Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-05-15 · Heft 1885 (15.5.1924) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1885 (15.5.1924)
Date
1924-05-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980968--18947-3006055
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

11 entity mentions

§ M. 1888 DI-n, Donn-Mag Aoßbach wird nicht verfolgt. Llch Verfahren gegen ihn eingestellt. Leipzig, 14. Mai. (Tel. d. ,M. Morgenzeituug".) Das Verfahren gegen den ehMäligerr Oberleutnant R o ß b a ch ist eingesteiti worden. Ebenso wurden seine elf Senosstn aüßer Verfolgung gesetzt. Palmarer Besuch abgesagt. Mar Donald wird mit Herriot konferieren. Paris, ly. Mai. (Havas.) Das Mimstevftmr des Aoicher-n W die eriMche Botschaft davon verständigt, daiß Mimstevswälfident Poineare am 19. d. nicht nach. Eh e q «e r s reism werde. Das „Journal" meldet aus London, in politischen Kreisen erwarte man von Herriot, dem Nachfolger Posmoaves, eine tiefgreifende Berände-. rnn g 'in dev'auswärtigen Politik FvaEreichs. Wdan glaube, daß heim Regierungsantritt Hevviots bereits drei PvogrmnmpUukte als sicher anAunchmen seien:-1. Unverändert volllinhaltliche Annahme des Expertem? gMchwnS;' 2. enge Zusammenarbeit Frankreichs und EnIglWds 'im BMeribund, und 3. Zulaissnng Deu«tIschllands zum Böllkeribund. ES sei wahrscheinlich, daß Mae Donalden der nächsten Zeit mit dem Nachfolger Pvincares eine Züsammsnkullft halben wellde, die.' nicht notwendigerweise in Ehequers Sie Geschlagenen. Paris, 1'4. Mai. „Petit Parisien" erfahrt, daß der frühere Deputierte Andre Tardieu sich vom politischen Leben zuruckziehen und demnächst Mch Amerika reisen werde. S?m Blatt, das „Echo national", werde am 16. d. das Erscheinen einstellen. Der Deputierte George M a ndel müsse sich, wie das Matt weiter erfährt, heute einer Operation unterziehen und beabsichtigt, nach seiner WroderherstellWg eine Reise Mch Japan aWutreten. Avatol France ffit den Frieden. Paris, 14. Mai. „Oeuvre" veröffentlicht eine Zuschrift öon Anatole France, worin der greise Schriftsteller den Sieg der Linksgruppen begrüßt und erklärt, Frankreich halbe seinen Willen zum Frieden Kar kundgegesben. Er glaube nicht, daß öer Krigg eine ewige Notwerrdigkeit der Menschheit fei. Er «wünsche und er hoffe eine Zukunft des . Frizens und der Zusammenarbeit zwischen den MMrbSKern. Anatole France fordert schließlich Frankreich auf, diesen Weg für den Frieden vorzubereiten und M W zu «Merten. Sie seauröM-tiirlischm Kampfe. irr (Eigeudienst der ,Mener MorgeutzMmrg",) < London, 14. Mai. Nach' den letzten Nachvichtsn aus Konstautmoipell dauern die'ZusaMmenstöHe an der syrischen. Grenze Zwischen türkischen Irregulären und französischen Truppen fort. An verschiedenen Punkten seien die Franzosen unter Ile gen und zogen sich' gegHMWrg Moldau Aikbar zurück. Den Türken seien unter anderem auch ein sranzösches PvMv-- auto solwie eine größere Menge Waffen und Munition in d»e Hände gefallen. Dse Verluste der Franzosen sollen IM Mann W»MN. ./ Sörnes „Judenhaß". Bon S. Meisels. Als eine Legende, die die wahre Gestalt Börnes verschleiert oder sie m ein falsches Licht setzt, möchte ich die weiwerbrMete Ansicht bezeichnen, Ludwig Börne halbe das Judentum gehaßt. Wer Börnes Schriften mir AufmerlkiMmkeit liest, in dem Warte den «Sinn Md hinter des Wortes Sinn den Menschen sucht und finlbet, wird bald zu der UÄberMMNg kommen, daß. Bornes übel beleuirndeter Judenhaß eime mystisi- Ziereche Ujchertxoilbung ist, zu deren Entstehung entweder -Wber-MWnWchkeit older Oberflächlichkeit beigetralgen haben kann. Wenn auch Börne die Juden mit manch hartem Wort bedacht und nliM selten das getan hat, was man gemeinhin „mrtösemiteln" nennt, so erweist sich alles das bei näherer Prüfung Mehr als Äeußevung des TeMeraMents denn als Ausfluß Änes bewußten Judenhasses/ Es >ist wahrscheinlich, daß Ludwig Börne keine belsondeve Zuneigung für die Juden hegte, es ist möglich, daß die Juden seiner Umgebung nicht so beschaffen waren, ihm Liebe zu den Juden einflößen (manche .Börne-Forscher neigen zu dieser Ansicht!), Mer gchaßt hat er das Judentum nie. Er ist stets Mit Wärme für die .Rechte dev Juden smgetreten und seine KampfartlM für die JrcheU beweisen, daß es mehr war als das trockene «GexeMiMsitWingiP, daß Hn für sie >in die Arena zu treten vwaülaßte. Fvovlich sind unzählige Stellen in seinen .SchrHten, die Vom Mt des. JOenhasfes durchtränkt zu sein scheinen. Wer ÄMpig Börne muß man ganz nehmen und nicht Mch clintzÄNen Äußerungen seiner impulsiven Natur böurtÄfen. BieWcht Mich alm Ende sein Jnderchaß seinem Deutschenhaß, pon HW selbst seine erbittertsten Gegner anerkannten^ daß er etmw großen Liebe entsprang. So schrieb einmal WvWinig' MeNzvl, der Adolf Bartels des netmtzehnten Jcchchuindevts: Körnes Kvaincheit seli Deutschheit, seine Deutsch- W AWMA.EE W.Ws' W LMM nicht, Börne ist an Movgenzettuns."^ Die letzten Kurse. Londan, 14. Mai. Die Tendenz der Börse war heute eine viel belebtere, und zwar infolge der Befestigung des Franken. Auch die sensationelle Dividende der Teeaktien von 100*/* stimulierte die Stimmung, Textilaktten und Nubber-Aktten waren niedriger, befestigt waren Qelaktien, weil der Konflikt Venezuelas mit der Oil Company einem Schiedsgericht vorgelegt wurde. London, 14. Mai. Dev i s e n s ch l u ß k u r s e: Nrag 149, Netv-Uork 436"/^, Paris 76,76, Brüssel 89,12l/2, Nom 98,37'/,, Zürich 14,67. Madrid 31,66, Amsterdam 11,70'/., Kopenhagen.25,7572, Christiania 31,62'/„ Stockholm 16,427», Helsingfors 173'/., Berlin 19, Men 309.600. . Wechselkurse. New-York 43,68'/., Paris 74.50,' Vriissel 87,627,, Berlin 18»/. Billionen, Men 310.500, Prag 14,8-/., Amsterdam 11,707., Christiania 31,627„ Stockholm 16,48, Kopenhagen 25.757«. Schweiz 24,677,, Finnland 174, Rom 97,877», Madrid 31.557», Warschau 22,60 bis 22,90. Athen 21,250, Sofia 600. Bukarest 780, Konstantinopel 813, Budapest- 330 bi8 440.000, Riga 22,62. O e st e r r e i ch i s ch e Anleihe 93.75, Tschechoslowakische 97,50, Centre Minnings 11,127-, Debeers 12,25, General Minuiugs 12,25, Diamond 17, Rio Tinto 31-75, Royal Dutch 38,25, Shell 4,50 Baumwolle: Liverpool: Verkauft wurden 6000, importiert 1562 Ballen. Amerikanische 10 bis 1.5 Punkte höher, Full Middling 1806, Brasilianer 10 Punkte höher, ägyptische unverändert, ostiudifthe 25 Punkte niedriger. Amerikanische Termin anfangs 1 bis 6 Punkte höher. Dann niedriger, plötzlich steigend auf ungünstige Ernteberichte. Um 12 Uhr 15: Mai 17,41, Juli 16,71, Otober 14.56, Jänner 13,99. Um 2 Uhr 05: Mai 17.40, Juli 16.70, Oktober 14,66, Jänner 13,98, ägyptische Mai 12,85, Juli 22,20. Paris, 14. Mai. (Telegramm b. „Wiener Morgenzeitung".) Die heutige Börse zeichnete sich durch ganz besondere Lustlosigkeit aus. Das Sinken des Pfundes und die Entispannung aller auswärtigen Devisen wird offenbar aus die kräftige Intervention der. Großbanken^ zurückgesührt und beeinflußte nvGrAch den Markt. Ba'lutenpapiere waren äm meisten betroffen, während stanMijsche Werte große WiderstandRrast zeigten. FranMflche Renten waren etwas besser, französische Eisenbahnen fest. Petroleumwerte schwach. In der Kulisse war. die Börse viel ausgeprägter als i-m Schrämen. RuUische'Jndustristverte zeigten wieder große Festigkeit, da man auninrmt, daß die neue frärMische Regierung die Sowjetreigierung.aner-. kennen werde. Wechsel auf London 74/30. New-Novk 17,05, Wien 24,25, Prag 50, Bnkare-lt 8,65. > Aew-Borll, 14. Mai.- (Radio.) Devisenschlußkurse: Taggeld 374, Wechsel auf London 4.36,75, 60 Tage-Wechsel 4,34, Paris 5,93, Amsterdam 37,32. Prag 2,937„ Berliner Schlußkurs 287» bis 23l/4, Silber 657«. Aew-Borll, 14. Mai. Effektenbörse: Canadian Pazifie 14,859, Union Pcntfic 1360, Union Steels 96,125, Royal Dutch 64,75. 2er Tod Smtzatsem beAStigt. Hongkong, 1'4« Mai. Mchter.) Ditz NaWM öoM AKlehen w 9 Smyatfen, der im 57. Lebensjahre stänö, lvür seit langem in der chinesischen reVolMünären Bewegung tätig. Als im iJahre 1911 die chinesische Revolution - cmsbra'ch, wurde Sunyatsen, der damals in Amerika wellte, zum! ersten Präsidenttzn dev Mnelsischen Republik gewählt. Nach dev AVdanknngch'es Kaisers von WM trat er zurück nnd sein Nachsvlger wndde I u a n s ch i k k a i. Sunyatsen, der die' radikale RichtMg vertrat, geriet bald mit dem gemäßigten Juanschikkai in offenen Konflikt, sammelte Anhänger und organisierte eine Gegenbewegung. Es kam 1913 zum Kampfe, der für Sunyatsen unglücklich endete, so daß er Mch Japan flüchten muhte. Im Jahre seiner Deutschheit krank geworden; er hat -sich in seine Dsutschheit hineingtzbahrt, hineingeNisstn, und ist. daran verblutet. Di-chem Deutschenhaß verwaM war auch Börnes Judenhaß, Börire hatte auch an feinem Judentum schwer gelitten. Er hat als Mann nranches qualvolle Bekenntnis niedergeschvielben, das uns gezeigt, wie fchr er als Jude gelitten hatte. In seiner Ertzählung „Der RomM" heißt es an einer Stellet „Ihr habt mir die .Spiele meiner. Kindheit gestohlen, ihr schlechten Schelme! Ihr habt mir Salz geworfen in den süßen Becher der Jugend; ihr HM die'tückische Derleumdung und den albernen Spott hingsftellt aus den Wog des Mannes — abhalten konntet ihr mich nicht, aber nchde, verdrosien und ohne FreMgkeit erreichte ich das Ziel. . Empfindung nach Empfindung habt ihr mir getötet und einen Kirchhof geschaffte aus Mer lebensvollen Brust, Daß mir die Rache nicht einmal geblieben, daß ich nicht Kraft habe, zu vergeben, un!& nicht Ohnmacht genug, sie zu züchtigen!" Diese Worte sind mit HeHblnt geschrieben/ Und gerade weil Börne das Judenleid am eigeiwn Körper zu spüren bekam, vertrat er später der Juden Sache als wäre es seine eigene. Und es war in gewissem Sinne seine eigene. Denn er fühlte allgll lebhaft die Wahrheit des indischen Weisheitsspruches: Tat twam asi! ' Ludwig Börne war ein grnndchrlicher Charakter; unter den Geistern > des jungen Deutschland war er vielleicht der einWe, deir nmn im schärfsten Sinm einen Charakter nennen! kounlte. Er war ein gelsinunugsistarker Mann, der das Schiff seiner Ueberizeugnrtgen durch die schwankeMn Strönumgen seiner Zeit mamchaft steuerte. Immer und "iiberall zeigte er sein wahres Gesicht. Aber hinter jeden: wahren Gesicht birgt sich noch ein zweites, das attevwahvste, das Aachch des ureigenen Wesens, das mir in bestimmten Momenten, durch äußere Anlässe oder innere Beweggründe getrieben, zum Vorschein kornnlt. Auch Börne hatte im Leben solche Momente, wo er dft tzevboMnsten Schleußen seines Herzens öffnete und dir , 15. Mar 1924 Gerte S 1917 organisierte Sunyatsen die Losreißung der südlicher, Proviuzerr Chinas, die eine s ü d ch i ne s i s ch e Repu. blrk mit eigenem Parlament in Kanton errichteten und Sunyatsen zum Präsidenten wählten. Dieser Abfallbewegnng wurde allmählich der.Boden abgcgraben und schließlich im Jahre 1922 das sildchinesische Parlament mit Wasfengswalt anseinandergejagt. Sunyatsen rmrßte wieder flüchten und ist im fremden Lande gestorlben. Sie güsammenkttnst Sr. Beaesch-Sr. Riiikir. Beldes, 14. Mai: Ueber die Konferenz des Ministers Dr. B e n e s ch und des Außenministers Dr. N i n er c wurde folgendes amtliche Commnmque ausgegeben: Da nach der letzten Zusanrmenkunst der Mimster der Aeinen Entente iur Jänner dieses Jahres zahlreiche ernste, die austvärtige Situation beider Länder betreffende. Erciguisse eingetretetr sind, haberr die beiden Mnister für ansivärtige Augelegenheiien es für zweckmäßig gesunden, in Veldes zusammenzukommen. Auf dieser Konferenz ivurden alle politischen Begebenheiten in Europa während der letzten Monate, die für die beiden Staaten von Bedeutung ivaren, besprochen. Die Außenminister haben ihre Ansichten betreffs der Verh ältursfe ihrer Staaten zu den anderen Mächten ausgetaufcht, wobei die Identität der Interessen und Gesichtspunkte konstatiert und die vollkmnmene Uebereinstimnrung für die gleiche politische Linie in der Zukunft bestätigt wurde. In Ueber- ' einstimnmng mit der rumänischen Regierung wird das Daürm der nächsten Konferenz der kleinen Entente in Prag festgesetzt werden. . Sie ungarische MinorM in Fagoslawie«. Budapest, -14. Mai. Abgeordneter Ugron richtete in der dtationalversammlnirg an den Minister des Aeußern eine Anfrage tbegen der Auflösung.'der.ungarischen Parte: in Jugofläwien. . . . , . . r Minister des Aeußevn Dr. Da r u v a r y erklärte, die Auflösung der ungarischen Partei in Jugoslawien stehe 'im Widerspruch mit den Bestimmungen des Friedensvertrages. Er hoffe, daß die jugoslawische Regierung in der Frage der Auflösung der ungarischen Partei noch nicht das letzte Wort gesprochen habe und sich hrnlsichtlich her Mindecheitsrechte zu-einer -besseren Ernlsicht bekehren werde.' Ungarische „Freihett". Budapest, 14. Mar. (Tel. d. „Wr. MvtgeMitung") Die Buda-pester Wvökatenkammer beschäftigt sich mit einem a-ufsHhenerregenden Fall von Uebergviffen-der Verwaltungsorgane gegen einen Advokaten. Der Rechtsanwalt Dr. Adolf Schaefrr war wichrend der Räievegrernng als Reserve« vberle'utmmt zur Raten Armee erngernckt. Nach dem Sturz der Räteregieru-ng Miete die KcmMer eine DisZvpüuarinnterfuchung gegen Dr. Schaefer ein, fand ihn aber keiner besonderen Bemehlung schuDig. Trotzdem wmÄe der Rechts- - anwM in der Gemeinde Soroksar von dem Obersftchl-, lichter Nemethh wegen ferner angeblichen kommlrnistischen Gesinnung verfolgt und in der Ausübung seines Berges gchindert. Dies ging so wert, daß vor zwei Monate:: 'der Oberstuhlrichter den Rechtsanwalt unter ^Polizeiaufsicht setzte. Der Advokat duvfte die Gemeinde Soroksar ohne Erlaubnis des Stuhlrichters nicht verlassen und rmrßte sich wöchentlich einmal beim Gendarmerrekommando melden. Seine Korrespondenz wurde unter Zensur gestellt und den: Advokaten schließlich das Telephon gesperrt. Die Advokatenkammer 'beabsichtigt, gegen dies:; VevfojMngen zu protestieM. . helimliWen SL-elenpsorten aufta-t und so'in sirnevstes Weftck offenbarte. Durch folgerches SsWö-ökermtlris wirk» das Gerede von Börires Judenhaß vollends Lügen gestraft. In seinen Bvieftn aus Paris schreibt er: ,M ist ein Wunder! Tauftird Male habe ich es erfahren, und doch bleibt es mir Ächg mu. Die einen werfen mir vor, daß ich ein Juide sei; die andern verzeihen mir es; der dvitte lM mich gar dafür; aber alle dercken daran. Sie sind wie Mbcmnt in dieseur magischen Judenkreift, es kann keiner hinaus.,. Nein, ich weiß das mwLrdiente Glück zu schätzen, zugleich (?,!) ein Deutlicher und ein Jude zu sein, mch allen Tugenden der Deutschen streben zu kömrerr, und doch Keinen ihrer Fchler zu teilen. Ja, weil ich als Knech r geboren, dämm liebe ich die Freliheit mehr als ihr. Ja, weil ich die Sklaverei -gelernt, darum verstche ich die Freiheit besser als ihr.^Ja, weil ich in kemenr Baterlande geboren, darum wü-nsche ich ein Vaterland heißer als ihr, und weil mein Geburtsort nicht größer war als die Judengasse und hinter dem verschlossenen Tore.das Ausländ für mich bogau-n, genügt mir auch die StM nicht mehr zum Batevlande, nicht mehr ein Landgebiet, nicht mehr eine Provinz; nur das ganze große Vaterland gerrügt mir... Ich habe mir das Haus meiner FröihÄt vom Grunde auf gebaut; macht es wie 'ich u::d begnÄgt Mch -nicht, das Dach eines baufälligen Staatsgelbäuides mit neuen Ziegeln zu decken. Ich bitte euch, verachtet mir meine Juden nicht! Wäret ihr nur wie sie, dann wäret ihr besser; wären ihrer nur so viele, als ihr seid, dann wären sie besser als ihr. Ihr habt den Jrchen die Luft ^enoMnen; aber das hat sie vor Fäulnis bewährt. Ihr habt ihuen das Salz des Hasses irr ihr Herz gestreut; aber das. hat ihr Herz frisch erhalten." Aus der Quelle des Schurerzes sind diese Worte geflosien. i '; , v 1!. I . . Mit einigen zwanzig Jahren hat . Börne sich taufen I<tffen und seinen Namer: Löb Baruch, in Ludwig Börne geändert.. Aber daß er als Jude geboren wuM und früher Löb Baruch.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.