Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1865 (25.4.1924)
- Date
- 1924-04-25
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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IH^.H. I') 'HW »MVYIW^^MW,«. IM I Verke Ifl “ ~ . Mett, Arekkaq sich rm oobräuchlichen Hebräisch Fvnndwörter eingebürgert 'haben, die die Rückkehr zu ursprünglichem «hebräischen Bezeichnungen für den Uebersetzer unmöglich machen. Es erleichtert auch die Situation nicht, daß die hebräische Sprache jetzt zum ersten Mal auf ihrem Entwicklungswege mit der englischen Sprache in Berührung kommt und sich ihr anpassen muß. Der Referent erbat sich schließlich die Hilfe der 'jüdischen Juristen durch eine verständnisvolle, die Schwierigkeiten der Lage ermessende Kritik. In der darauffolgenden Wechselrede wurden verschiedene Beschwerden gegen die Regierung laut; es herrsche nickt der nötige Ernst in der Beziehung der Regierung zu den hebräischen Uebersetzungen, nur so seien grobe Fehler erklärlich, welche in der offiziellen Zeitung Vorkommen. Die offizielle Zeitung sei in ihrem Stil nicht einheitlich und gebrauche die Stile verschiedener Entwicklungsepochen bunt durcheinander. Es wurde zum Schluß angeregt, daß die Regierung Lei der Festsetzung von Rechtstermini sich vorher mit Sachverständigen ins Einvernehmen setzt. Die Anglo Pa lest ine Company hat beschlossen, ihre Bücher von jetzt ab hebräisch, (statt englisch) zu führen. Die Beamten der A. P. C. haben aus diesem Anlasse eine hebräische Terminologie dds Bankwesens herausgegeben. Um die Geltung des Hebräischen. In einer Sitzung des Waad Haleumi (jüdischer Nationalrat) wurde die Stellung des High Commissioners zur hebräischen Sprache diskutiert. Das Mitglied Ben Z w i berichtete über seine Audienz beim. High Commissivner, in welcher er . um eine statistische Aufstelmng über die hebräischen Telegramme und deren Verhältnis zu den anderssprachigen Depeschen bat und die Forderung der Judenschaft äu seinandersetzte, daß hebräische Telegramme angenommen werden müßten. Herbert Samuel erwiderte, daß unter diesen Umständen die Beamten hebräisch kennen müßten, worauf Ben Zwi erklärte, eS wäre kein Unglück, wenn die Beamten, welche 87 arabische Laiutzeichen lernen, auch 22 hebräische lernen müßten. . David Je Hin berichtete, er habe dem High Commissioner die Forderung von Ein C h a r o d unterbreitet, daß die Verlautbarungen der Regierungsbehörden an die Kolonisten im Emek Israel in hebräischer Sprache erfolgen und nicht nt englischer oder - arabischer, welche die-Kolonisten nicht verstehen. Schließlich erklärte Samuel, er werde nach Mitteln suchen, um den Wünschen der Kolonisten im Emek entgegenzukommen. Waad Leu«! and dke Monistische Exekutive in Palstftina. W'e ^ei'er-eit gerne! et wurde, hat der J' btzsH: Nationalrat Palästinas (Waad. Leumi) die Forderung auf Beteiligung '.an der Palästina-Exekutive aufgestellt. Die im März abgehaltene Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees hat beschlossen, daß eine Vertretung des Waad Leumi das volle Recht der Teilnahme an den Beratungen der Palästina- Exekutive erhalten soll, wobei festgestellt wurde, daß eine formelle Möglichkeit zum Eintritt der Delegation des Waad Leumi in die Zionistische Palästina-Exekutive nicht bestehe. Außerdem wurde erklärt, daß die Frage bei der nächsten zionistischen Jahreskonferenz bereinigt werden könne. Wie nun aus Jerusalem gemeldet wird, hat der Waad Leumi zum Zeichen seiner Unzufriedenheit mit jenem Beschlüsse seine Vertreter aus der Zionistischen Exekutive in Palästina und den gemeinsamen Kommissionen ab berufen. — Die Ausstattung des Waad Leumi mit möglichst großen Rechten innerhalb der Zionistischen Palästina- Exekutive liegt, im Interesse der politischen Selbständigmachung des palästinensischen Jeschuws, dessen Vertretung, der Waad Leumi, in seinem Streben nach voller Legalisierung auf solche Weise nur gefördert werden kann. Nichtsdestoweniger konnte das Zionistische Aktionskomitee aus formalen Gründen weitergehende Beschlüsse nicht fassen. Es wäre wünschenswert, daß die Angelegenheit durch den Waad Leumi mit größerer Ruhe behandelt würde, da ein harmonisches Zusammenwirken der beiden palästinensischen Instanzen unbestritten im genremsamen Interesse liegt. Erklärung der tmMinenstsche« Regierung über die vorgeschlagme Währung. ' Aus Jerusalem meldet I. T. A.: Die palästinensische Regierung hat eine Erklärung veröffentlicht, in der 'auf die Angriffe, die in der arabischen Presse gegen den Vorschlag auf Einführung einer eigenen Palästina- Währung und die Einlösung der jetzigen Währung gemacht worden waren, erwidert wird. ° Die Regierung stellt fest, daß die Palästina-Währung, sollte sie'eingeführt werden, mit der britischen Währungverbunden sein und direkt von der Palästina-Regierung, keineswegs aber von irgend einer Banh au's gegeben werden wird. Die Zusammensetzung der palästinensischen Wahrnngskommission. Wie bereits berichtet, hat die palästinensische Regierung ein Komitee eingesetzt, das über die Einführung rät palästinensischen Währung, über -das anzunaomende Währungssystem, über die äußere Ausstattung und dre Benennung der Münzen und Noten, sowie über die Schritte Ar Befestigung der jetzigen Währung und zum Schutz gegen unerlaubte. Zirckulation fremder Währungen in Palästina beraten soll. Vorsitzender dieses Komitees ist der Schatzmeister der. palästinensischen Regierung, Herr S. S. D a v t §; Mitglieder fitnfo: der Steuer- und Handelsdirektor I. B. Barron, Herr A. P. S. Clark, Jerusalem (Anglo-Eayptian Bank), Herr 3JI, .Äerassimo, Jerusalem (Credit Lyonnais), Herr S. Hoofien, Jaffa (Anglo-Palestine-Barch, Herr JaeobuS Kann, Jerusalem, AK Eff. Mustakim, Jaffa, Suleiman Bey Rassist Haifa, Herr W. C. Roll, Jerusalem (Imperial Ottoman Bank), .Herr E. Shelley, Jerusalem (Handelskammer), Herr I. Spagnuolo, Jerusalem (Banco da Roma), und Herr S. A. van VrieSland, Jerusalem. Justizwesen. Im Jahre 1923 wurden 4 0.0 0 0 Rechtsfalle behänd rlt, gegen durchschnittlich 2000 der VorkriegS- -eit. f --^— -:—"----r->,.,A~17rrTÄ;7; _ Wiener MorfteWettung. ^_ Ethel Snowden« Palästina-Eindrücke. Die bekannte Führerin der englischen Arbeiterbewegung, die Gattin des gegenwärtigen britischen S ch a tzk a n zlers, Ethel Snowden, veröffentlicht in der letzten Nummer der „Empire Review" einen Artikel über die Eindrücke ihrer Palästina-Reise, der schon mit Rücksicht auf die politisch und menschlich bedeutende Persönlichkeit der Verfasserin besondere Beachtung verdient. Frau Snowden hebt die Fortschritte hervor, welche das Land gemacht hat, seit es unter britischer Kontrolle steht, die Verbesserung der sozialen Bedingungen, die überraschende Sauberkeit in Jerusalem, den erfolgreichen Kampf gegen die Infektionskrankheiten, den Einzug von Gesetz und Ordnung. Der Ackerbau beginnt zu blühen, und die Industrie verspreche, ihm bald zu gleichen, wenn das Ruthenbergsche Elektrizitätsunternehmen entwickelt .sein wird. Interessant ist das folgende Urteil über Sir Herbert Samuel: „In seinem großen Wunsch, ganz gerecht und völlig unparteiisch zu sein, kann. Sir Herbert Samuel fast, wie ich glaube, angeklagt werden, daß er sich ein wenig der einen Seite zuneigt, indem er die Araber mit mehr Großmut behandelt, als auf die Dauer weise ist, die Juden aber mit einer schweren und strengen Gerechtigkeit zügelt, die sie gereizt hat und außerordentlich wenig geeignet war, die arabischen „Unversöhnlichen" zu versöhnen oder aus ihnen einen Funken von Dankbarkeit zu schlagen." Ohgleich sie eine Abneigung habe, „Menschen in hoher Stellung zu beurteilen", deren besondere Versuche und Schwierigkeiten auch diejenigen, die ihnen am nächsten sitzen, nur undeutlich gewahr werden", könnten doch die Juden nicht sehr getadelt werden, falls sie sich, wenn sie Sir Herbert und seine Haltung gegenüber dem jüdischen Ziele betrachten, erinnern, wie er das jüdische Volk einmal mit einem „D as nächsteJahrin Ie ru salem!" begrüßte und ihnen ein andermal versicherte, er sei entschlossen, die Rolle eines zweiten Nehemias auszufüllen. Sehr scharf beurteilt Mrs. Snowden den arabischen Extremismus. Die leidenschaftlichen und fana-' tffchen Araber flammen leicht auf, wenn ihnen gewissenlose Agitatoren erzählen, daß die Juden ihnen die Frauen stehlen, ihre Kinder opfern und ihnen den Boden rauben wollen, oder ihre heiligen Stätten zerstören. Das wirkliche Ziel dieser Agitation sei die Absicht einiger wohlhabenden Araber, die sich vor der jüdischen Ueberl eg enheit fürchten, der Einwanderung - ein Ende zu machen. Noch aufreizender als die Moslems in ihren Methoden seien die christlichen Araber. Das erste Resultat eines englischen Rückzuges aus Palästina wäre Verwirrung, Gesetzlosigkeit und die Vernichtung aller bisherigen Leistungen der Verwaltung. Die zweite Folge wäre, daß Franzosen oder Italiener in Englands Spuren träten. „Die Halsader des Imperiums, der S ue zkanal, wäre dem zärtlichen Wohlwollen gegenwärtiger Verbündeter, die aber mögliche Feinde sind, preis ge gebe n." Der zur Schau getragene Judenhaß des arabischen Extremismus decke einen guten Teil Widerwillen gegen die Mandats macht. Dies hauptsächlich darum, weil sie versuche, die Ausbeutung des Landmannes zu verhindern. Ms Steuerzahlung bestehe, und einen Grad von Sauberkeit und Ordnung aufrechterhälte, an den die Leute noch nicht gewöhnt sind, und den die meisten von ihnen nicht wünschen. Für die englischen Leistungen war bei ihnen nicht die geringste Spur von Dankbarkeit zu entdecken. Was aber den jüdischen Erbauer des Landes betrifft,. so sei er bemüht, der Wüste Boden abzugewinnen, Sümpfe zu trocknen, die Wildnis zu bepflanzen, die Herden zu vermehren, Häuser für seine Kinder zu bauen; er hat keine Zeit, über die Vergangenheit nachzudenken, glaubt am meisten an den Messias der Selbsthilfe und erzieht seine Familie in der Furcht vor Trägheit und Abhängigkeit, und in dem Haß gegen Ungerechtigkeit. Es ist ein wundervoller Menschentypus.. Jedoch hätten diese „glühenden, jungen Juden" auch die Gefühle und Empfindungen der religiösen Moslems, Christen und Juden außer acht gelassen. Unnötiger Argwohn sei zunächst dadurch geschaffen worden, daß England es bis zur. Ausgabe des Weißbuches von 1922 unterlassen habe,ybie genaue Beden tung der Balfour-Erklärung kundzugeben, und deren Auslegung durch „extreme Zionisten" habe in jenen Tagen viel Unglück angerichtet. Eine Zusa mmenarbeit v on Juden und Ar abern zur Sch affung eines palästinensischen Staatsvolkes, dies sei es, was England und der Völkerbund, beabsichtigen und. auch die Zionistische Exekutive annehme. Mrs. Snowden konnte konstatieren, daß die Juden innerhalb 24 Stunden nach ihrer Ankunft zugänglich waren, während die Araber die ganze Zeit hindurch listig ausweichend blieben. Ebenso hätten >sich die ähr gemachten . Angaben der arabischen Delegation nach England zum.größten Teile als unwahr erwiesen. Frau Snowdenchält auch Mt ihrer Kritik an den Juden nicht zurück, die infolge des Verhaltens mancher Leute „für einen beträchtlichen Teil der Gereiztheit gegen sie ein gewisses Maß von Verantwortung selbst übernehmen" müßten, aber sie drückt ihre Ueberzeugung aus, daß auf diesem Wege, dem Wege der harten, physischen Arbeit in Berührung mit der Natur, freiwilligen Unterwerfung unter Entbehrungen für das Heil eines großen Ideals, die neu einwandernden Juden lernen werden, daß in Jesaia mehr als in Marx enthalten ist, und noch einmal das-Wort bekräftigen werden, daß das Heil von den Inden kommt. -, ~ Ä , AM 1W4 _ Ne. 1988 Sine 809.010 Dollar-Anleihe sür dm Rm Mischer GeschäftMertel in PMftiua. Das Mitglied der palästinensischen zionistischen (gge-i kutive, Dr. Artur Ru pp in, hat aus New-Dork an die palästinensische zionistische Exekutive telegraphiert, daß eine Anzahl amerikanischer Kapitalisten bereit sei, eine Anleihe von 800.000 Dollar zwecks Erbauung jüdischer Handelszentren in Jerufalev und Haifa zu gewähren. .v Dr. R u p p i r^ist vor einigen Tagen in London eingetroffen und am 16. d. nach Palästina abgereist. Zu' seinen Ehren fand in London ein Bankett statt, avf welchem Nahum Sokolow die für die jüdische Palästina-Sache vrp Dr. Ruppin in Amerika geleistete Arbeit würdigte. Die Märzeingänge der Palästina-Ausbankondr. «Keren Hajessod.) Im Monat März sind beim Londoner Hauptbureau des Keren Hajessod 4 3.66 6 Pfund emgelausen. Zu diesem'Ergebnis haben beigesteuert: Die Bereinigten Staaten rund 28.280 (also zirka 66 Prozent!), aus Rumänien liefen ein 6150 Pfund, dazu 111 aus Transsylvanien, aus Polen 2270, Litauen 1123, der Tschecho-Slowakei 428, Oesterreich 393, Ostgalizien 155, Palästina 77 Pfund. Der.Rest der Beträge resultiert aus den verschiedensten Ländern. Es ist erfreulich, daß sich die Eingänge des Keren Hajessod seit anfangs 1924 in auf steigender Linie bewegen (Jänner 33.800, Februar 39.200, März 43.600), doch sind die Möglichkeiten hier auch nicht rm entferntesten ausgeschopft. . Gute Erfolge läßt der rm Marz eröiffnete großzügige Drive in Amerika erwarten und Nachrichten aus verschiedenen amerikanischen Distrikten melden, daß die präliminierten Kontingente vielfach bereits überholt sind. New-Aork hat heuer ein besonders hohes Kontingent und man rechnet bestimmt auf die Erreichung der vollen Quote. Die ersten zwei Wochen des New-Dorker Drives ergaben über eine halbe Million Dollar. Dr. W e i z m a n n hat in zahlreichen, sehr erfolgreichen Versammlungen in den einzelnen Vierteln New- Aorks gesprochen und hierauf eine PropagandatourneF' nachdem amerikanischen Westen angetreten. Die Bilanz der Mische» Arveiterbank. Wie die I. T. A. erfährt, weist die soeben zu« sammengestellte Bilanz der palästinensischen Arbeiterbank für das Jahr 19 2 3 einen Reingewinn von 2100 äghpt. Pfund auf. Ueber den Reingewinn wird die Generalve»^ sammlung der Aktionäre zu entscheiden haben. _ . Eine Rohrzuckerfabrik. Eine jüdische Gruppe in Frankreich beabsichtigt, im künftigen Jahre eine Rohrzucker- . fabrik in der Nähe von Dagania am Jordan zu errichten. Versuche mit der RohMckervulbur sind bereits angestellt worden. Ein Vertreter der Gvuppe ist in Palästina eingetroffen. (Ueber die Aussichten der Rohrzucke-rindustvie haben wir hier eine übersichtliche Darstellung veröffentlicht; „Wiener Morgenzoitung" vom 29. Februar.) Gipslager. In der Nähe der Siedlung M-inahemia in Galiläa wurden bedeutende Gipslager entdeckt. Besuche, die mit Unterstützung des Handotsdeipartements der Zionistischen Exekutive ang-Oellt wurden, haben ergeben, daß der Gips sich für kommerzielle Zwecke besonders eignet, so daß man für diesen bessere Preise erzielen kann alls für die bisher aus Aegypten importierte Ware. Mit der Ausbeutung des Lagers wurde bereits begonnen. Das Hcmdelsdepartement der Zionistischen Exekutive hat UnterhaMungen eilige-i leitet, um diese neue Industrie zu entwickeln. j Die erste Ziegelbrennerei rm Lande sind die Kishow Clah Works Ltd., welche für ihre Arbeit vierzig Duncmr , Boden an der Straße Haifa—Nozaveth erworben habon. Gründer der Gesellschaft ist Arch. Willy Cohn aus Berlin. M. O. Nassiatiffins Palästina-Reise. Ein Direktor der Palästinensischen Elektrizlitütsgesellschast (Rutenbevg-Korrzern), Herr M. O. N a s s i a t r s s i n, der rm vergangenen Jahre, Soße Summen in palästinensische Unternehmungen investiert t, ist am 11. April rrach Palästina rbgeroist, wo or sich einige ochen zwecks Studiums der industriellen Bedingungen des Landes aufhalten will. Herr Nassiatissin ist ’ .rner der größten Spender des Keren Hajessod. Er interessiert sich für jedes Unternehmen in Palästirra und fft unter anderem auch an einigen hebräischen Verlagsgesellschaften be-; tsiligt. , ‘ Drei Freifahrten nach Palästina für die jüdische Jugend. Der 20. Tamus ist traditionsgemäß der Tag, an "dem . Aktionen für die Herzl-Wälder des jüdischen Nationatfonds in Palästina unternommen werden. Im Anschluß an seine Anregung, den ' 20. Tamus zum großen nationalen Jugendfeiertag des jüdischen- Volkes auszugestalten, hat das Hanplbureau'des Jü- .> irischen Nationalfonds in Jerusalem sich bereit erklärt, in jedem Jahre den drei Ländern, in denen anläßlich des Herzl-Tages die; größte Zahl von Bäumen gespendet wurden, eine drei- ' wöchige Palästinareise für ein Mitglied des Jugendvereines zu stiften, der die besten Ergeb-, nisse erzielt hat. 1 Um die nationale Festwoche in Palästina. Aus Jernsaleur' schreibt man uns:' Die Sportwut, die ganz Europa ergrifferl hat und die jüdische Jugend in der Galuth von der national--; kulturellen Betätvgung fernhält, hat auch auf - Pailästina über- * gegriffen. Ernste Publizisten, wie R Benjamin, haben aus die Erscheinung aufmerksam gemacht, das offizielle Paläi stina elf Fußballern, die in ihren Embltzn^ir und Fahnen keinen j hebräischen Buchstaben hatten und sich alle hebräischen Red«? - und Ansprachen ins Deutsche übersetzen ließen, so viel Ehren-! bezvugungen erweise, wogegen die Anwesenheit mancher jüdi- - schen Autorität fast stillschweigend übergangen wurde. In dev letzten Nummer des misvachistischen „Hator" führt der Schriftsteller. Ben-Ami Klage über die Zusammenstellung des Programms der Festwoche, t>ie zum größten Teil aus Sportkonkurrenzen. besteht. Ben-Ami meint, daß die jüdischen, Gäste, die nach Palästina konunen, nicht auf solche U-Ärlug-ur ' begierig waren und fordert, daß mau den jüdischen J.'iertagcu' ' men alten Glanz und Hve Weihe wiederaebe.,;