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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-07 · Heft 1877 (7.5.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1877 (7.5.1924)
Date
1924-05-07
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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ff* m& 'iM Alk Artet von Kommandlt8 der Kroatischen Eskomptefaank, Agram Kredit- und Bankgeschäften W£QI\, I. SeStZerflaiie 4 ,EÄSS" Warengeschäfte Telephone: 60-4*82, 60-4-93, 63-4*85, 64-4-42, 664-^8, 69-4-82 ioms Telegrammadresse} Frepobank Solfsrairt. ■ VtSiSlf « ' ^RK ff *-;- & oit ety manchesmal . ulkig. Ein feiner MuWer Wbert H e rfeeihefg. Alles iit allein eilt am-üsauter Menv, bei dein die 'Landessprachen auf ihre Rechnung konnncn. a. s. «vL den Ueatern. Q v e r u t h e a t e r. Astr-en, 7 Uhr abends, als vierte Porsrellung der Richard Strauß-Feier et Rosenkav.a- 1 i c t" mit Zeritza, Weidt, Schumann, Mayr uub Wiedemauu m den Hauptrollen. >V o l k S o p e r. Heute i g o X111 o". Acorgen < Tonurrstaa) „Tristan und I s olde". — DireVor Dr. Fritz S t i e d r v hat mit Len Proben gur nächsten Novität der Volksoper, Braunfels' „DieVögel" bereits begonnen. Das Deutsche Volkrtheater bereitet für Mitte Mai die deutsche Uraufführung' von Bernhard Shaws Burleske „D e r B o x k a m p f" vor. Den Abend wird desselben Autors einaktige Komödie „Der 3)1 an« des Schicksals* („Der Schlachtenlcnker") eröffnen. Im Raimund-Theater vegimü der urorgeu statt« findende Premierenabend mit Misäbech Bergner „Fräulein ,F u l i c" und „De b e t u n d K r e d i t" präzise um V-8 Uhr. Zuspätkommende können erst nach dem ersten Stück zu ihre« Sitzen gelangen. Ap ollotheater. Samstag, 7 Uhr, Premiere der holländischen Operette „Die Königin vom M o n ttn a r i r-c" von Denn Spranklm, Musik von Vada Ennem. M ö d e r n e S T h e a t e r. Gastspiel Louis V e r n e u i l: Tounerstag den 8. bis Samstag den 10. d., V»8 Uhr abends, ,U Fauteuil 47", Sountag den 11. bis Dienstag den 13. d., }f3S Uhr abends, „L'amant de c o ♦ u r". Mittwoch den 14. bi? Freitag den 16. d., ^/,8 Uhr abend?, ,Un j e u n » m e n a g v". Hermann Graedener achtzig Jahre alt. Der Ift-stor der österreichischen Komponisten Prüf. Hermann Graedeuer begeht am 8. d. die Feier svmes achtzigsten Geburtstages in bLwunLeruirgswürdigLr geistiger und körperlicher Frische. .Die zahlreichen Freunde und Verehrer des greifen Meisters, darunter auch vre Autorengesellschaft, Deren Vizepräsident der Jubilar ist, bereiten Kr s«mcn GÄurtstag besondere Chrnnge-n vor. Berliner Gastspiel der palästinensischen hebräischen Bühne. Wie wir bereits gemeldet haben. haltein sich die Künstler des palästinensischen hebräischen Theaters Habtmah seit einigen Monaten in Berlin aus, um sich hier emgchendün künstleri-schen StrDien zu widmen. An der FoMildung der Künstler beteiligen sich neben dem hervorragenden Regisseur Feß'.tcr (von der Berliner StaatsWhne) noch oine Reihe von erste.il Kräften. — Wie wwt verlautet, wird demnächst ein Gastspiel dieser hebräischen Bühne in Berlin stattfinden. Ein deutsches Operngastspiel in London. Die deutsche Opermrison in der Coverrt Garden-Oper in London wurde gestern'vor dicht beisetztem Hause mit der Auffichrung von „Rhri-ngÄd" eräffnei, die starken Beifall erntete. Zum erstenmal. seit gehn Jahren hat in London eine OpernauMhAMg in dmtsKer Sprache statttzefunden. Bruno Walter, der Dirigent der Vorstellung, erntete größtes Lob. Eine neue Moses-TraMdie. Der Münchener Dichter Walter Eckart hat eine Tragödie „Moses" gedichtet, welche im Mmer Stadttheater zur ManMhrung gelangte. Im Bor-- wort heißt es: „Empfangen 1818, als das deutsche Volk durch das Rote Meer gswcaÄ»evt lva-r und in die Wüsbe geriet, dort das Laich Der ^rheißmrg führerlos zu -suchend" @> wird in diesem -von starkem Echos getvLgenen WerEederrsine Moses- Geist, der entsagend der $Eee dient, bem ,^echro"-Geist entgegengesetzt, der sich der Giiut der Sinne WgM, Die Dicht-ung.erzielte einen Achtungserfolg. . Das Budapester Nationattheater im Burgcheattt. Wie die ungarische. Presse meldet, ist eine Vereinbarung guftarche gekommen, wonach das Budapester NManalcheater em Gastspiel am Wiener Burgtheater ubfolvieeren wird, und Awar noch im Laufe dieses Monats. Es wer« den die ersützreichsten Stücke des Repevtoives dieser hervor«. ragenden' BÜdapsster Bichne zur AuGÜHrnug gegangen. Gleichzeitig wird ein Enssembls des Burgtheaters am Bndaprster National thrater gastieren.' Aus der Rusitwelt. Der italienische Dcimftevrat hat die' Errichtung eines großen rö-miischen Opernhauses, beschlossen. Bei der Premiere von Arrigo Boitos Oper „Nero" in der Mailänder Scala war ein Kaffearsingang von 837.060 Lire (mehr als zweisinhabb Milliariden österreichische. Kronen). pr verZerchiren. — Im Landeschea-ter zu Gotha kam die Oper „Cagli ostro" vom Dichtebkompomsten Otto W a r: i s ch zrir erfolgreicher U-rau>ftührung. 7 GerWssaal. An erbitterter Gegner der Nepnblit. Psychopathische Minderwertigkeit als Milderungsgrund. Bor b’nt Liraflbezirksgericht hatte sich gestern der be*; famtre M onarchi st Step Han Padajannig wegew Beleidigullg eines Richters und wegen Beleidigung des.Parla--. nrenis als Behörde zu verantworten. Gegewstand des Straft, sällrs bildeten mehrere AmHerungeu-, die iPadasannig in einer' gegen ihn am 8. März v. I. wegen verbotener Kolportage! stailgchsbien Verhaublung gemacht hatte. Er -hatte damals gcge-n die Kompetenz des Gerichtes Einspruch echoben Ultdzur Begründung des ErnsPruches folgendes angeführt: „Ich erb t i ck e-in dem Herrn mir vis a vis im Talar keinen ordentlichen Richter, sondern das Organ von Rebellen, die sich sLlbft des Verbrechens des Hochverrates gegen die geheiligte Person - feiner kaisevilichen <und kö-niglichest ap os> ol i sch eu Majestät schuldig g.emacht haben." .;\,i feiner Beran^voriunig b^üglichder ihm,,damals zuv Last gefegtM.Verteilung eines Flugblattes ,/Kaiser Karl in No'/', harre Padajannig unter anderem damals angegeben: „Rti-t Vorbedacht habe ich persönlich die-Ver- :c-7lung des Flugblattes vor dem, Parlament vorg. nommen, als seuenr Hause, in dem die Hochverräter ihren.Sitz habeü, die an ihrem Herrn nnd Kaiser.zu Räuberin und Mördern ge« w o r d cu ) i lt d." . .< In der gestrigen Bechandlung verivergerte er aus die Fragen nach -seiner Vorbildung, seiner Wohnung urch febnett- Boxstrchen jede Antwort, urrd ucklätzte, er habe nur eine berechtigte KrrtA zum Ausdrucks gebrächt, da alle Handlungen, die -die neue RepuMk gesetzt ihcwe, das DeÄbrechen des Hochverrates beirchälten, daß nur der Papst ,rÄ-er der Kaiser semandon vom Eid entbmdm könne und die Sträsgerrchte in politischst AugÄLgeachLlten als RevolutionKtriibunale anFnseheit seien. Der Richter konstatierte aus dem Mte, daß der Angeklagte psychiatriert wurde und von den Mychiaterir für psychopathisch minderwertig, aber nicht Kr geistesgestört erklärt wurde. Er wurde unter Anwendung äußerster Milde zu 100.080 Kronen. GeWstvafe, evsntuell 24 Stunden Arrest verurteW. Als mÄdernd wurde insbesondere der Umstand, angenmmnen, daß der AngMagte infolge seiner politischen Einstellung und seiner pstichischen Veranlagung sich Kr berechtigt halten nwchte, mit den Erimiuierten Aeußerungeir seMertzeit als Angeklagter eine pragrammatMe ErNärung a^ugoben. Weiters wurde als mildernd auch die von den GevichtLpsychiateru festWellte pshchopatische MinderwertilgLert des Beschuldigten angenommen. Da der staatsanwaltschaWiche Funktionär wegan -zu gernrger Strafe die Berufung amneldete, erklärte auch der Verteidiger gegen Schuld und Strafe zu berufen. Womit fich die Gerichte besoffen müffen. Sitte merkwürdige Disziplinmckomunsstonentscheiduug. Am 14. April 1922 erschien in einer Buchhandlung auf der Ringstraße ein Geudaruc und begehrte ein Buch aus der Auslage zu kaufen. Während der BuchhäMer das Buch gus der Auslage holte, besichtigte der Gendarm einige abgegriffene antiquarische Broschüren geringen Wertes. Die Gattin ,des Buchhändlers machte ihn darauf aufmerksam, «daß die BroscMven von dem Rsgenmantel, den der Gendarm über den Avin gelegt tug, verdeckt werden. Der Buchhändler wavf darauf dem Gendarmen-sonderbares Verhalten vor, woraus dieser sich bereit erklärte, seinen Rucksack untersuchen zu lassen. Der Buchhändler lehnte dies mit den Worten ab: ,'Danke, ich will ja nichts gesagt haben." Dieser Vorfall kcmr, obwohl der Buchhändler keinerlei Anzeige machte mb nicht einmal den Namen des Gendarmen kanntet zur Kemünis des Landesigendarmeriekommandos. Dieses evließ -ein Rundschreiben an alle Gendarmerieposten und hierdurch wurde der Patrouillenleiter -Josef B. als jener Gendarnr s^tgestellt. Die Di^MinavkoMmiffion des LandesgendarineriekoMnandos Nisdewsterrerch verurteilte dw GendaMen, der beteuerte, nur aus Neugierde die Broschüren besichtigt zu haben, wegm standeswidrigen Verhaltens zur Strafe des Verweises. Die DisßiplinaWberkommission für die BundesFercharmerie gab -sich jedoch mit diesem Urteile nicht zusvickden und trat zunächst die Sache an die Staatsanwalffchast ckb. InsolgedMen hatte sich B. im Juli 1923 vor dom. Strafbgzirksgerrchte 1 wetzen versuchten Diebstahls der Broschüren zu verantworten, wurde aber rechtskräftig freigesprochen, weil nicht der gernwste Anlaß M der Annahme eines DreWahlsversuches vorlag. Trotzdem verurteilte khn die MsAMi-narobepkommission wegen Berlchuug der Standespflichten, ,Kverl er durch sein sonderlbares Verhalten den Verdacht d«S Diebstahls erweckte", gur Strafe oer Bersetzuno in den Ruhestand. B. brachte rWuntthr beim Verfaffungsgerichtshoife die Beschwerde wogen Veäetzung «des Rechtes der Gleichheit aller Bundesbürger vor denr Gesetze ein, weil ein rechMräftiger Freispruch des Gerichtes jeden Bundesbürtzer, somit auch einen Gendarmen, von dem Belldachte der strafbaren Handlung voUtändig entlaste. In der Gegenschrift des BMdeskanKeramibes wird darauf verwiesen/ daß das stra^erichtliche mrd das Distziplinawerfechren verschiedenen Zwecken dienen und daß die Disgipli narbehvrde, ohne an das frei-sprechendL Erkenutni s des iÄrchrichiers gebunden- «zu sein,gu prüfen habe, ob ein Anlaß zu einem Disziplinarverfahren -gegeben sei. Der Verfassungsgerrchtshof (VoGtze^der Präsident Dr. V i ttorelli) wies die Beschwerde ab und hob in der Begründung hervor, «S sei unvermeLMch, daß das Disziplinarverfahren auch solche Tatbestände etfafje, die das Strafgericht frei lasses da sonst Diszipknarvovfchrifien ühechanpt Mer« fMig wären. > '' - Das Honorar -es Arztes. Die Gattin des Kom-merM-l- -rates St. hatte dem Zahnarzt Dr. Sch. ein Honorar von 711.000: K. nicht gezahlt. Dir Rechnung t-rug den Vermerk, daß -im- Falle sie nicht binnen 14 Tagen beglichen sei, zufolgL einem -Beschlüsse der wirtschaftlichen OMuisation der Merkte Wiens sen-Lr Betrag ftu. zahlen seinwerde, der in dieseur ZeitpunLte.als Honorar angemesien erscheint. Erst anr -14. Juli 1922 wurde Zahlung angeboten, jedoch ohne die geforderte Erhlchnng. i Der Arzt verlangte bei Gericht 1,859.700 K. und erhöhte diesen Klagebetrag auf 9^52.500 K., da die wirtschaftliche 'Organisation die entsprechende VälovisiLMN-g angeorone! hatte. Pas Zivillandesgericht sprach 1,269.000 K. zu, das Obeplattdesgericht verwarf die Berusu-ns gegen die geringe BemessMg, der Oberste Gerichtshof gab der Revision des Rechtsanwaltes Dr. Desidyr Fr-ied.mann Folge - und/ spvach außer Pen 1I69.0M K. noch 3,407.250 K., also insgesamt 4,676330 K. p, mit der Begründung, daß dieser Betrag der Höhe der Schuld zu jenem Zeiiprmkt entsprach, in dem die Zahlung angeboten wurde. Eine Berleumdung gegen die Polizei. Gestern hafte sich der Eisenbahner Thomas Waldherr und eine gewrffe Albine Toifl vor dem Sttasbezivk^erichte Favoriten wmen DieVstcchles von mehreren hundert Säcken fittm Schaden der SüÄahn zu verantworten. Der AngeMgte hatte in einer früheren Verhandlung sein bei der Polizei abgelegtes GestLndnis widerrufen, 'mit der Bemerkung, daß Hm dieses vovr PäliHLirat Dr. Kitzberger erpreßt worden sei. In der - gestrvgen Verchanlung eMärte Poligeivat Dr. Mtzberger, daß die Beschuldigungen VoUtändig aus der Luft gegvUen seien. Der Richter hielt dem Augekl-agten vor, daß er Koei Tage «ach seiner polizeilichen Einvernahine das Geständnis des Diebstahls auchgegenüber der DWplinarLommiffion wiederholt habe. Waldherr wurde zu 14 Tagen Arrest, die Toi fl bedingt zu drei Tagen Arrest VerurteW. - Regimewechsel i» der Lrvofiteabiuü. Dos Konsortium -er Großbankeu irüeckmistisch mit -ex Leiümbetraut. — Verschiedene Verfioueu über die Nachfolge. — Der Caftiglioni-Kanzeru vechaudclt. ' In später Nachtstunde ist uns vorgssteurr ein Eommumque der Allgemeinen Dchositeubmik zugestellt worden, in welchem vevlautbart imttibc, daß zwischen oiner Bankeugruppe, bestchend aus der Allgeuwinen österreichischen Bodenkreditanstalt, der Mederöfterr. Eskompt-egosellisihast, der Oesterr. Kreditanstalt, der Unionbank und dem Wiener Bwckvevein einerseits mrd den Mtglredern des bisherigen MajoritätSsyndikatS artdererseitL, eine BereinbuMng zustande gclkommsrt fei, auf Gvund. welcher die Leitung der DepositenbMft der obettvÄhnten Bankengvuppe übertragen wird. Der Präsident des Vevwalimrgsraürs, Herr PM Goldstern, und die Vizepräsidenten Ing. Saxl und Artur Drucker, sowie die Mttzlieder des Berwalt-mrgSvrtes Dr. Fischer umd K o h o r u haben ihre Demisiwn gegeben. Aus technischen Gründen ist gestern die Veröfsentlichnntz dieses Communiques ausgÄlieben. Wie wir erfahren, handelt «s sich um einen volMommeneu Wechsel im Direk-' torium der Depositenbank. 308 Ursache dieses Wechsels m, Berwaltuuigsrat und in der Mttenmajorftät werden große Engatzemeitts des bisherigen Vizepräsidenten her Deposttenbwnk, Drucker, genannt, welcher insoiliM dessen, da die BauL settre Ver» pslichtungen nicht übernehmen tvollte, zur Abstoßung des Mttenpakets gezwungen wao und dadurch das Majoritätssyndibat stark gelockert hatte. Abau muß dem Bedauern Ausdmck geben, daß Präsiden. Goldstern, einer btt LmzÄrantvsteir Direktoren auf dem Stuhle 'des Bankpräsidenten, aus der Leitung dev Dchositenba»? scheidet. Präsident Goldstern hat sich r'afch durch seine besondere Kenntnis der Industrie, durch seme Tüchtigkeit einen hervorragenden 9kiMeu zu verschaffen gewußt und, was Hm nicht hoch genug anzurrchnen ist, jeder Hochmutsdünkel, der oft den Herren in dieser Situation eigen ist, Lag ihm vollkommen ferne. Seine ganze Arbeitskraft hat er nur dem Wohlergchen seines Instituts gewidmet und sich jederzeit bemüht, die Interessen desselben und seiner Uintergebmen zu wahrem ^Infolge Arbertz- LbevbürdiMg sieht sich Präsident G oldste Lu, wie er selbst erMärt, zur Demission Vevaükatzt. Man kam: Gn> nurmit großem Bedauern scheiden sehen. Nunmehr wivd das aus den fünf GwßbiMken bestehende Kvusortium die Leitung der Bank weitersühreir. Es verüduistjedoch, daß dies nur vorübergehend sein soll und daß später an dessen Stelle eine andere Majorrtätsgruppe treten soll. So wurde an dev Börse gesteM von einer Fusion Mer anderen Gwßbank mit der TeposiLenba-nk gesprochen. Besonders hartnäckig aber tauchte die Meldung -auf, daß der Cast igl io ui- Konzern bestrebt sei, wieder in die DüPositeulbanL einzuzichen. Bekanntlich war Herr Castiglioni vor GMstem Präsideitt der Depositenbank und sind auch einige Divektorm dieser Bank dem .Hause Castiglioni entnonunen wurden. Iftm sind schon vor einiger Zeit DerhaMungen gepflogen worden, daß wieder dev GastWoni-Konzern die gesamte Leitung der Bank überrmmnt, was sich leicht bewerkstelligen ließe, da die leitenden Faktoren dieses Konzerns schon früher nrit der Depositenbank in engem Kontakt gewesen sind. -ke Frimkenbewegllvs. Die von der internationalen Jramrenfpekulatiott gchegten Hojisltnngen über den Ausgang der doutschen WaUen siM nicht in Erfüllung gegangen. Die Baiisssspekulation erwartete, von eurer nach rechts radikal tzÄvahlten Mehrheit des deutsche» Reichstages neue Mrseinaludersetzungen der fvanWschen Re« gievung mit dem Dvutfchen Reich über die Re Para« tionszahlungeu, während eine KE odev bürgerliche Mchcheit durch Evf-üllung der Reparationsforde-rungen den FraNkerfturs feskigM würde. Da weder HMfst-, noch Baisse« spekula-tion bei dm Wcchleu ihre HMnungen erfüllt sähe», Aiobe die FraNkenbewegung nach den deutschen Wahlen ruhig. Die Frankkeüspekulation wartet um noch den MSg-mtg der fvanzölsifchm Wahlen ab. Beii .geringem Umsatz stieg der Franken in Zürich, gesftr» Ml 5 Ccn-ti-mes von 36,25 auf 86,30. . k.‘ ' Bleuer Mrse. Schwächer!. Abgesehen von einzelttm Werte» «ugaftscher und tschechischer Provenienz, die, im Zusammenhänge mit de» aus Budapest und Prag vorgelegene« schwächeren Rotterungm, Rückgänge, austuweise» hatte», bekundete die gestrige Börse eine lustlose Haltung, Die Spekslatio» zeigte fich rrach wie vor wftW, so daß fich da? Geschäft wieder nur in den allereugste» Grenze« bewegte. Di« Mitteilungen üb« den Befitzwechsel bei de« DepositenLank i wirÜer doppMreit r« allen Farben wiin.u Aote «a AsaerNk M». 7HL0<» SLID1

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