Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1888 (18.5.1924)
- Date
- 1924-05-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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;*V* ( ,- -;«•, - . , . -vt-' 9lr. 1888 Wien-, Sonntag bmchte er seine ganze Zeit in 'Gesellschaft der fröhlich>en 'fJugond, Mid erst mit .neunzehn Jahren erlag er dam moralischen Einfluß feines Vaters. Wenn in dem Lchr- Hause die mystischen AUsä'MmeM'nfte stattfallden, dann setzte man ihn neben feinen Brüder Abraham. Der Vater, so berichtet die Legende, sprach gchsimuisvoll den Gottes- »umnen aus und das Lehcha'us erfüllte sich mit Hellem Glanze. Abraham, JehudaS Bruder, vermochte dieses Licht nicht zu vertragen und schloß die Augen. Alber Jchuda Web Mcheweglich auf seinem Platze sitzen, ihn blendete das göttliche Wicht nicht. Da ries der Vater: „Wra'hmn, mein Sohn, das Schicksal hat deinen Bruder begnadet. Wisse, daß du dein Lebtag hindurch lediglich <ba§ Haupt des Jeschilwa sein wirst, aber dein Bruder Jchuda wird die Geheimnisse der inneren Weisheit verkünden." Seitdem verbreitete sich sein Ruhm in ganz Deutschland und groß war die Zahl derer, die in seelischer und körperlicher Rot zu ihm kamen, um sich bei ihm Rat zu holen. Jchuda soll der Verfasser verschiedener halächischer Schriften, Zeines Kommentars zum Gebetbuch, mehrerer religiöser Poeme, eines astrologischen Weckes, eines Kommentars züm Fünsjbuch usw. getwesen sein, a!ber seine bedeutendsten Anssprüche sind in dem Wecke niedevgelegt, das unter dem Titel ,Much der Frommen" >eine große Berühmtheit in der hebräischen Literatur erlangte. ■ Die Anschauungen G ü d e m a a n n s Aber die Bedeutung der drei Verschiedenen Versionen dieses Buches sind diwch die zuerst im Jahre 1891—1893 erfolgte Ausgabe einer früheren Version, welche jetzt in zweiter Auflage erschienen ist und den AUlaß zu unseren Ausführungen Wdet,^) widerlegt worden. Es kann danach keinem Zweifel unterliegen, daß dieses Werk das Resultat der literarischen Arbeit von nahezu drei Jahrhunderten ist. Ms ferne Hainptquellen müssen die Aufzeichnungen 'des Rabbi Samuel, des Vaters Jehuda ha-Ghassids, Jchuda Chassids selbst und Eleasar Rockeach angesprochen werden. Durch Vergleich mit den Gedanken Jchüdas mit den Ederen Quellen hm man sich dann ein Bild von seinen Anschauungen und seiner PvvföMchkeit machen. Dieses Buch ist nicht allein wegen seiner philosophischen Gedanken so hemeckenslwert, sondern auch darum, UM es ein 'beinahe vollkommenes Bild des inneren und 'äußeren Lebens der deuts chen Juden iw Spät- Mit teil alt er gibt. Es ist ein lebendiges Zeugnis, Me geradM fundamentale Gsfchichtsquelle für die Erkenntnis der Gegensätze zwischen den Juden und ihrer UmgMiug. Auf der einen Seite der religiöse Fanatismus und die Herrschaft der niedrigsten Instinkte, auf der anderen Seite die Wische Seele, evMt von dem Streben nach Gerechtigkeit, ällmenschlicher Bevsöhnmg, ungeachtet aller Schrecknisse Md grausamen Bedrückungen des Mittelalters.! Es ist nicht bloß Resignation, sondern der Ausdruck Mer höchsten ethischen Eckewntnis, wenn in dem Buche ecklärt wich, daß es besser sei, im LehensLaMpf Lefiegt zU! werden als zu siegen. Denn der Sieger, der Unrechten Gebrauch von jenen Mitteln »macht, die der Schöpfer in seiner Wde allen zu ihrer ^istenz gegeben hat, wird in jener ' *) S^her Ch ass'üd-im. „Das Buch der FrokNrnen" nach der Rezension in Ccd. de Rossi Nr. 1133. Zum erstenknal herausgegeben und mit AnmerÄMgen vechchen von Jchuda Wisstnetzki. Zweite Auslage mit Einleitung und Registern von AcWiner Dr. I. Fveimann 'in Posen. M, A. Wahrmann- Börlag, Frankfurt a. 1924.! Die AMeAung Dinas versetzte wich in Staunen. Müs rnochte Bella, die Tochter des RaM Jesaia Grüuwäld zu Dina, der Tochter des Bendett Schülklopfer, geführt Habens „Du solltest Bella den Besuch erwidern, Berl!" unterbrach Dina meine Grübelei. Auch dies kam ruhig, wenn auch etwas gedrückt, aus dem Munde Dinas. „Ich will mir's noch überlegen, Dina", antwortete ich, um das immer peinlicher werdende Gespräch äbzuschließen. Am folgenden Nachmittag ging ich meinen gewohnten Weg längs der Gärten hinter der Stadt dem kleinen Wald zu, der den Juden an Samstagen und der ganzen Stadtbevölkerung an Sonntagen als Ausflugsort dient. Dort, wo der kleine Wildbach die Grenze der Stadt bildet, Md dieser sonst eintönigen Gegend einen ronmntischen Austvich leiht, kam von der anderen Seite her eine schlanke schwarzgekleidete Frauengestalt, in einem Buche lesend, in der Richtung der kleinen HoMrücke, die über den Bach in den Wald. führt. Wir trafen fast gleichzeitig auf der Brücke zulsamnnm Ich wollte der Dame den Vertritt lassen, doch diese blieb' stehen, blickte Mich mit ihren großen, blaugrMen Augen an, schlug das Buch, in dem sie gelesen hatte, zusammen» streckte mir die Hand entgegen und sprach'zitternd: ,Mck"! Es ivar Bella Gvünwäld. Schlank, wie die Tanne, die uns am Waldesrand jenseits Lev Brücke grüßte, mit einem länglicher: Gesicht, einer hohen Stirne und einer fast durchsichtigen Haut, wirkte sie im ersten Augenblick so wehmütigtraurig, daß mau sich teilmchmAvoll zu ihr hmgezogen „Ich war geistern bei Ihnen, Berl, und erfuhr von Dina, däß Sie täglich Ihren Spaziergang in den Wald machen. Ich darf wohl michalten, Berl?" . Innerlich dankte ich Bella dafür, daß sie mir mit ihrer Gewandtheit, die ich schon, als sie noch ein Vierzchnljähviges Kind war, an!ihr bewundert hatte, aus meiner Verlegenheit Ws. ,Miv kan>n' es nur ein Vergnügen sein, Bella", antwortete ich ausweichend. ,Mer wenn uns jemand Ä Bellas Grüntvald, die Tochter des Rabbi JefM M^cht Kr nchmen. Da ist My Wiener: Moegenzeitung. 18. Mai 1934 Seite 5^ GROSSER KONZElTHAUTSAAL Wladimir Jabotinsky spricht Samstag den 24. Mai, 7 Uhr abends, über: „Islam, Europa und Juden“ Mittwoch den 28. Mai, 7 Uhr abends „VLv Kris© im Zionismus u. ihre Lösung“ Karten von K 6000 aufwärts an der Konzerthauskassa; Kehlendorfer, I. Krugerstrasse Nr. 3; Buchhandlung R.Löwit, I. Rotenturmstrasse 22; Bücherstube, II. Taborstrasse 20a anderen besseren Welt der Besiegte fein. Damm ist es «in göttliches Gebot, zu dübden, -das L-oid zu ertragen und nicht Dm zu widerstehen, indem man Böses mit Bösem vergilt. „Neid und Haß sei fern von dir." Menu man dich beschimpft, schweige!" Die wichtigsten ethischen Fovdemngen, die der Verfasser des Buches erhebt, sind die hingebende Liebe zu Gott und die Milde gegen seine Geschöpfe. Selbst der Gottesfürchtigste kann kernen Anspruch auf Belohnung erheben. Er muß die gute Tat um ihrer selbst willen üben; denn, wenn er auch tausend Jahre leben würde, so stünde es nicht in seinen Kräften, für all die Wohltaten, welche ihm Gott erwiesen, zu danken. Höher denn alles stcht 'das wahrte Gebet — jÄroch Kalfteiungen sind nicht gottgefällig. „Wer sich mit Fasten albgibt, begeht Sünde." Unbegrenzte Nachsicht mit den Schwächen der Nächsten wie Milde gegen alle Lebewesen — Mensch «öder Tier — wird als eine der KaMnälfordevung des siMchen Handelns immer wieder betont. „Wenn deine Frau dich kränkt und dn ihr zürnst, so Me Gott nicht, daß er dir eine andere geben soll, sondern daß er in ihr Liche zu dir wecke." „Man darf ni'cht seine Diener bÄ-eidigen, wenn sie Befehle nicht ausgeführt haben." ,ßkt einem Lebewesen Leid zufügt, der wird firc diese Qualen vor Gott Rechenschaft alblegen müssen." „Man darf der Kuh den Schwanz nicht abschneide,n, denn dadurch wird sie der Möglichkeit lbevaM, die Fliegen zu vertreiben." Besonderes Interesse dürfen die Vorschriften über das Verhältnis zwischen, Juden und Nichtjuden beanspruchen. „Betrübe niemanden, selbst nicht den Nichtjuden." ,/Auch gegen einen Andersgläubigen soll man Nicht ungerecht verfahren." Wiederholt wird daran, erinnert, da'ß 'man im Verkehr mit Mchtjudeu sich 'keiner Täuschung Auischuiliden kommen lassen dürfe, daß man ihnen gegeitüber RedlichBeiit in Münze, Maß und Gewichte, in HandÄ und Wandel üben müsse, daß es Wicht sei, sie auf JrrWmer aufmerksam zu machen, daß es besser ^wäre, von Almosen zu leben als fremdes Gut zu veruntreuen, denn dieses gereicht dem Juidentum nur zur Unchve. Der „Scher Chassidim" ist so zu einem Kompendium der Echik geworden, das als die erste bedchrtercke Regung philosophischen Denkens bsi den deutschen Juden anzuispvechen G, einer Ethik, die schließlich unter AWnnigfaltiMr Wandlungen in deu MhstlKis'mus Mündet und in der die reiniste GotteÄWe sich oft mit den gMsten Vorurteilen Paart. Mcht mit Anrecht ist darum auch bchauptet worden, daß in wenigen Büchern Höchstes und Niedrigstes, Schönheit und Häßlichkeit, Erhabenheit so hart beieinander wchnen, wie gerade in der merkwürdigen EM des Jchuda Chasiid.! i Dr. Josef M e i s i Der Mbstbe'wußte Ton, in dem diese stolze Unanfecht- ^bare mir diese Worte züfchlouderte, reizte den Trotz des gewesenen Jluj in wir. Ich antwortete mit Mchem Nachdmck: „Und ich, Berl, der Jluj von gestern und der Schnorrer von heute, habe erst recht keine Rücksicht zu nehmen. In dieser Bezichung sind wir miteinander quitt, Bella. Ich habe von dir vielleicht noch etwas voraus. Wir brauchen uns also auf dem Gebiete der Verachtung der Meinung anderer nichts vorzumachen. Allerdings gilt das nur für die Handlung jedes von uns beiden für sich, jeder hat seinen Stolz und seinen Trotz. Mer beide zusammen ,., Wie deckst du darüber, Bella?" Wir betraten den Wald. Eilt leichtes Frösteln überlief Leu Leib Bellas, die jetzt wortlos, nachdenklich an meiner Seite schritt. ' ■ ~ ‘. ,Menn ich Ihre Worte von vorhin richtig verstanden habe, Berl, so wollten Sie daurit sagen, «daß Berl Jluj, für Leu ich schon als Kind schwärmte, den Auj bereits so gründlich abgelegt hat, daß er sich zu Dina, der Tochter des Schulklopfers, hingezogen fühlt, während ihn die Schivärmevei der Tochter des Rabbi Jesaia Grüutvald kalt läßt oder gar ärgert? Apropos, lieben Sie Dina?" „Dina liebt mich und ist aus mich angelwresen. /Sie wird ein treues und rechtschaffenes Weib sein." „Sie weichen mir aus, Berl, ich will es wisserr, ob Sie Dina lieben, ob Sie überhaupt einer Liebe fähig sind. Ich will und muß es wissen!" ,Du willst es wissen, weil du in deiner Ueberhebung glaubst, daß Mr in euch, den Wnstlingen Gottes, edle Regungen wohnen. Bella, über uns alle kmnmt es einnral mit unwiderstehlicher Gewalt, aber nicht alle erweisen wir uns als der Gnade der Liebe würdig. Zehn Jahve -vanderte ich, wie von Dämonen getrieben, kreuz und quer durM Land und suchte das Glück, die Ruhe, die Liebe; und als i,ch sie fand, als sie mitten im Winter, hoch oben in den siebenbüvgischen Alpen erwachte, als ich vor ünsüglichenr Glück schier den Verstand .verhör^ zeigte ich mich unwürdig . i." . ,Ahch jetzt binden Sie sich an Dina, d'es SchuWopifers: Warm» ist aus «ytz dort w dem ÄLärcheMyid! Von Dr. Adele Wiener. Die Natur erwacht und läßt alle ihre Zauber spielen. Das frische Grün jubelt an das Licht empor, 'der Löivenzahn ift seiner jungen Pracht und reichen Anzahl breitet gokdigett Schimmer über die grüne Wiese, ein Hauch von Heiligkeit ruht über der unberührterr Natur und alle Farben jauchzen aus den Knospen. Denn die Sonne lockt und wärmt. Und doch ist sie weit von uns entfernt, fast zweieinhalb Millionen Kilometer! Undenkbar wert! Aber das Licht durcheilt den ungeheuren Weg in acht Minuten und Mingt uns mit großer Unmittelbackeit eine Ahnung vorr dem Feuer feines Ursprungs in die Seele. Wie geht da's zu? Derartige Betrachtungen wurden unter meinen drei unbekamrten Freunden angestellt, als ich sie heute in unserem FrMingsmärchenparadies im TückenschanAPark wiedersah. Cs waren jene drei prächtigen Menschen, die ich letzthin auf der Elöktriischen belauscht hatte und die nun zufällig neben mir auf der Bank faßen. Mutter und Tochter Waren mit Handarbeiten beschäftigt, der Knabe las. Und 'ivährend die Mütter die Hand mit dem Faden auf und äh bewegte, eröffnete sie den Kindern, wie weit die Sonne von uns entfernt ist und wie rasch das Licht von ihr zu uns gelangt. Der Knabe ließ sein Buch sinken, um aufzumerken, und das Mädchen wollte wissen, wie das möglich toä«. Was denn das sei, das Licht. . . „Um euch das verstaMich zu nrachen, muß ich euch etwas von den Elektrons n erzählen. Das sind nämlich ganz merkwürdige Wesen, undenkbar klckn, unisichkbar und allgegeniwärtig; denn alle Stoffe, alles, was vorhanden ist, denkt man sich aus ihnen aufgebaut. Bis vor wenigen Jahren meinte man, daß die Stoste in ihrer unbegrenzten Mannigfaltigkeit alle aus einer verhältmsmäßig großen Zahl von Grundstoffen oder Elementen zusammengesetzt feien. Die kleinsten Teilchen dieser Elemente, die auf keine Weise mehr teilbar sein sollten und daher die ,Mome", die „Unteillbaren", genannt wurden, hielt man für die letzten Bausteine aller Stoffe. Aber die Entdeckung des Radiums und der Röntgenftrahlen zerstörten allmählich diese Lehre und derhalsen zu der so ganz einfachen Vorstellung, daß die Stoffe eigentlich nur dadurch vorhan'den sind, daß die kleinsten Einheiten der eMrischen Kraft, die man eben Elektronen nennt, in verschieender Anzahl und Gruppierung zu den einzelnen Atomen zufammentreten. Das Atom ist schon selbst so ganz unfaßbar klein, ^daß es selbst nach stärkster Vergrößerung noch nicht gesehen wecken kann. U nd jed 2 § dieser winzigen Stoffteilchen ist für sich eine Welt von Elektronen, ern^ganzes Sonnensystem.. Ich werde euch das gleich erklären. Ihr wißt ja, daß man eine positive und eine negative elektrische Kraft unterscheidet und daß die positive Elektrizjität durch Reibung eines Glasstabes Mit einem Seidenläppen, die negative Elektrizität durch Reibung eines Harz- oder Siegellackstabes mit einen: .Fellfleck entsteht. Ihr habt euch in der Schule sicher schon an dem lustigen Spiel Mit Paplierschnitzelchen oder Hollundermackkügelchen ergötzt, idaS «ach Annäherung eines elektrischen Körpers beginnt, da dieses die leichten Gegenstände anzieht und 'gleich wieder abistößt. Dann hat man euch gezeigt, nicht wahr, wie sich zwei elektrische Gl'asstäbe abstoßen und ebenso zwei elektrische Harzstäbe, daß aber der Harzstab den Glasstäb anziicht und umgekehrt. Das heißt, „Judith ivar Sabbatarierin und ich — konnte nicht vergessen, daß ich sin Jluj ivar und einst das Vertrauen des Rabbi Jesaia Gvünwakd genoß." Wir gelangten zu einer Lichtung, einem großen üppigen Rasenplatz. Bella lagerte sich müde hin. ' ,Oerl" — begann sie plötzlich — „Sie kannten unseren Hausarzt, den alten Dr. Pilzer. Als ich einmal, es waren bereits Jahre seit Ihrem Verschwinden aus der Jeschiwah verstrichen, wieder eine Ji.chuspartie, eine Standesehe ausschlug und weinend bat, man möge mir Berl Jluj heimholen, da. hielt uns Dr. Pilzer einen Vortrag über die neue Theorie vor: der Gefährlichkeit der Ehen unter Verwandten, die schließlich zur Degeneration führen. Me Dynastien, die Habsburger, die Rothschilds, die Gvünwalds sind furchtbarem Untergang gewerht, wenn sie die Inzucht weiter tre i. fom. Einmal muß es dann dazu kommen, daß ein Sprosse einer solchen Dynastie sich gegen seinen Untergang wehrt, sich aüflehnt und aus der Art schlägt. .. Berl, Doktor Pilzer hatte Recht . . . Ich will nicht elend zugrunde gehen . . Und mit einem Satz sprang sie auf, fiel mir unr den Hals und stammelte schluchzend: „Berl, vergiß, daß ich die Tochter des Rabbi Jesaia Grüuwäld bin, ver. giß, daß du der Jluj warst, Berl, erlöse mich . . Dann ftcl sie in tiefe Ohnmacht. Behutsam legte ich ne wieder auf den Rasen. Es war ein Jammerbild. Der Körper des unglücklichen Mädchens lag regungslos vor mir. Ab und zu öffneten sich die großen Augen und blickten mich flehend an. Dam: ging ein konvulsivisches Bebe» durch den Leib und langsan: kehrte die Besinnung wieder Erschöpft erhob sie sich und wir schritten wortlos dem Waldausgang zu. An der Stelle, an der wir uns 4m'. einet Stunde getroffen hatten, uahmei: wir Abschied von ciuaiu der. „Gott mit dir, Berl, ich danke dir!" f „Wofür denn Bella?" ,Mß du auch Kente nicht yergMn hast, daß du del „Und daß dü. dle.Dochter 'OrsaüE /bist.ZÄoti'lttit dir!7 '' ~ -