Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1890 (20.5.1924)
- Date
- 1924-05-20
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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K . SM'4 mU.w SSRlti Wiener Mo«gc«zeitung. so, so!«! im TW der Urlaubsreise. Oie Matt sitz Pütz nnd Vis« besorgt. Mt dem Be-giN-n'öer Urlaubszeit wird die Frage der Beschaffung eines Reisepasses nutz der Visa aktuell. Wenn uns trotz Kienböck und Breitner die finanzielle Sicherung des uns nun'an'die kompetenten Stellen gewendet und weisen unseren Lesern die Wege.zur Beschaffung von.Pässen und Bisa nach den wichtiMen in Betracht kommenden Staaten. A. Reisepaß. Oesterreichischr Bundesbürger wenden sich unter Mitnahme ihrer Do-rr.nentL (Geburtsschein, Heimatsschein, evetttuell Optionsdekret und W.sldcMe!) an das zuständige Polizei kommisiar rat und verlangen eine Pa ßan Weisung. Mit dieser sucht man um einen Pah heim Paßamt dxr Polizeidirektion, 1. Bez., Deufichmeisierplatz, an. Der Paß wird am zweitnächstett Tag nach der Einreichung abgehölt. In nachweislich dringenden Fällen wird die Ausfertigung des Passes am EinreiHungs-äge bewilligt. Die Ausstellungsgebühr beträgt 14.090 K. AuZreistvisunr ist fitfc OeftersüchSr nicht exsorderkich. Die.Gültigkeitsdauer eines österreichischen Reisepasses ist gewöhnlich. Pvei Jahre, , doch ist eim drei« malige Prolongation. möglich. Um eine solche ist, Wie bei °h\m neuen Passe, einzureichen. B. Sichtvermerke. /. Deutsches Ra ich. -. - Man erhält bei dev deutschen Paßstelle, 1. Bez., Rotenwrmftraße 19, den Sichtvern'.erk gegen Entrichtung folaeuder Gebühren: Ein- oder Dürchreis-evisum 20.000 K., Einreise- oder Durchreisevisum Und zurück 43.000 K. Ein DarverstchwermerZ für Mehrmalige Reisen während drei Monate kostet 65.000 K.. Die Cinreisebeschränkungen, die früher fite Bayern galten, sind nummhr aufgehoben. 2. .Italien. . K der'italienischen Gesandtschaft, 4. Bez., MKttdetegafft 9, füllt man einen Fragebogen aus iE Lchahlt 83 Li^ Gsiftige-Arbeiter haben die Erklärung abtzugvAn, daß sie nW m Italien. dauernd ihren AüftnthaLt Nöhnien werden. -- -/-. ' 3. Frankreich. In der'-Paßstelle '4. Bez., Lechnikerstratze 8, Muh ein Krügtsimmtlar nusgefiWt.lnM, ÄW Tä^e Von W ftfcitjjöfi* scheu Franken AzaM 'WMtt-' SichsiterttM, Ar eim MhLiKf''WlWetz Vesitzk,' WechkHk M^WshMMW RÄfttti .4. Ungarn./ In der ungarischen Gesandtschaft, 1. Bez., WMasft % muh ein Fragebogen ausge füllt werden: Die GMchr AkvW 68.500 K. Den Sichtvermerk , erhält man am Wett Tage. ,. - 5. Pole n. Das Visum ist'in der Paßstelle, 4. Bez., MayellAft gaffe 11, gegen Bezahlung von 90.000 K. erhältlich. Dieses Visum ist Mt für eine einmalige Hin- und Mckräse gültig. Gin MkchreiftverMerk kostet 4s.M K. 6. Rumänien. Wem man nach Rumänien fahren tM, Mß NW! M Erlangung eines Sichtvermerkes ein SittSttzWM Ar Po-lizeidirektton bei-br-mgen und 46.000 K. AzaMt. Die PaWlle befindet sich 1. Bez./FEich SchmAWatz 8. / . . 7- Tschech o-Slowake i. 5 ' Die Paßstellen befinden' sich 2. Bez.- Prater lAtvfcchÜSftraße, Gasthaus Svee, 3. Bez., Vordere ZollamtSstrW 5, und 13. Bez., Penzingerstrahe 13. Das Visum kostet 180.600 .Kronen, doch bekommen. Angestellte, Beamte und Arbeiter das Visum gratis, wenn die Reise in.Familienangelegen heilen unternommen wird. Dauervisa für ein Ktht kosten 300.000 K., Durchreisevisa 24.000 K. 8. Vereinigte Staaten von Nordamerika. Man wich beim Konsulat, °,l; Bez., Stock im. Eiftn- Ptatz 3, nur gegen schriftliche Vorladung votgekasfett. UM eine solche zu erhalten, muß Man her Post ein beim Km sulat erMtliches Formular uNd ein frankiertes RetöUt kuvert eiusenden. Wegen großen Andranges schalten zurzeit nut Verwandte oder Verlobte von. amerikattrschen Burgern fcwie öffentliche Beamte Und Personen, die nächweii n.r.r oorübergehen-d hinüberfahren Wüllen,' Sichtvermerke. Tie Taxe beträgt 15 Dollar. 9. IngaslaWien. Die Paßstelle befindet sitz 1. Vez., Seilerstätie 36i Es ist ein Formular aUszuWen und nachErteilung der Einreistöewilltgung durch das.JnnenMiNisteviium in Belgrad um das Visum einKUkoMmen. Die LüU betragt hei dev Einreichung 12.000 K., heim Aöholen des PasteK.40.000 .sk. In dringenden Fällen wird das Visum gegen Bestätigung durch die .Handelskammer binnen. L4 Stundest erteilt. 10. Schweiz. In der Paßstelle, 3. Bez., Strohgaste 16, echält matt für. Vergnügungs- oder Geschäftsreisen, sofort den Sichtvermerk. Nur im Falle dieser zum Antritt einer Stellung erforderlich ist,, benötigt man rin Sittenzeugnis der PoLizeldirektion sowie dm Anstellungsvertratz. Das Visum tMrd. daun erst nach BewiMgung der Schweizer Behörden zur Einreise erteilt. Die Ge'bühr für eine einmalige Reise beträgt 8 Schweizer Franken, für ein dreimonatiges Dauervifum 15 Kranken. Der DÜrKreijeverMÄ gHW grati-. Wer neusr KomM. ' In.den nächstön Tagen werden wir mit der Beröffentlichung eines Werkes beginnen, das kein Roman ist, sondern Wirklichkeit, WirÄichkeit aber, 'welche durch die Fülle von Kontrasten, die das Nebeneinander zweier grundveLschiedenen Welten hervörrufi, zum Roman wird. Wir bringen eine'Art'^^KriMtagebüch, ein jüdifches Kriegstage bu ch,/eines, das sich völlig von all dem unterscheidet, was an Kriegsmemoireulkteratur in.deHOelt- Dieses Knegstagebttch'Mt" ' SEmY Grommanq gsschrle-brn, desian köstlicher humoristischer Roman ,M o h uwabshu^ seittÄt Namen ''LekLUnt gemacht hat. Sammh Gronemann Widert seine Erlebnisse in der ,/Wischen UaPPe", in dem litauisch-^ölmschen Grenzgebiet, wo er rM Kriege Dienst machte, und wo er für seinen sMÜ^lnden Humor und seine ausgezeichnete BevLachtuUgSgabe chn unzählige-n Ersiguifsrn, Bor- Und ZstMen,/Menschen, Deren und Dingen reiche Nahrung fand. Aus diesen Erl-sbnisssn GröneMaurrs in der Kriegszeit, die für jenen eiWLbrochen war. der dann zur Murde, hat Gronemann ein heiteres und dabei im Gründe doch ernstes, den Gsschehnisssn bis in ibreu Gmnd nachMrendes Werk geschaffen. /Der Grundakkord diases Buches aber ist die Mische L-rbenssrende, die sich in Gronem-aun'S Werk in tausend und abertausend köstliche Heiterkeiten auslöst.und den.Leser in steter froher Spannung und Erwartung hält. . . ' . / „Hawdotoh «nd Zapftnstreich" . betitelt Gronemann sein Tagebuch und damit ist schon das Gegensätzliche der zwei Welten ausgedrückt, die der Krieg ->amals zum ersten Male zusammenbrachte, damit auch die Q uelle vött KöMk> die in dem WaMMtttrMtt. de« bsiden Welim Mgt NKd die Gtottsmantt in seinen Etinmrungen vörttMich eingefang-en -hat, mit dem Empfinden und dem KunDerständ des Dichters, der im Komischesten den Gvnst '>es menschlichen Daseins fühlen zu lasten -weiß. Das Werk wivd-hoffeMich hef unseren Bestrn jene HtiteOeit. etwecken, ste ^Mr.fnnMchnt, und ihnen jdvvum doppelt wiMminest fein. - . , Kzefi BeMmmugett gelten natürlich nur für'Im« -länder. Ausländer Haben beider BertretungSbehorde Mr's Heimätsstaätes um ei-M Reisepaß einzukommen und sich den SiKvetMtk)im^PaßaM der.Wiem« PMzeiddMM, % 'DeutschmeLsterplatz, unter Mitnahme des MMezsltelsM hesMem Die- GeMhr beträgt für Pölett-Mr eine bnstnalige Aus- und Ärnreise 138.000 K., für ein Dauer- Visum (drei Monate) 364:000 .K.^ für/echH Monate 683.000 Kro-neN. ÄchechvWmEche/^BütKkDbezaWn für Me einmalige Ausnnd.EinveSfe llg.M K., für ein einjähriges Damvvifum L36.M K. -. ' <.; Eine MeMAng des. RastÄMG^ noch Oesterreich wurde dieser Dasewieberests, gemeldet, vom Handsls- MnOer Dr. S chürjf angeWndigt. Gie de-icht sich zunächst auf Reifende, die. in den Ärchbavstaaten wohnen, jedoch ev wartet Man an hiesigen-zustäMgen Stellen, daß die Nach» fÄgestaaien im Sinne der Reziprozität dem Beispiel Oesterreichtz folgen WDNi Diche^MMv WoxgMeiMng" VW 2ZS. *£m -e* '* •> '.V? [W Scüjame Totenwauderung M Butzchest, Die Pudapester Chewra Kadischa hat ihre sieD M mit ihren gvtaMy-' Ajchey -urch r.tn «Y ^rvWMten P es nicht- Vieh Hesse«. M,vyr HÄ W -M. MMU gegex Ende der kömmmMWn .tzerrschaf-t Wh W WWW--des.. chrWchalatioMen RegiMs Mastonflucht Ws. dW. Iudentmu MM.Mische Familien zmn Tauifhechen.tyM. begaun für die ^Hewra. KadWnäW«^ die in die jüdischen FrieHöfe/verWaltsn, eiye powAcha GiMtipn! Starb ein getaufter Jude, besten FamAe auf veän'.Mlischeq' Friedhof ein Familiengrab oder Me Grnfi hvM ft forderkeir die MstchrWedetttz^M.BhAktzüttder Leiche des RenLMten auf dem jüdischen Friedhof. In der FriÄdhofMnzleien Und vor denMlbbinaten 'Mb es dia Bm erquicklichstLN SgeNM. ' Jetzt sühven die getauften Juden den Kampf /in des nliM-engssttzten R ichtung. Vor A«Mr, hat' eine gHaufst' -Familie in.Sz'olnök es gegen alle Proteste der kompetenten jüdischen Stellen durchgefetzt, daß die Leiche eines noch als Juden verstorbenen und auf dW Wischen Frich, Hof bs-graberlen, Familienmitgliedes eAumiert und aus den christlichen 'Friedhof WerDhrt iverde, Dirtfer Szoluoken Erfolg hat nun in Budapest' zur Nach« ahmuug angespornt.' Die getaufte FamM eines vor kUHem als Juden verstorbenen GutSbefitzers' verlangte von per Chewra Kädischa die Herausgabe^ der Leiche -ihres- Fa» milienobeHau'PteS, um sie auf dem christliche w F r i -cd h ö f zu bestatten. ‘ Die' Chewra Kadischa ' verweigerte es. Nun mengte sich das Stadiphpsikat i ein trug der Chewra Kadischa die Herausgabe der.Deiche auf. Die Chsiwra Kadischa lehnte die Erfüllung dieses Auftrages unter Berufung auf Ae Staatsgefetze /und auf die Vorschriften der jüdischen Religion ab. Vor' einigen Tagen nun wurde der Chewra Kadischa dar Beschluß des städtischen Magistrates zugestellt, durch welchen die Eingabe der Chewra Kadischa cchgewtösen Md das FviedhofKanft deh wlcholischen Friedhofes beauftragt wird, die E^hnmievung und Ileberführung der.Leiche aus dM jüdischen- -Friedhof unverzüglich durchzuführen. In i^r Dat erschienen am nächsten Morgen uw 7 Mr der StadtPhyfkkus, eim Abteilnttg Polizei und e>im Partie Totengräber auf dem Wischen Friödhof und führten den Beschülß. des! Magistrates im G x e ik-u t i o'n sw ege' durch, Mn bann ‘ hegreifsn/ welche Entrüstung dieses Byrgchen der getauften ' IMn und der- Behörde' in Wischen Kreisen herdorgeruftn hat.. Die Budapester Chewra KadWa hat. beschlossLn, daß - von mm ab W AnmeldWig von GhUibeWm.' pft Mächsie» HinwÄliebemn eine ay-jtz8H.KKßWMüMvschvÄbNr Set Aeltmndfl«^ '^'V. Alts Nech-Hmr wird.Wreldetr Die ameMaMschen Weltsiiegrr passierten die arktischen SchueesWrMtz und erreichten Paramuschter ckrf den Kuvilinseln, mchdam sie 860 englische Malen den. Paeifie-gekreuzt haben und einmal infolge dtzs -Sturmes eine Notlandung vornehmen mußten. Die Mannschaften von Mantschen und amerikanischen Zerstörern erwarteten die Fliegeraus den MrU-inseln und waren erstaunt, daß-trotz der Mahnung 'die Merikamr in einem solchen Wetter flogen, -ä-,; > y< ■'■ Sie AkuSner-Feier in Mr'üsteereich. Aus Linz wiVd-gsmÄdet: ' ANläWich des 100. 'Geburtstages Anton Bruckners wurde gestern im Geburtsort des Tondichters An-sfelden untere Meraus -'zahl- Mcher Beteiligung heim-ischsr sowie auswärtiger Kövp-erschaftett Und Vertreter ein Bru ckn er-Denkwal enthüllt. Der Feier, zu der viele offizielle PePMchkei-teN . erschienen waren, wohnte Mch eine des Meisters bei. eescnicbte erhalten Sie als ‘Wiener MeraehiseKung Aufgäbe MMnentGiitt Abonnement Smwtnggoiisflttg. >j ' W-M WM 8chöm«i als dl« RMk. HA WWt Ätt die-. Natur darf.die MenWsit. me. erlahmen/' > Der Kampf beginnt am Sonntag auf der ElMvischen. - Auch Harr Meier istendlich darauf gekommen sind landet Wichlichmit Familie und Anverwandten im Beiwagen. Was ftll - sr auch - <nn schönen Sonntagnachimittag im StammloW beim- Bier sitzen? Und für die Ländermuß man auch etwas tun. Nur die Natur saniert die-jungen Seelen. Siehe da: die - Endstation! ,Mso voMärts Kinder, Alte, OnLel, Tantl Heut' is' schwül und grün is' und Durst hab'n wir. Da ist gleich -ein Beisel, j Eine kleine Stärkung kaM Nicht schaden. Im Garten ift's frisch, das Bier ist frisch , Es sitzt sich sehr angenehm. Ia> die Natur- Noch a Krügel? Nein, na,-ja, also meimtwegein,- es ist ja -noch Zeit. Proist! Mas .halber, sechs« ist. schön? Jetzt jahlt es sich nimmer aus. Auf dft Kinder muß manchfortwährend aufpaffen / und sie abwatschen. Da sitzen sie wenigstens ruhig. Trinlk Franzi, kost' FinM, Bier macht stark. Der Onkel is' so wie so schwach auf die-M und die Dant Pepi müßt man eh den Berg hinauf' schieben. Mib'n Wir gleich -a sm GartM bei der ,MPMNÜ". Er. is dieselbe LG..U»'der Batur P halt Wm Wer wird sich an so an Tag in dft Stadt hineinsetzm. Hallo Kellner . vv:v ,Mr ein bischen - von der -Stadt' Md/MN ist Mch -ein anderer Mensch. Dort muß mwn iMner Rücksicht nehmen und achtgeben. -Da kann man wMich.ausatmen. Wie schön der Weg ist! Gin Vergnügen! Wenn ' man Hunger hat, -kann man esftn. Dortdvinn muß man sich aus der Gasse MieMt. Wo ist das Paket mit den Schnitzeln? So." Die Natur -ist wiMch schön. und nicht umzubrtngen, nichts einmal durch - hMdevftcmsech wrggeworfene fette Papiere. ' -! > ' NN WaWvegi IdhMsch. Die Lust, der. Duft, die Vögel singen, alles blüht-' Da eim kleine Lichtung-Und ein kleines Auto. Ja, was ist düs?-Dort lagern drei Gestalten, es sind DameN. Jetzt an An drei Grazien voMi. Glückliche Menschen, die- Mn Am GötriD der Skadl Mit HingaA -Kavtmspielen .» . - - -* - - - O "l: - -• Die Natur ist so beruhigend. Die LttMn atmen die gute Luft ein/Der.Mensch wird milA. Die Wich ist.voll kleiner Kinder. Sie spielen, werfen Bälle und tAnMeln sich fröhlich. Jeder bleibt stehen -und schallt eine Weile zu. Kinder' wiKn so ^harmlos und-erwecken Shinpathie. Sie Mche-tt den Blumen in Ar freien Mtur.' - -! ---. Die Dämmerung ist hereiWbwchün. Die Mnschvw ^masttzn stvölnen zur HaAstell«. Jetzt kommt sin StvatzStt»^ bahnwageu. Die Menge gerät in Bewegung, Em Stoßest, i Mck- DMWM.-M. Ke, MM.