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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-08 · Heft 1878 (8.5.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1878 (8.5.1924)
Date
1924-05-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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/iWf: TBT8' B5PSW; 'MMMff' ^Mmeristön seines Herzens Dichter ist und ohne daß jemand darum Wüßte. Wer?ke igüschafifey .hat, bie. nie Ibas' Licht der OHerEchkeit erreichen", das Gedvucktwerden. Gin ZiÄ, aufs innigste zu wünschen! So werden den« alle „im Verborgenen Tchaffenden" auMrusen, sich der Steini-flutt^ ungedruckter Autoren aMschließen. So weit, so gut. Aber deine Rechnung hat ein Loch, Kornmüller! Du HO nicht gerade das Gift, über me Mitgift vergesten, die Mitgift,.die der haben mutz, der nicht Kotz gedrückt, sondern auch gelesen wird,^ nicht bwß gelesen wird, sondern üuch bleibt: die Begabung,' die sich beim geschrieenen Wort schwer, aber immer noch sicherer durchsetzt ' aI8 bei jeder anderen. Art von. Kunstübung. In; Paris bildete sich seinerzeit der Salon der Zurückg-ewiüsenen, .die Vereinigung inner Maler, die in den akademischen MMellungen -einen Platz fanden, weil sie zu unakademffch, das heißt, zu evgonartig und zu neu waren. Diesem Gründung hatte Sinn und Wert. Es war eine ftrartt der Jungen gegen die Künstlerische Ausdrucksform des Hergebrachten. Was aber dort Notwendigkeit, Kampf war. das wird fetzt in Wien-, wenn nicht zmn Geschäft, so wenigstens — zur Operette. Eine Vereinigung der Refufees kann in der Malerei Revolution machen, in der Schriftstellerei höchstens — Makulatur. Es ist übrigens ein weit hoffnungsvollerer Zustand, ungchruckt zu sein, denn «gedruckt uitib unbsgäbt. Und angesichts der durch -die allgemeine Schulpflicht stark vermehrten Möglichkeit des Dichters, wird wohl auch ein .Kornmüller schwerlich die Spreu vom Korn sondern können. Es ist zu fürchten, datz er zwischen seine Steine gerät. * Der Pfarrer von Chmielnik. AuS Warschau wird uns berichtet: Bor kurzem starb in Ehnnelnik der Ortsgefftliche im Alter von 108 Jahren. Sechzig Jahve lang war der Verblichene das geistige Oberhaupt der dortigen katholischen Bevölkerung. Während seiner langen Ämtstätigkeit gab es m seiner Pfarre me eine Auseinandersetzung zwischen Inden und Christen. Am Sonntag borffeinem Tode hielt der Pfcrrrir seine letzte Predigt in der Kirche, in welcher er sich mit den Juden und der Jndenfvage befaßte. „Ich weiß nicht", sagte er unter anderem, „ob es mir noch vergönnt sein wird, zu euch von dieser Stelle zu sprechen.' Aber es btänat mich, euch nochmals einzuschärfen, daß ihr ^niemals vergessen möget, daß das jüdische Volk die älteste der lebenden Nationen ist, und' daß ihr euch HPxn uwget, ihm jemals Schlechtes zuzufügen, denn wer die Arven peinigt, den ereilt die Strafe Gottes." Donnerstag darauf ist der greise Pfarrer gestorben. Die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt nahm an dein Leichenbegängnis teil. * Die jemenitischen Inden. Wie uns der Zentralverein Esrath Israel in Wien, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die jemenitischen Juden nach Palästina zu bringen, Mitteilt, ist mn 17. April d. I. der erste Jemenitentransport von 96 Personen in Jerusalem eüwelangt. Der Transport wurde von Vertretern der jüdischen Parteien empfangen. Die jemenitischen Einwanderer bekamen beim Tabakbau, für den sie besonders geeignet sind, Arbeit. * Der Grabtempel eines Rabbiners in einen Pferdestall umgewandelt. Der Tempel über dem Grabe des Rabbi Eisel Epstein in Homel, des Schülers des berühmten „Zemach Züdek", wurde in einen Stall für die Pferde des in Hömel stationierten Kavallerieregiments nwgowandelt. Die jüdische Gemeinde hat «ein Protesttelegramm an bie - SMvjetbchörden' in Moskau gesandt. . . * Strafanzeige gegen einen VankgeschüstArnhoHer. Bei der WirtschastspolMi wurden mehrere Anzeigen g:gen das \ auf dem Schottenring etablierte Bankgeschäft Ta ussig u. Co. erstattet. Die Erhebungen der WirtschalftspolWi haben einen Abgang in der Höhe von gwei'bis drei Milliarden evgsben. Tanssig ist gestern nicht mchr an der Börse erschienen. Die Frau Taustigs wurde unter dem Verdachte der Verschleppung von VevmögenAverten - in VevwahrungZhaft genommen. Inzwischen sind Ausgleichsverhandlungen mit den Gläubigern eingeleitet worden, deren Gelingen die sofortige Enthaftung der Frau und die Einstellung - des Verfahrens «ur Folge habenwerden. * Selbstmorde. Gestern fand man in ernenn Gebüsch im Rachauspark die Leiche eines jungen Mannes. Der Unglückliche hatte sich wahrscheinlich schon «n Laufe der Nacht ans einer Browningpistole eine Kugel in die rechte Schläfe gejagt. Er hat, wie aus seinen Papieren hevvvygcht., die Tat aus Furcht vor geistiger Erkrankung verübt. — Der 58jährige Hauptmann Eduard D. hat sich gestern m seiner Wohnung den Hals bis zur Wirbelsäule mit seinem Rasiermesser durchschnittein und ist auf der Stelle tot geblieben. Die.Uösache der Tat ist unbekannt. * Keren Hajessod-Zeichnungen der Hakoah. Wir werden ersucht mitzuteilen, daß die von uns gestern verÄffeiEchte Tabelle eine Zusammenstellung bloß eines Teiles der Zeichnungen von Mitgliedern der Hakoah ist. die in einem bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Zwecke angeftrtigt wurde. Tatsächlich ist die Anzahl der Zeichnungen vonMtglivdern der Hakoah wert größer. * Die „Bunte StM". Die ,Hunte Stadt", die an Stelle des Kaksergartens im Prater tritt, wird Samstag den 12. d. mit einem Frühlingsfest der Wiener Bühnenk ü n st l e r eröffne.t werden. Das Staatsopevnballett wird Tänze vorMren. Direktor Reinhardt beabsichtigt, außer der Don Carlos-Parodie noch eine zweite in Wien noch nicht gvschene Komödie aMuführen; Direktor Jarno wird mit seinem Ensemble den Schmierenakt aus ,Hamlet im Krähwinkel" spielen. . Ein Riesenchor (900 Sänger und Sängerinnen der Staatsoper und der PrivaMhnen) wird das ,Halbst acht" aus dem Zigeunerbaron singen, ein Konter (Efyor (Staats- und Volksoper) das Mach auf" Ms den „Meistersingern". Eine Radio-Empfangs- und Sendest a ti o n wird die interessantesten Darbietungen des Gartenfestes aufnehmon und weitergeben. * SiiugllngSMgekurS. Der Bund für Mutterschutz veranstaltet neuerlich, einen Kur« von Dr. Heinrich Keller 4^4i>iuv m4|V^ *w»' wUlU9Ul|j( l|/y|| Mollarsogasse 8. Bund für Mutterschutz. * Zehnte österreichische Klassenlotterk. Bei der am 7. b. abgehaltenen Ziehung de» zwölften (letzten) Tages dei fünften Klasse gewannen t Die Prämie von 1 Milliarde Krone» da8 mit 4 Millionen Krone» gezogene Los Nr. 28.618; 80 Mil lionen Kronen das Los Nr. 74.874; je 8 Millionen Krone, die Lose Nr. 8606, 84.608, 40.298, 40,686, 41.608, 57.278 57.844, 66.112 uno 76.608; je 2 Millionen Kronen die Lol Nr. 9273, 12.844,19.874, 34.696, 85.112, 41,278, 45.876, 56.874 57.817, 60.884, 61.817, 67.817, 72.198, 72.858 und 98.762 außerdem wurden 1974 Gewinne -wische» 1 Million und 8QQ.0(K Krone» auSgelost. Aurtrttte aus dem gudentum. Nisse! - Antonia, geb. 28. MSrr 1895, Wien, 14. Bez.. /iauchfanakehreraasse SS. Nisse! S Siegftied tzeb. 10. März, 1880, Wien, 14. Be-., Näuchfangkehreraasse 22. Nissels Gertrud, aeo. T4. Mai 1697, Wien, 14. Bez.,' Rauchfanakehrerfioffc 8. Nisse!S Rosa, geb. 8. Jänner 1908, Men, 14. Bez., älaiichfangkehrergasse 23. N i s s e l S Egon, geb. 30. Jänner 1922, '—MkeÄÄ **' 'Es; Wk 1!' Mitteilungen aus dem Publikum. Die bekannte firma „Zur Bin senkön i gi n“ hat ihre erweitertet Verkaufsräume neu adaptiert und mintnehr eröffnet 71]/: D en P. T. Damen ist Gelegenheit geboten, aus dem reichhaltigen Lager der neuesten FruhjahrsiriQdelle ihre Einkäufe in Kleidern, Mänteln, Kostümen» Blusen und Jumpers zu besorgen l/l 5038 WIENER MODENHAUS „ZUR BLUSENKÖNIGIN“ Inhaber; M. WEINSTOCK WIEN, IX. ALSERSTRASSE 32 Telephon 22-0-45 omanM«»» DAMEN WESTEN Strickwaren, Wirkwaren u. Sportartikel in grosser Auswahl May H- Glockeragass© Ä Telephon 43-608 802 oM der juristischen Fakultät der Universität Dr. Paul S z e» d e Über „Soziale Mystik". Der Vortrag ist -allgemein zugänglich. * ' Ehinefische Lyrik. Heute, */,6 Uhr abends, spricht Max Fleischer in der Urania über den EntwicklungSgang der chinesischen Lyrik in drei Jahrtausenden und bringt Nachdichtungen (Li°Tai°Pe, Thu»Fu, Tin-Tun-Ling, Schi-King) ans seinem Buche „Der Porzellan-Pavillon" zum Vortrage. 4M4IIIIV WWV Sine intereffante SvemausgrabunG. GaßmannS „Die junge Gräfin". Aus Klagenfurt wird uns geschrieben: Im hieistge» Stadttheater gelangte unter Leitung des, Kapellmeisters "Rö'sfert' die komische^ tdper ,/Dst e jünge Gväfin" von Leopold Gaßmann zur erfolgreichen Uraufführung. Die Geschichte dieses Werkes ist bemerkenswert: Kaffer Josef der Zweite beauftragte den aus Brüx in Böhmen stammenden ToElfftler Florian Leopold Gaßmann, für die,im September 1770 mit Friedrich dein Großen in Mährffch-Neustadt beabsichtigte Zusammenkunft eine Festoper zu komponieren. Das auifgcführte Werk war die dreiaiktige opera bufifa ,/La contesiina" nach Go'Idonis gleichnamigen. Luftfpiel. Der Schöpfer des deutschen Singspiels, Johann Adam Hiller, hat Marco Cortellinis italienischen Text bald darauf ins Dvuffche übertragen und in dieser Form war sie durch Jahrtzchnte hindurch beim Publikum fchr beliebt. Später verfiel sie der Vergessenheit. Erst -im Jahre. M4 übergab fte der Wiener Mustkhfftoriker Dr. R-obert Haas als 21. Band der „DenknMer der Tonikunst in Ocsterreich" neuerlich der OeffeMichkeit. Für die die moderne Bühne hat das Werk der Münchner Forscher Dr. Ludwig Karl Mayer neu bearbeitet und ihm eine zweiaktige Fasinng gegeben. Der Mozart-Stil kündigt sich nicht nur in der Form an. Die frohe Laune des Schöpfers, die in der witzigen Melodik zum Ausdruck kommt, blickt überall durch die leichte durWchtige Instrumentation hindurch. -Dieses Werk wäre auch für die Wiener eine köstliche Gabe, wenn es im Redoutenfa-al seine Auferstchung feiern würde. Grosse Auswahl in Mädchenkleidern. Anzügen, Raglans, Mäntel sowie Pyjamas, Spielhosen und allen anderen Kinderbekleiduhgaariikeln in allen Preislagen und Qualitäten bei MAX EHRENREICH Gegründet 1879 // Telephon 65.6*49 // Gegründet 1979 HOTEL „ZENZ“ H. teopsldsgasse 19, Kleine Pfarrg. 2 neu renoviert und neu eingerichtetr ab 1, Mal wieder In Betrieb Ermässlgie Preise, auch für Monatsparteien «88 WÄIDHÖW V>VaTEnj(W£4> iS*»."': T«ei voh »leherer Wirkung, angenelim*m Oesehmaek, vollst&ndte anödildlich, «teilt schlanke, graziöse Figur her ohne Aenderung pumpte Gewichtsabnahme. Bel Voreinsendung de« Betrages von 8. K. 31.000 für ein Paket, erfolgt die Zustellung franko Waldhelms Apotheke, Wien, I. Hlmmalplortsasse 14 ss Wien, 14. Bez., Rauchfangkehreraaffe 8. N i ss e l s Ernst, geb. 2. April 1816, Wien, 14. Bez., Rauchfangkehrergasse 22. S u s ch n y Siegmund. geb. 4. August 1875, Wien, Handel?- angestellter, 9. Bez., Spittelauerplatz 7. Z e r k o w i tz Julius Oskar, geb. 17. Juli 1888. Wien, Rechmmgsrevident, 8. Bez., Pfellgasie 32. Adler Moritz, geb. 10. Jänner 1880, Wien, Bureaugehilfe, 16. Bez., Ganglbauerggasse 18. Mar c u 8 Rosa, geb. 11. August 1876, Wien, Privat. 3. Bez., Mesienhauseraasse Nr. 14. Wechsler Melanie, aeb. 20. August 1876. Wien, 4. Bez., Favoritenfttaße 62. L i n d e n b a u m Alex. Dr.. geb. 10. März 1870, Drchobycz, Gutsbesitzer. 2. Bez., Seilerstatte ö, Ertler Sandor, geb. 5. Mai 1899, Leipnök, 3. Bsz., Czapkagasse 7. Barta Ilona, geh. 27. Oktober 1903, Budu Bennögasse 8. Grünberg Melanie, geb. 4. Apvil 1898, Czernowitz, Bankbeamtin, 9. Bez.. Höfevaasse 18. Faludr Alioe Gertr., geb. 19. Jänner 1919, Budapest, 13. Bez., LalnHerstvaße 168. F a l u d i Valerie Vblma, geb. 31. Mai 1919, Kesthely, 13. Bez., Lamzerstratze 158. Krifant Alice, geb. 17. September 1904, Wien, 7. Bez., Kirchberggasse 28. Fritz Max, ge'b. 14. April 1893, Wien, 14. Bez., Karl Waltergasse 6. Singer Leo. geb. 29. Juli 1903, Bielitz, 14, Bez., Sechshäusersträtze 89. Reisgner Bernhard, geb. 4. September 1893, Pofzony. Bankbeamter, 16. Bez., Habevlgasse 6. Vereine. BsrtrSge md Versammlungen» ' Zionistische B e z i r k s s e k t i o n Leopoldstadt. Heute, präzise 8 Uhr abends,, im Wiener Bürger-Cafe, 2. Bez., Praterstraße 11, Vonrag Paul Földes über „Palästina und unsere Jugend". Ebendaselbst jeden Donnerstag Zusammenkünfte mit Vorträgen. Gäste willkommen. — Z e i r o t h H a m i 8 r a ch i, 2. Bez., Untere Augartenstraße 55. Heute, V,7 Uhr abends, Lortrag mit Lichtbildern. Anschließend Generalversammlung. — Zionistischer Block. Heute, 8 Uhr abends, wichtige Vollsitzung im Roten Zimmer des Cast de France. — H o ch s ch ul au 8 s ch nß der s>o zi qlist is ch e n. S tu d e n t e n und A k a de m i k e x v »re i n i g u n g e n Wiens. Heute, Punkt 1 Uhr.abends^ findet iiw Hötiaäl 68 der Universität der Abschiedsvortrag Prof. Dr. Karl Grünbergs statt: „Die Fabian^ So eiety". — S o z i o l o g i s ch e G e s e l l s ch a f t i n W i e n, 8. Bez., Jaequingasse 45. Morgen, 7 Ubr abend?, spricht im Höriaal 83 kmmy Koffary. Theater an der Wien. Emmerich Kalmans Operette „Gräfin Mariza"^ wirkt beim zweiten' Archören noch unerträglicher Äs am Tage / der Premiere. Der Mangel an nemn Einfällen die Anhaufunz verbrauchter u-nd abgestandener Operettenmotwe machen sich in jeder Szene Peinlich fühlbar. Gestern sang cm Stelle von! Betty Fischer, die nach 13jähriger Tätigkeit aus dem Ensemble; des Theaters an der Wien geschieden ist, der ungarische Ope-. vettenftar Emmy Kossary di« Titelrolle. Wenn sie diä Bühne i betritt, so denkt man zuerst an die Erscheinung einer Aieglinde; oder eines Käthchen von HeAbronn, so wenig ungarisch ist ihr Aussehen. Aber schon die ersten so schön und rein geformten ' Töne lassen die UeberraschMg des optffchen Eindruckes hinter die des aknstffchen zutücktveten. Wien hat augeMicklich keine Gefaugssoubvette, deren Organ eine solch ausgeglichene Ton- Wdung und in allen Lagen gleich starke Durchschlagskraft besitzt. Wie sie einem dramatischen GefangSthema mir durch die - tonliche Färbung Charakter verleiht, wie sie ein« Lsgatophrase' auSsPidnut — dieses rein technffche Können weist auf ihre Herkunft von der Oper hin. Aber sie hat auch starke schausplelerffche Einfälle. Rührend wird der Tonfall ihrer St-imme, wenn sie kiMiche Naivität Vovschützt, um das Gchemmis ihres Herzens zu verbergen. Unsicher flackernd das Wort in ihrem Munde, wenn eilte unerwartete Uebervafchung im Gesichtsausdruck und in der Sprache nraskiert weiden muß. Leider kann sie sich «im Tanz nicht so ausgeben wie im Gesang. Denn ihr nicht gerade leichter Körper ist zu fest im Boden verankert, um von den TanKvellen entführt zu werden. Hubert Marischka ivar an diesem Abend gesanglich und darstellerisch besonders gut disponiert. Wie eine frische Brise fegt« durch dke sentimentale Schwüle die frische Unberührchert der reizenden Elsie A l tmann; eS ist nur schade, daß sie ihr kleines, zartes Stimm« chen noch 'immer natuvalfftisch verwendet. Dev Beifall des ansverikauften Hanfes tru-g ganz die Marke „Made in Hungaria". dt. „gou-gou." Rolandbühne. Ten Theatern geht es schlecht. Sehr schlecht lind übers'.:» ist der Mai gekommen. Man kämpft um die Existenz und sucht mit Anmrierstücken den Saal zu füllen. Eines der ödesten und widerlichsten ist dieser den Franzosen nachgeruachte Schwank von Cornelius und Kempner-Hochstäd:. Im ersten M kommt Jou-Jou im Reitkostüm zu ihrem Freund, ruft plötzlich: „Zieh' mich aus!" Es erweist sich,, daß sie unter dem Reitkostüm Kokottenwäsche trägt, also ziemlich keine. Im zweiten Akt wirst sie Plötzlich den Mantel ab und die Sämlie. uni einen eindeutigen Nackttauz vorzuführen, usw. Ria T h i c i? verfügt über die körperlichen Eigenschaften, die diese für Bülmenkünstlermnen wirklich emiedrvgende Rolle Voraussicht Auch die Tanzeinlage kann man gelten lasten. Ansonsten sm.V ihre schauspielerischen Taten fragwürdig. Sigi Hofer bemü*!- sich um eine unmögliche Rolle. Dem. trefflichen Charakterlomiker ist eine bessere zu wünschen. Var New-Vorker Wische Künstlrrthrater in London. Aufführung von Andrejeios „Die sieben Gehängten". Unter dem Titel „Ein gruseliges, Stück" berichle: >Dailn Mall" über die-Ausführung, von-AndrejewS „Die sieben Gehängten" durch das. Jüdische- Künstlertheater der Vereinigten Staaten am New Scala Theater in London. Sie nennt das Stück „ein Gemisch von seinsier psychologischer Sin-

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