Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1895 (25.5.1924)
- Date
- 1924-05-25
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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'V vrrüK*' ' «-«- W Ni«, ZSnntag Wiencv MovgMzcitung. ^_, « '»P- Sie. ÜW . . n 0 V k B k R I ( H T O W Die stets moderne Bluse. Gat Mt Bluse sich überlebt? Nein. Mer ihren Charakter hat sie geändert: denn in ihrer Merl Form halt sie Leine Berechtijgmvg mchr, weil sie der ganzen Linie der neuen weiblichen Erscheinung nicht mchr enffprochen hat. Sie bedeutet uircht mchr ,Me Muse" schlechthin, sondern eine G8i> ganFrlnlg zum Mid. Man darf nicht vergessen, «daß die MM schon seit längerer Zeit besonderen Wett auf die geschickte Z^Mnmstellnnig der EiuszeHeiten legt und ihre Phantasie gerade fite die Details spielen läßt. Interessant und originell wird das Kostüm erst durch die begleitende Bluse mild den H u t. Die geschmackvolle DvMe verläßt sich nicht imliuet aus den großen ModeWnstler, sie weiß oft besser, tvelche Muse sie zum SchneiderAeid wählen soll mid ist manche; vO auch geschickt genug, das Richtige zu treffen. Ja, oft gelingt es ihr, aus einem Stuck Crepe de Chine oder eirmn geblümten Stoffrest etwas Apartes zu erfinden. Noch immer.trägt mau die ©Hufe Wer dem Rock als kurze Schoßbluse mit tiefsitzendem Gürtel öder jumperartig verlängert. Früher hatte jede Dame m ihrer Garderobe eine ganze Reihe von Blusen, heute hat sie Mst die Muse zum Stteftind gemacht. Und doch kann die Muse elegant sein — als langer Kasat — Und delm Meid ms ' Sommerstoff oder Seide nicht sehr nachstehen» Wobei Noch' zu erwähnen ist, daß es genug GÄegercherten gilbt, wo man .Mit der Muse gerade das Richtige trifft. Ein-e neue Creation ist die gerade, verschAutzlose Jacke, .unter der eine weiße Weste sichübar wich. Und statt dieser BewvWänidigung des Kleides gibt es neuartige Blusen — mit Chemisette. Das Chemisette ist die größte Smsa-tton auf dieser Linie, die sich dem Maskulinen zuwendet: es ist eingsarbeittt und vielfach mit dem hochstehenden, angeschniWenen Kwgen Verbunden. Mus dem Gebiete der Kragen herrscht eine weitgehende Freizügigkeit, denn jede Frau liiM nicht den hohen StehUuÄyAragen mit Krawatte und viele ziehen den weich gerollten, der Schlankheit des Halses schmeichelnden LinoEragen vor. 'Zum Chemisette gehört die M a n s ch e t t e! Währech aber der Gentleman die angeknoipfte Manschette, das vN- Väteriliche Röllchen äblchnt, findet die Frau die mit sichtbarmMvs^MffgeEMPe Manschette durchaus cchoptWel. Allerdings 'bringen diese Manschetten einen graziösen, witzigen, Mündlichen Eindruck hervor. PERMANENTE AUSSTELLUNG Kuflstgewerbtfcher Arbeiten aller Art Bissen / Handarbeiten / Hippes Feine Damenwäsche ffcwwigemalte Kleider und Tücher Hausindustrie EXPORT Hanna Menzel & Cie. Kunstgewerbe Wien, L Burgpassage 10622 Atizftee aus mit nzßge gebrachten Stoffen von K 000*000 an Elegante Mass anzüge u. Ueber röcke von K 1,500.000 an Die Chemisette-Blusen, wie sie von den vornehmen Häuseivn geführt tverden, zeichnen sich durch feinste Lingeriearbeit aus: MmUeinste SäNurchen in aibigesetzteir Reihen und Ajonrnahte gelben diesen Chemisetten ihren zarten Charakter. Selbstverständlich darf nur das allerbeste Material zu so ttmstvollen Stücken vevivendet werdien. Crepe de Chine hoher Qualität, echter Lemenlbatist sind unverwjüsttrchle Stoffe, sie allein erfüllen den Zweck, schön und zugleich praktisch §it sein. Material — ist die Hauiptsache. In diesenr Sinne dach die moderne Frau konservativ sein. R. Meivczel. Dir praktische Mode. Dialog und nicht AusstattuwgsLusMrele^ sind. Dßß Aus der MiannigfaltiBE der Blusensorm, die praktisch und s ch v n zugleich sein kann, zeigen wrr im Bilde zwei interessante Typen: 1. Ziemlich hoher Ausschnitt, vorne mit einem duftig plissierten Jabot; Aermel ganz kurz; außer weiß in jeder Farbe passend zum Nock. 2. StA. des Herrenchemiseitts; lange, stvenAiUigo Aermel; elegant nur aus edlem Material wie feststem Leinmbatist oder Crepe de Chine. Die Mode auf der Pariser Bühne. Das Gastspiel Louis Berneuil im Modernen Theater hat uns zwar interessante Pariser Komödien, aber nicht viel modisch Schen-swertes gebracht. Allerdings liegt dies im Charakter der Stücke, die Anmut und ihren Retz, sondern vor allem durch ihre Kleider AiHichnngsikvaft ausüben. Die kleine. Germame. Baron gibt vielfach dis Mode an. Sie bringt, beispielsweise 'eiü schottisches taMas cireMeiid, dem ein großer weißer KvageU'Md Zacken aus Orghandi mit schwarzem Taft eine bchündsre schwarzweiße Note gilbt. Sie präsentiert sich in einer-laMn BWst» oben mit roten und blauen Motiven gestickt, mit einem runlden Serien weißen Kragen und einem seinplissicrien weißen . erock. Die große Modedame Joanne Granie r ist ein klassisches Vorbild für Frauen, die überaus schlmrl sind und trotzdem anmutig wirken können. In einem ■ Saisöulustspiel brachte sie ein rosa- und lila- und .beigegetöntes Grepekleid in weißer Distiniktion drapiert. Besonders apart' 'sin grünes Crepe Satmkleid, eine Art eleganter MchmittaastoiLMe, ein reich drapiertes Alpakakleid mit angelsetzten schrägen Volants, die Arme dezent verhüllt, das Dekollete anigedeuitt. .Große Erfolge mit ihren Toiletten halt auch.die kleine Blanche Montel, die den Typ' der Junigmädchenkleider liebt: weißer plissierter Rock'mit sM-tlichen rotgestickten Streifen, dam-KlcffuMuse, rasa eingefaßt, kurze Aermel, die mit einem Bändchengebunden sind. Im ganzen und großen prägt sich in den BühmentoAetten die schlanke Linie aus, aber ohne jede Mbevtreibung. Die Pariserin kennt die Grenzen des outen Geschmacks, sie weiß, wie sie ihr Gesicht, wie sie chren Kocher modellieren kann. Bon der Bühne herab prMgt.sie, ohne m dozieren, das Neueste und Exquisiteste, sodaß die -Bühne selbst zur Propaganda für die Mode wird. - r. m. Modeler zugunsten Ullgnds. Der Wäschesalon D. Rosen f e l d, 1'. Dez., Kol)l-> markt 5, nimmt den 60jährigcn Bestand seines Hauses zum Anlaß, um Mittwdch den 28. d., halb' 5 Uhr nachmittags, im Kursalon einen Modetpe zugunsten! Mands zu veranstalten. Bei dieser Gehegenhckt gelangen die neuesten Strand- und Bademoden, T,eagvwÄs> 'Pyjamas und feinste Lingerie znr Vorführung. Dieser Modeschan uichl Wohltätigkeitsaktton haben sich in nneigennüMer Weise die popMren Bühnenkünstlerinnen Olga Vartos-Trü Elly Kreith, Daisy Holms, Henna EM.sdvrf.f und' andere zur Verfügung gestellt. In einem Prolog wird in humoristischer Weise die Entwicklung der WäscheMode der letzten 60 Jahre dargestellt. ^Die djem Schonheitsempfindert der kultivietten Frau angepaßten Modells sollen.'nickst nus von der Veschmäcksrichtnng des genannten Hauses, sonderl 'auch Wiens, Zeugnis ckbltIM. nmm uon k 170.000 rofwärts Ull. NEOBflUORSSE 26 VHPUB66.5 «GM,Vi Kuuoen vcusvaku. 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