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Wiener Morgenzeitung · 1924-05-04 · Heft 1874 (4.5.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1874 (4.5.1924)
Date
1924-05-04
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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«MV Sonntag *.Äv.»s«M e n t'e'»' a n g e s ehe n w er d e n. Sie vevlimsgen Re Vorlage «des Zolltarifs, den die Regierung bis mm noch ^mcht gawagt hat, der Oeffentlichkei btekanntznZeben. und er- Kären. jetzt schon, daß sie 'jche Beratttiworttmg für die wirtschaftlichen Folgen -ön Zolffätzen, wie sie bis jetzt auf Um- Zvegen bvkmmt geworden sind, a-blchnen. Die Klosier»«ch«rger Wagenfabrik A.-G. hat die Aktien- -Majorität der Gebrüder^Schwarzbuber A.-G., HolKvarenfabvik . üind Sägewevk'in Brunn am Gebirge, übernommen; an dieser , Transaktion ist die Oesterreichische Mtiengesellschaft für Holgiverwertüng beteiligt. Im Zufammenahrrge yrernrit tourde der Verwaltungsrat dieser Gesellschaft neue 'zusammengesetzt, wo- > bei zum Präsidenten Herr Dr. Hans Mautner, Vizepräsident 'der Oesterreichrschen Kreditanstalt, zu Vizepräsidenten die 'Herren Oberbaurat Ingenieur Dr. Franz QnDenus, Präsident der Handels- und "Gewerbekammer, und Baurat In- 'genieur Dr. S. Defris gewählt wurden. Dem Berwaltunqs- ,rate. gehören ferner nunmehr an die Herren: Direktor Dr. 'Heinrich Fast, Kommerzialrat Max Fraenkel, Direktor A. Meibel, Josef van Leer, Direktor Rudolf Litschke, Direktor >Eugen Loewi, Konsul Ernst Marquet, Alfred Pollaiyek, Direktor Josef Schlamm, Ingenieur Eduard Sigl und Frau Klara - Pollaczek. Mt der Geschäftsführung wurden die. Direktoren Dr. Heinrich Fast rnrd Eugen Loewi betraut. (Entgeltlich.) „Adria" Textilindustrie A.-G. In den Aktien der Gesellschaft hat ein Befitzwechsel stattgesunden.. Die im Besitze eines Wiener Industriellen befindliche Aktienmajorität wurde von der Wir-ktvaren-, Strumpf- und Staffhandschuhfabri? Wilh. Hering, Ziveigniedevlassung in Wien, erworben, deren Fabriken sich in Asch, Weipert (Böhmen) und Chemnitz (Sachsen) befinden. Die „Adria" Textilindustrie A.-G. in Lang-Enzersdorf, welche Strümpfe und Wirkwaren erzeugt .und überdies erne modern eingerichtete Färberei, Bleicherei und Appretur betreibt, wird maschinell wesentlich ausgeftaltet, der Absatz für die gesteigerte Produktion wird durch die bestehende alte Verkaufsorganisatton der Firma Wilh. Hering 1 gewährleistet. In der am 23. April l. I. stattgchabten außerordentlichen Generalversammlung der Gesellschaft hat die durch den Besitzwechsel bedingte Neuwahl des Verwaltungsrates stattgefunden. Derselbe besteht nunmehr aus den Herren: Kommerzialrat Walter Hering (Präsident), Börserat Robert -Wort.mann (Vizepräsident), Generaldirektor Ing. Ernst Bauer, Waldemar Hering, Wilhelm Rasper, Präsident der Wiener K a ufman ns b a n -k, Ferdinarrd H r r zfeld, Direktor der Wiener Kaufmannsbank und Josef Wortmann. (Entgeltlich.) Der Status der polnischen Staatsbank. Die Bank Polski hat in Nebereinstnmmmg mit ihren Statuten gleichzeitig die lBestände an fremden Devisen im Betrage vcn 20 Ä'linnen .Dollar, die Aktiva und Passiva der polnischen Landesdarlehenskasse, des bisherigen Emissionsinstitutes übernommen, die nach den Satzungen in den Bereich der Funktionen der Bank Polski gehören. Unter den Passiven verdienen besonders die : Rechnungen der zentralen Staatskaffe im Betrage von 43 Millionen Zloty hervorgehoben zu werden, die einen von Verbindlichteiten freien Barbetrag bilden, der im Laufe der letzten idvei Monate der Budgetstabilisierung aus dem Plan .der Staatseinnahmen erzielt worden ist. Einlösung des russischen Papiergeldes. Der Rat der Volkskommissare hat beschlossen, das Sowjet-Papiergeld zu einenl festen Kurse einznlösen, der auf 1 Rubel Gold für 50.000 Rubel .m Sowjetgeld des Jahres 1923 festgesetzt wurde. Vom 25. Map; ab soll die Emission von Papiergeld eingestellt werden. Bis znm 15. März waren zirka- -52 Millionen Rubel fester. Währung im Umlauf. Ae Wareimörkte. «Eigenbericht-der „Wiener Morgerrzeitung".) BaumwÄlgorm. Die Tendenz war etwas fester, die. Preise zogen Bi» einen Punkt an. Er notieren: Nr. 5/10 Beugalkopk pro Zuni-Zuli -.78 Dollar, Nr.. 1b Ha Surat -.87 Dollar, Nr. 20 -.92 Dollar, 3tr. 16m Halb Amerika -.96 Dollar, Nr. 16/30 Rein Amerika IM Dollar, Nr. 36/42 Mittel Amerika 1.21 Dollar, Nr. 42 1.23 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung mit 2% Skonto, Spinnerkond. Baumwollzwirue tendierten gleichfalls bis einen Punkt höher. Es uotteren : Nr. 10/12 . Bengal zwei- .und dreifach pro Juni-Juli —.84 Dollar, Nr. 16/2 c Ha ©utot —.95 Dollar, Nr. 20/2 1.02 Dollar, Nr. 20/2 Amerika 1.16 Dollar, Nr. 30/2 1.26 Dollar, Nr. 40/2 vrrma ' 1.44 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung (trocken, mittel, naßscharf 1 Kabel-Cent Aufschlag pro Kilogramm) mit 2% Skonto, Spinnerkond. R ohe BamrrwsÜgewebe blieben unverändert. Es notieren: 78 Zentimeter 14/14 20/20 vro Juni-Juli —.76 Schweizer Franken, 15/14 20/20 —.79 Schweizer Franken, - 87 Zentimeter 21/21 30/30 —.95 Schweizer Franken, 80 Zentimeter 19/17 36/42 —.60 Schweizer Franken, 87 Zentimeter 19/21 36/42 —.72 Schweizer Franken pro Nieter ab'Fabrik exklusive Packung, die drei letzten Posten französischer Zoll/ ß:£]: , Kohle. Tic Stemkohlerrförderung Polnisch-Oberschlesieus belief sich in dev Zeit vom 12. bis 21. April bei fünf Fördertagen auf 428.075 Domren (Vorwoche sechs Fördertaae 518.160 Tonnen). Verbraucht Nvurdeu innerhalb Polnisch - Oberschlefiens selbst: Selbstverbrauch der Gruben 43.526 Tonnen (51.239), Deputatkohlen an?»gene Belegschaft 10.397 Tonnen (9746), an eigene Werte 57.275 Tonnen (66.179), an fremde Werke 22.199 Tonnen (27.029), Landabsatz 3464 Tonnen (3733), sonstiger Absatz 10.152 Tonnen (11.248), d. h. inssamt 147.018 Tonnen (169.163). Der übrige Versand stellte sich wie folgt: übriges Polen 86.394 Donnen (106.430), Deutsch-Oberschlesien 47.386 Tonnen (65.702), übrige-:- Deutschland 85.920 Tonnen (96.202), b. h. Deutschland insgesamt 133.806 Tonnen (161.904), nach dem übrigen Ausland und zwar nach Deutschösterreich 32.489 Tonnen (43.916), der Tschecho-Slowäkei 5888 Tonnen (6487), Danzig 3666 Tonnen «2870), Memel'125 Tonnen (152), Ungarn 3964 Tonnen (8117), Rumänien 158 Tonnen (188), der Schweiz 1687 Tonnen (3778), - Italien 257 Tonnen (243), Jugoslawien 875 Tonnen (2024), Litauen 20 Tonnen, (—). - . Holz. Das hiesige Platzgeschäft ist äußerst still und auch im Export läßt der Verkehr viel zu wünschen übrig. In Deutschland ist der Holzmarkt in keinem Jahr wie in btefem so. heftigen Konjunkturschwankungen unterworfen gewesen Es ist ein Zustand starker Depression bemerkbar. VerkaufLvrr handlmlgen am 'Schnittholzmarkt wurden eingestellt, die Kauflust des Platzholzhandels ist ins Stocken geraten. Die Holzverbraucher kaufen dm'r dann ein, wenn sie die Deckung des Bedarfes : nicht aufschieben' können ' Die Kreditpolitik der Reichsbank -• brnigt das - Leben' am . Holzmarki zum Erftrgen. In diesem Zusammenhang erachtet man es dort als unhaltbar, daß die Reichsbank bei der Bemessung der Diskontkredite von dem Wechselnmlanf bei den einzelnen Kredit nehnrrrn am Stichtag der Kreditbeschrnnknng ausgeht. Infolge dessen genießen jetzt häufig kleinere Betriebe des Holzaewe weWlich grHexe Kredite qkß die hKi^tzlenderen Finnen. Wlenee MürKerizettüW. 1. Mm 1924 Nr. 1874 M NA 1er Die Kaufmannskrise. Ar Rasemuch«. — 2er Staat d« größte Raseaaehm«.- Weitere FasMeaM bevorsteh-ad. Dtt österreichrsche Handel macht eine schwere'.Krise durch. Eine Insolvenz nach der. anderen. In den letzten zwei Wochen wurden über 60 Zahlungseinstellungen gemeldet und es ist wahrscheinlich, daß die Asten des Kreditorenvereines für die nächsten Wochen ebenso reichhalrig sein werden. Wohl frnn dem entgegnet werden, daß während der ganzen Zeit der Inflation Oesterreich fast gar keine Insolvenzen zu melden hatte und daß es -ein Naturgesetz der Entwicklrmg ist, daß in Form von Insolvenzen regelmäßig in jedem einzelnen Jahr gewiffe ungesunde Kaufmannsexistenzeu zur Ausscheidung gebracht werden. Doch dieses Rachholen von Insolvenzen kann nicht als eine Entschuldigung gelten für eine Erscheinung, die -wegen der Fülle der Vorkommnisse unbedingt den Eindrnck der rankheit erwecken muß. Hier nützt es nichts, auf das Muster der Tschecho-Slowakei hknzirweffen, wo im Vorjahre zur Zeit der Devalvation der tschechischen Währung noch mehr Zusammenbrüche kaufmännischer Existenzen gemeldet wurden. Es kann auch nicht benchigen, daß in Deutschland Tag für Tag in allen größeren. Städten sich die Insolvenzen häuften und daß die Krise dort einen Umfang angenommen hat, wie er überhaupt nicht für möglich gchalten wurde. Was sich in Deutschland jetzt abspielt, zeigt verzweifelte Symptome eines Zusammenbruches mehrerer Wirtschaftsgebiete. Die Bilder, die von der Krise der deutschen. Wirtschaft in den Zeitungen gebracht weiden, werden von den tatsächlichen Verhältnissen bei weitem übertroffen. Dort weiß wirklich die Kaufmannschaft nicht, wie sie die nächste Zeit überstehen wird. Namentlich derjenige Teil der Kaufmannschaft Deutschlands, der durch die Entrierung von Frankenverpflichtungen Verbindlichkeiten eingegangen ist, die infolge des Steigens des franMschen Franken unmöglich erfüllt werden können. Trotz alledem können diese tristen Verhältniffe. in der deutschen Wirtschaft nicht als Trost für die Krise der österreichischen Wirtschaft dienen, zumal da es in der österreichischen Wirtschaft nicht so weit hätte kommen müssen. Durch, eine etwas geschicktere staatliche Steuer- und Finanzpolitik hätte sich so manches Ungemach abwerchen lassen können. Mannigfache Umstände haben , mitgewirkt, um die Krise so stark airwachsen zu lassen.. In erster Linie ist es die furchtbare Geldkrise und der Zinsen Wucher, der die kaufmännischen Exifterrzen direkt erwürgt. Sett mehr als einem Jahre ist davon die RÄ>e, daß die Bankenkonditionen ermäßigt werden. In dem Generalrate der Oesterreichisch-ungarifchen Bank wurde diese Frage einige Male , erörtert. Im Finanzmimsterium galt nicht nur eine Besprechung, dieser Frage und. dennoch sind die Zinsen, die der Kaufmann zahlen muß, noch , immer gewaltige. Und dennoch ist es dem Kaufmann unmöglich, direkt Geld für seinen Betrieb zu erhalten. Mt verschränkten Armen muß er zuschen, wie seine Situation von Tag zu Tag eine prekäre« wird, ohne daß er persönlich irgendwie dem Verhängnis entgehen könnte. Hier muß es als ein gewaltiger Fehler der Regierung oder, vielleicht besser, gesagt, als eine Ungeschicklichkeit, angesehen werden, daß sie es nicht verstanden hat, trotz aller Beratungen irgendwie Remedur zu schaffe». Noch immer verlangt die Oesterreichifchungarische Bank nur 9 Prozent. Hingegen beträgt der Privat« diskout 30 Prozent und mehr. Dieser große Abstand hätte unbedingt vermieden werden können, wenn tatsächlich ernstlich an die Losung des Geldproblems hevangetreten worden, wäre. Bisher ist in dieser Hinsicht nichts geschehen. Ohne Kredit ksamn ein Kaufmann unmöglich existieren. Die Zeiten find vorbei, wo Geld gegen Ware sofort umgetauscht wuchs. Das Wesen des Handels besteht darin, daß der- Kaufmann sich des Kredits zur Hebung seines Absatzes bedient.-Wie soll-aber der Kaufmann in der Lage sein, seiner Kundschaft Krchite zu gewähren, wenn er selbst für folche Kredite Zinsen zahlen muß, die oft das Drei- und Fünffache desjenigen betragen, was er an Gewinn bei Verkauf der ganzen Ware überhaupt ■ einheimsen könnte? Der Export stockt, well der österreichische Exporteur unmöglich so langfristige Kredite gewähren kann, wie es der englische, amerikanische und italienische Kaufmann ohne weiteres tun. Die Detailkundfchaft im Jnlande könnte nur dann einkaufen, wenn chr größere Krchite - gewährt werden würden, denn chre Konsmnfähigkeit ist stark geschwächt. Der Absatz des Kaufmannes ist' jetzt minimal. Dabei laufen die Eingänge nur ä u ß e r st s p ä r l i ch e i n.' Im Gegensatz dazu aber muß der Kaufmann fortwährend an die Gemeinde und den Staat Steuern entrichten, die-ungeheure Summen betragen. Dabei ist .die" Steuerbehörde vielleicht die größte Wücherin, denn sie verlangt für ihre Rück- 'stäU'de 60 Prozent pro Jahr, ein Zinssatz, bHv ^kei-n -pr'ivater Geldgeber verlangt. Und wahrend sich der Kaufmann noch immer bei dem privaten Geldgeber überlegen kann, ob er den Kredit gegen so hohe Zinsen . Mer- Haupt in Anspruch nehmen und nicht besser das ganze WchK. lassen soll, kann er dies bei der Steuerzahlung nicht-tun. Di^se muß er entrichten, ob nun das Geschäft gut oder schlecht geht:uw) ohne Rücksicht, ob eine Kunde in der letzten Zeit den. . -.Lcchen: -'betreten hat ■ oder nicht.' D!e ft Schä rfei n er ,EinHebung der Stenerrl trägt viel zp-r ' p-rH .^kär-en La ge'der Kaüfmannschaft bei. Dazu-sind die' Abgaben ungcheuergÄvächsen. In' Vrr - Zeit' der' Krise - istdie V:tidoppelung der Ware-nlumsatzsteu-ergekommen. Fürsorgeabgaben' und - andere sozial« - Lasten' drücken ' schwer.' Dadurch wachsen die Regien in eine solche Höhe, daß sie beim heutigen Ge schüft sgarügi überhaupt nicht ertragen werden lönnen. Dre große Menge des Absatzes würde vieUeicht die Aus»' gäben wettmachen. Bei den heutigen geringen Geschäftsabschlüssen kann dies unmöglich geschehen. So steht der Kauft ' mann mit seinem Warenlager da. Auf der einen Seite drücken die Verpflichtungen für eingegangene - Käufe und die sonstigen Kredite mit den hohetzr Wucherzinsen, auf der anderen Seide die gewaltigen . Spesen. Solche Lasten können unmöglich auf die Kundschaft abgewälzt werden und die Folge davon ist der Zusammenbruch. Bisher waren es trotz ihrer Fülle nur vereinzelte Existenzen, die zum Ausgleich als dem letzten Mittel der . Insolvenz gegriffen hatten. Die Moral der' österreichischen Kaufmannschaft ist so groß, daß sie vor diesem . Mittel zurückschreckt und dazu nur greift, wenn alle Stricke gerissen sind. Wche, wenn diese moralischen Bedenken einmal geschwunden sind. , Es wäre die Pflicht der maßgebenden Kreise, jetzt einzugreifen und weitere Zusammenbrüche zu'verhinderet. Wenn einmal der . Stein ettvas stärker ins Rollen kommt, dann kann er gerade im Handel direkt zur Lawine werden. Es ist bekannt, daß eine Insolvenz gewöhnlich eine Reihe anderer im Gefolge hat. Es darf nicht vergessen werden, daß Oesterttich ein Handelsstaat ist und daß seine, Zukunft auf der Blüte seines Handels b\ ruht. Es genügt nicht, daß der Bundeskanzler Seipel auf einem Bauerntag die Bauern tröstet,' daß i ihnen nichts geschehen werde und dies mit einer gewissen Genugtuung zum Ausdruck bringt. Die-Genugtuung wird erst dann am Platze sein, tvenn die Krise des Kaufmannsstandes durch die Hilfe und Anstrengungen der Regierung - überwunden fein wird. Es ist wohl richtig, es leidet nicht nur der Kaufmann in Oesterreich, sondern auch der der Tschecho-Slowakei, Polens, Jugoslawiens,' Ungarns und Englands. Der Handel aller'die? ser Gebiete macht eine Krise durch. Di es .hi ndeut aber nicht, daß die Krise.des österreichischen Han-: dels.möglichst rasch überwunden wird. Penn.die. Regierung hierbei die richtige Initiative an den Tag legen wird, dann wird chr Handeln: vielleicht für die anderen Staaten mustergebend sein. Dies wäre viel.vernünftiger als das Ausfprechen von Genugtuung darüber, daß eine andere Wirt-' fchaftsschichte nicht in die Krise hineingerissen worden' ist? ' Rascheste Hilfe ist notwendig. : '• Die gestrigen Insolvenzen. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleiterr Georg Mautner, 1. Bez., Bauernmarkt 24. . Siegmund Ratz, 8. Bez., Florianigasse 16, GroßhaMung. P. Adler u. Co., Schokolade- und Zuckerwaven, 4. Bez., Viktorgaffe 10. D. Kreisel, 2. Bez., Taborstraße 8. K-itty-Parfümerie, 19. Bez., Döblinger Hauptstraße .63. Katz it. Reich, 9. Bez., Währingerstraße 2 und 4. Heinrich Grünwald, Kaufmann, 4. Bez., Mittersteig 16; Adler u. Sohn, ' Wein- und Fruchtfäfte, Möbel urck Faßwüren, 4. Bez.,'Viktorgasse 16. Richard Schwarz, SchuhhaMer,P. Bez., Grabnergaffe 10. Dr. Gerhard Otto, Kaufmanns 13. Bezirk. Simon und Rosa W a g n e r,: Kaufleute,- 20. Bez., Klosterneickurgerstraße 49. Johann Ry.mer, Schuhmacher, 19.-Bez., Pirkergaffe 21. Josef R e g e n d o r f e r, KaufMnrn,' 7. Bez., Wimbergergasse 20. -' f.:}- Zahlungsunfähigkeit einet Sie-euMrgee Berg- und Holzindustrie A.-G. Berichten aus ClujMaus-nbuvg zusvlge, hat 'sich die Lapostaler Berg- und Holzindustrie A.-G.' ^ei den' könchetenten Behörden insolvent erklärt. Die Mtiengefellfchaft ist' eine der größten Holzinldustrveunt>evnchmungen llr Rnmän-ren, die große Waldungen, dann einige Heilquellen und schließlich Manganbergwerke besitzt. Das UnteMehmen wurde Vor einigen'Jahren mit einem Wieuikapitail -von 6 MMonen Lei! gegründet. Es wurden bereits zu Jnvestitionszwecken Kapitalsevhöhungs-- tranHaktiorven durchgeführt. Die Krise der Aktiengesellschaft ivird durch die allgemeine Geldkrise in Rumänien tmd-Äe /zu schweren Bedingungen erfolgte' Jnanspmchnialhme auslaudrschen Kapitals hervorgerufen. Insolvenz einer Londoner BsrmmwMsirnra. Aus London wird uns gemeldet: Die Firma Bchr Bros, Inhaber Jaines Movley, Bmimwollwiarenhandel, ist insolvenit. Die früheren Jichaber waren Bchr und Trauib, :rach deren Tod der jetzige Eigentünier die Firma erwarb.' Äie Passiven belauftn sich Ms etwa 100.000 Pfund. ' Börse fiir lmdwkrtschaftüche Produkte. (Eigenbericht der Wiener MorgsnAeituing".) Der Absatz in Feinmehlen hat in der Berichtswöche eine weitere Vermehrung erfahren. Die zweite .Haüd 'hat ihre Forderungen erhöht, ohne die Mühlennvtiz voll zu erreichen. Es konnten denn auch in-Weizenmehlen Verschiedentlich Abschlüffe 'getätigt werden. In Noggemuehl ist das Geschäft ziemlich .ruhig, Kleie'hat-sich weiter in den Preisen verteuert, jedoch . nur . pponrpte Ware, wogegen spätere Liefepungsverpflühtungen. (vernachlässigt sind, da die vermehrte NerwenduNa von Grnnfutter Anschaffungen in Kleie entbehrlich machen' dürste. Unter ' dem: Eindrücke .der ■ gebesserten Absätzverhältnisse in Mehlen - gestaltete«stch i das^. Geschäft .in Weizen Md ZNoMn. bclang- . reicher.und konnten, in.den. beiden Artikeln' zie.mlich(au'sgiebtge . Abschlüsse verfrktüiert werden. . Die - oft bespröchene" Knappheit in Hafer hat durch die Ankuirst von Schleppware.. eine Erleichterung erfahren. Der Preisstand des Artikels bleibt infolge

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