Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1870 (30.4.1924)
- Date
- 1924-04-30
- Page
- Seite 7 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980953--18768-3005861- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
"RWBlty flJüTlUlüwrj' --rss* EWUU»."W^ Msd v-Afle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Wien, I. Seitzergafie 4^Lm°LL7° Kredit- und Warengeschäfte Tilephone» 60-4-82, 604-93, 63-^85, 64442, 684-78, 694-82 10465 Telegrammadresse: Frapobank Bollswirt. »v, Ae ZMveuzen des letzte« Jahres. Zmmhme in Oesterreich. -- AbüahMe in der Lfchecho-Slowakei. In der. GMEerfammkliuu-g des KreditorenveriLins von * 1870 würbe berichtet: Die Insolvenzabterlung erledigte im Be- , richtsjohve 8 8 4 Fälle mit.einer BeteiLvgunq der MiMeder von! uingsfähr 85^ Milliarden, und Mar hiervon 96 Fälle mit einer ^Beteiligung von zirka 9,4 Milliarden und einer Durchfchnitts-! qnottz von 63,61 PMzent außergerichtlich und 788 Fälle mit ^.vmer WteMgurig von GirEa.76,8 Milliarden und einer Durchs schnittsquote von 4,58 Prozent gerichtlich, so daß sich gegenüber!den korrespondierenden Ziffern des Jahves 1922 eine wüsentliche! Erhöhung der Durchschnittsquotie — bei den gerichtlichen um ungefähr.6,2 Prozent, bei den außergerichtlichen Ausgleichen sogar um 12 Prozent — ergab, 'was. um so erfrouLicher ist, als auch die GesamcheteAigung der Miigilieder um zirka 3,7 Mil- .'Larlden gegenÄber dem Porjchr abnahm- Dabei War in Oester- .reich zwar eine beträchtliche Zunahme der JnsoLven-!$*«>, in der ^checho-Mowäkei eine um so größere Abnahme!zu verzeichnen, so daß die Berteilung' der Jnisoilvenzeu auf die ismzeLnen Nachfolgestaaten im Berichtsjahre «me viel gleich-, znmßigers wurde als im Vorjahr.'Besonders unterstreicht der , Bericht die Tatsache, daß bei den' außergerichtlichen Ausgleichen jWe DurchschnittSquote um 12 Prozent höher war als bei den 'gerichtliche« Ausgleichen und daß deshalb die.Gläubiger sich .dagegen wchrw müßten, daß der gerichtliche Aussgkeich daw außergerichtlichen.. in den letzten 'Jahren 'ganz überwucherte und so viele Ausgleichs- Werber «rs Bequemlichkeit gleich das gerichtliche. Ausgleichsjvevfahren «Weiteten, statt vocher den für alle Beteiligten gün- Weren Mlhergevichtlichen Ausgleich auch nur zu versuchen,' MMiar-eninsolvenzen in Wien. Gegen Richard Lsinkaus, rsgistriert unter der Fivina ^Mchard Äetnikauft Bank- und Kommissionsgeschäft", 1. Bez., MathMisstraße'S,' ist vom Handelsgericht das Ausgleichsverjftihven eröfftvet worden. Ausglieichsverwalter ist der Direktor Het Wimer HandÄSakade^ Rudolf Barta, 1. $03., Sita* diMiestvaße IS. AnmMefrist bis 20. Juni, .erste Husgleichstag^ ftchvW' 9m 2L J>Mi um Mh 11 Uhr. DaS gerichtliche Ausgleichsvechchren wurde eröffnet gegen W«ck Brahm.u. Eo., Großhandel mit Vaud- und'forstwirtschaftliche Produkten, 7. Bez., Neustiftgasse 116, sowie gegen Vie persönlich hastenden Gesellschafter Karl Brah,m,17. Bez., Dornbacherstvatze 107, und Fridolin Vogel, ,18. Bez., Donpdevrestvahe 1. Ausgleichsverwalter ist Börsenrat , Edmund Taussig, 6. Bez., Webgasse 6. Aumaldungsfrist bis 6. Juni, Gerste AuS^eichStagsiatzung am 18. Juni um. halb 11 Uhr. Mtsche Nachrichten Wer Bankeninsolvenzen. i Bon'Prag aus, dem Heerlager der Kontermine, werden Nach Wien falsche Gerüchte über Insolvenzen angesehener Wiener BanMuftr lanciert. Diese Nachrichten wurden hier an der Börse naWrlich rasch weiterverbreitet. — Die EvkUndigungen, die an zuständiger Stelle erfolgten, ergaben sofort die üuhvltbarkeit dieser Ausstreuungen, zumal da keine größere Bank sich bisher an „das Jinterdentionskomitee gewendet hat. Meuer Bank-Bereln. ■; 5 Dividende 8000 Kronen. In der heutigen Sitzung des Administrationsr-a'-es des Wiener'Bankverein-', wurde die Bilanz für das Jahr 1923 vorgeilegt, welcheinvlufive des Gewinnvovtrages aus dem Vorjahre per 237,496.500 K. bei einem Bruttogewinn von 275.074,974.900 Kronen einen Reingewinn von 63.440,780.800 K. gegen 16.128,086.400 K. rm Vorjahre ergibt. . Auf Antrag der Direktion hat der Mministrlationsrat beschlossen, der ftir den 14. Mai d. I: viulberulfenen Generalversammlung vorzuschlagen: Für die pro 1923 dividendenberechtigten Stück 5,000.000 Mtien eine Dividende von 8000 K. pro Akite (gegen 3000 K. im Vorjahre) an die Aktionäre zur Verteilung zu bringen, den Reservefonds zur Ergänzung auf die statutarisch festgesetzte Höhe von 30 Prozent des Aktienkapitals mit 3.488,736.700 St (gegen 1.673,944.700 K. im Vorjahre) zu dotieren sowie dem außerordentlichen Reservefonds' 10.000,000.000 A ' (gegen . 8.M,000.00Ü K. ily Vorjahre) zuzuftchren, feriner dem Hi-lfs- . sonds des Wiener Bankverein für Mers- und Jnvaliditätsversorgung feiner Angestellten . tantienlenfrei 5.000,000.000 K> (gegen 2.600,000.000 K. im Vorjahre) zuzuwenden und den Betrag von 1.174.525.800 aus neue Rechnung vor'zutrcigen. Wiener Wrse. Schwächer. Die gestrige Börse verkehrte mangels einer Anregung' in kustloser Haltuntz. Seitens des Bankensyndikats wurde die auf dem Markte gelangte Ware wieder ausgenommen, doch konnte die Stützungsaktion der schwächeren Tendenz 'keinen Einhalt gebieten. Es machtet! sich neuerliche Positionslösungen -bemerkbar, welche drückend wirkten/ doch hielten sich die Umsätze in den allerbe scheidensten Grenzen. Nach Erledigung der ersten Kurse schrumpfte das Geschäft auf der ganzen Linie ein, so daß oft längere Zeit verstrich, bis ein Schluß getätigt wurde. Ungünstige Gerüchte, - die' über Prag Eingang gefunden, übten ebenfalls verstimmende SGBitfungl; Von den Kulissen w e rt e n reagierten ungarische Kredit um 20.000 K., Länderblmkum8000.K., Lombarden um 6000 K^ Felten um 20.000 K., .:Krupp7umÄ0O' K., Poldthütte um 8000' K, Rima büßten- 6006 K., W»agner 11.000 K., A. E. G.,Union 7000 K.', Timber 26.000 K., 'Salgo'Kohlen 24.000 K. und Semperit 11.000 K. ein. ' Hingegen besserten sich.Karpathen Petroleum um 8000 K. Gegen Schluß zeigte sich einiges Interesse fiir österreichische Kredit und Alpine brachten ihren Verlust zur Ganze wieder herein. . .. - .. . Auch im S ch r a n k e n war eine schwächere Tendenz im Zusammenhänge mit exekutiven Abgaben vorherrschend. Die Umsätze waren -ettg begrenzt. Dampfschiff berlöreir 80.000 K., die Genußscheine derselben 70.000 K.,-. Dux°Bodenbacher 120.000 K., Wienerberger 20.000 -K., Gößer Brak 30.000 K.,. Pilsner. Brau 100.000 K., Aussig chemische 95.000 K-, Brosche 110.000 Ä., . Dynamit Nobel 300.000 K., Berg-'ünd.Hütten 145.000 Drauland Holz 45.000 K., Brüxer Kohlen 1000.000 K., Nordböhmische Kohlen 160.000 K., ung. allgem, Kohle 100.000, Heinrichsthaler 50.000 K. Von den Petroleumwerten büßten Galicia 150.000 K. ein. Hingegen gewannen Adria 1(1000 K.. Nagigazione 200.000 Kronen, Scheidemandl 45.000 K. und Ringhoffer '50.000 K. Bezugsrechte: Böhmische Unionbank 33.500 K. Auf dem A.n l a g.e u m a r k t ebewegten sich Renten auf ermäßigtem Niveau. - Von -den E x 0 t Mt. notierten: ■ - ■ Apollo-Film 11.500 bis 12.600 K., Eos 1600 bis 1800 Kronen.. Effeff 20.000 K., Mraznica 55.000 bis 60^00 K., Tepeg'e 46.000 bis 49.000 K., Universale 27.000 bis 29.000 K. . Sebtfen- und (Mitgetetlt von der Oesterreichischen. Nationalbank.) Vista ^msterdsm k. 1 holl. Gtilden Agram 1 jux. Kronen . . . ' Belgrad 1 Dinar ...... Berlin* 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs i [ Budapest 1 ungarische Kronen. Bukarest! Lei . . Chrlstlapla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling« . . . Madrid 1 Pesetas. Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar.' Paris 1 Francs.■ | Praj» 1 tschecho-slow, Kronen ’ Sofia I Lewa' ' . . . . . Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau** 1 polnische Mark. Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar autw, „ kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu lflOO-Leva . 100 . . . B kleinere, . . Dänische Noten 100 Krouer . . Deutsche Noten*. , . . . . . - 18.80 . - „ „100 . . . „ „ kleinere* , . i 15.60- Engl. Noten von 5 Llvrest. aulw, „ „ kleinere. Französische .Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden... Italienische Noten V. 100 Lire aufw. „ kleinere , . . Jugosl. Noten ungest. zu!000 Dinar . , ■ „ „ ioo •„ ■ „ , . » kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **.. „ „ kleinere** . . . Rumänische Noten zulOOO u. BOOLel „ „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel „ „; i, 100 . „ » , kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow, Not. v.lOOOaufw, kleinere Ungar, Noten (neue Em.) zu lOOOKr. „ «zu 10.000 Kr. . . . „ kleinere. * Für 1000 U.-M§rk. **-.für 10.000 poltt. Mark , 29. April >■ 28. April : Geld Ware Geld Ware 26650.- 26750.- 2655n.~ 26650.- : 880.- 984.- .876.- 880.-. 88V-’ 884.- 876.- 880.— 16.65 16.35 ' 16.50 16.80 3874. ,*3886.- .3874.- 3886— 0.86 0.92 0,87 0-33 •' 1 363.- ‘366; J: M.- P83».--‘ 9870.- 983-).- 9870.— 12030.^' 12O70.- 11980,- ■ 12020—, 3H5o().;_ 31^00.- 3U109.W 312100.-' 9580.- 0720.— 9880.- 9720— 3179.- 3191.- 3174.- 3186— 70935.- .71185.- 70935.- 71185.- 4612,-.; 4628.- 4612,— 4628.- 2077.- 2087.- 2r87,_. 2097— 516,- * 520,— 516_ ' ' 52''.- 18770.- 18830.- 18570,— 18630.-. 12645*—' 126^!- ,l2GÖö!~ 12650*— 70463.— 70860.— 70460.- 1086,7— 7036°.— 70760.— 70360.- 70760— 3830... 386n._- 3830.- . 3864.- 499.- -• 507.- 509;- .517.- "479*- ’ 48t!- 4ÜI 497— 1179\— 1-1870.- U84o. -- 11920— 16.20 15.60 16.- 16.— ' 15.40 - 15.8a 3097,10— 311300— 309300— SIOlOO.— 309501—' 311100— 309i'O.- 310700- ,4585.— 4615— ,458’.— 4615— 26100— 26610— 26260— •26500—- 3170— 3190—. 3180— 3200— . 3140— 3l6').-J 3150— 3170— 877— 883— .872— , 878— 867— ■ ■ ,873*— 862— 8^—‘ 9710— ' S7S0— 9710— 9790— 75— 81 — 75— . 81— 70— > 76— 70— 76— 358— 362— 361 — 365— 338— .342— 341— 345— 18560*— 18660*— 18360— 18460— 12610— 1269:>— 12585— 12665— 9560— 9640— . 9500— 9640— 2062— 2078— .. 2070— . 2086— 2037— 8073.- 2665.- 2081.- 0.81 0.87 0.82 0.88 0.76 a82 (li?7 "o.*83 Eine weitere Stützungsaktion der Banken. Infolge der be uwnchigeUden Nachrichten über -die Wiener 'Börse' im Ausland sicht sich der Jmanzininister Dr. Kienböck genötigt,' .endlich poch' über den derzeitigen Zustand der Intervention zu insormieren. Es wurde nämil-ich von.ausländischen Banffvöisen der geringe Erfolg der Intervention schr schlecht.ausgelegt, zumal da die Papiere der besten Unternehmüugeu und Banken-säst gar kehre Aenderung ihrer Tiefstkurse auswiesen.' Zwecks weiteren Ausbaues der Börseuintervention so ich gestern eine Beratung des Finanzministers Dr. .K ie n'b ö st., mit derH^anjkenvertretern statt.' Es. wurden daher Stimmen laut, die, e.wpe weitere chqsgiebige.StützungZEon verliangteni' Um diese Hilfe aber einheitlich zu gestalten, soll ein veOerter Börfenfachmann mit diktatorischen Vollmachten die ganze Aktion leiten. Leichter Kursrückgang des Franken. Die Besiprechunge^ Poineares mit dem belgischen Außenminister übe.r die^Fortsetzung dev Ruhrbesetzung ver-äntaßtendie VaisseGdkulation zr neuen' Anariffen-'aus. -den Fvaykenj, Pazu ^amon-ontzh i-noch dis Ultimokäufe von fremden Devisen der französischen Industrie Dies führte zu einem schwachen Rückgang des Frankenlkurses In Zürich fiel der Franken um 20 Centimes von 36.50 auf 36.30. , . ' ' Das Ergebnis des Frankenclearings in Berlin. Das Ber- (iner Bankenclearing sür die Aprilverpftichtungen ergab einen Betrag'von 85 Millionen Franken. Hievon wurden 27 - Pculionen Franken — 1^/. Millionen Dollar, zu einem geschätzten- Durchschnittskurse von. 21°/.» für den Dollar ■ skontiert. . - . - Kapitalsvermehrungen. Export-A.-G. vereiMHter Wiener. Tischlermeister. Echöhuyg von 300 auf 600 MNonen-Kronen.^ Bozuigsrecht auf. je eine alte Aktie eine neue Wie. .Bezugspteti: 7000. K. Pro Stück teil quel.-BeHNgLsrist bis 25. Mm - d. I. — Hotung, Holzvevwertungs ->A.-!G. Erhöhung von 120 ans 600 Millionen 5kronen. BeAugsrLchi: aus je eine alte Aktie' vier neue Aktien zum .Stückpreis von 2000 K. Bezngssrist vom 6. bis 15. Mai b.- I.- Wiener 'BanLoerem A.-E. Echöhungvon 18 auf 21 Milliarden KrMen. — Pvmona, Produkt-ivünd Handels-Abtiengesellschast. Echöhung von 200 auf 600 Millionen Kronen. Bezngsrecht: auf je Met..alte Mtien drei neue Aktien zum Stückpreis von 1600 K. BejzugKsrist vom 2. bis 9. Mai d. I. Eine stürmische. Generalversammlung der Juwald Glas A.-G.'Alts Prag, -29.' d., wird' uns telegraphiert: 'Schon m den .. beiden letzten Jahren - ist gelegentlich der G eneralveNsammMUg der Glasfabrik und Raffinerie Juwald A.-M. eine starke Opposition auf den Plan getreten. Besonders ' im vorigen Jahre gestaltete sich die Generallver'sainmllung' sehr bewegte wurde aber schließlich in. ein ruhiges Fahvwaffer gchracht und' . Katt zu Ende geführt. Da sich gegenüber 'dem Vorjahre be-. . ■ Mlich der Wünsche der Minorität nichts geändert hat, sie eine Vertretung der Kleinaktionäre im Verwqltungsvat mcht! Minden hat und die Bilänz smen Vie.r ln st'ausweist, so war ' es von vorneherein klar, daß sich, auch die heurige Dersammt-- . lüng im Zeichen eines' .Sturmes 'absPiÄvN werde. Die BefürchtuniZen'wurden' Wertroffen. Die' EinzelanmoldunMn von' ' Aktionären. .zur Teilnahme, an der Generalversammlung waren in so großer'Zahl eingelaufen, daß man für ldie Abhaltung der G ene r alv erisammluug den großen.'Saal im Palais der Zivnosrniska Banka in der Herrengasse'herartzichen'mußte. Noch'vor Eingang in dre Tagesotdnuüg bsgann der Lärm mit einem'Antrag auf Umstellung der Tagesordnung. In außerordentlich langwieriger und verfahrener Debatte " setzte die in der. persönlichen Vertretung. zur Mchr-" heir gewordene,-in der Stimnienizahl der Wien tatsächlich'.' aber eine Minderhert repräsentierende Oppos i ti o n ihn e n W i l len durch. Bei einam. Punlkte der Tagesordnung spielten sich dann so turbulente Szenen . ab, daß man zeitweis-e'.Tätlichkeiten! und eine-vollstäsibiäe Auflösung der -Versammlung' befürchten" mußte.' Tatsächlich kam es aber infolge der.Harr-näckigkcit der Opposition,die^ allen Bitten, und 'Beschwörungen', des -Verwaltüng-srätes, . ihren, eigenen Interessen nicht ensgegeiMh-andsln, ein-ffwr'ves Nein - cntgegenstellte, zum ergebnislosen Abbruch der-^ Versammlung. Wie sich nun die Dinge für'.das Unternehmen. weiter-"gestalten werdvn, steht noch, in Frage.. In der - etregten... Äuseinandevsetzung,. die.-der Aufhebung ,'der Versammlung .'folgte,',.war-von einer Gesamtdemission des Verwaltüngsrates) und der Einsetzung, eines Regierungskommsssärs die Redet.Emen' endMtigen Beschluß faßte.der- Verwaltun'gsrat vorläufig nicht. - >; - - ' : " «Die Astrawerke in Arad.'Mr haben gestern eine uns über Pvag -zu-gekoMmen-e -Bularester Nachricht - über' den . angeblich drohenden'- Zusammenbruch Mp- -Astrawerke', veröffentlicht.. Me wir.-voninWrmiKrt'er'Seite erfahren/ entspricht dies n i ch t den- Tatfachen. Die Astrawerke arbeiten vo-llk o mm en befriedigend. Auch sonst sind die Verhältnisse bei diesen Betrieben zufriedenstellend.. Die 'Banca Romaneascu. steht in -gar -keinem Verhältnis zu'den Astrawerken nüd - wild auch gar. nicht daran gedacht, die Araber Werke in irgend eine Verbindung mit dieser- Bank M bringen.' - - Ein tschecho-slowükisches Karte'llgesetz.' Aus Prag wird' unterm . 29. d. genieldet: Die „Prager Presse" erfährt, daß die tschecho-slowakische Regierung gegenwärtig Vorbereitungen zur' Schaffung eines Kartellgesetzes trifft. Anregung zu diesem Gesetze'gab die Tatsache - daß die gegenwärtigen Kartelle in der Tschecho-Slowakei'ihre'n Sitz, ihre Fabriken und ihre Verrechnungsapparate im-'Ausland haben und im Inland größtenteils nur "Vertreter besitzen, die in vielen. Fällen .ausländische Fabrikate bloß adjustieren, wodurch "dem Staat 'an Zolleinnahmen und anderen' Gebühren "großer-Schaden entsteht, Das -in Vorbereitung befindliche Gesetz soll daher in erster Reihe die Bildung von Kartellen, Verbändenusw.,- zwecks.Vernichtung kleinerer Unternehmupgen, die den äugekündigten Preisdiktaten nicht beitreten, und zwecks Schädigung der Konsumenten durch Waren'minderer Qualität oder durch Preissteigerungen verhindern. Das Gesetz--wird aber-keinesfalls die Auflösung der Kartelle bezwecken,.'es soll vielmehr eine Kontrolle der Kartellverträge durch, den Staat bedeuten,-da jeder Kartellvertrag nach Jnkr-asttreten des Gesetzes vom Staate genchnrigt werden muß. Flucht eines Budapester Baukiers. Aus Budapest wird uuterm 29. d.' gemeldet: Gegen den Bankier' Emil Weiß und dessen.' Sohn-, den Börsenkommissionär Julius O c s-z i (Weiß), -die -jhre Konnttenten um mehr als zehn Milliarden geschädigt haben und geflüchtet sind, hat der Untersuchungsrichter einen Haftbefehl erlassen.. . ' , Allgemeine Versicherungsgesellschaft Phönix in Men. Am 24. d. hat eine .außerordentliche GenerawerisaniMln-ng^ der Aktionäre der. Gesellschaft stattgefundm, in der die Erhöhungdes Mti-enkapitals von 800 Millionen ans 600 Millionen Kronen beschlossen wuvde. Die Festsetzung des Termins der Durchführung der Kapit-alserhöhuu-g, des Kurses und b-cr Bcgebuikgsmodalitäten wurde dem Vevwalt-ungsrat übertragen. Aus Anlfrage eines Mtiönärs berichtete der vovsitzeude Vizepräsident - Generälidirektvr Fritz Bauer, - daß. nach^ dem gegengelanigten 'Dividende betragen'dürfte, sowie daß .in Aussicht genommen sei-, den Aktionären,das.volle Bez'Ugsrecht zu wahren, ' " " . ' . - . (Entgeltlich.) . um m. B. M übernimmt___ k u lant spEDlTlÖNSGESELLfCH WIEN, I. BAÜEftNMARSCT 11 Telephon 65-1-79 / Transitlager / Industriegleise 5981399519483975