Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1895 (25.5.1924)
- Date
- 1924-05-25
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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K 1ÜC M5V-, Wien, Sönnlä§ \ < Indikation syM eim fü-ützliMistz Kommisfwst fungiersn, die aus einem Ndichter, einen Arzt, e-inen Anwalt, einer i Frau und einem Vertreter der Gesellschaft bestehen sollte. , Vorher müßte durch Amtsorgane eine genaue Prüfung der sozialen Verhältnisse der anfuchenden Frau vorgenomMN werden. Hier ist eine Appellationsinstang vorgesehen. Bei der engenischen Indikation würde dasselbe Verfahren wie bei der medizinischen Platz greisen, nur müßte vorher das Gutachten zweier Sachverständiger eingeholt werden. Diese Indikation soll aber nicht den Mujterschaftszwang gänzlich auMhen,. sondern ihn überflüssig Mchen, da es durch Fürsorgeeinrichtungen den Müttern ermöglicht Wecken soll, gesunde Kinder zur Welt zu bringen.' ' Nach Professor Tandler fpvach Dr. Kautsky und Professor Hammevschlag. % Herr Prosessor.TaMer will die EnEschieWntz über dm ß 144 den ParagraipheEitern des Landesgevichtes wegnchimen md neue Stellen dieser Art für Aevzte schassen. Unter dein Aerzten gilbt es genau so palitisch und WirtschchMch voremgenimiiMnene Menschen wie unter den RichtLM. Dieses Höchstmaß von Idealismus wird bei beamteiten AeHten Main so wenig geisMden werden, wiie bei allen anderen . Funktionären in dieser Gigenjschasit. Die Stimnmngund die.politische Stelllung des Arztes in einer Mchen Kognmiisson. wird immer Wieder hervorbvechen. Wissen lvir doch, daß bei Gesletzeskennrrn alles na'ch seiner politischen Einsicht bsurtM wick. Ges-e-tze find 'fest und unantastbar. Wohin werden wir nun bei diesen nnUschriebenen Gesetzen der Menshmgäinge kommen, wenir für die persönliche Ansicht nur das Gefühl und das Empfinden, sprechen kamr? Die Grenzen für GefiiW- und GnlpPnldulnpÄosiMM find sehr weit. Da soll nun die B>ureaukraltie einigveisen Und urtelUen? Dicher. Vorschlag des sozialdemokratischen Stadtrates Professor Tandler ist unhaMbar. Es ist höchst merkwinMig, ,daß ein progva>NMlati!scher Gegner der Btweauskmtie für eine Frage des Gewissens, und der privatesten Sphäre einen bnrmEmtischen Apparat schassen Will, der letzten Endes doch immer Mr so entscheiden kann, Wie dies der 'behandelnde, mit den Bev- Vevtvaute Weitm Bodensnkiiufe der Haloah am Kamel. In ihrer letzten Sitzung hat die Klubleitung des Sport klubs Hakoah den einhelligen Beschluß gefaßt, die Mion zum Zwecke des Bodenankaufes in Erez Israel fyrtzuführen. In Ausführung dieses Beschlusses würden außer der Gr den Präsidenten Dr. I. H. Körner gewidmeten Parzelle die benach. barten zwei Parzellen angekauft und für die rastlosen und hervorragenden MAackeiter und Förderer der Hakoah, Brüder I und D. Herbst, gewidmet. Bei Gelegenheit dieses Beschlusses würdigte der Vorsitzende die unermüdliche und aufopfernde Tätigkeit dieser beiden Herren. Er hob insbesondere hervor, daß beide Herren in der kurzen Frist von zwei Jahren, in der sie in der Hakoch wirken, sich um das Gedeihen des Vereins Wie der Zionistischen Organisation in Wien große Verdienste erwarben. , . ' Jas Wetter. Das überaus warme Wetter hält cm. Die angekündigten Niederschläge sind' in Wim nicht erfolgt und werden, für heute erwartet, doch bedeuten sie nach Angabe der Meteorologischen Zentralanstalt nur eine kurze Unterbrechung des weiter anhaltenden sommerlichen schönen Wetters. rnrnmm aus dem PubMm. Jeg$ichfs<am Wlenep MoVsenzeiturrs. > - - 25. Mai 1924 Seite 9 alL "/v- ■NMWWieq)yglB4f* *jEft«g.fc> f Sabina Ädlerstein Leo Friedmann Wien ' Amsterdam Verl 6b te Mina Meiseis Anselm Klein Wien Berlin empfehlen sich als Verlobte. hlack Wien kommende Kaufleuie informieren sich, bevor sie ihren Bedarf in GUMMI-MKNTEL decken, zuerst bei der SpezWabrlk fta Gummistoffe u. 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Gestern vormittags. hat.sich die Hausgchilfiin Adolfine O. nach einem Zwiste mir ihrem Geliebten durch Lysol vergiftet. — Gestern abends hat sich in einem Kaffeehause in Währing, der Agent Franz Kaus unbekannter Ursache aus einem Revolver -eine Kugel in dir linke Brustseite gejagt und sich schwer verletzt. — Gestern nachts hat sich der Drcher Leo M. aus unbekannter Ursache in seiner Wohnung zu erhängen versucht. Er wurde rechtzeitig bemerkt und von Hausgenossen abgeschnitten. * Der vermißte Student Weber. Der Hörer der Medizin 'Weber, der, wie berichtet, seit Donnerstag vermißt wird, hat seinen Eltern zuletzt mitgeteilt, daß seine Promotion zum Doktor der Medizin an eben jenem Tage stattfinde. Es wurde sestgestellt, daß am Donnerstag überhaupt keine medizinische Promotion stattgefunden hat und daß Weber seit dem Jahre 1920 an der medizinischen Fakultät gar nicht inskribiert ist. * MiMardenbetrug an einer Frau. Der 23jährige ehemalige Privatbeamte Wilhelm Satzinge-r hat einer Frau seit dem Frühjahre 1922 nach und nach eine Milliarde herausgelockt und 'den größten Teil des Geldes durch Börsenspekulationen verloren. Er wurde dem Landesgerichte eingeliefeÄ. * Eisenbahnunfall in Hieflau. Gestern entgleiste in Hie-slau die Lokomotive und ein Personenwaggon des Zuges dir. 1314. Mutmaßliche Ursache ist ein Materialsehler der Weiche. Zwei Reisende erlitten einen Nervenchok. Der Berkchr wurde nicht ge'stört. * Die internationalen Dollarversälscher. Seit längerer Zeit sind in . fast allen'Städten Europas Verfälschungen von 100-, 50-, und 20-Dollarnoten im Umlauf, die eigentlich echt, aber aus höhere Werte verfälscht sind. Mt chemischen Mitteln' werden in Ziffern und. Schrift die ursprünglichen' Wertbezsichnungey zum Verschwinden gebracht und. dann die höheren -Werte aufgedruckt. Nach einer Mitteilung des Polizeipräsidiums ist man nunmchr'der eigentlichen.Fälscherwerkstätteaus die Spur gekommen und' hat eine ganze Anzahl von Fälschern verhaftet. - * Kartenvorverkaufsregelung für die Oesterreichischen Bundesbahnen. Um dem reisenden Publikum' zur Zeit des stärken Sormnerreiseverkchrs die Beschaffung der- Fahrtausweise im Vorverkauf soweit als möglich zu erleichtern, hat die Generaldirektion bet Oestvrreichschen Bundesbahnen in ihrem Gebäude am Schwarzenbergplatz Nr. 3, ferner auf dem Wiener WestbHnhof und auf dem Franz Josefs-Bahnhof je eine neue FahrkMenvorverkaufsstelle errichtet. Diese neuen Borverkanfskassei' am Westbahnhof und Franz Jofess-Bahnhof nehmen ihre Dienfttätigkeit Mit 1. Juni, jene am Schwarzenbergplatz mit 2. Juni auf. * Postanweisungsverkehr mit Belgien. Mit Wirksamkeit vom 1. Juni 1924 wird der Postanweisungsverkehr mit Belgien unter den für den übrigen Aüsländsverkehr geltenden Bestimmungen in ^beiden Richtungen 'wieder ausgenommen. Der Höchstbetrag für. Postanweisungen nach Belgien wird.mit 1000 belgischen Franken.festgesetzt. Der Höchstbetrag für Postanweisungen aus Belgien nach der Oesterreich beläuft sich auf den jeweiligen.Gegenwert des Betrages von 1000 belgischen Franken; es werden 'daher bis auf weiteres Postanweisungen aus Belgien, deren Betrag 3,8 Millionen Kronen nicht übersteigt, ausgezahlt werden. * Die Barmherzigen Brüder. Der Vorstand des Spitals der Barmherzigen Brüder teilt mit, daß mit dem Erlös des „Annahoses", den Viktor Silberer dem Spital vermacht hat, das zweite Stockwerk des. Spitals hevgerichtet und voll belegt werden wird, und daß für die laufenden Auslagen, das Spital auch weiterhin auf die Spenden der Wiener Bevölkerung, angewiesen ist. * Unterstellung der Franz Josefsbahnstrecke unter die Bundesbahndirektton Wien-Nordost. Im Hinblicke auf die bevorstehende Vereinigung der Bnndesbahndirektion Wien-West mit der Betriebsdirektion. Wien der Südbahn hat die Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen mit Wirksamkeit vom 1. Juni l. I. die Strecken der Franz Josefsbahn und ihrer Nebenlinien der Bundesbahndirektion Wien-Novdost unterstellt. Die Parteien werden daher eingeladen, sich vom 1. Junf an in allen diese Strecken betreffenden Bahnangelvgenheiten an die Bundesbahndilrektton Wien-Nordost zu wenden. * An unsere geehrten Abonnenten in Bukarest. Die als Schriftführeun und Kassierin der Ersten Wiener Jüdischen Turnvereins Makkabi 9 bekannte Frau Irma Heskia, gäb. Wellwarth, welche gegenwärtig in Bukarest wohnt, wirkt dort nicht nur als aufrechte Jüdin und Zionistin für me „Wiener Morgenzeitung", sie hat auch ans unser Ersuchen ehrenamtlich das Inkasso für die dortigen Abonnements dnrchge- 8rt und organisiert, indem sie bei 'der Banque Marmarosch, mk u. Co., Bukarest, ein Konto für die „Wiener Morgenzeitung" eröffnet, an welches die Abonnenten von' nun ab die Beträge erlegen wollen. * Städte mit jüdischer Mehrheit im Kiewer Gouvernement. Laut der letzten Statistik gibt es im Kiewer Gouvernement sieben Städte mit einer Mehrheit der jüdischen Bevölkerung. Essind dies: Berditschew mit 43,574 Einwohnern, darunter 91,872 Juden, das sind 72 Prozent; in Lipowetz wohnen 4607 Juden, die 61 Prozent der Bevölkerung ausmachen; in Molin 4763 Juden (64 Pvozeckt); in Rademysl 6607 Jild. i (58 Prozent): in Urnen 28.717 Juden 168 Prozent); in >flaw 7799 Inden (64 Prozent; in Bielozerkow 27.643 Jii^ -■ einer allgemeinen Bevölkerung von 37.868 Seelen, das v o .73 Prozent Juden. - 5 420903