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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-20 · Heft 1861 (20.4.1924) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1861 (20.4.1924)
Date
1924-04-20
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Wiener Morgenzeitung. 20. April 1924,- €fcrtell Me Stasa —Lar teuerste Wiener Warenhaus Me Vuudesaugeftelltea einflußlos. Die Stafa w-ttvdo als „StaÄtsattyestelltenj fürsorKvanstalt" gegvündvt und sollte den Bedürfrvissen der 1 BündesaniFestcllten nach b i tl.i H.«r Ware und Krediterleichterung dienen.. Noch nie war ein« größere. Irreführung der Bundeöangestellten vorgenonimrsn woichen als hier. Die ersten: Direktoren verstauben es, ihren eigenen Vorteil im Auge zu behalten urtfl) die Nachfolger habenauch nur ihr« Interessen zu tvahren gewußt. Die -jetzt erfolgte DeterliMivg der G^oerkschaften wjrd es mit sich bringen, daß der letzt« Nest des Ernftusies. den Vertreter der Bundes-antzHM.t>en nach hätten, schwinden wird. Der jetzige . . ' Generaldirektor Truxa, ein Binrdesairgestellter, vst gänzlich unfelbftänldiig und «rrchlußlos, eine Null an der Spitze von soundso viel Nullen. Zu befehlen hat der Di-rettör der Arbeiterban!, GrotzNran«, . der sein« Machtstellung nicht Mgtmsten der BunidrZarvgestellten auSülben wird. Es ist Zwar in einer BevtvältunHsratssitzung versichert worden, daß der Einfluß der Bunjdesangeftellten nicht verLüvzt werdet: wird, aber nur Leichtgläubige werden dies glauiben. In Wivklichksit ist jetz^ das Unternehme vollkommen fei« ursprünglichen Zweck swtsremdet worden, ein Warenhaus, das mit Un-berstützung der Regierung nur zu dem Zweck geschaffen war, den nMeiD.niden. kapitalsschwachen Bundesangestell.ten zu helfen, ist ein.» ' Mtiengefellschaft ge° wordo::, di«, svba'd die Börse bester steht, auch nur an Börsengeschäfte denken wird und mit den Aktien der Stasa gute Geschäfte machen will. Dabei ist die Stafa das teuerste Wiener Warenhaus. Zum Beweis hierfür geben wir einige. Beispiel« cm, wobei wir folgendes vorausschicken: Ein Vergleich. der Preise des Stafa-Warenihaufrs mit denen anderer Geschäft» fällt keineswegs zugmrsten der Stasa aus. Die Preise such bei der Stasa durchschnittlich um 10 bis 15 Prozent hoher. Erstklassige Mare hat die Stasa anscheinend überhaupt njcht aus Lager.- Ulster Gewährsmann erkundigte sich vorerst bei der Stasa und dann bei den größten Warenhäusern in der Maviahrlfevstraß« um den Preis mehrerer HerrenartiTel.-Wir lasten nachsteherch ein« Gegenüberstellung der Preise folgen: ES kosten bei mittlerer Beschaffenheit: bei der Stasa Ein Raglan. . . ... , Et» Paar Herrenschuhe „ „ Zwirnsocken Ein Anzug Eine Krawatte . . lminderwert, Seide) Zephtrhemden .... Wibpkord. ...» Kammgarnstoff.... Pelzschlelfen..... 1.400.000 K. 260.000 „ 62.000 „ 1,30^.000 , 126.000 . 150.000 E 316.000 „ 310.000 „ 760.000 „ üt einem and Kaufhause 1,300.000 L 225.000 _ 46.000 „ 1,000.000 „ 90.000 „ 120.000 „ 310.000 g 300.000' 500.000 . Diese Ziffern sind auch ein Beweis für ein« andere Tatsache, nämlich dafür, daß die Stasa gar kein Interest« daran hat, chre Waren an Bundesangestellte oder Arbeiter zu verkaufen; denn kein Angehöriger dieser Kategorien wird Krawatten zu 125.000 Kronen das Stück kaufen. So soll di« Stasa nur für die bester gestellte Bürgerschaft dienen und diese zieht wieder andere, billigere Geschäfte vor. Es ist daher nicht klar, welche Absicht di« Gewerkschaften hatten, als sie einen großen Teil! der Mien Wernahmen. Es wird angenommsn, daß di« Arbeiterbank don der GewerkfchaftSlommiffiott gedrängt wurd«, di« Sanierung der Stafa durchMichren, da Organ» fationsgelder aus dem Spiel standen und die Stafa in Not war. Di« Schuld an der ungünstigen Lage wu.de teilweise dem Präsidenten Fries zugefchrielben. Schon fri'cher hatte GeneräDirektor Z e h e t L a u « r, der sah, daß die Geschäfte der Stafa schlecht gehen, di« Gelegönheit ergriffen, um ausMtretan. Di« Arbeit«vbank steckt Ärbeftergeilder in ein Unternehmen, das aus sehr lchtechter Gvuirdlage beruht. Was aber sagen die Regierung und die Bundesanigestellten zu ihrer Ausschaltung? Die Regierung schweigt und die Bundesange stellten werden auch schweigen, weil einige Vertreter der BuitdeKangsstellten. die daS große Wort führen, gute Posten erhalten. So wird die Oeffentlichkeit getäuscht, den Arbeiter eingeschlostem, der Muht, ein billiges Warenhaus zu besitzen und dann Minderwertigezu hohen Preisen kaufen soll. Es werden auch ein paar Arbevtervertreter im Derwaltungsrat sitzen und der ganze Humbug wird weiter genannt: Staatsangestellterfürsorgeanstält. j __ 555» tt, SvNNkvA W da6 erlösende Wort gefallen. Der Freundin war es heraüSgerutscht. ,Sitte sehr," meint die Verkäuferin, und die .Gattin beginnt aufzutauen wie die Knospe im Tau der Morgensonne, wie die Lilie auf dem Felde, wie eine Rose im Garten der Semiramis! Und sie lächelt nrich an und fangt an gezählte siebenundneunzig Kostüme zu probieret:. Zieht an. zieht aus und es wird fünf und halb sechs, und «S wird halb sieben und sie zieht an, zieh! aus ... . Und ich komme mir vor wie gar keiner und die Nichtigkeit meines Daseins kommt mir zum Bewußtsein und die Zeit zerbricht an ups und mein Inneres bäumt sich auf und ich fange an . zu toben und lächle friedlich, wenn mich die holde Gattin ansieht. Endlich, ist das Paffende zur Strecke gebracht. Und man schleift mich zu anderer Abteilungen, Alle waren so freundlich. Wem: cs den Geschäftsleuten früher lieber war, wenn man nichts .kaufte, so nötigem sie einem jetzt die Waren geradezu auf. Wenn sie früher die Sachen lieber liegen ließen, so scheinen sie jetzt zu fürchten, daß sie liegen bleiben. Man begann die Eingangstüren abzusperren, das Personal entfernte sich allmählich, meine Frau zog an, zog aus. Wenn ich was sagte, hieß-es: „Du verstehst ja sowieso nichts!" (Wozu mutzte ich dann mitgehen?) „Du. kannst ja gehen, wenn du zu tun Hast." Ich ließ den „aliquoten" Teil als erste Rate meiner Frau zurück und rannte durch eine Hintertür davon. Um Mitternacht begann ich ängstlich zu Werdern Sie war noch nicht.daheim. Ich lief zum Kaufhaus. Dort brannte Licht, eine ganze. Schichte von Verkäuferinnen hatte bereits gewechselt. Min Frau ist dort. Sie zieht an, zieht aus. Ich wartete unten, endlich kam sie und hangle mir ein halbes Dutzend Pakete an. Hinter ihr die Freundin, die auch eint» gMwst hatte und mich ebenfalls Mud. Um zwei Uhr nachts frage ich zu.Haiu.ft: ,<Hast du denn genug Geld gehabt für hie Anzahlung?" „Ich Hab' nichts gegeben, man mutz erst am Ersten zahlen. Für das Gelb kaufe ich mir morgen ein Paar Schuhe und einen Hut!" Ich taumelte zurück, wankte dem Bette zu, grub nrein Gesicht in die Polster - und -weinte heiße . Tränen dem Frühling entgegen ... __;_ a. s. §er Leuchtbrunmn. ' Von Stodübauvat Ing. Hammer.;1’ AMßlich der Inbetriebsetzung' .des Leuchtbrmmens. mit dem heutigen Tage wird es manchen inter-estievcn, einiges Über i.e Geschichte und d:e innere En:richtung dieses Denkmalb"unnens.za erfahrer. ‘ Der . Hockstrahlbrnnnen aus dem Schwarzeirbergpl-atz verdankt leine Entstehung einer Stiftung d's Chefs der Firma Gabriel:, welche vor etwa 50 Jahren die erste Hochquellenleitung Wiens erbaute. Gabriel! bestimmte, von je 1000 Gulden, welch« er -für di«-Arbeiten ‘ an der ersten Hochqu-ellenleit-ung, erhielt, «jtren-'Gulden.für' die Errichtung eines.McmumrntakbrunnenS Ä8 Denkin-cÄ jenes großen-^Werkes. . Auf diese Weise kamen 40 000-Gulden zusammen, von welchen der ursprüngliche HochstrahÄ>runnen mit einer «itksachen Dotoneinfastung errichtet wurde. ... AMhlich der Fertigstellung der zstveiten Hochquellenlndung im Jahre 1906' .wurde das Bassin des Brunnens mit einer neuen Einfassung von Bavenogronit Vers cherft und der bis dahin einfache Hochstrahlhrunnen in einen Leuchibrunnen um-- Maut. Das Wasserbild, umfaßt nun die ans den Hauptstrahlen mit.neun-Dtrahlengruppen und 24 Nebenstrahlen gebildvten Mittelgruppe, die ebenso wie sechs symmetrisch im Bassin angeordnet« kleinere Springbrunnen von künstlichen Festen umgöben sind; 'diese Wasserkünste können beleuchtet wirdrn, während 3000 kleine Nandstrählen an der Umsastung des Beckens nicht, besonders bel-ouchtet sind. - Zum Zwecke dir Beleuchtung sind 27 Nchstchacht« in dar Decken eingebaut, welche durch starke Glasplatten wasterdicht. abgedeckt sind. Unterhalb dieser Lichstchacht« befinden sich starke Bogenlampen von 60 bis 90 Ampere, d:ren Licht durch Pavolbystpiegel senkrecht nach oben geworfen wird. Die auf diese Weste nach außen gestrahlte. Lichtmenge beträgt -3600 Millionen Kerzen, zu deren Erzeugung Mnd 600 Psevdekräfte notwendige sind. Durch einen automatischen Mechanismus werden über die Scheinwerfer Farbscheibensegmente in wechselnder Auslsinandcrfolge gezogen, wodurch das Far-bensPiÄ in den emporfteigenden- Wastermassen ensttcht. - Die größte Hohe des Hochstrahles betragt bei Windstille 52 .Meter, .sein Wasterverbrauch 70 Liter-pro Sekunde. . Solange gsnügenlder Wafferzufluß aus der Hochquellenleitnng vorhanden ist, werden die Rohre aus dieser gespeist; bei spärlich.rem. Wafferzufluß kann aus Sparsamreitsgründen durch eine hundertpserdige Zentrisugalpumpe der Hochstrahl gespeist wevden, der das Wasser auS dem Bvunnenbecken saugt, so daß das für. den Hochstrahl erforderliche Wasser einen fortwährenden Kreislauf zwischen Bassin,-Pumpe und Hochstväh! vollzieht! Die starker: elektrischen Lichtbogen würden die Maschinenräume des Leuchtbrunnens innerhalb einer Stund« auf über 80 'Grad CestiuS. erwärmen, so daß der Aufenthalt für die Elektriker und Maschinisten mrnwAich würde. Zur Verhütung dieses Ueibesttandes ist eine Bentilationsanlage eirrgebaut, die pro Stunde 64.000 Kubikmeter Luft durch die Unter-. iwafferränme-.treibt; die sechs Ventilatoren dieser Lüftüngsankaße liegen in ebensovielen in Blumenkörben maskierten Luftschachten, welche.in den Ras-nstreisen münden, der die Brunnene infassung - umgibt. Unterhalb dev etwa sechs Meter unter der Straßenfläche liegenden Mafchineni!äum« sind die Ablaustanäle angebracht, durch tvelche da- Uäberfallwaffer des BasiinS in den Hauptfammelkänal znr Donau »bflicßt. An Senttalbahnhof in Men. DaS Projekt eines Straßendahnkondukteurs. Oie Idee des Zentralbähnhofes ist alt und hat schon sehr viele.Fachleute-beschäftigt. Die Mängel der bestehenden Bahnhöfe sind so einleuchtend, daß schon lange daran Ledacht wird, eine Aenderung herbeizuführen. Riesige Bahnhofgeb-iete, die den Verkehr einengen, Unübersichtlichkeit der Geleise, Systemlosigkeit bei den Magazinen, di« Unmöglichkeit eines direkten Verkehres zwischen den einzelnen Bahnlinien legten den Gedanken nahe, einen einzigen Zentralbahnhof oder höchstens zwer' oder drei zu schaffen. Doktor Goldemund, der Professor Wr Technischen Hochschule Hochenegg und viele andere, haben Pläne ausgearbeitet, )ie alle als unausführbar erHeinen. Auch der vorliegende Plan wird das Schicksal, seiner Vorgänger teilen, denn selbst wenn er technisch durchführbar wäre, so müßte seine Aus- 'ührung an den enormen materiellen Kosten scheitern. Interessant ist an diesem Plane, daß er von einem Straßenbahnkondukteur namens Adalbert Kadera.be k stammt, derdas Projekt im vorigen Jahre nach dreijährigen Vorarbeiten bei der Enquete über die Schaffung eines Donaufreihafens vorlegte. Oberftadtbaurat E M u s i l, der dieser Tage im Aufträge der Gemeinde eiue--große Studienreise nach Amerika antrat, hat sich in einem Artikel sehr günstig über die Idee-ausgesprochen. Einem unserer Mitarbeiter machte Kaderabek folgende Mitteilungen: Das Projekt sieht die Schaffung von drei Zentralbahnhösen vor, während alle übrigen Bahnhöfe aufzulassen und die Gründe für Pritzatbauten zu verwenden sind. Es bleiben der ZentrÄ-Mst- und Südbahnhof, der auf den Gründen der Maschinenfabriken der Südbahn in der. Laxenburgerstraße errichtet werden soll, der Zentralostbahnhof auf den Gründen der jetzigen Haltestelle Favorüen der Verbindungsbahn (hinter der Direktion der Südbahn) und der Nordbahnhof. Der Westbahnhof soll, ganz verschwinden und" die Westbahnzüge werden von Hütteldorf aus über die Verb induHsb ahn im: Zentral-Sü dbah nhof Anfahren. Die. Aspangbahn.wird in die Ostbahn übergehen und die Frättz-Josefsbahn, sowie die Nordwestbahn rn die Nordbahn. Um nun die Verbindung der Zentralbahnhöfe untereinander herzustellen, ist die Verbindungsbahn auszubauen, dieden direkten Durchgangs-Fernverkehr zum Ziele hat. Der Frachtenverkehr ist vom Personenverkehr vollständig zu tretmen und wird in einem Zeutralgüterbahnhof vereinPt. Jeder Zentralbahnhof wird aus einem^ Untergrund- und einem Hochbahnhos bestehen, ersterer für die mtkommenden Züge und für die Ueberleitung de- Fernverkehrs, letzterer, für die'ÄbfährtSzüge. An der Donau ist ein Handelshafen anzuleMHdiie Donau ist durch ein Bassin zu erweitern, m daS^tW^ dem Muster des HafenS von Triest Molen eingebaut' werden für die Magazine usw. Da die jetzige Stadtbahn nur ein Torso ist,' erscheint ein Ausbau der'Stadtbahn nötig, so daß die Untergrundichnellbahnen vorhanden wären- . . Der 4Ziährige Kaderabek hat 19 EMzelpläne ausgearbeitet. Dr. Musil spricht sich gegen die Schaffung eines Zerrtralgüterbahnhofes aus, bezeichnet dagegen den Vorschlag/ den Nordwest- und Ostbahnhos in den NordbaInhof zu verlegen, als aussichtsreich. Der Zentral-West- und Südbahn- Hof ist als ein Durchgangsbahnhof vorgeschlagsn, in dem links die Züge der Süd- und Westbähn, rechts die , der Ostbahn einlaufen und passieren. Undurchführbar erscheint der Vorschlag, zur Schaffung, des. neuen West-Süd-Zentralbahnhoses d e Häuser zwischen 1 dem Favoritenplatz, der Laxenburgerstraße und der Sonnwenbgasfe abzutragen, um einen freien Platz zu haben,, der den. ganzen Verkehr aufnimmt. Dagegen ist der Vorschlag,, diesen Zentralbahnhof durch die Verbindungsbahn mit dem Nordbcchwho-f Au verbinde^, logisch und eiwleuchtend. Aus. Kreisen des Verkehrsministeriums wird erklärt, daß. derzeit die Frage deS ZentralbahnhofeZ nicht aktuell sein kann, da die ungeheuren Geldsummen, die nötig waren, nicht aufgebracht werden könr^n. Skne Mene Trauung. DaS „jung^ Paar zn'ammen über 150 Jahre alt. — DÜ vierte Frau, und doch nur die erste. Eine nicht alltägliche Trauung fand gestern im Rat- Hause statt. Das Grüisenpaar, das dort beim Standesamt erschien, machte einen so rüstigen Eindruck, daß der Bund fürs Leben, den die beiden schlossen, aller Wahrscheinlichkeit noch so manches Jährchen -dauern wird, wenn nicht der sine oder andere Teil wieder ausspringt. Bekanntlich schützt auch Alter nicht vor Torheit, worunter jeder verstehen kann, was er will. Daß nämlich auch hochbetagte Menschen sich zusammenfrn-den, um noch im Winter ihres Daseins einen Leter:sfrühling zu geiricßen, kommt häufig genug vor. Die näheren Umstütvde dieser „jüngsten" Hochzeiter aber, sind so eigenartig, wie sie nicht einmal Romanphantasien zu erfinden pflegen, sondern' nur das Leben selbst schaffen kann. Beide sind friedliche Insassen des Lainzer . Versor-' gungshauses, in dessen Ausgedinge die Unrast des Lebens nicht mehr stürmt. Moritz N e u w i r t h, ein freundlicher. Alter, kräftig und gepflegt, erzählt seine Geschichte. Erftammt aus Debreczin, war SchnLidermeister und ist jetzt achtzig Jahre vorbei. Seit einem Jahre ist er in der Versorgung. So matuher Sechziger kötmte ihn um sein. Ausseh«n und seine Geistesfrische betreiben. „Ich war kürze Zeit hier, eines Tages sah ich sie, sie kommt mir bekannt vor, ich erkundige mich nach ihrem Namen und Hab' gewußt, daß sie es ist. Nicht wcchr, Sopherl?" Eine kleine Frau war hinzugekommen mit lustigen Augen. Sie hat nichts matronetchafte^ die grauen Haare sehen aus wie eine.Perücke, das Gesicht ist jung. „Wir waren nämlich schon einmal verheiratet", sagt der Alte, „vor sechSund-sünszig Jahren, aber nach zehn Jahren haben wir uns scheiden lassen, ich weiß nicht einmal, warum." „Weil er sich, in eine andere verliebt hat!" „Und.

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