Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1847 (6.4.1924)
- Date
- 1924-04-06
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite ly ' "LüM, Somrkag -Bergner beginnt dann ein kurzes Gastspiel. Die Erstaufführung ist für Santstag den 19. d. anberaumt. Johann Strauß-Theater. Heute Sonntag nachmittags „Fieder m a u halb .8 Uhr abends .,M a r -i e t t a". Inr A! o d e r n e n Theater finden beute Sonntag drei Vorstellungen statt; um 3 Uhr nachmittags Herbert Eulenbergs „Alles ums Geld" (su halben Abendpreisen), abends nge b or g" mit Kurt Götz- und Valerie v. Martens und um 10 Uhr abends Alfred Bvusts Winterstück „Die Wölfe". Wo che i> spielplan der Dolksoper. Heute Sonntag, 2 Uhr nachmittags, „Die verkaufte Brau t". (Zu bedeutend ermäßigten Preisen.) xffl Uhr abends, „Lohengrin". Morgen 'Montag, 7 Uhr abends, „Der Evangeliman n". Dienstag, V,8 Uhr abends, „C o s i f a n t u t t e". Mittwoch,, 7 Uhr abends, zum ersten Maler „P e l o p 8 Brautwerbung." Donnerstag, i,,g Mr abends, „Der Waffenschmied". (Kein Kartenverkauf.) Freitag, 7 Uhr abends, „Pelops Brautwerbung". Samstag, V»8 Uhr abends, „Tose a". WochenipielplandesDeutschenVolkStheaters. Heute Sonntag, V,3 Ubr nachmittags, „M « ns ch e n von heut e". 7 Uhr abends, „Die Wege nach Rom", Morgen Montag, 7 Uhr abends. „Mora l". (Beermann: Dr. Rudolf Tyrolt.) Dienstag und Samstag, 7 Uhr abends, „Erich XIV." Mittwoch, 7 Ubr abends, „D i e Wege nach Rom". Donnerstag. 7 Uhr abends, „D i e Journalisten". (Schmock r Dr. Rudolf Tyrolt.) Freitag, 7 Ubr abends, „Erd e". (Der alte Grutz: Dr. Rudolf Tyrolt.) Wochen spielplan des Raimund- Thea t e r 8. Heute Sonntag, 3 Uhr nachmittags. „Bruder Martin". 7 Ubr abends, „Sechs Personen suchen einen Autor", Morgen Montag, Mittwoch und SamStag, 7 Ubr abends, „Sechs Personen suchen einen Autor". Dienstag, 7 Uhr abends, „G a 8". ll. und 2. Teil.) Donnerstag und Freitag, 7 Uhr abends, „Bruder Martin". Wochenspielplan des Modernen Theaters. Heute Sonntag, 3 Uhr nachmittags, „Alles n m G e l d". 7 Uhr abends, „I n g e b o r g". Morgen Montag und die folgenden Tage, 7 Uhr abends, „I n g e b o r g". Um 10 Uhr abends täglich „Die Wölfe". Wochenspielplan des Neuen Wiener Stadttheaters. Heute Sonntag, 7 Uhr abends, „Das Weib im Purpu r". Morgen Montag und Dienstag, V«8 Uhr abends, „T a u n h ä u s e r p a r 0 d i e". Mittwoch und die folgenden Tage, 7 Uhr abends, „Das Weib im Purpur". Mitteilungen aus dem Publikum. %Jepplchhätt& SftobelhüWS eJC&jeheirzt {Telefon-. 63 -5'30Jerie ’XUlenX {Bauernmarkt 12 Keine Filialen in w/enI iflnJ&msinqen M.t.&äahd.^jpQffpaf, Rosa Königfest Simon Fleischman Wien, II. Wien, II. Verlobte Eugenie Metzger Isidor Spodek Jaroslau Wien empfehlen sich als Verlobte. Wir gratulieren herzlichst unserem Verwandten,beziehungsweise Freunde, Herrn Dr. BARUCH TANNE! zu seiner PROMOTION j Ignatz Friedländer u. Frau David Jekel u. Frau! Sigmund Geller u. Frau 8 , , 1 . ■■ .. > ■ „ ■ ■■■ , _J Der Gesamtvorstand des Jfid. Unterstütztmgsvereines „ESRA“ gratuliert seinem Obmann - Stellvertreter Herrn Jakob He!E3seran!ässlich der Vermählung seinerTochter Henriette mit Herrn Josef Schächter und wünscht Der Gesamtvorstand des „R&th Izchoh“ und „Prater?alEnud«Thorawereanes“ gratuliert seinem Vorstandsmitgliede Herrn JKKD8 HEUCJ5ER anlässlich der Vermählung seiner Tochter Henriette mit Herrn Josef Schächter Der Jüd. Unterstützungsverein „Esra“ gratuliert seinem Mitglied Herrn A„ M. Ehrlich anlässlich seiner Vermählung mit Fräulein Frieda Schaffranek Möbelfabrik J. Spira Feme Hin, UI.. Menslem«! 1—3 Wolnungseinrichtungen. (Ecke Karl Schweighofergasse) TEPPICHHAUS DRACH & Co. VI., MariahilferstraQe 79 159 Stets größtes Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Kntipf- und Suiyr na-Tepp ichc B/Argiwrturyyr rvmxzrzryz:* wmrjrr.mrJKßwtr.n.uA.L.'.n.JL.trsi*.■ •tttt'.tr/ yv*' d~a trrrTtr.•ztpiktv :xxc*ar*i# Wiener; Morgenzeitung. 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Cl)ef der Firma wurde sein um zwei Jahre älterer Vetter Josef Robert Eisler. Otto blieb noch Teilhaber der Firma und bezog aus ihr sein Einkommen, das aber von Jahr zu Jahr kleiner wurde. Die BeÄrrängung aus der Firma und die ständige Kürzung seines Einkommens, erweckten in Otto die lieberzeug u n g, daß cr voir seinem energischen und angeblich habgierigen Vetter Josef Robert um das ererbte väterliche Vermögen betrogen werde. Die Spannung zwischen den beiden Vettern wurde" immer ärger, jede Zusammenkunft führte zu stets heftigen Szenen zwischen dem Firmenchef Jo-sef Robert und den als sehr nervös bezeichneten Otto Am 30. August kam es zur Katastrophe, die sich aber ohne Zeugen äbspielte. Ein Beamter wollte seinen Chef sprechen, bei dem eben Otto weilte. Er öffnete die Bureautür und sah Otto Eisler, in jeder H and eine Br own in gP istole haltend, beide gegen Josef Robert Eisler gerichtet. Dieser stand beim Telephon, die Hörmuschel in der Hemd. Schüsse aus den Revolvern seines Vetters ^Otto streckten ihn nieder. A ch t S ch ü s s e d u r ch b o h r t e n ihn lind nach einigen Stunden erlag er seinen fürihterlichen Verletzungen. ' Otto Eisler wurde sofort verhaftet und gab zu, daß er seinen Vetter im Jähzowr ermordet habe, weil er ihn um sein Vermögen gebracht habe, und ihm kaum so viel gebe, daß er kümmerlich leben k ö ll n e, obwohl das Verrnögen der Firma mindestens 3 0 Millionen Goldkronen, also mindestens 400 Milliarden Kronen ausmache. Otto Eisler erzählte noch, daß er auch seine beiden anderen Vettern erschossen hätte, wenn sie hier gewesen wären, beim sie seien an dem all ihm verübten Raub mitschuldig. Familienmitglieder und Bekallnte bezeichneten Otto Eisler als u n z n r e ch n u n g s f ä h i g, als au Verfolgungswahn leidend. Die gerichtliche Untersuchung ging aber fort, es wurde auch ein Fakultätsgutachteu über Otto eingeholt, das ihn aber als zurechurrngsfähig bezeichnete und. die Schwurgerichtsveshandlung für den 7., 8. lind 9. d. bestimmt. Noch vor der Verhandlung hat sich schon ein illteressantcr Zwischenfall ergeben. Die Verteidigung hatte bisher Doktor Preßburger geführt, der sie aber jetzt, knapp vor der Verhandlung, nirdergelegt hat. Offenbar handelt es sich hierbei um verschiedene tzruffassungen über die Zurechnungsfähigkeit Otto Eislers, der schon bei der polizeilichen Einvernähme sich loidenschaftlich dagegen gewehrt hat, für irrsinnig oder unz,lrechnuugsfähig gehalten zu werden. Dr. Valentin Teirich bemüht'sich mm, in der kurzen Zeit das große Aktennlaterial zu bewältigeil. Mir werden über den Verlauf des Prozesseberichten. Das Urteil im ZcheMlschertzrozetz. Sämtliche Angeklagten verurteilt. Nach fünftägiger Verhandlung wurde gestern das Urteil im Prozeß gegen Freulld uird Genossen wegen Betrugs mit ungedeckten Schecks und Fälschung von Agnoszierungsschecks verkündet. Sämtliche Angeklagten wurden im Silme der Anklage wegen des Verbrechens des Betruges v e r u r t c i 11, und zwar: Maximilian Freund zu zwei Jahren, Dr. Ernst Schneck zu fünfzchn Monaten, Emil H o r w i tz zu achtzehn Monaten schweren Kerkers, Johann Rabl zu sechs Monaten strengen Arrests, letzterer bedingt mit dreijähriger Bewährnngsfrist. In der Begründung des Urteils hob der Vorsitzcrrde hervor, es liege klar auf der Hand, daß das Bankhaus