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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-06 · Heft 1876 (6.5.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1876 (6.5.1924)
Date
1924-05-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wiener S-rorsenzertunK. 6. Mar 1924 ©eHeB Moderne bSckSSNlSSeN Waschtische u. Klosette GEBRÜDER MEDEK Hl. Ungargasse 47 Mil Telephone 1»M, 1040, 70107 D,m 4. his 11. Mai 1924 m UmeWfche Palastina-Woche. Guter Beginn. - Borgefievn hat rn Wien itrib in den Provinzstädten tie. österreichische Palästina-Woche begonnen. > Unter dem Eindruck des Appells, den Chaim Weizwia n u von Amerika aus an die Zionisten Europas titf)* und in welchem insbesondere darauf hmgewiesen würde, daß endlich auch die Judenschast Wiens ihre Plfilicht gegenüber dem Palästina-Auf'ban erfülllen müsse, hat die Leitung -et österreichischen zionistischen Organisation gemeinsam urlt der österreichiischear Keren Hastssod-Kommission vor ungefähr zwei Monaten die Abhaltung dieses Drives in Oesterreich Lsschlossen. In zielbewußter Arbeit wurden die Vorbereitungen getroffen. Es sollen vor allem diejenigen ersaßt werden, welche mit dem Palästina-Anfbausonds (Keren Hajessod) bereits - früher in Beziehungen standen, das heißt sich zur Leistung von Zahlungen verpflichtet haben und mit den zugesagten Leistungen im Rückstände sind oder in der letzten Zeit ihre BerpflichtungserMrungen nicht erneuert haben. Darüber hinaus sollen aber auch alle Juden zu Opferleistungen ausgöfovdert werden/ deren Verantwortnngs-> gefühl in jüdischen Angelegenheiten sich bereits bei anderen Anlässen gezeigt hat. Mit Genugtuung konnten die Vevanstatter vor Beginn der Aktion feststellen, daß sich eine unerwartet 'große Zahl jüdischer Männer und Frauen bereit fand, die schwierige, mitunter recht peinliche Ausgabe aus sich zu nehmen, durch persönliche Einflußnahme m der Judenschaft für den Koren Hajessod zu weichen. Unmittelbar vor Begum der Palästina-Woche traten die Leiter der einzelnen. Bezirksseltionen mit der Hauptleitung der Mion zu einer Schlußberatung zusammen und Sonntag früh versammelten sich alle diese-nigen, welche sich in dorr Dienst der Sache gestellt hatten, in den einzelnen Bezirken, um. ihr Arbeitspensum zu übernehmen. Sorgfältig ausgearbeitetes statistisches Material, eine Instruktion für die Bezirksleiter und eine gesonderte Instruktion für die Propagandisten, sowie illustrierte Br.o schüren, welche über Sinn, Organisation^ unst Arbeit des Keren Hajessod informieren, erleichtevn die pövsoMche Werbearbeit. Tägliche Zusammenkünfte und Beratungen innerhalb der einzelnen Bezirke bewirken, daß hie .HaupMtung und die Bezirksleitungen über den Stand der Arbeiten Md über die Erfolge eine Uebersicht gewinnen. - . » Alle Mitarbeiter sind sich dessen bewußt, daß sie einer großen und heiligen Sache dienen. Die. Tatsache, daß gerade jetzt die Einwanderungs m ögl ich kette n i n Palästina weit günstiger sind, daß'maninden nächsten Monaten viele Tausende von Pionieren nach Palästina senden kann, lvenn die nötigen Mittel aufgebracht werden, und daß ein ansehnlicher Erfolg in Oesterreich außerordentliche Rückwirkung auf die gleichzeitige Aktion in Amerika h ä.t te, veranlaßt alle, die wissen, um was. es geht, ihre. Kräfte aufs äußerste anzuspannen. Jeder fühlt: Wird er von einem jüdischen Mitbürger ab.gew iese n, hat sich der Abweisende erniedrigt, nicht derjenige, der zu ihm kam: ■; Die Arbeit während des Sonntags hat in allen Becken kräftig eingesetzt. Insbesondere in der Leopold? st a d i, im Prate r s prenge l und m 9. B t< zir I hnttbrn schon am ersten Tage der Aktion ansehnliche Erfolge erzielt,.'welche, die Mitarbeiter ernmtigten und jedenfalls auf diejenigen Bezirke zurückwirken werden, in welchen M Ergeibinsfe des ersten Tages weniger günstiger waren. Sk Me ÄS Frau Md Mutter. .> Mathilde S erao erzählt von ihrer verstorbenen, großen Jugendfreundin, daß sie' als Merundzwanzigjährrge in Neapel dm schr bekannten Schauspieler Checchi — mit dem bürgerlichen -Namen Marchetti^— lieben lernte und heiratet«. Die Ehe, Mvohl glücklich, dauerte nur sieben Iahre, und die Gatten trennten sich auf das Freundschaftlichste. Die Düse blieb bei ihrer Kunst und Checchi ging M Mavchetii nach Argmtinie»,. wo er in diplomatische Dienste der Republik trat. Er lvar bis zu seinem vor Men Jahren erfolgten Tode argentinischer Konsul in Nvwhaven, Newport und Lissabon. Aus dieser Ehe entstammte eine Lochte r, E n ri- Nützet dk fünf Tage, welche noch zur Verfügung stehen. Die Oesterreichifch« Keren Hajeffod-Kommission ersucht alle diejenige«, welche besucht zu werde« wünschen, de» hier genannte« Bezirksleitungen unverzüglich mitzutetten, wann sie den Besuch erwarten. 12., 14. und 15. Bezirk: Leiter: Oskar Goldsthmidt, 15. Bez^ Herklotzgaffe 21. 18. Bezirk: Leiter: Herr Max SPrinzelis, 13. Bez., Reinl< gaffe 44. 16. und 17. Bezirk: Leiter: Dr. Nathan Kor», 16. Bez., Brunnengasse 34, Telephon 29-1-28. 18. Bezirk: Leiter: Herr Rabbiner Dr. David Feuchtwaug und Frau Erna Patak. 19. Bezirk: Leiter: Herr Ing. Freundlich, 19. Bez., Dollmergasse 3, Tempelgebäude. 30. Bezirk: Leiter: Die Herren NiweS und Griffel, Karl Meißl-Straße 5 (Bereinsheim). 21. Bezirk: Leiter: Herr Präger, Am Spitz 2. Re nöchsten Beranftaltuusen: Sitz der Bezirksleitungen: 1. Bezirk: Leiter: Dr. Josef Berger, 1. Bez., Eßlmggasse 7, täglich 9 bis 12, 3 bis 6. Sonntags 9 bis 12. (Telephon 63-7-81). Heute um 9 Uhr vormittags dortsellbst Sitzung. 8. B e z i r k: Leiter: Lehrer Aaron Schwertfinger, Bezirkssektion, 2. Bez., Taborstratze 30 a, Telephon 45-3-26, täglich 3 bis 8 Uhr nachmittags. Pratersprengel: Leiter: Die Herren Bartfekd, Katz, Dr. N. M. Gelber. Sitz: Bereinsheim, 2. Bez., Junggaffe 8. 9. B e z i r k: Leiter: Die Herren Oberfinanzrat Dr. Benedikt und Bruno Rabinowrtz. Sitz: Cafe Lovrana, 3. Beg., Löwengaffe 36. 4. und 5. Bezirk: Leiter: Herr Schreier, 8. Bez., Spengergasse 7. 6. und 7. Bezirk: Leiter: Bezirksrat M. Kohn und Frau Berger. Sitz: 8. Bez., Bennopkatz 1. Herr Bezirksrat R. Kohn ist täglich, 8 Uhr abends, im Cafe Palace, Maritchifferstraße 99, zu sprechen. 8. Bezirk: Leiter: Dr. Alfred Lowh. Sitz: 8. Bez., Bennoplatz 1 (Bereinsheim). 9. Bezirk: Leiterin: Frau Min.-Rat Rebekka Weimr. Sitz: 9. Bez., Servitengaffe 13, täglich 8 bis 10, 1 bis 3, 6 bis 8 Uhr. 10. und 11. Bezirk: Leiter: Dr. Robert Weiß, Favoritenstraße 130 (Sektionsheim). : Heute Dienstag um 8 Uhr abends im großen Saale des Cafe Sill e r, 1. Bez., Schwedeuplatz. Redner:. Anitta Müller-Cohen, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Ludwig Bato, Dr. Otto Lifczis. Heute Dienstag, 8 Uhr abends: Bereinsheim, 8. Bez., Bennoplatz 1. Redner: Dr. Ott» Abeles, Bezirksrat M. Kohn. Morgen Mittwoch, 8 Uhr abends: 2. Bezirk: Festsaal des Hotel Continental, Redner: Dr. Josef Löwenherz, Dr. Otto Abeles, Rabbiner Dr. Feuchtwaug, Leo Sendrowiez, D. Nebenzahl. 3. Bezirk: .Vortragssaal Cafe Lov.rana, Lowengaffe 36. Redner: Dr. Rudolf Schwarz-Hiller, Adolf Böhm, Dr. Marti» Rofenblüth. . 4. und 6. Bezirk: Saal des Terräfs«n-R'estaurants, 6. .Bez., Margaretenplatz. Redner: Dr. Desider Friedman», Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Prof. Artur Freud. 18. Bezirk: R o t e r Saal, Türkenischangpark. Redner:' Rabbiner Dr. David Feuchtwaug, Erna Patak, Dr. Dävid Rothblum. . 2 0. Bezirk: Wallen st eins äle, Wallensteinstraße N. 72. Redner: Obevbäurat, Stricker, Dr. Walwnänn, Dhktor Löwenherz, M. D. Groß (Misvachi). chetta, die beim Vater blieb, aber mit großer Lisbe an der Mütter hing. Und die Düse besuchte ihre Tochter, so oft sie nur konnte, wenigstens einmal im Jahre, auch nachdem Enrichetta, die heute eine Vierzigerin ist, geheiratet hatte und seWst Mutter eines Sohnes Robert und einer Tochter Eleonore geworden war. Und dann kam die Düse noch häufiger und sie wäre ständig Lei ihrer Tochter geblieben, wenn sie das Klima der neuen Heimat der jungen Frau vertragen hätte. Enrichetta lebt nämlich als Gattin des Cambridger Professor BurroughS in E n g l a n d, das der Dufe nie zusagte. 17 MiIiionen Dollar veranschlagt..Wie gewalÄg die Maße der Goldenen-Tor-Briucke find, wird eurem erst recht klar, Wenn man sich vergegenwärt-igt, daß frie wsitestgesPanrÄe im. Gebrauch befindliche Brücke der Welt, die 1917 erbaute'Sänkt Lorenz-Brücke >bei Quebec ist, die 649 Meter mißü Ser WeltmÄWs. UuS Kalkutta wird gemeldet: Kel.letiec- Doisy ist h«r einyetroffen. Er hat die 750 Meilen lange. Strecke Agra—KaMltta in 6 Stunden 30 Mnuten zurück-- gelegt. Er wird zwei bis drei Tage hier verweilen, um an ftmrm NiWeny kleine A-nsbeffevungen vorzunchrmn. Ae süßte BMe der Wett. Die dcm Reckord auf jsd-em Gchtet nachjagenden Anierikaner begeistern sich jetzt für den gigantischen Plan, San Franziska über den Meevesarm des Goldenen Tores hinweg mit toer chm im Norden gegerWerliagenden Halbinsel durch eine Riesenbrücke zu veribircken, die an Länge und Höh-e alle anderen Brücken der Welt weit hinter sich lasten, würde. Me von I. B. Strauß, einem-CHWgo-er BrückeUauer von Ruf, entworfene Brücke über das Grldene Tor hät. «ne Gesamtlänge von Wer 2569 Meter. Der MittrkteU, als Hängekovstvuktion geplant, soll eine LälM vor: nicht wenigxr als 1200 Meter erhalten und sich 6V Meter über dem'Wasserspie-gel befinden. Ms Träger für die beiden mächtigen eüv« 5300 Tonnen wiegeuden Spannseile der MMelpartie sind' an jeder Seite Kvei je 333 Meter hohe Türme vou^fthen. Mesevier Türme, in der Höhe nur wenig hinter dem Woolwvrch BnWirrg, New-Uocks höchstem Wolkmkvatzer, sollen zu einem Wahrzeichen San Fvanziskos werden und die ank.omn^enden Schiffe schon von wertem grüßen. Es ist geplant, auf der •, Spitze der Därme Galerien für das Publik-um ein-; znvichten, dem, durch Fahrstühle nach üben befördert, sich von der Höhe aus ein wundervoller Blick auf das; über zcchl- Mche Hügel brandende Häusermeer San Fvanziskos, über den weiten Ozpan und die von Bergen umrahmte Bai von San FranziKv bieten wird. Die Kosten der Brücke,- sind auf Großer Brand in Fnnsbrnck. Aus Innsbruck wird uns gemeldet: Sonntag 'nach 10 Uhr nachts brach aus bisher, unbekannter Ursache auf dein Lagerplatz der Baufirma Fritz am.Westbahrchofe sin Brand ans, >der rasch, um sich griff und erst nach - dreistündiger anstrengender Arbeit ck>er -Feuerwehren gelöscht werden - konnte. Dem .BvMde fiel außer zahlreichen Bvetterstößen. der große Stapel mit seinem wertvollen Inhalt von Düren und Fewsierftock zum Opfer. Die Schadensumme. Mciuft sich auf 200 Millionen Kronen. Auch Menschenleben waren in Gefahr. Die Trafikantin am Westbahnhof erinnerte sich, daß >in einer Baracke am Brandp'ltz ein achtjähriges Mädchen, dessen Eltern ausgegangen waren, zurückgMio'ben sei. Die Frau alarmierte zwei Männer, die ihr. bei der Rettung des Kindes halfen. Man drang ins Hänschen ein, wo das Ä-ind schlafend an ge troffen wurde. Die' Sichevhsitsbchörde hat Nachforschungen fir einer bestimurten Richtung nach, der Ursache des Brandes ein geleitet, da man Brandlegung vevumtet. Sine milttänschr Uebung der FroMSmpfer. Zusammenstoß zwischen Frontkämpfern und Sozialdemokraten. ' Wie wir erfahren,'hatte für Sonntag die , Frontkämpfer- Vereinigung eine Einberufung zu einer militärischen Uebung erlassen, die für den ganzen Tag angefetzt 'war urid an der. sich zirka 700 Mann in vollständiger Ausrüstnng' mit Windjacke und Sturmi'appe, sowie eine' Marschmusik beteiligten. Auch der leitende Ausschuß mit Oberst Hilt'l an der Spitze war-bei der Ausrück?mg vertreten.. Der llebungsort war Puchbcrg am Schnceberg. Es wurden in der dortigen Umgebung feldinäßige Hebungen zwischen den in zwei Angriffspartien geteilten Frontkämpfersormationeil uiitei: dem Kommando des leitenden Ausschusses, vorgeuommen, ' Während der Rast soll es in Puchberg zu. einem geringfügigen Zusamensioß mit einer Anzahl von. Sozialdcmokraieu gekommen sein. in allen Farben Wlf N.»„ ADieftG/ .L - » ky>«so.i ffc l'üo.U'» ■ ■

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