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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-16 · Heft 1886 (16.5.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1886 (16.5.1924)
Date
1924-05-16
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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M 1886 ' ~~ 8Bi«t,'gtcifrifl Sit Mische Surova-Uuiverkltiit. DK Polnische Telegraphenagentur verbreitet folgende Darstellung des polnischen Sachverständigen und gewesenen Sekretärder inteWtuellen Kommission beinr Völkerbund Professor O. Ha leckt: „In de« polnischen Presse wird die unrichtige Mel- , düng vePbreitÄ, daß die BMerbundkommission für intellsktoelle Zusammenarbeit beschlossen hätte» Me ndternatiouale Mische Universität auf dem Gebiete der FveistM Danzig zu schaffen. MS polnischer Sachverständiger und gewesener Sekretär dieser Kommission muh ich konstatieren: 1. Der Plan zur Schaffung einer jüdischen Universität in der Nähe Danzigs ist ein persönliches Projekt des Herrn Doktorowitsch; der Mwechund hat dieses Projekt der Kommission lediglich zur Information übersendet. L. Die Kommission hat in dieser Sache krinorlei Beschlnß gefaßt, sin Gegenteil, sie betrachtet die Frage einer internationalen Universität von einem ganz anderen Standpunkt; nämlich ausgehend von dem osji. ziehen Vorschlag Spaniens, -ah eine der dortigen christlichen Universitäten als international anerkannt werden soll. 8. DaS Projekt Doktorowitsch' hat keinerlei Aussichten, angenommen zu werden, da die Kommiss im in Uebereinstimnttwg mit dem spanischen Delogierten ein ganz anderes Projekt ausarbeitet, welches die Schaffung naher Beziehungen unter den existkMden nationalen Umtzechtäten zum Ziele hat« Ser vMsche Mordplan -ege« Kurt Hahn. ".iwr Hüters' wurde mich?. selten bedeutmtgA-oS uNd lächerlich. Bie^ leicht ist das der Grund, dag sie nuü aus ihre «naestammte Wirde verzichten und einen simplen Berus mit allen seinen prosaischen Begleiterscheinungen,. wie Urlaub, freie Sonntage usw. an* stochen. Ob HauL oder Msiteig gevftuigt werden oder nicht, bleibt im Effekt gleich. Wehmut aber beschleicht uns, wemrs dafür die grausanre Zeit den unerbittlichen Kehrbesen ans des Hausbesorgers Hand nimmt und wieder ein Stock Romantik hmchegfeat. Ali. * Selbstmord eines Direktors. Der Direktor der Interkontinentalen Mtienge>sellscha,ft für Transportwesen Dr. Fritz v. Hossmann-VagUshelh hat infolge Mveren Leidens am Dienstag Selbstmord begangen, indem er eine große Dosis Morphium einnahm. Die Wertverminderung seines Vermögens, das größtenteils in Effekten bestand, dürfte auch zu dem SeMtmorde beigetragen haben. * Errichtung eine« Autölirne NmNvaldegg—Sophienalpe. Samstag den 17. d. wird Via neue Autobuslinie 'Endstation Neuwaldegg—Gophienalps in Betrieb gesetzt. Der tägliche Verkehr ab Revwaft>egg erfolgt um 9 Uhr« 18 Uhr. 18 Uhr, 18 Uhr und 19 Uhr. * Telephon Wien-^Papa. Gelt 10. d. ist der Telephon- Vorkehr --wischen Wien und Papa beschränkt aus die Zeit ab Itz Uhr Melassen. Die Gebühr beträgt für die Einheit des gewöhnlichen Gespräches ich Centimes Q5w, derzeit 84,800 K. * Die städtischen Sommerbäder werden eröffnet. Am SamStag werden die städtischen TtromMer Nußdorf und Asp-erttbrücke sowie das städtische Luft- und Sonnenbad Krapfen« waM eröffnet. . . * Die Jude« in Moskau« Laut dem statistischen Atlas des Moskauer Stadtrates hat M o 8 X ö u heute eine Bevöttenmr von 1,811.028 Seelen. 1,384.734 sind Stoffen und 156 291 Angehörige anderer Nationalitäten, unter ihnen 68.171 Jud e n. (I. %. A.) Die Strafe durch die Untersuchungshaft verbüßt. Bor dom Schwurgericht der bchffchen Stadt Konstanz fand dieser Tage der Prozeß Wen den Urheber des Anschlages auf das Selben des Privaffekrstärs des ehemaligen Reichskanitrors Prinz Max v. Baden, Kurt Hahn, statt. Nngeklagt waren der Ingenieur Ernst Holl aus Windsheim, der Arbeiter Paul Simon aus BreSlan und der Schriftsteller Heinrich Hnebli aus RomanShorn wegen planmäßiger Verabredung zum Mord sowie wogen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze der Republik. Den Angeklagten war zur Last gelegt, daß sie am Morgen nach der Münchener Putsch nacht nach Uebevlmgen kamen, wo sich das Schloß des Prinzen Max befindet, um im Aufträge ihres Verbandes den Prlvqtftkretär des Prinzen Max v. Baden, Kurt Hahn, lebend oder tot nach Bayern zu schassen. Die Beseitigung des Hchn sollte deshalb stattsinden, weil er Jude sei und als Privatsekretär des Prinzen Max v. Pahen während dessen KanKrschast angeblich großen Einfluß ans die Politik uch auch mff dtz Fried «nsv erhandln n gen in Versailles au^Mt hat. Der Anschlag wuchs str folgender Weife vorbereitet; Hchn sollte in feinem Auto ftrtgekockt werden. Mit einem Drahtseil wollte man dann das Auto zum Sichen Wogen. Hieraus sollte man Hahn durch einen Schlag auf den Kopf hetärcken und ihn so nach München zur Hitlerfchen Oberleitung bringen. Für den Fall des Mißlingens der Entführung sollt« Hchn an Ovt und Stelle erschossen werdem Das Gericht nahm die vollkommen mißlungene Eut- MrmrgsMon nicht ganz ernst, sondern verurteilte die drei Angeklagten nur wegen Begünstigung der in. Baden verholen gewesen nationalsozialistischen Partei, Md zwar Hoy und Simon zu je drei Monaten Gefängnis, HuM zu 'mt Monaten Gefängnis. Die Strafe erscheint durch die Un- ^rsuchmgchast verhüht. krdbebm in Kleivafim. " Aus Rom wich bevichett: Stesani me>M aus Konstantinopell: Gestern um 4 Uhr MH wurden i-n der Gegend von Erzerum and von Sarikamis meh^ re re ErdibeVenstöß e verspürt. Drei Dörfer sind vollständilg zerstört wordenvier andere schwer beschädigt. 50 Menschenleben, sind zu beklage n. Weitm leichte Stöße sind im Laufe dßS Tages verzeichnet wochsn, Sa» Wetter. Das Wetter ist anhaltend schön und warm. Die Voraussage spricht von weiterem, warmem, schönem Wetter, das allerdings für kurze Zeit durch Gewitter unterbrochen sein wich. Voraussichtlich werden wir im Mai von den mliebsamen Schwankungen - des bisherigen Wet-dercharakters verschont bleiben, Wien. 16. Mai. * Die Hausbesorger stehen auf, was sie sonst nicht leicht tun, auch wenn man bet Nacht Sturm läutet. Sie fordern unter anderen die Befreiung von der Trottoirreinigung, womit sie einen 'bestehenden ZustaO formell hefiäftigt wissen wollen; ferner such die Anerkennung als Berus. Und das gcht eben zu denken. daß sich die Wackeren zu einem Berus degradieren und die große Wiener Hausbesorgerrvadition anfgeben wollen. Wer war ehedem das Fundament des Staates die Stütze der Gemein- Mast, die SäM dtzv Ordnung und der Grundpfeiler der Gesell« schgft. Etwa die Dichter, Porftsforen oder Abgeordnete? Nein! Ober gar der Mistbauer, der Kanalräumer? Auch nicht. Diese sich man einmal zum neuen Jahre. Mit ihm wurde man aber dar ganze Jahr nicht fertig, dem Großen, dem Einzigen, dem Meister res Hanfes. Gr entschied über Sein oder Nichtsein, sandte den Unbotmäßigen den blauen Bogens war« gerecht und AlMta Kine Parteien, weiser ihnen den Rücken kehrte, wenn st« au chm vocheigingen. Oche dem ÜnvoüstchtrW, der eine Mlichs und die wrte finden, konnte d0dx ftOevi fW x Hin eigen nannte, vom Hunde , ganz zu lärmte der Nachwuchs aus Stiegen nch Mnaen lag schon muf der Straße. Und wenn dann das chaupt ausging, ritte neue Wchmmg zu einer cher mit einem Dutzend Kanarienvögel «Hab'n T'Kinder? So, dann kann i Sie net das Machtwort. Kurzum, es konnte de« Best» Men lsbsu, wenn es dem Hausbesorger nicht iSzeit aper brach manchen SM» auseiner Wd -m iigU M Wullen ♦ Das Liebesdrama des Sowjetrichters. Weser Tage ging vor dem Moskauer Straifrichter ein Sensatiynsprmeß zu Ende, in dessen MittelPuM daS Lie'beSdrama eines hohen Süwtetfu-nlktlonärs stand. Der Richter an dem obersten Sowjetgerichtshos von Woronesch. Kniasew. hatte sich m die Beamfin am selben Gerichtshof, eine schön« Ukrainerin namenS Irene Ar>gowa, verliebt. Er trug ihr die Wnzendsten Posten in «der Sowsetbureaukratie an, um sie zu bewegen, daß sie feine Gelichte werde. Das Mädchen verlangte jbdoch. daß Kniasew sich von seiner Frau scheiden «sie und sie heirate, was der RWer mit der Begvimdung ablchnte. daß er mit Mer Gattin in Mcklichster Ehe lebe. Kniasow verfolgte das Mdchen mit Liebesanträgen und entließ sie schließlich vom Gericht. Der lokale Sowjet hoh cher die Kündigung als unM'tig auf, setzte die Irene Argowa in ihre Funktion wieder ein und enthob^ den Richter seines Postens. Kmasew lauerte darauf dem Mädchen eines Tages vor dem Tore des GerichtSgMudes aus und erschoß sie. Er wurde vom Moskauer Gericht zu zehn Ichren EiuzeHaft und zum Verlust de« Bürgerrechte verurteitt. lNachfokgende Notizen bis zu dev Rührik „Vereine" sich entgeltlich.) * Tauzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Neindorfgaffe 48. * Besuchet Mvv KünigS HwrenkleiderhauS, 18. Bez., Mariahilferstratz» 179. Auch ZahlungSttleichteruutztzN. vereine. voMgr undBeAmBungen. Bukowinaer Zentralverband- Gesellige Zusammenkünfte ab IS. d. jeden Sonntag um 4 Uhr nachmittags, im l. Kaffeebaus, Prater Hauptau»» Meranda rechts) -et schönem Wetter, ansonsten im Cast Kristall, 1. Bez., Uraniastraße. Kinder von 6 bis 13 Jahren werden in die Ferienheime kostenlos . ausgenommen. LiebeSaahenzng für 609 Personen h 20 Kilogramm-Pakete trifft demnächst ein. Aus Amerika sind für Bedürftige Geldspenden eingelangt. B. I. St. Hoch awer. Heute. 8 Uhr abends, im Lokal«, der Lesehalle, 9. Bez., Türkenstraße 9, Versammlung. * - Jvdifcheis Realgypmaliuvr, Wien, S. Bez., Eastellergaffe 88. Anmeldungen für die l. bis VI. Klasse werden in des Di;eMonSkanzlei täglich zwischen IS und 1 Uhr entgegengenommen, _ Bühne und „Monetle und tzo/ KmmneWO. Eine 5?okotte hat ihre Gläübiger gSPrellt. Ging plötzlich mit einem Geliebten durchs statt hie gelieferten Mbel, Kleider, Pavsums, die fabÄhaste Badezimmereinrichtu-ng und die märchenhafte Wäsche ordnungsmäßig „abzuarbeiten". Die chrfamen Bürger und Hanldwevksleute stecken die Köpft zusammen und fassen den chvsamen Beschluß, eine neue Dame zur Ausübung des Geschäftes zu bestellen- Sie Haben das Wück, ein außerordentliches Mädchen zu engagieren. Monette, das Wunder-Freudenmädchen, verwandelt die Billa der verschwundenen KMte in einen Großbetrieb, den sie mit den Muesten^techmschen Errungenschaften ausstattei und ganz allein „bestreitet^. Die Mtionüre sind ob der-Didideuden, welche die brave Monett« abwivft, schr erbaut — his sich eines Tages ereignet, haß dfeft betrichsamste, geschäftskundigste und persönlich unbeteiligteste aller Kokotten sich verliebt und das ausgezeichnete Geschäft, welches ft vielen Gewevbetreibenden ein arbeitsloses Einkommen sicherte, pleite geht. Me diese VaMnwg in dm Mädchen während einer Aussprache mit einem Jüngling vor sich geht, ist von den Autoren A r m o n t «und Marchand sehr fein, einen AugeMich sogar Bhrend gezeigt, wie denn überhaupt dieses Stück «- anfangs grelle Satire, Mtechin aber herzhaftes Lustspiel — Qualität hat. , .,,, Leider mißriet hie Aufführung. Mr die kluge Erika Klä ß n er veranlaßt«, dies« zu spielen, hätW h^ fstimmt SeinenDikH erwiesen. W.Hre.chtzMüißßn pqrodP- ^schen MGe ist kein Ranm. SlneHWt -Se i Wandlung von robuster GrschästStüch-tigreit biszur schchnlhasten Perlichtheit,'Daß P.nicht Sache lday Gkäßner. Und Szenen mit sentimentaler ^Untermalung sind eS schon gar nicht. Damit war Wr Hon haS Htückabgetan, MWdie WMftrto MMHmn- Vovgängs eigeuhervlich zu dchnen oder zu hemmen gewohnt ist. Die anderen Mitwivkenden — fast alle weit bessar als die Gläßner -Mka-rnen dadurch ins Hintertreffen. VvsonderS zu er» 16. ‘ GM F wohnen ist der-hochbegabte junge Karlwsjß, die Herren Friedrich und Kammauf sowie Frau Gchlein itz. ' V __ , O. A BMttgaftspiel der Budavester Sper. Im Johann Strauß-Theater. Im Jchann Strauß-Theater eröffnet ein Ballettensembsi des Budapester Opernhauses am 86. Mai ein kürzet Gastspiel mit dem Mimodrama „Haschisch" von Andor Kardos, Musik von Henry Bereny. Die weibliche Hauptroll« wird die Primaballerina deS Budapester Opernhauses, Peppi v. Ptasynszkh, darstellen, während in der Rolle eines „chinesischen PrtoM" die bekannte Mimikerin Charlotte Wiehe gastieren wird. Außerdem sind in dem ans fünfzig Personen bestehenden Ensemble Flora Oerley und Geza Tarnay hervorragend beschäftigt. Da» Orchester wird der Komponist Henry Bereny, die Inszenierung Andor KardoS leiten. Kartenverkauf ab heute an den Dage^affen und in allen Vorverkaussstellen. Sk Smetana-Feierlichkiten in Präs. (Bon unserem Prager Mitarbeit-rr.) .Am Bortag.von Smetanas 40, Todestag wurde an dem Hause gegenWer dem tschechischen Nationalthsater eine Gedenktafel enthüllt. Die Inschrift lautet; „In diesem Hause lebte und schuf 1868~4860 Friedrich Smetaua. — Die verkanste Braut. Das Bauernlied. Das tschechische Lied, DalPor." Bei der aus diesem Anlaß im Nationaltheater veranstalteten Matinee wurden Werke aus der allerletzten Schaffensperiode des Meisters zum Portrag gchracht. Den Beginn machte das zweite Streichquartett, ein Seitenstück zu dem oft gespielten „Aus meinem Leben"/ Hierauf spielte mar; die Orchestersuite „Prager Karneval", von der Smetaua nur den ersten Satz geschrieben hat. Sem letztes Chorlied und das Fragment der Oper „Viola" in szenischer Aufmachung bildeten den Abschluß der interessanten Gedenkfeier. Die Spitzen der Prager Behörden und die diplomatischen Vertreter des Auslandes nahmen, an der überaus stimmungsvollen Matinee teil, Bur Len Theatern. B u r 8 t h e g t e r. Morgen, 7 Uhr abends, „Julius C ä s a r . Akademietheater. Margen, 7,8 lthx abends, «D »rZ errts s ene" von Restroy. Kvernth eater. Morgen, 7,8 Uhr. abends, die Ballette „S ch e h er az ad e" hierauf „S ch l ag o b e rs". ™ V o l k.s o p? r, Heute, 7 Uhr abends, „M i a n o n". Morgen «Pi« Meistersinger von Nürnberg". Die für Ende dieses Monates angesetzte Premiere Braunfels' $ i« Vögel" mußte infolge Erkrankung des Ballettchefs her Staatsyper. Herrn Heinz Kroller, her die Inszeniernna der neuen Oper übernommen hatte, verschoben werden, Statt dessen wird für den nächsten Monat M a s s e n e t s „W e r.t h tz r" und S m e t a n a 8 „D e r K u ß" vorbereitet. Deutsches VolkStheater. Samstag, 24. d., Uraufführung von Bernhard Shaws Burleske in vier Bildern „D e r B o x k a m p f". Hierauf zum ersten Male des Dichters etoaktige Komödie erMa nndes S ch i ck s a l 8" („D e r S ch l a ch t e n l e n k e r"). Theater in derJ-sefstadt, Hmte, 7 Uhr abends. „Dame K o H o l.d" Samstag „A i «t e«", Sonntag und Montag „D e r S ch w i e r i g e". Modernes Theater. Heute »Uns j s u s s m L y n 8 tz«. SamStag qblnüsmyistzNsmn mtzt s". Abends 10 Uhr „Unjeunemönag ß". Lustspieltheate r.. Sonntag, 7»4 Uhr nachmittags, zum ersten Mal» „D o p p e l s e l b st m'o r d". Bauernposse in sechs Bildern von Ludwig Ansengruber. Allabendlich „S i e n N d ihr Zimmerherr" mit Haust Niese, ' Enmmel Reicher gestochen. Aus Berlin wird uns gemeldet: Dex berühmte Schauspieler Emanuel Reicher ist gvstern hier im Alter von 76 Jahren au Herzschwäche gestorüon. Emanuel Reicher war mit den letzten D Jahren der Berlin«« Dheatergeschichte eng pevknüpft. Beisoriders trat er unter Brabm im ÄeffingMecrter hervor, Elle« Betz an der Dresdner StMsoper. Die hekannte Dängevin Ellen Petz (Breslau), die sich als Leiterin des Petz- Kaister-Balletts um die Modernijsierun.q des Balletts verdient gemacht hat, wurde von der Dresdner Staatsoper als Ballettmeisterin verpflichtet, Sie wich zunäM die ErstauisPichrung der ,^Ioses8legende" von Richard Strauß vorbereiten und selbst als Potiphar auftreten. Juwal-Konzert modern« jüdischer Musik. Donnerstag den 22. d. (Lag ha'omer) findet im neuen Saal der Hofburg das Iuwal-Konzert moderner jüdischer Musik statt. Das Programm dieser Veranstaltung bringt die neuesten Werke der modernen Mischen Musik. Unter anderem wird die Musik zu An-^-skis „Dh'bnk" von dem bekannten Komponisten Joel En-gel ausgeführt. Das Reiner-trägnis dieser Voranstaltuna fließt dem jüdischen Schnlwerke zu. Um weiten Kreisen die Möglichkeit zu bieten, sich mit der moidernen füdffchen Musik vertraut zu machen, haben die Veranstalter populäre Eintrittspreise festgesetzt. Dsiftr Fried. Der hervorragende Dirigent weilt zur Zeit in Rußland, wohin er Mr Lntung von 24 großen Orchesterkopzerten in Petersburg und Moskau berufen wurde; in beiden Städten ftll ein sämtliche Symphonien umfassender Beethoven-Zyklus von ihm geleitet ioerden. Sergej Rachmaninoff 1» Europa. T 'r bekannte KMpomst Sergej Rachmaninoff ist aus Anrerila in Deutschland eingetroifftn und hat in Dresden Wchnsih genommen, Münchener Kunst, Die GeneraDirektion der staatlichen Gtzmäldesammlungen hat gestern im Gebäude der neuen Staatlichen Galerie eine Retrospekt-ivMusstelluna von Werken deutsch»? Malerei etwa von Leibl bis zur Gegenwart eröffnet. Ungefähr zwei Drittel dex gegenwärtigen Bestünde dev StaatWlerie wurden msgeschieden, an Me Stelle traten Leihgaben auS deutschen Galerien und aus Pvivatbesih. welche vom Leiter der Ausstellung Prof. Dvrnhb ffer und Doktor Ha n f st a e n g e l ausgewahlt wurden. Diese beiden Fachleute haben zwecks Vorstudien die in Frag« kommenden dentschen KuMentren bereist uyd nach eingehendem Studium die Auswahl getroffen. Oesterreich und die Schiwetz sind nicht vertreten, ft daß die Ausstellung Men Zweck als Repräsentativschau der Hauptmeffter und her neuqmtlichen Werke nickt ganz «Ms. Allerdings wird hier nach langer Zeit wieder der B:rstrch gemacht, dprch eine interessante Darbiewna M ü n ch e u als Kunststadt den deutsch?n Kunsisrenuden in Er'u r:\w\fw 'bvitVT.']!.

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