Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1858 (17.4.1924)
- Date
- 1924-04-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mt. M8 Giert, 'DvmerSsag Wiener MoLftenzeltunA. Besitzer ihre Forderungen nochmals Vorbringen werden. Tie chriMchsozialen Anhänger der Regierung» die in der Versammlung vertreten waren, waren diesmal nicht, gut auf die RDemug.zn strrschen^ da sie noch innner nicht das Mietengeseh abgeschafft hat. ' Memattonaler Frlmenkongreß rnWasWgto« Der mternatittvale Frauenkongreß, der alle zwei Jchre > von der internatvowalen Fvauentiga ci-nbeMfen wivd, findet Heuer vom 1. bis 7. Mai in Washington statt. Den Vorsitz wird die Präsidentin der Liga Jane Ab da ms führen. Cs ist daS erste Mal seit der im Jahve 1916 erfolgten Gvünbung der Liga, daß sie ihre inter nationalen ZHcmvmenLMfte nicht in einer europäischen Stadt abhält und es ist auch die erste rnt«vnat>ional« Friedenskonferenz, die seit dem Kriegsausbruch in Amerika aihgeh-alten tmrd. Den Hauptgogenstand der Bevatungen wird die Frage einer neuen internationalen Ordnung bilden. Die Liga hat 31 LändevyvgmHatvonen mrd, wie MS daS Präsidium der A'ga mitteM, halben sanEche der Liga angeschlossenen Frauenverbände die Entsendung von Vertretungen zur Konferenz nach Washington zuyesichert. Ser verschwindende Kaisersarten. Die «Erstehende „Bunte Stadt". Am 10. oder 16. Mai wird an Stelle des Kaisergartens Art Prater ein ganz neues Unternehmen eröffnet werden, die „Bunte Stadt", für alle jene, die den Kaisergcrrten nicht besuche^ wollten, well er langweilig geworden und nur auf den Wurzensang berechnet war. Das Progvanmi, das geboten werden soll, ist so reichhaltig, daß man nicht glauben kann, es könnte in einer Saison durchgeführt werden. Gartenattraktionen verschiedener Art, Sportfeste, große Ausstellungshallen von Wiener Kunst und Wiener Geschmack, die bis 10 Uhr abends geöffnet sein werden, Konkurrenzen von Gesangvereinen, Feuerwehrschauturnen, Jugendspiele der Pfadfinder, denen eine Pfadfinderwoche reserviert werden soll, Preisausschreibungen, eine Kinderwoche, ein Trachtenfest u. a. Es wird jetzt ■ eifrig an dem Ilmbau der Gebäude gearbeitet, die in einer ganz neuen Form Wiedererstehen. Dazu kommen Neubauten, wie zum Beffpiel die dem Tanz gewidmete Arizona- Bor, die ein Blockhaus darstellt, aus dem die Aussicht auf eine Prairielandfchaft ermöglicht wird. Die bayrische Bierstube wird mit Bildern des bekannten Wiener Malers Ernst Richter geschmückt sein und Freilichtbühne, Operettentheater und Restaurants werden nicht schien, die, wie versichert wird, bürgerliche Preise verlangen werden. Das ganze Unternehmen wird eine Neuauflage des amerikanischen V e r g n ügnngsparkes Dreamland sein, der von Leo K r o n a n, dem früheren Generaldirektor des Filmunternchmens Dreamland, seinerzeit in Amerika ins Leben gerufen wurde, und jetzt in Wien Wiedererstehen soll. Die Lebemmittelmärkte. Ter Verkehr auf den Märkten hält sich bis fetzt trotz den bevorstehenden. Feiertagen noch in sehr belcheidenen Grenzen- Etwas lebhafter gestaltet sich das Geschäft auf den Grünwarenmärtten, deren vorherrschender /Artikel augenblicklich, wie immer m der Karwoche, der Spinat ist. Trotz der lebhafteren Nachfrage sind infolge der günstigen Zufuhren die Preise im Großhandel für Spinat etwas zurückgegangen. Blätterspinat hiesiger Herkunft stellte sich auf 10.000 dis 12.000 K., Stengelspinat auf 6000 bis 8000 K. pro Kilogramm, ungarischer Spinat war billiger zu haben. Kartoffeln sind reichlich a»geboten, ebenso Salate, Karfiol und grüne Erbsen aus Italien. Kochsalat kostete im Groß!-' Handel auf dem Naschmarkt 3000 bis 5000 $. pro Kilo" gramin, Erbsen notierten 14.000 bis 15.000 K., Eier und Butter, die in mehr als ausreichenden Mengen «zur Ber" fugung stehen, blieben unoerändert. . - ’ # , De Zufuhren an Flnßsischen sind vorläufig nicht bedeutend, namentlich größere Karpfen sind spärlich vertreten, da das Hochwasser in Jugoslawien den Fischfang äugend blicklich beeinträchtigt. Seefische sind in genügerliden Nt engen ans den Märkten, doch war die Nachfrage «noch ziemlich gering. In der Großmarkthalle, die gestern 11 Waggons neuer Zufuhren von verschiedenen Fleischgattnngen erhalten hatte, konnten sich die Preise für Rindfleisch noch «behaupten, da" gegen zeigten die Preise der übrigen Neischgattungen bereits Schwankungen, die her anhaltender wärmerer Witterung in eurer Verbilligung des Fleisches in Erscheinung treten dürsten. i Dos Wetter. Endlich scheint in -der Wetterlage eine enlfcheidende Wendung eÜMtveten zu sein. Der gestrige Dag ließ einen den überstandenen „ewigen" Winter vergessen und erweckte lebhaft Sommerahnungen. In den Parkanlagen, wo es ernstlich zu knospen begann, herrschte reges Trsiiben. Die unerhMiche Prognose prophezeit leider wiederum Veränderliches Wetter, ober eine Reihe von schönen -Tagen wäre der nach Sonne dürstenden Menschheit zu gönnen.. DKErdevevt. ’ Die. Seismographen -der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik registrierten am 14. d. um 17 Uhr 34 Minuten 1 Sekunde, mitteleuropäischer Zeit ein katastrophales Erdbeben, dessen Herd 11.000 Kilometer von Wien eirtfernt ist. 'Er könnte vielleicht in Südamerika gelegen sein. Am 15. d. um 13 Uhr SO Minuten 2 SciLunden wurde hier das Rhonetalbeben (Schrveiz) registriert, das noch in BoxaMerg gefichlt wurde. Santiago de Chile, 16. April. Die Meldung, daß hier ein Erdbeben -verspürt worden ist, ist un-richfig. Paris, 18. April. Die Observatorien der ganzeil Welt haben heute EckerfchÄtierumgen verzeichnet. Der Seismograph vott Dublin zeigte SchwiiMngen jn der Dauer von mehr als einer Stunde und der von West- Brom wich verzeichnet«: ein Erdbeben, das größer ist'als jenes, von dem Japan i..i September vorigen Jahres heimgesucht worden M Sie österreichische MMm-Wsche. TWTfTITTPfT w.rnn 7?m. WM Bom 4, bis 11. Mai 1924. Wie bereiis mstgeteilt, wird für die Zeit vom 4. bis 11. Mat eine großzügige, möglichst weite Kreise der jüdischen Bevölkerung umfassende Aktion für das Palastina-Aufbcullverk in Wien vorbereitet. Diese Aktion begweckl Einziehung der für das laufende Jahr gezeichneten O pfe rl e ist n n g en für den Keren H a j e s s o d, Gewinnung neuer Keren Hajessod-Zeichner und Erlangung von höheren Leistungen bei jenen Juden, welche erkannt haben, daß die österreichische Judenschaft endlicheine Leistung aufweisen muß, welche der Zahl, Bedeutung und Kultur der Judenheit Oesterreichs entspricht. Di« Vovbereitungsavbeiten sind schr -weit fortgeschritten und lassen ein gutes Resultat erhoffen. Organisation der Arbeit in den Bezirken. Im Einvernehmen mit der österreichischen Keren Haiiessod-Kommifsion haben sich in einigen B'tzirken die Arbeitskomitees für die österreichische Palästina-Woche bereits konstituiert. Im Pra t er sprenge! wurden die Besucherpaare schon zusammengcstellt. Die Arbeit wird dort von den Herren Katz und Ba r tfeld geleitet. Im 3. Bezirk hat sich der Ausschuß der zioni stifchen Bezirkssektion als Arbeitsausschuß ' für diese Aktion konstituiert und sich durch Heranzichung geeigneter Persönlichkeiten erweitert. An der Spitze der Arbeit stehen die Herren: Oberfmanzrat Dr. Benedikt, Metzger und Rabinowitz. Auch in den Bezirken Leopoldstadt, Alsergrund und Innere Stadt sind die Vorarbeiten in vollem Gange und gelangen noch vor Pessach zum Abschluß. Benutzet die Feierte zur Aufklärung! Alle Palästina-Freunde mögen dessen gedenken, daß in den Feiertagen, an welchen man mit vielen Bekannten und Freunden zusrmmenkommt, äußerst wirksame Vorarbeit für die kommende große Aktion geleistet werden kann. Kläret eure Verwandten, Nachbarn, Freunde, Bekannten über Erez Israel auf und merket -euch die Adressen aller derjenigen vor, mit denen ihr Fühlung' nähmet. Eine Konferenz der Propagandisten. Demnächst wird eine Konferenz aller derjenigen. Frauen und Männer staltfmdcn, welche sich im den Dienst der Arbeit während der österreichischen Palästina-Woche stellen. Es sollen Organisation und Methode der Arbeit gemeinsam beraten und festgelegt lverden. Freiwillige Mitarbeiter melden sich: Bureau des Keren Hajessvd, 1. Bez., Bauernmarkt 24. «55322552 W i e n. 17. April. * Unveränderter Brotpreis. Nach der gestrigen Errechnung der Gestehungskosten bleiben in der k o m m e n den WochediePreisefürBrot und Kleingebäck unverändert. * Hofrat Kwaszewski. Der Bu-ndespräsident hat den früheren Presseattache m München, Szpmon Kwaszewskr, den Titel eines Hofrates verliehen. * Streik bei der städtischen Krankenfürsorgeanstalt. Seit zwei Tagen st r e i k e n die A n g e st e l l t e n der städtischen Krankenfürsorgeanstalt am Schlesingerplatz. Die Streikleitung hat an den Toren der Anstalt zwei Anschläge folgen Inhaltes angebracht: „Wegen Entlassung von Vertrauensmännern Streik in der Krankenfürsorgeanstalt". Tie Direktion beanstandete die Anschläge. Wegen Entfernung derselben wurde die Entscheidung des Bürgermeisters angerufen. * 7 Uhr-Ladenfporre am Karfamstag. Im HmMcke auf den Ostersonntag hat der Magistrat Wien als Lan des>-> r e g r e r u n g die Ausdehnung der Geschäftszeit am Sams-- tag den 19. d. für den Detailhandel «mit allen Waren, mit Ausnahme der Lebensmittel, von 6 auf 7 Uhr abends gestattet, so daß an diesem Tage der Ladenschluß für alle Detail geschä fte sowohl Lebensmittel-. als auch Nichtlebensm-kttelgeschäfte einheitlich um 7 Uhr zu eh« folgen hat. <. GEORGSBAD CCLUSIUSBA D) IX., ClusiusgassQ 12 neueröffnet Dampfunä Wannenbflösr Rufsisehei Dampfbad 763 (einzig in Wien) umgebaui und neu eingerichtet jWT“ Für Damen sind die russischen Steinschwitzoäder jeden Donnerstag nachmittags geöffnet 17. April im_GM 8 , * Eine Erwciterimq der Sperrstundebegünstigrmgeu. Wi aus Gastwirtskrcifen mitgeteilt wird, wird Gastwirten uw Cafetiers auf vorheviges Ansuchen ome HinauZischrebuns der Sperrstunde in der Form von ManatsligenzeN odtz für einzelne Tage zngestanden werden. Außerdem können fit ihre Betriebe auch auf vorheriges Ansuchen dreimal w» chentlich um eine weitere Stunde länger offen halten Eine wmtere BegünsUguna betrifft die in nächster Nähe vo» Märkten, Bahnhöfen, Stvaßenbahnbcchnhöfen und größere» Gewerbebetrieben mit Nachtbetrieb gelegenen Gast- und Kaffee Häuser, denen gleichfalls auf Ansuchen gestattet wird, ihre Do triebe um eine bis zwei Stunden vor 6 Uhr früh zu eröffnen Diese Begünstigungen treten mit 16. d. in Kraft. * Die Ferien und Einschreibungen an den Volksuni Bürgerschulen. Der letzte stundenplanmäßige Unterricht findet Freitag den 4. Juli 1924 statt. Die Schülereinschrev bungen sind Donnerstag den 26. Juni und Freitax den 27. Juni nachmittags zwischin 2 und 4 Uhr vorzunehmen. Zur Einschreibung ist der Geburtsschein des Kindes, ei? Heimatsnachweis und bei geimpften Kindern das Jmpfzengnik mitzubringen. Ansuchen um A l t e r s n a ch s i ch t für sölchr Kinder, die das 6. Lebensjahr bis längstens 16. Jänner 1928 erreichen, sind vom Tage der Berlauwarung dieses Erlasses- bis längstens zum 21. Juni 1924 beim Ortsschulrate (bezw. für Privatschulen), in der Kanzlei des BezirksschulinfPektorS einzubringen. Die Einschreibung jener Schüler, die eine öffentliche Volksschule in Wien nicht besucht haben, in die Bürgerschule ist am 15. SePtenTÜ-er zwischen 8 -und 11 Uhr vormittags vorzunehmen. Die Anmeldungen für den einjährigen Lehrkurs der Bürgerschulen (vierte Bürgevschnlklasse) wevden am 19. und 20. September in den Kanzleien der in Betracht kommenden Bürgerschulen en-tgegengenommen. Mündliche oder schriftliche Ansuchen der Eltern um Befreiung ihres Kindes vom Unterricht in einzelnen Gegenständen oder vom gesamten Unterrichte wegen eines geistigen oder schweren körperlichen Gebrechens sind an den Tagen der Einschreibung von den Schulleitungen entgegenzunehmen. Am Samstag den 5. Juli findet in sämtlichen Schulen Wiens um 9 Uhr Vovinittags die Zeuanisverteilung statt. Am 15. September haben sich alle Schüler um 9 Uhr vormittags zur Eiuteilung in die Klassen und zur Empfangnahme der Lernmittel in ihren Schulen einzufinden Am 16. September beginnt um 8 Uhr früh der vegelmäs;ig<j Unterricht. Die einjährigen Lehrkurse beginnen den Unterricht Montag den 22. September um 8 llhr früh. * Mahnspesen find vom Schuldner nicht zu bezahlen. Bei vielen Firmen besteht die Einrichtung, ihre Schuldner durch Rechtsanwälte nrahnen zu lassen, tvob'ei sie im Mahnschreiben in der Regel den Schuldner zur Bezahlung der durch Bei« ziebung des Rechtsanwaltes aufgclaufenen Mahnspesen aufforoern. Der Hauptverban'd der österreichischen Kaufmannschaft weist darauf hin, daß eine Verpflichtung zur Bezahlung von Mahnkosten zufolge Intervention eines Rechtsanwaltes den Schuldner nicht trifft. Lediglich in Prozeßfällen bewilligt das Gericht der gewinnenden Partei nach Ermessen einen Spefenersatz. Jedenfalls ist daran festzuhalten, daß dem Rechtsanwalt nur ein Rechtsanspruch gegenüber seinem Auftraggeber aber niemals gegenüber dem Schuldner desselben zustcht. * Radiokurs. Der Internationale Radioklub eröffnet am Freitag den 28. d. ein-en Radiokurs, geleitet von den Herren Professor Karl Michael Koch und Ingenieur Josef Sliskovie: „Einführung in die Radiotechnik". Der Kurs umfaßt die Einisührung in den praktischen Gebrauch von Empfängern verschiedener Systeme, die Herstellung nnd den Bau von Apparaten mit theoretfichen Vorträgen und praktischen Uelbungen. Kursanmeldungen können schriftlich an den Jnternationalon Radioklub, Wien, 1. Bez., Schottenring st, Hotel de France, erfolgen, woselbst auch täglich, mit Ans- - nähme Samstags und Sonntagen Mischen halb 5 Uhr und halb 6 Uhr Auskünfte erteilt werden. ^Israelitisch-theologische Lehranstalt Wien. Die Anfnahrnsprüfmrgn der schriftlich Angeme-ldeten findn Donnerstag und Freitag den 1. und 2. Mai statt. Die Vorlcisungen beginnen Sonntag den 4. Mali. * Kultusgemeinde. Stockerau. Bei der Nrzlich stattgefundenen Neuwahl des Knltusgememderates für den Sprengel Stockeran-Korireuburg-Lang-Cnzerdorf wurden folgende Herren gewählt: Josef Greipl, Vorstand;- Divcktor Hamak. Vorstand-Stellvertreter: Oberpostkontrollor Wildmann, Schriftführer: Hermann Hahn, Kassier. Weiters die Herren Bernhard Schneider, Josef und Moritz Sofer, Wilhelm Jellnek, Philipp Hausner und Isidor Wertheimer als Beiräte. * Prähistorische Funde bei Salzburg. Im südwestlichen Abschnitte des alten Exerperseldcs m -Maxglan bei Salzburg finden sich nach einer Mitteiilung des Bündesdenkmalamtes ettva 20 Crdhügel vevschiydener Größe, deren Untersuchung die ganze Anlage als prähistorisches Hü>gclgr-ä!berfeld crjvichen hat. Es sind Brandgrä'ber, die den Leichenbvand in zerstörten Gefäßen enthalten. Chronologisch gehören die Hügelgräber der späteren Hallstattzeit (ältere Eisenzeit) an, Kvei davon der fvüheven Latenezeit (jüngere Eisenzeit), so daß die Anlage des Gräberfeldes m den Zeitraum von zirka 600 bis 400 v. Ehr. fällt. * Die Pensionspreise in Tirol im heurigen Sommer. Die Hoteliers und Gastwirte Tirols haben in einer Versammlung folgende Richtpreise für die Sommersaison beschlossen: In einfachen Gaschöfen von 60.000 Kau, in besseren Gaschöfen von 70.000 K. an, in Hotels von 80.000 K. an und in Hotels höheren Ranges von 100.000 Kan. Die diesen vier .Kategorien entifprechendcn Preise für Zi-Mner sind 10.000, 15.000, 20.000 und 25.000 K. * Radio-Kompaß! Die Gefahren der SchWunfalle in« folge Nebels auf dem Ozean sind 'durch die Erfindung des. „Radio-Kompaß" so gut wie geschtvunden. Bei der jüngsten Fahrt des Dampfers „Lemathan." der United States Lines hat sich diese Einrichtung glänzend betvährt. Ter 'Kloster Radio-Kompaß ist eine mit Anlage niedriger Wellenlänge verbundene Kompaßkarte. Am Empfangsende ist das Schiff mit einer' besonderen Art von Schleifenüntenne ausgerüstet» welche dann am lautesten ertönt, wenn sie genau in der Richtung der Sendestation 7icgt. Vermöge des Radios Kompasses kann genau bestimmt >verben, wo sich das zweite Sckn'ff befindet,'in welcher Richtung c?, fährt und 'mst welcher Geschwindigkeit. Fred. * Protest amerikanischer Musikerverbärrde gegen Broadcasting. Aus New-Aorck wird uns berichtet: In Musikerkreisen ist seit einiger Zoit eine Bewegung im Zuge, die sich gegen die Verbreitung von Niusikkonzerten auf radiotelegraphi'schein Wege richtet. Als erste hat die Mnsikerföderation von Chikago beschlossen, ihren Mitgliedern die Mitwirkung an Lustkonzerten, die an oie Abnehmer von Radioapparaten in. allen Weltrichtnngeu woitergeaobLn wevden, zu nntevsagen. Begründet wird dieser Beschluß damit, daß infolge der Radiokonzerte zahlreiche ausübende Musiker um ihren Evlverb gebracht wevden. Jn der Tat haben bereits zahlreiche Hotel- und Reftaurationsbesitzer in den großen Städten, die Abonnenten von Radioapparaten sind, ihren Orchester- und Hansmusikern gekündigt. Dem Protest des Chicagoer Verbandes durften schon in den nächsten Tagen auch die Mu.sikerver« einiigungen anderer Städte folgen. i i i