wich nehmen möchte. Ich vermute übrigens, daß Mine Freunde mich MN Nbederschrift -deshalb Lxängen, um mir Eich diese EriMerun^svorträge abAugewöhnen und darin Mt schon esn^ Kern Berechtigung! . ' Dann gibt es wieder eine ganze Reihe Leute, welche mir sagen, ich 'solle doch noch etwas schreiben, nachdem es mir mit meinem ,-Tohuwabohu" gelungen Ware, so viele ihrer gUtey Fremche p„ ärgern. Sie meinen, dassei ein vecheihüngsvoller '-Anfang göwäsen und der Erfolg - der-; Pflichte' mich, fortzufahren. | erwidere ich, nichts' Ware mir lieber, . aber wein Mt.ier Mw., doch nun eimnal Dieu me pärdchlHm. ^. nicht eine unbestimmte Allgemeinheit, sondern chvr ' immer von Fall zu Fall einzelne Personen, nnd PrWPatteien zu ärgern, da ich doch nun mal Advokat Lin-und da,'das Privytävg-ern immer noch, besser beMt wird' als' bas Aergevn - des großen Publikums. Wenn ich die' Firma' Müller ü. Levy Nachfolger wegen der zu spät gelieferten -Lofonwbile' oder Herrn Ottokar Silberschrveif wegen' seiM che-lichen..SeitsnsPwrWs in eiMw^ Schristsatzi grüMich 'meinen 'Wfcheü " ausspveche, wird das wirtschaMch höher bewertet, als wenn-ich meine SchreW- Maschine gegen hie GcllvastMN. .der Erde pdep deL 'SyMM Haftern-laffe. Und' da ich nun mrll von dem Ertrage der ErpegUng von AeWrms lchqn muß von der ErMung öffentlichen AeMrpW' -aber nicht Wn "'kann —, ftWe-ichnicht'die Zeit, WN —> 7.' 7 DäMT sagen mir.-meine.'Freunde, ,ichhsollte hoch ein» '-WMluMN. wie-ich sie öffentlich oder privat 'ÜrmMöÄich von mirgelbe, täglich eine' Stunde -meiner 'W-Men Sekretärin -diktieren, -diex-chust -genug wärej' das äusjuMen, und. dgnn Len' ganezn Smns drucken Wen. Ich habe mich dagegen zunächst gewehrt, indem ich behauptete, da fehlte die künstlerische Abrundung, jede spstomattsche Anordnung, eiy ordentlicher Plan Nstv. Wei meine Freunde erklären, daß sie davon in meinem Buch „Tohuwabohu^ auch nicht viel gemerkt hätten. Ich sagte weiter, Laß ich gewohnt wäre, kunterbunt alles mögliche «durcheinander zu erzählen, mitten m Schilderungen aus Wlna plötzlich ErinneMngen aus her Ghmnasialzeit ein« zuslechten -und es würde' ein hübsch konfuses Zeug werden«. Gerade das, sagten sie, erwartet man von mir! Nun, da kann ich nichts machen — aber ich rvill wenigstens den Leser gewarnt haben! " ' Vorspiel. Jedes Mal, wenn ist mch Strasburg in Westpreußen komme, fühle ich mich wie neu geboren. Im ganzen ist das zwei Mal geschehen. Das erste Mal im Jahre 1875,' als ich am Tage des Frühlingsanfangs zu einem Aufenthalt von unbestimmter Dauer auf dieser Welt.eintvaf. -Aus jenen Sonntag fiel zfleichzeit-rg auch die Wische Fastnacht, das Purimfest. Ich traf gerade rechtzeitig zum Festmahl M, wurde ahe-r nicht zur Tafel gezogen. Um so mehr mundete mir das Mahl, das mir im Jahre 1915 in Strasburg vorgesetzt wu^e, als ich zum zweien Male in meinem Leben dort eintpaf. Ich kam damals von der Front zurück, wo ich iw Schützengraben in her Gegend von Smorgon mir allerhand unangenehme Dinge zugezogen hatte und als ich mn nach einer mühseligen Fahrt in Schlitten und Kvanfenzug- und nach langem Wandern von SanMskomPagnien zu Feldlazaretten und vom -Feldlazayett zur Gntlausungsstation und was es -sonst noch für angenehM Einrichtungen VMr Art giht, endlich ausgelädsn und in, ein' wohie^St^sht^s -HparßeNhaus kam, fand ich mich zu meinem nicht geringen Erstaunen in meinem Gebmtsort Strasburg wieder. Ms ich da zum ersten Male seit langer Zstt wieder richtig satt zu effen bekam, noch dazu aus einem lei«hhaftigeu Tester, als ich in eimm anständigen Bett lag und in menMcher Umgebung, fühlte ich mich wieder wie mu geboren. Ich hatte den yrt im Alter von zwei Jahren verlassen und nie gedacht, daß ich ihn wieder sehen würde; nun war ich nach genau vierzig Jahren wieder da eingetwffen und wenn ich irgend TÄent zur Ordnung und harmomscheu Lebens- Wrung'bAßk, hätte . ich dyn AreiKlaus meines Lebens eigentlich doch wo ich ihn hegonmn habe, beenden müssen. Gört-setzung folgt.)

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