Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1871 (1.5.1924)
- Date
- 1924-05-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980954--18780-3005874- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Wien, ©öwmtSfaö Wrenee Morgenzertung. . I. Mar im 9fe IW 38. April Geld wäre 29. Apr;t J Geld tPir* 26525.- 26623.- 26650.- 7L?ÄI..'' 88a.— 884.- 680.- 884 - 88a.- 884.- 880.- m. 16.55 16« 16.65 ■ .1' 3894.- 39^6.- 3874. ' SB*.,-- 0.85 0*91 0.86 r.O 357.- '59.- 361.- 9680. S22\— 9830.- V~r- 12030. 570.- 12(130.- ml: - 3117m. »^.-311300.- üi 9580. •620.- 9680.- 3174,- 3188.- 3179.- •5;ü£. .0 70935.- 71185.- 70935.- r.m. 4612.- 4628.- 4612.- . /.esu 2089.- 2090,— 2077.- 7Cft7.il . 516.- 520.- 516.- 18570.- 18630.- 18770.- UÄ" | 12675!- 12725,- 12645!- fet ober die ungeschmälerte Erhaltung der De-Vis c b^ stände aus den Anleiheerlösen gegenübersteht, . welch . u den anderen Attiven verrechnet sind. Der Bavschatz beträ^ j Milliarden. . \ Särtfett« und Baluteukurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Nationalbank.) Vinln Amsterdam f holl. Golden Agram 1 ivg. Kronen , , , — — Belgrad 1 Dinar ...... 88a.- 884.- 880.— se>. t Be»lln*l deutsche Reichsmark Brtissel 1 heiglache Francs . Budapest I ungarische Kronen Bukarest t Lei ...... Chrlstianta 1 norweg. Kronen Kopenhagen I dänische Kronor London 1 Pfand Sterling ... w» " —jjuaou— -r , Madrid { Pesetas . , , , , '““OA Mailand 1 Lire ...III New York t Dollar. . . . , Paris 1 Francs. Prag I ftcbecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa .\ 516.- 520.- 516.- ssa.A | Stockholm t schwedtseheKronor . •“*"* ***** Warschau** 1 polnische Mark. Zürich 1 schweizerische Francs « Noten Amerlkan« Noten r. 5 Dollar aufWi ’ . » * kleinere , . , Belgische Noten ICO Francs » , Bulgarische Noten zu 1000 Le a . » * , 100 i t 1» » kleinere iii Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten*....... * . ,100 » . . _ » „ » kleinere* , . . Engl, Noten von 5 Ltvrest. anfw. . kleinere. FnnzSslsehe Noten 100 Francs * Holiandlsdie Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire anhr. _ « . kleinere . . . Jngosl. Noten ungest, zn 1000 Dinar . . .100 , » » kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **.. „ » » kleinere** . . . Rumänische Noten zul000u.500Lei „ » » kleinere . . , Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 9 * » 100 ä ... kleinere , , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. t.1000 aufw. . , kleinere . Ungar. Noten (neue Era.) zu lOOOICr. . . zu 10.000 Kr. . , . » . kleinere. * Für 1000 «..Mark, ** für 10.000 polu. Mark. Ae Allgemeine Zndustriebank zufamMN Hr» Ansuchen um Kiuleltung der Aurgleichverfahrens. - llnt-rfuchung der Dirtschaft» Vslizei. - SttastechtUche Handlungen gewiffer BankfunMonSre. - Ser lange SMendlrettsr Wnker. 7C460.— 70860— 70463— 7v8i*'0.i“ 70360.- 70760— 70360— 7^76'.-'— 3855.- 3885— 3830— 38604- •501.- 509— 499— 5974— 48l!— 489- 47S— 11790.- 11870— 11792— r ' 16.- 16.40 15LO ü!iö ii!» iürö U'S- 309900.- 911500— 309700.- 309760.- 311300— 309500— SülMA I 4585— 4615— 4585.- -; 26250— 26f50- 26100— 3160— 3183— 3170— .V.70.- . 3130— 3150- 3140— ■ 877— 883— 877— 883.- 867— 873— 867— 873'.- 9560— 9840.- 9710.- 9750— 75— 8!.- 75— St— 70— 76— 70— 76- 355— 360— 358— 362— 338.- 340— 338—?iZ~ —— -!- -!- ■ 183M— lß46o!— 18560*,- i-S:' : — 12(5(0— 12590— 12610— 9450— 9540— 9560— 2062.— 2078— 2062— 2037.- 2073— 2037— 0.79 0.85 0.81 ).8? Ü!74 a*8o 1Ü75 0..S2 mi Die nette Perfonalstenernovelle von Hofrat Dr. A Liechtenecker. Vor einten Tagen erschien im Verlag Perl.'? dem bekannten Steuerfachmann Hofrat Dr. Liechtenecker wi eine Besprechung über die neuen Personalfteuern, inSbefott^rr die Einkommen, und Erwerbstener samt SteuevjchlüfsÄ, welche i>n kuMr und fiulsamanenhängender Form f-ür den Lai-: - die neuen Steuergssetze' erklärt. Das Büchlein kann bestens empfohlen werden, Nachdem es bei Abfassung der Bekenntnifse em glänzender Ratgeber ist und in Kürze alles wiedergibt, zur BÄM-nmiÄegung skforderlich ist. Preis des Büchleins 25.000 K. Die Harwelsagenteu gegen den Zolltarif. Der Ob der protokollierten HandÄsvevtreter und Kommissionäre Bo r^erat Bernhard Schapira devsendet auf Grund des Beschlusses einer jüngst stattgehabten Agentenversammlung ein Rundschreiben an alle Vertreter, in welchem es unter anderem heißt: „Die Kaufmannschaft ist bÄkannllich seit Verlautbarung der Zollsätze, die die Regierung bei Schaffung; eines neuen autonomen Zolltarifs anwenden will, beunruhigt. Wenn ich nur die beavsichtngten Sä^ fügender Lebensmittel hervorhebe, welche derzeit zollfrei find, unfi> zwar für ein Kilogramm Mehl 2160 K., für ein Mogvamm Fleisch 4320 für ein Kilogramm Fett 6480 K., so müssen schon diese Daten allein nicht nur den Zollpolittker, sondern auch jeden Bürger und Konsumenten unseres Staates alarmieren. Wer nicht nur diese lebenswichtigen ProduLte sollen durch den Zoll etwa eine ZOpvozentige Erhöhung des Mark^reHes erhallten, auch die BWeidunr^industrie (Textilien) wick in manchen Positionen mit einem Zoll von 40 bis 50 Prozent des Wertes belegt werden. Baufachleute erklären, daß die Bautätigkeit zufolge der neuen Zement- und anderen Mlle unterbunden wird, allsfi echohte Wohnungsnot in die Erscheinung tritt. Die Begründung dafür, solch exorbitant hohe Tarife gegenüber dem Ausland zur Anwendung zu bringen, entspricht kaum der wirte schaftlichen Lage unseres so Keinen Staates. Die wahre Absicht des Aolltarifes kann nur darin bestehen der Industrie eine einj'eitiiöe Bereicherung auf Kosten der Allaemeirchert |t« zuwenden. Es ist errechnet worden, daß selbst bei einer Er* Höhung von nur 5 Prozent des Iudex bei Inkrafttreten der neum Zölle die Rückwüsung auf das Staatsbudget die Ausgabecheite um zirka 300 Mllionen GEronen belasten wird, eine Summe, mit der man zirka 250.000 Arbeitslose entgelte« kann. Die Erhöhung des Index wird aber mit mindestens 10 Prozent erwartet und danach kann jeder einzeln« Konsument errechnen, welche Belastuna ihm bevorsteht. Schlagworte sind es, wenn man durch hohe Mehlzölle auf die Exporttaxen der Nachfolgestaaten einwivken will. Die MWemMncktrtt leidet vor allem, daß nicht genügend Getreide im Inland vorhanden ist. Falls der Ran ergehen sollte, eine Massenaktion in dieser Awgele-gercheit durchtzufüh««, so bitte ich lscho» jetzt alle Kollegen, einer' solchen Aufforderung allseitig Fblige zu leisten/ Abstandnahme von der Erhebung einer deutschen Ausreisegebühr bei Geschäftsreise«. Der Reichssinanzmimster hat, wie der ,/Konfektionär" erfährt, die Finanzämter ermächtigt, selbständigen Gewerbetreibenden und deren Angestellte^ (tz 3 >Abs. 1 Nr. 4 der Verordnung über AusreisegMhren), Wiederholt oder regelmäßig notwendige Gefchüftsrei^en in das Ausland machen muffen und eine entz,sprechende Erklärung dn Handelskammer vorlegen, einen Unbedenklichkeits- Vermerk für mehrmalige Ausreise« in ein bestimmtes Land, in mehrere bestimmte Länder oder in besonderen Ausnahmsfällen in das eurapälffche Ausland, und Mir für den Zeitraum bis zu drei Monaten zu ertsilen» wobei die Dauer des Aufenthaltes im Ausland jMeils nach den Bedürsntffen. des Cm^lsalles zeitlich begrenzt weiden kann. Bon der ErinächtMng ist mvr in solchen Fällen Gebrauch zu machen» in denen nach dem Ermessen des Finanzamtes ein d rigen.5 dsS WirtschafLSbedursniis hieHür vorliegt. &‘J-vt. SchWterkMten einet Hamburger Aktrenhank.Dtt Ä.-iG. in .Hamburg Hai sich, wie geineldet -wich^ -rrnLw^WchWülMcht gestellt. Die SchwierMemn bevühsst' nach. -Mitteilung der Bevwaltuyg nicht auf Frcmkenengagements fodern auf dem Belagen von Debitoren'. De: ruhiger'« Mwickhung der Geschäfte dürften Verluste für die Gläubiger vermieden werden. Mit dem Ansuchen der Allgemeinen Jndustrivbank um Einleitung des Ausgleichverfahrens hat diese Bank trotz aller '> ■ •' chönigmrgsversuche ganz offen ihre Insolvenz bekundet. auch schon nach der vor einigen Tagen erfolgten Schließung " Kassenschalter nicht zu hoffen, daß eine klaglose Bereiniri'.'ug der ganzen Angelegenheit erfolgen werde, so ist jetzt der > i sammenbruch durch das offizielle Insolvenzansuchen offen deklariert worden. Wenn auch durch offiziöse? H halboffiziose Pvessenachrichten' der Eindmck zu erwecken >icht wird, daß tatsächlich dieses AusglSichSvevsähren den ‘ i verfolge, nur eine gleiche Behandlung aller Gläubiger lv ■: eichen, so läßt sich nicht leugnen, daß ein solcher Ausauch ohne ein gerichtliches Ausgleichsvc i s -ihren möglich gewesen wäre. Mtsache ist, daß die Leider der Bank selbst trotz ihrer Beigung sich nicht mehr verhchlen, daß man es hier mit nicht wieder gut zu machenden Vernichtung ewi? auf gesuMr Basis aufgebäuten Bankinstitutes zu rrörue« hat. Es ist mützig, über die Ursachen dieses Zusammenbruches viele Worte zu verlieren. Der Umstand, daß die Wirtsch^ftSpolizei gestern im den BankbuDsaus erschienen ist Und sämtliche Bücher einer genauen Untersuchung zu unterzichen begann, spricht Bande. Die Bankenkommission intereffiert sich fthr eifrig für die ganze Angelegenheit und dürfte eine seh - genaue Untersuchung anstelle«. Sie würde diese tv': r -Ttt nicht vornehmen, wenn nicht ganz bestimmte An-- .zei-üc: dafür sprächen, daß die letzten Vorgänge in der Bank da/ -?'ebist des Strafrechtes hart streifen. Die Hauptschu'ld liegt in den Devisengeschäften. Der Sehrder Devisenabteilung war ein junger Mensch, ein geit%-- Dr. Flinker, ein Mann, der erst vor drei Jahren als ndManzigjahriger sich dem Banivgeschäfte zugewendet hat U'M^is dahin vom Bankwesen kein« Ahnung hatte. Durch merkwürdrge Umstände ist ihm trotz seiner Jugend sehr rasch der W'/l eines Bankdivektors verliehen worden. Welche Protektziaui'umstände dabei mitgewirkt haben, läßt sich momentan rNären. vatfache aber ist, daß sein Avancement ein außevgepühnlich^ ist und daß hier gewisse, nicht ganz kritiklose M a ch-i na t io nan mitgöspielt haben dürsten. Dr. Flinker ' ist Czernowitz geboren, war bis zu Kriegsende in Czernowitz :M> har sich als Sohn eines dortigen Arztes nie mit M/ ichas-tsangelHenhelien beschäftigt. Erst in Wien ist chm te« wirtschaftliche Erllmchtung gekommen, und mit Präte- ■i I'/;;; ug einer Reihe von Vordermännern hat er eine verantwortungsvolle Stelle als Leiter des Devisenbureaus erhalten. Er ist derjenige, welcher die Frankengeschäste der Bank, die so vevlustreich endeten und zum Zusammenbruch führten, abgeschlossen hat. Wohl-hat er dies im Einvernehmen mit dem Hanptaktionär Einhorn, einem früheren mährischen EierhäMer, der es in Holland zu größerem Vermögen gebracht hat, getan. Er hätte aber als Jurist die Aufträge genau prüfen und sich dessen bewußt fein sollen, daß man nicht Aufträge eines einzigen Derwaltungsrates als NostrogefchSste durchführen darf. In dieser Hinsicht dürste die Untersuchung der Polizei und wahrscheinlich auch des Stvafgerich>des tiefer hineinleuchten. Es gcht nicht au, daß durch die Unerfahrenheit eines solchen jungen Menschen eine Anzahl von Aktionären, Angestellten und sonstigen Gläubigern der Bank schwer schädigt wird. Cs wird auch noch zu ergründen sein, durch wessen Einfluß dom Dr. Flinker so große Machtvollkommenheit zugsteilt werden konnte. Zweifellos ist die Einleitung eimr strafgerichtlichen Untersuchung in Anssicht genommen. WaS den Schadenersatz durch die Verwaltungsräte Einhorn und Kola betrifft,.so^ wagt es der junge Einhorn nicht, nach Wien zu kommen. Er befürchtet wahrscheinlich strafgerichtliche Verfolgung. An seiner Stelle ist der alte Einhorn nach Wien gekommen und hat. hier irgendein Arrangement versucht, ohne mit der nötigen Vollmacht ausgestattot zu sein. Auch diofer Fall wird von der Wirtschastspolizei einer grüMichen Untersuchung unteyzogon werden. Dem anderen Hauptoktionär Kola wird vovgewovfen, daß er die Bank allzu stark für chm nahestehende Mtiengosellschaften in Anspruch genommen hat und sich jetzt nicht willig zeige, der Bank durch größere Zuschüsse aus dem Morasth«L-- auszuhelfen. Allerdings würde ein solcher Zuschuß seine Kräfte übersteigen, denn es verlautet, daß die Passiva der Jndustrrebank nicht weniger als 900 Milliarden betragen. Die anderen Mtionäre spielen keine gvößere Rolle. Neben den ungünstigen Folgen für die GläMger dürfte auch das Personal, trotzdem es durch das Konkursgesetz an erster Stelle unter den Gläubigern rangiert, fchwerm Schaden' ■ erleiden. Heute wurde nur die Hälfte der Gehälter auSgezahlt und alle Angestellten wisfm nicht, was weiter geschehen wird. In dieser Angelegenheit sprach auch heute Nationalrat Dr. Allina m der Bank vor. Mf alle Fälle hat der Zusammenbruch der Jndustriebank kraffe/Mßstande geoffen-- bart, die noch einer grüMichen Erörterung bedürfe«. ES scheint hier in Vevantwortungsloser Weise gÄvirffchaf-wt! worden zu sein, ohne daß ein-Dell des BerwaltungsEs Lberhmcht davon eine Ahnung gehabt hätte. Es werde« sich rnfolgedeffe» noch bald gar interessante Details ergeben, die eventuell dazu führen Werden, daß gar mancher von dm Matzgcheude« ,Fakwren znfriedsn gkwesen fein würde, wenn er ohne jMS Anft sehen die Arrangements der Dank erledigt hätte. \ Der Bankenvevband erklärt, an der ganM Angelegeirchett gar kein Interesse zu Halm, da eS nicht seine Aufgabe fei, für Nostrogeschäfte einer in unvemntwoMcher Weise geführten Bank die Verantwortung zu ubeMehüren nNd die DifferenM zu ersetzen. Vom russischen Außenhandel. Laut Angaben des Kommissariats für Außerchandel ist im Jänner d. I. die Einfuhr nach Rußland auf 12,4 Millionen Rubel gegen 14,2 Millionen Rubel im Dezember 1923 zurückgegangen. Die Ausfuhr ist gleichfalls von 35,5 Millionen Rubel im Dezember 1923 auf 21,4 Mllionen Rubel gesunken. — Für das Jahr 1923/24 har der Staatstrust „Gosstorg" einen genauen Importplan zusammen^estellt, der den Einkauf von Baumwolle, Wolle, elektrotechnffchen und chemischen Artikeln vorsieht. Seit Anfang des Jahres 1923/24 (1. Oktober bis zum 15. Februar) Hai der „GoSstorg" im Auslande Aufträge zum Betrage von 12,5 Millionen Goldrubel verteilt. Das Erscheinen des „Gostovg" auf dem Markte hatte eine Preissenkung zur Folge. So sind die. Preise einiger chemischer und elektrotechnischer Waren um 60, und 40 Prozent mruckgegangen. Die ausländischen Firmen hoben in den meisten Fallen einen Kredit von drei bis'Wen Monaten gewährt. Im ersten Jäbresviertel des Jahres 1923/24 hat der „Gosstorg" Rauchwaren rm Werte von 4,277.000 Goldrubel exporttert. Der Wert der gesamten exportierten Rohwaren belauft sich auf 12 Millionen Goldrubel. — Der Export von Eiern betrug im Iah« 1922 84.727 Eksenbtchnwaiggons. Für das Jahr 1923/24 sollen 8300 Eisenbahnwaggon Gier exportiert werden. 33 Prozent der Eier werden von England aügenommen, der Rest verteilt sich zwischen Deutschland, Oesterreich usw. Meuer Börse. Lustlos. Wenn sich das Geschäft an der gestrigen Börse wieder nur schleppend entwickelte, so war dies dem Umstande zuzuschreiben, daß sich die Spekulation weitgehendste Zurückhaltung auferlegte. Dies um fo mehr als seitens einzelner Institute Reportkündigungen vorgenommen wurden. Diese bewirkten, daß sich einzelne Firmen veranlaßt sahen, EntlastungSabgaben durchzuführen, dte im Vereine mit Verkäufen für Prager Rechnung im EröffnimgSstadinm zu einer leichten Abschwächung firhrtem Stärker rückgängig waren bloß Alpine, die mit einer Einbuße von 15.000 K. den Verkehr eröffneten. Infolge der JnterventtonSkänfe des Stützungssyndikats konnten die Verluste aum fett wieder wettgemacht werden, doch hielten sich die Umsätze in den bescheidensten Grenzen. Da die Verkehrsunterbrechung und die bestehende VersorgMg lähmend auf das Geschäft wirkten, erfolgte der'Pchluß ^in lustloser) jtdoch inzruhiger Halünig. , Von den KNli/s sen w e'rten verloren Britlsch- , ungarische Bank 7900 K., nngarische Kredit 9900 K., Zivnostenska A0Y09 K., Alpine 6000) K., Poldihütte. 15.000 K., Skoda >22.000^K., Salgo Kohlen 12.0' 0 K., Brünner Maschinen 24.000 K. Hingegen besserten sich Landerbank und Felten. Die übrigen Effektengattungen bliebe« behauptet. Im Schranken herrschte fast vollständige Geschästrstille. bei vorherrschend schwächerer Tendenz. Pester ungartschtz Kommerzialbank verloren 20.000 K., Adria 30.000 K., Dux-Bodenbacher 100.000 K., Pilsner Brau 60.000 K. Hingegen gewannen Navigazione 60.000 K., Brosche 100.000 K. «uh Koliner 30.000 K. B e z n g 8 r e ch t e r Böhmische Unionbank 23.800 K. Auf dem A n l a g e n m a r k t o waren österreichische Renten eine Kleinigkeit besser. Von den E x o t e n notierten; Apollo-Film 11.000 bis 13.000 58.00Y K., Tepege 43.000 bis 45.800 K., 27.500 K., Wiener Waffen 15.000 ft. Rrtyniea 55.000 bil Universale 25.000 iii Me WaremnSrkte. Rauchwaren. Der Leipziger Rauchwarenmarkt tendierte ruhig. Die Ab» satzvechältnisse leiden seit geraumer Zeit unter der archaltenden Geldknappheit, die den Einkauf an sich eindämmt. Aus dieser Geldknappheit erklären sich auch die mchrfachen Zahlungsstockungen Leipziger Rauchwarenfirmen. Das Kaufinteresse erstreckte sich auf beinahe alle Polzaattungen. Als Käufer vom Ausland traten Frankreich. England und Italien auf. Dagegen ist diesmal die Bedarfsäußerung Amerikas, das sonst seinen Hauptbedarf schon vor der Ostevmesse einzwdecken pflegte, diesmal kein reges gewesen. Im Mittelpunkt der Ostermeffe steht auch diesmal die zum vierten Male veranstaltete deutsche Pelzmüderrschau, die einen Ueberblick über die herrschende Moderichtung in allem, was Pelz heißt, gewähren wird. Bei dieser PelzmooeNschau wird die edle Ware vocherrschen. Als bevorzugte Artckel gelten: Russische Lammfelle (Persianer). Nerze. Bisam, Hermelin, Skunks und Edelfüchise. Schrott. Unter der Einwirkung der Geldknappheit hat die Auf» wärtsbewegung ■ der Schrottpreise in Deutschland, die in der vergangenen Wochen zeitweise einen stürmischen Charakter angenommen hatten einer ruhigen Stimmung Platz gemacht. Die Preise sind augenblicklich stetig und bewegen sich im besetzten Gebiet auf der GruMage eines Preises für Kernschrott von 48 Gulden. Demgegenüber stellen sich unter Berücksichtigung der Fracht die Preise am Berliner Schrottmarkt für die rheimsch - westfalischen Abnehmer zu hoch. ’ Hopfen. . ■ Die Lage am Saazer Hopfenmavkt hat sich unbedeutend geändert. Es'wechselten wledermn nur kleinere Posten 1923$t Saazer Hopfen zu Preisen voll 7600 bis 7660 K. pro LO-Kildgramm exklusive 2% Umsatzsteuer die Eigner. Eine Partie i921cr Saazer Hopfen wurde zu 5060 K. pro 60 Kilogramm gehandelt. Der Großteil der Produzenten hat den Hopfenschnitt lereits beendet und wird nunmehr das .Austeilen des Drahtes,