Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1875 (5.5.1924)
- Date
- 1924-05-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980958--18826-3005924- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
.. „ W^mpr-Ty.--/ <■ ' ' 1-x"''.'^"7"^^^^!': ^.'M-^'^r-. ' ' '' X . "ii‘?WWD .- .l-tc-is; ■ '»'fW LSkener Vtorsmzettmtü. v. Mai 1994 AOdMck, haß WHfef.HiMm am sich den ....-,. MMheMose nicht zum StWstzaud Wngen Wr, hr S»WW§ KlchlWe in bitfm #W #fo« tzMber- ScheMWW»WS Ecken können zich tzg KM Eintritt d« durch die MegSjah« in ihrer KowWMtz HMvächten KiMr in ha- Erwerbsleben ein WuerliMx Anstieg dex TMOMftsiarWchkeit zn befüröM MU. „An.^xM,' in der Millionen-, ja MilliardeMerjß MBöMMMK mch «eWchMMgen Msdrigster W, As RMWfe, **. S«E werden"^ so Motz Wss, Metz sejW iMGvWky WOWWWgen „ist eg Wehr denn je n-otweniditz, all« AHMinges *H unterstützen, Ui ^eignet sind, das ethische und kttWvelle Niveau der Bevölkerung zu heben uO hg- GeW tax MWichtung des Menschen zur HilfekHMS füx' seMn MMmenschen zu stärken." " "MKOs Bk, LrUL,. tax m WMtmg taS slisterS für soziale Verwaltung erschienen war, ZMMH Mr die Leistungen der Bundesregierung ans diesem GMet. Im Jahre 1923 konnten für die an« geMvten HweAe nur 1,Z Milliarden Hxgnen fluM ge- «Wcht Äkchey, WnMUrat Fah^nS tzM WttMchtS- Mj Wch PMmxius Dx, Habxtin lMmEMtHdt) Wst W MAWchM UOWten har, in Mchex Msr fcg OchW hei de; BeMtzrftNH der Tuberkulose mitWwsGp §t.Wßn fti. ' In der MechtzN M tatzO. Sfc, tzSM-l.MWdoH hie Mtzj-OMt tzgx WWW GWDis dex FMifieyveMtnM, Wj-x -hWM tzig M hkvMvachsen. Dr. GStzl WM tzWptß Wx M Mx» dMW tzex TBeMMe Mt« den Wum GchuWOern «WkWgMr MchW. Hinsichtlich hW SMkiMl; KrWW MWiM Ziffern Mr ftr hie WßM Md ^Kochen? tuiberkulSfen gchrgcht Werden. Poy den rund 131,<W SchuMndevn Mens waren Wr 419, das ist 0,4 Prozent, an Knpchm-. M WeMjubKMIgs-ß $o» den 3300 in den öffentlichen Kindergärten hesinMchen Kindern vm 7. Diese Ziffern zeigen, daß dermuKich auch die internen Tubevkulofeformen hei den SchuKinder» Wiens nicht M BerßrßitMg haben, hie allgemein angenommen wich. — Mit einer Führung durch die ssziaHhgienffch« Ausstellung wurde der Tuberkläofetag beschlossen. MolveNchW ,«s -tz SM». Gestern abends gegen */a 6 Uhr geriet der 85jährige HWarbeiter Rudolf Mittel, Mach gaffe 189 wohnhaft, i« der Kompertgasie mit feiner 31jährigen Gattin Gisela Wittel in einen Stteit, da er sich am Nachmittag beim Ringelspiel am Matzleinsdorserplatz mit stemdxy jungen Mghchm herumgetrieben hgttx. Im Der-? taff $1 SMe-ggh Wittes seinerKg» ztzsei Ohrfeigen. Frau Wrttek ftstchtetß Wy vor chrem Mann und rannte durch die Kompertgasie und die Skalagasie dgpgs, 3hx Rllrm lies ihr ngch vch «tt er sie nicht er« % fenexte ex KWeiMgl feinen Revylvex Hx 2, GMicherweise gingen beide Kchtzsse fehlt »er Attentäter rannte dgpn gegen die Fgyorjten, ftzgße davon Wh fonnte nicht mehr steyig gemach yttdey. Mitteilungen llmdev Wblttum. «oiei. „rekir" u. mmmi«««»« l*. MW»* Pfariyi a neu f§noy|/Bft ung, Ke», gknxechhtx). .. uill »ej ab ft |Mf| wlftfir |R ieflllpl pmä»glgte greise, gych für Monatspar|g|en ■■fU*». 9133 Die Hausbesitzer gegen die Regierung. Der Ottakringer sitzerverein hielt gsstern in der Volkshalle eine zahlreich besuchte Versammlung gegen die Verschleppung des Mbaues des Mietengesetzes ab. Me Redner erklärten, daß die KauL« besitze^, falls die neue Bors^rsW'heim'EundxMEx tzzxgMch sein sollte, ein? Ä Wpn ins WÄ Men tziMN, wenn sie auch der Regierung feh-r unangeyebm wechen sollte. Es wurde eine Resmution' angenommen, Won»'die Mnlösung des vom Bundeskanzler vordenWahlen gegebenen Versprechens auf Abbau des MejenMetzeS gefordert 'Wird, Die Stellungnahme der Ministe; Dx. MtzWck MK Schmjtz fei geeignet, das Vertrauen in Hs«' Wsttzzütgrstät M hgschwerste zu erschüttern. e daß die Ms» Kolkshälle kedigung des am M Entwurfes bezüglich der Kern und Ref zkerMsltzitvna ei . ... gische Aktion dmchführen wette, tzm die VersWppMg h'e» Gefttz« rnWurfeS zu vrrtziudern. Innerhalb der nächsten vierzehn Tage tz»«d« btt KmtzrSmMttex r« eW Raffe»he«N«stration vor -kW NsxlSNrut Mßchtt?tt MdM- A M einstimmig angenommenen Entschließung witt die dringlichste (£* ledigung deS am 10. April vog M Giß!er und Genoffen einge« brachten Arynenschulhen-GesetzentMrfes sßwtz der GpMßesetz« vorlage gefottert, ftxner hie Wberufuqg der Minister Dx, Frank und Dr. Kienböck gefordert, die sich den Wünschen der Kleinrentner tfltgrgengestellt HWen. .. * Pflichtgstvou biS ist den Tod. Gestem früh gegen ß Mr fuhx ein Zng der MsßrnbshMnk JP. den der 47Mt Franz Gglitzer lenkte, gegen hie Kaisechrche. Plötzlich Mtze her Fahrer von Unwohlsein befallen, er rief um Hilfe qnd sank, noch mit der letzten Kraft die Handhremse anziehend, zu Boden Md blieb bewußtlos liegen. Der Zug war bereits dmch das ziehen her Bremse-M Stehe» gekommen. Als man sitz um den Fahrer bemühte, sah man, daß er herett.s tot tpax und Mensches sich eine» Herzschlag erlitte« haste. * Brandschaden von 25V Millionen. Esn g»8 »O^aflntek Ursache entstandener Brand in hem LervemonfertionSgesWte der Brüder Frankel in der ZWifstädterstraße vernichtet« dys gesamte WaxHylaM W Werte pon WO MMbMN- Die ErWange» wegen Äkntuelltzx GchM dex Bxützex WnkÄl sind vtngeleitet. -karten auf die Spur gÄMW», We falschen Karten wurden durch die offiziellen Fachrtkar-tenschaltex in Dettchr gejsetzt. Ms Wscher klömmen hauptsächlich A ng«st«slte dxx rumänische» Staai-bah» m trqcht, Durch die Fälschungen, die seit mehreren Jahren prakttzsert chuvden Wurden die AtyaiKhchnep M große Summen Tabo ürböbuna der trafiken. Die Generaltzost nissen an di, ~ “ Rückwirkung tztz 'ür die Pchüvz Jahresumsatz prd'Mvie \t Mgarasw«in«Nn9Rr ftt, vtr hat sich zu Ä u g e st ä n d erMHt aesehon und mit ie BersLleißgebühr ersten 40 Willtonen Kronen des allgemein«« BeÄaufs- Miüwnön auf zwei Pro^ ßn Kxonen Nersteigenden Mchr- ^ür das erste Jahx, das ist für , Dezember 1084 tritt eine! ,“'Ä w _ ..alt 80) Millionen KvMn JahreSu.msatz ausgezachlt werden. * Der sechste Fürsorgetag in Wie«. Am Saale her' Gesell« chast der Aerzte findet am 6. und 6. &., veranstaltet von öer .Oesterreichischen Gesellschaft für Bevölkerungsvolitik und ZÄrsorgewesen" im Vereine mit der Zentralstelle fjix KjWzrchutz und Jugendfürsorge der s e ch sie Fü r sora eta ä statt. rat Dr. Alsvns Foramitti: „Ausbildung der FüvsörgexiNW« M W gesuMristichen Fümarge^i Professor D«. Karl Reiner: „Fürsorge für erbsyphilitische Kinder"; Hofrat Prof. J^js, KlemMZ Pirquez.j ,Me Ausbildung von Bolksrrquej finntzst ' it Ptzpf keit mege und Er- Moll: „Welches Kind ist r. Robert Bartsch: „Die nterhaktsrechtes". ^entWst EiWWMrr Wer Ife r?R4N* des SeHMpMS der Nßchtsanwaltin - W ^?.^rlWfe HlnzS^MMchtsattentats nen Unschuldigen erschaffen hatte. Wastda Stopa m YMMit und Me« Mölatorischen Mia- Nt. Ge MM M MmgMst einer „Poözia n Karriere Wx »m so hemeMWexter, als Me? Migranten in hie BeremiÄM ßtssien « M es m einer wichtigen Gemeindefumtipn in Kt Italic. Sie' chintsrlietz Gedichte und de» Zeitungen zMge. m literarischem Wert tarn ZagMch der Mris D'gMirM gleichzuMen sich. Mer hie MoMe tzrer .M. PerlMtet, M Msß Stops e NM en ZettMsShersuKgeber von' Wcago, Kanleh Smith, ÜNgHSlich perMt wgx »ch hie Gattin dieses Mannes aus dem Wege räumen wMe, Ms, Gmsth wrang jedoch vor dem Res Power der Attentätestn ans dem FßMx uch die Kugeln trafen und töteten einen zur Hi>lse hevbeieilenden Geschastsdiener. Wanda Stopa sich nach Mpex Tat »ch verübte Selbstmords * §S«ziMtut Herm-vtt Braun; 14. Bez„ Reindorfgaffe 4L. Vers' L vo» sie.. gekommen w 6i» Ronftewroreß. 51 Personen «st der Anklagchank. Heute hat der WoDerhrpzetz Men ffl Ldh-nschlächter wegen der von ihnen veMvten FkeiischdreWähle im St. Marxer . m M« JW «ttte tot öÄa» ikXlÄt. tat wurde, der bald - sämtAche Rinder zu» Schlachsimg ü«bergwen wutten. Das yokauste Pieh wurde in die LolhuisEchterm gebracht, wo eS von de» verschiedenen AvbeitSpaxtien getzen Erlag einer Gebühr' von 60.W0 Kronen pro Mick geschlagen wuchs. Mit HM Mm M «Mn tar MMrich von Wreh iurmormchr W. tMirrch chtt dw MMMsit Mr BetzOMg von DiehsMM m&m PM. M mm» tat MMum hiWstf arsf?*!sew STOTfE ' j-aw»1;inwgy"!E;ae"ii4iii>^J W|if#.(,ApiC*«ASsa-» W«fon Nfc 76Z84 mm SM Mufik und Srgmwm. Während bis WufiigMkten oh hem »nbequemö» PrMem der „modernen Musik" verdrossen chre Köpfe schütteln, ist sie dem modernen praktische» Musiker, der in soiM Zeit lebt und fühlt« Angst nicht mehr Problem, sondern Ereignis: Er setzt sich hin Md schrM, wie eS chm ums Herz ist, hinterher macht dann der Theoretiker alleM hochwichtige Enthecknngen, mitunter wird er unter allerlei „Wenn und Ubey" aus einem Saulus zum Paulus, Mist aber verdammt er hie ketzerische Mache in Grund mb Beden, »nd träumt von dex guten, alten Zeit der Mein solig machenden Melodie. Als od die sogenannte moderne Musik keine Melodie hättet Hie hat sie, an den Beste» ihr« Heit gemessen, voll »nd ganz, f«stich nicht die Melodie von Anno' dazumal: Me die Kunst im Allgemeinen, so ist die Musik im Besonderen dem Gesetze der Wandlung unterworfen, sie entfaltet sich nicht nur anders tm grauen Nebel des Nordens und anders unter dem hlauxn Himnvst Italiens, sondern sie ändert sich auch im Wandel der Zeiten. Wenn Reger auf Bach zuriickgreift, oder Richard Strauß auf Mozart, oder Pfitzner auf Palestrina, so erreichen sie wohl gewisse Ae uß erlich leiten jener Epoche, aber durchaus nicht das mnexe, melodische Erltzben einer entschwundenen Zeit. Denn die lebende Kunst ist eine Art Naturkraft, die niemals stjlle stcht, sondern stets weiter eilt. Jede Zeit hah ihre eigene Melodik, »nd st» auch unsere Zeit, freilich nicht die Melodik, dis auf Tonica »ntz Dominante basiert und in Perioden gepreßt ist, sondern eine Melodie, deren gcheimntsvolle Gesetze von den Musikgelchrtxn Gott sei parst »och nicht mit Lupe und Röntge»-» strahlen erforscht sinh, eiste Melodie, welche dem im Her- Wunliche» befangene^ Laienohr „noch nicht" melodisch, Mo sangbar, «scheint. Dych htzs ist »och lange kein Beweis für baS Lais»- ohr und gegen die neue Melodie: Erscheint doch unserem Achör Meß Ungewohnte unverständlich, erscheinen doch die iMänge htzr alte» Niederländer ,,nicht mehr" sangbar, ha' Ritt W.hexe melodifchttonale KynstruAon.sgesetze vorherp- Wh. Mh so muwt Wh auch ixgend eine »riösttalWo oder primitwe Melodie, die ihre eigenen Landsleute zu wilder Begeisterung hinreißt, farblos und unscharf an, so lange sie «W euroMsiert,. alst» pMäjW- Wd in gleiche» Weise sind unsere uns gemeinverständlichen Karmoyien. füx den Harmonisch völlig unorientierten, orientalischen Musiker unverständliche, gesühlsmähig belanglose Kkanghausnngen, DaS Erfassen jedes neuartigen und fremdartigen Musiktdioms erfordert eben/ foferne eine Einfühlung überhaupt möglich ist, nicht nur viel guten Witten und Glauben an dw Sache, sondern auch eine geraume Spanne Ztziti Dies gilt natürlich auch für unsere moderne Musik, die vielfach nicht zu ein« rascheren Entwicklung, sondern geradezu z» einer vollständigen Loslösung von der europäischen Musikästhetik drängt, gleichwie zu Beginn des 17. Jcchrhunderts nach den Ueberladungen der a vapetta-Musik die einfache, einstimmige Monodie als Anfang dev Oper, »nh kleinste, aus wenigen Takten bestehende Symphonien als Beginn d« selbständigen Instrumentalmusik einen völlig neue» Musikstil brachten. Weithin tont heute der Kampfruf: „Los von der Zwangsjacke der Form, fort mit den Fesseln der Harmonie, weg mit der überlebten Dur- und Mott-Tonart, und hin zu neuen, unverbrauchten Melodietypen, weg mit dev konventionellen Schönheit, zurück zur Wahrheit!" Ein Losungswort, das im Zeitalt« der Naturwissenschaft, der Technik und hes Expeximentierens gleichsam in her Luft siegt, nW nur in der Musik, sondern auch in den übrigen Künsten! Auch die Malerei ist durch Impressionismus uuo Expressionismus hindurch gegangen, hat die Außenwelt immer mehr hem Photo und dem Kino überlassen, und hat sich, immer mehr auf den Ausdruck des statten, imtetett Erlebens eingestellt, bis schließlich d« russische Mal« Kandinsky in konsequenter Fortführung dieses Prinzips zur völlig qbstrakten^ Kunst vorgedrungen ist. Go- -strebt such in dev Musik die Ars nuoda, WvMmMrt um die Gesetze des alten WohMtzUgs, Mch unbeschränkter Wahrheit des Ausdruckes, die chr oberste- Prinzip ist: Verwirft sie auch nicht den Wohlklaiig, so will sie ihn auch Aicht unter allen Umständen festhalten, wo er der Wahrheit des. AuS« druckes hinderlich ist, wo er hen Ausdruck MfUscht, wo «? etwa die ursprüngliche Gest.Ät des ThtzMSs i» der Durchsührung vergewaltigt, wo er Wngsttzesagttzs in der Kfidenz noch einmal koi.ventionett zusammenfaßt. In Fortsetzung dieses Prinzips hat Schönberg nicht nur. an Stelle tat alten Terzendreiklänge die Quartenakkordik verfochten, die mit der. wUKrlichßN Kocherrschqft einzeln« Mne und. Ducktiynen stmerhälh der Oktave auftäuMN will, soutarn er hat netzen per Kadenz aM >8 8«l»syh tan stkizg tzckttt, welche die stüW 8»d Wgnmz des Nipp und %tm Ausdrucks abschwächt. Mag die traditionelle Musik darin Willkür wittern und über melodische Wmatik. und Msikglische Impotenz wettern, sy ist hoch, ausfallend,. haß in Men Ländern die Modernen, mehr oder weniger unabhängig vpn einander, zu dem gleichen äschetischen 'Bekenntnis gelangt sind. DH dabei nur zu oft Mr die Schnur, geh aut wird, daß maimhe Komponisten in einem Sadismus von Mißklyng schwelgen, daß dabei künstlerisches Proletariat ohne Unfall und Schulung in die Höhe strebt, daß sich Intellekt, Witz, Parodie usw., ja selbst reine Gehirnmusik, neben dem ursprünglichen, alle Kunst beherrschenden Gefühl ungebührlich breit machen, kann an dem Ernst und her Krqft her jungen Bewegung nichts ändern. Aller Anfang ist bekanntlich schwer, Md mancher Neuerer galt anfangs als komische Figur; doch wenn man W neue Bewegung richtig erfassen will, so darf man sie nicht um ihrer Fehler und' Minderwertigkeiten willen verdammen, sondern man muß sie nach dem Charakter und dem künstlerischen Werte ihrer Besten eiuschätzm, und Männer wie die verstorbenen Mnssorgsky und Skrjabin, wie Sckönberg, Stravinsky und Szymanowski, können nicht durch die ablehnende Haltung der breiten und trägen Massen erledigt werden, " Ufl Ausgleich zwischen konservativem Publikum und modern« Musik ist übrigens wohl möglich: wie einerseits mancher noch vor wenigen Jahren radikale musikalische Mtarstürm« sich inzwischen gemäßigt h«ü, so macht audererseits das musikalische Laienohr im Erfassen von Klängen heute viel raschere Fortschritte als in irgend einev früh«en Epoche. Daß die Dominantseptakkorde, in welche sich die Vorhalts tas TristanMrMta ansläftn, m längst als wohlbestallte Konsonanzen erscheinen, zeigt uns qm deutlichsten das stürmische Tempo dieser Entwicklung und Anpassung. So werde» wohl die Aesthetik der alten Schönheit und die Ethik tat jungen Wahrheit m dev Musik noch .eine Weile miteinander in Fehde litaen, aber schließlich werden sie versöhnt zusammenfinden und die alte Musil wird in verjüngter Gestalt- --'t-hen, befreit' von starren Fesseln und verasiete-: ,v w i-n Felde r.