Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1894 (24.5.1924)
- Date
- 1924-05-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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GÄeS Men, SamSüvg Wiener: Movgenzeitung. _ TAUSENDE Mtlaiftnc. schmucklsse «räbn beweisen. datz die liebevolle Erinnerung an die verewigten autMrbt. Mt Armut darf niemand feine VleitznüMgkrit und Ge. fühttlosigkeit entschuldigen, denn die Knnststeinfabrik ..ASRA11, Wien, I. Stubenring Nr- Ifi VerkausSfiliale r ZI» Timmeringer Haüvtftt. 351a mmm liekrl künstlerisch anlgefiihrtr, garantiert wetterfeste Grabsteine »u beispiellos »Wis«t Preis«. t! »estchttgt die YLndige A»,st«llungl Ae Besoldungrresorm. Gestern fand in der BMHaUe de's neuen Rathauses eine Bevsammiliung des Bundes der öffentlichen Angestellten statt, nim M-r neuen BssoHwrgsreform Stellung zu nehmen. Obmann Janieki teilte mit, daß es gelungen sei, ein Kompwmrß zwischen -enr VerwenÄungsPrinzip und der von der Regierung angestvedten Automatik zu schaffen. Die kommende -Besoldungsreform bringe ein Gesetz, das oem BorrücLmgSschema der sMLffchen Beamten ähnlich >ser. Es sei ein Zeichen der Beamtenfemdlichkeit der Regierung, daß dir. Stabilisierung der Gehälter gerade knapp vor der Zollerkhöhung erfolge, so daß die Bezüge den zu erwartenden >bedeutenden Preiserhöhungen nicht angepaßt sein-werden. ' In einer einsKmllttpg angenommenen Resolution wnd unter anderem erklärt: In der Absicht der Regierung, den zur Erhöhung der Bezüge erforderlichen Betrag im Rahmen eines NovmaWudgetS nach ausschließlich budgettechnischen Gesichtspunkten zu errechnen, erblicken die Beamte» keine Gewähr für eine wirksame Berbesserstrng ihrer Lage. Sie fordern, daß her der Feststellung des für die Bezüge erforderlichen Aufwandes in erster Linie die wirtschaftliche Lage -der Bimdesangestellten berücksichtigt werde. . Segen dar Aauchen ln der Straßenbahn- Inder letzten Sitzung der Bezirksvsrtretung Mariahilf wandte sich die Bezirksrätin Mayer gegen das Rauchen : in. den Straßeübahnwagen. Nach.der Bevölkerungsstatistik sei nur jeder vierte dis fünfte Einwohner Raucher, so daß eigentlich nur jeder , vierte vis fünfte Straßenbahnwagen ein Raucherwagen sein sollte. Sie stelle daher den Antrag, daß wenigstens bei den DveiwagenKÜgen auch ein Beiwagen .'für Nichtraucher bestimmt werde. Bezirksrat Dr. Kindermann unbevstützte diesen Antrag und sagte, da die Straßenbahn ständig überfüllt fei, kommen Kleiderbeschädigunige» durch Raucher tatsächlich oft vor.- Das Verlangen nach Nichtraucherwagen gehe am besten daraus hervor, daß der .Motorwagen am allermeisten überfüllt sei. Der Antrag der Be- ^zrÄsrätin Mayer üwrde schließlich einstimmig ange- '«oMM.en. - > - .,! 2le LebenMlttelmärtte. Die Beschickung der 'Grünwärenmärkte ist anhaltend außerordentlich günstig, was trotzt der großen Nachfrage zu weiteren Preisherabsetzungen bei Salat und Spinat führte. Alle übrigen Gemüsearten sind aber noch immer so teuer, daß sie für den Großteil der Konsumenten überhaupt nicht itt Betracht kommen. Aus Italien sind' große Sendungen von Kirschen hier eingetroffen, doch war die Aufsicht während des Bahntransports so mangelhaft, daß groß« Mengen in havariertem Zustande ankamen, die billiger verkauft werden mußten. Jas Wetter. ' Auch der gestrige Tag war sehr heiß. Mittags ging für ganz kurze Zeit etn leichter Regen nieder. Für heute ist. Gewitter mit stärkerer Abkühlung zu erwarten. Die Verschlechterung des Wetters wird nur als vorübergehend angesehen. nachmittags, von f dem Oswahrchose Wien, 24. Mar. * Wladimir Jabotmskh ist gestern Brünn kommend.'in Wien eingetroffen." Auf hatten sich die Mitglieder zahlreicher zionistischer Studenwnwrpovationen eingefunden, die den Gast stürmisch begrüßten. Jabotinskh spricht heute um 7 Uhr abends rm großen KonzerthaussaÄ über „Islam, Europa und Juden". * Wieder ein vermißter Student. Der 25jährige Hörer der Medizin Hubert Weber wird seit dem 32. d. unter selt-! kamen Umständen vermißt. Er hatte seinen Eltern geschrieben, daß er am 22. d. zum Doktor der Medizin promoviert werden allte. Sein Vater war eigens aus Sofien Wald in der Hchecho-Slowakei nach Wien gekommen, um der Promotim beizulw-chnen. Am 22. d., früh, ersuchte Weber seinen Vater, ihm eine kleinere Summe zur Bezahlung der Promotionstaxen zu geben; er bestellte ihn für halb 10 Uhr in den FchsaÄ der Universität, wo er ihn erwarten werde. Der Vater kam an die Universität, traf.aber den Sohn nicht und hörte auch, daß an dem Tage Promotionen von Metmsinern überhaupt nicht stattffiNdsn. Seither fehlt jede Spur des Vermißten. * Selbstmorde. Die Hilfsatbe-iterin Elisabeth N. wurde auf einer Bank am MariaPffevgürtel mit Lhfoldevgiftu'ng aufgefunden. Sie wurde ms Spital gebracht und ist dort am 21. d. gestorben. Gründe der Tat sind FamAienzjwist und ArbeitsüsMöit. — Der 23jährige Jridustrieangestellte Fvam D. hat sich am 21. d. auf dem Dachboden der Asphaltfabrik .Drama", in der er bedienstet war, echäntzt. Er hat öfters SeMtmardabsichten geäußert. Die Ursache der Tat ist Not. "Sewstmord auf einem Donaudampjer. Aus Budapest wird uns gemÄidet: Der vorgestern in der Rächt'um 11 .Uhr in Budapest eingetrusfene Wien—Bndapüster SchneWamPfer brachte einen schwer verletzten Selbstmörder mit sich. Der 25 Jahre alte Kaufmann Karl Ster L . hatte sich an Bord des' Dampfers eine RsvalveMgel in' die Brüst gejagt. Er wurde in das Rochusijpitäl. überführt.. Sterik gab an, daß er insollge rsiaiter'r oller S chwüleriiglk-ebtneu lebensüberdrüssig sei. . * Statt sich — die Gattin angeschossen. Gestem wollte der Chauffeur Richard S. feinem Leben durch einen Schuß ein Ende machen. Gerade als er..den Revolver anisetzte, kam seine Frau ins Zimmer, stürzte sich auf den Mann und wollte ihm die Waffe entreißen. Im Ringen Um den Revolver entlud sich ein Schuß und die Kugel drang der Frau in den Oberschenkell. S. gab auf der Polizei an. er sei in >L-x letzte« Zeit met Arbeit überhäu-ft gewesen und deshalb nervös geworden. * Das Ende der Wiener MlchvorsorgungSstette. Das Bundesrmnisterium für Land- und Forstwirtschaft hat mit einem Erlaß den Landesvegieruingen mitgeteilt, daß es mit Rücksicht auf die bereits als voMommen gesichert anizuschende Lage des Wiener Milchmavktes den^ ZeiMrnkt für gegeben erachtet, die Ministerialveroridnnng vom 11. September 1917 betreffend die Regelung des Dechchres mit Milch ailsizuheben. Dadurch fallen üuNMÄHr sämtliche Beschränkungen des Milchverkehres und die Tätigkeit den Wiener Milchversorguugsstelle ist nuumchr beendet. Da jedoch die kaiserliche - Verordnung vom 24. März in Kraft bleibt^ ist die Möglichkeit gegeben, rm Falle unvorhergeischener Störungen der Versorgung mit Frischmilch den Milchbedarf der Säuglinge, Kinder und Kranken sichevzuftellen. * Uebersiedlung des Bundesministeriums für Handel und Verkehr. Die -Einlaufftelle des BunideLmmisteriums für Handel und Verkehr befindet sich ab Montag im Kriegsiministerialgebäude, 1. Bez., Stubenving 1, Hochparterre, Tür 6—8. Alle für das Bundesministerium bestimmten Sendungen und Eingaben sind daher vom bezeichneten Zeitpunkte an dorthin zu richten. * Ausstellnugseröffnung. Die Generaldivektion der österreichischen BurtdeÄ>ahnen veranstaltet im Gebäude, Wien, 1. Bez., Schwarzenbergplatz 3, eine Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe für den Neubau des Innsbrucker Hauptbahnhofes. Die Eröffnung dieser Ausstellung findet morgen, 11 Ahr vormittags, statt. 'Nach der offiziellen Eröffnung ist die Ausstellung Sonntag von 12 Uhr bis 5 Uhr nachmittags, von Montag den 26. d, bis Mittwoch den 28. d. in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags und 1 bis 5 Uhr nachmittags und Donnerstag den 29. d. in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags gegen eine EintrittsgeWhr von 3000 K. dem allgemeinen Besuche zugänglich. Studierende der Technischen Hochschule, der Akademie der bildenden Künste, der Staatsgewsvbefchule und dp: Kunstgewerbeschule sowie sonstiger baulicher Fachschulen genießen gegen Vorweisung der Legitimation freien Eintritt. * Amtliches österreichisches Kursbuch für.den Sommerdienst 1824, kleine Ausgabe. Dieser vom Bundesministerium für Handel und Verkehr heransgegebene amtliche Bchelf wird nächster Tage erscheinen. Im Interesse der Handlichkeit wurde ein kleineres Format als das bishevdge gewählt; «der Inhalt dieses Buches hat jüdoch keine Verringerung erfahren und enchält sämtliche Fahrplane und die Tarife der Eisenbahnen. Verschleißprsis 20.000 Kronen, * Stipendien der Gemeinde Wien für Mittel- und Hochschüler. Im Studienjahr 1924—25 gelangen für Schüler der Wiener Obevmittelschulen (Oborgymnasien, Oberrealschulen, die dieselben Berechtigungen zum Besuche von Hochschulen gewähren). der WienNssLehrerbildungsanstÄlten. der Wiener Staatsgewe'vbeschulen und des Wiene-r Technologischen Gewerbemuseums gegen 20 von der Gemeinde Wien errichtete Stipendien von je 1,8 Millionen Kronen jährlich und für -Hörer der, Wiener Universität, der Wiener Technik und der Wiener Tierärztlichem Hochschule gegen 30 von der Gemeinde Wien errichtete Strpendien von je 3 Millionen Kronen jährlich unter nachstehenden besonderen Voraussetzungen und Bedin- Mngen zur Verleihung: -Zum Genüsse dieser Stipendien sind nur unbemittelte öffentliche Schüler und Schülerinnen und ordentliche Hörer der genannten Lehranstalten be-ruftn. Unter sonst gleichen Bedingungen haben nach Wien zuständige Bewerber den Vorzug. Die mit der WüvdigkeitLbestätigung der Schirlleitung und dem Nachweis der österreichischen' Bundesbürgerschaft versehenen sternpelsve-ien Gesuche sind in der Zeit dom 1. bis 21. Juni d. I. nnmütelbar beim Wiener Magistrat, Abteilung 8, 1. Bez.. Neues Rathaus, einzubrinaen. Dem Gesuche sind beiMschließen: Geburtsschein, Heimatschein, die Studiennachweise der beiden letzten Senrester, allenfalls auch Pvüfungs- und Frequentationszerrgnisse, legales Avmuts- oder Mittellosigkeitszeugnis. * Schnellgespräche im Verkehre Oesterreich—Tschecho- . Slowaken. Von nun an sind S ch n e l l g e s p r ä ch e zwischen allen Telephonnetzen Oesterreichs und der Tschecho- Slowakei zugelassen. Sie werden vor den dringenden Privatgesprächen zum Neunfachen der gewöhnlichen GprechgMihr abgewickelt. * Spr^chverkehrszulasinng Lodz—Men. Vom 20. d. an ist der Sprechvertkehr Wien—Lodz, vorläufig jedoch nur beschränkt ans die Nachtstunden unmittelbar nach zwei Uhr, zugelassen. Die GeMhr für die Giicheit des gewöhnlichen Gespräches beträgt 490 Centimes Gold, derzeit 70.600 K. * DaS Zionistische Landeskomitee Mt Montag den 26. d., 7 Uhr aibends, eine Sitzung ab. * Die „Bunte Stadt, ehemals „Venedig in Wien" im Prater, hat ihre Saison mit größtem Erfollg.eröffnet. Das Publikunc findet in der „Bunten Stadt" das amüfanteste großstädtische SommeretMissement. Zwei Musikkapellen konzertieren. Barieteeinlagen werden geboten und besondere Anziehungskraft übt ein Tanzboden im Freien aus. Sfot Sonntagen beträgt das Entree in die „Bunte Stadt" 5000 K. * Rundfunk-Probesendung. Die Oesierreichische Radioverkchrs-A.-G. hat ihre Probesendungen ausgenommen. Die Probesendungen finden statt: Dienstag, ■ Mittwoch und Samstag in der Zeit von 6 Uhr 46 Minuten bis 8 Uhr. * Die Flecktyphusepidemie in Ungarn, tzlus Budapest wird unS gemeldet: Aus der Provinz werden neuerlich Flecktylphusfälle gemeldet. In drei Gemeinden des Pest er Komitats sind msgefamt nenn Personen an Flecktyphus er- , krankt. v»g ttervorraxencke jückireke Qescbick ts werk CrRAETZ, GESCHICHTE DER JUDEN in 3 eleganten Geschenkbänden (ca. 2000 Seiten stark) erhält jeder, der die „WIENER MORGENZEITUNG“ abonniert und die Bezugsgebühr auf ein Jahr Im vorhinen entrichtet J) Jahresabonnementsgebühr K 420.000 Falls Zustellung ins Haus gewünscht wird, sind überdies für Porto K 15.000 zu entrichten . i Für das Ausland beträgt die Jabresbezugsgebühr das 12fache des am Kopfe des Blattes ersichtlichen Monatsabonnements- : 1 preises zuzüglich K 25.000 für Expeditionskosten Möat IdS» Kleine Nr. 1894 ■ * Eine Mückeninvasion in Potsdam. Aus Potsdam wird uns telographiert: Geistern geaen 9 Uhr traten in der Umgebung von Potsdam plötzlich riesige M ü ckenschwärme ans, dbo sich wie große, schwarze Rauchwolken vom Boden erhoben. Sie kreisten nahezu eine Stunde lang über dem Jungfevirwüg mit einem propeäerartdgen Geräusch und gingen dann an denselben Stelle nieder, cm der sie aulfgestiegeir waren. Die Spaziergänger im „Neuen Garten^ wuvoen von einer Panik ergriffen und auch die Insassen der zahlreichen Boote flüchteten so rasch als möglich in die nächstgelegenen Häujser. Die Sanitätsibohörden werben honte die Brutstätten ' mit Petroleum begießen lassen. * Ehrenbegräbms eines invifchen Soldaten. Aus. Berlin wird uns gemeldet: Aur letzten Sowritag fand aujf dem Ghrenfiicdhof der Berliner jüdischen Gem»^Sde in Weißensee die feierliche Beisetzung des am 28. September 1918 zwischen Jooiry und Eierges in offener Felidschlacht gefallenen Dmsketiers Fritz Grün £ a u m (Jnfantevie^egime'nt 160. 9. Kompagnie) statt. Leiber 600. MitKieloer der Ortsgruppe Berlin des Retchsbundes jüdischer Fvontsolldaten erwiesen ihrem Kameraden die letzten Ehren. Nach der Trauerrede des Rabbiners Dr. Baeck sprach alls Vertreter des ReichÄbundes Wischer Fvonisoldaten Julstilzvat Max Chodgiesner. Er wies darauf hin, daß Fritz Grünbaum, fast noch ein Knabe, als-Kriegsfreiwilliger zu den Fahnen geeilt fei unid seine Vaterlandsliebe mit dem Tode besiegelt habe. Sein Dikoiffonsckmnimandeur, Herr Generalleutnant v. Eber Hardt, hat am 17. Oktober 1918 in einem Schreiben an die tiefgebeugten Eltern den .Heldenmut Grünbaums anerikannj un>d hervorgehoiben. Justizrat Chodziesner halb hervor, daß Fritz Grüubaum für feine Kameraden der Inbegriff der Mischen Krieger sei, jener mehr als 12.000 jüdischer Soldaten, die im Weltkriege mit ihrem Her^blnte und durch ihrer: Heldentod die f ugchörWeit und Treue der deutschen Juden zum Vaterland eslegelt hätten. Während der Sarg in die Tiefe glitt, wurde eine Ehrensalve über das Grab alkgegeben. * Moskauer Statistik. Moskau hat gegenwärtig 1,511.025 Einwohner: 1,354.734 Russen und 156.291 Mchtrussen, darunter 86.171 Judeu Sehr zurückgegcmgen ist die Zahl der Franzofen und Deutschen. Nach ihrer Bcsschäftlgung zeHüllt die EiMvohnerlschaft in folgende Gruppen: 219.000 Arheiter, 226.060 Sotojetangestellte, 95.0M Arbeitslose, 85.000 ohne seWständige Lebensführun>g, 70.000 Unternehnter ohne Mietarbeiter. 64.000 Hausgesinde, 10.000 freie Berufe, 6000 mit Hilfsatzbeitern und 2000 Rentiers. Kennzeichnend, daß gegenwärtig auf je 1000 Männer 1042 Frauen entfallen, während 1912 aüf 1000 Männer nur 840 Frauen kamen. Die Hauptmasse der Bevölkerung bilden Bürger der Jahrgänge 26 bis 30. Sehr hoch ist der Prozentsatz der Ehelichen: auf je 1000 entfallen 589 verheiratete Männer und 464 vecheiratete Frauen. Seit dem bollschewikischen Umsturz bis 1920 war die Bsvölkerungszcchl um 989.000 <49 Prozent) gsfunten, bis zu Ende 1933 hat sie sich über wieder um 47 Prozent erholt. * Die Bevölkerung von Konstantinopel. Laut einer fiingst herausgegebenen amtlichen Statistik beträgt die Zahl der Bevölkerung von Konstantinopel gegenwärtig 1,065.886 Seelen. Davon siüd 700.000 Muselmanen, 200.000 Griechen, 73.000 Armenier und 56.000 Juden. * Die Synagoge in Rawitsch. Me gemeldet, hat der Magistrat der Stadt Rawitsch. Distrikt Posen, die Synagoge der dortigen jüdischen 'Gemeinde amtlich versiegelt mit der Begründung. daß die jüdische Gemeide klein an Zahl ist und eine so große Synagoge nicht benötige. Es waren schon Pläne entworfen worden, die Synagoge für öffentliche polnische Zwecke zu verwenden. Auf die Bitte der Rawitischer jüdischen Gemeinde hin, bemühten sich die Warschauer jüdischen. Sejmdeputierten um die Rückgabe der Synagoge. Noch, am 20. März sandte die Regierung an den Posenvr Woiwoden einen Befehl, die Shna> goge zurückzugoben, doch ist dies bis heute nicht MchoheN. Am vergangenen Sonntag hielten die Rawitfcher Antisemiten ein Meeting ab, mit dem Programm: „Stützung der Mtion gegen die Rückgabe der Synagoge, um die den Staat schädigenden Juden loszuwerden." Die Judenschaft von Rawitsch befürchtete Unruhen und sandte eine Delegation nach Warschau. Deputierter Farbstein erschien mit der Delegation beim Minister für Volksbildung und beim Innenminister. Die beiden Minister versicherten, daß die Synagoge ganz bestimmt der Gemeinde zurückgegeben wird und daß alles unternommen werden wird um Ausschreitungen gegen die Inden zu verhindern. * Zionistische Föderation in Rumänien. Wie uns auS Bukarest berichtet wird, ist Herr Dr. Brezis, der bis vor kurzem als Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Ploesti fungierte, in die Exekutive der rumänischen zionistischen Föderation eingetteten. , . (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Brarnr, 14. Bez., Reindorfgasse 42. * Hotel samt Haus und Wohnung, Leopoldstadt, 30 Zimmer, neu eingerichtet, zu verkaufen. SMstreflektanten melden sich Theresien-Kino. Mariahilferstraße 70, zwischen 8 und 9 Uhr abends. * Sie fahren auf's Land, dccher wird es sich empfehlendas Inserat auf Seite 11 zu lesen. Vereine, BortMe und Versammlungen. Kulturgruppe der Zionistischen Bezirks« s e k t i o n Brigittenau, 20. Bez., Karl Meißi-Straße 5. Heute um 4 Uhr nachmittags Mitgliederzusammenkunft^ nachher gemeinsamer Besuch des Jabotinsky-Gortraaes. Morgen um halb 2 Uhr nachmittags Ausflug. Treffpunkt: Vereinslobal. — Z i o n i st i s ch e Arbeiterpartei Hit a'chduth. Heute um halb 4 Uhr nachmittags Waadfitzung im Cafe Arkaden (Universitätsstraße). An der Sitzung nimmt ein Delegierter des Hapoel Hazair ans Palästina teil. — Beth W a a d L'i w r i m Wie n. Sonntag den 26. d. um HM 8 Uhr nachmittags Ausflug. Treffpunkt: Liebenberg-Denrmal. Erscheinen pünktlich.' — Z i o nistische I u g e n d g r u p p e Leopold st aH Heute um halb 8 Uhr abends Ausschußsitzung. Morgen um halb 2 Uhr Ausflug Rohrerhütte. Treff-' Punkt: Schottentor. — Seniorenverband der Z. M. B. Montag um halb 9 Uhr abends S. C. ans der, Jedwääbude. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht aller Korporanonen. Um halb 8 Uhr Besprechung über Erziehungsfragen. Die Mesenbeiträge sind unbedingt mitzünehmen. — B n k o Zentralverband. Zusammenkunft und Vorträge morgen um 4 Uhr bei schönem Wetter im Ersten Kaffeehaus. Prater Hauptallee (Veranda rechts), fynst Cafe Krhstall. - Leopoldstädter Volksheim, 2. Bez....Zirkus- 0: 48. Heute, 7 Uhr: Dr. Friedrich Schem'bor: Sterne und elflecken. Mit Lichtbildern und anschließender Führung auf die Urania-Sternwarte. (Eintrittskarten für die Sternwarte zu 1500 5U