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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-21 · Heft 1891 (21.5.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1891 (21.5.1924)
Date
1924-05-21
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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tayL h Wen, llMwo'ch Mienen Morgenzeltuntz. Ä. Mai IW Mr. I SA. Bundeskanzler De. Seipel: An MS O der Herr Ge- «eravoMmWr in dieser Sache nicht herangetreten'. Mgeovvneter Dr.E Ulen bogen: Ich schließe aus Resser Bemerkung, daß der Bundeskanzler eine Meinung über dtÄseL Dechailten nicht Muavben in der Lage ist. Wir haben keim Ursache, mit unserem Urteil zurückzuhalten, daß das ein IfteÄergriflf deS Generalkommissärs über sein Ämt ist. daß daS in den Bereich der ihm Machenden Rechte ckbssÄut nicht gchört. Der Großdeutsche Kampel suchte die Deutsche Bodenbank -Vu den Rockschößen - der Großdeutschen ahzuischüttessn. Wir Hoden,, sagte er, vor mehr als Jahresfrist maßgebende, Persönlichkenen der Partei (gemeint ist Dr. Dinghofer), die damals zur Bodenbank in einer gewissen Dezichung gestanden sind und bei unS angesragt hatten, wie die Geschäfte in der Bank gMhrt werden, damals schon g e w a r «t, und es haben sich alle PeÄvnlichreiien, die mit der großdeutschen Partei irgendwie in Berbirwung stehen, schon damals dis Konsequenzen ans Ressen Ratschlägen gezogen. Wenn wir Großdeutsche heute gemeirffam mkt den übrigen Parteien ein Interesse an einer Stützung-- oder Ganierungsaktion für diese Dank haben geschieht es in keiner Weift für die, die die Dorkommnisie in der Bank verschuldet ■ hüben, sondern einzig und allein in erster Linie Kr die armen Teufel von Einlegern, die Gefahr lausen, dort -ihr Geld zu verlieren. Der christlichsoziale Industrielle Gtreeruwitz erklärt. Kr jene Ikarusexistenzen, die nur spekuliert haben, habe er nichtübrig, aber andererseits habe seine Partei den Wunsch, di« kleinen Einleger schadlos zu halten. Im übrigen Verteidigte er die Regierung. Es sind in der gegenwärtigen Krise noch schwere Dinge zu überwinden, aber fm großen ist unsere SÄrtschaft nicht krank. Finanzuttn-ister Dr. Kienböck beantwortete die während der Debatte gestellten Anfragen. Den Vorwurf Decktor Ellenbogens, daß es bei der Zulassung der Kotierung von Mi«» sorglos zugehe, wies er mÄ aller Entschiedenheit zurück. ES wäre, meinte er, dringend zu wünschen, wenn sich daS PubWum wirklich denjenigen Werten zuwende, die eS selbst beurteilen kann. Dr. Ellenbogen hat sich auch mit der - Postsparkasse beschäftigt. Ich betone, daß daS PostffpaÄastenamt dem Finanzressort gar nrcht untersteht. ES ist administrativ dem Bundes* m-rittsterium sür Handel und Verkehr untergeordnet, im übrigen «Sin seMtandiger Körper. Immechin kann ich daS. was be- «ich der Placierung von Geldern durch die Postsparkasse ge- ' ragt wurde, nicht unwidersprochen lassen. Die Placierung durch die Postsparkasie, wenn sie Geld abgugeben hat, wird Mit >der größten Dovsicht gegen entsprechende Deckung durchgeMvt. Nur ein verschwindend kleiner Dell der Einlagen dient dazu. ES ist bedauerlich, daß heute, wo man wirklich auf jede- Wort acht geben soll, Worte gesagt wurden, die Beunruhigung erwecken konnten. Es mag sein, daß jemand irgend -eine GeldpLacievung bemängeln kann, man darf aber durchaus nicht den Schluß ziehen, als ob bei der Postsparkasse nicht sorgfältig vorüegangen werde. Es bestcht nicht die geringste Besorgnis, daß vie Postsparkasse nicht vorsichtig verwaltet wird und daß die Gelder dort nicht auf das allevsicherste ausgehoben wären. Was Re.vom Abgeordneten Dr. Ellenbogen gleichfalls erwähnten V Gesetzesvorschläge der Bankenkommisstöu anbelangt, so wird sich der Sonderausschuß zunächst damit noch.besajsen. Mber auch bei der Besprechung dieser Vorschläge musten wir trachten, gerade im gegenwärtigen AugerMm »icht neue Beunruhigung zu erwecken. ES mag sein, daß ein« wder die andere zivilrechtlich« Bestimmung einer Berbellevung bedarf, ccker da muß sehr so r-gfältig i« aller Ruhe vorgegangen Werden. ES muß genau unter Zuziehung der sachkundigen Instanzen geprüft werden, ob und welch« Verbesserungen Platz zu greifen haben. WaS Re Stellung der VerwaltnngSräte betrifft, so habe ich in allen jenen Fallen, wo ich von Zah- LrngSschwierigkeiten in Aktienbanken gehört habe, jederzeit daraus gedrungen, -daß die Verwaltungsräte weit über daSMaß hinaus, in dem chnen juristisch die Haftung obliegt, für die Mhrung der Gesellschaften verantwortlich gemacht werden. DaS muß auch verlangt werden. Ich bin der Ueberzengung, daß die Personen, welche dem Verwaltungsrate einer Aktiengesellschaft angchoren. in weitgehendem Maße verpflichtet sind, wenn Schwierigkeiten entstehen, die größten Anstrengungen zur Rettung des Unternchmens zu machen. Damit war die zweite Lesung der Budgets erledigt. In der heutigen Sitzung wird die dritte Lchung vorgenommen. Nächste Atzung heute. 8 Uhr nachmittag-, _ Sic zionistische Aahrerlonferenz. Zürich» 20. Mai. (I. T. A.) Der Schweizerische Zionistenterband prüft im Auftrag der Weltexekutive, ob die Jahreskonferenz in der Schweiz stattfinden kann. Als Platz ist in erster Linie Bas«l, in zweiter Linie Z ü r i ch ins Auge gefaßt. Sr. Wcizmam in Lonvon eiugettoffe«. London» 20. Mai. (I. T. A.) Der Präsident der zionistischen Weltorganisation Dr. CH. W e 1 z m a n n ist am 14. Mai von seinem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten, wo er die Keren Hajeffod-Kampagne geleitet hat, wieder in London etngetroffen. Zugleich mit ihm ist auch Herr Dr. F e i w e l zurückgekehrt. 88d. Völkerbundliga für Sefterreich. Heute Mittwoch (21. Mol 1924)? Redner: Oberrabbinev Dr. Chase S. "? v Dr. Konstantin Dumba, Botschafter a. D- OberLaurat Rovert Stricker. ' Beginn: halb 8 Uhr abends. Festsaal des Ingenieur- und Ärchitektenver. eines» 1. Bez. Eschendachgasse S. Sie letzten Kurse. . Radiodienst der „Wiener Morgenzeitu-Kg*.) London, 20. Mai. D e v i s e n s ch l u ß k» r s er Prag 147'/», New-York 4.36'/«, Pari» 80.60, Brüssel 94,80, Rock 98,80, Zürich 24,60'/», Madrid 81,42'/», Amsterdam 11.66'/., Kopenhagen 25,72'/-, Thttstiania 81,88'/», Stockholm 16.44'/», HelstngforS 178'/., Berlin 18'/, Billionen, Wien 310.800, Achen London, 20. Mai. Die offizielle Subskription der tschechischen Anleihe war am heutigen Tage nur eine Formsache, da nach den gastvigen Vorarvmeldungen feststand, daß die Ameche überzeichnet werden*würde. Sie war auch tatsächlich um halb 11 Uhr vormittags überzeichnet. Die Anleihe wivo erst in einigen Dagen notiert werden. Morgen dürste sie bereits im freie» Markt mit einem Agio zur Notierung gelangen. Paris, 20. Mai. Das neue, unerwartete Steigen der Devisen hatte lebhafte neue Steigerungen der Wertpapiere Mr Folge. Im allgemeinen zeigte jedoch die Börse diAelve Still« wie an den früheren Tagen, da das Publikum sich immer noch von der Börse fern hielt. Französische Renten sanken infolge des Sinkens des Frankens, ebenso französische Bahnen. Französische Banken zeiaten großen Widerstand. Rio und Suez wiesen beträchtliche Kursgewinne ans. Petroleumwerte blieben dagegen bchauptet. In der Kulisse zogen große internationale Werte, wie Shell, Royal Dutch und Debeers, lebhaft an. Auch englische Industriewerte erholten sich. Der Fall des Franken der seit emliaen Tagen ein starkes Tempo ausweist, wird in' hickif'" Börftnireisen ruf verschiedene Ursachen zurückgesührt. sche die in Demission befindliche Regierung doch wicht gewillt zu sein, entscheidende Maßnahmen und Stützungsaktionen, einzuleiten, sondern wünscht dies der neuen Regrerung zu überlassen. Zweitens frechen manche ausländische FinanKreife die Befürchtung auS, daß die neue Relgrsrung die 20prozerrtvge Steuererhöhung, durch die das Budget ausigsglichen werdend könnte, wieder ausheben wird. Diese^ Befürchtung ist aber durch die entscheidenoe Erklärung Lerviots und anderer Führer der Linken aus' der Welt Kschcvfft worden. In hiesigen Kreisen glaM man in den Angriffen auf den Franken ein Manöver einiger reaktionärer Banken zu sehen, die die kommende Regierung in die unangenehme Lage bringen möchten, um so di« öffentliche Meinung zu öeeinflusien. Man weist in diesem Zusammenhänge darauf hin, daß verschiedene Blätter während deS Wahlkampfes damit gedroht haben, der Franken würde nach einem Siege der Linken fallen, weil der sozialistische Einfluß in allen Ländern auch den Kredit des Staates schäbigen könnte. Triest, 20. Mai. Amsterdam 838 bis 860. Brüssel 103 bis 108, Patts 119,28 bis 120,28, London 98,80 bis 98,67, New- York 22,60 bis 22,65, Züttch 899 bis 408, Bukarest 11 bis 11,60, Prag 66,25 bis 66,78, Budapest 0,0250 bis 0,08, Wien 0,0815 bis 0,0825, Agram 27,80 bi» 28,10. Mailänder SDHttelfdj Ittfclutf et London 98,56, Patts 120, Zürich 400,60. Prag 66,80, Belgrad 27,80, Amsterdam 487, Brüssel 104,75, New-York 22,60. Sie Aga britischer Anden. London» 20. Mai. (I. %. A.) Am 14. d. wurde in London Sie Jahresversammlung der Liga Lritischer Juden abgehalten. Herr Lionel Rothschild Mrte den Vorsitz. In Beantwortung einer Anstage sagte Herr Claude G. M o n t e f i o r e, die Arbeit der Liga sei zur B e k ä m p f u n g der Antisemitismus sehr notwendig. Die Liga sei auch bereit, nach Palästina übersiedelnde Juden zu unterstützm. Sine palMnenfische PMeiabteilnng von Bedninen angegriffen. Drei Polizisten »ermißt — acht Bedninen verhaftet. Jerusalem» 20. Mai. (I. T. A.) Wie die palästinensische Delegraphen-Agentur erfcchtt, find acht Beduinen in Verbindung mit einem am 2. d. von einem Trupp von 22 Beduinen ans eine Schwadron palästinensischer Polizisten gemachten Angriff verhaftet worden. Drei Polizisten werde« vermißt. Man nimmt an, daß fie getötet worden find. Zwei in der Begleitung der Polizisten befindliche Araber wurden verwundet; de» Polizisten wurden Eegenstände im Wette von 300 Pfund gestohlen. Relchstagsbegim - 27. Mai. Berlin 20. Mai. Wie das WoMche Bureau a»u8 PaMmentariischen Kreisen e»fährt, beabsichtigt der bisherige ReichZtagspräksident L o e b -e mt EinversÄndn-is «tritt der Re-ichSregieruntz den neuen Reichstag für Dienstag den 27. d. um 3 Uhr nachmittags eiWulberustn. Sie Mehrheitsbildung im deutsche» Reichstag. Berlin, 20. Mai. (Molff.) Me aus parlamentarischen Kreisen verlautet,' werden die vier Parteien der Mitte des Reichstages, nachdem inzwischen auch die Demokraten von den Deutschnationalen eingeladen worden smd, der Einladung der Deutschnationalen gur g e m e i n s a m e n B es p r e ch u n g über die Neubildung der Regierung am Mittwoch vormittags Folge leisten. Die VevhaMungen der fünf.Parteien werden auf der -Grundlage von Richtlinien für die Außenpolitik stattfinden, die von der deutschen Volks- Partei ausgegangen sind. Bei Aufstellung dieser Richtlinien ist geflissentlich von jeder ultimativen. Form abgesehen worden, die eine bestimmte Bindung für die Deutschnationalen enthaltenMtte. ... . Loebe über den neuen Reichstag. (Gigeudienst der ,Wiener Morgenyeituü^.) ''ft'E Berlin, 20. Mai. Aus Breslau wird gemeldet: Reichsratspräsident Loebe sprach gestern in einer Partei- Versammlung Mer die Politik der sozialdemokratischen Partei. Er führte aus, daß die Mehrheitsbildung, die von der Partei am häufigsten herbeigoschnt' worden sei, «der Bürger-Llock wäre, der eine klare Oppositionspolitik ermöglichen würde. Der Opposition der Sozialdemokratie feien aber durch die politische Lage fachliche Grenzen gesteckt. Sie dürfe keine Opposition gegen die Maßnahmen einer Regierung treiben, die der Du-rHühmng des Sachverständigengutachtens gelten. Sie dürfe auch nicht bis zui Sabotage des ParlamentavisnAs.durch Obstruktion gchen, Re nur, de» vechtsstehenden Gegnern der Demokratie Re Auftichtmvg Dur antipaMmentavischen Diktatu-v erleichtern würde. AAgeprein sei dev Wunsch, dm Deutsch-^ 'natidmlen eS nicht -n ersparen, die Undurchführbarkeit : bisherigen AußenPokM jetzt praktisch zu beweise^ ES fei aber-etwas aMvch, ob man den Deutschnationalen selbst Re Kabinettsbildung Werlasie oder ihnen nur die MNglichkeit der Beteiligung cm einem Kabimtt-der übrigen bürgerlichen Parteien eröffnet. Wenn Hergt gerade auf Re Uebernahme des ReichskanzlerpostenS dringe, fo müffe 'man auch an die Möglichkeit denken, daß er eim paM- 'mentarifche Mehrheit nicht-finde und dann doch die M a ch t gegen de« Reichstag zu wenden suche. Dann wäre auch scheinbar auf legalem Wege der -Wunsch der Münchmer Putschisten erreicht, und dazu dürfe die Sozialdemokratie die -Hdnd nicht bieten. Sollte der Versuch des BürgeMockS scheitern, so müßte ste Resen rechtsradikalen Diktaturvsrfuch einer Regierung der.Mitte vo^ichen. Präsident Loebe sprach dmw noch darüber, daß möglicherweffe. den Sozialdemokraten dar Amt des R e ich stagrPräsidenten wieder angeboten werde. Die ParteipoWschen Gründe sprechen gegen Re Ännahtme'Reses Amtes. Schon jetzt bereiten dir Kommunfftm theatralische Demonstrationen für Re ersten Reichstagssitzmrgen vor, indem sie BetviebSdePutationen bestellen und Re Fraüm ihrer proletarischm Gefangenen massenweise aus Re Tribüne zu bringen versuchen. Dagegen werde sich der Reichstag wehren Mssen, ab« eS sei zweifelhaft, ob es zweckmäßig wäre, daß gerade, ein SoziaDemokmt diese Abwehracköest unternehme. Sine interMerte Konferenz. <Eigendienst der ,Mener Morgenzettmr^.) Rom, 20. Mai. DaS Ergebnis der Mnifterentrevue in Mailand wird nach der in den hiesigen diplomattfchen Kreisen vorherrschettden Ansicht den Ausgangspunkt für eine neue pslitische Phase bilden, in der das ReparationSproblem feine endgültige Lösung finden könnte. Italien und Belgien haben in vollkommener Solidarität feftftellen können, daß ihre Fnteresien, was dft Repavationsftage.anbelangt, parallel lausen, daß sie einem und demselben Ziele entgegen streben, eine gleiche Lösung herbeizuwünschen. ' Jchr Korrespondent hatte 'Gelegenheit, von einer hohen Persönlichkeit des italienischen Außenamtes, die' an der Vorbereitung und an den Arbeiten der MaAänderkonferenz 'großen Anteil genommen hat, präzise Informationen zu erhalten. Der wichtigste Passus in den C-onrnmniques, ev>. klärte der GMahrsmann, ist jener, der sich' aulf Re Wahrscheinlichkeit der Einherusüng einer in.tercll..liierlen Konferenz bezieht, diö von den -Vertretern der zwei Regierungen befürwortet wird. Cs handelt sich um 'einen Vorschlag,-der sehr bald eine historische Tatsache werden kann, vielleicht noch Ende Juni oder spätestens anfangs Juli. Diese Konferenz müßtt aber schließender Natur sei«, daS heißt, ste müßte diplomatisch und technisch derart vorbereitet.sein, daß Re Ententestaaten in der Ko nftrenz n>ur ihre getroffene Verständigung zu verkünden hätten. ' . Die Lösung kann aber Mr auf Gmnd des'Expertenberichtes gefunden werden. Dazu bedarf sie vor allem des guten Willens Deutschlands, denn würde dieser gute Mlle ausibleiben, dann müßte man notgedrungen zu den Sanktionen zurückkehren. Was die Schuldenfrage anbelangt, -fuhr der Gewährsmann fort, so bleibt sie auch weitechin mit der RchavattünSftage verquickt. Auch in dieser Frage werden Italien und Belgien -solidarisch Vorgehen, dem sie können eS nicht zulasten, daß diese Schuldenlast -gang und allein aus die eigenen Staatsbürger abgewälzt werde. Die Festsetzung der ' ReParationsfumnÄ ist hmte mehr denn je der Festsetzung einer rsduzierten Summe der interaMerten Schulden untergeordnet. Ueber die Rückwirkung des Wahlausganges in Frankreich auf die französische Alußenpoliük,. versicherte der Gewährsmann, daß man in' italienischen Kreisen noch immer sich überaus fleptisch vechalte. Rom, 20. Mai. Die belgische« Minister sind gestern abendnach Como ab gereist, wo ihnen Mussolini einen Besuch abstattete. Er sprach aber nur mit Hymans. Mussolini ist heute wieder ln Rom eingetrosfen. Sir Goschen gestorben. London, 80. Mai. (Wolfs.) Der frühere englische Botschafter in Berlin, Sir Edward Goschen, ist gestorben. SnMchei Unterhaus. (Eigendienst der ,Mener Morgenzeituntz".) ...- London, 20. Mai. Im Unterhaus« gab es heute stellenweise eine lebhafte Kontroverse mit -dem Vorsitzenden wegen verschiedener Interpellationen in der russischen. Fragen Mac Donald eErte, daß die russischen Delegierten hier in freundschaftlicher Mission weilen. Der Unterstaatssekvetär für Indien, R i ch a r d s, teilte mit, daß er keinerlei Material besitze, das die bolschewikische Propaganda i n I n d i e n ^beweisen würde. Schließlich erklärte Mae Donald, er werde über die englisch-russische Konferenz dem Unterhause Mitteilung machen, sobald die Konferenz irgendwelche Ergebniste erzielt haben werde. DaS Datum könne er nicht Mitteilen, er werde aber nicht länger zögern, als absolut notwendig sei. Auf eine Anfrage, welche Vorteile bisher sich aus der Anerkennung Rußlands ergaben, antwortete Mae Donald: Sehr bedeutende. Mac Donald beantwortete weiters eine Interpellation Kenworthys, daß keinerlei formelle politischen Kon-

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