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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-14 · Heft 1884 (14.5.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1884 (14.5.1924)
Date
1924-05-14
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Wen, M'SiüoH heute iriemewib mehr toifje, tott eigenOch Meter unlb Ver- «iteict sei.. I . Da >jed»H fai vier Fallen nachgewiesen wuvde, daß die Vermietung rricht durch das Aevar evfchgte, mwb daß die Mn-. diWnigen auch seitens der urspriünglichen Untermieter Men die heutigen Besagten erifoWen, wurden von der FinanzproSuvatur di« MnidiMn.qen byKalich dieser vier Parteien »uvückMoaen und wird Ger die GültiOeit der Wndiguna in den MvelberKtt: Prozessen zwischen den Üntevmi^ern und Sllbmi-etern M entschieden werden..! Es (ßetattftte sodann einte weitere Reihe von Ginwendun» gen Men di« Kündigung zur VerhaMung. welche von -jenen Mietern erhoben wurden, die divedt von der GebäudeveMaltung des ehemaligen Ministeriums Buvsauräume gemietet hatten. Bon.den Vertretern der geNndigten Parteien wurde auch ausMührt, daß sich, wie aus einem Mietstrafaikt zu entnehmen der Mmistenalrat Dr. Tauber, welcher derartige Vertrage mit Untermietern, die Millionen auf Investitionen derwendeten, abtschloß, direkt als Bevollmächtigter der GM-ude- Verwaltung auSgab.- Der Vertreter der Finanzjpvokuratur erwiderte, daß, wenn Ministerialrat D. Tauber sein Mandat, wie er auS denen Vollmachten erweisen Wune. überschritten hätte, dies das- Nerar nicht veMich'ten könn>e. Die Vertreter der Mietparteien protestierten in stlbr energischer Weife dagegen, daß chren Menten WchnungOchiebungen Kur Last gelegt würden. Der Richter vertagte die VerhaMung -für Ende Juni zur Einvernahme der Kmaen Über die abgeschlossenen MieMMige und wurden zu dieser Verhandlung auch die höheren Mnisterialbeamten, welche bei diesen' Verträgen »ntervenierteu. zur Einvernehmung geladen.- Wietter Morflenzettung. 14.. Mai 1924 Seite IIIIII1IHIII IMillll Alle Arten von Bankgeschäften j^ornmandite der Kroatischen Eskomptebänk, Agram Wien, I. Seltzergast e 4 beim nergasse raben) Kredit- und Warengeschäfte Telephone r 60-4-Sfc, 60-4-93, 63*4-88, 64-4-4L, 68-4-78, 64-4-82 lotts Telegrammadresse» Prapobank ■Mbl Die Untersuchung gegen Meiche eingestellt. Am 3. Mira .I. -wKe In-Heer Wohnung. 8. Be-., KMWsse 86. die Prrvate Marie Eberl ermordet und wurden unter dem Verdachte, sie ermordet zu haben oder an der Ermovduttg beteiligt gewesen KU fern, die. Bedienerin der Ermordeten. Franzrsbä B rusch und ihr Zimmerherr Ernst M ei che verhaftet. Die Staatscmwaltschaft hat nun den Vertreter Meiches, Dc. S. Reiß, verständigt, daß das Verfahren -gegen Meiche eingestellt wurde. Weiche wurde vorgestern Ms der Haft entlassen. tmr Tochter gegen den Bater. Die - ISlährige Marcha 68., die angeblich von Hrer Mutter verleitet worden war. gegen den eigenen Vater die Strafanzeige zu erstatten, daß er sie zu schweren sittlichen Berfehlunge n. v « rf.ühr t habe, wurde vom Bezirksgerichte wegen Verbrechens der Verleumdung zu vier Mo natenstr engen Arrest8,.Dedingt verurteN. die mitanMagts Mutter, die i»de Mitschuld in Abrede gestellt hatte, wurde freigesprochen. Die Ehe war Ms dem Verschulden der Frau Mchieden worden,; da die Frau -dem Manne Vitriol ins Gesicht geschüttet hatte, &daß «Mt «Minde-te. Die Tochter hatte sich einem lästerten Lebenswandel ergeben, angeblich, weil ste von den ern verstoßen worden.war. Die jetzige LehenS» aefährti-y des B. erlitt während ihrer Vernehmung einen Ohnmacht ausall. AuK den'Angaben verschiedener Zeu- Sinnen hatte sich die vollständige HaftlosWett der Beschuldigungen gegen den Mann ergeben. ' Weibttchc KriegSinvaliden. >Vor^ dem Bsvwaltungs-. gesichtshofepräsentierten sich in den letzten Dagen weNirche Kriegsinvaliden alls Rentenwerberinuen u-nd man erfuhr aus Vieifen Verhandlungen, daß -es auch WÄbliche Kriegsgefangene Mben hat.,Die KvanLenpf-legtzrin Anna Pinter erhielt im ^chve M4 .an der russischen Front, durch einen GrüMtschutz EBMetzung an-derItptt Hand und erkrankte-M'Äumetr an MÄarm und MeckthphuS, Im -^Mre M8 wurde sie geangengenotmnen. 7 Me JndMldemMchadiguniMommiMan PvachHr die Bollrente Md den Hchlosenzuschuß zu, da.sie als FrÄMpaM ständig, einer fremden HM bedW. Der DerwaltMgsigmchtZLoif hm der Klage der' BuMssinanzverwaltung gegen die Zuevrennüng des Hilflo'senzuschuf.ses Mt der Begründung stattg«geben, daß der HNMvisemuschutz die vollständige HMöWeit des Bewerbers voraussetzt, die hiev nicht Vockvge. — Eine -weite Kriegsinvalide, Pmla Balzer, war während des Krieges in osr Bocche di Eattarv beirm Flivgerabwchrromm-Mdo vaschästdgt. Das Gebäude fiel einem Fliegevangrisf Mm Qpifev, und tot* folge «ImS MrdenschcEs wurde sie avbeitsnchWiig. Die Inva^ lildenentschüdigunigsVommWon ernannte -ihr die Invalidenrente zu und die ttön der Bundesverwaltung dageigen erholbene Klage wurde vom Verwalt-un-gsgevichtsyose ab ge wiesen. Der Massenmörder Molnar. Wie von uns bereits berichtet, wurde in RakoS-SizentMhaly der HündlungsgshHe Joses Mvlnar-Loth und'dessen Fvau wegen Ermordung des aus Ämetiba surüchgeikchrten Bäckeomsisiers Andreas LachmaN ß, .seiner 'Tochter Frau Köves. mit der Töth ein LiMsverhäuM unterhMen hatt^ und deren iGähvigen Sohms verhaftet. Die Äsiche des Knaben war von Awe-siern unter dem FuModen der Billa Lachmanns gefunden worden, wahrend die anderen zwei Le-ichen lim Garten Vevgralben waren. Svater wurde auch die Teiche der FrM TachmaM in MM BlechisaM ln der Hoilizhammer eines Hauses in Muvsst gefunden. Montag begann die Vechandlung vor dsm Buvapester Stvckfyevichte. wolböi als Helfer des Gtzeipaares Molnar-Doth noch sechs Pevsonsn, darunter der HaMUngsgchilse KanMa! und schne Frau, aMeklaUt sind. In der VeHandmng stellte hevaus, daß Frau Köves von Molnar, der sie mlit Borsentyp^ versoW hatte, Mt verlangt hatte, .um in Gemeinschaft mit der Mutter; den Vater «t vergiften und dessen aus Amerika , nvitgchvachte Dollar an sich zu reißen. Da das Gift zu langsam wirlite, - sagte Molnar dem alten Manne zwei ^Kugeln m.den-Kops. Einige Lage daraus Mete Molnar ' jejj«. JÖtö'41^.. Köves, die von seinem tzHer KanoHsah festachallten und am Schreien Verhlndevt wUMedurch einen Schuß in die Schläfe. Ms später der junge Kwes Heim- Sam, HM man ihn in Mem anderen Ammer auf, wo dis Heiken Männer mit ihm „Rcütber und Gestdarm" zu spielen Gannett. Im Verlaufe des ,Ddwles" erschoß „GendüM" Molnar-Eoth den „Räuber" Julius. MerDs wüiÄe» die beiden Leichen begraben. Frau Lachmann wollte nach Reupeft ziehen und ließ sich von Molnar bereden, die Villa auf den Namen MolnarS zu übe-vkchwiben, wobei KanMay als Lachmarrn fungierte. Küche Zeit drvmff »cklrde sie von Doch mit Hilfe KanozlsäyS erdrosselt. Der Glechsang wurde nach Rmpest Mrcicht. Die gestohlenen Dollar wu-rven an der Bö He versipielt und das Haus mutzteverkauft werden. MolNar-Loch hat ein Msßi'chrliches Geständnis vor Gericht abgelegt.. Sie Vertrauenskrise. Bon Leopold LichtensteM PrÄsidenteN, des Berbandes der SchuhimportMre, -Kommissivnäre ’ mtb -Vertreter. (Alls einem Gespräch.): Bei Betrachtung der- Menwärtigen Lage komm man zur UÄderMMNgHäß es sich um «im ksineSwLgs leicht --zu nchmende Vertrauenskrise handelt, von der nicht nur die Börse, sondern erst recht ' die KauiMünschaft betroffen wich. Die Spar-emlügen. bei der Bparbasse der Gemeinde Wien und bc>i den als unerschütte^ich . lM-nn-ten Orotzbanken wüchsen in -den letzten Wochen Wusagen stündlich. Verdienen die Leute plötzlich Mshr - oder händÄt eS M M «im Muss plötzliche Sparwut? Kcknes von bechen, Mer -öfterreWfche Handel hat in den letzten Jahren, was ja Eingeweihten bekannt ist, vielfach mit den Krediten PriväM--geaMitet. Er mußte diese Kredite schwer befühlen,. lyM-te sie sich a'ber^dchür meist leicht uttlb auf kurzem Wege verschaffen. Diese Leute, die sich am Handel sozusiagen als stille Teilhaber' beteiligt haberr, beEourmett nun angssichts''dar schlechten 'BövsmlM Angst, Nudigeu den KauMuten die Kredite und tragen das Geld zu den e rwähnten „sicheren" Anstalten.. Was machen nun letztere mit den Einlagen'? Die Gemeinde Wien' baut Häuifer M. die BanKen 'stützen die Börse. Beides schr löbliche Ullterttishckunigen, mit denen aber bem Kreditbeidürjfnis des Handels -nicht abgeholfen ist. - - Von oimr Vergrößerung des VanEenErrdits der Handels^- Unternehmungen lan-n Aine Rede sein. ^Erstens wÄl die Ban-' ken ihre msbiiten Gelder, wie.gefügt, §ür die Börse brauchen, zweitens woA' die Effeiktettde<Zun>gen,,.die vieile Kaufl-eute für Hve/KrM-e geleistot haben, jetzt/stärk unterwertet sind uÄ»!. auch deshalb eher Kredite gMndligt vq-X§ neueeiugeMMt' ' weriden.' ’ ' ''' ' / ' Unter diesen Umständen bleibt ausschließlich nur ein Weg Die 'RegierungZelle ersParten i Be t r ä gen der Volke rb u n ba n l ei heb im Hand ek |; und der Industrie Geld zur Verfügung. Dies hätte — ähnlich wie dis Vörsenstützungslaiktion, nur besser —- untt strengster Aufsicht der kompetenten^ Faktoren zu geschshen und wäre das einzige Mittel, die VertvauenEvIise im Handel^so zu bchAen, wie man die Vertrauens-kvife. an dm Börse zu bMmpfen bemüht ist. - Vorgänge in Syrien wirken ebenfalls de-pvimierend. Infolge diesen Nachrichten sank der Franken in Zürich von 31.90 auf 31.10 und zeigt werter eine sinkende Tendenz. Maßnahmen gegen den Frankensturz. Wie der „Temps" meldet, hat der'Ministerrat über die Frage der WechseAuvse beraten und den FinanMinisttt Marsal beauftragt, alle Maßnahmen zu ergverftn,. ullr den auf den Sturz des Franken gerichteten Manövern ein sstaroli zu bieten. . -. V - Leviseu- und Balutenkurse. (Mtgeteilt von der Oestenetchischen Nationalbank.l Vista 13. NÄ .<rew 'V^sre ,2. Net Geld War« Amsterdam f. i hölK Qulden; Agram 1 j»e. Kronen ,;. . Belgrad 1 Dinar. . . . *. . Berlin* I deutsche RelcliSthftrk Brüssel I belgische Francs Budapest 1 ungarische Krönen Bukarest 1 Lei ...... Christian!« I norweg. Kronen Kopenhagen i dänische Krönor London l Pfund Sterling » . Madrid 1 Pesetas , . •* „ . Mailand i Lire ...... NeMr York 1 Dollar., , *. Paris 1 Prancä.. Prag l tsehechöu-slöw, Krönen Söffa 1 Lev/a ...... Stockholm 1 schwedlseheKronöt. Warschau** 1 polnische Mark. "wich i. schweizerische Francs 26S3Ö.- 871.- 871.- 1S.38 329*.'-* 0.78 358.- 26630.- 26600.- 875.— 871.- 875.- 16.65 3306.-' N'81 357.- 9720,- 871.- 16.35 3314.- 0.73 357.- 9730.- ,SM.- ' ,2120.- 12180.— 26700.-. 87'.- 875.- 16.65 ' 3326.— 0.84 359,- 9?7ö.- 12220A 309700.— 3107U).—3l08o0,-~ 311500.- 9580.- 3149.- 70935.- 3972.- 2083*— 510.- 18570,- ,96,20.— 3161,— 3144,— 71185,- 70935.-; 3988.-' 4072.— 2093,—. 2081.- 514.— 811.- 18630.- 18570,- 9620.- 3156.- 71185.- 4088.- •2091.- 516,— 18630.- 12585*.- 12635,- 12685.- 12635.- Noten Amerlkan, Nöten v. 5 Dollar autw, K? . » kleinere . . Belgische Noten 1ÖD Francs . . , Bulgarische Nöten zu 1000 Lfcva . » * * 100 * , n t lcldnere y v Dänische Noieti 100 Kroner , . Deutsche Noten*, . . . , *, * * . . 100 . . . kleinere* 70460.- 70SS0.'- 3255.-. 498.- 70860.- 70760.- 3285.- 504,- 70469.- 70860.- 70360.— 70760.- 3275.- 3305.- 499.- 507.- 476.- 11936,- 15,90 484.- 12910.- . 16.30 , 479.- 12930.- 15.89 •467.- 12110.- 16.20, 15.80 16.20; 45.60 16.- . . „ ' Kleinere^ * * •*. *«»• Engt, Nöten voii 5 Livrest, au!w,t'.3079oo._ 369500.-. 308730.- 310300.- Weiterer Kütssturz des Franken. i&et iwumMs gMttJtttftea Hai ük>»rall alormi.isnd Als Grunde werden ön London und MwHork die Erfolge der Sozialisten bet dm staGölftschstt Mühlen angegeben.; Diese Partei könne nicht die finanWolitischen Maßnahmen zur, Stützung -des. Franken, wie sie von Poin» care -inauguriert wurden, weitörfti'hren, Die „Times"' versuchen es, die Spekulation van dieser Ansicht abzubringen, da auch eine sozialdemokratische Regierung die EvsMungs- ^'iMßnahmm , weiter durchsühven, müsse. Trotzdem Versagen alle Beruhigungsversuche bei dem schon bestehenden Mißtrauen. Es werden auf allen Märkten die thssanrierteN Franken angeboken. Er fällt insolgsdessett ziemlich stark, besonders aber in London und Rvw-Nork. An-deversM befürchten auch die fvanzöftschen FwMsi»! besitzer eine Vermöge n s a b g a b e von seiten der zu 'erwartenden sozialistisch gefärbten neuen R,egiernng. -Sie legen deswegen den. größten Teil ihrer FraMiMthaben in fremden Devisen an und bewirken dadurch eine Steigerung -der ausländischen Devisen in Paris. Die außenpolitischen „ kleinere . . . . . Französische Noten 100 Franöfr . Hellandlsche Noteh 100 autden . Hellenische Nöten v. 100 Lire inlw. . , kleinere , . . Jügö6l, Nötbh utigest. zu 1000 Dinar ii ' ' » '• » » ’ 100 ■ n “ ' kleinere . , Norwegische Noten lOO Kroner , Polnische Noten **.. «■ •> * . . , kleinere** . . . UnmSnIsche Noten znlOM u.-500Lei „ , kleinere . . ., Nuss. Noten (Roman,) zu soa Rubel ft „ „ kleinere. . Schwedische Noten 100 KronOr , SehweizeHsphe Noten lOÖ.Francs, Spanische Nöten" 100 Pesetas . . Tschecho-sloW. Not. v.1000 aufw,. * * kleinere Ungar» Noten (neueEiii,) zu lOOOKr. . .zu 10.000 Kr. . » kleinere 3Ö77C0.- 3935.- 26250.- 3U5.- 3115.— 859.- 9566.- 76.- 71.— 330.- 33o.- 309300, 3965.- 26430.— 3165.- -3135.- 875.— 308506,- 310100.- 4035.— 4065.- 26300.- , 3140.- , 3110.- 670,- 2650Ö.- 3160.- 3130.- 676.- 9640.-’ 82.— - 77.- '354,- ■ 333,- 860,- 9610,—' •74.— 69.— 352,- ,332.- 866,- 9690.- 80.- 79»- 358.- 333,- •18370.- 12560,-f 9460,- 2072,— 2067.- ■0.75 18470,- 12640,- 9540,- 2083.- , 0,81 18370«- 18476,- '"76,-. 12650.- 9460.- 2072,- 2067.- 0,75 9546,- 2088,- S083.— Ü.81 0.76 0.76 0.76 0.76 Für 1000!ck.Marr, ** für 10.000 pol«. Mark. Sie Sanfcnlonöittonen und die materielle Haftung der Bankdirektoren. Nach der Plenarsitzung deZ Nationalrates trat gestern der parlamentarische Ausschuß der Bankenkommission zu einer Beratung zusammen. Auf der Tagesordnung stand ein Bericht über BanlenkonditioneN und' ein Sonderibericht über die Zustände im Bankengewerbe. Weitere Meferate -hatten Abgeordneter Dr. ■ Ramek über den V-ierteljahrsbericht und Abgeordneter Dr. D o st a l über einen Gesetzentwurf betreffend die z i v i l r e ch t l k ch e Haftung. Schon vor einigen Tagen wurde angekündigt, . daß Finarchrmmster Dr. Kiembö ck die Absicht habe, dem Nationalrat einen Gesetzentwurf über die materielle Haft n n g v o n- B a n k d i r e l t o r e n und Verwaltungsraien vorzulegen. Ein solcher Entwurf wurde bereits vor , einem, Jahre von der Bankenikommisfton dem parlamentarischen Ausschuß derselben übermittelt. Die Erledigung im Ae Hakentteuzlerbank zusammengebrochen. AusgieWausuchen der Seutscheu Bodenbünk. — PolitiMe kkuflM um Werke. - Unter« suchuugen der Wirtschaftsvolijei. - Ser Sbmann des Seutscheu Schulvereiues als PWdeut der »odeubauk kamtzromiMert.!in Prozeß Men den Bund jüdiMr Frontfvldal-n. Aus Betlru meldet Z. T. A.r Morgen Donnerstag findet vor döln Mosbtter Amtsgericht ein Prozeß gegen den praktischen Arzt Dr. Hugo Bernhardt, HaiüptmanN «./&>. Leo Löwen st ein, Kaufmann Roller und drei andere Mitglieder dks Vorstandes des Bundes Mischer Frontsoldaten statt. •Den ÄngeAagten wird., zur Last gelegt, baß sie im vorigen H«M aMWch der Pogrome in der Gvenadierstratze und, in den umliegenden Straßen Me Abwchrabteilung gegründet Haben, die auch über Waffen verfügt hätte. Wie es in der -Anklage heißt, -wurde auf eine Anzeige hm das Waffenlager ^durch die Abteilung 1a des PolizeiprDdi'ums beschlagnahmt. Wie Anklage -lautet auf Geheimbündell-i und unerlaubten : Waffenbesitz. Gütern vüömlttags hat die Deutsche Bodenbank beim Wiener Einleitu,M der Ans-gleichsv-erfahvens angesucht, Mchdsm alle Versuchs Kur Boilegu-ng der bestehenden SchwievigkMn mitzlüngett sind. Es stellt«' sich heraus, daß * die Verwüstung bw Bank fchveve Fchl-er begangen habe. Ra* meutlich wird demr geschäftSsGrenden VevwaltungSrat Doktor Heden-igg'nüchigesM daß er für seine eigen-en Ssieikulatio- .nen die Bank sehr stark in Änlspmch -geNANMn hübe, so daß diese durch seine Verluste. in - Mitlelldsnischaist gezogen - wurde. -Die WstschaftspoWi hat schon Wst-em die Bücher der Dank meiner ving-chenden Ü-ntevsuchung zu unterziehen begonnen. Es' verlMtet, daß,'auch gegen' den Denwaltustgsrat die Unter- , fttchung oinge-loitet werden wird, da, vennutet wurde, baß dieser .seine Kontrollaufgabe nicht, in dem Matze'erfüllt .hat, wie es'für eine richtige Geischäftssührung der Bank notwendiig gewesen Wäre.- Auch der bekannte ÄbckaNn des Deutsch e n' , Schul ve re ins, einer Organisation, welche in der letzten Zeit ins , h -a k e g jk,-r e n g l^.r i f ch e FMikzasiek hinWevtze* segelt ist, der «gewAftne Mgeordnete Dr. Groß, dürfte eben- Ms als Präs-ident der Bodenbank sich in der Hin* sicht Fehler Zuschulden kommen lassen haben, daß er Doktor HeidenM voWsmnen kontrolloS MMA^ l-i-ssß- Ander gestdigm Börse wurden Äe PBffvmn' der Bodenbanlk exekutiv verkauft, was eimyes Ausschen erregte. Es .bildeten diese Zwanigsver-käufe den Gesprächsstoff der Börse.; Trotz alledM hatte dies auf die KursWdun>g Nickt den gevingsten Einfluß, da mit diesem Ereignis schon seit einigen Tagen gerechnet wurde. Die Schalter der Bank sind gestern . geschlossen worden. Die Auszahlung der Einlagen wurde voll- ' kommen eingestellt. Die ungedellben Passiva belaufen sich nach allgemeinen Schätzungen aus vEufig zirka 60 Milliarden,! doch ist, vorderhand nochkeine' genam Uebevsicht der Bilanz ' ftrtlggestellt.'Es heÄall'tet,' ,da^.'zu'den Geifchädigten der Bankauch'die Zen tralbodenba nk gehört, welche der Pc>>en-. dank größere Kredtte-- 'Wwährt--hc»t. 8958 59813995

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