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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-11 · Heft 1881 (11.5.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1881 (11.5.1924)
Date
1924-05-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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m. im ' Men, SönMg- Wiener Morgerizettunst. H. VJZQ: -ccuc o di Ff Me, «t WM««. Unter den Zuschriften, die mir auf den unter dem oben anaefuhrten Titel erschienenen Aufsatz, zugekornmen sind, sei die nachstehende veröffentlicht und gleich beantwortet, da sie Grundsätzliches berührt, das mit dem Thema zujsammenhängt. S. S. Geehrter Herr Doktor! Der langenehme Zufall spielt mir die „Wiener Morg'enzeitung" in die Hand, in der Sie unter den: Tstel „Hilft, nicht Wohltnn" uns Geldspendern zwar liebenswürdig, aber doch ziemlich gründlich den Text lesen. Ich neune den Zufall angenehm, weil er mir Gelegenheit gibt, meine Recht-, fertigung wenigstens zu versuchen. Dieser Versuch scheint mir sehr dringend. Ich bin nämlich sowohl jene Dame, die dem kleinen Mädchen statt einer Auskunft einen Geldschein gab, als auch eine jener, wie ich fürchte, zahlreichen Damen, die sich nicht melden werden, um dem blinden Gelehrten Hilfsdienste zu leisten. .; Für die Begehungswie für die Unterlassungssünde kann ich nur eine Entschuldigung anführen: ich habe keine Zeit. Ich vermute, daß es mancher ander eil Frau so geht und kann nicht umhin, es ein wenig ungerecht zu finden, daß wir — freilich nicht geradezu und mit schroffen Worten, aber doch immerhin verständlich — immer der Gleichgültigkeit geziehen werden, wenn wir nicht bereit sind, uns in jedem einzelnen Fall mit „Gut und Blut", emzusetzen. Dieser Borwurf, der sehr bezeichnenderweise fast immer mtf gegen die Frauen erhoben wird, beiruht auf einer ganz veralteten Vorstellung, auf der Vorstellung vor: der grundsätzlich berufslosen Frau. Lassen Sie mich Ihnen nämlich ein Geheimnis anvertrauen, geschätzter Herr Doktor: cs gibt heutzutage wirklich, Frauen, die etwas zu tun haben. - Sehen wir uns des Beispieles habÄr, meine Begegnung mit Ihrem kleinen Schützling näher an- Ich schickte nrich gerade an, den Schottentorplätz zu überqueren. Ich lief mehr alsging, denn ich hatte große Eile. Sie' müifferr durchaus nicht lächeln, Herr Doktor, ich begab mich weder zur Schneiderin, 'noch zu einem Rendezvous und was auf nrich wartete, war kein Kleid mit fnnNnagelireuer Linie und kein galanter Freund, sondern ehvlichje, ja sogar recht unangenehme Arbeit. In meine fliegende Hast trat ein kleines Mädchen mit einem Kind ans dem Arm — ich versuche vergeblich mir irgendwelche Einzelheiten der Erscheinung in Erinnerung zu rufen — und stammelte: Mte! Gewiß wäre es richtiger gewesen, den Fall zu untersuchen, das Mädchen auszüfragen, festzustellen, vb ein Kind in Wien wirklich! immer noch betteln muß. Aber mir brannte dev Boden unter den Füßen. Und ich, tat das einzige, was ich; tun kocktter ich kaufte mich, los. Kaufte mich' los von der Verpflichtung auf die Notlage der Kleinen Zeit zu verwenden -7jene Zeit, die mir nicht eirnuat selbst gehörte und über die ich« nicht verfügen konnte. Daß die .Kleine fidj. über das Almosen gekränkt hat, tut mir herzlich leid- Mehr noch bedaure ich aber, Herr Doktor, mir Jhpein Tadel zugezogen zuhaben. Ihr Schützling ist ein And und lein vorschnelles Urteil leicht zu entschuldigen. Sie aber hätten verstehen müssen, daß es durchaus nicht Gleichgültig--, feit, nicht Mangel an Hilfswillen sein muß, wenn man! sich nicht jedem „Fall" voll und ganz widmet. Würde ich nicht, wie schon gesagt/ mmehmen, daß es nicht mir allein so geht, so hätte ich mich wahrscheinlich gegen den Tadel nicht weiter zur Wiehre gesetzt. Wer ich! bin überzeugt davon, daß ungezählt viele in der gleichen! Lage so gehandelt hätten wie ich! und so gehandelt haben. So zjenllich alle jene, bereit Zeit der Arbeit gehört. und nicht nur dem Vergnügen. Und glauben Sie mir, werter Herr Doktor, die Menschen, die für die Not und Sorge! ihrer 'Mitmenschen Geld opfern, sind noch, lange, längs nicht die ärgsten. Ich! wünsche herzlich, baß sich dem blinden wissenschaftlichen Arbeiter die notwendigen Hilfskräfte zur Verfügung stellen. Sollte es aber nW der Fast sein, dann ist cs immer noch, viel besser, man widmet einem Hilfs-> zwecke Geld, als man wihmet ihm nichts als — keiny Zeit. Mit Geld — wenn sich! nur genug Menschen sindech, die es hergeben wollen und wenn jeder einzelne ebenfalls! genug gibt — läßt sich! recht viel bewerkflMM. Z. IBj läßt sich! für den Blinden ein Sekretär engagieren, der unvergleichlich verläßlicher ist, als der Amateurhelftr mit den neununddreißig Mhaltungsgründen und für Kinder, dis der mütterlichen Obsorge entraten müssen, kann man für Geld so vftl b^ahlte, tüchtige Kräfte anstellen, daß kein neun-' jähriger kleiner Tolpatsch!>in bie Lage kommt, sich! von! Heiligenstadt bis zum Schottentor zu verirren. Also Wersen Sie, geehrter Herr Redakteur, in Zukunft nicht 'unbedacht Sftine auf die Frauen, die für dies Fürsorge nichts übrig haben, als ein Wch-en, schwer, und redlich, verdientes GM. Darum bittet , '. <L ■ , . ' 'ch Alice L., UebriMs bin ich! gar nicht die Dante, an die sich' die Kleine tvendete. Aber ich hätte bestimmt genau so gehandelt. Also verschlägt es nichts weiter, daß ich! nicht die Original- Dame btzr,. sondert mm eine, SieherzM Mßtztbe . . - - Andere. \ : ä Sehr geehrte gnädige Frau! Sehr geehrtes Fräulein! (Nicht ZnIreffendLs ist zu! streichen.). Der Aufsatz „Hilft, nicht Wohtun^ mußte — das' .oar. mir klqr, als ich ihn schrieb chld! ich schrieb ihn trotz' dem- — «eben den Zuschriften, die' ohne viel Umschweift- Hilfe anboten, auch solche bringen, die über Hilft diskutieren, statt sie zu leisten. Ueberrascht war ich nur, daß eS, WM' dankbar vermerkt seimehr Anbote auf Hilfe als ans Dislussion gab. Den ernsthaften Helfern habe ich! die! Ben bindilng zu dem! Uaune hergeMt, K den UW« MfW Bei X»y«kU-MÄWt sind Dr. Hofbauers Entfettungs-Tabletten von bester Wirkung, aDgenehmem Geschmack, vollständig unschädlich. Kein Diätzwang oder Aendernng der Lebensweise, prompte Gewichtsabnahme. Keine Schilddrüse I 70s Kein Abführmittel 1 Depot: Apotheke H. Bayer, Wien, I. Wollzeile Nr. 13 warb, und danke ihnen in seinem Namen und auch im> meinen, das letztere auch deshalb, weil sie das, was sie dem Blinden Gutes tun,! nicht mich durch soziologische und sonstige Betrachtungen, die mit Herausforderungen zu Disputen verbunden waren, entgelten ließen. Denen, die sich von ihren Zuschriften an mich bloß eineu „anregenden Briefwechsel" (so lautet doch wohl der terminus techmcus) erhofften, kann ich mir ersparen zu antworten, da ich gewiß! bin) daß sie in punkto „Anregung" nicht auf ihre Rechnung kommen würden. Auf Ihren Brief, verehrte gnädige Frau (verehrtes Fräulein), antworte ich nur deshalb, weil sie sich schlankweg mit der Dame identifizieren, welche sich in dem einen Falle, den ich erzählte, von der Pflicht zu helfen, durch! Geld loszukauftm suchte; dabei berufen Sie sich, grundsätzlich ans zwei Dinge: daß Hilfe Zeit erfordert, über welchje die im Berufe stehenden Menschen, insonderheit Frauen nicht verfügen, ferner daß.Geld Hilfe organisieren kann. Da diese beideu von Ihnen vertretenen soziologischen Grundsätze immerhin ernsthaft zu erwägen sind und uns den ersten Blick sehr viel für sich haben, ft muß ich in ihrem Falle denn doch zur Feder (oder, um bei den Tatsachen zu bleiben, wenn auch die Metapher dadurchin die Karikatur verschoben wird, zur Setzmaschine) greifen, um Ihre mit entzückender Sicherheit vorgebrachten Grundsätze durch ein paar vielleicht ein wenig nüchterne, aber dafür die Fäden von Mensch zu Mensch klarer entwirrende Darlegungen zu korrigieren. Ihr mahnender Hinweis, daß man zur Hilfe Zeit braucht, erscheint mir geradezu gefährlich: denn er macht die Betätigung des Empfindens, das idj, für eilt ursprünglich menschliches halte, der Hilfsbereitschaft, sozusagen zu einer LuxusangelegenheiL. Wenn man Zeit hat, wenn man sch! von *den Mühen seines Berufes ein wenig erholen will, geht inan i,ns Theater o>der ins Kaffeehaus, sammelt Porzellan, lieft mehr oder weniger interessante Bücher und teiltet Hilft den Hilfsbedürftigen. Hat man aber am Donnerstag von 6 Äs 7 Uhr keine Zeit, ft kann man allen, diesen Dingen der Muße und des Luxus ncht nachgehen — alsokann. der Mensch, welcher, gerade um diese Stunde Hilft braucht, nicht angehört werden und man speist ihn, wenn es nicht anders geht oder wenn man gar ein zu gutes Herz hat, mit etwas Geld ab. Diese von ihnen vertreftne lsicht, daß die Betätigung der Hilfsbereitschaft in den iBererch der Muße zu verweisen sei, ist geeignet, das heute» nur zu häufig beobachtete Verdorren dieses ursprünglichen Gefühles zu fördern- Ob dadurch! der Beweis für den so eingebürgerten Gemeinplatz des „Der Menschist gut" angetreten werden kann, halte ich, für mehr als 'fraglich. Und dann meinen Sie, das Geld sei nicht zu verachten, da es Hilft organisieren kann. Ich habe Hilfsorgawsatftnen. an der Arbeit gesehen, die über ungeheure Geldmittel, Über eipen Stab von gut bezahlten Sekretären, Pflegern, Helfern, Fürsorgern, Rechercheuren verfügten. Aber es erschftn mir immer höchst sonderbar, daß im Verhältnis zu den 'aufgewendeten Mitteln ft wenig wirkliche Hilfe gjeleisteti wurde. Woran liegt das? Meiner Meinung nach, gerade! darip, daß im Verhältnis zur Vergrößerung der Mittel! eine immer größer« Mechanisiernng der Hilft eintritt. Das Zeitalter der Technik ist — ich behaupte es allen Seelenschjvötzern zum TroZ — eines der wundervollsten im Ablauf der menschlichen Existenz; aber die Mechanisierung des Geistes ist die große Gefahr, dis in chm liegt. Und die Mechanisierung des Gefühls vielleicht die größte- Ihre Geldhflfttheorie, verehrte iB riefschreiberin, liegt auf der Linie dieser Mechanisierung; dieint also der Ersetzung -des Ursprünglichen Impulses der Hilfsbereitschaft duH —- dft Maschine. Die Maschine aber ist erst dann das Münder iber Münschenschöpfung, wenn mit ihr und in ihr der reine menschliche Wiste und das ungetrübte ursprüngliche Mensch enempstndm atmet. Diesem soll freier Lauf gelassen werden, iatuch'ber der Hilft. Hilfsbereitschaft ist alles; daß sie in den Menschen lebt, hilft uns viÄleicht „dis Nebel, die wir haben, leichter ertragen". .Glauben Sft nicht, verehrte Kries Weibdrin?, daß Sie es glauben, hofft ' \ .Jhv . ■ 'F*' Dr. SjeL srie8 Schm itz. Sie Atwicklungsgeschichte des Auges. Von Dr. Adele Wiener. Der höchste Sinn ist der Gesichtssinn; denn ein Sinn ist mr ft höher, ft weiter er reicht, Änd das Auge greift bis in die Sterne. Welche ganz überraschend hohen Wunder ein Blick in den Sternenhimmel erschließt, soll, ein nächstes Mal Kar gelegt werden. Und wir werden erkennen: Die >hchrsten Wunder, die dem Menschen werden, 'bringt» das Auge in die Seele, wenn die unsagbar rätselvolle Fähig-, Leit des Schaüenkönnens mit Bewußtsein geübt wird. Wir müssen das -schon erkewerr, wenn wir mit . echtem, tiefem HevzenSdapL der Wunder gedenken, die das Auge vollbringt,, wenn es uns die Möglichkeit schafft, durch schriftliche Auszeichnungen und Lektüre, durch offenen Blick in nähere und fernste Räume innere Klarheit zu erlarchen, Erkenntnisse Au ftrmmlin uM Wr Mt und Raum zu verbMten. Wie entsteht nun das Auge'?; Seine vollständige Entwicklung, die es in abgekürzter Form im Laufe der Keimesentwicklung jedes Individuums erfährt, ist ausführlich in den einzelnen Stadien der Ausbildung des Gesichtsorgans abzuleftn, die wir im Lauft der Stammesentwicklung der ganzen Tierwelt beobachten können. Denn nach dem „biogenetischen Grundgesetz", das Ernst Haeckel ausgestellt hat,' ist die Ontogenie eine abgekürzte -Phhlogenie, d. h. die Keirnesentwicklung ist eine abgekürzte Stammesentwicklnng. Wir wollen nun die Entstehungsgeschichte des Gesichtsorgans über jene wichtigsten Stadien verfolgen, die unmittelbar die Entstehung des Wivbeltierauges, unseres Auges, erklären. Alle Abzweigungen von jener geraden Linie wollen wir außer acht lassen und eben nur andeuten, daß sie vorhanden sind. An ursprünglichen Formen, wie g. B. im Organismus -des Regenwurms, ist der Gesichtssinn nicht in eigenen Organen von wunderibarem' Bau lokalisiert, sondern, ähnlich wie unser Tastsinn, über die ganze Haut verbreitet. Dieser „p h o t o d e r m atische", d. h. „durch Licht erregbare Hautsinn" kann aber nur zur Unlersch'eidrtng von Hell und Dunkel verhelftn und keine Farbenempfindung vermitteln.' An anderen Tierfornren, z. B. an - dem Körper der Quallen Medusen) aus dein der Nesseltiere, sind an den lichtempfindlichen Nervenenden ga-nz ibesonders' äusgebildete Zellen entstanden, die S e h z-e I l e n. SslbftverstänWch konnten nicht alle Oberhautzellen den übrigen Funktionen der Oberhaut durch spezifisch optische Ausbildung" entzogen werden. Sie hatten sich nur an jenen! Kövperstellen zu' optischen Zwecken umgebildet, die dem Licht nüsgesetzt sind: Sie lokalisierten sich zu „Augenflecken". Diese enthalten Sehzellen mit einem Stistchensaum und Lazwischen Pigmentzellen, das sind Zellen, .die Farbstoff erzeugen. Die Vereinigung der Stellen, die zur „Aufnahme" des Lichtes bestimmt sind, heißt „Retina". Die Retina 'der Augenflecke liegt, wie ausgeführt, durch nichts geschützt, an der Kövperoberflächs und ist daher Verletzungen sehr stark aüsgesetzt, die infolge der hier, schon emgetretenen Lokalisation des Sehorgans Erblindung zur Folge haben, wenn alle Augenflecken lädiert sind und nicht regeneriert werden können, Die blinden Lebewesen waren von ihren Feinden sehr leicht auszurotten und nur jene von chnen konnten sich an gefährlichen Orten im Lauft der Erdepochen erhalten,, die ihre Angenftecke zufällig in einer Einfenkung ausgebildet hatten, so daß sie gegen Verletzungen einigermaßen geschützt waren. Es entstanden so die „N a P f a u g e n o d e r S e h g r n b e n",!vie sie sich mr einigen Weichtieren finden. Me in diesen Sehgruben, austretenden Pigmentzellen sondern, einglas; Helles gallertiges Sekret , ab, das die Grube über-den Sehellen evMt und dieft noch besonders schützt.. Eine „ Schneckenart, das Seeohr, hat aus. Her Gallertmafft. -eine Kugel gestaltet, die ähnlich dem Glaskörper.des. Wirbeltierauges funktioniert. Die Napfaugen von Schwimmkäfer-: larven sind noch höher -organisiert, da die Deckschicht der Obevhautzellen, die sogenannte Cuticula, vor der Gallertkugel eine linftnartige Verdickung zeigt, die das einsallende Licht zu konzentrieren hat. Außerdem bilden die Randzellen an dem Uebergang zu der gewöhnlichen Oberhaut einen Pigmentring um die Linse, eine Art Regenbogenhaut als Blende. Hier ist die Sehgvube schon sehr tief geworden, löst sich im Lauft der weiteren Entwicklung vollkommen von der Oberhaut crb und schließt sich nach außen. Aus der Sehgrube ist das „Blasenau^e" geworden. Und nun stülpt sich die vordere Wand der AugeMaft vor Ausbildung von Glaskörper und Linse becherförmig ein, ähnlich wie ein Gummiball durch Druck mit dem Daumen eingesÄlPt wird, rückwärtige und vordere Blasenwand legen sich allmWich als weiße Augenhaut und schwarze, weil blutgefäßveiche -Aderhaut. knapp aneinander — und wir haben an dem „inversen Blase na u-ge" die Entsteihungsgeschichte unseres Auges, kennen gelernt, ähnlich wie sie auch an jedem Menschenkind im Mutterleib ablaust. Die Entwicklung von dem primitiven Hautsinn des Regenwurms bis zu unserem herrlichen Auge vollzog sich im Lauft von vieftn Millionen Fahren in der Geschichte - der Tievtvelt und vollzieht sich noch heute in abgekürzter Form im Lause der Enibryonalentwicklung -des Menschen und jedes höheren Lebewesens! Diese Erkenntnisse führen zu einer recht sonderbaren Erwägung: Unser Tastvermögen - befindet sich noch heute in dem Stadium des Hautsinnes. Werden nach abermals Millionen Fahren Wesen mit Lokalisierten Tastor-gauen auf der Erde leben, die ihnen ein ganz ' ungeahnt neues Weltbild geüvMnen werden? Ich glliube, daß wir dieft Frage mit gutem Fug verneinen können. Denn das Menschengeschlecht weiß allenthalben, an verschiedenen Orten in verschiedener Art, gegen die ousleftnde und ändernde Natnrgewalt wirksame Schutzmittel.zu finden oder zu bilden. Die Gosamtheit dieser Schutznüttel bildet das Mstzeug der -menschlichen Kultur, die der MenMngeist als bewährten Wall -den Angriffen der Natur entgegenstellt. Dir Heimkehr der Luse. Rom, 10. Mai. In Neapel ist das italieuischr Kriegsschiff „Dui li o" mit dem-Leichnam der Eleonore Düse an Bord e'rngela-uftn. Der Toten wurden militärische Ehren erwiesen. Der Leichnam wird nach Rom transportiert' -werden, Ivo er morgen früh emlangen und von Vertretern der Regierung empfangen wird. Nachmittags wird -der Leichnam nach Afolo am Mute- Grappa überftihrt werden, 'wo. Montag die Beisetzung stattfindet. ,

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