Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1856 (15.4.1924)
- Date
- 1924-04-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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: rind, ' 1 Nr. 1886 '' ' ' r Wen, NeMag I,,, ii— | i > in—idtimtm»■« ii i -—- ii i ■■i»*l (Nachfolgende Notizen vis z« der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) Ewer-Gesellschaft, Me«. Der in Wien seit Sin-iger H'M wcillende Vertreter der BeÄaasanstalten Dwir-Morüah (Hebräischer Verla>g) und Iirivlal (VcÄag für. jüdiische Musik), Dr. Draliez Mt uns mit, daß er eine Auslieferungsstelle genannter Vevkagsawstalten in Wien,. 2. Bez., Zirkusigasse 83, unter dem Namen Ewer-Gesellschaft errichtet hat, der die Auslieferung für Oesterreich, Dschecho-^Skowakeli, Italien, Rumänien und anderen Balkanstaaten obliegt. Eröffnung einer Koscherfleischbank in Währing. Die im 9. Bezirk seit dveiißig Icchren beistrenommierte Fleffchfirma Siegmund Kornmehl, Hauptgeschäft 9. Bez., Bevggasse 19, eröffnet,^ einem langgehegten Wunsche der jüdischen Bevölkerung Währings Rechnung tragend, im 18. Bez., Wähvingevstraße Nr. 97, eine streng abgesonderte AbtMmg für Koscherfleisch UlNd wird diese Firma ausfchlließlich Hochprima Qualiitäten für diese rituielle AbteiHlung zum Verkauf dringen, ohne hierfür höhere Preise in Rechnung zu stellen. Die Aussicht wird vom chrw. Ralblbinat der isvaellitrschen Kultusgemvinde Wien beigestellt. Dieses Unternchmen vevdiient um so eher Beachtung, >o>a die Zustellung von Koscherfleisch an die jMschein Bewohner drr angrenzenden Bezirke, speziell Döbling, unentgeltlich erfolgt. Die in jüdischen Kreisen beliebten Osterweine aus der Weinkellevei Reich sind in der neuen Verkaufsstelle, n u r 2. Bez., Haidgasse 7, Del. 46-4-L2, erhältlich. Im Stadtgutketter, 2. Bez., Große Stadtgutgasse 36, bekommen Sie wie alljährlich Qsterweine, Wie Tokaher, Rüster, Karlowitzer sowie Sliilbowitz zu den billigsten Preisen. Kostproben auf Verlangen gratis. Auf Wunsch Zustellung ins M&gffiiiSSSSU „Laudftratze" Sonntag den 2V. April 1924, 10 Uhr abends Wiederholung des neuen Palästina-Films „Sine Reife durch ßrez Araei 1883" tfflfftT Frau Anitta MSller.Cohe« im Löwen-Kino, 3. Bez., Löwengasse Nr. 3 Karte»: Juwelier Armin Mach, S. Bez., Hauptstraße S, TafS Lovrana, s. Bez. LIwengafft ZS, CafS Ilion, 8. Bez., Löwengasse 39, und bei den Mitgliedern 10513 Vereine, Vorträge und Versammlungen. Kulturgruppe der zionlstlisch en Bezirksorganisation Brt glitten au, 20. Bez., Karl Meißlstvatze 5. Heute um halb 8 Uhr wichtige Mtgl>iedevzN!>ammenkunft. Montag den 21. d. im Festsaal der Mischen Toynbeehalle Gründungsfeier, zu welcher Freunde der Kulturgruppe yerMchst eiugeladen sind. Bnoth Jehud a, 1. Bez., Drahtgasse 4 4. St., Z. 3. Heute van 6 bis 8 Uhr hebräische Kurse. Anmeldungen Dienstag von 7 bis 8 Uhr bei Chawerah Frieda Rindner. F r eie P r i v atl eh r e rg ew erkschaft Oe st e rreichs. Heute um hallb 8 Uhr abends Vortrag des Umv.- Prof. Dr. Karl Gvünlberg über Genesis der gewerkschaftlichen Bewegung (Saal per Technischen Union, 1. Beiz., Postgasse 7). , * Kreuz und quer durch Finnland. (Lichtbildervortrag.) Heute um halb. 8 Uhr abends spricht Ing. Heinriich Dann in der Urania an der Hand von interessanten Lichtbildern über "seine Reiisen m Finnland. Ing. Donn hat in mehrjährigem Aufenthalt in Skandinavien und Finnland Land und Leute emgchend studiert. Mitteilungen aus dem Publilnm. Sala Kahn Salotnotn Langer Wien Antwerpen empfehlen sich als Verlobte Wien, im April 1924 Dr. phil. Lucie Preminger Prof. Wolf Hecht Verlobte Czernowitz im März 1924 Parfümerie „LORRfllN** Savonnerie Führende Marken: Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre Creme Lorignon Creme Lorignon- Chypre Lorrain- Toiletteseife, Badeseife, Speikseife Alleinerzeuger der Rasiereelfen in Stangen bestbekannten jjVriOrlk\lii und Würfeln Wien, XX. 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ORIGINAL Neu! Sämtliche Speisen fertig und am Rost Erstklassige Biere und Weinspezialitäten wie Szamorodnier, Tokayer Ausbruch Alleinverkauf der lg. Klcin’schen piDE bVJ Original Pttlßsfina Neäizinaiueine 15. April 1024 _Seite 1 Bühne und Kunst. Parguale Amata in der Volksoper. Dem Gastspiel des italienischen Bavitons PaSqual» A m a t o, der vormals gemeinsam mit Caruso in der New- Aorkcr MetrvpMtoin-Opera gewirkt hatte, sah man mit be> ^reiflicher Spannung entgegen. Als Scarpia in „Tosca^ bei rat er die Bühne der Volksoper, ein kluger, iemperamcnt- . voller Schauspieler, ein Bariton mit reicher Mitgift der Kehli und des HerMs. allerdings noch lange keine Persönlichkeit vom Range des einzigen Battistini. Er ist kein typischer Vertreter des italienischen Startums, sondern eher eine eigen« artige Perbindung von deutschem dramatischen und italienischen Belkanto-Sänger und versteht sich besser auf die Geheimnisse der Deklamation als aus ursprünglichen Wohllaut. An seinein Temiperament entzündete sid) die Tosea der Frau Rantzau, während der Agramer Tenor Herr R y j a v e e als Gavaradossi ein wenig ins Hintertrefft'n geriet. Musik- und Theaterfeft drr Stadt Wien 1924. Eine Karl Kraus-?l«ssiihrnng. — Maßnahmen der Direktion der Staatsoper. Tie Ausführung von Karl K r a n s' „W olkenknckncksheim"Gvird im Burgtheater statt finden. (Inszenierung von Berthold Viertel.) Die Staatsoper hat für ihre Beranstaliung während des Festes sämtliche hervorragenden Mitglieder des Instituts verpflichtet, darunter die Damen Jeriitza, Lehmann, S ch w a r z, die Herren D n h a n, P i e e a v er, Map r, Schipper, Schubert und andere. Das neue Werk von Richaid-Wrauß „Intermezzo" wird doppelt besetzt werden Kein Streik der Bundestheatermitglieder. Die Mtleilungeu von einem bevorstehenden Streik der Bundestheatermitglieder werden uns als unrichtig bezeichnet. Dagegen wird zugegeben, daß eine erregte Stimluiing gegen die Bnndestheaterverwaltung und das Finanz- Ministerium besteht, die bisher eine gerechte Regelimg der Bezüge verhindert haben. Es werden durch den Bühnenverein Eingaben der Mitglieder des Operncheaters und des Burg« theaters, die eine entsprechende Gehaltserhöhung verlangen, überreicht, doch wind in der heutigen Sitzung des Bühnenoereins nur die Angelegenheit der Operettentheater besprochen werden. Tie BerhaMilngen über die Bnndestl)e,ater dürften voraussichtlich erst nach den Osterfeiertagen einsetzen. Sie Ne»ermerbu««» für die Semsildegalerie des Sunßhiftorisch« Museums. Aentzerungen des Direktors Hofrat Dr. Gluck. Die gegenwärtig im Künstlerhaus zur Schau gestellter Gemälde, die in der letzten Zeit für die Gemäldesammlung des K u :i st h I st oris ch e u M u s e u m s erworben wurden, haben allenthalben großes Interesse erweckt, das auch schon durch die wiederholten Kunstwanderungen dokumentiert wird. Seilbstverständlich wurde der bereits bestehende Charakter der Galerie durch die Neuerwerbungen weder zerstört, noch ins Wanken gebracht, was übrigens bei der hohen Qualität der in unserem kunslhistorischen Museum vorhandenen Gemälde gar nicht möglich wäre. Wir haben besonderes Gewicht gelegt auf die Vermehrung im allgemeinen und ans die Ergänzung der Schulen, die bereits gut zur Anschaiiiing gebracht sind. Es nmrde eine Reihe ö st e r r e i ch i s ch e r Meister erworben und auch Holländer, von deneii wir zwar einige gute Beispiele hatten, die aber die holländisäze Kunst des 17. Jahrhunderts nicht ausreichend charakterisiert haben. Bei Epodzen und Sd)nlen, die gar nicht vorhanden sind, darf es sich stetnur um ganz bedeutende Meisterwerke handeln, damit das Niveau des Ganzen nicht leide. Bei manchen Erwerbungen spielte auch der Zufall eine Rolle, zum Beispiel bei einem Bild von Albrecht Dürer. Geldmittel waren von Hans aus nur sehr spärlich vorhanden und wir dursten auch nicht ans eine wesentliche Unterstützung des Staates rechnen, weshalb in der Hauptsache der Tauschweg eingeschlagen wurde: hauptsächlich handelt es sich hier teils um Duplikate, teils um dekoratwe Stücke, die mehr für die Einrichtung von Schlössern als für eine Bildersammlung dienen. Im übrigen haben wir einzelne wertvolle Stücke Schenkungen zu verdanken und es wäre sehr wünschenswert, daß wir mit Legaten und Widmungen bedacht würden. Vielleicht gelingt es uns auch, bei einer weiteren gründlichen Durchsuchung der Depots noch einige wertvolle Gemälde zu finden. Merdings dürfen wir bei Tausch-, angelegenheiten oder Verkäufen nichts weggeben, ohne den vollen Gegenwert zu erlangen. Es darf auch kein österreichisches Knnstiverk aus Bundesbesitz verkauft werden, ohne daß dafür ein gleichwertiges Stück in die betreffende Sammlung kommt. Die Neuerwerbungen werden nach Schluß der Ausstellung im Künstlerhaus der Gemäldegalerie des Museum? einverleibt, wobei selbstverständlich einige Umhängungen notwendig sein werden. Jedenfalls können wir mit der geleisteten Sammlertätigkeit der letzten Jahre zufrieden sein. o. r. Aus den Aeatern. V o l k s o P e r. Heute Dienstag unter der Leitung de» Direktors Felix Weiirgartner „Cosi fan tntte". Morgen Mittwoch zweites und letztes Gastspiel Pasqnale A m a t o s als Alfio und Tonio in „Cavalleria r u st i e a n a" und „Bajazzo". Die „P a r s i f a l" - Ausführung am Samstag den 22. d. mit Kammersänger Aagard Oestwig als Gast in der Titelpartie steht unter der Leitung des Direktors, Felix Weingartner. Das zweite Austreten Kammersängers Aagard Oestwig findet Mittwoch den 23. d. als Jose in „Carmen' statt. , ■ , Im Akademietheater wird Freitag den 2. Mai Shakeipeares „S o m m e r n a ch t s t r a u m" von den Schülern der Akademie zum ersten Male zur Darstellung kommen.