Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1893 (23.5.1924)
- Date
- 1924-05-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seiet aus PalMna. f<fff KM MM-Jest. — Veränderungen in Lränöjördünien. Pvta, JeruMm m Mai. Mm 9. Mch fand-fat Jerusalem daSM elbi Musaßest statt. Die MchMmedaner ülauben.+ekcmMch, daß das Grab McheS «W M Ostzovdaniland geblichen, sondern in das Weistjordamland im dir Nähe von Jericho WertMgen worden fft und aHährLich um die Oistenzsit findet jene große Prozession statt, welche sich von der Omar-Moischee in Jerusalem bmr OeLbsvg enBang <mf der Gtraße wach Jericho mach dem HMgtmwe begibt, welches das Grab Moses beugen soll. Die Prozession gibt GeLsgerchevt zu einem Zusamanenstvömen von Lausenden.von Fellachen aus ganz Judäa und in vergangenen Jahren war dies die. Zeit größter Sorge und ÄuifveWng für die Juden Jerusalems. In diesem Jahre ist die Prozession fvied. Lich veckauseu, der Bürgermeister von Jerusalem sandte Einladungen in den drei Landessprachen und der hebräische Text wies die friedlichen Worte aus Jbfe Gemeinde lade hiermit M Prozession zum Grabe mm ,Mosche Raibbenu »loh haschalom" Mojes, «ns« Lchrer, Friede fei mit chm). Die Regierung hatte wohl alle BorsichitsmaßnchMen getroffen, eine große Zchl berittener Gendarmen begleitete dem Zug und bewaffnete PanlzsvMomvbile standen bereit, aber es kam zu keinem Zwischenfall. Dem Zuge voran gingen Tänzer und Sänger, Beduinen Mrten Schwevttänze aus, der Herrscher des Qfchndanlanves, Emir Äbdctllch, hatte eine MuWapeÄe entsandt, welche die PvogeMn begleitete. Sir Herbert Samuel und Me Frau «nd 'zahlreiche Mrdeckväger, Bertreter der Mischen Gemeinde, der Zionistischen Exekutive uflto. erwarteten den Zttg in «igettS berMgesttllten Zelten, Sir Herbert SwnM ging dem Zug entgegen und wünscht« den Pilgern er» Mckl-iches Fest. Zu Ehren der Prozession wurden Kanonen« »YUM «»gvfSUEM. Usbritzens hüben in diesem Ich« di« Archer beschlossen, nach dem Muster früherer Zeiten bas Nribi Mus-a^est mit L-wem literarischen Wettbewerb zu verbinden und es sind Preise ausgeschrieben worden für dir besten Arbeiten über die Lage tot Palästina und Syrien zur Zeit der Kreuzzüge wnd Wer die BedöMng der arabischen Sprache in der Vergangenheit Md ihre Hoffmmge» in der Zuvuuff. « Im Ostjordanland scheinen sich wichtige politische BerLckerungen zu. vollziehen. Der bisherige Premier Hassan Pascha Khalid hat demissioniert und an seine Stelle ist Ali Rida Pascha Rita bi getreten. Die Ernennung ist um so auffallender, als bekannt ist, daß Rida Pascha am «chMerter Feind des jetzigen Herrschers im OstjorÄaulande Emir Abdallah ist. Rida Pascha war bereits einmal Mrmstschräsident im Ostjördanlande, er brachte damals «mS Damaskus mch Amman eine ganze Anychl von Freunden mÄ und bildete um sich eine Partei, wolche sich mit der Partei des Emir verfeindete. Als-rr gezwungen wurde, zunückzutreten — so schrieben die. arabischen Zeitungen —, schlug er die Düre so hefftg ins Schloß, daß die Scheiben deS Palastes zerbrachen. Was den Emir bewogen hat, ihn nunmehr, zvvückzuLevusen, ist bisher nicht ganz Kar. Man spricht davon, daß Rida Pascha ein Bertrauensm.a.n.n. England8 ist. England hat in den letzten Monaten unverhüllt saiwer Uwzusriedenheit mit dem Emir und seiner verschwenderischen Wirtschaff Ausdmck gegeben und hat sein Etat von 120.000 auf 40.000 Pfund herabgesetzt urtb auch dies« echÄt er nicht dirsvt, sondern durch VermMung das palästinensischen OberkommissärS. Die hiesige jüdische Poesie meint-, daß die Berufung Rida Pchchas vielleicht damit zusammenhängt, daß EwKcrnd das Ostjovdanland wiederwm inniger an Palästina ketten will. ES bleibt abzuwarten, ob UH dieser Kommentierung nicht der Wunsch Vater des Gedankens war. Der bisherige britisch Vertreter in' Transjordanien Mr. PHMby hat sich zmückgazogen. An seine Stelle tritt in dem nächsten Dagen Koloniel E. H. T. C o x. L'«am» ßhaisa. Anläßlich der Touristensaffon zu Pessach, welche in diesem Jahre.bsträchtltch stark war, wurde «ine Gchlbfchaff zur GntwMung von Haifa begründet, welche den Namen L'maan C Haifa trägt. An der Spitze der Gesellschaft steht der zionistische Führer aus Polen Dr. Klumel, sein Stellvertreter ist das Mitglied des zionistischen MionOomitves Wo. Gold- OfttÖ Ms Rew-Dork, als Schatzmeister fungiert der bekannte Warschauer Fmcrnzmann Pr iw es. Die Gesellschaft hat ungefähr tausend Bauparzellen teils gekauft, teils in Option genommen und beabsichtigt, angrenzend an Haifa, eine größere jüdische Siedlung zu schaffen. Dir Erwerber der ein« zeLmn Bodenparzellen sollen verpflichtet werden, auf denselben in einer bestimmten, ziemlich kurzen Frist Häuser zu erbauen In der nächsten Zeit plack die Gesellschaft auf dem Karmel ei» Sanatorium zu errichten. Stfteiltraa twifem 850 RarrilerrrMate. Das Zionistische Jmmigrastonsdepavtement versandte dieser Tage weitere 850 Mnveisezertifikate zu den bereits früher versandten, 700, die es unter 33 Zünder verteilte. In den Einwanderung-lagern Palästinas gibt es derzeit keine auf Arbeit wartend« Einwanderer, da alle Ein- Wanderer, die sich in diesen Zagem aushielten, bereits bei Tabakarbeiten imtergeSracht worden stoch. Bon den zahlreichen Reisenden, fcfe in letzter Zelt Palästina besucht! haben, haben viele um die Erlaubnbs ersucht, dauernd in Palästina verbleib« zu dürfen, da sie Möglichkeiten für ihren bauernden Unterhalt in Palästina gefunden haben. MrM Sie Preishelmsun^^ Pqlaftirm im Folgende Tabelle gibt den Großhandelsindex für LebenS- und Heizmittel im März 1924 an (Basis r 1923 ----100°/,): März- Februar- Zu- oder Index iudex Abnahme 1. Zerealien und Fleisch .... . 94,8 85,7 +8,8 2. Andere Lebensmittel und Obst . 94,6 90,7 +3,9 3. Heizmaterial und verschiedenes . 88,6 86,6 +1,9 Generalindex. 87,6 +4,9 Die Steigerung der Großhandelspreise in den letzten Monaten hat einen höheren Preisstand im März gezeitigt. Die allgemeinen Durchschnittspreise sind in diesem Monat um 4,9"/° gestiegen und stehen zurzeit um nur 7,6*/, niedriger als vor einem Jahr. Die Hauptursache an diesem Gtei-en des DmchschnittStndex war die Verteuerung von Weizen Md Mehl. Der Handel in Zvrealien war im Ich« 1928 änßerst flau gewesen; infolge Mangels an Weizen tot einigen Teilen den Trattsjordanien, der daraus sich ergebenden Ablenkung der HandelSrouten sowie infolge der Kreditkürzungen der lokalen Banken hat im Jahre 1928 fast gar keine Spekulation in Zerealien stattgesuudeu. Gegenwärttg herrscht Knappheit an Weizen, wodurch die Preise im Steigen begriffen sind; ebenso sind Mehl und Brot teuerer geworden. Weißbrot hat sich ungefähr unverändert verhalten infolge der Stabilität des amerikanischen und austtalischen Mehls. Die Dnrrhapreise erholten sich auf Grund von umfangreichen Labungen innerhalb der letzten zwei Monate, H ü,l s e n f r ü ch t e dagegen (Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen) haben nachgegeben und sind wieder auf ihren Preisstand vom Jänner gesunken Fleischprodakte sowie auch Gier und M o l k e reift r o d u k t e sind im Preise gefallen. Pro 61. März notierte» folgende Preise pro 10V Kilogramm in Piastern: - Hammelfleisch Milch Butter Eier (pro 100) Jerusalem.... 1.040 259 1.109 30 Jaffa...... 980 325 1.850 28 - Haifa...... 1.170 200 2.677 27 Güza.800 200 1.400 27 Kartoffel sind etwas billiger geworden, Zwiebel und Knoblauch hingegen stiegen um 8°/0 infolge der Preissteigerung in Aegypten und der lokalen Knappheit. Kaffee hat sich in zwei Monaten um 16*/, verteuert. Zucker fluktuierte um 10 Piaster pro Sack. Orangen find teuerer geworden, und kosten 40 bis 60 Piaster pro 100 Stück. Der Meinhandelsiridex als Gradmesser der i, Lebenshaltungskosten. Monatliche Aultzabe »ln«r aratrschiri tünstöpfiaen ff«* «Mit rat So der notigsten Index BebranchSartilel Piaster ZäNNer 1922. . . .853 100,0*'0 Durchschnitt 1922 . . 763 88,2 „ Durchschnitt 1928. .653 76,6 „ Jänner 1924 . . . . 665 t 76,8 „ Februar 1924 . . . 646 76,7 „ März 1924 . . . .688 74,8 „ Die scharfen Preissteigerungen von Weizen, Mehl und Brot^ sowie die Verteuerung in Olivenöl, Kaffee und Zwiebeln sind mehr als ausgeglichen worben durch das bemerkenswerte Fallen der Fleisch-nnd M o l k e r e i p r o d u k t e Eier, Reis Und Kartoffeln, so daß der Saldo der Indexzahl eine Verringerung um acht Punkte oder 0,9% aufweist. Zu« f4*> öd» SlCmafcme (—) ö^fiiilStt dem Bormovat +l,0°/0 ~ ^4 n “P,0 „ Lrr „Gd«d". (Eine Erwiderung.) Tie Leirung des „Gdud Awodah" in $ ent (akut schreibt uns: In der „Wiener.Morgenzeitung" vom 14. ü-cärz 1984 finden wir einen Artikel über den „Gdrrd Awodah". Ob« zwar dieser Artikel ein -zum großen Teil zutreffendes Bild des Gdud übermittelt, smden sich in ihm dennoch einige Tiellen, die eine Berichtigung erforderlich machen. 1. Ts ist zweifellos richtig, daß im Vechälltnis zu löer individualistischen SiMun'gsform - des „Moschaw-Qwdim' der Gdud und die „Kleine Kwuzah" als kollektivistische Siedlungs« form zusmnmenge>hören. Untereinander aber weisen Gdud und Kwuzcch. tiefgehende Verschiedenheiten des Wesens und Lebensinhaltes auf. — Die soziologische Grundlage der kleinen Kwuzah (,Fwüzah intimit") ist die persönliche, gefühlsmäßige Verbundenheit einer bestimmten Anzahl von Menschen. Es ist klar, daß die Mitgliederzaihl einer solchen Kwuzah nur sehr begrenzt sein kann. Die soziologische Grundlage des Gdud ist dagegen ein gemeinsames Ziel, ebne klar gefaßte Wirtschaftbich-gesellschastliche -Idee: Der Aufbau Erez Israels durch den zentral gebildeten konstruktiven Ausbau der allgemeinen Kommune. Im Gdud schließen sich die Mens eben, die gemeinsam dieses Ziel halben, zu einem Lebens- und Wirtschaftsverband zusandmen, der in fortschreitendem Wachstum dieser Ziel unmittelbar verwirklicht.Daher ist der Wille des Gdud zur Erweiterung unbegrenzt. Der Gdud hat darum auch städtische Md ländliche Kwuzoch in seine Lebens¬ und Wirtschaftsgemeinschaft eingliedern können. Diese Grundanschauuttig des Gdud ist seit mehr als drei Jahren formuliert und sie ist seitdvrn unverändert geblieben. Sie findet ihren Ausdruck-in dem Grundstatul des Gdud, das jetzt von der Wgierung genehmigt worden ist. Es ist also nicht richtig, daß ,/die Grundsätze und Thesen des Gdud bei der großen Zahl der Mitglieder und bet feiner Elastizität schwer zu normieren" seien. . 8. Aus dem Gesagten wird auch klar, daß. der Gdud keine „Uelbevgangsfovm" sein ftnm. Irgend welche Bestrebungen, „in die gsnerellen GemetnschaftSthpen .Kmuzah oder Moschaw überzugchen", haben, sich bisher im Gduld nicht gezeigt und es ist auch mcht anzunchmen, daß derartige Tendenzen in Zukunft in ^WDWIU SS.« m% m. tesa: Wirtschaftliche Betätigung rumänischer Juden in Palästina. Nus Bukarest meldet I. T. A.: Dieser Tage tva> in Rumänien der' Dampfer „Romania" mit Zahlreiche« rumänisch-jüdischen Touristen ein, die hie ‘ Passahtage i« Palästina verbracht haben. Mehrere von ihnen knüpfte« bereits wirtschaftliche Beziehungen an oder kauften Land stücke, um sich, dort später anzusiedeln. Der bekannte Ainanz« mann Moritz W ach tel, Generaldirektor der BaneaMoldaba beschloß, eine Zuckerfabrik tot Palästina zu. gründe^ einige andere Finanzleute verhandeln mit ihm wegen ge« meinsamer Beteiligung an anderen Unternehmungen. Andev Touristen wollen einen Holzexport einleiten und i« Prlästina selbst! ein D a m p f s ä g e w^ e r k errichtSt. Dü Touristen schätzen das Kapital, das die Palästttm-Gästl in beit Passah tagen im Lande investiert haben, ar^ 160.00^ Pfund. KapitalSerh'öhung der ArVviterbank. Die am 4. Ma> 1924 in Tel-Awiw ab gehaltene Generalver« sammlnng der ArÜeiterbank hat auf Borc schlag des Direktoriums beschlossen i!6i Aktienkapital Von 60.000 aus 100.000 Pfunt Sterling zu erhöhen. Genossenschaftliche Baustoffindustrie. Neben der Erweiterung der Steinmetzarbeiten und der Steinindustrie in Jeru« falem wurden vom Solelboneh Schritte zur Fabrikation von Steinfliesen, Röhren und anderen Zementarbeiten in Haifa unternommen. Zu diesem Zwecke wurde von der ArbeiterorgMdfation eine der bestehenden Privatfabrtken in Haifa erworben. Die Tel-Awiwer Messe. Die in .ihrer Art srste Meffe uck Ausstellung in Palästina, die in den.Pessachtagen in Tsb Awiw abgehalten wurde,'hat sich in jeder Hinsicht als ^ein.ausgezeichneter Grsola erwiesen. Ausgestellt halben .158 Fabrikanten, Firnten, Banken und Einzelpersonen, neun Genossen. Aasten, neun Institutionen inklusive Keren 5bajemeth und ein« Wohltätigkeitskorperschaft. Es gab 14 allgemeine Md 16 sve. 'zielle Pavillons. Die Zahl der Besucher reichte in die Zehn» tausende und umfaßte alle Klassen und Kreise, Juden uck Nichtjuden. Angesichts der.allgemein anerkannten Bedeuiunc für die industrielle und kommerzielle Entwicklung Palästina! 'beabsichtigen die Orgacksatoren. eine solche Messe alljähv N ch.zu veranstalten. Jerusalemer Bauprojekte. Wie der „Near East" erfahrt sollen in dem Geschäftsviertel Merkas Mischari 60 Met. stückige Geschäfts- und Bureauhättser errichtet werden. Ein weiteres Projekt sieht den Bau von 90 Häusem in de-m Monte« jiove-Bezirk (RegierungSviertel) vor. Außerdem.werden, nach derselben Quelle, in dem Stadtteil Beth Hakerem im laufenden Jahr 80 Wohngobäude. errichtet.werden. . Der Bau der hebräischen Universität. Der Bau deS chemischen Instituts der hebräischen Universität am Berge Zbfim in Jerusalem schreitet vor. DaS Gebäude wird ganz in Stein aus den Steinvrüchen der kooperativen Baugilde Solelboneh errichtet. Außer den Steinarbeitern sind gegenwärtig am Bau etwa 100 Arbeiter beschäftigt. Das alte Gebäude, tot welchem jetzt nur noch die Holzarbeiten vollendet werden, wird noch im Lause dieses Monats der Jnstitutsvevwaltung übergeben werden können. An dem neuen Gebäude wurde nach Beendigung der Fundamente bereits mit dew^Baue der Steinwände begonnen. Erste Sttckererfabrik in Palästina. Einige Juden, die S dickr re Fabr iken in Kalisch besitzen, haben, in Palastma dte erste StickeretfabM 'des Landes geigvündet. Die notwendigen Maschinen sinid bereits nach Palästina abgesandt worden. Eröffnung einer neuen Bank in Tel-Awtov. In Del« Awiw wuride eine Privatbank, ,Mmer«iffia-P a Ie- [t i n e", gearunde t, die kaufmännische Kredite gewähren wird. Die Eigentümer der Bank sind zwei amerikanische Juden, die einen Betrag von 50.000 Pfund investiert haben. Herstellung von Dörrsrüchten. Einer der netten Einwanderer aus Homsl hat mit sich neue evsMassige Maschinen für das Dörren von Früchten um) Gemüsen gebracht und beabsichtigt, nach Gelingen der ersten Verisiuche. in nächster Zeit eine Früchtetroüenanstalt zu eröffnen, und zwar für die Trocknung van Tvaulben, Orangen Zitronen, Tomaten nfw. Eine Negievungsverfnchsanstall für Kaliaewimmng. Am Ufer des Toten Meeres, unweit von Jericho, wurde von der Regierung eine Versuchsanstalt, für die Gewinnung von Kali errichtst. Deiuett werden dort größere. Lehmgruben angelegt, in die -ton Lause des Sommers das Salzwasser geleitet werden soll. Man hofft aus günstiige Ergebnisse. Tabaksortterungsanlagen. Herr Bar sei, der im vorigen Jahre die ganze Tabakernte in Judäa nufo Samaria aufgekauft, hat, istjetzt im Begriff, Mammen mit dem Tabakfachnnann Schwarz in allen zentralen SiMungen in Palästina eine Reihe von Täbcvksarti-erungsanstalten zu eröffnen. Konferenz der jüdischen Rechtsanwälte in, Palästina. In den Pessachhalbsei-ertngen fand in Jerusalem eine Landeskonferenz der Mischen Rechtsanwälte statt, die sich tot erster Reihe mit der Frage der Organisierung der Rechtsanwälte im Lande, insbesondere der jüdischen, befaßte. Die anterikanischen jüdischen Arbeiter für die palästinensische Arbeiterschaft. Die Gewerkschaften der Wüschen Arbeiter tot Amerika hatten den 1. Mai als Sammeltag zugunsten der Wischen Arbeiterschaft in Palästina proklamiert. In mehr als hundert Stödten gingen die Sammlungen vor sich. In New« Rork selbst ging die Sammelbewegung von 25 verschiedenen Punkten aus. Äm 3. uUd 4. Mai wurden die Saannrl-un-gen »e-ietzt. Wie verlautet, erbrachten diesMen einen antchen Erfolg. Der Gesuttdhcitsztrstattd der palästinensischen Jugend. Emen schr interessanten Bericht über die ph.ys Ische Cs nt* Wicklung der. palästinensischen Schuljugend erstattete der Schularzt des hebräischen Gymnasiums von Tel- Awiw aus esmer Elternv>ersammluna dieser Anstalt. Seine Fest« stellunaen sind Überaus erfreulich; sie kommen zu dem Schluffe, daß in den Schicken Palästinas sin gesundes, starkes und wwerftandAfähiges Gelschlecht yeranwächst. Dte Beobachtungen, des Arztes <in 600 Schülern kommen zu dem Er« S, ,-daß diese JuigeMichen nicht mshr als Kinder de- . anzusehen sind". Der Arzt unternahm mit den Schülern einen zchnsiünvigen Fußmarsch, aus welchem ohne alle Schädigung 36 Kilometer mrückgelegt wurden. Die Körperlänge der untevsiuchten Schüler von 6 AS 13 Jahren weist im B e.rgleiche mit französischen Schulkindern ei-m Differenz von 6 bts 8 Zentimeter zu-gunsten der Juden auf, an Gewicht Wevtreffen sie. die französischen -Schüler -Mt 1F >bis 8 Kilogramm, ein Zeichen guten Kövperban-es und kräftiger MuSketentwicklung. Ebenso gü-nsti-ge Resultate ergab