Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1884 (14.5.1924)
- Date
- 1924-05-14
- Page
- Seite 6 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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mm WWWWWMW^WW muiil» UAfNtjVUWWyiUH i iwtlipinui ->»«>«- A-M«W«WM,W^MMMWWW ( Seite 6 ~ " ' " "'w' W«, MitvSoH 1 Lemne, Vorträge und Versammlungen. Seniorenverb an - d e r Z. M. B. Folgende Korporationen hckben in die .Jugendbchprcchung Des' Jüdischen Nationalsonds (morgen Donnerstag, 6 IHr abends, 2. Bvz.^ Zivkusgasse ÄS) außer ihren K. Ä. L.-ÄMmnissären noch fytoet bevollmächtigte Vertrete au endenden: Z. M. V. Hyvtania, Fmvg-Juda, Jordania.HaÄnvnäa. Nchemia. Awoda. Jedidäa, Gämala, Ieremia. — Verein Tikwatlh Je ihn. Do, 8. Bcs;.. Bennoplatz 1. Heute Mittwoch. 3/29 -Uhr abends. Gesellschastsabend. Herr Uriel Birnbaum: Vorlesung aus eigenen Werken. Artur Preis: ' Rezitationen. Grete Groß: Moderne TanOhani-cOen. Anschließend Tarrz. —- Zionistisch-akademifcher Landesverband, 2. Bez., Taborstraße 20«. Heute Mittwoch, 7 ll'hr -abends, wichtige Wtzung. K Ein Nuchhalterverband. Jur Wahrung und BertretuW der verschiedenen Belange der österreichischen Buchhalter hat sich ein Fachverband mit dem Titel ,-Erster Oeffterreichiischer Bnchha'ttevverband" gebildet. Die Aufgaben des Verbandes bestehen vor allem in der sachlichen Berufsberatung, Jnsorinationserleichterung, Rat und Unterstützung von Steuersachen nnd Rechtsvertretung usw. Zuschriften Ovecks Beitritt zum Verbände sind zu richten an Oberbuchhalter Karl W-atz-eT, 8. Bez., Mumanergasfe 6, welcher die provisorische Leitung des Berbandes übernommen hat. Musikaüsch - deklamatorischer Abend. Heute Mittwoch, J7sS Uhr abends, findet im Saale der Wiener Sezession, 4. Bez., Getreidemarkt, ein musikalisch - deklamatorischer Mend statt. Mitwirkend die Herren Kriener (Bolksoper), Schneiderhahn (Klaviervirtnose), Hegedüs (Gedichte) und andere, hervorragende Künstler und Künstlerinnen. Kartenvorvertaus im Vereinslokal, 18. Bez., Währingevstraße 15-4, von 11 Uhr bis 1 Uhr und an der Abendkasse zum Preise von 10.000 bis Färsorgeverein..AurUia". Wiener Brockensammlung für jüdische Arme. Wien, 7. Bez., Nenbaugasfe 49, Telephon 38-L-12. dcach «ehnjährigein Bestände hat die Wiener Brockrnfammlung Kr jüdische Arme ihren Namen in FirrsorgLvrrein Zluxrlia geändert. Da wir seit einer Reihe von Jahren keine Gebrauchsgegenstände — Brocken — unseren Avmrn mehr zur Verfügung stellen konnten, weil wir solche nur in sehr seltenen Fällen gespendet bekamen, haben wir, diesen geänderten Verhältnissen entsprechend, die Namensänderung vorgenommen und unsere Tätigkeit auf das Gebiet der Fürsorge jedweder Art erstreckt. Die am 8. d. abgehaltene Generalversammlung hat den Beweis dafür erbracht, daß wir bereits im ersten Jahre der Auxilia unserem Programme Ehre ^gemacht haben. Hauptsächlich steckten wir uns das Ziel, armen jüdischen Studenten hilfreich zur Seite zu stehen. Mögen diese nun kommen und sich vertrauensvoll an uns wenden! Wir werden ihnen nach Maßgabe unserer Kräfte mit Rat und Tat beistahen. An die große Oeffentlichkeit wenden wir uns mit der Bitte, uns tatkräftigst zu unterstützen, und durch liebevolle Zuwendungen in die Lage zu setzen, unser schönes Ziel zu erreichen. Bühne und Kunst. „Mama Kolibri." Erstmrfführrmg im Deutschen Bottsiheater. Gutes, handfestes, aus den Effekt eingestelltes Pariser Dhe-ater. BiÄe, diele, rauschende Worte, wirksame Aktschlüsse, bewahrte Konflikte und Situationen, alterpröbte Figuren, ein Ghenvann, der ja! sagt, wenn er erfährt, daß er betrogen wurde (allerdings sagt -er es mit anderen Worten), Söhne mit empfindlichstem Ehrgefühl, die femme entre -deux ages, die sich in den Freund ihres Sohnes verliebt und mit ihm durchbrenut. — Alles gute Bekannte. Der Zuhörer kommt den ganzen Zlbend nicht aus dem Kramen in seinen Erinnerungen: wo Hab ich das schon gehört? Ans der. Bühne nimmt die Affäre einen Fortgang, der die Suche nach Vorbildern noch drängender gestaltet. Mama Kolibri (man könnte kaum einen gezwungeneren Kosenamen ersinnen) begleitet ihren GeNebicn nach Algier, wo er ferne Mlitärdienstzest zu-verbringen hat—das Stück spielt nach jeider Hinsicht noch imallertiefftrn Frieden erkennt rechtzeitig, daß ihre Zeit bei George vorbei ist, kehrt nach Paris zurück und entschließt sich unter großenr Aufwand von Worten und Rührung, von nun an nur nrehr Großmama Kolibri zu sein. Alles, wie gejagt, gutes Theater, aber auch nicht eine Szene, die ans Herz greift, nicht ein Wert, nicht, eine Wendung, die Widerhall in uns findet. Vielh.'icht waren alle diese Angelegenheiten, ' die Liebes-, Ehebruch--. Sch-'dmrgs-, Duellaffären der großen Parifir Welt vor cem Kriege für uns interessant. Heute gehen sie unS ganz und gar nichts mehr an. Die Sauce ,sentimentale, die Henry V a t d i i I: über die Geschehnisse reichlich gegossen hat, macht das Gericht nich: schmackhafter. lieber diese Art Literatur sind uir doch schon hunusgewachsen. — Frau Wal leutin spielte t.e Frau im gefährlichen Alter Mit viel Geist und Anmut. Freilich gelang es auch ihrer seinen Knust nicht, ans der „Gestalt" einen Menschen zu machen. Die Aufführung M ganzen matt nnd planlos. Die Damen Keller und Hetsey, die Herren Ku tzHera, Günthund. Hadank hielten gerade noch das notwendige Maß. -Alles übrige war unzureichend. Die Acbersetzung mäßige Handlangerarbeit, daß es Uebersetzung ins Deutsche ist, muß. als gelinde Uebe-rtreibung bezeichnet werden. — Das. dicht besetzte. .Hans -spendete reichen Beisall. . - K. M. Wiener M*wwi***&^ Mitteilungen aus dem Publikum. to RESTAURANT TO M.OPERER WIEN, IIJABORSTRA//E12 HOTEL STEPHANIE Erstklassige Wiener Küche / Spezialität; Pfefferkarpfen und gefüllter Hecht Neu! ORIGINAL Neu! Sämtliche Speisen fertig und am Rost Erstklassige Biere und Weinspezialitäten wie Szamorodnier, Tokayer Ausbruch Alleinverkauf der lg. Klem'schen eoz. Original Palästina Medlzinnlweine „ras Mlbat." ErstlUlfführung im Komödienhaus. Mau kennt Len aus dem Proletavierstande kommenden Johann Ferch, der mit dem Mute eines Wahchettsfanatikers für soziale Freiheiten, für die Aufklärung der Massen und für das Beseitigen veralteter Vorurteile kämpft. Ein Dramatiker ist er nicht. Aber sein Leudenzstück „Das Zölibat" ist eben nur als Tendenzftück zu werten, als dramatische These, die das priestevliche Zöbibat als etwas Widernatürliches brandmarkt. Fünf Bilder aus dem Priesterleben, den Ton der Zeit (vom 11. Jahrhundert bis zur Gegenwart) nachmalend, derb geschnitzte Dialoge, irr denen die Figuren sich ihre Pointen tzutverfen, haben die Ausgabe, das Dogma zu torpedieren. Das KonwÄierchans bchals sich mit Gästen, von Lenen Hans Rodenderg (Deutsches BoKstheater) und Vally Brenne i s aus dem primitiven Stück das Wirkungsvollste heraushLlten. Albert Viktor Blum schuf mit den einfachsten Mitteln charakteristische Bühnenbilder. Das ausveÄaufte Haus, dem es nur um die Tendenz ging, nahm den guten Willen für die Tat und daMe dem braven Autor und. den Darstellern mit ehrlichem Applaus. ' .!;3.'i o. r. Mche. Anläßlich der Bestallung von Eleonore Düse. Wer das Wesen dieser Frau, die wie eine letzte, zärtliche Verkörperung der zartgeflügelten Göttin Psyche Wer die Bühnen unserer Lage geschwebt fft, tiefer erfassen will,.kann nicht an d'Annunzios grausam-herrlichem Romane ,Huoco" vorübergchen. Man mag dies kostbare Buch artistisch, finden, schillernd, virtuos — kalt nennen wird es nur, wer nicht die edlen Formen erstarrter Lava darin erkennt. Meses Buch, das . die Beziehung des Dichters zu der großen, „tragischen Mzr.se" (so nennt er sie) zum Inhalte hat, ist — wie ich zu behaupten wage — von Zynismus und Frivolität so weit 'entfernt,, wie etwa Goethes Beichten in der Hülle ein'es^ Weislirrgen- oder Fernando. Heilig in ihrer subtilen Zartheit blüht die tragische Gestalt der Künstlerin auf dem schillernd-prächtigen Hintergründe Venedigs ans. Wir lernen aus ihrem eigenen Munde die Mignonkindheit der fahrenden Komödiantentochter kennen, die mit 14 Jahren die Julia spielt,'.voll der heisten und keuschen Leidenschaft einer großen, südlichen'Seele. Wir schen sie im Geiste vor uns, über alles geliebte Blumen — Rosen — in den Händen, diesen durchsichtigen Händen, die selbst wie Blüten sind. Wir erfahren von ihren Wanderungen, auf denen sie dem Dichter begegnet, dessen' von archaischer Schönheit gesättigtes Künstlertunr dem lechzenden Traüm'e ihrtzr Seele endliches Genüge gibt. Herrlich und unvergeßlich die'Schilderung, wie der starke, männliche Eros der Psyche hier gegenüber tritt, die nicht mehr ganz junge Tragödin hinreißt, erschreckt und verwundet. Sie wird sich ihrer Schwäche bewußt, der entgleitenden Jugend, und ahnt den künftigen. Verrat des Geliebten. Schonungslos gegen sich selbst, zieht der Künstler, den Schleier von den: geheimen Kmnpfe dieser beiden sehr Lickbenden. Noch fesseln den Dichter die Schatten , der Augenlider dieses edlen Musenkopses — und schon reißt , ihn 'die jugendfrische, blonde Schönheit der Sängerin von ihr^nn Herzen. Mit subtilster Symbolik, ist jener Augenblick gestaltet, da das Schicksal der Tragödin sich entscheidet: wie sie dästcht, im- Dunkel der Paläste, einen köstlichen Benezianevkelch in den Händen, der ihr plötzlich zwischen den Fingern zerbricht... Es scheint, daß der Verlust des Eros sie — wie die Psyche jener alten Mythe — gebrochen nrÄ> unstet zurückließ. Nirgends mehr fand sie die ErMung ihres Traumes. Sagt sie doch von sich selbst: „Wenn die Seele einmal etwas geträumt hat, ist sie wie etn kleines Kind, dem man etwas versprochen hat. Die läßt sich nicht mchr b^chwihtigen. Und man kann ihr geben was man will,, es nützt nichts, sie verlangt, was man ihr versprochen hat. Und man zeigt ihr die schönsten. ~~~ 14.Mai1922 '_T^~ Mr. 1884 Dinge, man zeigt ihr hohe Berge und Wälder und das Vkee» das ewige Meer. Aber die kleine Seele will'nicht. Sie will'ihren Traum." So spricht Psyche, die ewig Suchende. Kein glückliches Ende ward ihrer Irrfahrt. Fern . der. Heimat, lern den Freunden ist sie in kaltem.Hotelzimmer, gestorben. Nicht an der Hand des Eros schritt sie in den Olymp, wie in jenem Märchen. Und doä) hat sie den Gipfel .der Götter erreicht. Sie selbst, die kleine Psyche, hat ihre Flügel ausgobreitet und diese wuchsen, überspannten die Erde und trugen die Erlöste zu den .Unsterblichen empor. Mariha Hosmanm Aer de« Aeater«. Im O p e r n t h e a t e r gelangt morgen „M a u o n von Masseuet mit Hemr Piccaver zur ÄuMrung. Anfang 7 Uhr. . V v l k s o p e r. Heute „M a r g a r e 1114 (Faust). Morgen „Maskenball". Im Deutschen Nvlkstheater gelangt Freitag den 16. d., 7 Uhr abends, Ibsens „Brau d" in Direktor Bernaus Neuinszenierung zur Aufführung. - Modernes Theater. Heute findet die Erstaufführung des französischen Lustspieles „Un j e u n e m e n * g e“ von Louis B e rneu i l statt. Die Besetzung ist dis nämliche, in der dieses Stück in Paris zur UraufMrung gelangte. Der Beginn dieser Vorstellung und der folgenden französischen Aufführungen wurde mit V«8 Uhr abends festgesetzt. MU n j e u n e m e n a g e" wurde in deutscher Sprache noch nicht arlfgeführt. # AuS -em Raimund-Thealcr. Im Raimund-Theatei beendet Elifabllh Bergner Mittwoch den 21. d. ihr diesjähriges Gastspiel. An der kommenden Spielzeit ist die Künstlerin zwei Monate an das Raimund-Theater verpflichtet; sie wird dann in einem Nestroy-Abend auftreten. Luigi Pirandello hat seinen Protest gegen die Ausführung der Groteske „S e ch S Person e n 's u ch e n einen Autor" zurückgezogen, nachdem er durch emen Vertrauensmann sich über den künstlerischen Wert der Aufführmrgen überzeugen ließ; er hat auch seine beiden neuesten Werke, die Groteske „So ist e s .. . i st e § so?" und das Schauspiel „Die Wollust der Austäudig* k e i t", Herrn Dr. Beer zur Aufführung übergeben. Das Ensemble des Raimund-Theaters spielt die Groteske „S e ch S Perso n e n suchen einen Autor" von morgen <m als Nachtvorstellung in den K a m m e r s p i e l e » in der Premiörenbesetzung. „Gräfin Mariza." In der Kalman-Operette tritt gegLnwärtig, alternierend mit Hubert Marischka, der ungarische Operettentenor Evnö K i r >a l y Ms. Seine kleine, aber gut ausgebildete Stimme, zulsamw-en ncit fernem Mmarilschen Temperament, gestaltete sein Dckbüt höchst evsoilgveich. Das Mustkfest der Internationalen Gchellschaft für neue Aousik findet guKeich mit dem Smetana-Fest vom 25. Mai bis 7. Juni 1024 in Prag statt. OHerroWsche TeAnehmer, die sich bis zum 18. d. bei dom KonzertihureM G. A. SvchsÄ, P«m-BmoihrcL>y, SnmavMa IS, anmÄden. erhalten 50 Prozent Ermäßigung 'für Bahnfahrt und Paßvffnm. Eine Oper in Riesensormat. Die Hiawatha-MüsLk des als Schn eines NeMrs und einer Engländerin in LörÄvn geborenen Komponiswn C o l e r i d y e - T a y L o r, für bessere KcmlMLMrUsi'öwevke sich seM-erM^Jasich Joachvnr, der under- Mbiche Quartettispieler, chngesGMat, wird in der Zeit vom 19. Vis 24. d. in der Londoner Albert--Hall zur Aufführung gelangen. Der Apvarat, der dabei in Bewa§ung acfetzt werden wird, stellt die Indianer-Oper des ^mülattischen Komponisten in' erneu Rahmen von gigantffchsnr Ausmaß uM macht ein Heer von -Mtwirlkeuden mobil. Einschließlich des von der Royal Choral Society gestellten Chores und eines Balletts von 100 Tänzern weiden^bei der AuMchrmrg rund 100-Darsteller beschäftigt sein.- Mit der musikalischen Leitung wurde Eugene G-ovssens betraut, während die Spielleitung in den Händen Fairburns 'liech, der auch die Bearbsitung. der Oper auägchührt hat. Faivburn leitet die Proben mit HÄfe eines'auch bei JilmausnchniLn -verwendeten; Megaphons. Für die AuWührung werden Mochte Kostüme der RochäN'te Mtgefertigt werdeir. sie R8umu«g Des Sebiiuder des ehemaliger BolkrernShrnngsamter. Angeblicher Kettenhandel mit RÄtcklichkeiteU. Bekanntlich hatte die Bundesregremng im Haus-e Maria» hil-sevstraße 85. welches der Firma ffita gchört, das ehemalig« Ministerium für Bolksernähvung untergebvacht. Nach dem AL. bau des Amtes hatte die Firma bviedecholt die Räume gekündigt und war schließlich am 23. Mai 1922 ein gerichtlicher Vergleich zwischen dem Aerar und der Hausbeisttzung dcchin zu« stände gekommen, daß bei sonstiger .Exekution das'Haus mii dem 1. November 1924 dem Eigentümer geräuM zu ubergsbeo sei. Nun waren nach dem sükzeff-iven Abbau-des Ernährungsamtes die vorhandenen Räume der Gelsellschaft festen" und der M-irtschaftSstelle für Heilmittel" in Untermiete überlassen worden, welche wiederum die im ganzen Hanse verteilten Bureauräume an verschiedene GöseUchaften und Private untervermieteten. Es erfragten dann weitere After- Vermietungen seitens der Untervermieter, so daß heute Meter in dem Haüse wohnen, welche >Mr dritten, Vierden, ja bis zur sechsten Hand Räume untergemietet haben. Danun die Besitzer der Firma Klea darauf bestehen, daß -das A-erar dom; gerichtlichen Vergleiche zufolge mit NoveMer d. I. das HauS ' ihr geräumt übergebe, hat die -Finanzprockuratur ' gegen die direkten und gegen die diversen <Unternrie!ter -der früheren Mieter Küudigungsklagen beim Bezirksgerichte NeÄau erngebracht, das'gestern über 12 derartige Kündiigungsprozrsse verhandelte. Wie die Korrepponderyz Gerichtshalle'meldet, erklärten die betrefferHen - Parteien, daß der Vergleich Mischen dem Aerar und der Hausinhäbung für sie nicht vechtsverlbmdlich erscheine, da dieser Vergleich den Mietern verschwiegen wurde, und gegen die guten Sitten verstoße. Der Vertreter der Firma Klea. Dr. Hugo Strauß, -erklärte in ungemein scharfer Weise, daß er sich sehr daMer wundern müsse, daß die derzeitigen Mieter es wagen, von einer Verletzung der -guten Sitten zu «sprechen, -denn -es gäbe in diesem 1 Hause keine« Mieter, der urcht Butter auf dem. Kopf, habe, ünd es liege ein ryp-ischer-Fall eines Kettenhandels mit Räumlichlkeri^n vor, so daß m