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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-27 · Heft 1867 (27.4.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1867 (27.4.1924)
Date
1924-04-27
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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V Wt. IWt Me n, ToMag 'r) SSietfcfc 27. Zlpril IKK Tsidef Vintimzer ‘ für Fünfze-httjährige — das ist wohl zu weitgehend. DaS «ganze EHichungssystent miifete für ö>iefc. i-uitgeit Mädcfjp.it geändert werden. Sie wachsen heran und sind im Wer von 20 Jahren geistig zuvückgeMelben, demr die Zeit der Ent-- wicklungsj-ahve gehörte nur dem. Tanz und albernen Bergnügungen. Sport wird wenig beachtet, denn er strengt an. Und wenn die junge. Lilly weiiter so leben wird unter der Obhut ihrer Mutter, so wird aus ihr ein eingebildetes Ding, das für das praktische Leben gänzlich unbrauchbar erscheint und nur eine Tätigkeit kennt, nämlich das Warten — auf einen Mann. Leider ist auch in jüdischen Kreisen des wohlhabenden Mittelstandes diese Erziehungsmethode häufig zu bemerken. Immer sind die Mütter schuld, denn sie wollen das, was sie in ihrer Jugend nicht genießen konnten, jetzt bei und mit ihren eigenen Töchtern mitgemeßen. Dr. F. T. Uniform, Srdeu und khreazeichen. Der Bäckerlehrling als Baron. " In Görlitz wurde ein ehemaliger Bäckerlchvling verhaftet, der als augeblicher russischer Barmt von Rvsfda auftrat und zahlreiche Personen geschädigt hatte. Der Bursche hatte bereits vor vier Jahren in der Berliner Gesellschaft ebenfalls als Baron von Rosftm, eine gwße Rolle gespielt. Er war in der Uniform eines Hu-sa-reuoberleutnants anf-- getreterc und hatte sich mit zahlreichen Orden und EhrcnizÄchen geschmückt. Er erzählte von seinen angeblichen großen Besitzungen in Rußland, die zwar von der Sowjetvcgierrmg beschlagnahmt worden seien, demnächst aber wieder steig-egeiben -toecken sollten. Ueberall fand er auf diese Weise großen Kredit. Ein Wagengeschaft stellte chm sogar einen Wagen nud Pferde zur Verfügung. Schließlich Verlobte er sich mit einer jungen Dame aus angesehenster Berliner Familie. M§ er aber in der Wohnung der Eltern seiner Braut alle mäMchen Wertgegeuftäude stahl, die er dan-n verkaufte, lvurde er schließlich dabei ertappt, als ein aus Stettin entlaufener Bäckerlehrling namens Balb,ach entlarvt und zn dreiemhallb Jahren Geifäugnis verurteilt. Mchdem er vor kurzem nach Verbüßmrg seiner Strafe aus dem Gefängnis entlassen worden, nahm er sein svüheves Treiben in Görlitz lvieder auf, bis er albevmals verhaftet wurde, Ire Wische Bevölkerung im Gouvernement Kiew. Offiziell weckert jrtzr die EvMbntsse der Böllszählung des Jahres 1923 hercuis-ge-geben. Bis jetzt sind nur die Tabellen für die Städte fertig geworden, i'vn denen drei Mertel der Mischen Bevölkerung des Kiewer Gouvernements leben. In der Stadt .Kiew, leben innerhalb einer BevMemng von 400.714 im ganzen 128.141 Juden, das sind 32 Prozent. Arbeiter wurden gezählt 48.676, darunter 8079 Juden, das sind 17,7 Prozent. Angestellte 89.765, daruMer 10.667 Juden, das sind 26,6 Prozent. Inaktive Angehörige der Noten Armee 1828, darunter 10.667 Juden, das sind, 11,7 Pwzcut. Freie Berufe 6048, darunter 3532 Juden, das sind 66,7 Prozent. Handwerker und Kleinhändler 23.438, darunter 10.863 Juden, das sind 46,9 Prozent. Verschiedene andere Berufe 23.253, darunter 5023 Juden, das sind 21,6 Prozent. Arbeitslose 27.611, darunter 9332 Juden, das sind 87,4 Prozent. IN den sechs Kreisstädten des Gouvernements ist das Verhältnis folgendes: Allgemeine BovMerrtng 169.897, darunter 84.209 Juden, das sind 49,6 Prozent. Arbeiter 15.240, darunter 6296 Juden, das sind 41,3 Prozent. Angestellte 9419, darunter 3488 Juden, das sind 36,9 Prozent. Freie Berufe 816, darunter 585 Jrüden, das sind 71,7 Prozent. Andere Berufe 7416, darunter 3377 Juden, das sind 45,6 Prozerrt. ' . In den elf gewesenen Kreisstädten beträgt die Zchl der Bevölkerung 116.000, darunter 39.349 Juden, das sind 33,8 Prozent. Arbeiter 8542, darunter 2219 Juden, das jmd 26 Prozent. Angestellte 4764, darunter 1464 Jtiden-, das sind 33 Prozent. Andere Berufe 3416, darunter 1331 Jubelt, das sind 39 Prozent. Die Blätter toeisen daraus hin, daß die Zahl der Angestellten unter den Juden weit tiefer ist, als der Pwzentfatz der Mischen zur allgemeinen Bevölkerung, tvoraus heckovgcht, daß die Meinung, als ob die Sowjetanstalten mit jüdischen Attgestellten ÄbechM wären, falsch ist. (I. T. A.). i... -... Sie Bereinigte Wische Bolksbavl. " Wie die I. T. A. erfährt, hat das ExekutWomitee der Jüdischen WelMfSkonferenz in Paris ottre bejsondere Kom Mission eingesetzt, die alle mit dem Aribeitsplan der durch die Welchilfskonserenz.gegründeten, in London registrierten Bereinigten Jüdischen Bolköbank zusammen hängenden Fragen regeln soll. Die Volksbank hat bekanntlich das Ziel: 1. Die jüdische Emigration auf eine sachliche -und finanzielle Grundlage zu stellen; 2. die zerrüttete Wirtschaftslage der europäischen Judenheft Mst richten zu helfen.. In der erwähnten Konmüssion sitzen bekannte jüdische SsschästÄeute und Bankiers, unter anderen die Her Dobry, Naiditsch, Zlatopolskh und Etingan Die Kommission hat bereits einen detaillierte« Propagandaplan für die Bank auSgearibeitet. Die Propaganda, die m Paris byreits eingesetzt hat, wird jetzt in einer Reihe anderer Länder organisiert. Die Frage der Unterstützung, der Bank durch di« Judenheit Argentiniens steht auf der Tages ockrvung der für den 80. Mar nach Buenos Aires ein» bevustrren Hilfskonser enz, aus welcher Herr La Ui Bertoldi das Referat halten lvird. Auch in Berlin wecken Vorbereitungen für di« Baukkampagne untern«mnÄr. Hier hat Las Mitglied de§ Exekutivkomitees der WelthilsÄonfereyS Dr,. Iftfved Klee die Führung-, .der ascheMm PSM WropAM MnM VMchcn M Besuch im Münzamte. Die W ientr Münzc auf LhM Henm arkt arbeitet derzeit mit Hochdruck. Bon 'HM Uhr" früh bis 11 Uhr nachts wird in zwei Schuhten gearbeitet, um die tM* hundetfünfzig Millioneu österreichischen Scheidemünzen rechtzeitig fertigzustellchr. Ausländische Aufträge liegen augenblicklich, wir wir schon Neulich gemeldet haben, nur aus Polen vor; ws werden 20- und 50-Groszt^Stücke aus R e i n n i. ck e l hergestellt. In früheren Jahren lieferte die Wiener Münze für fast alle Kontinente der Erde; so wurden Münzen für U. r ng u a y, Brasil reu, Holla n d, und erst vor wenigen Jahren 137 -Waggons für Serbien hergestellt. Es dürfteweiterhin allgemein bekannt sein, daß im Levantegebict Maria Theresien-Dhäler, der aber derzeit nicht erzeugt wird, als allgemeines Zahlnttgsinittel gilt. ' , .! ' i - X V ' . Einer miserer MitarbeLW^ Wtei^Uelggerchekt, unter der liebenswürdigen.. Führung' der Herren Oberbergrat 51alessa und des Werkleiters U eher ach er den ganzerr Betrieb zu besühtigert. Die zur Prägung gelmtgenden, runden Blechstiickchen werden zum Teile selbst ausgestanzt, zum Teile von anderen Firmen bezogen. Die erste Maschine, mit der sie in Berührung kommen, ist die Justiermaschine. Das ist eine automatische Wage, die stets zehn Plättchett auf einmal wägt und sortiert. Die Zu sch w eren Stücke gelangen auf die Hobelmaschine, die einen ganz feinen Span, der die spätere Prägung aber nicht stören darf, abzieht. Bon dort kommen sie nochmals zur Wage zurtick, um bei Normalgewicht' mit beit anderen nach, einem Reinigungsbad ausgeprägt zu werden. Die Zu leichten Blättchen werden auf .Handwagen nachgeprüft, um unnötiges Einschmelzen Zu vermeiden. Es ist selbstverstäitdlich, daß inr Verlaufe der Erzeugung mehrmals eine genaue G e w i ch. t s k o n t r v l X e geübt wird. Das Abzählen mit der Hand wäre nun ein sehr mühseliges Geschäft, wenn utan bedenkt, daß die stündliche Leistung einer jeden der etwa dreißig Prägemaschinen über 6000 Stück beträgt. Ein Arbeiter schüttet mit einer kleinen Schaufel die Münzen oder die noch 'ungeprügten Blättchen auf eine H olztajse, die Zweih undertfünfzig Vertiefungen besitzt, aus, und läßt den lleberschuß yeruntcrgleiten. Auf diese sehr einfache und Jrrtümer ausschließende Weise wird, in jeder Abteilung die Ilebergabe kontrolliert. > > 1 D amt gings in den P r ä g e s a a t Ein Mädchen ist nur damit beschäftigt, in die Zuführungsrinne immer erzeugt wird. neue Stücke zu legen. Die Maschine besorgt aller andere von selbst. Das Blättchen tvird automaltisch ans die richtige Stelle gebracht, von oben senkt sich ein Stem pel, und durch den Druck von Dielen tausend Kilogramms wird dem kalten Metall das gewünschte Muster a-ufgedrÜckt. Gleich darauf hebt sich der Stempel, eine Zange schiebt die fertige Mürtze weg, und die Arbeit geht : weiter. Dann werden die Mittrzen nochmals gezählt, in Jutesäckhert verpackt und brutto gewogen, und harren des Abtransportes. Eine eveuttrelle Riefelung des Randes wird gleichzeitig mit der Prägung angebracht, während Äe Randinschrift, wie sie beispielsweise di« alten österreich.ischAr Silbermünzen aufweisen, auf separaten MaWnen vor der Prägung angebracht werden. Selbstverständlich könneit durch bloßes Auswechsettt der Prägestentpel auf jeder Maschine verschiebeite MünZ-en geprägt werden. Die österreichische n Kupfermünzen zu 10V und 200 Kronen haben ans der einen Seite bloß di-e Ziffer mit ganz kleinen OiulleH wtd gleichen den - alten Kupfermünzen. Die andere Seite wird von eitlem! Adler geschmückt. Die 1M0-Kronen-Stücke tragen ein so-, genanntes „Schwedenkreuz", das an jeder der vier Ecken noch, einen breiten Querbalkeir trügt, sodaß ein ganz undefinierbares Ettvas herauskoinmt.- Zur Ausgabe werden diese Scheidemün-en erst dcum gelangen, wenn auch, die noch rücht vorliegenden Schillinge fertig sein werden. Eine besondere Abteilung des MünZmntes befaßt sich mit der Ausprägung von Medaillen und Plaketten. Eine Aufzählung des einige hundert N u m m e x u umfassenden Kataloges würde hier zu weit führen, doch, sei erwähnt, daß eben jetzt eine Bruckner- und eine Stran ß-Medaille hergestellt werden. Daneben sind .die meisten Dichter und Musiker in durchwegs sehr fein ausgeführten Erimrerungsmedaillmr vertreten.!Die Prägung dieser Medaillen ist wegen der großen Stärk« des Materials bedeutend sch w i e r i g e r als die der Münzen. Obwohl die Leistung dieser Spezialpresse eine ha!be Mi!lion Kilogramm, das ist das Gewicht dorr fünfzig beladenen Eisenbaynwaggvns, beträgt, genügt nicht eine einntalige Prägung, um das Relief vollkommen herauszuarbeitelt. In drei bis sechD Prägungen, mit zwischengelegtem Glühen, wird die Medaille fertiggestellt. Nicht unerwähnt soll es bleiben, daß für ungarische Rechnung das „Signumlaudis" in.großen Mengen erzeugt wird.! '! Robert Duldner. VHD wird. Ja der Berliner Kampagne wecken noch hervortreteul Der Vorsitzende der Welchiffskonferenz Leo Motzkin, der bekannte Banlkier Herr Dabrh und Dr. Ti van kin. In F i 11 -n l a >n d und Estland wird der spezielle DMgierte der Wel-thilifskonferenz Dr. Lewitsch die Proipaganda führe». Die erste Zeichnung aus Mien der Bank, die dieser Tage in Paris in einem engen Kreis begonnen hat, hat bereits das Resultat von 3000 Pfund ergcken. ....;__ ' Schließung des Answandererlagers in Somit. © a «i 6 i g be-vicht-Lt I. T. A.: Mt Ende, de's lawftnden Qwotechaihres für dve Em'lmmdörumg «vch den Vereiinivgten Staate«, das ist am 30. JMi d. I., w-wd daß Daug.iger ÄuswannderevlageP geschlosise«. In die-stim Ldgav ib-rsmdet sich irach immsr eine AiHckhl russilsch-jüdlischar Emrgraarte«', die semerzett das pMische DerrbboMmr veckafssn mußten, Ibevor sie sich noch die Emveiseldolkumente «ach dm üibevsMischen Ländern ve-chchaGen konnte«. Die Gmigrantim standeit unter Aufsicht des Joä-KoilMtieeZ, daß Mr Ähve-n UnteHalt sorgte. Öhtut» «uchr iwnvden die iEmrgvcmtie« ansgeisvckort, sich detvösss ihrer weiteren Lage mit ihre»! An ge hör igle« in Amerika i« BLrL'mdmtg zu setzen. Auch die UnteHntzuiw» gen für mchechaG de's Lagers iebeichL E-miigM'N^ir ipsckm »LZMemgeMt. Die gugeudstrakanftalt in KM«. Wersdorf. An der äußersten Grenze der Stadt, in Kaistr-WLrsdvrif — die Nähe des ZmtraHrirdhoses wirkthier symbolisch , stcht die Jugendstralfanstatt, die einKiige der Republik. Nichts mt chr-snr äußeren Bilde läßt l'chre stt-rchöbare Bestttnnm-ng vermuten. Vor der Maptierung zu 'Menr jetzigen Zweck, die Lm Herbst 1921 erfolgte, diente das ge-räumige zweWckiige Gebände, das zmn Teil unbAtützt steht, als ärariijches Monturdepot. Der Belag der Strafanstalt schwankt Witschen 120 bis 130 Häftlingen im Mttzr von 14 bis 19 Jrchrert. MePeus sind sie Hrlfsarbeiter, doch bsfinden sich unter ihnen auch mchrere Eontptoiristen, Beantte usw. Die meist-en haben sich EigentnmsdeWtv zuschMen kommen lassen und verbützm Kerkerstrasen von vier Monaten bis zu einem Jahre, doch, sind auch zwei Raubmörder tmter ihnen, die sünfzchn 'Jahre abzubüßen haben. Die Strahzeit httchurch wird alles mögliche versucht,. m die Kuvschyt HtW« -- M «WiWr' UWglWim jö.er-Mr übernimmt __ kulant SPEDlflÖNSGESELLSCH. bm„. WIEN, (.BAUERNMARKT 11 Mit Telephon 65-1*79 / Transitlager / Industriegeleise sell'schast Kl nrachen. Ein wichtiges Mttel hieM -ist §ie Sondenmg der JUsassert in drei Abtei-lmtgen, je nach ihren Barstvaftn, um die depvavierten Elermnte von den vorMsisichttich Leichter BesserungssähigLN Kl isolieren und so ungünstige Gi«- Msse zu v-e-chnckern. In die Gruppe A kontimen bisher IlnbeschMene, während itr die Gruppen B und C solche Burschen, eingerecht wecken, die bereits Vorstrafen wegen Vergchon oder Verbrechen Msweisen. Jede dieser Mteilunge-ir ist von den anderen völlig getrennt und wird anders behandelt, so dürfen die Sträflinge der Gruppe A alle vierzehn Tage Briest schreiben und erhalten sowie Besuche empfangen, während dies den anderen mx drei- bis vievwöchemMch gestattet ist. Die Häftlinge genießen durch einen tüchtigen und warmherzigen Zehrer Ibntc-rricht in den Bürgerschullfächern, Aualphabeten gibt es bemerkenswerterweise in der Anstalt «überhaupt nicht, Lvenn auch das geistiige Niveau des Schülerntaterials «loeit hinter dem Mittelmaß g-urüMeiibt. Der Anstaltslehrer zeigt dem Bchucher eine An-ahl gut ausgeführter Landkarten und SEitzzen, die van seinen SchMern nnt großer Sorgsalit hergestellt tvocken find. Dom Erzichun-gstzweck dienen weiters Lehrwerkstätten Kr Schufterei, Wschlerei, Schneiderei, Schlosserei, Buchbinderei und Korbflechterei, die von Gesältgn-isbeanttert, welche diese Gewerbe erlernt haben, geleitet Wecken. Die Gefangenen veHalten sich vechältnismäßig ruhig und in -ihr Schicksal ergeben mtld zwingen mx selten zu DisMplinarmabnchm-e.lt, als welche Fasten bei Brot -und Wasser, hartes Lager und Einzechast in Betracht . Ikoudnmr. Der GsKnÄheitsznstand ist ein staunenAvert guter / — «fö sind zurzeit nur zwei Leichtevkr-a-Me dort — und hauptsächlich aus die vernunstige DageseintMutt-g zumchnsühven. Nach der Tagwache, die «um 6 Uhr morgens erifolgt, erhalten die Häftlinge, mchdvnr sie sich angekleidet und ihre Betten in Ockumtg gebracht haben, zuim FriMtück eine Einbrenusuppe.- Um 7 Uhr beginnt das Tagwerk. Sträflinge .mit; WyzerM Frecheitsstrasen Wecken aus ein benachbartes Gei lande geführt, um dort Weiden zu brechen, und wenn >e§ die Witterung zuläßt, -daraus Kirbe «im Freien zu flechten. Die Häft-Unge, die längere Straseit zu verbüßen haben, nmcheit ttu großen, lichten Hofe Geleu-ksübnngen, turuen an den ausge-- stellten «Geräten öder spielen BÄvegnn'Mpiele., wie Haschet,,; Drtttabfchlagen uftv. Bon halb 9 bis 11 Uhr «toä'hrt der Uu- ° terricht, der in vin«n großen, Hellen Lchvsaal, der . sich durch 'nichts von dem einer BürgevschuNlasse unterscheidet, abgchalten wird. Daynttwick bis mittags .gearbeitet. Das de. '.MmHch. McvMte ansreichende -Mittagesstu besteht -an?

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