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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-24 · Heft 1864 (24.4.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1864 (24.4.1924)
Date
1924-04-24
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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UWWWM Nr. 1864 Men. Donnecktag «rsockerlichen inneren Ovganisattion wucke der VÄksop/r-- ÄLivrebS-A.-G. iilberlasfen. Bildhauer Vittor Brenner gestorben. 7 ÄuS New-Aork wich m,S berichtet: Im hiesigen Monteffore-HofPital starb dieser Tage im Mter von 63 Jahren der berühmte amerikanische BWhauer und Medailleur Viktor Brenner. Er stammte ans Schowel in Rußland und war Sohn eines Steiumehavbeiters und Graveurs. Bis zu seinem 14. Lobensjahre besuchte Bvenner die Mischen Schulen seiner Vaterstadt und erlernte das Handwerk seines Vaters. Mir 19 ^-chren kam Viktor Brenner nach Amerika, wo er zunächst von kleinen Mldhauerarbeiten lebte, bis er eines Tages vom Profeffor Ettinger entdeckt und fortan kräftig gefördert wurde. Seine, Arbeiten fanden die Anerkennung der Fachleute, er wurde Mitglied der amerikanischen Numismatischen Gesellschaft und heute gibt. eS . kaum Sine bedeutende Stadt in den Vereinigten Staaten, die nicht ein« Statu« oder Embleme und Medaillen von Brenners Hand unter ihren Kunstschätzen besäße. Brenner hat wiederholt Studienreisen nach Europa unternommen, wurde nach seiner Rückkehr Professor an der Kunstakademie von New-Aork und gewann eine ganze Anzahl von Preisen für Kunstwerke, di« der Staat schaffen ließ. Di« Erinnerunnsmedaille für die Arbeiter des Panamakanals mit d.'m Bilde Roosevelts ist fein Merk. Ein von Brenner angefertigtes Medaillon mit dem Bilde des Präsidenten-Abraham Lincoln wurde von Roosevellt für eine damals zur Herausgabe bestimmte anrexikanische Geldnöte benützt. So trägt denn der bevühmte Lincoln-Pennh das von Brenner gezeichnet« Bild Abraham. LineolnZ. Trotz aller dieser künstlerischen Erfolge starb Brenner als armer Mann rm Montefiove-Hospidak. „Von der Ktmst kann man nicht reich werden," sagte er einmal einem Interviewer. „Amerika schätzt den Kaufmann höher ein als den Künstler. Jedenfalls bezahlt es ihn bester." Das Leichenbegängnis Vik'or Brenners vollzog sich unter riesiger Teinahme der Knnstkreise, und all die Städte, in denen sich Brenner durch soine Kunstwerke verewigt hat» waren durch Delegationen vertreten. Auch die. Judengaste, aus der er sich manches Sujet hol'«, beteiligte sich in großer. Zahl an der letzten Ehrung des Künstlers. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen um 7 Uhr .D i e rote M,Ü h l e". Ak a b em l e th e a t e r. Morgen um '/,8 Uhr „Die Fahrt inS Blau t'\ Ope r n thea t e r. Morgen tun '/«? Uhr abend» ,n besonderen Preisen „Carmen" mit Frau Jeritza in der Titelrolle. D o l k S o tz e r. Heute „Parsifa l". Morgen „F ü rst t« T a n a g r g\ D rutsch e S D o l k S t h e a t e r. Das Ehrenmitglied Leopold K r a m e r setzt morgen sein Gastspiel atS Konrad Bolz in der Neuinszenierung von Gustav FreytagS Lustspiel „Tie Journalisten" fort. SomStag 26. d. gelangt mit Kramer als Graf Larzae das Lustjpiel „Papa" von FlerS und Caillavet zur Aufführung. Raimund-Theater. Elisabeth Bergner kreiert ln der morgen stattsindenden Erstaufführung von Sacha Guitrys Lustspiel .I ch liehe Dich!" die weibliche Hauptrolle, da' das Stück hier zur deutschen Uraufführung gelangt. Anton Edthofer ist ihr Partner. Auch die Premiere beginnt so wie alle Abendvorstellungen um 7,8 Uhr abends. Rsnai f f a n e e b ü h n e. Als nächste Novität gelangt SU-DaraS Komödie „Mit der Liebe spielen" am Freitag de» 2. Mai zur Aufführung. MitteilMgen aus dem Publikum. Re«« Schwierigkeiten des Pariser Gastspiels der Staatöop«. Der Vertrag der BundeScheaterverwvltiung und der Dirsktion der Pariirr Champs Elysee-Theaters ist bereits abgeschlossen und under-eicknet. Nun ergibt sich eine neue Schwierigkeit, di« hoffentlich behoben werden wird. ES Mlangsn nämlich in Paris Mozart-Opern zur Darstellung. Hierfür find einige erste Künstler erforderlich, die jedoch in Men benötigt wecken. Der UnterrichtSminister hat persönlich interveniert. um den Urlaub dieser Künstler zu erwirken und entsprechende RatzertoireänderungSM an der Wiener StaatSoper zu veranlassen. Vruckner-Konzert d-S Wiener MLnneroesangvereinS. A« 8. Mai, 7 Uhr abends, findet im Großen MusitoereinsftiwÄ« das Bvuckner-Kon^ert oes Wiener MännevgosangvereineS stabt. Unter der Leitung deS ChovmeisterS Professors Lu-e und unter Mittvickuivg der Konzert!,ängerin Emilie Rntschka, deS Maires,-Bupbamn-Qumtetts sowie der Blaser der Philhavmoniker. gelangen die Chöre: „Trösterin Musil", „Deutscher Lied". „Am Grabe", „Um Mitternacht", „Mitternacht", „GevmaueMig". ferner das Quintett F-Dur' zur Aufführung. Ei» Rubens entdeckt. Ein sehr feine- Gemälde von Rubens. Venus mit einem Faun darstellend, wurde in Roubaix (Frankreich) unter emer Partie alter Bilder entdeckt, die nur auf wenige Franken geschätzt würden. Die Bilder waren einst von d«n Neffen eines Auktionators in Paris gekauft worden, der vvr ungefähr 4V Jahren starb. Dem NnbenS, bedeckt mit dem Staub vieler Jahre und ohne Sorgfalt behandelt, fab man seinen Wert nicht an, und der Händler entdeckte nur durch Zufall in einer Ecke des Bildes die Signatur P. P. Rubens. Er reinigte das Bjld und schickte e8 der Brüste» ler Gemäldeschule ein, wo die Sachverständigen ihm mitteitten. daß eS sich um einen echten Rubens und um ein hervorragendes Werk des Meisters handle, Gastspiel der Mailänder Scala in Deutschland. Dir Mailänder Scala wick tot Mai unter dem Pvobecktoväte der italienischen Regierung eine Gastipielrei-se durch Dsutschland -usii-ernebmen. MS ersten Ort Wecken di« besten Kräfte der Scala N.str.n bera besuchen^ wo sie für ein dreitägiger Gastst'.rl to Deckis „Rigoletto" und „La Traviaia", s'vty'ie in Roffini« „Barbier von Sevilla" verpflichtet wurden. Wäre es. nicht möglich, di« ausgezeichnete Künsilerschar zu «ntzm Abstecher nach Wien zu.bewegen? Ein« Ausstellung von Pessach-Haggadoth. Im Frankf« r t e r. Kunstgewerbeumseum ist jetzt »ine bemerkenswert reichhaltige Aufftellunig van illustrierten Pestäch-Hagaadoth jpt sehen, die von der Gesellschaft zur Erforschung jüdisch «r K u n st d e n k m ä l e r veranstaltet wurde. Di« StädchWothek n:d oinr.ge Privatsammler hoben in uneigennütziger Weis« ciü.' gvcchc Anzahl fahr wertvoller Stücke M Verfügung gest'.!!:. u.merr s!-> rus- Vis bekannte Firm* ■ / „Zur Blusenkönigin“ hat ihre erweiterten Verkaufsräume neu adaptiert und nunmehr eröffnet /// Den P. T. Damen ist Gelegenheit geboten, aus dem reichhaltigen Lager der neuesten ihre Einkäufe in Kleidern, Mänteln. 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Wenn sie durchs Fenster mit seiner Frau sprach«, vermeint sie, die Stimme ihrer Tochter zu vernehmen. Die Schwiegermutter hingegen verbreitet eine andere Erklärung für das merkwürdige Verhalten ihres Schwiegersohnes: Er sei nach der Verehelichung aus erotischer Ueberbitzung übergeschnappt, man habe die iunge Frau von ihm isolieren müsten und er habe nach der Wiedervereinigung geglaubt, es sei ihm ein« andere Frau unierschoben worden. Aus Rache halte er daS unglückliche Waib gefangen. Um die Frage, wer mit seiner Darstellung deS Sachverhaltes recht habe, der Schwiegersohn oder die Schwiegermutter, dreht sich die Handlung dieser bizarren Komödie. Schließlich erscheint die junge Frau tief verschleiert und sagt: „Ich bin Niemand." Sie will sagen vielmehr der Autor will durch diese Figur zum Ausdruck bringen -> daß söder Mensch sein eigenes Leben lebt, daß das Geheimnis der Persönlichkeit den Mitlebenden nicht Möglich ist. Das Publikum fühlt« wohl di« Begegrmng mit einem eigenartigen neuen Autor, war aber doch sehr befremdet. Gerichtssaal. Ler Selbstmord In der gelle. Die beide« Angeklagten freigesprochen. / Ein seinerzeit in der Oeffentlichkeit viel besprochener Selbstmovd. der von einer Sechzehnjährigen m einer Felle des Polizeigesangrnhausis verübt worden war, hatte gestern beim Jugendgericht vor dem Einzelrichter OberlandeSacrichtsvat Doktor^Fuhrmann ein Nachspiel. Am 18. Februar war die 16jabrige Anna J u g, die sich beim Sittenamt um ein Kontrollbuch beworben hatte, der Jugendabteiilung des polizeilichin Gefangenhauses, überstellt worden. Am nächsten Tage hatte Anna Jug. die «8 nicht überwinden konnte, daß -ihr das Sittenamt ein Kontrollbuch nicht auLfülgen wollte, gegen 8 Uhr abends in der Zell« unter eigenartigen Umständen einen Selbstmock verübt. Sie hatte etoige Zeit vor, dem Selbstmord mit mohveren Zellenoenossinnen ihre Absicht, einen Selbstmock aus-- zu führen, beOröcheN. Als sie Mgen 6 Uhr abends ins ^Klosett ging/ um sich aufzuhängru, soll ihr die Zellengenossin Stephan'.« Pystalka tätige Beihilfe zum Selbstmord gewährt Hoden. Di« Pnstasia. soll schon vorher auS der Bettdecke einen Streifen abgevisten und dWu der Jug zur Verwendung als. Schlinge übergeben haben. Weiters soll die Pystalka der Jug bei Befestigung des S'reifenS im Klosett behilflich gewesen sein, ferner eine Bank heraugerückt haben, aus die sich die Jug dann stellte, und .wrNers soll sich die Jug beim Aushängen an die Pystalka gestützt haben. Eine ztveite Zellen-geuossm, Anna Höben i tzky, . soll', der Pystalka den Vorschlag gemacht halben. , drn Streifen aus 'd«r BettdeSe ab»nroitzen. und diesen dir Jug zui übergoben. Gegen di« Pystalka und gegen die Ho-.mitzky wurde beim i JilgrnWricht -im vereinfachten, Verfahren die Anklage wegen BevaehenS gegen di« Sicherheit des Lebens erhoben. In der Mrigen VerhaMuM gab di« Erstg«lagte P hft a l k a, die Itz Jahre alt äst und zuketzt Hausgehilfin war, .zu, daß sie der Jug beim Solbstmock gcholfen habe. Als di« Jug im Klosett war. habe ihr die Hvdcmtzky gesagt: „Schau hin. ob sie schon toi ist! Sei doch nicht so furchtsam!'' Ein« Bank Habeste nicht zum Klüsett gestellt und auch wich: drr Jug ingerufenr «So steck' doch de«. Kopf hinein! Sie S^s. April IM Seit«'. habe gedacht, daß die Jug nur, eine -Hetz-machen wolle. Die An * geklagte gibt ferner zu, daß sie selbst einmal einen nichternp . aemeittten Selbstmordversuch unternommen habe, um ans der . Zelle weazu kommen. D'e Jug habe oft in der Zelle mit SeW< mord^blilh'en. Hetz gemacht. ' Di« Angeklagte Hodenitzky. die 16 Jahre alt.ist/ stellt« in Abrede, irgendwie der Jug BeihÄfe zum Selbstmord geleistet zu haben. : Die Zeugin Anna B. gab an, daß die Pystalka mit der Jug ansgem-acht.hatte, daß sie ei«".n Radau machen werden, um aus. der Zette hinauszukommen. Die Hodsn-itzky Habs m keiner Weise mitgeholfen. Die Pystalka habe dagegen der-Jug zugerufen: Steck' doch schon einmal den 5kopf in die Schlinge!' . Eine. Hausarbeit er in des PolizoigesangenhauseL. - sagte aus, st« bade geglaubt, daß die Jug einen Scherz Mache und habe, als sie von der Pystalka zu Hilfe gerufen wucke. gesagt: „Macht doch keine -so blöden Witze!" Dann hLbe sie leide» gesehen, daß es Erlist w r. Bei Erörterung, des Borlebms der AngÄlaaten P y- . stalka kam zutage, daß die Pystalka mit ihren Eltern im J-ahr« 1914 bei Ausbruch des Krieacs nach Wien gekommen und als,Kriegsflüchtling in das Kinderheim für Schwachsinnige nach Gugging gebracht wockm war, von wo sie rm Vorjahre als nicht gemeingefährlich und nicht erwerbsfähig in die Armenanstalt nach,St. Pölten gebracht wucke. Ihre Eltern sind derzeit in Przemysl Ihre üptotter hat sich bemüht, die Träne: zu sich zu nehmen, doch hat sie das Reisegeld nicht einschicken können, da sie selbst eine arm« Taglöhnerin ist. m Eine Fürsyrgerät'in teilte m>tt, daß die Bemühungen, die Pystalka in ihre Heimat, zu bringen, daran scheiterten, daß von ihrer HeinmtSgemeinde ein Heimatschein nicht zu evla-ngen war. Der psych'atrische Sachverständige für Jugendliche gab an, daß die Pystalika zwar schwachsinnig und intellektuell sehr t-ief stche, daß aber von einer Geistesgestörtheit nicht gesprochen werden könne. Bezüglich der von Kindern und Jugendlichen verübten Selbstmordversuche und Selbstmorde erklärt der Sachverständige, d:ß <•?, .uh hierbet von Hause aus büß um eine bösartige Spielerei handelt, daß diosen Selbstmovdkandidaten der ernstliche Todesgedawke fehlt und daß es sich oft darum handelt, im Mittelpunkt einer Sensation zu stchrn. Von diesem Gesichtspunkte aus könne auch im vorliegenden Falle gesagt werden, daß der Jug bei Ausführung des Selbstmordes daS Verständnis gefehlt habe und daß das Gelingen des Selbstmordes auf einen Unglücks fall zurückzusichren sei. Es habe daher auch, denjenigen, die zum Selbstmock Beihilfe leisteten, das Verständnis für den E r n st der Sache gefehlt. *. Nach durchgeiührtem Beweisverfahren sprach der Richter die beiden Mädchen von der Anklage wegen Vergehens gegen di« Sicherheit des Löbens frei mit der Begründung, daß der Angeklagten Hodenitzky o'ne Beihilfe zum SekbstMock nicht mit Sicherheit nachgewiesen sei, während bei der Angeklagten Pystalka mit Rücksicht auf das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen nicht mit Sicherheit angenoinmen werden konnte, daß sie bei ihrer Hilfeleistuing dm Tod oder eine besondere Gefähckung'des Lebens der Jrtg voransschen konnte. Der StaatSanwcL: meldete gegen den Freispruch der Pystalka die Berufung an. tzer Lebrurwaudel einer grrstnvige«. Der Privatangestellte Johann W. brachte gegen fem« in der Irrenanstalt interniert« Gattin Karoline eine Ehescheidungsklage wegen wiederholten Ehebruches, unordentlichen LebenswandelS und Irrsinns ein. Seine Frau sei schon einmal« und zwar bis 1895, in der Irrenanstalt gewesen, nach der Entlassung auS derselben habe sie flch einem unockentb'.chen Lebenswandel hingogeben, sie sei wiederholt gerichtlich wegen dieses Lebenswandels bestraft worden. Das Gutachten der Gevichtsärzte lautete dahin, daß die Geklagte auch zur Zeit ihveS liederlichen Lebenswandels an Dementia praecox gelitten habe ' und daher für diesen: Lebenswandel und für die wiederholten Ehebrüche nicht verantwortlich sei. DaS ZrüillandeSgeticht wies die Ehes^idungSklage a b, weil die Frau die wiederholten Ehebrüche rm Zrtstarcke d«S Irrsinns began'gen habe, die Geisteskrankheit selbst aber keinen Scheidungsgrund bilde, Werl sie erst während der Ehe entstanden sei. Die Berufung gegen dieses Urteil stützte sich darauf, daß die Frau geistig tor und die Ehe mit einer Toten — ob geistig oder körperlich tot — nicht fortgesetzt wecken könne. Man könne von einem Manne nicht verlangen, mit der Frau die ©fje fortMsetzen, die die Irrenanstalt nicht mohr verlassen wecke. Der Berufungssenat gab der Berufung keine Folge und bestätigt« die Abweisuiny der Ehoscheidnngsklage. In der BearüindrMg wick hervorgehoben. daß im Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuche Geisteskrankheit nicht unter den Ehescheidunasgründen aufge^ählt ist. Auch muffe angenommen werden, daß der Kläger,- da «t die Ehe mit seiner Frau nach ihrer zeitweiligen Entlassung aus de« Irrenanstalt fortsetzte, ihr die Irrungen verziehen hat. Sofortige Stattoebons einer Wichungskage. 130.696 Kronen statt 460 Millionen. Der HuntSbesitzer Franz F i a l a. dcr im Jahre 1917 dem Privaten Franz Pi «rer zwei Darlehen von 70.000 und 66.600 lung samt Zinsen zur Fälligkeit augeboten wucke. ■ Der Beklagtenvertreter hatte darauf verwiesen, daß die entsprechende« Beträge heute zirka 400 Millionen ausmach-ru, auf welchen Betrag auch eine Klage auf Valorisierung «mhängrg sei. Der Antrag, bis zur Enffch«i.dung über diese Klage da§ Verfahren zu unterbrechen. wn:de abgelehnt. _ j In der Begründung deS zu mehrfachen Entschetonngen der letzten Zeit in Widerspruch swhenden Urteils wird erklärt, d-iß für eine Frage der Psandrrchtslöschung n urderGrundbuwstand in Frage komm«, der nur 60.000 und 70.060 K 'alö Hyporhok aufweisei Nach dem dcrzeittgen Stand der Gesetzgebung sei eine Valorisierung unzulässig. Jin übrigen sei die Frage der Zulässigkeit der Valorisierung für diesen Prozeß nicht entscheidend, da nur GruivdbuchSrecht zur 3*-,- wendung zu kommen habe. Dermteilte Nanideamte. Die Beamten deS Wiener BanSdcreinS Frickrich Knauer und Anwn Weberhofei, die Veruntreuungen in der Hchr von 420 Millionen begangen halten, wurden gestern von einem Schöffengericht zu 18 Monaten, b mehungswcise zwei Jahren schweren Keökers verurteilt. Dcr Wiener Ban-kderem hat dem Gericht mi'tgetei'l>t, daß der Schaden zum größten Teile autgcmacht. über den. R-.st ein Uebcrcinlomnren mit den Deschuldigten goichloffeni worden sei. Das Stratocrfahren fonutr ickoch nicht meyr eingestellt wecken.

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