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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-09 · Heft 1850 (9.4.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1850 (9.4.1924)
Date
1924-04-09
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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VK. im Mm, MiktwoG trotz f«in«x englischen Verpflichtungen wenigstens einen Terl der Konzerte wieder dirigieren zu können. BeFircstich der Lei» t>un>g der ülbvigen Konzerte schiwüben noch DechaMn-vgM. Audem Durgtheater« Mit Beginn der nächsten Spiel- /!eit tritt Hans Marr, der bereits vor einigen ^tzHven mn Bnrglheater maagiert war, in den Äerlband dieser BÄM. Marr bedeutet ernen großen Gewinn für das Burgtheater und ei5t ffu hoffen, daß er für diese Bühne dauernd gewonnen rst. — Das Schönbrunner Schsoßtheater wird «lls drittes Schauspielhaus des Durgcheaters im Mai eröffnet wer« den und man gedenkt die Vorstellungen bis zum Einritt der kalten Jahreszeit auSzuldehnen. Ms Gastregisseur wurde Karl* fatttii Martin verpflichtet, der zunächst ein Aaküspearösches Lustspiel für die erste Vorstellung des Schönbrunner Schloßiheaters in Szene setzen wird. Das Richard Ttraaß-Fest. Dabereits angeWMgte Richard Sttauß^Fest findet unter dem ProteAarat des Bundespräsidenten statt. Es werden in der Zeit vom 2. bis 14. Mai sämtliche dramatischen WerL» des Melters mW ein großer Dell seiner Kammermusik «uißgeMrt wetÄen. Max Brods neues Schauspiel Prozeß B u niev« darll wurde in tschechischer Ueibevsetzung in Brünn außge* fuhrt und hatte sehr starken Erfolg. Noch im Laufe dieser Spielzeit soll das Work in Wien im Modernen Theater in Szene gehen. Vorlesung Uriel Birnbaum. Sonntag den 18. d^ halb 8 Uhr abends, liest ,m grotzen Saal« des Ewgvnieur- und Architekterrverevus, 1. tzq;.. Gscheuibachgasse 9. Uriel Birnbaum aus eigenen Werken. Das Programm umfaßt Vorlesungen aus den Bänder, ,^n Gvttss Krieg", selben in Liede" fdfotß d>er Sonette. Karten bei R. Löwit. 1. Btz;., Rotentuvm* straße W; Richard Lanh,, 1. Baz., KärntneMatze 44, und im Kartcichureau Basar. 1. Bez., Roteuitumvstrahe 19. Ar» de« Aeatekn. Durath e ater. Morgen um 7 Uhr „M a c S e i h." Slktldemieth rater. Morgen um '/«8 Uhr »Die L i e b e w a ch t". " . . V o l k S o v e r. Heute findet die deutsche Uraufführung der vreraktigen Melodramas «Pelvns Brautwerbung" statt. Das Buch ist von Brchlieky, die Musik von Zdenko Mich. - Morgen „Der Waffenschmied". — SmnStag den 12. d. eröffnet der berühmte italienische Bariton Pasauale A m a t o sein Gastspiel als Scarpia in „T o 8 c a". . J'n T b t e r i n d e r I o s e f ft a d t findet heute abends die Premiere von Schillers Trauerspiel ..Kabale u n d L i e b e" statt. Beginn %7 Uhr. Apollo. Theater. Anläßlich des 60. Geburtstages des Komponisten Edmund E t, 8 l e r findet Sonntag nachmittags um 3 Uhr eine Festaufführung der Operette „Bruder S t r a u b i n g e r" statt. Der Komponist wird die Zwischenaktnmsik persönlich dirigieren. Zn der I ü b i s ch e n B ü h n e, 2. Bez., Taborstraße 12, findet Samstag den 12. d. eine Sondervorstellung stak, die von Herrn Bernhard Scharrer veranstaltet wird. Zur Darstellung gelangt der. mit. großem Erfolg aufgenommene Schwan! ^21 T a g e A r r e st" von Goldberg. Im Prolog wirkt eine Neihe hervorragender Künstler mit, darunter Herr Konzertmeister Z i m b l e r. Schadenersatz »egen rechtswidriger Beschlag, «ahme. Dem Lederwarenhandler Ignaz S t ö ß l waren im Jan« ner 1921 über Einschreiten der Südbahnarbeiter von Graz 158,5 Kilogran,m Leber vom Kriegswucheraint beschlagnahmt worben. Gegen ihn sinid in Graz und Wien wegen Schleich. Handels Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft und beim Grazer Wivtfchaftsamt gemacht worden, welche jedoch als unstichhältig schließlich eingestellt wurden. Das beschlagnahmte Leder wurde in das Debensmitvelmagazin der Südbahn in Graz einge lagert und wurde dort von den Eisenbahnern unter sich aufgeteilt. Stößl erhob beim VerfassnngSgerichtShof gegen den Bundes, staat Oesterreich eine Klage auf Rückstellung des beschlagnahmten Leders, weil es sich nach Art. 23 des Verfassungsgesttzes um eine fahrlässige Rechtsverletzung seitens des Kriegswucher« amtcs in Graz gehandelt habe, für welche der Staat aufzukommen habe. Der VerfasfungSgevichtshof erklärte sich entgegen einem Anträge der Bundesverwaltung für kompetent und deruttciltc den Bundesstaat zur Rückstellung der 158,5 Kilogramm Leder an den Kläger, weil das Kriegswucheramt widerrechtlich die Beschlagnahme verfügt un!d bei der Verwahrung des Vc-> schlagnahmten Gutes die notwendige Obsorge unterlassen worden sei. Errmdlsse Beschuldigung gegen den Unter- Mieter. Der Bez'.rkshaupknanu a. D. Dr. Ernst Kord in hatte vor zwei Jahren durch das Wohnungsamt in der Langegasse 60 eine aus zehn Räumen bestehende Wohnung Lüge« wiesen erhalten, von der er dann einen großen Teil durch Weitervevmieten gut zu verwerten trachtete. So hatte er litt Vorjahre drei Zimmer seiner Wohnung an den Zahnarzt Dr. Emanuel B e r g h o f gegen einen monatlichen Zins von 1,200.000 Kronen und gegen eine Beteiligung von 5 P r oe n t au dem B ru t t o er t r äg „ is d e i zahnärztlichen Praxis des Dt. Berghof weitervermietet. Nach einiger Zeit künd'gte Dr. Kord in dein, Untermieter die Wohnung, da er sie besser zu verwerten beabsichtigte. In, Verlaufe des Mietprozesses erhob Dr. Kovdin bei Gericht gegen den Zahnarzt die Bicischuldigung, daß er ihn zu einem Betrüge gegenüber der Krankenkassa habe verleiten wollen, indem er ihn über eine zahnärztliche Arbeit eine falsche Be« stäügnng zur Unterschvist vorlegte. Gegen Dr. Bevghof wurde auch beim Strafbezirksgerichte eine Anklage wegen versuchter Verleitung zum Betrüge erhoben. Die Verhandlung Wer diese 'Anklage endete mit dem Freispruch des Dr. Berghof mangels jedes strafbaren Tatbestandes. Der Zahnarzt brachte wegen der falschen Besch-.,sdi-guttg gegen Dr. Kord in die EhrcnbcleidigimgÄlage ein, über die gestern verhandelt wurde. Der Amgoklagte, der für seine Vcschwkdigung nicht die geringsten Anhaltspunkte an führen konnte, wurde zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Kronen, eventuell zn 48 Stunden Arrest verurteilt. Wienet; Morftettzeitunü» 9. April 1924 SeÄ 7 AUe Arten van Kommanditö der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit- und Bankgeschäften i. ZSttrSBgSrr« 4 "ätaffiBT W*re»3**chäfte Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Telephone« 604-82, 60-4*03, 63-4-85, 64-442. 68-4-78, 60-4*82 miss VeleZramwackresee! Frapobank | Lolkswirt. Budapest« WIrtschastsbericht. Budapest, Anfang Aptil 1924. Die lange Fimnzministerkrise hat mit der Reaktivierung deS Barons Koranyi geendet. Nach seiner eigenen Erklärung ist er Optimist. Dies ändert jedoch cm der traurigen Tatsache nichts, daß Ungarn jetzt die kritischeste Zeit durchlebt. Wird es dem Grafen Bethlen gelingen, die Annahme der „SanierungSvorlagen" durchzusetzen? Das ist jetzt die Frage, die jedermann interessiert, da von ihr das Wdhl sämtlicher Schichten der Bevölkerung abhüugt. Wieder macht sich allgemein Erbitterung gegen die Regierung bemerkbar, dem auch diesmal wird der Großgrundbesitz verhätschelt. Hauptsächlich die Banken und die Industrie sind besonders aufgebracht, zumal die Regierung, als sie die Aktiengesellschaften zur Teilnahme an der inneren Anleihe aüfforderte, ihnen die Zusage mochte, es kämen keine weiteren Lasten mehr, und sofort darauf mtt der Forderung der fünfprozeniizen Aktienäbgabe herausruckte. Dies halte auch einen Zwist zwischen den Banken u,td dem Minister Valko zur Folge. Doch haben sich bie Gemüter seitdem schon beruhigt. Die Regierung versprach, auf die Vermögensabgabe Verzicht zu leisten und jetzt herrscht wieder heilige Riche. Die Banken haben übrigens ihren Anteil an der Anleihe — 12 Millionen Goldkronen — als Vorschuß schon eingeliefert und auch die Jndustrieunterirehmen erfüllen ihre „patriotische Pflicht". Ab 1. Mai werden 7 Prozent des Friedensmietzinses in Goldparität zu entrichten sein, „progressiv" bis zu 60 Prozent, welche Höhe die Mietbeträge bis November 1926 erreichen werden. Die Hauseigentümer sind jedoch mit dieser Lösung nicht zufrieden, sondern forderten in einer Zusammenkunft höchst energisch Freigabe der Wohnungen und vollständiges Verfügungsrecht. Die Regierung richtet sich auf Goldparität ein, das Zollaufgeld wurde bereits im Vormonate auf das 13.500fache erhöht, Steuern werden ab 1. Jänner d. I. in Gold entworfen, auch die vorjährigen Rückstände werden, wenn sie nicht bis Ende Mai Begleich fnvden, auf Basis der Goldparität umgerechnet; an Zinsen werden, jetzt statt 10 Prozent pro Monat wie bisher bloß 12 Prozent pro Jahr zu bezahlen fein. An Einkommensteuer wird jetzt von 600 Goldkronen angefangen 1 Prozent, nächster stufenweise bis 200.000 Goldkronen immer mehr, über 200.000 Goldkronen 40 Prozent, an Vermögenssteuer von 0,1 bis 1 Prozent, Gesellschastssteuer von 3000 Goldkronen 5 Prozent, steigelid bis 50.000 Goldkronen, bei Usbersteigen dieser Ziffer 15 Prozent, Tantiemensteuer zwischen 16 und 25 Prozent sein. Die National-Notenbank konstituiert sich nach Flüssigmachung der Auslarwsanleihe mit einem Stannnkapital von 30 Millionen Goldkronen; der Verwaltungsrat setzt sich aus den hervorragendsten Vertretern der Finanz-, Handel?- und Jndustriewelt zusammen. Die Notenbank bekommt auf 30 Jahre da§ ausschließliche Recht zur Herausgabe von Banknoten. Sobald ihre Tätigkeit beginnt, hört die Devisenzentrale als solche zu funktionieren auf, sie soll fortab nur Kmitrollrollc ausüben. Auch das Sparkronensystem wird eingestellt, man wird ihm einen warmen Nachruf bereiten. Im Stadthaus ist man noch immer nicht miide geworden, die Gebühren für „vffoutliche Betriebsleistungen" zu erhöhen; jetzt wür die Reihe wieder an Gas, das um ein Drittel, elektrischem Strom, welcher um 40 Prozent teurer wurde, und Wasser, daS ab März 1000 K. kostet. Der Notenvertchr ist seit Mitte März unc 45 Milliarden gestiegen, Ende der vorigen Woche belief er sich auf fast 1400 Milliarden. Die ungarische Gelddruckevei hat neue Fünftauseudkrouennoten heräuAgegebeu; dieselben sind etwas weniger wert als die alten zur Zeit ihres Erscheinens waren. Auch Mil« lionennoten sind bereits erschienen! Die Mühlenkonzentration ist, trotzdem sie ungeheure unvalorisierte Notenansterltskredite in Anspruch nahm, cnn 10. Marz auf das Sparkronensystem übergegangen. Zluch Schlußprolougatwnön weiden nur Mehr auf dieser Basis gewährt. Man spricht in der Kolonialbranche allgemein davon, daß die Einfuhr von Reis und sonstigen auf der „Bcrboiliste" befindlichen Kolonialartikeln in Bälde sreigegcben will). An geeigneten Stellen ist Man, wie verlautet, auch dafür, Textilwaren herciinzulassen, doch ist die Fabriksmdustrie dagegen. Diese Kreise wollen die Sache verschieben, bis der neue Zolltarif ins Leben tritt, vorderhand ist noch keine Eutscherdung getrofsen, dieselbe bleibt den, gegenwärtig auswärts neilenden Staatssekretär König Vorbehalten. Die Teuerutrg ist laut Meldung des Gewerkschaftsrates ins Monate März um nahezu 80 Prozent gestiegen; eine Tausendkroneunote hat den Kanfwcrt von ungefähr 7 Gold- Heller. Devisen- «nd Baiutenlnrse. (MUgetetlt von der Oesterretchischrn Nationalbanls Vista 8. April tWd W*f« 7. April Geld Virt Amsterdam <• 1 ho],. Golden Assram * l«sr. Kronen . , . ' Belgrad t Plnar ..... BetHn* 1 deutsche Petehstrtark ' Brüssel 1 belgische Francs . . BilffapcSt 1 (itigir,Sehe Krohfen Buirifest , Lei.) Chrlstlanla 1 norweg. Kronen \ Kopenhagen i dffnische Kroner . London 1 Pfünfl Steriler . » . Madrid 1 Pesetas ...... Mailand , Lire ...... New York t Dollar Parts 1 FtfthcS ... Prag I t8chedio**1o«r. Krone» . Sofia , LewA ....... Stbrtholm t schwedische Kr« nor . Warsohan»* 1 m>1 «Usche Mark. . ZOrteh I scMe^ferlScHfe PffthM . Motel» Am er!Wm; Noten ▼. A Dollar au,er, » , kleinere k . , Belgische Nöten M Pfhncs . . Bulgarische Noten zu lOOfl LtftfÄ » . . . mn . . » , 1deln«re. , . DSnlSehe Noten. 100 Kroner . . Deutsche Noten*. „ . j, ,00 „ . . . . kleinere* . . . Engl. Noten von 5 Llvrest. autw. „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 dulden . Italienische Noten v. 100 Lire attfw, , , kleinere . . . Jugosl. Noten ungeat. zu 1000 Dinar . . . . ,100 . . , , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten **.. „ , kleinere** . . . NumSnlsche Noten zuiooo 500Lei , . kleinere . . . Nuss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . . 100 , ... kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-sloW. Not. v.1000 atifw. , . kleinere . linear. Noten (neue Em.) zulOOOKf. . . zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere ..... A551,.- iß.is 3509.- 0.90 m- ■.SSt 3159.- 70935.- 4tSt.iaios.- 508,— IW20r— i toSm.« 7o<wn.— 3455.- *84.- E- II9to.- 14^50 1ÖD 305500.— 3053rn.- 4130.- 28300.- 3165.- 3135.- 873.- ttÖ.- 9400.- 73.— 68.- 360.- 34D.- 18510.— 12280.- 9260.- 2092.— 2087.- 0.85 2kg5a._ 266oO.- 267fl0,*« r81.- 681.— 87b.- 8-2.- Bfc t5.4s 14.65 14.95 3021.- 3494.- 3506.- n.90 1.- 3R8.-* 364.- 366.- 9620.- 9630.- 9670.- ,1170.- II66O.- 11960,— 308Z1".- : 307340,— 30830O,— Mo.- 8380.- 9420.- 31-1.- 3159,— 3171.- 71185.— 70935.*- 71185.- 4173.- 4167.- 4183.- 2115.- 2115.- 2125.- Wö.- 566.- 510.- 18780.- 18920.- 18980.- 12435II 12355!- 124«!- 76863.- 70460.- 78860.« 70460.— 70860.— 34W— 3480.- 3480.— 402«*— 489.- 492,—* 472*- 464!- 472!- «1670.- 11720.- 1 teoo.— 14.96 14.36 15.70 0,80 14.70 4160.- 265»0.- 3,85.- 3,55.— 879.- 889.- 9540.- 83.- 78.- 364.- 344.- 186,0.- 1235.0,- 9340.- 2108.- 2103.- 0.95 14.20 14.60 305500.— 307100— 305300.— 306900— 4135.- 4165— 28300.- 26500— 3165.- 3185— Z135.- 3155— 865.- 871— 855.- 861 — 9510.- 9590.-* 73— 83— 68— 78— 360.- 364— 340— 344— -!- -!- 18710— 18810— 12260— 12,40— 9260— , 9340— 2692— 2108.— 2087— *103— 0.85 o!8C 0.95 Usö Für 1000 M.-3Jlarf, ** fftt 10.000 poln. Mark. Ein Frankenclearing zur Regelung der Frankenengagemenis. Eine Kundmachung der Börsenkammer. Um einen richtigen Ueberblick über den Umfang de> Frankenengagements des Wiener Platzes zu gewinnen und andererseits diese endgültig einer Regelung zuzuführen, ist der Gedanke üufgetaucht, zur Bereinigung dieser Engagements ein Clearing einzuführen. Es haben sämtliche Banksirmen alle ihre Frankenrermingeschäste bei der Börsenkamm'er anzugeben, welche nunmehr einen Ausgleich der Verpflichtungen besorgen wird. Schon am Freitag sollen die Bekenntnisse der einzelnen Bankfirmen bei der Börsenkammer eingereicht werden. Natürlich werden die Konti streng geheim gehalten werden. Nach Einreichung aller Konti wird eine genaue Uebersicht über die Berpflichtnngen des Wiener Marktes möglich sein. Schon jetzt steht fest, daß die über die Verluste der Wiener Frankmspekulation verbreiteten Gerüchte weit übertrieben sind. Es sind nämlich zu den Engagements Wiens auch noch die Engagements des Prager, Warschauer, Budapester und anderer Plätze hinzugerechnet worden. Jetzt wird klar ersichtlich sein, welche Verpflichtungen der Wiener Platz als solcher hat, andererseits wird auch eine Uebersicht über seine Verluste möglich sein. Die offizielle Kundmachung der Börsenkammer hat folgenden Wortlaut: Die selbständigen Bövsenmitglieder(besucher) werden aufgefordert, die von ihnen mit anderen selbständigen Bö rs e nm it gliedern (besuch er n) in französischen Franken auf Termine gegen aiwere Währungen geschlossenen Geschäfte beim Bureau der Wiener Börsenk a n, m e r aufzugeben. Die Aufgabe hat auf den gewöhnlichen weißen Aufgabebogen des Wiener Giro- und Kassenvereines zu erfolgen, wobei die Währungen, welche gegen französische Frauken getauscht wurden, also Dollar, Pfund, Lire, tschecho-flowakische Krotten nsw. als Effekt zu behandeln sind. Es ist demnach anzuführen: a) In der Ueberschvift „Effekt": Dollar (Pfund, Lire nsw.); b) in der Ueberschrift „Aufgabe vm,": Termin u lt i in o April (Mai, Juni usw.); c) in den Kolonnen „Schlüsse": Betrag in Dollar nsw.; d) in den Kolonnen „zu beziehen von" und „zu liefern an": die Firma (der Name) des Gegenkvntrahenten; e) in den Kolonnen „KOrrs": der Kurs in französischen Franken; s) die Kolonnen „Betrag" bleiben u n a u s g r f ü l l t. Weine und Sliwowitz der Firma M. KE1CÜ, WeinMlmi, 31. Tahmtr. 80 befindet sich jetzt Haidaasse 7 :c» TeSapfcon d hww «* 4®"4°52 Es?3tk!asp‘£;4 (Hr vüü fcjliS&ate Preise 58292407

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