Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1865 (25.4.1924)
- Date
- 1924-04-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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«r. 18K «n, KM, r '—---- --——... Wagen nach Deauville, wo er im Royalhotel einem Advo- . katen deS Appellgerichtshoses n: Paris Juwelen bon unet*.; meßlichem Werte entwendet«. Es werden Diebstähle in Paris, ' in Bordeaux» in Biarritz, u. a. aufgezählt, wo Juwelen im Werte von vielen tausenden Franken, ein Scheck auf 10.000 Franken und die Wsse der Betroffenen gestohlen wurden. Diese Pässe werden von der Diebsbande stets verwendet, da tue drei in jedem Orte unter and«nein Namen austraten. Es folgten Reisen nach -Italien und der Schweiz, wo sie mit gestohlenen Kreditbriefen in Jnterlaken uttb sn Chur 2600 Dollar behoben. Im Flugzeug reisten sie dann nack Amsterdam, und keürten auf dem Fluaweg nach Frankreich zurück. In Bordeaux wird ein Pelzmantel um 12.000 Franken gestohlen. Bei einem wieder in der - Schweiz erfolgenden Diebstahl wird Sojter in Zürich verhaftet, während P i e a r d in Parisfest genommen wurde. Posson hatte sich mit Sojter entzweit und war im Jänner nach Mentone gereist, wo er Juwelen um 200.000 Franken stahl. Dort wurde er ailch im Hotel verhaftet. Man fand bei ihnen außer gestohlenen und gefälschten Pässen viele Juwelen, Kautschukstampiglien mit Inschriften „Rumänische Gesandtschaft", „Horeigne Office" u. a, sowie verschiedene Werkzeuge, darunter 5 Feilen, 4 Zangen, 2 Bohrer, 31 Schlüssel, Lupen usw. Nach chrer Abstrafung durch die ftanzösischen, bezw. schweizerischen Gerichte, werden die Hochstapler voraussichtlich an alle die Länder ausgeliefert werden, in denen sie ihre Gaunereien begangen haben. Ler Stollendnrchschlag der Salzburger Mre«. wettrs. Salzburg. 21. -April. Heute um 12 Uhr 30 Min. mittags fand m Ferleiten bei Bruck-Fusch der feierliche Stollendurchschlag am Bau des an der Fuscher Ache gelegenen großen BärenwerkeS der Salzburger Mien-Güsc-llschaft stir ElektrizitätSwirtschaft in Anwesenheit des Bundeskanzlers Doktor Seipel statt. , Lrchefferstrett an der »Moder. Die gestrige Vorstellung unter Larmszene» abgesagt. Di« gestrige Vorstellung von „Parsiva!" m der Vvlksoper mußte infolge Streiks des BolksopernorchesterS eine Viertelstunde nach dem angefttzten Beginn abgesagt werde». Das Orchester hatte am 12. d. an di« Direktion das Ersuchen gestellt, die Bezüge der Musiker generell um 80 Prozent zu erhöhen. Da keine Antwort erfolgte, wurde aus Drängen des Betriebsrates für Mittwoch den 38. d. rin« Bnwaltungsratssitzung aniberaumt, di« jedoch Nicht zustande kam. Gestern um 3 Uhr wurde dem Betriebsrat vom Direktor die schriftliche Ablehnung übermittelt, worauf der Direktion um 4 Uhr di« ProKamierung des Streiks verkündet wurde. Trotzdem hatte die Direktion die Absicht, die Vorstellung unter Klavierbegleitung zu aHMinen. Dos Haus war auSöerkauft. Die Besucher hatten schon vor dem Betreten der Theaters Flugzettel erhalten, die das Wiener voÄSopernorch-ster ausgegeben hatte und in denen die triste Lage der Mitglieder deS Orchesters dargölegt wurde. ES wird darin erklärt, daß di« Gagen unzulänglich seien, da die Mit- Wieder durchschnittlich 2,1 Millionen beziehen und daß persön- Rcher Ehrgeiz, Starrsinn und Jntriguen regieren und jede günstiger« Finanzierung a« dem Widerstand einzelner Personen scheitern. MS daS Publikum bereits unruhig wurde, Uetz di« Direktion ei» Klavier in den Orchesterraum stell«» und gleichzeitig durch einen Inspizienten verkünden, daß infolge des plötzlich einsetzenden Streiks des Orchesters die Vorstellung unter Klavierbegleitung stattfinden müsse. Da horte man aus dom Publikum di« Rufe: ,Magner darf nicht verhöhnt w e r d en!" und dergleichen. Einige Besucher forderten auf, daS Theater zu verlassen. Das gesamt« Publikum erklärte sich sofort mit diesem Vorschlag einverstanden und alsbald eilten die Besucher in Scharen aus dem Saale zu den Kasten im Foyer, und verlangten ihr Eintrittsgeld zurück, wobei es zu stürmischen Szenen kam. Hierdurch war die Direktion gezwungen, die Vorstellung vollständig abzusagen und ließ auch diesen Beschluß von der Bühne aus. hekanntgeben. Nach einiger Zeit zerstreuten sich die Gruppen der Besucher, die noch vor dem Theater geweilt hatten. zwei Mllche ZotttiftemtitfSKe int N«. und S-neeberggeblet. Am Ostersonntag ereigneten sich ans der Rax und am Schneeberg zwei tödliche Touristenunsälle. Hierüber wird gemeldet: Auf dem Gaisloch verunglückte eine Touristin, die die Tour auf die Rax in Begleitung eines Herrn unternommen hatte. Der Absturz erfolgte beim Abstieg infolge Bereisung des Steiges. Das Gaisloch ist eigentlich kein gefährlicher Steig, nur im Winter ist er bis in das Frühjahr hinein vereist und di« meist«: Abstürze ereignen sich dort durch Vereisung. Zudem war die Abgestürzte mangelhaft ausgerüstet. Sie stürzt« 50 Meter ti«f ab und konnte nur mehr als Leiche mit eingedrückter Schädeldecke geborgen weiden. Die Verunglückte war eine 22jahrige -Schneiderin namens Hermine Orjsko aus Wien. Der zweite Unfall ereignete sich am Neustädter Grat im Stadlwandgebiet am Schneeberg. Der Verunglückte ist der 17jährige Handelsangestellte Ludwig Führing aus Wien. Er war in Begleitung eines Freundes und unternahm trotz seiner Wrencke 28. AM IW * Mitteilungen ans dem Publikum 'Parfümerie „L0RR/11N Savonnerie Führende Marken: Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre Cräine Lorignon Cröme Lorignon-Chypre Lorrain-Toiletteseife,.; Badeseife, Speikseife Atleinerxenser «er C An Ranlerseüen in Stangen bestbekannten ••wrlDrlAlfl und Würfeln Telephon Nr. 42>t«65 -,V2 STRENG ORTHCtoOX -^2 Hotel und Restaurant Barschak II. Grosse Schlffgasse 3 ese Tel. 49-1-39 Jugend und Unerfahrenheit diese gefährliche Tour. Die beiden Freunde seilten sich aneinander, verwendeten jedoch statt eines starken Seiles eine schwache Wäscheleine, welche während des Ausstieges riß. Führing stürzte 150 Meter tief auf Steingerölle ab und blieb mit einem Schädelbruch tot lieget:. Sein Freund begann nach Hilfe zu rufen, bis er von Touristen -entdeckt wurde. Führing war wohl gut ausgerüstet und daS Wetter schön, jedoch ist der Neustadter Grat ein N u l l e r st,e t g, der kolossale Gewandtheit und große touristische Erfahrung erfordert. . 9ns Wetter. Das Wetter hat sich etwas gebessert. Auch ist es wärmer geworden; doch ist infolge des unbeständigen Wettercharakters eine Andauernde Besserung noch nicht vorauszuschen. Sie LebenimittelmSrtte. Der größere Verbrauch an Fleisck zu den Feiertagen zwingt die Hausfrauen zu größter Sparsamkeit, so daß der Absatz an Fleisch, sowohl in den BerirkSgeschästen als auch in der Großmarkthalle fast gänzlich belanglos geworden ist. Trotzdem sind die Preise gestern nicht zurückgegangen. Die vohnzufubren beliefen sich auf sieben Waggonmit verschiedenen Fleischgattungen, die sonstigen Zufuhren waren sehr gering. Auf den Grünwarenmärkten mußten infolge der geringeren Nachfrage und der günstigen Ankünfte die Preise für einzelne Artikel heruntergesetzt werden. So bat sich diesiger Gärtnerkohl, der noch vor einigen Tagen pro Nagel (80 Stück) im Großdandel bis zu 600.000 K. kostete, auf 150.000 bi» 800.000 K. ermäßigt. Doch kommt dieser Artikel auch bei diesem Preis für die breiten Schickten der Bevölkerung nicht in Betracht. Auch heuriger Kobl zeigt Neigung, billiger zu werden. Italienische Frühkartoffeln mußte« infolge deS reichen Angebotes gleichfalls um 3000 K. vro Kilogramm billiger abgegeben werben und kosteten im Großhandel 6500 bis 8000 K pro Kilogramm. Weiße Kartoffeln ermäßigten sich um 100 K., dagegen haben sich gelbe um den gleiche» Betrag pro Kilogramm verteuert. Teurer wurde auch Sellerie um 50.000 K. pro Nagel und stellte, sich auf 40.000 bis 300000 K Leichte Preisrückgänge waren auch bei Salat und Karfiol italienischer Herkunft zu verzeichne«, ebenso bei .grünen Erbsen, die 10.000 K. pro Kilogrammilosten.' Äutter und Eier find in genügenden Mengen vorrätig. Währeny die Preise für Butter unverändert blieben, haben sich Eier um durchschnittlich 50 K. pro Stück im Preise ermäßigt. Ein frisches Ei kostete im Kleinhandel bis 1450 K. Wien, 25. April. * Die heutige Fortsetzung des Romans „Die Heimatlosen" mußte wegen Räumschwierigkeiten entfallen. * Ernennungen. Der BundeSprasident hat im Stande des Naturhistorischen Museums verlichen: Den Titel eines HyfrateS dem Vorsitzenden Direktor Professor Dr F. £ Schasse r, dem Direktor der botanischen Abteilung Regierungsrat. Dr. Karl Keißler und dem Kustos 1. Klasse Regierungsrat. Dr. Karl Toldt. Den Titel eines Regierungsrates den Kustoden Dr. Karl A t t e m s. Dr. Karl H o l dh.au s. und Dr. Viktor Pietschmann. Den Titel eines Kustosadjunkten dem Assistenten Dr. Moritz Sassi und den Titel eines Hilfsamterdirektionsadjunkten dem Fräulein Oberoffizial Ldtte Adametz. * Mnr Konfiskation. Ueber Antrag der Staatsanwaltschaft wurde gemäß § 38 Preßgesetzes die Beschlagnahme der' Druckschrift „Die ideale Ordnung" anaeordnet. Der Leitarickel. der sich mit dem Wohnungselend beschäftigt, sowie, acht Stellen in drei Aufsätzen der letzten Nummer des Blattes verfielen dem Rotstift. ■ * Schlampige Arbeit. Das völkische Kulturamt an de: Wiener Universität hat seine Liste, die wir gestern abdruckten nicht mit der gebotenen Genauigkeit zusammengestellt.. Dar Hakenkreuzblatt teilt gestern mit, daß der als Jude angegeben« Dr. Hans Thal er Arier ist. — Man kann sich eben auf völkische Arbeit nicht verlassen. . * Tod durch LeuchtgaSvergistung. Am 23. d. abends wurde der. 76jährige. Private Szaje B r a v e r in der mit Leuchtgas erfüllten Küche seiner Wohnung. Hütteldorferstraße 257, t.o t aufgesunden. Die Erhebungen ergaben, daß Braver an dem Unfall , selbst schulptragend war. Beim Abkochen des Tees hatte er den zweiten Hahn des Gaskochers auch aufgedreht, so daß aus dtzm herabhängenden Schlauche Gas ausstromer: konnte. .* Di« Abschiedsvorstellung im Zirkus Karl Hagenheck. D:e diesjährige Spielzeit des Zirkus Karl Hagenöeck gcht nun ihrem..Ende zu. da der Zirkus vertraglich verpflichtet ist, eine Tournee anzutreten, die chn vorerst nach Prag führt.! Di« letzten drei Vorstellungen finden nunmehr statt/und zwar heute und Samstag, woraus Sonntag die Ab'chiÄSvorstellung erfolgt. Samstag und Sonntag werden noch RachmittagsvoMellimgen zu besonders ermäßigten Preisen abgchalten werden. » Selbstmordversuch eines Budapester Bankbeamten. Gestern hat sich in Budapest der 88 Jahre alte Bankbeamte Baron Erwin Botha in seiner Wohnung eine Kugel in die Brust gejagt u^ sich dabei so schwere Verletzungen beigebracht, daß an ftinem Aufiommen gezweiselt wich.; Tünzinstttnt Hermann Braun, 14. Bez, Reindorfgafie 42. (Entgeltlich.) Vereine. Bortröge und Versammlungen. Student i s ch e z i o n i ft i s che O r a a n i sa^ ttonHechawer. Heute, 8 Uhr abends, im Lokal der Lesehalle, 9. Bez., Türkenstraße 9. allgemeine Versammlung. Tagesordnung : 1. Preffeüberficht. Refertent r sind. Bernst e i n. 2. Studentenkonserenz in Antwarpen. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen! OesterreickischeS Museum. Sonntag find die Sammlungen einschließlich der Schausammlung ehemaliger Hofmobilien und Neuerwerbungen von 9 bis 1 Uhr geöffnet (1000 Kronen), Bibliothek und Lesesäle von 9 bis 1 Uhr (freier Eintritt) : '/«II Uhr Führung durch die Sammlung „Gothische Plastik". * Zionistische Bezirkssekilon Prater, Die hÄMche Schule der ZioMtischen Sektion Prater vercmstal'tet während der zwei letzten Peffachbage in chren Lokalitäten, .2. Be>z., JuMtratze 8, ein Minjan. Die Zionisten des Praters werden erlsucht, an dkchem Minjai: teiHun-chmen. Der Brigittenauer Humanitär« Unterstutzungsverei» Chesed luanijun hat auch Heuer eine grotzMsige PessachEwn zugunsten armer notleidender Juden veranstaltet. Mehrere Familien und Einzelversonen wurden mit größeren Geldbeträgen und Marzoth beteilt, überdies hat der Verein im Restaurant des Herrn Michael Sternbach, 20. Bez., Jägerstraße 2, die beiden Sederaüende arrangiert. Um das Zustandekommen der Aktion baben sich die Damen Julia Hirsch!, Josefine Hardt und Rebekka Schaller sowie Herr Alois Grafsinann und Restamateur Sternbach besonders verdient gemacht. ' Bitte: Jnr Versoraungshans, 20. Dez., Meldeuvannstraße 27, befinden sich 500 Pfleglinge, die gerne durch Lesen, Karten- oder Schachspielen sich die Zeit vertreiben möchten. Da jedoch die Anstalt nur über eine kleine Bibliothek und wenige Spiele verfügt, bittet der PfleglingSrat um Spenden von Büchern, Zeitschriften oder Spielen. Eventuelle Spenden wollen .an obige Adrefle gesandt oder zur Abholung gestellt werden. (Tel.48.307). Zionistische Bezirkssektion Leopoldstadt. Die für Dienstag den 22. einverusene Massenversammlung mußte auf Dienstag den 29. d. verschoben werden. Bitte, beachten Sie unser heutiges Inserat! ___ Bühne und Kunst. Irene Triesch öder dar letzte Auftreten der Suse. Die berühmte Schauspielerin Irene Triesch war Zeugin der letzten Duse-Menlde in Amerika. Bon ihrer amerikanischen Kunstveise nach Berlin zurückgekehrt. schreibt Frau Triesch an das .MrUner Tageblatt": „Der Tod Eleonore Duses berührt wich um so tiefer, als ich noch im Dezember vorigen Jahres in'.N-üwMork Gelegenheit hatte, die Unvergleichliche zu bewunderi: Md persönlich zu sprechen. Als ich Eleonore Düse nach sechzehnjähriger- Pause als Ellida auf der Bühne des Een-turh- Dheaters in New-Pork wiodersah — übermannte mich.rm ersten Augenblick des Erkennens tiefste, schmerzlichste Rührung: eine Greisin kam aus die Bühne, hager, gEUgt, dre Stimme klang zitterig und schwach — das Gesicht war fahl, tief eingefallen — ich weinte über die Düse, daß sie — trotz Atter und Kränklichkeit spielen mußte — mußte! —- Aber bald schwand das Fremde, das die Zeit am Aeußeren dieser Künstlerin verursacht hatte — und bald war ich — ■' und waren 3000 Zuschauer (das CenturhMoater ist das größte Theater New-Yorks und war bei allen,Boxstellungen der Düse überansverLairst) wieder im Bann« ihres Genius! — S'ele und Schönheit offenbarten sich wieder in leuchtendem Glanze; eine Melodie entströmte dem alten. Instrumente ihres gebrechkichen Körpers — süßer, beMckender. erhebender. hinreißender, denn ie — diese Stimme glich einer Aeolsharse — leise, klingend, verwehend, eindringend in unsere sehnenden Herzen; — dieses bleiche, alMärmte. tragische Gesicht war von seltener beseelter Schönheit — wunderbar vergeistigt!" ■ . Die Todesuvfache. Zu dem Tode Meouore Duses in PrttShuvg wird noch bekannt, daß die große Künstlerin an einer Erkältung, die sie sich insol-ge eines bMagenswerten Mißverständnisses zugezogen hatte, gcstorben ist. Eleonore Düse kam vor etwa zwei Wochen in Pittsburg an und begab sich am Margen nach ihrer Ankunft sofort zudem Theater,- inwelchem sie. mit ihrer Truppe austreten sollte. Das Theater befand sich nur einige, hundert Schritte von dem Hotel entfernt, in welchem sie abge-> stiegen war. Die Düse fuhr im Aut« bei. dem Theater vor, komtte aber fatalerweise den Bühneneingang nicht gleich finden. So wandert« sie im strömenden Regen fast zrhn Minuten lang um das Theat-ergobäude herum, bis sie den Bühneneingang entdeckt hatte. Schon am selben Abend während, der Vorstellung beklagte sich Frau Düse über eine beginnende -Erkältung. An den folgenden regnerischen und kalten Tagen ging sie nicht aus, suchte aber doch das Bett nicht au>f. Vor einer Woche trat Fieber hinzu, trotzdem machte Düse den Versuch, in Meveland aüfzutreten. Don da an verschlechterte sich ihr Zustand unablässig, bis der Influenza sich eine Lungenpneumonie'Hinzuge, sellte, - der der geschwächte Organismus der Künstlerin nicht mehr standhielt. Zwischenfälle-er der Leichenfeier. Wie Londoner Blätter aus NowHovk melden, hat sich bei der Trauerfeier für Eleonore Düse in Prttshuvg ein - aufsehenerregender Zwischenfall ereignet, der - dazu führte, daß die Teilnehmer an-der Traüeofeier 'demonstrativ sich entfernten. Die Feier sollte sich nach -den Anweisungen einer Freundin der Verstorbenen, Lady O ns l o w, abspielen. Da diese eine Gegnerin der von der italienischen Regierung geplanten öffentlichen Beisetzung ist, gab sie der Feier in dkfem Sinne Ausdruck. Als sich -dies bernerkbar machte, entstand unter den Teilnehmern Widerspruch, so daß die Feier schließlich -abgebrochen worden müßte. Zuletzt legte der italienische Botschafter^ namens der italienischen Regierung Zusagen Beschlag ans die Leiche und ver- Hi ♦ ♦ 4 ♦ 4 WltNAADUMASIM szmz