Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1856 (15.4.1924)
- Date
- 1924-04-15
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Vmr? - - — Wie«, DrEckg " Deutsches Bolkstheater. Heute Dienstag ThvmaS „Moral"; morgen Mittwoch und Sonntag den 20. b. KarAvei-' „Das grobe Hemd". cha mmerfpi el e. Erika G läß ner trifft 'erst Donnerstag den 18. b. iit Wien ein, so daß ihr erstes Auftreten als Gretchen in dxn K a m m c r s p i e l e n auf Samstag den 19, d. verschoben werden -muhte. Maria Orska spielt heute Dienstag zum letzten Male die Rose Poinpon im „Frechdachs". Raimund-Theater. Heute Dienstag, '/»4 Uhr nachmittags, Nraüffümumg von „Der Osteryase" von Emil Jan ko bei kleinen Preisen. Sämtliche Abendvorstellungen („Sechs Per s omit snchen einen Autor") beginnen um Va8 Uhr. Das heute Dienstag, J/aS Uhr abends, Äitt österreichischen Uraufführung gelangende Schauspiel von Arnold Bronnen „Anarchie in Stllian^ findet nur Donnerstag eine Wiederholung, da bis zum Gastspielbeginn der Elisabeth Bergner die Neuheit „Sechs Personen suchen einen Autor" am Repertoire bleibt. Theater in der Josef st ad t. Heute Dienstag, V,7 Uhr abends, Schillers Trauerspiel „Kabale utto Lieb e". Morgen Mittwoch, 7 Uhr abends, Erstaufführung von Hugo Hof mannsthals Lustspiel „D e r Schwierige". Regie: Max Reinhardt. Äu st s p i el 1 h ea t e r. Heute Dienstag, V»8 . Uhr abends, Erstaufführung der Volksstücknovität „Hamlet in Krähwinkel" von Toni Impekoven und Karl Mathcrn. Johann S1ra«tz-Theater. Samstag den 19. d. 25. Aufführung der Operette „Marietta". Apollo-Theater. Donnerstag den 17. d., V28 Uhr abends, „Ein Ballroman" (Der Kavalier von zehn bis vier) in der Premierenbesetzung. „Kaddisch" im Zentral-Kino. Den zwei letzterschienenen Filmen „Ost und West" und „Das alte Gesetz" ist im Film „Kaddisch" ein würdiger Nachfolger erstanden. Der Film, der an Bilderschönheit und Inhalt die zwei erstgenannten weit übertrifft und durch den Musikdirektor Herrn Max Geiger glänzend illustriert wurde, feiert jetzt feinen Siegeszug. Sämtliche Vorstellungen fanden bei ausverkauftem Haufe statt und sah sich die Direktion veranlaßt, die Vorführungsdauer dieses Filmes bis inklusive Donnerstag den 17. d. zu prolongieren. Restliche Karten sind noch im Vorverkauf an der Kasse zu haben. . , „Ariadne aus Naxos" in Italien. Richard Strautz' „Ariadne auf Naxos" wird in der kämmenden Saison im Teatro Constanzo ihre italienische Uraufführung erleben. Gerichtssaal. Ae Beschwerde de» Steuerhinterzieherr Fsbartz verworfen. .Der Berwaltrmgsgerichtshof verküud-eie gestern das Urteil über die Beschwerde 'des Großgrundbesitzers und Präsidmten bcr Brunner Vereinigten Schaswollwarensabriks- Mtiengesellschaft Rudolf Jsbary auf Schloß Frirdau ,'NMervstrrrsich) gegen das Stenerstrasurtsil der Finan;- landeMrsktion Wien, womit er wegen Steuerhinterziehung durch Mindersatiemnge n außer den üblichen Strastrachzahlungen zu v!i tz r z e h n Tagen A r r e st s (in erster Instanz waren es vier Monate Arrest) verurteilt wurde. Der Berwaltungsgerichtshof hat die Beschwerde in der Hauptsache als unbegründet abgewi esc u. Nur in elinem Punkte, nämlich wagen Mchtangatbe des Veräußerungsgewinnes für 289.870 tschechffchen Kronen, Wunde die angefochtene Entscheidung als ungesetzlich aufgehoben, weil eine Verpflichtung zur Angabe dieses Veräutzerungsgewinnes, der zur Zählung einer Schuld in tschechischen Kronen verwendet wurde, nicht bestanden habe. In der Begründung wurde das snbsek-ive Verschulden des Bchchwerdefl'chrers an den Miuderfatierungen aus den von der Finanz lanlse sd irrt r ivn angeführten Gründen für gegeben eMärt. Der Vorsitzende fügte hinzu, daß infolge Wegsalles des einen Punktes die Straff von der Finanzlandesdirekkion neu zu bemessen feilt werde. Man kann jetzt neugierig daraus sein, ob eie Finanzlandesdirekrion konsequent sein und die Strafe von 14 Tagen Arrest wieder aussprechen wird, da eine erhöhte Geldstrafe in diesem Falle unangebracht wäre. Eine Klage des Kasinovereius gegen deu Bundesschah. Ter mNtärwisseutscha-ftliche Kasmoverein hatte das Gebäude des Mil i t ä r k asi n 0 s auf dem S ch Warze über apl atz, das ehemalige Palais eds Erzherzogs Ludwig Wiktor, um zwei Millionen K r 0 nch erworben. 500.000 Kronen imirdrn an Erzherzog Ludwig Viktor erlegt, der Rest sollte durch Uebemähme einer Hypothek des „Phönix" ausgeglichen werden. Das Kr-ogsmi niste k'mnr hatte verfügt, daß nach außenhiu das Aerar als Eigentümer figurieren sollte. Der Kasinoverein hat nun den österreichischen Bnndesschatz auf Anerkennung des E i g e n t n m srechtes und Ausstellung einer intabulationsfähigen Urkunde geklagt. Aus Interpellation der sozialdemokratischen Partei steht das Finanzministerinm auf dem Standpunkt, daß es den seiner;eitigen Vertrag nicht mehr als besteiheud anerkennen könne. Gestern fand in diesem Prozeß, dessen Streitwert auf eine Milliarde Kronen beziffert wind, die erste Verhandlung statt, in der dem Vertreter der Finanzprokuratur eine Frist von vier Wochen zur Erstattung der Klagebeanlwortnng erteilt wurde. Gasphiolen und Sturmkeulen keine verbotenen Waffen? Vor Jahresfrist erregte die Angelegvnheit der „Linzer Mövderzentrale" großes Aufsehen. Es war von sozialdemokratischer Seite die Behauptung aufgestellt worden, es sei ein Massenmord an der Arbeiterschaft geplant gewesen, der nur durch die Anzeige eines Arbeiterratcs verhindert worden sei. Die Sache stellte sich aber als sehr übertrieben heraus. Nach zahlrcülM Verhaftungen^ denen bald^ Enthaftungen folgten, wurde von der Polizei festgestellt, daß es sich nicht um ae- ' plante Morde an Arbeitern, i-ondern um Äbwchrmittel gegen befürchtete Plünderungen von Geschästslokalen handelte, zu welchem Zweck sich die Kaufmannschaft von Linz durch Vermittlmia des Selbskschutzverbantdes Oberösterrvichs Phiolen mit R c i z ga s nnd D t u r m kr ulen, verschaffte. Die Folge hiervon war eine Anklage einer Reihe von Personen wegen Uebertretuirg des Waffenpatents. Es wurden bloß der Kaufmann Otto Lorenz und der Rittmeister Emil Rybitschka bedingt zu drei Tagen Arrests verurteilt, alle übrigm Angeklagten wurden f r ö!i g esp r 0 ch e n. Nunmehr wurde der Berufung der beiden Verurteilten sta t t siege de n und auch diese f r e i g e s v r 0 ch t n, weil der Verusungsssitat aunahm, Satz Gasphiolen und Sturmleulcit keine verbotenen Waffen,/ erstere überhaupt nicht Waffen ieien. und daß kein Grund für den Verdacht Sims Mißb.anu'ei' S'.eflr angcsamme.vm Adwehrmittel gage-ben war. Wiener MorgerrzettuUK. 1Z. Apeil 1S2L Nr. 188^ Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredituna Bankgeschäften Wien, |, SeHserBlItt 4 '^eta0®)8' Warenseschifte Telephone: 60-4-82, 60-4*03, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 kmöS ' Telegrammadresse r Frapobank Volkswirt. Ein aufgeregter Mrfeutag. Die Stimmung an der gestrigen Börse war schr gespannt. Man war allgeniein neugierig, wie sich der gestrige Kassatag entwickeln wird. Knapp vor Börsenanfang hatten die im Stütznngskomitee vereinigten Banken in der Börse eine sehr erregte Sitzung, in der die weiteren Maßnahmen befchlosien wurden. Die größte Schwierigkeit war dadurch entstanden, daß zwei Firmen ohne ausgiebige Unterstützung eventuell vor der Gefahr des Zusammenbruches standen. Es waren dies die Firma Kettner und Kalmar u. Co. Das Bankhaus Kettner hatte semerKeit einen großen Posten Timberaktien um den Preis vott 600.000 bis eine Million zusammengekauft. Es wurde darüber schon an dieser Stelle gesprochen. Außerdem hatte cs auch einen großen Posten Körner-Aktien in seinem Depot. Die Aktion bei den Timber-^lktien war vollkommen mißlungen. Bei den Körner-Mien hat die Firma infolge des starken Kursrückganges schwere Verluste erlitten. Um wieder liquid zu werden, war die Firma Kettner genötigt, ihre Timber-Aktien äbzustoßen. Ein solch großer Posten hätte aber den Markt allzu sehr belastet. Im letzten Momente erklärte sich der Großindustrielle Korner bereit, alle Timber- und die Körncr-Aktieu zu übernehmen. Dadurch konnte die Insolvenz b:r Firma Kettner vermieden werden. Die Firma Kalmar u. Co.' ist eine Firma jüngeren Datums, welcher seinerzeit auch der Präsident der Zentralbodeukredttbank Herr Hugo Lustig angchörte. Die Firma hat auch frühcr H. Lustig u. Co. gelautet. Wieweit der Präsident dir Zentralboden heute noch an diesem Bankhaus beteiligt ist, läßt sich nicht übersähen. Die Firma selbst hat durch größere Frankenengagemct'.rs große Verluste erlitten. Sowohl durch die allzu geringen Efföktendeckungen der Klientel als auch durch die Engagementsverluste in Franken ist sie zur Insolvenz getrieben worden. Cs wurde über dieselbe die gerichtliche Aussicht verhängt. An der Tafel der Börse wurde folgendes verlautbqrt: „Kettner-Arrangentent Kassa heute glatt.. Alle Reporteffekten werden exekutiv dem Giro zum Freitagkurs gegeben. Mit Ausnahme Körner 12.000," Da die Banken nunmehr auf Grund ihres schon Sonntag gefaßten Beschlusses das gcsatnte Material, dos dem Markte aügsboten wurde, aufnahm und auch der Zusammenbruch der Firma mit seinen'Folgen durch das Arrangement vermindert werden konnte, ist der Kaffatag nunmehr ruhig verlaufen. Das Geschäft war vechä'ltnismäßig gering. Tie meisten Posten wurden glatt ausgenommen. Man hatte den Eindruck, als ob die schwerste Krise bereits überwunden sei. Ter Jntcrventionssonds der Banken beträgt 200 Milliarden. Levisen- und Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichiscken Rationalbank.') Vista AnnfeTdan, [. i holl. Gulden Aeratn ' i"s. Kronen .... Pelprad 1 Dinar .. Pfrllr* 1 denlsehe fMchsmäiflc . Brüssel 1 l e'olsche Franc« . . Bvdflpefd 1 iir»arische Krönen . Pnharesf 1 l.e?.. Chrlsflania 1 norv,e". Kronen Kor?nha?er 1 clünlsrhe Kronof . I.ondon 1 Pfund Sterling . . . ,'ladrld 1 Pesetas ...... Mai'pr^ \ f ire ....... Kev» Vo»'* ' Pollar. Pflrlfi 1 >'... Pr.i« i i»,' ""lio-slow. Kronen | Fopfl ' J pvn ..?torM'OlTt< 1 «ehvcdlsoheKronnr . Warschau»* 1 notnlrche Atark . . Zürich 1 schweizerische Franc« . Noten Amerlkan. Noten v. fi Dollar aulw. . „ kleinere . . . Belclsche Noten im Francs . . Bulgarische Noten tu 1000 f.eva . .100.. , . kleinere, . . Ionische Noten 100 Kronef . . Deutsche Noten*. . „ 100 . . . , . kleinere* . . . En Ri. Noten von 5 I.lvrest. aufw. H . kleinere ..... Frnnzrislsche Noten 100 Franc« . HOllilndlsche Noten 100 Gulden . Italienische Noten y. 100 Lire atitvr. „ . kleinere . . . Jogosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar . . . » W» . . . , kleinere . . Norwegisch« Noten 100 Kroner . Polnische Noten „ . kleinere** . , . Rumänische Noten zulOOO ti.SOOLei „ «. kleinere ... RUb«. Noten tRoman.) tu 500 Rubel . . . . 100 „ . . . kleinere. , Schwedische Nöfeh 100 Kronöf , SChwoitCrisehe Noten lOo Frftncd. Spanische Noten 100 Pesetas . , ’JSchecho-ttiöw. Not. v.lOOOailhv. . . kleinere Uhgar, Noten tneue ßiH.I zu lOOOKf. . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere ..... 14. April 11. April Qeld Ware Geld Ware 26570.- 26670— 26560— 266f0.- 886.- 884— 876.- 880.- 880. - 884— 876.- 88C.- 15.1Z 15.45 14.95 15.25 3654.- 3666.- 3614.- 3626.- 0.92 -.08 9.92 -.98 369.- 371 — 369.— 371.- 858-7. - 9620— 9580— 9620.- 11680.- 11720.- 11880.— 11920.- 3r8r:0-'i.- 30900'’.- if,7700._ 308700.- P380.- 9330,_ 9420.- 1144.— 3156. _ 3110.- 3131.— 70035.- 711R5._ 70931.- 71185.- 4327— 4343— 4217.- 4233.- 2113— 2l?3,— 2110— 2120.- 510— 514.- 508.— 512— 18776.- 18830.- 18830,- 1S89J— 12483! — 12535!- 124«!- 12515!" 7f4ß't— 10830— 70563,- 7r,960.— 703.60— 70760— 70465.- 70860.— ichch- 364«.- 3570.- 36(0.- 49<5.- 514— 401.- 4SS-- 47fil - 434*- 47L- 479!- 1154o.- 1162«.- 11740.- 11820. - 14.60 13.- 14.40 14.80 Ü% lÜS'l I4Ä 14.60 306200 - KOTBiO.-. 305070.- 3075*0.- 3060'0.- 3C7600.— 305700.- 307300.- 43,o.- 4149.- 4185.— 4215.- 263 0.- 20600.- 26200.- 26400.- 3160.- 318N- 3130.- 3150.- 3130.- 3150.- 310«.- 3120.- 877— 883— 873— 873.- 867— 873— 863— 869—;460, - 9340— 9460— 9540— 76— 31 — 75— 81.- 70— 76— 70— 76— 3C3— 367— 363— 367— 343— 347— 343— 347— 18540— 13660— 18620— 18720— 13440— 12523— 1235-'— 12430- 9240— 9340- 9L)0— 9340— 2097.- 2113— 209?.. - 210 t— 2092— 2108— 2087— S1Ö3— 0.80 0.95 0.90 U.98 0.84 0.00 o!85 o!91 * Für 1000 Ll.-Mark, ** für 10.000 poltt. Mark. Gcnerülverfammlitng der Reichsorganisation der KavslSute Oesterreichs. Zn der gestern stattgsstlndenön ordentlichen Haupilversamni>lun.g wurde eine scharfe Resolution gegen den unlauteren W-Üttbawerb der Konsum-Vereine, aaaen die geplanim ZollerHöHungen und siegen die iinsierechnenigte Fnr-- iürgealbga-be beschlossen. Der tschechische Anteil an den Reparationen. Nach den Berichten der ReparationskMimisston beträgt der tschechoflowaMsche Anteäl an den von Deutschlarck ms Ende 1923 geleisteten Repavakiouslieferungen 28,153.000 Golldmark. Hierzu fei zu bemerken, da» in divsem Betrag bereits der <m die ffchecho-istowakffche Republik ülbergebene Schiffspavk an der Elbe, an der Order und an der Donau sowie die gelieferten Ldkonwtiven und Waggons inbegriffen sind. Tschechische Eisenbahnlieferungen gegen bulgarischen Tabak. Aus Sofia wird telegvaphiert: Die parlamentarische Gruppe der Reglievuniaspartaien hat nach dem Bericht der Kommiffion, die von chr zur Prüfung der italienischen, österreichischen und ffchecho-islowakischen Offerten zur Lieferung von Gisenbechnmaterial eingesetzt Wochen war, eiinstimmig der tichecho-slowakischon Offerte den Vorzug gegeben. Die Dswecho- Slowckkei wird dagegen fünf Millionen Kilogramm bulgarischen Tabak ankaufen. Der Answeis der Deutschen Reichsbank. Aus Berlin, 14.X wird telegraphiert: Nach der außerordentlich starken Belastung der ReichMank zum letzten QuartalsMuß setzte sich, wie die Wochenübersicht vom 7. d. ergibt, die Krevitinanspruchnahme bei der Bank in den ersten Aprrltagen noch fort, so daß sich die Reichsbankleitung veranlaßt sah, ihre Maßnahmen zur Einschränkung des anhaltenden Kreditlbegehrs zu verschärfen. Der Banknotenumlauf nahm um 6,2 auf 683,7 Trillionen Mark ab, gleichzeitig verminderte sich der Umlauf an Rentenbankscheinen um etwa 37,6 Millionen Rentettniark. Die fremden Gelder zeigten nach der vorausgegangenen maßen Verminderung neu« Zuflüsse, die Papiermarkguthaben stiegen um 19L auf 375,6 Trillionen Mark, die Rentenmarkeinlagen um 91 aus 440 Millionen Rentemnark. Im gangen nahmen die fremden Gelder um 110,6 auf 815,8 Trillionen Mark zu. Die Zugänge von Rentemnark im Giroverkehr ermöglichten der Reichs'oank, den erwähnten Bedarf an Rentenmarkkrediten ohne weitere Aufnahme eines Darlehens bei der RenteNbank zu befriedigen. Die Bestände der Bank an Rentenbankscheinen erfuhren dabei eine Vermehrung um 37,6 aus 263 Millionen Rentenmark. Dem Goldbestände wurden wertere 43.000 Goldmaick aus Ablieferungen auf Grund der Verordnung vom 25. August 1923 zugewiesen. Weitere Erhöhung der deutschen Roheiseupreise. Der Roheisenverband bea'bsichtigt laut „Rhvrnisch-wüstfälffcher Zeätung", eine weitere Preiserhöhung um 8 bis 5 Mark netto für die einzelnen Sorten und gestaMt nach verschiedenen Absatzgvbieten, vortzunelhmren. Eine Preiserhöhung uni 8 bis 6 Mark war bereits vor einigen Tagen beschloffen worden. Schönpviesener Zuckerrasfinerie. Wie wir evsahren, chivd die Schonpriesener Zuckervaffrnerie 60 tschechische Kronen Dividende zur Verteilung bringen. In der Generalversammlung soll die Fusion mit der Lobositzer Zuckerfabrik, deren . Aktienmehrheit sich im Portefeuille der Schönpriesener Zuckerraffinerie befindet, zur PerfelktionienMg gelmvgm. Das polnische MünMtem. Aus Warschau wird telegraphiert: Der Ministerrat nahm in einer außerordentlichen Sitzung den Gesetzentwurf betreffend die Aeuderung des polnischen Münzshstoms an. Ter Wert der Zloty wurde mit 1,800.000 polnische Mark festgesetzt. Bis zum 30. Juni können alle Zahlungen in Zloths oder in Mark nach der erwähnten Relation erfolgen. Vom 1,. Juli an ist die Mark nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel. Bis zum 31. Mai 1925 nicht eingewechselte Mark verlieren ihren Wert. Die russische Urquürt-Konzession hinfällig. Aus Moskau wird gedrahtet: Der Oberste Wirtschaftsrat hat befchlosien, sämtliche Gruben des Altai- und Uralgebietes, die bis jetzt von dsm englischen Urguart-Kouzern exploitiert ivurden, der Verwaltung des Staatstrustes zu.unterstellen. Erdöl, Bergbau und Industrie A.-G. Der Präsident der Erdöl, Bergbau und Industrie A.-G.. der gewesene Staatssekretär Hans Zerdik, teilt folgendes mit: Die Erdöl, Bergbau und Industrie A.-G. besitzt außerumfangreichen Niaphchofeldem rm polnischen und rumänischen RohölgMet 24 komplett eingerichtete Schächte, von welchen 20 im Bohr- und Förderbetrieb sich befinden. Diese bringen eine MonatsproduFtion von zirka 50 Zisternen Rohöl zu je 10.000 Kilogramm und überdies nach BchoMNg der eigenen Anlagen 150.000 bis 170.000 Kubikmeter Gas. Hierzu wird bemerkt, daß der am 5. d. erschlossene Schacht „Wanda" allein eine Tagesproduktion von drei Viertelzisternen austvaist. Bei der Einführung des Papieres in den Schranken wurden die von der Gesellschaft beigebrachten Unterlagen von der Börsenkammer und den von ihr bestellten Sachverständigen in jeder Hinsicht auf das rigoroseste geprüft und die Zustinnmung zur Aufnahme in den Schranken« Verkehr auf Grund deeinwandfreien Ergebnisses dieser Prüfling erteilt. . (Entgeltlich.) Wiener Börse. Beruhigt. Biel zur Beruhigung an der gestrigen Börse haben die seitens der Banken beschlossene Stützungsaktion und demzufolge der glatte Verlauf des mit Bangen entgegengesehenen Kassatages beigeiragen. Wiewohl bei Eröffnung des Verkehrs noch eine größere Anzahl von exekutiven Abgaben zur Ausführung gelangten, hielten sich die Kurse zumeist auf dem freitägigen Stand, da die auf dem Markte gelangte Ware von den Banken schlank ausgenommen wurde. Staatsbahn, Alpine und Tmrberaktien wiesen sogar Besserungen auf. Im weiteren Verlaufe des Verkehrs ließen die Umsätze, bei vorherrschender Zurückhaltung der Spekulation, auf allen Gebieten nach, was ein Abbröckeln des Kursniveaus zur Folge hatte, so daß der .Schluß in ruhiger Haltung erfolgte. Südbahn-Prioritäten verloren 8000 K., Bankverein und Unionbank je 6000 K., Zivnostenska 40.000 K., Alpine und Krupp je 8000 K., Waagner 10.000 K., A. E. G. Union 7000 K., Salgo 8000 K., Trisailer 10.000 K, Aarswthen Petroleum 18.000 K. und Semperit 21.000 K. Hingegen gewannen ungarische Kredit 12.000 K., Staatsbabn 10.000 K. und Tflnbe-r 28.000 K. ' ^^^5681599752841