Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1892 (22.5.1924)
- Date
- 1924-05-22
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Bez^ Türkenstratze 9 (Lese- und Nedehalle jüdischer Hochschüler in Wien), allgemeine Versammlung. * Jüdischer Nationalfonds Keren Kajemech l'Jsrael. Der erfolgreiche Film der Jüdischen NationalfondS „Eine Reise durch Erez Israel im Jahre 1923" wird Sonntag den 25. d., */,11 Uhr vormittags, imAtlantiS-Kino vorgeführt, den begleitenden Vortrag hält der Präsident der Hakoah Herr Dr. I. H. Körner. Kartenvorverkauf im Sekretariat der Hakoah, 1. Bez., Wiesingerstraße 11 (Cafe AtlaShos) und für den X./Xl. Bezirk bei Herrn Weiß, 10. Bez., Laxenbmgerstraße 75. Am Tage der Vorftihrung sind Karten von 5000 K. aufwärts von 9 Uhr vormittags an im Kino zu haben. Jüdisches Realgymnasium, Wir«, 2. Dez., Castelleygasse 36. Anmeldungen für die erste bis sechste Klasse täglich (außer Samstag) in der Zeit zwischen 12 und 1 Uhr in der DirektionSkanzlei. Die Konfirmation der Mädchen in den Gemeindetempeln findet im Jahre 1924 au folgenden Tagen statt: I. Bezirk (Stadttempel), 1. Bez., Seitenstettengasie 4. Donnerstag den 29. Mai um 10 Uhr vormittags» II. Bezirk (Leopoldstädter Tempel), 2. Bez., Tempelgasse 5, Sonntag den 1. Juni um 10 Uhr vormittags; XV. Bezirk (Fünfhaus), 16. Bez., Turnergaße 22, Sonntag den 1. Juni um 11 Uhr vormittags; XV HI. Bezirk (Währing), 18. Bez., Schopenhauerstraße 39, Sonntag den 1. Juni nm 10 Uhr vormittags; XXI. Bezirk (Floridsdorf), 21. Bez.. Holzmeistergasse 12, Sonntag den 1. Juni um 9 Uhr vormittags. Der Eintritt in den Stadt- und Leopoldstädter Tempel kann wegen Raummangel nur gegen Abgabe der Eintrittskarten gestattet werden. Die Plätze für die Angehörigen bleiben nur bis 7,10 Uhr reserviert. —LOWEN-KINO —| Nur noch heute IIRAFAEL SCHERMANN IM FILM!! Das grosse Kriminaldrama DieTragödie einer Frau In den Hauptrollen: Ida Koor, Erika Glässner, Max Landa u. Oskar Beregi u. das übrige Schlagerprogramm Beginn der Vorstellungen: 7,5, 7j7, 7<9 Uhr Bühne und Kunst. Lffenbachr „Blaubart". (Carl-Theater.) „Ich sagte mir, daß die komische Oper kerne Heimstätte in Ut Opera comique habe, daß die.wirkliche lustige, heitere, geistvolle Musik, mit einem Worte die Musik, die lebt, allmählich äbkam. Die Komponisten, welche für die komische Oper arbeiteten, schrieben kleine, große Opern. Und Jacques Offenbach, dessen Name noch selten als Komponist der Zwischenaktsmusik im Programm vermerkt wurde, gin-g hin und schuf die ,Mousses parffiens", die erste Stufe zu seinem Welt rühm. Sein höchster Wunsch, eine komische Oper schreiben zu können und auffgesührt zu scheu, ging nicht in Erfüllung. In dem kleinen Raume, in dem setzt Qffenlbach als Komponist, Direktor, Kapellmeister und Regisseur in einer Person waltete, konnte er, der Konzessionsurkunde gehorsam, nur Singspiele auffführen, deren Besetzung höchstens vier Personen erforderte. Hier aber schnif er sich das künstlerische Instrument, dessen meisterliche Behandlung es ihm später ermöglichte, in den drei Merken seiner glücklichsten Eingebung (,L)rPheus", „Maubart" und,/Schöne Hcilena") seine ironisierende Phantasie frei walten und über jede technische Hemmung hinweg den parodistischen Gl>araikter seiner Gestalten aus der witzigen Musik ausleben zu lassen. Offenbach spinnt in diesem Werke die Tradition der komischen Oper fort, weiche Süße eines Gretry, die legische Zartheit eines Mehul, die rhythmische Lebendigkeit eines Donizetti. Wer indem er seinen Werken noch die Kampfesstellung gegen die große Oper, gegen die salbungsvoll? und leerlausende Geste gibt, erweitert in ihren geistigen Horizont und führt ihnen das Mittel der Parodie als neue Liinstlerische Ausdrucksform zu. Ms wacher Kopf seiner Zeit begnüg; er sich aber n'cht mit der musikalischen Reform. Im Bunde mit seinen Textdichtern Meilhac und Halevy reiß; er i-m Texte seinen Zeitgenossen die Lawe vom Gesicht, verspottet ihren blinden Autoritätsglauben, macht sich über Religion und Politik lustig. Und während die arglosen Zuhörer die Anlage der Dichtungen an die Form der großen Oper erinnerte, persiflierten di? Verfasser im Inhalt alle Schwächen des zweiten Kaiserreiches, besten baldiger Untergang hier angeküudrgt wurde. Im,/Blaubart" wird die.Romantik d?s Mittelalters verspottet, aber die Satire, die die Zeitgenossen am besten verstanden, spielte sich in den Szenen ab, die das Hofleben des Königs Bobech« bchandeln. Der traditionelle Glaube an die überkommene Gewallt, die geistige Enge des Kaiserreiches, das Leben der Höflinge in seiner UnwürdMit — all dies dient zur Zielscheibe des Spötters Offeribach und wird mit zynischer Frechheit in seiner wirklichen Gestalt entlhüllt. Und die wunderbare, an melodischem Reichtum unerschöpfliche Musik verschärft die ironische Färbung, in die die Welt des Mittelalters getaucht ist. Es ist schon genugsam gewürdigt worden, wie Offenbach hier durch Kontrastwirkungen aüf knappem Raume die stärkste theatralische Wirkung erzielt. Nur ein.für unsere Zeit wichtiger Moment sei hervorgchoben: Die Melodik Offenbachs empfängt ihre rhythmische' Mannigfaltig-kert aus den Anleihen bei dem Tanzgut ihrer Zeit, auL dem Cancan, der Quadrille und den anderen Gesellschaftstänzen. Ist es etwas anderes, toetwt unsere jungen Komponisten sich von JazzMmIdinspirieren lasten? Die melodischen Typen Offenbachs zeichnen sich durch starke Prägnanz, durch leichte Faßlichkeit ans. Strebt die Moderne nach anderen Zielen? Dem Kampf gcgen die zersetzende Harmonik setzt der Meister die Dielgliedrigkeit seiner rhythmischen Phantcffie entgegen. Ist nicht der Rhythmus der Sturmruf unserer Z-ei't? Aus dem Geiste Offenbachs kann . man einen sicheren Weg zur Kunst eines Igor Stravinskh finden. Offenbachs Werk, Tanz- und Gesangsoperctte zugleich, verlangt einen Darsielliingsstil, der uns gäntzlich abhanden gekommen ist, den Einklang zwischen der gesanglichen Phrase und der sie begleitenden Tmrzgeste. Wir führen die Werke entweder mit dem schweren Geschütz der Opernsänger aus oder vertrauen sie der allzu leichten Klinge moderner Operettensänger an, die gesanglich nicht über die technische Souveränität verfügen, um frei im SM zu sein. Die gestrige Aufifi'chrnng im Carl-Theater enthüllte alle diese Mängel und war trotzdcm ein großes Verdienst. Herr Erich Deutsch-Haupt, schon bartlos mit einem gaumigen Tenor behaftet, kämpfte gestern, noch mit den Micken eines Vollbartes, der der Resonanz hinderlich war. Fräulein Mimi Vesely als Boulette bemühte sich redlich um die schwierigen Koloraturen ihrer musikalisch am reichsten bedachten Partie. Aber nur eine MvgartSängerin wird das Geheimnis dieser Wne restlos enthüllen können. Oskar Sachs als König Bobeche, ein Meister komischer Charakterzeichnung, hat nur mehr stimmliche Reste zur Verfügung, Grete Ehrlich Äs Hermia nur flackernde Töne. Der Chor, rhychmisch sicher, war vom Dirigentcnstab zu sehr abhängig, um darstellerisch gelöst zu sein. Ihn führte mit Präzision Kapellmeister Joses H olze r, man vermißte mir schmerzlich einen feineren Klongsiml. Don Regie zu sprechen, verbieten die kitschigen Bühnenbilder, die vom Geiste dieser göttlichen Musik nicht?, verspüren ließen. Gerade die Derbindung von Dämonie und Ironie hätte einen modernen Maler stark inspirieren müssen. Das Publikum stand dieser genialen Musik mit wenig Verständnis gegenüber, um so mehr die zahlreich im Zuschauerraum anwesenden Musiker. Alfred Sandt. Mach&ass Jinos draf PäBffy enthaltend Silber, Mobiliar, Bronzen etc. Dosensammlang des Herrn A, v.Jff... . Freie Besichtigung: Heute bis Sonntag den 25. d. M., von 10 bis 4 Uhr (Samstag geschlossen) Versteigerung: Montag den 26. und Dienstag den 27. Mal, präzise : 7*4 Uhr Versteigerung durch JPOLLAK L WINTERNITZ und GLÜCKSELIG L WÄRNDORFER im Auktiorishaus, IV. Muhlgasse 28—30 1092 Sie KMnung der Prager Smetana- Ausstellung. (Von unserem Prager Mitarbeiter.) In feierlicher Weise wurde am 18. d. die Sin e tan a- Ausstellung eröffnet, die im Kunstgewerbemuseum untergebracht ist. Der Präsident d?s Vereines für Errichtung eines Smetana-Denkmales in Prag, welcher die Ausstellung veranstaltete, Direktor F. Tabors? h, hielt die Eröffnungsansprache und hob hervor, es sei in den Tagen der Cm'lana-Aeierlichkeiten gewiß notwendig, nicht bloß seine Tondichtungen ausizuisühren, sondern einen EiMick in sein Lebenswevk und seine Lebensführung zu vermitteln. Prof. Nejedly fügte hinzu, die Kenntnis von Smetanas Leiben ergänze erst die Kenntnis seines Werkes. Die alten Papiere, die hicr ausgestellt seien^ zeugen für Smetanas Zähigkeit und Ausdauer und sprechen von den großen Kämpfen und Leiden seines Lebens. Hieraus wurde der Rundgang durch die Ausstellung angetreten. Di? kostbarsten Stücke sind wohl die eigenhändigen Partituren sämtlicher Opern Sme-tanas sowie des Zyklus der symphonischen Gedichte „Meine Heimat" Wie dies gewöhnlich zu güschchen pstcgt, war jedoch die Ausstellung am Tage der Eröffnung noch nicht vollständig. Auch der Katalog war noch nicht fertiggestcllt. Mährend der Eröffnungsfeierlichkriten wurden auf dem Plntze vor dem Museum Tonstücke Smetanas zum Vorfrage gebracht. Sa» g«wa!-Konzert. Für das heute im neuen Saale der Hofburg zugunsten des Jüdischen SchulvcreinS stattfindende Konzert moderner Mischer Musik hat die Juwal-Gesellschast ein reichhaltiges, originelles Programm znisammengestellt. Nebst der Musik zu An—s>kis „Dybuk" von dem bekannten Komponisten Joel Engel werden die neuesten Mischen Kompositionen der modernen Tondichter Achron, Millner, Zytomirski und andere ansgesührt. Die Opernsängerin Fräulein Quartin und Fräulein Hanna Schwarz sowie Oberkantor Gerson Marg u l i e s werden jiüdische und hebräische Lieder und Volksmotive zum Vortrag bringen. Violinvirtuose Kol isch spielt die neuesten Violinkonizerte. Außedem wirkt das Hakoah-Orchester unter Leitung, seines Dirigenten Prof. Braslawski mit. Der größte Teil des Programmes, mit dem die Juwal-Gesellschaft in Moskau und in Bevl'in einen durchschlagenden Erfolg erzielte, wird in Wien zum ersten Male gespielt. Restliche Karten in den Kartenbureaus Aida, 8. Beg., Taborstraße 5; Löwit, 1. Bez., Rotenturmstratze 22; Gusti Schmidt, 1. Bsz., Museumsicaße 8: Rath und Vräaer, 2. Bez. m. Ma r 1924 ~ ~ " M. 1898 Taborstraße 80 a; Hirschler, 1. Bsz., Raden steig, und an der Abendkasi«. Sine Sxlurfion Wischer Mnftler «ach PalMna. Wie I. T. A. auS Paris gemeldet wird, begibt sich heute den 32. d. eine jüdische Künstlergruppe von Marseille nach Palästina, wo sich die Künstler etwa sechs Wochen aufzuhälten gedenken, um die notwendigen Studien für ein herauszugebendes künstlerisches Buch Liber das moderne Palästina zu machen. Die Exkursion wird auf Anregung des bekannten Kunstverlegers Mexander K o g a n unternommen. Mit Herrn Kogau reisen die folgenden Künstler: der Bildhauer Nahum Aronson, der Zeichner Professor A. Pasternak, der Maler Eisig Feder sowie einige Kunstphotographen. Man nimmt an, daß sich palästineusische Künstler der Expedition anschließen werden. Aar den Theatern. Vurgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, »D i t Katakomben". Akademietheater. Morgen, */*8 Uhr abends, Thaddäus RittnerS ^Garten der Jugend". VolkSover. Heute „Die. Afrikanerin". Morgen „HoffmannS Erzählung e n". Kammerspiele. Als nächste Premiere im Rahmen der Nachtvorstellungen wird „Die unmögliche G o go" (Ein Tag ans dem Leben eines Laufmädels) von Paul Frank und Armin Friedmann vorbereitet. Die Gogo spielt Maria OrSka. Naimund-Theater< Heute, 7*8 Uhr abends, Erstaufführung der Kleinstadtsatire „Komödie nm Rosa" von Fred Antoine Angermayer Theater in der Josef st ad t. Heute, 7*8 Uhr abends, „Kabale und Liebe". Morgen CalderonS „D a m e K o b o l d". Wiener KomödienhauS. Heute Aufführung des Schwankes „Herrschaftlicher Diener gef u ch t" von Eugen Burg und L. Taufstein. Freitag und Samstag „Das Zölibat", fünf Bilder aus dem Priesterleben von Joh. Ferch. _ Romain Rolland in Prag. AuS Prag wird uns gemeldet: Romain Rolland ist. Montag mit sti-ner Schwester in Prag eingetroffen, um sich an den internationalen Musikfeste und an der Smetana-Feier zu beteiligen. Er logiert als Gast des Präsidenten Masaryk im Hotel Splendid. Da er eben ein? schwere Krankheit übcrstanlden hat, enthält er sich jedes gesellschaftlichen Berk oh res. Vorgestern stattete er dem Bildhauer Viele! einen Besuch.ab und am Abend wohnte er' dem Schauspiel Capeks „W. ll. R." un Landestheater bei. Den vorgestrigen Tag widmete er der Besichtigung Drags. Verleihung der goldenen Ehrenmcdaillen im Künstlerhmts. Diegoldenen Ehrenmcdaillen der Genossenschaft bildender Künstler Wiens wurden m der Sitzung der Jury am 20. d. z u m e r ft e tt Male verliehen. Zur. Verleihung gelangten eine große goldene Ehren medaille und zwei goldene E h r e n m e d a i l l e n. Die große golden? Ehrenmedaille erhielt Professor Alfred C o ß m a n n für seine Kupferstiche „10 S p r ü ch e", Katalo.g Nr. 358 bis 360. Ein; goldene Ehrenmedaille wurde dem ungarischen Maler Julius R u d n r y für fein Werk „Liegende Fra u", Katalog Nr. 235, eine goldene Ehrenmedaille dem Bildhauer Oskar T h i e d e für feine Kollektion von M e d a i l l e n und P l aketten zuerkannt. Das Frankfurter Tonkünstlerfest. Wie bereits bekannt, hält der Allgemeine Deutsche Dlnsikverein seine 5 4. Jahresversammlung in den Tagen vom 9. bis 15. Juni in Frankfurt a. M. ab. Mit ihr in Verbindung siebt ein mehrtägiges g r o ß a n g e l e g t e s T o n k ü nstier f e st. dessen Opern- und Konzert-Aufführungen im Frankftrrter Opernhäuse stattfinden werden. In dem Rokokotheater in Homburg v. d. H. wird Henry PureellS „Dido und A e n e a S" von ersten Kräften der Frankfurter Oper aufgeführt werben. Die künstlerische Leitung deS Festes liegt in Händen von Hermann S ch e r ch e n. DMergS „Korallenkettlein", eine Bühnendichtung, die lange Javte mit Unrecht von der Zensur unterdrückt wurde, gelangte mit sehr starkem Erfolge am B e r l i n e r Schiller- T h e a t e r zur Aufführung. Ein blutjunges Ding, von Sehnsucht glühend, entschließt sich, Dirne zu werden, um den Fesseln der „Ehrbarkeit" zu entfliehen. Die Tragweite feines Entschlusses ist dem jungen Mädchen nicht bewußt.' Kaum hat es aber, geschmückt mit einem geliehenen Korallenkettlein, den Weg der Schande betreten, ist e8 von seinem Wunsche geheilt und geht freiwillig in den Tod. Der Dichter weiß mit so reinen Worten den Gegenstand zu behandeln und eS wird mit solcher sittlicher Empörung gezeigt, wie das Mädchenzimmer dreister von schmutziger Begehrlichkeit bedrängt wird, daß man wirklich nicht begreifen kann, waS im Gehirn der Zensoren vorging, welche dieses Stück befehdeten. Die Aufführung war sehr geglückt. Georg Kaiser nickst mehr Theaterdirektor. Vor einiger Zeit hatte der erfolgreiche dramatische Dichter Georg Kaiser die künstlerische Oberleitung de8 neugegründeten Berliner dramatischen Theaters übemommen. Wie au? Berlin berichtet wird, ist nun Kaiser vondirsemPosten z u r ü ck g e t r e t e n. Als Ursache führt er geschwächten Ge? sundheitSzustand an. Die Gerüchte, welche dahingingen, sein Rücktritt fei auf die finanziellen Schwierigkeiten zurückzufübren. in welche da» Theater angeblich geraten sei, werden von vertrauen-- würdiger Seite als unrichtig bezeichnet. Gerichtssaal. Berufung lm Prozeß gegen Her^rich und Norlo. Wegen zu geringer Bestrafung. Die Staatsanwa!lttscha>ft hat gegen Vas im Prozesj? die Nai-ionaHozialliften Herterich un,d NoSlo erjlossene Uvteiil die Berulfun'g geigen das Str.afausmaß ange* melde t. Hetterich >un>d NoSbv, des Totschlages, beziohnmgsweist der i'^entlichen Gewalttätigkeit vor den Geschwovnen öttincf'ag: cn nur der Uebertrekl-ng gegen die körpettiche Sichercheir, t.stehungsweiist der Uebevtrotunig des Waffen« Patents schuldig erkannt und vom Gerichtshöfe zu 100.000 und 50.000 K. Geldstrafe verurteilt worden.'Die Geschwovnen hatten die schwereren Qualdfikationan, wie sie von der Staatsanwalt« schafft anlgsvlagt worben sind, ei'nstinrmig verneint. Die An- Llagebchorde hat bisher keine Erklärung darüber adge>ge>ben, ob sie auch die Nichtigkeiisbesä-werde gegen daS Utteiil einzu« bttngen ßri'iiift.