Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1879 (9.5.1924)
- Date
- 1924-05-09
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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W. ’fm«- . Mm, FMch-d- - wm& wmmwnm* Nriog« 2000 Mische Einwohner hatte und jetzt über 8000, aus die neuen Stadtviertel in Jerusalem, Tiberras und andere Mchr. Alle bisse Entwicklungen haben ihre Bus iS in der Landwirtischast. Neue Städte bauen ohne Dörfer, heißt ein Ghetto schaffen. Die Arbeit muß parallel gemacht werden. Das jüdische Dorff -uschaffen ist schwerer und teuerer, daher muß es von der Mischen G e« meinschafft gebaut wecken; die Städte hingegen sind leichter ifflfo billiger zu bauen, daher soll hier bas Mische iPrivat» kapital vinffpvmgen. Zur Frage der Erziehung äußerte . sich Herr Uschischkm ffolgeNderniaßen: Die Einwanderung bringt uns Elemente verschiedener Kultur und Sprache. Hier muß große Erziehungsarbeit geleistet werden, um ein neues Babel Au verhindern. Das Budget für Erziehung mutz vergrößert werden. Statt dessen wurde es von 110.000 Pfund aus 60.000 Pfund jährlich reduziert. Me ein Volk ohne Boden nicht leben kann, so kann e8 auch nicht ohne Sprache und Kultur exilstieren. Auch po litis ch ist die Sprache und Kultur ein Machtfaktor. Die hebräische Kultur muß heute der neoenglffchen Assimilation standhalten. Man kann aber von der Regierung nicht die unbedingte Gleichheit der hebräischen Sprache rnkt den anderen fordern, wenn eS in den eigenen Bureaus nicht klappt. M ich mich über die Zurücksetzung der hebräischen Sprache bei einem der höchsten Regierungsbeamten beklagte, sagte er mir: Machen Sie -».nächst bei sich alles bischer, dann kommen Sie Al mir". Die Vernachlässigung der hebräischen Sprache und Kultur kommt nur in der Bourgeoisie vor, die Arbeiterschaft hingegen bewahrt dieselbe mit größter Liebe. Wenn wir von diesen neoaffiurilatorffchen Tendenzen befreit werden, so wird dies von unten kommen, von der Arbsiterfchaff. Dr. M. Reifer. Nachfrage «ach Arbeitskräften in PaMina. 1800 Bisa für Qualität-- «Nb landwirtschaftliche Arbeiter. Die Palästina-RegierMg hat 1500 Einreisevisa für die nächsten drei Manat«zur Verfügung gestellt, die für 1800 gelernte und landwirtschaftliche Arbeiter bestimmt sind Gegenwärtig gibt $8 faktisch keine 3t rb eit 8 los i gkeit mehr in Palästina, vielmehr besteht setzt eine Nachfrage nach Arbeitskräften. (I. T. A.) sine FeWellnns der PalMna-Negiernng geplanten KSHrung. Aus Jenffalem meldet I. T. A.: Die Regierung veröffentlicht folgende offizielle Feststellung, die sich mit den kürzlich erfolgten .ErKärungen der palüstimufischen Araber zu der in Aussicht genommenen Einsuhnrng einer palästinensischen Wähniug befaßt: hinsichtlich des Zweckes des kürzlich ernannten WährungSkomitees scheint in einigen Kreisen eine falsche Einschätzung zu bestehen. Di«ffes Komitee ist ernannt worden, um Erkundigungen über die Währungsfrage einAuzichsn; es sind aber in dieser Beziehung keine endgAtigen Entscheidungen getroffen, auch ist noch nichts i-n Angriff genommen worden. Der Hauptgrund zu den jetzigen Erwägungen biegt darin, daß Palästina ein« große Geldsumme jährlich dadurch verliert, daß die Zinsen aus dem Gegenwert der im Umlauf befindlichen ägyptischen Banknoten der ägyptischen Nationalbank zufließen und nicht der palästinensische!» Regierung. Für den Fall, daß die neue Währung eingeführt wird, ist beabsichtigt, daß sie nicht nuv auf einer örtlichen Basis beruhen soll, sondern sie soll durch die V e rb i ndun> g m i t d e r britisch e n W ä h r'u n g v o l l g e s i ch e r-t sein, in derselben Weise, wie es jetzt bei der ägyptischen Währung drr Fall ist. BIM» erster öffentlich» Auftreten in PalWina. Eine Abschicksfeier für Ussischkm. Aus Jerusalem wird uns gemeldet: Am 27. April fand tat großen Zion-Theater vor einem nrchr dausiudköpsigen Publikum eine Wschicksftzier für den BorsitzLndsn des jüdi- .jchen Nationaffands Ussischkin statt, welcher sich aus eine Reise drrrch die europäischen Länder begibt, um eine großzügige Aktion für den Jüdischen Nationalsonds einzuleiten, Nachdem mehrere prominente Redner, wie David Jelliu, Dr. S. Schiller u. a., aus den Umstand hm-gewiesen 'hatten, daß der Jffchuw ökonomisch und politisch infolge des Mangels an watümalem Boden lende und aus den Boden Hunger hin« gewresan hatten, der unbedi ngt und ras chest beh oben werden muffe, ergriff als letzter Redner, stürmisch gefeiert, Bralik das Wort. Er feierte im knappen Strichen die markante Pechanlichöeit Usstschikins und seine schon mehr als vierzig Jahre betätigte Liebe zu Palästma, den Mann, welcher fein ganzes Leben der einen Sache gewidmet habe. D i e Worte von der Renaissance des ^Volkes -leiben Worte, solange wir nicht der, Boden in unserem Besitz haben, der allein allen nationalen Werten Bedeutung gebe. Seine Beobachtungen im Lande haben ihm gezeigt, daß der Moment nationaler Erlösung schon die Schwelle überschritten habe, und ,3 sei gut, daß di« JWenschaft Palästinas Uffiischkin in diesem Augenblick nach den Goluslandern schicke. In seiner Erwiderung wies Usfifchkrn auf di« große Gefahr hin, die jetzige günstige Gelegenheit, große Landstriche zu erwerben, könnte verloren gehen. Er habe sich zu dieser Propagandareffe bereit erklärt, weil er hoffe, die Judeicheit in den Galuchländern werde ihr möglichstes tun, wann sie erfahren werde, wie .groß der Landhunger in Palästina sei und wie günstig die Gelegenheit, ihn jetzt zu stillen. Re SobenKufe der Mische« Nationalsonds. In den letzten Monaten wurden in Palästina durch den Jüdischen Nationalsonds neue Böden erworben. Die NeuerwerbiMgen verteilen sich aus folgende Punkte: Im mitLeren Emekkomplex, wo -er R. F. bisher 18.076 Dunam besaßwuckm hinzugekauft: 3500 Dunam in Tel ÄdaS, 136 in Merchawjah. In Judäa warrden erworben 769 Dunam in Kfar Mlal zu dm bisherigen 2060 Dunam, 600 Dunam in Petach Tikwah zur Ansiedlung einer Landarbeitergruppe, 2 000 Dunam in Kubeba, welche Rechoboch mit Neß-Zümah verbinden, 130 Dunam in Rechoboth, auf welchem Boden sich «ine Jemenitensicklung befindet. Durch dietse Käufe wird das Bodeneigentum deS Keren Kajemech an landwirtschaftlichem Boden von 98.101 Dumm auf mehr alS 105.300 Dunam vermehrt. Der Neuerwerb an städtischem Boden beträgt 70.000 Quc^ratellen vom Boden Amos bei Jerusalem, wo der Fonds bereits mehr als 130.000 Quadratellen besaß. Neue Siedlungen auf Na tronalfondsboden entstanden in den letzten Monaten in Tel AdaS, Rub-el-Nasra (4000 Dunam an den Moschaw Owdrm, ebenso viel an die transsylvanöjche Siedlung, 2600 Dunam an die Gruppe Mavkenhos aus Deutschland und die Kwuzah Zwi Fim, die erste misrachfftffche Siedlung in Chittin. Für Wasserversorgung wurden verausgabt 8000 Pfund in Chittin, zur Vollendung der Waffevanlage in Nahalal 6 40 Pfund, ein weiteres Wasserversorgungsbudget in Beth Alpha beträgt 2460 Pfund. Bachregulierung im Nuriskomplex 1650 Pfund, Drainage bei Tel Joses 463 Psund. Das Jahresvudget für Aufforstung (Fruchtvtck Wa'Wäüme) beträgt 4580 Pfund. Ile lnduftrielle stnMMnns Paläftinsr. Zuckersyndikat-, und Textilgesrllschaften. Wie die Palästinensische Telegraphouagentur erfährt, werden jetzt als konkretes Resultat der diesjährige Tourfftenfaison, die eine große AnKahl reicher Jude.it aus allen Teilen 'der Welt nach Palästina gebracht hat, verschiedene großzügige Pläne für de>n industriellen Fortschritt Palästinas erwogen. An .ffter Stelle steht der Plan der BWnmg eines paläftmenfffchen Z u ck e r s h n d ik a t s, das Zuckerplantagen aulggen und Raffinerien errichten soll. Die neue Gesellschaft soll über ein Aktie rrkapital von 200.000 Pfund verfügen, deffen größter Teil van Herrn M. O. Naissatissin (England), Herrn Gepne-r (Deuffchlaud, früher Kiew, einem der bedeutendflen Zuckerffabriikanten in der Ukram«) und Herrn Wachtel (Rumänien) gekostet wird. Es wird angenommen, daß Frau Schweitzer (die Witwe des früheren Schatzmeisters der Zionistffchen Organisation Amerikas) und di« Pica (Palestine Jowish Colonffation Association) ebenfalls an diefenr Syndikat beteiligt fein werdon. Di« Pa'lästrna-Äieffe mchverer großer Textilwarenfabrikanten mrs Lodz hat ebenfalls zu ikonkveten Ergebnissen geführte 'Zwei Gruppen polmffcher DeMfabrikanten haben je eine Gesellschaft mit einem voll emgezahlten Kapital von 20.000 Pfund zwecks Errichtung von Tex-tilsabriken in Haifa und Jaffa gegründet. Auch in der Bauindu-strie -macht sich eine bebhafte Tätigkeit bemerkbar. Diebe jüdische Touristen haben in Haifa <u»fo Jaffa Grundstücke erworben, um sich dort Woih»,Häuser zu bauen. Die kooperativ« Baugenossenschaft Solei Boneh, das technische Bureau der Handwerkerorganisation sawie Privatunternehmer haben große Bauaufträge echallrn. Die Ausbreitung kies TavakanbaueS. Wie die Palästinensische Telagraphenagsntur erfährt, erwägt jetzt eine von den bedeutendsten ZiigavetteniMlstriellen Deuffchlands, dm Herren G a r b a t h und Eugene, geführte Gruppe von Tabakfabrikanten aus Europa Maßnahmen zur Entwicklung der Tabakindustrie in Palästina. Die Herren Garbath und Eugene beabsichtigen, eine Ex-ortgesellfchaft für palästinensischen Tabak auf breiter Grundlage zu errichten. Die Gesellschaft will mit den jüdffchen Kolonisten Verträge abschließen und ihnen Kredite für die Erweiterung ihrer DÄbakplantagen gewähren. Einen besonderen Antrieb für den Tabällbau in Palästina hat die Anwesenheit des Herrn LubliiMr gegeben, der mit den Farmern von Obergckliläa «inen Abschluß über 80.000 Kilogramm Tabak zu einem Preise van 6 Schilling pw Kilogramm getätigt hat. Kleine Mschlüffe wurden von ägyptischen und europäischen Firmen mit jüdischen Labakpflanzern abgeschloffsn. Von Arbeitslosigkeit ist nichts mchr zu merken; immer mchr macht sich ein Mangel an gelernten Arbeitern in Palästina fühlbar. ,f. Sie TStigkeft der Brandeis-Yrnppe. Di« Palästina-Bau- und Spargesellschaft veröffentlicht ihr« Bilanz vom Jahre 1988. Sie hatte bis Ende 1922 für 100.000 Dollar Baudarlehen gcyeben, welcher Betrag sich bis Ende 1923 auf 284.800 Dollar erhöhte. Die Bank ist gegenwärtig tätig in Baith Keren, Rananah und Talpioth (sämtlich bei Jerusalem) urtb Beth Gvlim bei Haifa. Die Zentralbank für kooperativ« Institutionen in Palästina hat im ersten Jahre ihres Bestandes, verliehen ägyptische Pfund: An Kreditgenosstnschalften 7900, an tandwirtschastlich« Genoffenschaiften 20.676 und an Industrielle 800, xusaurmen 29.876 ägyptische Pfund, von denen 4860 zurückoezahlt wurden. Jnztvffchen sind dies« Darv. ■Ssmttr jlvs» ■ . ...*tr. drtfrfc, - lohen erhöht worden, insbesondere für die DabakpflaWi ferner erhielten Gbud Haawoda 400 -und!d^e ZimimenuMM Kooperation 1000 Pfund. Das künftige PMttna-Budgel. Me die I. T. A. evsährtz haben sich die Direktoren beS Jewish Colonial Trust, zugleich Mitglieder des Finanz, und Wirtschaftsrates der ZuM'lstWeL Organisation, Dr. Georg Holpern und I. Naiditsm nach Palästina emgeschiO, wo sie sich einige Wochen in Am geleaenheit der zionistischen Banken auslhalten werden. Sit tverdskt zusamnren mit anderen, jetzt ebenfalls in Palästina weilenden Mitgliedern des Finanz- und Wirtschalstsrales sowie mit der palästinensischen Zionistischen ErÄutive, das der zionistischen JahreSronfereng vorzuleaende Palästina-, Budget für das nächste Jahr vordereiten. Zum ersten Male also wird sitzt das Palästina-Budget in Palästina vorbereitet, eine Maßnahme, die schon vor einiger Zeit von dm Vertretern der palästnrensische« Judenschaft gefovdert worden ist. Die litauische Aauda propagiert Bodenkauf in Palästina. D:e Palästina-Zentrale der litauischon Agüda hat ^mter d»m Namen ,Meulch titnu l'or^z" eine BodEaufaktion eingeleitet. 20.000 Dunam Boden zwischen Mamlch u:Ä) Lud wurden ZÄn Preist von 1,25 Pfund pro Dunam zu>m Kaufe an geboten. Vorschlag Änes jüdisch-avabischel, Arbeiterbundes. In der letzten Nummer des „Kuut re s" verösifenitl-lcht Bin Gorion den Plan einer jüdisch-arabischen Arboitervereimguug, die die Zusammenarbeit Mischer und arabischer Arbeiter alff einer Reihe von Gcbie-ten bcHveckeu soll. Baukredite südafrikanischer Inden. Bor drei Jahren gründeten südcifrikanHche Zionisten eine Gesellschaft mit der Besd'nnmnng, Häuser in Palästirva zu bauen und sie ge-aen billigen Mivt^ins zu vermieten. Da aber Ne Rentabrlstät des Häuseribaues in Palästina gering ist, wurde der Gesell>- schalftsKveck geändert und das Kapital wird nun zur Gewährung billiger Baukredite in Tel-Awiw verwendet. Russische Emigranten nach Palästina. Vor kurzem schrfslen sich in Konstantinopel 312 jüdische Mchtlinge aus Rußland nach Palästina ein, 120 von ihnen stammen aus dem Kaukalfus. Die Salzgewinnung in Atlith. Der Bau der großen Salz, mühle in Atlith, wo das Sailz aus dom Meertvosfer in entfprechende Anlagen geleitet und zum Verwiinsten gebmcht wird, ist beendet. Die Produktion der Kampagne von 1923 wich in der nächsten Zeit auf den Markt gebracht werden. Ein neues Misrachivierte! in Jerusalem.?lulf der Eisenbahnst recke Jerusalem—Jaffa, a ndevthaG Kilmneter von Jevusastm, hat der Keren Kasemeth l'Jsrael einen großen Bauplatz von 128 Dunam Land gekauft urck der Mffchorthodv).'en Gesellschaft Motor Harm verpacht^. Die Avbeit hat b.'- ' /tt. begannen u>nd die GMnbsteine für die ersten Häuser un: ' gelegt. Projekt ein •: ntralen Molkerei in Merchaw-iah. Die Handels- und p-,: . :rieabteilnug der Zmnistffchen Palastma- ExÄutive wendr: sich an die zionWschen Verbände und PaWina-.Acmter inst einem Schreiben, in denr der Plan entwickelt wird, in. Merchawiah eine zentrale Molkkvoi zu etablieren. Diese MMerei soll die gesamte Milchpvoduiktiön aus den Mischen Siedlungen im Eniäk übernehmen und vorarbeiten. Die Handels- ,u>nd Jndustrieabteilung glaubt, versichern zu können, daß diese Molkerei einen gwßen Wimschaftlichen Erfolg haben wird. Projekt der Gründung eines jillnschen Mnstkkonservatarmms in Palästina. Eine Reihe bekannter amerikanisch- Mischer Schriftsteller, an ihrer Spitze Rüben B r a i n r n, sowie eine Anzahl ehemaliger Mischer SoldatLn und Logio- Mre veröffentlicht einen Aufruif zur Gründung eines jüdffchen Müsikkonservatoriutns in Palästina. Das PwlW geht auf einen Plan jiüldischer Soldaten zurück, die während deS Krieges in Palästina^ gekämpft haben und dort im Jahre IMS die Griindung eines solchen Konservatoriums bcsHloffen. Henriette Szolds Rückkehr nach Amerika. Zu Ehren der * Gründerin, Ehreupräsidentin und früheren Vorsitzenden . der medizinischen Organffation Hadaffah, Henriette C^zold. wurde in Jerusalem ein Abschiedstee gegeben. Miß Cßold hat am 38. April ihre Rückreise nach Amerika angetreten. Vertreter der Zionistischen Exekutive, des Waad Leumi, der Jerusalerner Mischen Gemeinde, der palästinensischen Presse und >der Frauen Palästinas würdigten in Ansprachen die Verdienste der Scheidenden. Miß^ Szold dankte für die Ghvuing und gelobte, daß alle ihre Kräfte stets Palästina gewidmet sei>n werden. , Der Vorsitzende der Zionistischen Organisation Amerikas, Loms LtPSky, ist Mitte April nach omem zweimonatigen Austn>tha>lt in Europa nach Amerika zurückgekehrt. Nach der amerikmischen Zionfftenkmfferenz beabsichtigt Herr Lipsky, wieder nach London zurüclßukchren, um seine Arlbeit alS Mitglied der Exekutive der zionistischen Weiltorganisatiou wieder cmfzunchmen. ■ . Die amerikanische Membership-Kampagne. Die Kampagne für die Gewinnung von 100.000 neuen Mitgliedern der Zionistischen Organisation in Amerika macht glänzende Fortschvitte. In allen Städten, besonders in den Großstädten wie N-ew-Nork, Philadelphia, Boston. Buiffata, Eleveland, Baltimore und anderen Plätzen übertreiffen die Erfolge der KaMagne alle Erwartungen. Uvberall sind neue DfftrlktsveMn'de geschaffen worden. In den meisten DfftrM ten^hat sich die Zahl der Mitglieder verdoppelt, a>n einigen Plätzen ist die Zahl der neugeüvonnenen MitglMer s^on größer als sie im ganzen Jahve 1026 war. Mn« Sammlung von Reden Dr. Weizmcmns über de« Palästina-Aufbau. Unter: dem Titel „Israel und sein Land" erscheint soeben in deutscher mrd jüdischer Sprache im VeÄag des HauptbureauS des Keren Hajessod m London eine Sammlung von Reden, die Dr. Weizmann bei verschi-edemien Gelegenheiten über das Palästina-Problern gehalten hat. Die sehr schön ausgesiattete Schrift enthält in drei Kapiteln die eindrucksvollsten Reden, die der Führer der Zionfftifchen Ovaanifaiian dem Aufbaugedanken gewidinet hat, und fft sicherlich geeignet, die Propaganda dieses Gedankens in die weitesten jüdischen Kreise zu twgeu. Die leidenschaftliche HiMvbe oes Führers an fern Werk muß sich beim Lesen auch dem nüchternsten und kWsten Kritiker der zionistffchen Idee unmittelbar Mitteilen. Die hinreißende Drache und die Gewalt der Gedanken kann auch den U-nempfänalichsten nicht unberührt lassen. So wird diese Schrift sicherlich ihren Weg durch die jüdische Welt nehmen und durch sie verwiklrcht werden, was in «mein auf dein ersten Seiten der Schrift abgedruckten Geleitwort Professor Albert Einstein als Wunsch ausjpvicht: „Möge durch dies Büchlein toenigstens ein Teil oer glühenden Liebe WeiManns für Palästina sich den HerM der Leser mitteLenl"- Ein ' neues Organ des Jüdische» NattonalsondS. In Jerusalem erschien vor kurzem die erste Nummer ein-eS vonr Hauptbureau des Keren Ka'jsmeith hevanSge-gObenen Bul«. letins. Dre Zeitschrift, die den Titel ,Mns«r Fonds" führt, ist als JnformationSorgan für die Landesstellen des Keren Kaijomoth und seine Mitarbeiter gedacht' und berichtet' Wer die Fortschritte des Keren Kajemeth in Palästina seMt und im Galuih. Das neue Organ ist geeignet, den Zusammen-« bang zwischen der Zentrale des Keren Kajeineth und seinen Landessamnielstellen noch enger zu gestalton..