Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-05-24 · Heft 1894 (24.5.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1894 (24.5.1924)
Date
1924-05-24
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980977--19064-3006181
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Wiener Morrsenzettuns. 24. Mai 1924 Seif« 5 Aus geschäftliche» riffere«M r«m Mörder geworde«. Gestern nachmittags ist-in-einem Gasthaus auf dev Praterstraße ein? Mord : verübt worden. Erschossen wurde der Eigentümer des Gasthauses, Anton Eham, ein früherer Fleischhauer; der Mörder ist der 37Mvige.Josef Herzog aus PfaMtten. Geschäftliche Differenzen sind die Ursache der Mordtat, die aus der sehr «belebten Straße großes Aufsehen erregte. Wir erfahren darüber: Eham besaß früher eine Fleischhauerei in Pfaffftätteu. Da er daran dachte, in Men Gastwirt zu werden, war er bestrebt, seine Fleischhauerer gut zu verkaufen. Er fand einen Käufer in der Person des Josef Herzog. Bei den Verhandlungen, die über den Verkauf geführt wurden, erklärte Eham dem Herzog, daß auf der ^df<potterci insgesamt Lösten in der Höhe von 240 Mllionen Kronen ruhen. Das Geschäft wurde perfekt und Herzog übernahm und betrieb die Fleischhauerei. Wer bald mußte er sich überzeugen, daß die Lasten, die auf dem Geschäfte ruhten, weit höher sind, als sie ihm Eham beziffert hatte. Er sah ein, daß er bei der großen Belastung des Geschäftes sein Auskommen nicht zu filiden vermöge. Deshalb bemächtigte sich seiner große Erbitterung gegen den Verkäufer. Er fuhr daher von PsaWätten wiederholt nach Wien, um ein Abkommen mit Ghanr zu treffen. Eham hatte indessen das Gasthaus, Praterst ratze 50, käuflich erworben und wollte von einem Ausgleich nichts wissen. Die Erbitterung des Herzog steigerte sich immer mehr. Gestern kam Herzog wiedernach Wien und suchte den Eham in seinem Gaschause auf. Wieder wurde von den: Geschäfte gesprochen, das Herzog für ruinös «hielt. Ein Wachebeamter, der beim Gasthause zufällig vorbeiging, sah durch die Scheiben, wie Herzog plötzlich einen Revolver l zog und zwei Schüsse auf Eham abfeuerte. Ehe der Wachebeamte ins Lokal dringen konnte, waEe Eham Üich verletzt aus die Straße, wo er zusammensM^le. Die Rettungsgesellschaft wollte ihn ins Spital bringen, doch ist. Eham auf dem Wege dahin seinen VevketznngeZ erlegen. H e r z o,g wurdet auf der. Stelle festgenommew ' ' Herzog.zeigte bei seiner Einvernahme keinerlei Spuren von Reue und gab an, daß er von Eham betrogen worden sei. Die grundbücherliche Bevschnldmtg des Anwesens in P s a s s st ä t t e >n habe, sich unt .100 Millio. nen höher belaufen, als ihm Eham angegeben habe. Dazu habe er noch erfahren, daß Eham schon wegen Betruges vorbestraft sei, und nun sei ihm der Gedanke ge'komnren, daß er auch einem Betrüge zum Opfer gefallen sei. Er sei dann geradezu ./ In sinnlose Wut geraten, als er von der Steuerbehörde einen Zahlungsauftrag für die Ehamsche Wirtschaft erhielt und ihm die Exekution angedroU wurde. Schon durch verschiedene Auslagen in mißliche prekäre Lage geraten, sah sich Herzog knapp vor dem Ruin und beschloß deshalb, nach Wien zu fahren, um Eham zur Rede zn stellen. Als er nun gestern rmchmittags den Gastwirt Ehanr in seinenr Lokale auffuchte, waren außer den Kellnern noch einige Gäste anwesend..Mt kurzen Worten erklärte er dom Eham die. Situation und forderte.van.ihm Rechenschaft, doch Eham suchte ihn dadurch' zu trösten, daß er ihm erklärte, daß alle die Gläubiger und die Steuerbehörde Betrüger seien. In feinend maßlosen Zorn rief ihm nun Herzo g zu: . „Und du bist der . größte Betrüger!", zog iin^ nächstes Moment aus der Hosentasche seinen Rer volver, und gab hintereinander d r e i S ch ü f s e ab, die den Tod des Gastwirtes Eham zur Folge hatten. Auf die Frage, welche Erklärung er fürfeine Tat habe, sagte- Herzog, er könne keinen rechten Grund dafür angehen. Einzig und allein scheint bei ihm der-Jähzorn etftscheidettd gewesen zn sein. Josef Herzog wird nach Abschluß der Erhebungen dem L a n d e s g e r-i ch t e eingeliesert werden. ' '•: K. IW _HamSws _ Mratzam be» Mraßam. Das Grabmal des Grafen Valentin Potocky in Wilna. Aus Warschau wird uns geschrieben: Das Mausoleum anjd das Grab des Grasen Valentin Pot o eky, des „Ger von Wslng" der unter seinem jüdischen Namen Abraham ben Abraham in der Geschichte der Juden Polens svrtlM, wurde, wie schon berichtet, durch unbekannte Täter geschändet. Das Grab ans dem Mischen Friedhof von Wilna ist bereits 175 Jahre alt und wurde während dieser ganzen Zeit von der Judenschast in Wilna mit besonderem Respekt behandelt und zum Andenken an ein tragisches Kapitel in der jüdisch-polnischen Geschichte mit besonderer Liebe und Sorgfalt gepflegt. Erst vor kurzer Zeit haben unbekannte Täter den sagenhaften Baum, der aus dem Grab emporgewachsin war, gefällt. Der „Ger von Wilna" ist der Held zahlreicher Legenden und Volkserzählungen, die im Laufe der vielen Jahrzehnte um den Sproß der uralten polnischen Grasensarnilie Potocky, der das Judentum angenommen hatte und diesen Schritt am 24. Mai 1749 mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen büßen mußte, gewoben wurden. Der polnische Schriftsteller Krasz e w s k i e erzählt in einem seiner historischen Werke den Fäll Potocky folgendermaßen: Der junge polnische Graf Valentin Potocky war mit seinen'. Freund Zaremba nach Paris gereist, um seine Studien fortzusetzen. Dort traten sie eines Tages in eine jüdische Weinschenke ein und sähen, wie der jüdische Schenker über einem großen alten Buche saß und nachdenklich studierte. Die jungen polnischen Edelleute wurden von diesem Anblick so gefesselt, daß sie den jüdischen Schenker baten, sie über das Buch und seinen Inhalt aufzuklären. Sie waren von den Erläuterungen des Schenkers über die Thora und den Talmud so entzückt und ergriffen, daß sie ihn ersuchten, ihnen Uüterricht in der hebräischen Sprache zu geben. Nach sechsmonatigem, eifrigem Studium erlernten sie die hebräische Sprache und beschlossen, Juden zu werden. Da der Uebertritt vom Christentum zum Judentum in Paris damals unmöglich war, führen die beiden Polen nach Amsterdam. Graf Potocky reifte vorerst noch nach Rom und als er dort die Ucberzengung gewonnen hatte, daß er nicht länger Katholik bleiben könne, führ er nach Amsterdam, trat dort zum Judentum über und nahnr den Namen Abraham den Abraham an. Kurze Zeit lebte, der Ger in Deutschland, kehrte dann nach Polen zurück und. ließ sich in dem jüdischen Städtchen Jlie, unweit von Wilna, nieder. Die gräfliche Familie Potocky erfuhr, daß Valentin seinen christlichen Glauben abgelegt und den jüdischen angenommen habe und begann nach ihm zu fahnden. Die Nachforschungen blieben jedoch erfolglos, denn selbst in Jlie wußten cs nur wenige Juden, daß der unter ihnen lebende Abraham ben Abraham der vielgesuchte Ger Graf Valentin Potocky sei. Anläßlich eines Streites kam die Sache aus und Gras Valentin Potocky wurde i n s G e s ä n g n i s g e st e ck t. Seine Mutter und die übrigen Mitglieder der Familie drangen -in ihn) doch wieder zum katholischen Glauben z'urückznkchren, doch Abraham ben Abraham blieb fest. Ms alte Wiciderbekehrnngsverfüche und alle Drohungen fruchtlos blieben, wurde Graf Valentin Potocky am zweiten Tage Schewuoth in Wilna ö f f e n t l i ch lebendig v e r b r a n n t. Das Begnadigungsdekret des Königs kam zn spät. Graf Valentin Potocky hat als Ger den Märtyrertod gefunden. Juden wurden zum Verbrennuugsakt nicht zugelafsen, bloß einem Juden, dem Leiser Siskes, der sich den Bart rasieren, ließ, gelang es, in die Nähe des Scheiterhaufens zu fommeit und einen Beamten zu bewegen, daß er ihm von der Asche.des verbrannten Ger einige Handvoll zustecke. Diese Äsche wurde in einem Kästchen später aus dem jüdischen F r i e d h o f v o n Wilna begraben. ' Zaremb a, der Freund Potockys, war nach Polen zurückgekehrt. und heiratete die Tochter eines polnischen Edelmanues. Aber auch er hat seinen dem Freund geleisteten Schwur, wenn auch erst in späteren Jahren, erfüllt. Er fuhr mit seiner Frau und einem Kind nach Amsterdam und' von dort, nachdem sie das Judentum angenommen hatten, nach Palästina,.wo. sie bis an ihr Lebensende geblieben sind. Dreißig Monate in zalaegerszeg. Der.Wiener Pvivatbeamte Jakob Kohn hatte im Jahre (921 die Ungeschicklichkeit begangen, als er zum Besuch seiner bei ihren Verwandten in Keszthely weilenden Frau nach Ungarn reiste, seine Legitimation als Mitglied einer Gewerk? schgft nicht in Oesterreich zurückzulassen. Er war wohl.im Besitze' einer von der ungarischen Gesandtschaft in Wien ausgestellten Einreisebewilligung, doch die militärische Bahnexpositur von Steinamanger kinmnerte sich wenig um diese Einveischewilligiing, sie sah bloß, daß ihr Besitzer den verdächtigen Namen Kohn führt' und das genügte, das; der arme Mensch, der während des Kommunismus überhaupt nicht in Ungarn war und die ungarische Sprache.nicht versteht, in den Arrest wandern mußte. Acht Wochen Ivuvde er van der Polizsi.in Steinamanger unter dem Verdacht - kommunistischer P r o p a g a nd,a, in H ast gehalten, täglich blutig geschlagen Und dann'ins J'iüernterimgslagsr von Zalae ge rs zog, der -schrecklichsten Hölle der Nachkriogszsit, gebracht.-Dreißig Dwnate lang litt Jakob Kohn ganz unschuldig, und ohne-jeden Betreis seiner angeblichen Schuld sin -Jstternieiningslager. •, Jetzt, rmn 30; April d. I., wurde er über Drängen-der ungarischen parlamentarischen Opposition, nachdenn eine Überprüfung des Falles seine völlige.Schuldlosigkeit'bestätigt hatte, aus dem Lager entlassen. Während dieser dreißig Ädonate häben die Bluthunde von Zalaegerszeg ans dem gesunden, normalen Brenschen einen gebrochenen, grauhaarigen, schwächsinnigen Greis'gemacht, denn'die Schläge, der Hunger und.die Kalte und der Anblick der mutwilligen Morde können auch -den gesiftchesten Menschen um seine köirperliche ttiit'b geistige Geftuckhsft MdgrUz. u» - - Der Wiener Arzt, der Jakob Kohn nach feiner Rückkehr untersuchte, sprach seine Verwunderung aus, daß « so -lange die Leiden und Entbehrungen habe ertragen können. Seine Meinung geht dahin,-daß der Arme, wenn er noch einen Monat in der Hölle von Zalaegerszeg hätte bleiben müssen, völlig zugrunde gegangen wäre. Jakob Kohn wohnt.jetzt bei seinem Bruder im 3. Veziers, Baumgasse 54. Dieser weiß nicht, was . mit seinem unglücklichen, .erwerbsunfähigen und schwachsinnig gewordenen Bruder anzufangen ist. Es wäre eine große Wohltat, wenn dieses unglückliche Opfer der.Horthy-Banditen,in einer Anstalt untergebracht würde. ft Razzia im Berliner Wnesenviertel. , Aus Berlin wird uns gemeldet: Im hiesigen Ehinesenvrertel wurde kürzlich eine große Polizeiliche Razzia veranstaltet, dä bei -den Behörden schon zahlreiche Klagen eingelaufen waren, daß die Chinesen das Publikmn mir angeblich echt chinesis.chen.Waren bieschwindelten, die aber in Deutschland angefertrgt worden ivaren. ft Bemnte des Landesfinanzamtes drangen unepvartet in die Wohnungen der Chinesen ein und beschlagnahmten die Waren.und Geschäftspapiere. Es stellte sich heraus,, daß etwa 600 Chinesen ihre Waren von verschiedenen Berliner Firmen bezogen hatten und ihr angMich „echt chinesischer Tee" die billigste -Sorte war, die in Berlin zu echälten ist. In einem Postaurant hatten sie ein riesiges Warenlager ausgestapelt. ' . . ft' Den gesamten Erlös aus dem Verkauf der Waren-wechselten sie in fremde Valuten um und ließen diese durch Vertraikenslcute nach ihrer Heimat schaffen. ßsel find zallsrei. . Der Brotkorb wird wieder höher gehängt. Es geht uns schon zu gut. Kaum hat man -sichan den Gedanken gewöhnt, den heurigen Sommer i,r den diversen Wiener - Beserlparks zn verbringen und, anstatt in Ostseebädern, die ' Hühneraugen im städtischen Strombad emzutauchen' (wem Noch Kreditreste geblieben sind, der käme sogar am Gänse- Hansel auf dem Trockenen sitzen), kommt schon -eine neue Sanierungswatschen, lies: Zolltarif, und die ganze Wirtschaftsgeldkalkulation ist umgeschmissen. Angefangen hat die ganze, Geschichte damals, als mau, durch das Maisbrot äbjgekämpft, aus Lust nach Fleisch, und wäre es -das einer Visanrratte, Hainstcrfahrten zu unternehmen begann. Trotz der Doppeltaschen (Sie crimtcru sich) wurde einem damals -^sehr oft alles, tv-as man nicht in den Ntund stecken' konnte, glatt abgeknöpft und man brachte bloß die Ueberzeugung nach - Hause. 'Das war die mehr oder minder legitimierte Zollrevision. Jetzt wäre alles da. Aber^. jetzt macht einem der Staat das Leben sauer. Er nimmt, einem zwar das Brott Nicht weg, läßt einem aber dafür Blut schwitzen, daher der; Aufdruck Zolltarif. Die großen Abgaben für Mehl,'Schmalz, Fleisch und die teuren. Früchte, sind Früchte des Krieges. Gut, Zolltarif, wenn es sein muß! Man möge weiter sanieren, bis .wir fertig saniert sind.-Der Bauer ist kein Spielzeug nicht! Warum aber unterliegt das, was wir unbedingt brauchen, einem hohen Zollsätze, während-Artikel, an denen wir effektiv Ueberfluß haben, frei sind? Bitte, Maultiere. Maulesel, Esel sind zollfrei, sagt der Punkt 57 der Liste. Wo bleibt da der Schütz der heimischen Produktion? Weil Gedanken zollfrei sindmüssen -auch . . .?/ Das ist eilte Förderung nicht bodenständiger Esel. Wenn es deshalb zn einer Protestversannnlung kommen wirddann werden ungeheure Scharen von den -obersten Schichten der Bevölkerung angefangen, aufnrarsch.ieven, und dann wehe ' dem Staate! Hier gibt esnur eine HW: Schnett einen Schutzzoll für Esel einführen. Sonst: Caveant consules!, Re«oviemW des jüdischen GemeindeWel^ Am 28. d. wird das Krankenhaus dev jüdischen Kültusgemeinde, das sogenannte Roth sch ilid-Spitäla-m Wä-hvingergürtel, zmn Zwecke einer grüMichen Renovierung für längere Zeit gesperrt. Man hofft, daß Adaptierungen in etwa drei bis vier Momten beendet sein werden, so daß das Krankenhaus mit'Ein-tritt des Herbstes seiner Bestimmung -wieder übergeben wirdift ' Die Evakmernng der Patienten soll - in der Weise erfoXpcn, daß diese in drei Gruppen geteilt werden. Die leicht Erkrankte n werden der häuslichen Pflege übergeben, die S ch w e r k r a n k e n sollen ans. verschiedene Fondsspitäler anfgeteilt und.dre.bemitlelt en . Schwer-kranken in Sanatorien unte.rgebracht werden. . Bezüglich des P e r s o u a l s wird der folgende Vorgang tingchalten werden: Alle Angsstellten, die seit l änge r a l s f ü n f I a >h r e n sich im Dienste der Anstalt besinden, erhalten für die Dauer der Schließung das volle Gehalt und die Vevköstigungsznlage;.. die .Angestellten, die noch nicht seit fünf Jahren beschÄftigt sind, werden teils in anderen Humanitätsinsiituftonen der Knltusgenreinde Dienst leisten, teils — so weit eben für sie keine Beschäftigung gefunden wird — die Hilfe dev Gpiialsver-- ■ Wallung,. respektive der Küliusgememde zur Erlangung von Anstellungen erhalten. ' - . - Große Schwindeleien mit Antobenzin und AntoSl. Kriminalbeamte brachten in Erfahrung, daß der Bensiw Händler.Frang Ronesch seit längerer Zeit.im Cm-yerstand-. -nis mit Chauffeuren die Autobffitzer in der Wcffe schädigte, - daß er entweder minderwertiges Benzin statt -des -tezahtten teueren Benzins lieferte, oder daß er auch unter Mit- . Wirkung des Ehanffours. den AutobesitzMn g r ö ß e r e Mengen Benzin ver rechnete, als die Chauffeure, tatsächlich bezogen halben. Im Zuge der Erhebungen wurde folgender Tatbestand festgestellt: In der Autobranche ist cs üblich, daß Repawtnrwerfftätten unld Benizin-abgalbestelleir den Chauffeuren Provisionen geben, um sich die Kundschaft zu erhalten. Ronesch schlug den Chauffeuren vor, er werde weniger Benzin liefern, als die Chauffeure verrechneten, oder ihnen statt des teueren Leichtbenzins eine Mischung von Mittelbenzin und ' Benzol geben; sie müßten aber Leichtbenzin^ bezahlen lassen. - Eine Anzahl Chauffeure ging auf diesen Antrag ein; nur e in; Chauffeur wies den Antrag zurück. Um aber zu verhüten daß die Chau-ffeure die Difserenzbeträge ztveimal ansbezahlt erhielten, legte Ronesch-ein genaues Buch an, ein sogenanntes . „Provisionsbuch". Die Höhe des Schadens geht in viele Millionen. Geschädigt sind fünf Älutobesitzer. Außer Ronesch sind v i er z eh n Chauffeure in gerichtliche Untersuchung gozogon, aber auf fteien Fuß-gesetzt Worden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.