Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1881 (11.5.1924)
- Date
- 1924-05-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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IJ WWWHWM'-HM 9 W ■'*^3lf&r Wen, Gonnlag Tagesbericht. So sehen sie am! Hellmuch v. Verlach über die Antisemiten In seinen LebenSsvinnevungen, die er in^der Betkner ,M eltbühne" Veröffentlicht, erzählt der bekannte WirtschastSpolitcksr Hellmuth v. Gerl ach, der lange Zett sogenannten theoretischen WrrtschaftSarmsenntrSinuS betrieb, unter anderem auch, wie er vom Antisemitismus „geheilt" wurde; dabei entwirft er ausgezeichnete Chavocktevfftiken der antisemitischen Führer Deutschlands und ihres Treibens, me wir unseren Leisem nicht vorenchalten wollen. Gerlach schreibt: „Meine Abkchr vom Antisemitismus vollzog sich nicht an einem bestimmten Tag von Damaskus. Sie war das i Ergebnis jahrelanger Erfahrungen und Betrachtungen. JenäherichdieAntisemitenkennenlernte, umso ferner wurden sie mir. Und als ich dann auch endlich mit einigen Inden wirklich in Berührung kam und vergleichen konnte, da wandte sich mein Weg. Mit Lieb er mann v. Sonnenberg war ich besonders vertraut. Dieser alte Rittmeister, der wegen Schulden den Dienst hatte quittieren, müssen, war ein feuchtfröhlicher Kamerad. Wenn er nach der dritten Pulle Wein seine antisemitischen Schnadahüpfeln sang, war er einfach unbezahlbar. Die Ernüchterung trat bei den vertraulicher; politischen Beratungen ein. Da entdeckte ich bald; daß sein unendliches Pachos eigentlich nur einer unendlichen H 5 hlung im G « hirn entstammte. Der Mann hatie^ außer agitatorisch, in seinem Leben nie gearbeitet. Seine politischen Kenntnisse waren gleich Null, von anderm Wissen ganz zu schweigen. Ms ich ihn einmal darauf aufmerksam machte, daß der antisemitischen Bewegung doch eigentlich jede wisienschaftl-ch« Grundlage fehle und diese vor allem zu schaffen sei, erwiderte er mit gutmütigem Lächeln: .Lieber Freund, erst wollen wir eine Macht werden, und dann wollen wir nach einer wissenschaftlichen Grundlage suchen." Auch die „wissenschaftliche" Größe des Antisemitismus, Herr Theodor F r i tf ch, enttäuschte mich tief. Ich hatte einmal neben ihm in Freiberg in Sachsen in öffentlicher Versammlung zu referieren. . . Nach mir sprach Fritsch über die Sozialgesetzgebung. Sein Referat bewies, daß er ni cht einmal ein einziges Buch über sein Thema gelesen haben konnte ... So also sehen die Männer aus, die Deutschland vom Judenjoch besteien und es rein germanisch regieren wollen! Dieselben Enttäuschungen wie in intellektueller Beziehung erlebte ich in moralischer. Ich war damals noch ein sehr weltfremder Ideologe, so ein bißchen „reiner Tor". Ich hatte daran geglaubt, daß die Antisemiten das deutsche Volk von jüdischer Unmoral säubern und zu der von Tacitus gepriesenen Keuschheit zurückführen wollten! Ich hatte deshalb gläubig gelauscht-, als ein paar antisemitische Abgeordnete in einer Riesenversammlung die Verführung - deutscher Verkäuferinnen durch die Konfektionsjuden brandmarkten. Aber dann kam das Nachspiel. Reden macht Durst. Nach der Versammlung ging es zu dem Antisemitenwirt Rreprich in die „Hopfenblüie". Bald hatte jeder der braven Familienväter e i n oder zwei Kellnerinnen auf dev Knieen sitzen. Und dazu sangen sie das bekannte Westfalenlied, es leicht variierend: „Glückselig, wessen Arm u-nrspannt zwei Mägdlein aus Westfalenland." Ich war mit Antisemiten verschiedener Richtung befreundet. Me haßten die Juden oder schimpften wenigstens auf sie. Viel stärker aber als der Haß gegen die Juden war der Haß der einen antisemitischen Richtung gegen die andre, Pasch, zum Beispiel, nannte Liebermann me anders als Leibermann und Hammerstein .nie ~ Mette« MoraenMttM anders als C hammerstein und faßte sie zusammen als „die ..beiden. Pfevdejnden. aus hem Offen". Liebermann aber, der Führer der deutschsozialen Antisemiten, erklärte von seinem KvuLurventen Zimmevmannn, dem Führer der antisemitischen Reformer, er (der Verfasser des Buches: „Die Wonne des Leids") sei der Typus Mischer Geilheit. Während so der Nimbus der antisemitischen Führer immer mehr verblaßte, lernte ich die Juden kennen, dis mir bewiesen, daß ich, solange ich die Juden nur in absentia kritisiert und sozusagen in contumaciam verurteilt hatte, mich einer sehr Men und sehr ungerechten Verallgemeinerung schuldig gemacht hatte, vielleicht den stärksten Eindruck von allen Juden, mit denen ich in meinem LeböN zu tun gehabt habe, hat auf mich Charles L. Hallgarten gemacht. . . Dieser Jude, der sein Judentum nie verleugnet hat, erschien mir als der v oIlko m me-niste Typus des guten Europäers: Synthese von Kapitalismus und Idealismus. Zahllose Juden sind seit Hallgarten in meinen enger» Gesichtskreis getreten. Ich habe unter ihnen, namentlich unter den getauften (und dann vielfach als Antisemiten sich gelierenden!), sehr üble Exemplare des Homo sapiens kennen gelernt. Aber nie habe ich feststelten können, daß der Prozentsatz der schlechten Kerle unter ihnen größer sei als unter -den reinrassigen Germanen. So manche unter ihnen (ich -denke, zum Beispiel, an den ermordeten Hugo Haase) gehörten zu den Menschen, mit demn zusammen zu arbeiten mir das Leben lebenswert zu machen schien. Diese herrliche. Präzision der Gedanken in Verbindung mit der Intensität des idealen Strebens: das war es, was mich das Judentum als eins der wertvollen Elemente menschlichen Fortschritts erkennen ließ. Mein verstorbener Freund Hans Leuß, der ehemalig« antisemitische Abgeordnete, .hat in Sachen des Antisemitismus eine ähnliche Entwicklung durchgemacht wie ich. Wenn Bekannte ihm gegenüber anzweifelten, ob jemand, der einmal Antisemit gewesen sei, jemals wieder ganz davon loskommen könne, pflegte er zu sagen: ,Zm Gegenteil. Gergdewerden Antisemrtismns von innen her kennen gelernt und am eignen Leibe du rchgemacht hat, der ist g efeit gegen jeden Rückfall, wenn er erst einmal zur Erkenntnis seiner Jugendtorheit gekommen i st." In der Tat: immun gegen die Masern ist nur, wer si« durchgemacht hat. Kn Zerufalemer Liebesroman aus dem zwölften Zahrhundert. Soeben erschien in Jerusalem das erste Heft einer von der Mischen National- und UniLersitätsbMioth:? in hebräischer Sprache herausgogebenen VierteljahrSschrist für hebräische Bibliographie, ,Mvjach Seser".*) Die Zeitschrist enthält Nachrichten der Bibliothek, ein-e Bibliographie der palästinensischen Drucke in allen Sprachen und der, Hebraica und Jndaica im allgemeinen. Der größte Teil des Heftes aber ist dem Druck von Handschriften a-us der Bibliothek gewidmet. An erster Stelle steht ein aus dem 12. Jahrhundert stammender Brief der- Jerusalemer Karäergemeinde an die Karäergemeinde in Kairo. Der Brief ist in arabischer Sprache mit hebräischen Lettern gedruckt und wurde nunmehr von Awinocrm Iellin im Originaltext mit hebräischer Uebersetzung herausgegs'ben. Der Brief erzählt von einem sonderbaren LiebeSroman, der sich in der Karäergemeinde in Jerusalem abspielte. Der Brief läutet: . - . Ihr Häupter der Gemeinde, fraget nicht nach all dem, waS uns zuge-t-voffen ist, seit wir nach Jerusalem gekommen . *) Preis im Jahresabonnement ein halbes Pfund. Der Verkauf liegt in den Händen der Firma Ferdinand Ostertag, Berlin. W. 50, Augsbuvgerftraße 28. " " " " Ma? im sind, nach all den großen Leiden, welche über «NS gksimMM - sind durch die Hartnäckigkeit von Abvchcrm und Saliman weglM t R-Pah, der Tochter des „verständigen" ölten Simo«. Den» / alle beiden wollten sie zur Frau haben.- Da fanden wir eS M;• gut, sie an Abraham zu verheiraten. Tie aber sagt«, sie wolle? nur den Saliman. Da stand Abraham auf und sagt«: ,Mo wahr Gott lebt! wenn ich sie nicht heiraten werde, tüte ich eine«; von -beiden." Als Abraham diese Worte sprach, fürchteten wir uns und' verbargen die Rifkah, damit sie weder ins HauS Von vbrochaw, noch m das von Saliman gehen könnte, und beschworen sie, daß sie nicht ohne eine begleitende Frau das HauS verlasse; und als der Brief deö „verständigen" alten Simon eintvaf, wollten wir Frieden zwischen ihnen machen und ersuchten den Abraham, auf sie zu verzichten, er aber verzichtete nicht. MS dies geschah, schwur daS Haupt unserer Gemeinde, Md Mah, daß niemand sie in Jerusalem trauen dürfe und alle Angehörigen der Gemeinde hörten auf ihn. Da sagte «nS Saliman: „Besser ist es doch, daß ich sie evlaubtermaßen heirate, sonst heirate ich sie verbotenermaßen." Da sagten wir ihm: „Wir haben schon geschworen, daß wir etwas derartiges nicht tun werden", und dies taten wir nur auS Furcht vor den Dingen, die sie gesprochen hatten. Als Saliman sah, daß er nichts bei uns erreichen werde, ging er in seiner Torheit, ohne daß unsere Gemeindemitglieder etwas davon wußten, zu einem Rabbaniten (Angehörigen der jüdischen Gemeinde) und schrieb einen Heiratsbrief mit falschen Zeugenangaben, auf die er die Namen von uns allen aufschrieb. Als dies geschah, kam einer der Rabbaniten und sagte zu unfern Gemeindemilgliedern: „Wie schreibt Ihr einen Heiratsbrief für einen Mann und erlaubt ihm dann nicht, das Weib zu heiraten?" Da sagten wir: „Lügen sprichst Du, nichts dergleichen ist geschehen." Da forschten wir der Sache nach und nahmen den Heiratsbrief von Saliman, den . er nnS erst nach vieler Mühe herausgab. Da sammelten sich gegen nnS die JSmaeliten und erhoben auf uns ein großes Geschrei und wir hatten großen Schien davon. Darauf gingen wir zur Gemeinde der Rabbaniten und es versammelten sich ihre Häupter und Richter und wir legten ihnen den Heiraisbrief vor und sie forschten nach, wer die Sache getan und den Heiratsbrief geschrieben hatte, bis sie ihn fanden und beschämten. Der Mann war ein Schächter. Sie untersagten ihn: daraufhin die Schächtung, verboten chm, ins Gotteshaus zu kommen, und legten ihn auf einige Zett in Bann. Uns aber wurde alle Ehre und nötige Hilfe von seiten der (rabbanitischen) Gemeinde zuteil, und wir hatten es nicht nötig, weiter zu sprechen. Und wegen all dessen traf uns das Uebel und auch Saliman und er ging zur rabbanitischen Gemeinde und versuchte, mit ihr Frieden zu schließen, und nachdem wir mit ihm Frieden geschlossen hatten, schwur Rifiah, daß sie keinen von beiden heiraten werde. Da sagt« Saliman: „Das alles sind nichtige Morte, ich wecke nicht auf sie verzichten." Und nun, so wahr Gott lebt, erbarmt Euch über uns und sehet unfern Zustand an! Wir fürchten^ daß die Sache uns aus den Händen genommen wird..." Der Brief ging von Jerusalem nach Kairo und ruhte fünf Jahrhunderte dort in der Genffah. Dann kam er mtt orderen Fragmenten nach Jerusalem zurück in die Rationalbibliothek. Wie der Liebesroman zu Ende ging, hat die Nach- Welt nicht erfahren, $, & . jj.;. Sin Rieseubraud d» ftattfontiett. New-Zork, 10. Mai. Nach einer Meldung aus San Franzisko wurden durch einen Riesenbrand in Sacramento die Docks einer der größten Reedereien Kaliforniens, der Southern Pacific and Califormniv dlavigation Company, vernichtet. Auch Mreche -mit Warenvorräten aller Art gefüllte Schuppen fielen dem Brand«, der nahezu 16 Stunden dauerte, zum Opfer. 'Der Schaden wird auf mehr als 7, Millionen Dollar geschätzt. liebe Nor, dem zappelnden Wuvm in der Wiege beizubriugen, daß man nicht äwig an der Mutterbrust hängen kann. Gerade unter dem Zimmer, in dem Dina ihr Entwöhnungssystem erprobte, äg mein Studierzimmer. Wen« ich nächtens bei der Oellampe über meinen Folianten faß und mir das Hirn zermarterte, um in eine dunkle Tatmudstelle Licht zu bringen, drang Plötzlich durch die dünne Zimmerdecke von oben Dinas bittendes, jammerndes, verzweifeltes ,Haa-ju! Haa-ju!", begleitet vom Aufschlagen der Wiege und dem trotzigen, rsvoltterenden Kreischen de's Säuglings, der nach der Mutterbrust schrie. Dann versuchte es Dina mit G-<aug: ,schlaf, Iumele, schlaf. Dein Vater ist doch kein Graf." '> Es war entsetzlich. Ich war uusÄhig, meine Gedanißen zu louzentvieren. Ginmal, ich hatte mich mühselig durch das Dunkel der einander widerstreitenden Lehrsätze hindurch getastet -und war gerade daran, dis scheinbaren Widersprüche miteinander auszugleichen, ertönte das Iammerlied DmaS: ,>tzaa-ju-! Haa-ju! Schlaf, Iumele, schlaf'! . . Unbeschreibliche Wut erfaßte mich über den jungen ,HaraPlui" und unsägliches M'ttläd mit de>m armen Mädchen, das offenbar in ihrer Bezweiflung in Tränen ausbrach, so unglücklich, vorwurfsvoll klang es: „Dein Vater ist doch kam Graf!" . . . Und als das Parapluichen, das nicht gjlaüden -wollte- und noch erbärmlicher schrie, kam ich der armen Dina zu Hilfe und sang, unter Aufbietung aller meiner Stimmitteln — nach den Noten des ,Mshebens an hohen Feiertagen": ,Haa-ju! Haa-,ju!" Oben wurde es still. Dina und ihr Schützling horchten auf die fremde Stimme. Dem Schreihals in der Wiege schien die kräftige Männersttmme mehr zu imponieren als das -gelvohnte weinerliche Sümmchen Dinas. Das Kind Mief -in. Ich war nicht mehr fähig, das Lernen fovtzusetzen, ich mußte über diese sonderbare Episode, in der mir die Rolle eines Retters in der Not zufiel, herzlich lachen, da öffnete sich leise die Tür. ,^Jch könnte nicht einschlafen, Reb Bevl, ohne ihnen gedankt zu -haben. Eine so glänzende Idee kann wirklich nur ein Jluj haben. Sie hätten sehen sollen, wie der Fratz erst aufhorchte und dann bald darauf einschlief." Dina sagte dies, in der Tür stehend, in so unschuldsbollem Ton, daß ich ihr wegen dieses nächtlichen Uebersalles nicht AÜmen konn^. ,-Es war mehr die Wut über die StöMng als Hilfsberei-tschast, Dina," sagte ich in meiner Berlegenheit, „aber jetzt gehe auch du schlafen. Wenn es jemand erfährt, daß du in leichtsinniger Weise zu so später Stunde hier warst, so kommen wir beide ins Gerede." Dina ging, sichtlich enttäuscht über die kühle Aufnahme ihrer seltsamen Dankesvisite, und schloß -leise hinter sich die Türe. Es war zum ersten Mal in meinem Leben, daß ich eine unruhige Nacht hatte. Wirre Träume wirbelten in meinem Hirn durcheinander. Ich sah mich in der Synagoge vor der Bundeslade stehen, das Gotteshaus tvar überfüllt, die Gemeinde wartete gespannt auf meinen Gesang, doch siche, neben mir steht eine Wiege, in der Dina liegt und schreit und ich singe nach der Melodie des Schmra Jisroel: ,^Haa-ju! Haa-ju!" Und Dina, mit ihrem schtvarzen Kopf und ihren herrlichen, glänzenden Augen sicht mich dankbar an und bittet: ,/Sing' nur weiter: Schlaf', Dinele, schlaf', dein Vater ist kein Gras! . . ." Dann fallen die Tempelbesucher über mich her, wollen mich prügeln, aber Dina springt aus der Wiege umklammert mich und Mstert mir ins Ohr: ,^va-ju! Haa-ju! Schlaf', Berele, schlaf! . . Seitdem fand Dina häufig einen Vorwarrd, in mein Zimmer zu koMnen. Es waren Stunden reinen Glücksenrpfindens. Und als ich mit ihrem Vater, auf Geheiß des Rabbiners, den Büßgang machen mußte, da begleitete uns Dina ein Stück Weges und 'bat ihren Vater, mir die Buße leicht zu machen. Damals sah ich Dina zum letzten Male. Es war bereits dunkel geworden, als ich am vierten Tage meiner Wanderung -das letzte jener Dörfer durchschritt, in denen ich meine erste Tour äls Schn-orrer absolviert hatte. Eine Viertelstunde später klopfte ich an der Tür der Wohnung, in welcher Bendett Schulklvpfer drei Jahrzehnte lang das Brot der Gemeinde aß. Das Wiederfthen mit Dina war genau so sonderbar, wie unser erstes Zusammentreffen. ,Dcholem Alechem! Bevl. Ich wußte bestimmt, daß du kourwen würdest, und danir e^ählte sie mir ruhig, wie sie seit jenem Abend unausgesetzt eine göttliche Stimme hörte, die ihr zurief: „Bevl Jluj wurde für dich geschaffen", und sie arbeitete zwölf Jahre iti schwerer Arbeit, immer von dem Gedanken beseelt, daß Berl Jluj eines Tages kommen tverde, um sie HÄNMführen. Ich betrachtete die Sprechende, die inzwischen ein herrliches Weib geworden war, in dem sich die Liebe zu einem unerschütterlichen Glauben verdichtet hatte und der Glaube in Liebe aufgeht. ,/Bor dir steht aber nicht mehr Berl deir Iüj, sondern Berl der Schnorrer, während deine Liebe'sgedanken Berl dem Jluj galten." „Du tust mir Unrecht, Berl, ich hatte dich lieb, als du der Jluj warst, und damals empfand ich die Liebe als eine hoffnungslose. Aber je mehr der Jluj aus dir schwayd, desto näher kamst du mir und desto mehr empfand ich es, daß es eine göttliche Füglmg sein Msse, die uns zusammen führen wird." Noch am selben Abend kamen wir übe« den Ho-chtzeits-tag überein. Tina, die Töchter des Bendett. Schülklopfer, und Berl Jluj werden ein gutes Schlafstättenpaar abgeben. . I