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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-26 · Heft 1866 (26.4.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1866 (26.4.1924)
Date
1924-04-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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. Arttut KU züchten. Die Arbeiten MV Bvkärnpsuug der Seuche seien nunmehr aussichtsreich geworden und werden von *Hrvf. Dahmen fortgesetzt. ' f : . I Ar Witwe mit den Gummihandschuhen. Ein Einbruch in Paris. . Uns Mris, 85. dl., wird berichtet: Vor einiger Tagen wurde iu dem Palais eines ichen Mexikaners, Marquis del Fiero, in den Champs Elysees, ein großer Einbruchs-- biebstahl verübt, bei welchem den Dieben Juwele n und; Bargeld im Werte von 500.000 Franken in die Hände Men. Die polizeiliche Untersuchung stand tagelang einem - Rätsel gegenüber, da die Einbrecher auch nicht die geringsten Spuren hinterlassen hatten. Nunmehr hat sich der Verdacht der Polizei auf eine Dame in Witwenkleidung gelenkt, die am Tage des Einbruches sich in den. Nachbarhäusern auffällig darnach erkundigt hatte, ob in dem Palais des Marqnis del Fiero kein Appartement zu vermieten sei. Gleichzeitig entdeckte mall, daß der Einbruch von einer Frau begangen worden sei, die so geschickt war, Gummihandschuhe zu benützen, um keine Fingerspuren zu hinterlassen. Die Pariser Polizei fahndet nun nach der geheimirisvollen „Dame in Schwarz", die aller Wahrscheinlichkeit nach den kühnen Einbruch verübt har. Men und die internationale Kunstgewerbeaussteüung Paris 1825. Zwei Milliarden zur Beteiligung an der Ausstellung. Die Stadt Paris oevanstaltet im Jahre 1925 eine internationale Kunst ge Werbeausstellung, an der sich auch Oesterreich beteiligen wird. Selbswerständlich wird das Wiener Kunstgewerbe dort vertreten sein. - In der gestrigen.Sitzung des Wiener Gemeillderates gelangte nun ein Antrag behnfs Beteiligung der Gllmeinide Wien an dieser Allsstellung zur Beratung. Der Berichterstatter Altbürgermeister Reumann beantragte, zwei Milliarden Kronen zu diesem Zwecke zu widmen und führte folgendes aus: Die Ausstellung wird von April, bis Oktober 1925 stattfinden uub sämtliche dekorativen Künste in allen ihren Formen llnd Unterscheidungen lmrsassen. Es ist eine Ausstellung für das Qualitätsgewerbe. Das Bundesministeriumr für Handel und Verkchr hat die Vorarbeiten und Verhandlungen der Ausstellung übernommen und sich mit den beteiligten Körperschaften schon vor geraumer Zeit in Verbindung gefetzt. Laut der beiläufigen Schätzungen werden sich die . Kosten der österreichischen Ausstellung auf ungefähr 16 Milliarden Kronen belaufen, wovon 5 Milliarden auf den Bau des österreichischen Pavillons, eine Milliarde auf die Ausgestaltung der Umgebung dieses Pavillons, der Rest auf Transport, Versicherung usw. entfallen. Da die Bundesregierung unten den gegenwärtigen Verhältnissen die Kosten nicht allein tragen kann, so hat sie sich an eine Reihe von Faktoren gswendet. Die Bundesregierung hat den Bunde spräs identen ersucht, daß erdiesbezüglich mit der Gemeinde Wien in Fühlung trete. Wahrscheinlichhat sich die Regierung gedacht, daß die Beziehungen zwischen dem Bundespräsidenten und der Gemeinde Wien freundlicher sind als die zwischen der Bundesregierung und der Gemeinde. Es fanden nun unter dem Vorsitze des Bundespräsidenten mchrere Sitzungen statt, in welchen die Bundesregierung erklärte, für die Ausstellung vier Milliarden Kronen, und zwar im lausenden und im kommenden Jahre je zwei Milliarden, zu widmen. Der Banken verband wird eine Milliarde beisteuern, die Handelskammer zwei Milliarden. Mit Rücksicht darauf, daß Men der Mittelpunkt des österreichischen Kunstgewevbes ist, hat die Gemeindeverwaltung eine Beitragsleistung von zwei Milliarden Kronen zugesagt. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Sine internationale Miniaturenansftellmg in der Mettina. Wiislie Fremde, aber auch Kchlveich-e evbgelsesseue Wiener wissen wicht, wo sich die A >l b e r t i n a befindet. Die Gesellschaft -der Bilder-- -und Mim-iatunenfreunde in Wien hat es daiher in einer Zuschrift an die RedakdiouE der Zevtungsn für nötig bcsunden, zur. Information des DesepuWkuims zu erklären, daß sich die Albertina aus der Albrschtsrampe (in der Nähe der Oper, des Mozavt- und Erzherzog Mbrecht-Denlkma-ls) im ErZherFog lFriedrichsche-n Palais befindet. In der Mbertina wird die bedeutendste Samnilung von Handle ichnnngen großer Meister ausbewahrt. ferner eiM fast lückenlose BiMothelk aller auf die bildende Kunst bezüglichen Merke. Am 3. Mai d. I. 'wird in den PruMsälen dieses Kunstpaliaistes die van der G esel'lschaft der Bilder- und . Miniaturenfreunde veranstaltete internationale Miniature n a usstellung durch den Bundespvälsidenten Dr. Harnisch eröffnet werden, der auch das Protektorat dieser Veranstaltung übernommen hat. Das Komitee, dem.mehrere Staatswürdeniträger, die Rektoren der Wiener Hochschulen, Direktoren und Kustoden der stavt-' lichen und städtiischen Kunstsammlungen, sevnev hervprvagende Vertreter der Wiener Gesellschaft angelhören, denen sich ein Tamene-Hvenkamrteie angchchlossen hat, amtiert seit Wachen in der Albertina und >hat bereits mehr als tausend der 'herrlichsten Parträtnnniaturen. aus großen Privabsammlungen, aus staatlichem oder städtischem Besitz ■ in Wien und in den LandeLlhcvuptstädten übernomnven. Es tverden auch die seltensten und ältesten Miniaturen der staatlichen Kunstsmunt-lunge-n infolge Verfügung des MftrrichtsmmsteviumS in dieser Ausstellung, so Manches seltene. WKWiL MMkMMM Sfück MN ersten Male, einem gVößsu-PuW-kmn vor Äugelt Mührt lverden. Gin reich MMerter, ünisMgreicher und eiy Mwer. Katalog -findm Wcheveitckitzi Die Eintrittspreise für diese internationale MiniaturenauHellmtg werden^ so 'bescheiden, anMsetzt, :daß jeder iKuustliebrnde di« MöglichLvit >haben. wird- Wiens. Ersitz an PovtrLttniniaturein,. fester eine Auswahl von Aquareäpoivtväts - zu sttldisren. - o. Der Mufikerstreik in Der Volkroper. Gestern mittags fand in der Arbeiterkwwmer eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Bühnenangchörigen statt, die sich mit dem Streik der Orchestermitglickwr der Volksoper beschäftigte. Anwesend waren Vertreter des deutsch-österreichischen Bühnenvereines, der Union des Bühnenpersonals und der Musiker. Die streikenden Mrlsikcr wurden ausgefordert, ungesäumt den Streik. abzubrechen und ohne Betriebsstörung in Verhandlungen mit der Volksoper-BetriebS-Aktiengesellschaft zu treten. , . : . Die Diroktiou der Bolksoper hätte. Än .Hinblick auf die Stellungnahme der Organisationen die Beilegung des Streiks noch gestern erwartet. Da jedoch die Streckenden zur Wiederaufnahme ihrer Arbeit nicht zu bewegen waren, mußte die für gestern aberrds angesetzte Wohltätigkeitsvorstellung der „Fürstin Tanagra" unterbleiben. Von den BerhaMungen, die heute zwischen dem Musikerverband und den streckenden Musikern stattftnden, hängt es.ab, ob herrte die Vorstellungen in der Volksoper wieder stattftnden werden. Unabhängig von diesen Verhandlungen findet heute nachmittags eine Sitzung des Verwaltungsrates der Volksoper-Betriebs-Aktieirgesellschaft statt, welche zu entscheiden haben wird, ob die Entlassung sämtlicher Streckellden ausgesprochen ' werden soll. Ae LebensmittelmSrkte. Gestern ist l '< erste Mal eine Probesendung von. Butter ans Italien, auf . die Wiener Märkte gekommen. .Tie Butter, die von guter Qualität sein soll, stellte, sich im Großhandel ans 65.000 Kronen, im Kleinhandel auf .68.000 Kronen, ist also billiger als die holländische Butter. Es muß abgewartet werdenob die neneingeführte Butter .mit den anderen Gattungen konkurrenzfähig sein wird. - Alls den Grünwarenmärkten. war nur flauer Verkehr zu beobachten. . - W ien, .26. Aprile * Das Beamtenproblem, wird gelöst,. Es genügt in Oesterreich nicht, ein exakter Beamter, zu sein. Man muß'dazu auch eine exakte Wissenschaft beherrschen, nämlich die Mathematik. Beamte müssen da sehr gut beschlagen fein, denn sie Haben immer.-diel M. rechnen. Jetzt weiß man, warum man so oft vor den Schaltern vieler Aemter schr lange chrsurchtsvoll« ungeduldig Mschen muß, wie die Beamten irgendetwas rechnen. Die Sache ist die: Sie kennen zwar alle Zulagen ihrer nicht beneidenswerten Lage; es sind deren schr viele, wenn auch daS, was sie bekommen, nicht-schr viel ist. Es ist eben im. BechältniS zu den Preisen. Das heißt, die Preise lausen davon und die Gagen humpeln nach.'Der Abstand bleibt immer im selben Verhältnis. Wenn die Press« schon im März sind, echalten die Beamten Dezemberbezüge. Mer, daS wissen sie. Ueber den Grundgehalt jedoch schwebt ein Geheimnis. Das ist es, weshalb di« Beamten so viel zu rechnen haben, und deshalb ist die'höhere Mathematik notwendige Nun ist aber der Bann gebrochen. Den Beamten winkt die Sanierung der Besoldungsordnung. Damit hat die Not ein Ende, wenigstens die des Kopfzerbrechens. Die Beamten werden jetzt wissen, was sie — nicht bekommen. Die Grundlage der Reform bildet die elfte Rangsklaste, nach der alles berechnet wird, nach dem System der früheren Rangsklassen. DaS Problem scheint gelöst und nur was die elfte Rangsklasse erhalten soll, bleibt die große Unbekannte. Auch diese Frage wird entsprechend geklärt. Es verlautet, daß zur Errechnung der Bezüge der elften Rangsklasse die bisher abgebauten Beamten herangezogen werden sollen, Ali. , * Schlampige Arbeit. Das Kulturamt der Hakenkreuzler muß öffentlich gerügt werden. Seine Liste der jüdischen Professoren, die die geistige Entwicklung der arisch-germanischen Rasse nach den Bestimmungen der Weisen von Zion ins semitische umbiegen sollen, ist so gearbeitet, wie daS eben Völkische treffen. Der Professor Herrmritt, der dort genannt toitb, ist Nichtjude, ebenso der Ophtalmologe Karl David Lind ne r, der übrigens ein rcLikaler Deutscher ist. Dagegen fehlt — ist'S Zufall, oder Absicht? — Professor Klemens Pirquet, der Sohn einer gebornen Freiin v. P e r e i r a - A r n st e i n. Wir ■ dürfen verlangen, daß die Hochschulkammer der deutschen Studenten bei ihren Arbeiten mit der sonst nur jüdischen Lehrern eigenen wissenschaftlichen Genauigkeit vergehe. Sonst Wird'S Flickschusterei! * Außerordentlicher zionistischer Parteirat. Das Zionistische Lankdeskcunitee teilt mit: Donnerstag den 1. Mai, 8 Uhr nachmittags, findet im Saale der. zionistischen Sektton Prater, 2. Dez., Jungstvahe 8 (21* oder Ak-Wagen bis St. Äuziaplatz und B- oder Dk-Wagen bis Povgartenstraße), ein außerordentlicher Parteirat statt. Tagesordnung: Dringende Parteiangelbegenheiten. * Selbstmorde. Am 24. d., abeitds unr 6 Uhr, wurde der 24jährige Vertreter Eugen T e u s e l in seiner Wohnung in der Pilaramgasse erschossen aufgesunden. Die Uvsache der Tat dürste darin zu suchen sein, daß Teufel zum Nachteile seiner Firma zehn Millionen entlockt hat. — Am 24. b. wurde am . Neuberg in Hernals die Leiche -eines Mannes echängt a-ufgefunden. Der Mann dürste ein in Fünfhaus wohnhafter Kauf-, mann sein, der wegen geschäftlicher Insolvenz und drückender Schulden SelbstmoÄ begangen hat. * Mutmaßlicher. Ertrinkunastld eiueS Knaben im Wienflutz. Gestern gegen 3 Uhr soll bei der Hietzingerlbrücke nach Angabe zweier Kna'ben ein Junge in den hochgebenden Wienfluß gestürzt und dann, m den Wellen vevschwuMen sein. . Rasch wurde die Freilvillige Feue'rwchr Penginü alarmierti Die .Per- ■ " . lllllllW<—ll II I in — .1 ■ 'iiulgsversuche gestalteten sich infolge des hohen Wassevstandes sehr schivierig und nach einstüMger harter Arbeit mußten die Feuerwehren unverrichteter Dinge wicher einrücken. Die Leicht dürste bereits von dem Master weiter abgetriciben worden, sein. * Die dnrchgegangene Braut. Von der Staatsanwaltschaft 2 in Wien wird oje noch nicht 19jährige Margot Roithinge r, zu Graz geboren, nach Sahburg'Zuständig, wegen Veruntreuung verfolgt. Sie war in einem Wiener Pelzgeschäft he-, dienstet und lernte durch Zufall.einen benachbarten Kauftnann, der schon 47 Jahre zählt, kennen. Der Mann verliebte sich in sie, überhäufte sre mit Geschenken und verlobte sich schließlich mit ihr. Ehe es aber zur Hochzeit kam, ist ihm die Braut mit seinen Sachen durchgegangen. Sie hat Juwelen und Kleider im Werte von einigen hundert Millionen mitgenommen. * Molorbootverkehr auf der Donau. M 1. Mai bis Ok tober verkehrt daS Motorboot jeden Sonii- und Feiertag (Staatsfeiertag) ab Wien-Nußdors nach Greifenftein um 9 Uhr vormittags. Die Rückfahrt von Greifenstein erfolgt um 6 Uhr abends. Morgen erfolgt die Abfahrt von Nußdovf um halb 3 Uhr nachnttttags nach Greifenstein, die Rückfahrt von Greiferistein rmi halb 7 Uhr abends und die Llnknnft in Nrißdorf um viertel 8 uhr abends. Sonntag den 20. d. wurde die Donauüberfuhr mit Motorbooten in Greifeiistein eröffnet. * Der Internationale Radioklub (Wieii, 1. Bez., Schottcurmg 8, Hotel de France) wird sofort nach Abischliiß der Einz,elkämpfe im Boxmatch Carpentier—Townley die Ergebnisse rLdiotelephonisch verlautbaren, deren Sendung die 2lustria Radio A.-G. besorgt. Unentgeltliche Eintrittskarten ftn/b in beschränkter Anzahl beim Portier des Hotel de France erhältlich. * Streikbeilegung hei den Drogengroßfirmen. Mitttvock wurde der seit zirka einer Woche andauernde Anaestelltenstreik bei den Drogengroßsirmen Philipp Röder-Bruno Rackbe 2l.-G., Fritz Petzold u. Süß A.-G. sowie Chemosan A.-G. durch Berhauolungen im Gremium der Wiener Kaufmannschaft beigelegt. Es wurde eine Gehaltserhöhung von 7,6 Prozent und «ine Erhöhung des Anschaffuirgsbeitrages von 10-Prozent bewilligt. Für die Streiktage wird ein Lohnabzug Nicht vorgenommen, doch vervflichten' sich die Angestellten, ebensoviele u n e n t g e l t l t ch e u e b e r st u n d e n zu leisteri, als Arbeitsstunden durch den Streik verloren gegangen waren. * Der Erste Wiener Konsumverein. Mittwoch fand die Generalversammlung des Ersten Wiener Konftmivereines statt, die dm Bericht des Präsidenten ohne Debatte zur Kenntnis nahm. Der Warenerlös stieg danach von 52 Milliarden im Vorjahre auf über 118,6 Milliarden Kronen. Es ist ein Ge'barungsnberschnß von 1096 Millionen, der die Slusschüttung einer e i'np r o z e n t i g e n Rückvergütung an die Genossenschafter zur Fol-ge hat. Es ist auffallend, daß bei einem so hohen Gebarungsüberfchuß eine so geringe Rückvergütung erfolgt. Sie wird die Mitglieder sicherlich nicht znsriedenstellen. * Tagesschnellzugsverbindung Wien—Jnnsbritck. Die gegenwärtig nur zwischen Wien-Westbcchnhof und Bischösshofen weÄchrenden Schnellzüge 201-202 tverden im Mai dieses Jahres bis Innsbruck durchgeführt tverden, und zwar . verkehrt Zug 201 zum ersten Male an: 30. d. bis Innsbruck, Zug 202 zunr ersten Male am 1. Mai ab Innsbruck mit folgenden Fahrzeiten: Zug 201 Wien-Westbahnhos ab 7 Uhr 20 Min., Jnnsbruck-HauPtbahnhof an 21 Uhr 18 Min., Zug 202 Jnnsbrnck- Hauptbahnhof ab 8 Uhr 6 Min., Wien-Westbcchnhof an 21 Uhr, 40 Min. Diese Züge führen durchlaufende Wagen aller drei Klassen und einen Speisewagen zwischen Wien und Innsbruck. * Berkehr eines Sonderzuges von Wien nach Linz anläßlich der Ausstellung in Linz. 2lu8 Aiclaß der in Linz.stflttfiudendqu 'Ersten .allgemeinen österreichischen ÄusfteÜWg ffü.r MU-, Gast-, Kasfechansgewerbe und Fremdenverkehrswesen wird arn Samstag- Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch ein besonders beschleunigter Personenzug mit Wagen 2. und 3. Klasse von Wien nach Lmz mit folgendem Fahrplane geführt werden: Wien-Westbahrchof ab 12 Uhr 30 Min., Linz an 16 Uhr 18 Min. Dieser Zug wird auch am 17. Mai anläßlich der in Linz stattfindenden Bruckner-Feier verkehren. * Zehnte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 25. d. abgehaltenen Ziehung .des achten Tages der fünften Klaffe gewannen r 100 Millionen Kronen das Los Nr. 69.510; 6 Millionen Kronen das Los Nr. 22 939; je 4 Millionen Kronen die Lose Nr. 23.582 und 38.611; je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 85.759, 89.847 und 45.886; je 3 Millionen Kronen. die Lose Nr. 2191, 26.191, 36.442, 37.504, 43.191, 51.100, 60.9-5. 62.504, 88.816 uttb 90.510; außerdem wurden 1983 Gewinne zwischen 1 Million und 300 000 Kronen ausgelost. * Ausflug von holländischen Pflegeeltern nach Oesterreich. Der Piederländffche altruistische Relsoverein nn Haäg,' welcher mchr als 8600 Mitglieder zählt, organffiert für jene holländischen Pflegeeltern, die in den vergangenen Jahren österreichische Kinder nach Holland kommen ließen, einen Ausflyg nach Oesterreich.. In der Wochenschrift des Vereines, wurde bereits mitgeteilt, daß am 23. Juni ein Sonderzug abgeht und daß der Aufenthalt in Wien vom '26. Juni bis 1. Juli geplant fft. Viele österreichische Familien haben schon Einladungen nach Holland gesandt. Weitere Einladungen fiir Pflegeeltern sind nunmehr ichristlich zu richten an Herrn Generalronsul a. D. H. I. B. van Rohen, Wien, 1. Bez., Bellariastraße 8. * Oesterreichische Auszeichnungen für Haager Juden. Aus dem Haag berichtet I. T. A.: Die österreichische Negierung verlieh Herm A. van Loen, Oberrabbiner der Haager jüdischen Gemeinde, das Offizierskreuz erster Klassr des österreichischen Roten Kreuzes. Herrn Dr.. David Cohen, .Präsidenten der Haager Ortsgruiswe des Niederländischen Zionistenbundes, und Fräulein Hermine Frenkel, Prolnristin im Bankhaus Lissa u. Kann sowie zwei anderen Haager jridischen Persönliichkeiten das OffizierSkrenz zweiter Klasse. Die gewannten Juden haben sich seinerzeit bei der U-uterbringung der Wiener Kinder in Holland besonders veMcnt gemacht. * Verschollene jüdische Soldaten der türkischen Armee. Aus Jerusalem ^berichtet I. T. A.: Oberrabbiner M e i r m*b Rabbiner Z. P. Frank besuchten den Oberkommissär Sir Herbert Samuel und erörterten mit ihm die Frage der „Agunotb" (Frauen, deren Männer vermißt wenden). Nach dem jüdischen Gesetz dürfen sich solche Frauen nicht wieder vecheivaten, solange nicht ihre Männer als tot gemeldet sind. In Palästina leben über -hundert Agunoch, deren Männer wahrend des Krieges in der türkischen Armee gedient hatten und seither vermißt sind. Sir Herbert Samuel versprach, .sich vn den britischen Gesandten in Konstantinopel zu. wenden und ihn zu bitten, von der türkischen Regierung genaue Informationen über das SchickfcÄ der vermißten Männer einznholen. * Letzte Wiederholung des Films „Eine Reise durch Erez Israel im Jahre 1928. Rednerin Frau Aniitta Müller, im Jfa-Palastkino, 2. Bez., Daborstvaße 1, am 27. d., 10 Uhr nachts, bei ermäßigten Preisen von 6000 bis 40.000 K. Jeder Jride nimmt Anterl am Werk des Aufbaus. Wer jüdisch fühlt, hört die Stimme, die ihn ruft. Wer jüdisch fühlt, weiß, was Cx wevden muß! Wer jüdisch fühlt, kommt! Die Sache will's! envovverkauf m Bureau des Jüdischen Nationalfonds, 2. Bez., ZirkuSgaste 38; Bnchhandkma R. Löwit, 1. Pez., Ro- ' tentnrmstraße 22; an der Jfa-Kaste. 2. Bez.. Dabörstraße 1. (Entgeltlich;) * Tanzinstitu^ Hermann Braun, 14. Bez., RttNdors^^e 42.

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