Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1874 (4.5.1924)
- Date
- 1924-05-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. © elfe 3 Men, Bonnfeig - AM des polnischen GenerMabschess «ach Paris (Eigendienst der „Wiener Movgenzeitung".) Warschau, 3. Mai. Der Chef des Generalstabes, Halber, wird sich dieser Tage nach Frankreich begehen, um mit dem neu ernannten französischen Generalstabsches General D ebene y begannt zu werden und die neuesfen Methoden der f r a n z ö s i s ch e n -A r m e e auf dem 'Gebiete der Einschulung kennen zu lernen. - Eine jüdische landwirtschaftliche Ausstellung in Mar« rvaros-Sziget. In den Halbfeiertagen des Pessachfestes fand in Marmoros-Sziget. das zu 75. Prozent von Juden bewohnt ist, eine Mische landwirtschaftliche Ausstellung statt. Neben den landwirtschaftlichen Produkten wirren auch Proben handwerklicher G-efchicklichfeit der Juden Mr Schau gestellt. Die Ausstellung fand in allen Kreisen leb- -hasien Beifall. Besonderen Gefallen fanden die Arbeiten her jüdischen Web sch ule, die gelungene Imitationen persischer. bucharischer und anderer Teppichwebarten ausgestellt hatte. Die Schule erhielt soviele Aufträge, daß sie für das nächste Jahr vollauf beschäftigt sein wird. (I. T. A.) Fnland. Die Abgabentrilungsnoveüe. Die Verhandlungen über die Äbgabenteilungsnovelle wurden gestern «mit der Opposition fortgesetzt. Im Ministerzimmer des Parlaments fanden sich Bürgermeister S e i tz, Stadtrat B r e i t n e r und Abgeordneter D a n n eb e r g mit dem' Finanzminister Dr. Kienböck zu eiuer längeren Besprechung zusammen. Bezüglich des Anteils der Länder an -der Einkomnrensteuer und der Ueberl-affung der Warenumsatzsteuer an den Bund ist man sich schon sehr nähe gekommen. Schwierigkeiten bietet noch der Aufteilungsschlüssel -bei der Warenumsatzsteuer, da die agrarischen Länder auf Kosten der industriellen Gebietskörperschaften einen unverhättnis mäßig großen Anteil verlangen und überdies die Gemeinde Wien eine Entschädigung sür die 'Jnkamerierung der Luxuswavenäbgabe fordert. Eine große Rolle spielt auch die Frage der Garantie der Ertragsanteile der Länder und Gemeinden, die die Sicherheit haben wollen, daß ihnen die auf Grund der Abgabenieilüngsnovelle gebührenden Uebevweisungen auch tatsächlich zu fließen. . . - - Die Arrhrmdlungenmitden Beamten. Die Verhandlungen des FünfundzwanzigeräuKschusies über das Vorrückungsschema sind im allgemeinen a b g effchlo s s e n, wobei der Vorschlag der Organisationen, anstatt zehn, neun VorrückungsgruPPen zu bi-lden, angenom- -men wurde. Unlängst ist noch eine Reihe mmdevwichtiger Fragen der unteren Besoldungsgruppen. * Wiener: Moegenzeituns. -- > nur,. ~ir inrun.. i Ir- In. .jttit i ---r.1 ' - ö L" * 1 ' rr ~ ' ' ~ Wie in Beamtenkreisen verlautet, beabsichtigt die Regierung der Forderung der Beamtenschaft nachMückwirkung der neuen Bef-Mungsordnmig entgeg-enzrrkommen. Allerdings soll nicht, wie die Bundesangestellten verlangen, der 1. Jänner, sondern der 1. April d. I. al s W irksa nt< keitsbeginm der neuen Besoldungsordnung gelten; es wird also nur eine zweimonatige Rückwirkung zugestanden werden. Die Beamten-organisationen haben zu diesem Vorschläge noch keine. Stellung genommen Die Stteiktrotuug der TechnMen Union. Die Technische Union hat, wie erinnerlich, ihre Forderung nach Auszahlung, eines halben Monatsgehaltesan alle Beainten und Angestellten als einmalige Notstandsaushilfe in einer Woche befristet und mit Anwendung g e w e r k s ch a f t l i ch e n- M i t i e l zur Durchsetzung dieses Verlangens gedroht. Gestern erschien Abgeordneter Z elenka beim Bundeskanzler Dr. Seipel, um sich über die Haltung der Regierung dieser Forderung der Technischen Union zu informieren. Bundeskanzler Dr. Seipel erklärte, daß er der Technischen Union bis m o rr g e n die Antwort auf ehre Forderung schriftlich erteilen werde. Morgen treten die Vertrauensmänner der Technischen Union zusammen, um zu der Antwort dr Regierung Stellung zir nehnren. Dar nene Radiogesetz. Beschränkungen des freien Radio-Telephonvukehres. Wir haben bereits im Februar mitgeteilt, daß ein neues Telegraphengesetz ausgearbeitet wurde, in welchem die gesetzlichen Bestimmungen über das Radio enthalten sind. Dieses Telegraphengesetz wird, nachdem es die beteiligten Ministerien passiert hat, nunmehr dem National rat unterbreitet werden. Das. Gesetz stellt das ausschließliche Recht des Bundes fest, Serlde- und Empfangsänlagen, drahtlose Privattelegraphen zu errichten und zu betreiben. Mit besonders Bewilligung des'Bundes kann dieses Recht auch von anderen Personen ausgeübt werden. So wird der neuen Radioverkehrsgesellschaft das Recht eingeräumt werden, Sende- und Empfangsanlagen drahtloser Privättelegräphen zu errichten und zu betreiben- Wer unbefugt eine Einrichtung trifft, um auf einem öffentlichen Telegraphen beförderte Nachrichten Lufzufangen oder sonst aus dem Betrieb eines solchen Telegraphen widerrechtlich Nutzen zu ziehen, Macht sich^ einer Uebertretung schuldig unk wird mit Arrest von einer. Woche , bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu dreißig Millionen bestraft. Wer unbefugt Einrichtungen für 'drahtlose Telegraphen oder deren wesentliche -Bestandteile herstellt, in das Bundesgebiet ein^ührt, in Verkehr setzt oder-besitzt/ wer eine von der Telegraphenbehörde bewilligte drahtlose Empfangsanlage dazu mißbraucht, um eine nicht für diese "Empfangsanlage bestimmte, von einer öffentlichen Telegraphenanstalt vermittelte Nachricht auf zu fangen und die aufgefmrgene Nachricht verwertet, macht sich der Verletzung der dem Bunde - vorbehcütenen Rechte schuldig und wird mit eiuer Geld- " '4 . Ma r 1924 ' ' Nr. 1874 ' strafe bis zu s e ch s 'M i l l i o n e n Krone n oder 'mit Arrcst bis zu einem M o na t bestraft. Bei erschwerenden Umständen sind beide Strafen nebeneinander zu verhängen. Als Strafe für 'die entzogenen Gebühren bei drahtlosen Telegraphen kommt ein Betrag bis zum Hundertfachen, bei den übrigen Telegraphen bis zum Zehnfachen der entgangenen Gebühren in Betracht- Mer ohne Bewilligung vor dem Tage des Inkrafttretens des Gesetzes eine Sende- oder Empfangsanlage eines drahtlosen Telegraphen errichtet oder Einrichtungen für drahtlose Telegraphie in Besitz genommen hat, hat binnen vier Wochen der Bunpestelegraphenbehörde die Anzeige zu erstatten und, wenn er die Anlage weiter betreiben oder den Gegenstand in seinem Besitz behalten will, um die Bewilligung anzusuchen. In diesem Falle wird der Betreffende wegen unbefugten Scndens oder Empfangens vor Erstattung fettter Anzeige nicht bestraft. Die Regierung beabsichtigt anscheinend durch diese Bestimmungen der neuen Radioverkehrsgesellschaft eine Monopolstellung zu sichern und die Radioamateure zu zwingen, Abonnenten dieser Gesellschaft zu werden. Das Te/cgraphengeheimnis wird gewahrt, jedoch besteht die Verpflichtung zu seiner Wahrung nicht gegenüber den Gerichten und der: Behörden sür Rundsprüche, die Unterhaltungszwecken dienen. 8ine BernfsstoW» der Wiener WSHlerschaft. Das letzte Heft der „Beiträge zur Statistik der Stadt Wien" enthält eine eingehende Berüssstätistik der Wiener Wählerschaft für die Nationalratswahlen vom 21. Oktober 1923. Danach find 44 Bernfsgruppen ausgestellt, die in sieben H a u p t g r u p p c n eingeteilt sind. 1. Landwirtschaft: 1833 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 1657, die größte Zahl im 21. Bezirk (751), im 14. Bezirk gar keine. 2. Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr: 766.795 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 704.504. 3. Freie Berufe: 35.76CW Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 30.812 Weher gehören Rechtsanwälte, Notare, Aerzte, Techniker, Künstler, Schriftsteller, Studenten). Der größte Teil der freien Berufe befindet sich im 9. Bezirk (3411), der . kleinste im 11. Bezirk (237). Im ganzen waren 6229 Studenten wahlberechtigt, davon 904 tveibliche. 4. Oeffentliche Angestellte: 176.332 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 164.373. 5. Berufslose: 124.190 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 106.830. Hierher gehören Rentner, Pensionisten und Pfründner. 6. Angestellte von Religionsgenossenschaften: 3095 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 2884 (822 Geistliche und Laienbrüder, Pastoren und Rabbiner, 1645 Nonnen). - '7. Selbständige Haushalte: 33.368 Wahlberechtigte, abgegebene Stimmen 28.608.' Im ganzen gab es in Wien 1,140.323 Wahlberechtigte, davon 517.397 männliche und 622.926 weibliche. Die Zahl der weiblichen Wahlberechtigten übertrifft die der männlichen um 105.629 Personen. Es haben 1,039.568 Personen, und zwar 478.867 männliche und 560.701 weibliche Personen, ihre Stimme abgegeben.. innerhalb des Zuges in seiner Mitte stehenden Mannspäter aufleuchtet als für den Beobachter am Fahrdamm. Da sich Zweiter der Beobachter im Zug der vorderen Lichtquelle nähert, so ist -der Weg bis zu ihm für dieses Licht kürzer als bis zu dem am Fahrdamm stehenden Beobachter, so daß 'der Mann im Zug die vordere Lampe früher aufleuchten. sieht als der Mann am Fahrdamm. Da nun für den'Mann im Zug dfls rückwärtige Bleistück noch nicht ausgeworfen -war, als düs vordere herabfiel, so ist für ihn die Zugslänge größer als der Abstand der beiden Bleistücke, der sür den Mann am Fahrdamm gleich der Zugslänge ist. Für diesen ist der fahrende Zug verkürzt gegenüber der Länge, die er sür den fahrenden Be- ^oöadjtet hat, für welchen wieder der Abstand der beiden Bleisiücke kleiner ist als die sür ihn gültige Zugslänge, während 'diese beiden letzten Größen sür den Mann am Fahrdamm gleich sind. Damit ist der oben aus Thirrings Buch zitierte Satz begreiflich gemacht. (Die Bleistücke fallen verabredungs- . gemäß zugleich mit dem Aufleuchten der Lampen herab und dienen natürlich nur zur nachträglichen Längenmessung am Fahrdamm, können aber selbstverständlich von dem Standpunkt der beiden Beobachter nicht gesehen werden.) Würde auch für den auf dem Fahrdamm genau im Mittelpunkt beider Bleistücke stehenden Beobachter die rückwärtige Lampe ein wenig später aufleuchten als die vordere, so müßte ans den eben besprochenen Gründen für den innerhalb des-Zuges in seiner Mitte' befindlichen Beobachter diese Zeildifferenzgrößer sein als für den in der Mitte beider Bleistücke auf dem Fahr da mm stehenden Mann. Denn das Licht-hat eine längere Strecke, zurückzulegen, bis es zu dem Beobachter gelängt, der sich von seiner Quelle wegbewegt. Diese Wegzunahme ist aber nicht -'bestimmbar, besonders nicht, wen wirastronomische Erscheinungen in Betracht ziehen. Denn die Bewegung, die unser Sonnensystem mit dem Fixsternhimmel gemeinsam ausführt, ist als solche überhaupt nicht feststellbar. Ist doch jede Bewegung relativ, daher nur durch Vergleich'mit einem Bezugskörper wahrnehmbar, der aber sür den Fixsternhimmel nicht vorhanden ist. Eine mögliche gemeinsame Bewegung unseres Sonnensystems mit dem Fixsternhimmet hätte aber zur Folge, daß das Licht auf seinem Weg von einem betrachteten Fixstern bis. zu uns eine Sfeecke durcheilt, die im Fülle einer Bewegung vom Fixstern weg größer ist als die Entfernung des Fixsternes von uns. Da wir aber die wirkliche Länge des Lichtweges -nicht bestimmen können, so setzen wir sie gleich der Entfernung des Fixsternes von uns, die in diesem Fall kleiner ist als der Msdas heißt den richtigen Wert sür die Lichtgeschwindigkeit be- ' stimmen lassen, so müssen sie, dem kürzeren Weg entsprechend, auch eine geringere Sekundenanzahl angeben als der Zeit des wirklichen Lichtweges entspricht: ihr Gang ist verlangsamt. Denn die Geschwindigkeit c wird bekanntlich durch den Quotienten aus dem Weg s und der Zeit t gefunden: c ist gleich s-t. Diesen Sachverhalt üfaßt die Relativitätstheorie in die Worte zusammen: „Bewege Uhren gehen langsamer." Selbstverständlich sind alle diese differierenden Beträge so ganz unfaßbar klein, daß sie für unsere irdischen Erscheinungen ganz ohne Belang sind. Von einem kosmischen Gesichtspunkt aus aber gewinnen sie eine ganz andere Bedeutung. Denken wir uns einmal, der Ersenbahnzng würde sich nicht mit der Geschwindigkeit materieller Körper, sondern mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, die 300.000 Kilometer in der Sekunde beträgt und die größtmöglichste Geschwindigkeit überhaupt darstellt. Dann wäre die Länge des Zuges, vom Fahrdamm aus betrachtet, Null, und' der Abstand der beiden Meistücke hätte, vom Zuge aus betrachtet, auch den Wert null. Und die mit Lichtgeschwindigkeit* bewegten Uhren müssen sehr, sehr -langsam gehen, fast gar nicht mehr. Wäre es nun möglich, mit Flugzeugen den Weltraum zu' durchqueren, und würde sich ein Reffender in einem solchen Flugzeug auf einen Fixstern begeben, der, von der Erde aus bestimmt, 100 Lichtjahre von uns entfernt ist; also so weit, daß das Licht, um von dort zu uns zu gelangen, von unserer'Erde aus gemessen, 100 Jahre brauchte/ so würde ihm, -dem Reisenden selbst, die Fahrt zu vem 100 Lichtjahre entfernten Fixstern, die er mit Lichtge-' schwindigkeit zurücklegt, nur einige Augenblicke dauern. Und wenn er aus demselben Flugzeug mit Lichtgeschwindig- 1 feit wieder züriickfährt, so wäre er einige Augenblicke auSgeblieben, während auf der Erde 200 Jahre verflossen wären. Das fft die Geschichte des Mönchs von Heisterbach, ins Mathematffche übersetzt.; ' Man erkennt, Raum und -Zeit sind nun nichts absolutes mehr, wie in den Lehren Newtons, sondern untereinander relativ, Der Raum fft der Inbegriff des gleichzeitigen Nebeneinander, die Zeit der Inbegriff des am selben Ört sich abspielenden Nacheinander. Durch eine Bevallgemeinerung der speziellen Relativitätstheorie gewinnt unser Weltbild erst eine neue Gestalt. In der Schule haben wir gelernt, daß im luftleeren Raum alle Körper, seien sie nun aus Blei oder aus Papier, mit gleicher Endgeschwindigkeit zu Erde fallen. Diese augenfällige Tatsache ließ sich recht schwer >bc,greifen. Einstein analyjseft MtzpA bjg gr jj| M |ejp: roejteu TheoM geschaffen hat, und bringt Klarheit. Gr sondert die Begriffe der schweren Masse nnd der trägen Masse streng von einander, indein er sagt: Die schwere Masse jedes Körpers auf der Erde hängt von dem Krafffeld der Erde ab, das heißt, von der Größe und Richtung der Kräfte im Umkreis der Erde. Di>e träge Masse jedes Körpers ist drrrch sein eigenes Kraftfeld bedingt, das sich natürlich auch nur in seiner Wirkung' auf andere Körper äußern kann. Nun sind die Werte für Trägheit und Schwere einander gleich. Das müßte, aber.nicht sein. Wenn zum Beispiel Platin dreimal schwerer als Eisen wäre, wenn aber beide Stoffe den gleichen Wert ihrer trägen Masse besäßen, dann müßte ein Körper aus Platin mit dreimal größc-- rer Geschwindigfeii auf der Erde ankormnen als ein gleich großer Eisenkörper. Denn -der dreifachen Wirksamkeit der Anziehungskraft der Erde stände die gleiche Widerstandskraft gegenüber. Da nun aber auch die träge Masse des Plütinkörpers den ^dreifachen Wert im Vergleich zu -dem effernen Körper besitzt, so wird >der Ms Platin igofertigte Körper der dreifachen Anziehungskraft die dreifache Widerstandskraft entgegensetzen, so daß er nicht rascher zur Erde gelangt als der efferne Körper. — Aüs der Proportionalität von träger und schwerer Masse folgte nun die Aequivalenz eines Schwerkraftfeldes-mit einem Trägheitsseld, das durch eine gerad'lin-ige, konstante Beschleunigung hervorigernsen wird. Das. heißt: Durch eine Abwärtsbewegung wird dieselbe Grscheinu-n-g hervorgernfen wie durch eine Abschwächun>g der anziehenden Schwerkraft; durch eine Aufwärtsbewegung entsteht ganz dieselbe physikalische Erscheiilung wie durch eine Verstärkung der Schwerkraftsintensität. Diese Aeq-nivalenzhypothese Einsteins iwnbc durch zwei astronomische Messungen, die in den Jahren 1919 und 1922 vorgenommen wurden, glänzend ibestätigt. Aus dieser Hypothese folgt ja die Gleichwertigkeit von Träghe-its- und Schweveseld für alle physikalischen, also auch für die optischen Erscheinungen. Ein horizontaler Lichtstrahl Würde in einem Kasten, der sich beschleunigt vertikal nach aufwärts bewegt, an einer Stelle der Rückwand Mftvoffen, die sich unterhalb seiner Eintrittsstelle 'befindet. Gr würde' innerhalb dieses beschleunigt nach aufwärts fahrenden Kastens einen Bogen nach abwärts beschreiben. Dasselbe« muß er aber nach der Aeqmvalenzhhpochese Mch dqnn tu«, wenn die Schwerkraftsiutensität zunünmt, wenn er in den Bereich eines Gravitationsfeldes gelangt, wie man das Schwerkraftsfeld auch nennt. (Gravis gleich schwer.) Ein Lichtstrahl muß also auf^ seinem Weg neben Hinunelskörpem gekrümmt werden. Istdas nun der Fall, so wird die Lichtquelle, von der der Licht"^ «tgeek MWOW