Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1854 (13.4.1924)
- Date
- 1924-04-13
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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1854 Wien, Sonntag §tn Besuch in Mgosm-Bromberg. | Ein Reisevrief. , ' Als ich mich bei der Polizei in Danzig äbmeldete und! als Reiseziel Bydgoszcz angab,.ftchr der Polizeibeamte entsetzt zusammen. Er wisse gar nicht, wo Bydgoszcz liege, ich dürfte wahrscheinlich Bromberg meinen. „Armes Tinterl," dachte ich, mit Mühe das Lachen unterdrückend, „wenn du und alle Polizeibeamten Danzigs in die Speichen des Rades der Weltgeschichte griffet, ihr würdet bloß die Finger j verlieren — den Lauf des Rades haltet ihr nicht auf." Vorgestern war -e§ Bydgoszcz, gestern, Bromberg, heute lautet der Name wieder Bydgoszcz. Als ich aber nach Bydgosyez kam, mußte ich im Geiste dem kleinen Danziger Beamten Abbitte leisten. Es ist wirklich Bromberg, nur mit etwas Bydgoszcz übertüncht. Fast alle Geschäftshäuser tragen auch deutsche Firmenaufschriften und sogar patentierte Patrioten aus dem klassischen Boden Poznans, wo schon das Wort „Posen" das Verbrechen des Hochverrates beinhaltet, verstehen deutsch, wenn das goldene Kalb es wünscht. Die Bank Przemyslowrow w Poznaniu heißt hier Posensche Produzentenbankfiliale Bydgoszcz ufw. Bydgoszcz liegt im Netzgebiet dort, wo die Brahe (polnisch Brda) in die Weichsel mündet. Es ist durch -den von Friedrich dem Großen erbauten Wasserkanal und fünf Schleusen bekannt. Es gibt hier auch einen se-henswüvdigen Turm, der früher den Namen Bismarcks führte, diesem aber nach dem Jahre 1918 untreu wurde und sich Poniatowski zum Patron gewählt hat. Die Stadt zählt zirka 100.000 Einwohner und macht äußerlich durchaus den Eindruck einer westlichen Stadt. Es garnisonieren hier einige Regimenter, darunter auch ein Kavallerieregiment, welches nach Kosakenart mit einer berittenen Musikkapelle ausgestattet ist. Marschiert das Regiment durch die Stadt, dann schmettern die Fanfaren eine monotone Weise laut in die Welt hinaus. Die Reitpferde scheinen, wenn man aus ihren Kopfbewegungen den Schluß ziehen darf, auf alles Ja und Amen zu sagen. Weshalb sollte denn ein so gesunder Gaul, zumal ein avarischer, klüger sein als die Menschen? Bydgoszcz hat auch eine Speditionsfirma, die zwei Schlepper ihr Eigen nennt und den bescheidenen Namen Bydgoszczer Lloyd fuhrt. Außer kleinen Zeitschriften hat Bydgoszoz drei Tageszeitungen, nämlich die „Deutsche Rundschau für Polen"- den „Dziennik BydgosK", das Organ der chrichlichdemokratischen Partei, und die „Gazeta Bydgoska", das Sprachrohr der Nationaldemokraten. Mittels dieser zwei Zeitungen begeifern die beiden Parteien einander täglich und werfen sich gegenseitig die größten Schmeicheleien, wie Erpressung, Betrug uftv., vor. Eine rührende Eintracht herrscht aber unter beiden Gegnern, so es gilt, über die Jud en herzufallen. Den Juden wird dann und wann zugestüstert, man würde das Fähnchen drehen, wenn die jüdische Kaufmannschaft eine entsprechende Anzahl guter Annoncen für „lange Sicht" zusichern würde. Die Juden gehen aber nicht aus den Leim. Sie kennen den Köder schon. Anläßlich des Purimfestes fand ein jüdischer geselliger Abend statt. Dies bezeichnete die ebrenwerte Tagespresse als eine Provokation (!) der christlichen Bevölkerung, weil jetzt — Fa st e n zeit ist. Einzig Dank der energischen | waren wegen ihrer Streitsucht und ihrer Engherzigkeit im! ganzen Lande berüchtigt. Kein Rabbiner konnte es in dieser Gemeinde lange aushalten. Besonders aber ein Mitglied der Gemeinde. Reb Nachmen Federer. war eine gefürchtete Landplage. Er wußte Wohl wicht viel, war aber furchtbar! fromm und mißtrauisch. Kein Rabbiner imponierte ihm..! Er hatte sich einen eigenen Schulchan Avuch. einen eigenen I Pftichtenkodex zurechtgelegt, auf Grund dessen er auch die j Mohltätigk-oit aus seinem Fvömmigkeitsdcgma ausschaltete. j Die Wandergeb^rten und Schnorrer mieden sein Haus! und in der Genieinde, war er wegen seines Reichtums und tyrannischen Wesens gefürchtet. Dieser Reb Nachmen Fe- ■ derer war nun einen Tag vor meiner Ankunft gestorben und es war kein.Rabbiner da. der ihm einen würdigen Nachruf hätte.halten sollen. Mein Erscheinen wurde wie j eine glückliche göttliche Fügung begrüßt. Eine Abordnung, des Gemeiindevov^andes übertrug mir in aller-Form die Ehre, den Hesped. den Nachruf, zu halten, wobei die ehrenwerten Vorsteher mit vielsagendem Augenzwinkern fcfe Bemerkung oiriistveustm, haß der Verstorbene, der weder. Frau noch Kinder hinterlietz, sein Vermögen, ohne der Gemeinde zu gedenken, ebnem weitläufigen Verwandten vermacht hatte. „Einem Toten muß num die Wahrheit uachsagen", meinte seufzend der Gabbe.der Ehewva Kaddischa, dem Reb Nachmen Federer das Leben besonders sauer gemacht hatte. G , Die ganze. Gemeinde und viele Juden aus den u>m--!i egenden Dörfernwaren im großen Schulhof um hie Mttah. die . Tragbahre, versammelt/die den. in Linnen'ge-. hüllten. Leichnam' des Reb Nachmen'Federer barg. "Die ■ Frauen, die a'Mts standen, hatten sich mit großen Taschen-. tiichern bewaffnet oder einen Zipfel ihrer Schürzen bereis." .'halten,,' als ich'."am Kopfende der Mittah stehend, Mit rrei'werlicher Stimme, im. vorschriMnäßigen Klägewn, zu ' ivrechen^ begann: - - - „Wenn.der. stebe. Gott einen seltenen Mann, der über seine Mitmenschen hervorragt, von dieser Welt abberuft, so lut er, gelobt/sei sein Nanre, dies nicht immer mit derAbsiM,^deß''Ä^ru'ftnen oder die HinterMebemn danvit zu strafen. Wft/ist' es ein Zeichen der göttlichen Gnädes die mit-hem Guten-- Pas .sie geschaffen,, nicht immer, dieselbe Kehilläh Her auf 'Erden beglücken rnöchle. Die göttliche _ Wierier Morgenzeitüng. Intervention der Polizei, die rechtzeitig herbeiellte, gelang es, den aufgehetzlen Pöbel, der in den Saal einzudringen. suchte, fernzuhalten. Dafür wurde 'die Polizei nachher in de-r „Presse" verhöhnt und als Judenknechte gescholten. Es ist nur zu bedauern, daß die Judenschaft kein eigenes Organ besitzt. Leider ist dies für absehbare Zeit nicht zu erwarten. Hier ist überall Materie ohne Form. Die jüdische Gemeinde hat zirka 300 Steuerzahler. Ein Teil von diesen, die deutschen »bodenständigen", denen aber die Verhältnisse eigentümlich Vorkommen und der Boden unter den Füßen zu brennen scheint, fühlt sich nicht mehr heimisch. Die aus Kongreßpolen Eingewanderten fühlen sich Noch nicht heimisch. Die Gemeinde hat einen herrlichen Tempel, der aber, bis auf die hohen Feiertage und den Gedächtnistag für die Toten, won niemandem belästigt wird. Es gibt eine Mittelschule, aber den Unterricht erteilt der Tempeldiener, ein braver Mensch, aber kein Lchrer. Eine merkwürdige Sitte herrscht hier, die hiermit der Mitwelt zur Kenntnis und Danachachtung mitgeteilt sei: Die Frauen, die vor ihrer schweren Stunde stehen, werden anstatt von der Madame Meier, vom — RaMnat besucht. Welche Funktionen da dem Rabbinat obliegen, konnte ich nicht eruieren. Wahrscheinlich ein Mysterium des Bydgoszczer Rituals. Da unsere braven Frauen sehr , oft, gottlob, in gesegnetem Zustand sind, kann man sich' denken, daß das hohe Rabbinat sehr viel Zeit an die Erfüllung dieser Besuchevpflicht setzen muß. An der Spitze der Gemeinde steht Herr Adam. Nicht zu verwechseln mit jenem Adam, der wogen der Frucht der Erkenntnis sein Leben wagte. Unser Adam ist ein tüchtiger Fabrikant und kalter Rechner. Wenn ihm der liebe Gott im Schlafe eine Rippe nehmen und dafür eine schöne Eva geben würde, er würde sicher den lieben Gott aus eine goldene Prothese an Stelle der Rippe und obendrein, auf Zahlung von Alimentation für Frau Eva belangen. Zwar behauptet Herr Adam, sein Junggesellenherz gehöre ganz der Kultusgemeinde, aber dieses Herz scheint nur wenig Nährstoff zu haben, denn die Gemeindefunktionäre sind schon ganz spindeldürr und erhalten monatelang ihren Hungerlohn nicht. Die Schuld trifft daran die Judenschaft, zumal die aus Kongreßpolen, sicherlich nicht. Die Leute würden für die Gemeindeangelegenheiten eine offene Hand haben, wenn die Leitung in guten Händen stünde. Bor einiger Zeit starb in Amerika Frau Hannah Cohen und hinterließ der hiesigen Kultusgemeinde 100.000 Dollar. Was könnte mit diesem Betrage nicht alles geschehen? Dank der Umsichtigkeit und Rührigkeit des Vorstandes dürste diese Suinme für die Gemeinde verloren gehen, wenn nicht rechtzeitig noch von' außen Hilfe kommt. Für. tatkräftige Leute, die es verstünden, die latenten Kräfte aktiv zu machen und in die Judenheit frisches Lehen zu bringen, wäre., hier ein sehr dankbares Gebiet. . " " sind Dr. Hofbaner* Entfettungstabletten völlig unschädlich und erfolgreich ohne Diätzwang Keine Schilddrüse Kein Abführmittel Depot: Apotheke „Zum römischen Kaiser“, Wien, I. Bes., Wollseile Nr. 13 Güte denkt auch an jene lichte Welt, in die unser Reb Nächmen jetzt einrücken wird. Und wir fündige Menschen dürfen nicht murren und jener Welt nicht darum ne^idig sein, daßsie ihn jetzt bekommt. Wir. muffen Gott dafür dankbar sein, wenn wir -daran denken, daß alle Engel d-rt oben auf Reb Nachmen Hinweisen und im Chor ausrufen werden:-! „Das war der größte Zaddik von Klein-Oberdorf!" Und -wahrlich, ein seltener Zaddik war Reb Nachme» unter uns. So oft jemand zu ihm kam, um ihn mit kleinlichen, irdischen Dingen zu belästigen, fand er ihn 'beim Lernen oder beim Beten. Und "der Zaddik ließ sich nicht beirren; ob es nun ein armes unwissendes Weib oder ein großer Gelehrter war, er -war nie,MM", hat sein Gebet und sein Annen niemals unterbrochen. Und die Armen erkmn'ten, daß >das von Gott fei und wichen dem Haus des Reb , Nachmen in weitem Bogen aus. Wenn, der Mensch aus die Welt kommt, hat er bei^ Hände geschloffen und schreit. Scheidet er Ms dieser Welt, dann hat et beide Hände offen und ist ruhig. Das will besagen, daß der Musch mit vielem Guten' aus die Welt kommt, und während feines Lebens in dieser sündhaften Welt , öffnen sich seine , Hände immer mehr, das Gute entschwindet und bis er stirbt, ist alles Gute verflogen, seine Hand ist flach und er schweigt.--Unser Reb Nachmen war nicht'von dieser sün'- higen Welt. Er kam mit geschloffenen Händen auf -die Welt i Uyd hal geschvien; und während seines ganzen Lebens hat! fr He Hand nicht ausgemacht und hat zu schreien nicht aufgehört über den Leichtsinn seiner Mitmenschen. Und selbst W er'starb,'blieben 'seine' Hände verschlossen . so lebte er'unter uns als euer Vorbild und s.ö wird fein Geist unter. euch Wtteben, Vis die Erlösung kommen wird' für Zion undfJemsalem." - /.;* . ' k ' "Währeüd ich diesen Nachruf hielt, horte das Schluchzen der Männer Md das Heulen der Weibex nicht auf. Der Gäbbe der 'Ehewva Kaddi'scha drückte sich eine Träne aus dein Auge' und ich habe ihn stark im Verdacht, daß e8 nicht eine Zähre des Kummers und 'der Trauer, sondern eine Träne derSchadenfveude war. Ich wurde an jenem - Tage reichli^ beschenkt und doch weiß ich, daß alle «meine WDc verstanden haben.' Aber so sind diese ungarischen Juden. Sre mhmen einen versteckten Hieb ruhig hin, wenn "Eit"de^MchHar — schweres'getrosstn wird' 13. April 1924 Seite 5 3ur Naturgeschichte der Autor. Die traditionelle Geschichtsschreibung ist endgültig ab getan. Früher hat es nur Könige und Jahreszahlen gegeben. Das ist anders geworden. Die Könige werden begraben oder abgefetzt und nur dann wieder ausgegraben, wenn sie schon sehr alt sind. Die Gegenwart hat andere Sorgen. Die Geschichte eines Boxers, die Erlebnisse eines Tierbändigers, das sind Probleme! Die Enthüllung:. „Me wurde ich Raubmörder?" wird verschlungen und der Werdegang eines Fußballspielers wirkt wie eine Offenbarung und befruchtend auf den Nachwuchs. Die Taten von Hakenkreuzlern, die flir wahnsinnig erklärt werden, die Schicksale eines Rennpferdes, die Biographie eines dressierten Papageis, den.ein Parlamentarier besaß und der aus jede Frage die Worte: Jud, Jud, gekrächzt hat, die sensationelle Karriere eines jüdischen Forschers, der an der Wiener Universität zum Dozenten ernannt wird (was aber nicht Vorkommen soll), das sind Stoffe, die würdig sind, der Nachwelt überliefert zu werden. Die kulturelle Bedeutung des Apachentüchels, die .Naturgeschichte der modernen Tänze, die Darstellung der Hauptpersonen in geheimen Prozessen wegen normaler Veranlagung (was aber auch selten Vorkommen soll), entsprechen vor allem dem Bolksempfinden. Nun, ich will die neuzeitliche Geschichte bereichern durch meine Autoibiogvaphie, das heißt durch die Lebensbeschreibung des Automobiles. Ich denke, das Thema ist aktuell. Die Autos liegen jetzt nämlich direkt auf der Stmße. Das heißt, wörtlich ist das nicht aufzufaffen. Denn auf der Straßeliegt gewöhnlich-der Passant, während das Auto schon längst über alle. Berge ist., Aber beinahe alle, jungen Leute von sechzehn Jahren aufwärts und andere' BanKnrektoren wollen jetzt ihre Autos geradezu geschenkt hergeben. Doch zur Sache. Das Auto entsteht in der Fabrik, in der Werkstätte, meint man. Ganz falsch. Das trifft höchstens für die sogenannte prähistorische Zeit zu, wo es sehr lange gedauert hat, bis man zu einem Auw gekommen ist, meistens überhaupt nicht. Nur die höchsten Herrschaften Ivaren damals in Autos zu sehen und fuhren an dern staunenden Bürger vorbei, der dafür ehrfurchtsvoll den Hut lüften durfte. Das hat sich in der geschichtlich immerhin bedeutenden Zeit der Musterung aller Jahrgänge geändert. Ein Teil der Menschheit konnte zu einem Auto gelangen, und zwar unblutig, während der andere Teil dafür geblutet hat. Da beginnt die Vermehrung des Autos. Es zeichnet sich vor allem dadurch ays, daß es stinkt; das Gleiche gilt meistens auch von der Art, wie man es erwirbt, aber man-hat sich an den Geruch schon gewöhnt. Und so haben viele nicht mehr „neben die Schuhe" gehen müssen. Das kam so: Man ist als Schnorrer ins Kaffeehaus gegangen, hat dort ein Glas Wasser genommen, dann einige Male hin und '-her telephoniert, und am nächsten Tag hat man ein Auto gehabt. Oder man ist mit der Elektrischen zur Börse gestchren, hat seinen Auftrag gegeben und nachmittags hat man sich ein Auto kaufen können. Wer aber bis zum nächsten Tag gewartet hat und dann zu Fuß hingegangen ist, weil ihm das Geld für die Tramway Mehlt hat. der hatsich sogar oft Mch zwei Autos kaufen können. Mancher hat kein Geschäft gemacht, sondern nur in die Luft geschaut. Man sagt, daß einem auch ein solches Luftgeschäft ein Auto hat einbrrngen können. Oder man war ein biederer Landmann und hat schon brav seine leeren Kukuruzkolben dem Staate geliefert (das Nullermehl hat man selbst verbraucht und gehamstert) und das Auto ist einem förmlich zugewachsen..Oder einer hat ein gutes Organ gehabt und so lange mit seiner' Stinrme gebrüllt wie ein Vieh, bis er das nötige Stimmvieh aufgebracht hat. Schließlich ist er dann in seinem Auto, gefahren, daher der Name Volksvertreter. So ist das Auto ein-äußerst wichtiger Faktor der Kultur geworden.. Es hat den" Verkehr mit den Nachtlokalen und den Heurigen vermittelt, die Aerzte haben dabei verdient, eine Zeitlang' wurde die österreichische Währung so transportiert und "schließlich konnte man im Auw mit unterschlagenen Beinen und anderen. unterschlagenen Sachen ins Ausland fahren. Es ist auch dadurch bemerkenswert, daß es besteuert wird. Das Auto hat auch" einen neuen Typus geschaffen, einen Prächtigen Menschenschlag, die Chauffeure. Das ist ein fahrendes Volk, urwüchsig, edel und bereit, die Nachsicht der Taxe zu üben, wenn man mit der Polizei droht. Das Auto kommt natürlich Mch in den besten Familien vor, deren Adel den Wahlspruch führt: Nie sollst du mich befragen. Auch das Verschwinden von jungen Dkädchen fördert das Auto angeblich. In der letzten Zeit ist ein großer Umschwung eingetreten. Viele Auwbesitzer sind nach Paris gefahren, uni den Franken zu studieren. Aber die Auws haben so weite Reisen nicht ausgehalten. Man hat gesehen," daß es nicht mehr so weiter geht. Die Leute sind still geworden und reservier!, die Börse immer reservierter und auf einmal war so ein Auw für viele die letzte Reserve. Sie haben Mssteigeu muffen und fahren jetzt in der Straßenbahn entweder schwarz oder mit ermäßigten Fahrscheinen im BotverkMf. Und wenn es einmal wirklich Sommer werden sollte (der Frühling hat uns diesmal^ in einen schönen April geschickt), werden sie sogar zu Fuß gehen. Die Auws aber'sind wieder nur in der Werkstätte zu haben und . wer weiß, ob man wieder dazu kommen tarnt, irgend einemal, irgendwie ode' nie. Und das ganze nennt man die Saniermrg. eld. Für OSTERN— NEUE WÄSCHE/NEUE KRAWATTEN direict beim Erzeuger I BERTHOLDSCHEER I. tll., Landstraßer Gürtel 19, Linien O, -1, 1 IS ^*******>>aBaMmsaat£aaaianaMumBMaomeauMaMmuMaHnmMma«uanMnoMaMwumc>ncz£S*rr:j3'^