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Wiener Morgenzeitung · 1924-04-06 · Heft 1847 (6.4.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1847 (6.4.1924)
Date
1924-04-06
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Wr. IM ~ Wien, SounW (Nachfolgende Nvtizeu bio Z» der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) A. Gerngroh Miengksellschast. Wir bbinaen eine reichhaltige Ausstellung vou iuteressanteil FvichjcchrSnouheiten in allen Albteilungut im Rahmen iwtffcret schenswerten FriMrtgsdökoratioil mit lebenden Tieren. Näheres über mrsere sechs billigen HaMchnhtage solvie Preiswerte OKasionen entnchnien Sie ans unserem Inserat ans Seite 17. * Auskunft Wer Bad Pistyan erteilt Badearzt Doktor Ladislaus L i ch t e n st e i n am 10. und 11. d. von 2 bis 4 Uhr im Hotel Regina, Max'mrilianplatz. * Für die bevorstehenden Osterfeiertage. Hiermit bezeugt das endesgesertiAte Bezirksrabbinat, daß das Kokosfett „Kunerol" mit Ostersiegel unter strenger Aussicht erzeugt wird und daher von jedem strenggläubigen Juden mit ruhigem Gewissen iit den Osterfeiertagen verwendet werden kann. Mattersdovf, 1. Mar 5681. S. B. Ahrenfeld, Schn des Rabbiners Samuel GhrenM, ^Verfasser des Werkes Chok Safer und Enkel des Cihoam Säfer. » Im altbekannten TapezierermSbelhaus M. Weih, 2. Bez., Darwingasse 39 (Elke Nordbahnsttaße), kaufen Sie erstklassige Ottomanen, Eisen-, Messing-. Patcntmöbel nsw. in erstklassiger Ausführung zu außerordentlich billigen Preisen. Beachte» Sie die Preise für Leinenwaren im Warenhaus Brüder <2 ch i f f m a n n, 2. B e z., T a b o r st r a ß t 48. Webe . ... .pro Meter 10.600 K. 8.800 K fvOtffott ....... pro Meter 13.600, 11.000 „ 9.800 „ Streifgradl.......... pro Meter 19.800 „ 17.500 „ Damast.pro Meter 22.800 „ 18.500 „ Jnlet..- .pro Meier 14.800 , Niolino ... . . .pro Meter 8.900 „ Bettzeuae ... pro Meter 15,800 K. 12.800 „ Batistchiffon.pro Meter 15.900 * Matrahengradl.pro Meter 30.000 K. 24.000 , Bettücher.. 26.500 „ 19.800 , Tischtücher..48.000 , Kaffeegarnituren.. 98.000 „ Gltisertücher.. 8.000 „ Brreine, BorMse und Brrfammlungr«. Zionistische Arbertsvariei H r t a ch d n t h. Morgen Montag, halb 8 Uhr abenvs, Mitgliederbersammtung hn Sitznnigssaale des Landeskomitees, 3. Bez., Tabvrstraßc 20 a, bei der Dr. Ch. Orlossorof und Lippmann-Lewinsohn über „Ziele und Wege der Hitachduth" sprechen werden. Zutritt habeir nur Mitglieder und von diesen sinigeführte Freunde der Hitachduch. — Zionistische Sektion Landstraße. Morgen Montag, präzise halb 9 Uhr abends, im Cafe Lovrana, 3. Dez., Löwengasse 36, ausMvrdentliche Mitgliederversainntlung mit wichtiger Tages obdimug. — Zionistische Sektion für den 6., 7. und 8. Bezirk. Dienstag den 8. d., halb 9 Uhr abends, im Verein sheim, 8. Bez., Bennvplatz 1a, KonMtakademie. AusMrende: Dr. Karl Lahr, Frau Dr. Fritzi Lahr-Ooldschmidt, Herr ^ritz Pollolv, Herr Hans Wolfsberger und Frl. Lisl Rinaldim. — F r a n e n g r u p P c der Zionistischen Bezirksseklion 9. Morgen Montchg flpricht Pwf. Dr. Wilhelm Stein im Cafe Metropole, 9. Bez., Berggasse 39, über „Würde und Wert des Judentums". Beginn halb 6 Uhr abends. Gäste willkommen. -~ Zionüstrische Bezi-rkso rganisa tivn Brrgitienau. Heute Sonntag, halb 6 Uhr nachnüttags, int Veveinslokal des Bethmrsvewines Bene Berich, 20. Bez., Kaüajangasse 20, Lersaimnlnug. Tagesordnun-g: Die gegenwärtige Lage der Juden. Referenten: Dr. Lbwenherz, Dr. I. WaldmaNn. -- .Klub der Hebräischssirecheuden der Bezirke 12 b i s 16. Nächste Znsannuenkirnst Dienstag den 8. d., Präzise halb 8 Uhr abends, 16. B-c-z., Herklotzgasse 21, 1. Stock. — Jüdische Elternvereinigung für die Bezirke 12 bis 16. Morlgen Montag, halb 8 Uhr abends, 16. Bez., Herklotzgasse A, 1. Stock, Vortrag Dr. W. Herüber,g über „Die Erziehung des Kindes zmn Jndeittum". Anschließend Gründung der Jüdischen Eltemibereimgung für die Bezirke 12 bis 16. (Matutenändernng, Wahl der Leitung, Eventuelles.) — Leopoldstäd ter Bolksheim, 2. Bez., Zirkus- Msse 48. Heute Sonntag, 7 Uhr abends, Festscml: Der fröhliche RosWgrr. Anton Amon vorn Donffchen Bolkstheater. Karten bis 7000 K. » ch ' Vortrag Cou-enhove-Kalergl. Ueber Einladung des Wiener Handels- und Jildnstrievereines findet morgen Montag, Präzise 7 Uhr abends, im großen Saale des Jndnstriehmlses, 3. Bez., Schwarzenbergplatz 4, iw Dortrag des Herrir Dr. R. N. Cou.denihove-Kalengi mit dein Thema „Pancuropa." statt. Gäste willkommen. Für ei« Spfer der Justiz! Ein jüdischer Kvusmann, der bis vor kurzer Zeit in den besten materiellen Verhältnissen lebte und dabei stets ein warmes Herz und eine offene Hand für alles Jüdische besäst, der sich ans allen Gebieten, wo es galt, im jüdischen Sinne Hilse zu leisten, mich wirklich hilfreich betätigt hat, ist in di« Hände der österreichischen Justiz geraten. Dies wurde ihnl zun: Ruin. Gin Feblmrteil hat seine Existevz völlig vernichtet und obwohl er spater glanzend rehabilitiert ivurde, hatte er seine Existenz verloren und stcht honte aller materiellen Mitteln entblößt da. Es fit Hm heute munöglich, sich hi-er eine neue Existenz wieder ausMauen; doch bestcht die Aussicht für ihr», in Amerika sich eine solche neu zu gründen. Zur Neffe nach 2Imerika fehlen diefent Manne, einenr lauteren Charakter, der schon ^viel Gutes »getan hat, Uno dem viele Menschell zur Dankbarkeit verpflichtet sind, die Mittel, nur die Ueberfahrt zu bezahlen. Sollte es unter der Wiener Ju.denschast ,licht vie-l-e geben,^ die mit freudigem Herzen bereit wären, zunr Danke für das viele Gute, das dieser Mann getan hat, ihnr jetzt durch Beistellung der Reiftkosten M helfen, sein unvcrschuildot zerstörtes Leben ment auszubanen? Spendeil nimmt die Adniiilistration lder „Wiener Morgenzeittlug" entgegen, der der krasse Fall genau bekannt ist. Verband jüdischer Jt»g«nieuro und Techniker für den Aufbau Palästinas in Wien. Der Verband, dessen Tätigkeit in drU llehttii Jahrell durch dir mlßerok-dentbich schwicr-!gen Verhältnisse der Mchk-viegszeit un.i«rbundeit war, hielt 'am 24. Februar seine diesjährige Gerieralversammlnng ab. bei welcher nach erfolgdent Rechenschaftsbericht die nächsten Ziele festgelegr wurden. Diese bestehert in der regen Beteilignng an alleu, den technischen Ausbau Palästitras betrefseu.beir Fragen. Als erster Schritt hiezu M die Erfassung der Mischen Technikerschaft, die Ait'bchinnrq gesellschaftlicher nild wirtschaftlicher Bezieht,ngeü vor sich gehen. Int RahNreu des Progrannns worden Men Mövlag 7 Uhr abends, >ttit VerMudsyettn, 8. Bez.» Benno- WlEL platz 1, Borträ^ unb Distusjionen stattsindeN, die sich ritt den, 'Aufbau PalästlnaS beschäftigen. Die Vorträge werden jeweils Sonntag an dieser Stelle bekanntgegeben. Beitrittserklärungen uird Zuschriften erbitten loir an oben genannte Adresse. — Der für morgen Molitag angosetzte Vortrag des Herrir Ing. I. Seidener über '„Meine technischen Erfahrintgen in Pälästina" wird aus technischen Rücksichten verschoben. Sem*-tag Sa» 121 Apr*l I. J., '/J8 Uhr abends, veranstaltet BERNHARD SCHARRER in der JQdlsohou Rfihne, II. Taborstrasse 12, eine Sonder-Vorstellung Zur Aufführung gelangt: 6ic 21 Tage Arrest KotnötHe In 3 Akten und einem Prolog von A. GOLDBERG Karten im Vorverkauf am Schalter der „Wr. MörgenzeUuhg,‘ Bühne ttttTIttttlT T Sechs Personen suchen einen Autor. Raimund-Theater. Sie fnit'brn leider mehrere. Wem, sechs Bühnenfiguren eineil 'Autor suchen, melden sich eben ihrer so zahlreiche, wie etwa Bewerberiilnen, iveun mau inseriert: ,-Perfekte Stenotypistin gesucht". Ni>r daß man Autoren nicht prüfen und trockeil sagen kann: „Sie echaitell schrfftlichett Bescheid. Guteil Tag!" Autoren sind zudringlich. Nelben P i r a n d ello, der auf den, Theaterzettel als veranttrortlicher Dichter vernierkt ist, haben wohl milwestens obenso viele nritgetan, als die Zahl jener ist, ivelche als Fignren in dem Theaterstück vevlreriet sein mochten. Nach dem Qpiis zu sclMeßeir, waren es just solche, Volt denen, wirklich sechs ans ein halbes Dutzend gehen. Was herauskam, war bestenfalls ein Faschingsu'lk für den HaAsgebrauch, gerade noch tauglich, eine einmalige Nachtvorstelluiig des Nai,nund-The-aters zr, bestreiten. Da aber solche intime DheaterMwitäten gewöhnlich zu wohltätigen Ziveöeu vor sich gehen, hätte schließlich so nrancher in Er inner nug an den gepfeffertelt Eintrittspreis aufbeigchrt. Der Spaß ist dünn geraten, zieht sich wie ein Strudeltoig und hat die fatalste Qualität, die ein G ei ege, iheit sau >iffe>men i haben fauu: er ist Zunächst sieht man Herrn Direktor Beer und seine Küilstter ein SM probiereir. Die Bühneitprobe wird durch das Eindringen vo>, sechs Personell gestört, die arch Direktor Beer mit der Forderung losstürzen, er nröge ihr Schicksal und Erlebnis für ein Stück verwerten. (Hier ulid au arideren Stelleil sicht mail eine Weile den edlen Kern des Stückes: Pro test des hei Herr, Instlrnd qua lvollcir Lebeils gegor den Unfug „Theater". Solche Ableirkung lvird aber voll den Akitautoreu nur seltelt gestattet.) Die Schauspieler begebett sich tu den PMikumsraum, die sechs Neltaugeikontineueit Leginnen Vovzns'pielen, der Smlsslour stenographiert mit. Herr Direktor Bwr verwertet sofort das Rohmaterial für Fovmüng der Szenen uird rillst zil diösem Bchilfe einzelne Proillimnte au'f die Bühne, blickt dann nlit ansgedrchter Tcrschenlaternc in den PubfikmNsramn, ellideckt zu soiller Bvstürznng, das; da unten Scutc sitzen und fordert das Parterre en-trüstet auf, sich nach Hanse «zu begeben. Ich kemle einen Ulk, der nicht schlechter, aber dafür kürzer ist. Es genügen zwei Akteure, der eine spielt den alten Dloor, der andere deir Frairz. Iran; fragt: „Ist euch auch recht wohl, mcill Vater?" Der albe Aioor: „Nein, mein Sohn!" Woraus sich Franz au das Publikum iucitbet: „Meine Verehrten, nachdem meinem Vater nicht wohl ist, wird die Vorstellnilg abgesagt." Die Stegrrifkomödie, als welche der dreiaktige Sketch aumnten soll, ist bis anss J-Tüpfeol präparievt. Sogar die Sitze im PlMikuillsranm, ans ivelchet, die Schauspieler Platz;u nchmen haben, sind genau fixiert. Nicht durchaus goschntackboll fft es, daß das Raimuud-Theater, näurlich still Herr urrd Gebieter, ben Anlaß für tauglich fand, sich selbst iit Szene zu setzen. Man hörte da allerlei Programmatisches, das doch sehr prätentiös klingt, so hiiMvrvoll seWperslsssicreüd es auch vorgebtachl wird. DOROTHEUM Versteigerungs-Einteilung Täglich Pretiosen; jeden Dl Sllbdr* Und Cbinasilber; jeden Mi Brillanten* and PerlenlchtnuCk int Pranr-Saat. TägltohGebrauohtBegenstflitdeiia LutlwigstorJf-, Rössler- und Ko" lowrat Saal; jaden Dl sdhöiih Wä'oHe^ Pelze, Kleider, Persfirteppiche, Nähmaschinen, Fahrräder Jeden Mi Phoioapparafe, Trieder, Operngläser, Reisszeuge, Schreibmaschinen, Mikroskope. Do 10. IV. SbhÖhd» Mobiliar, Klaviere, Perbertednidhe, LuUer, moderne Bemllde, Kunsigewerhe im Franz Josef-Saat; Fr 11. und Di 15. IV. itn Fioch-Saal; jeden Mi und Sa 12. IV. im Deihau* Saal; Kunstgewerbe, Gemälde, Teppiche, Dekorationen, Antiquitäten; jeden Di und Fr 11. IV. Möbel, Luster, Milder, Hausgeräte im Gt&shof. Do 10. bis Sa 12 . feiner Di 15. I und Mi IQ IV. BiloherimEminser- Saal, jeden Di uiid Fr 11. IV. i Briefmarken, 6. Bezirk, Mariahilferstrasse 73. Jeden Ui technische AikUon: Automobile und Besianciteile, Maschinen, Wagen, Wfctkzeüge, Armaturen, Messins'nmiente,Altmaterial, 8. Bezirk, Feinpadso 6 Di 8. IV, 96 kg Paprika im Kolowrat-Saal. Di 8. bis Sä 12. IV. reiohhaltige Sarnnllunn (Dosen, Uhrelt, Ringe', Bildef, Mirliäturen, Waffen, Gläser. PorzdlUn, viele äntike Möbel (PrunkscWonk 172 i)* PerSerteppiche, modernes Mobiliar, KaSSbrt, öHentRiiscliekunsigecenstände, Silber- und Chinasilber usw. Beginn V.3 Ulir im Versteigerungs-Baal Mätgareten, V. Bozlrk, fitCobnohraese 8. Mi 9. IV. 350. Kunstanklion, Oelgemäide, Aquarelle. Skulpturen, Antiquitäten, Kunstmobiiär, [<era- Wik, Teppkhe jht Kifellnansegg- Dö 10. IV. (06 Ballen meliertes Konzoptbhpier aufOrund Art.31i 0 -81. iö Uhr vofihittags im Magazfli der Speditionsfirma Hahane & Fried, Vil- Bozlrk, Hermanngasse 33. TägBsch Schauitellunseti vait 1 UBtr; Von Gründonnerstag b is Charsamstng keine Schaustellungen und k eineAuktic Beginn der Versteigerungen um 3 u Näheres durch die „Mitteilungen" und „Nacbnchtenblätter". S. ^^1924 __21 Alle Miiwiri'endcn waren inii ür inner bei dir n» geivohnten und ungewöhnlichen Sache. Vvur:,slich iu ihr« knappen Sachlichkeit die Herren Dr. Rudolf Beer, Kars E h m a n it und Richard D u s ch i n s k y. Eine neue Darn^ Liili Lohr er, zeigt Temperameitt und angonchmes Aouße«; Lilli Karo ly aber spielt ergreifend nnendlichen Gvcvin ein» ungttiü'lichnt Mutter. Der M wurde mit starkoin Beifall anfgenonrmen. O. A. „Cosi lan tsittfl" in der Belksoper. Am 26. Jänner 1790 erlebte „Cosi fan ttitte" im Wieneß Burgtheater ihre Uvaufftihrung; seit der durch Mahler ango» bahnten Mozart-Reiioissanee erscheint sie auch gelegentlich im Spielplan der Staatsoper und der Salz'burger Mozart-Festspiele, in jüu'gster Zeit auch iur Redoutenijaal. Mn hat sich auch die VMsoiper unter Felix Weingartner diciftr echten Komödienhandlung angeuommen, in der, wie Ernst Lert sinnig sagt, „oiu elagantes Stegveiffpiel alter MaSrteN" typen über die hello Bühne taugt". MaAen und doch auch wieder fühlende Menschen vom blauen Golf von 9-eapel, voll Glanz und. Glätte, voll Ironie Mfo SpieHreu.de, die in der spielerischen Musik in immer neuen Nuancen imcheüvivbM. Felix Weingartner, der elegante Kauseur und leicht beschwingte Rhythmiker, vernwg das reizende Geplauder dieser Marionetten in den Instrumenten glaubhaft zu machen, « halt das frch bewegte Orchester in ständigem Fluß und putzt und glättet, daß man das träge BolLsoPernorchöster kcnM lviedererikennt. Die Sänger vermochte er sreMch nicht in tvenigen Proben umynmode>l>n, und so stande-n sie dem Rezitativ und dem Tempo des Mozart-Stils hilflos gegenMer; auch als Schauspieler aribeiteten sie mit ihren schioevfallig derbe,t Gesten der zarten Musik geradezu entgegen; überall ein Zuviel an Ton, Gewicht und Massigkeit. Unsere Künstler sind eben durch die Waguer-Tvaditton gantz einstzitirg verbildet un.d vernvögen nicht, Mozart i-m ersten Ansturm zu erobern, um so weniger, 'wenn hinter geschlossenen Düren über den Nachfolger Direktor Weingartners verhandelt wird und eine Krffe die andere gebiert! — Die Damen Frieds-Bö hm und Bessnla als trostbedürstiges Schwesternpaar, dir Herren Brand — stimmlich ganz vortreMich — und Nennt an n <rls Kavaliere boten ein erträgliches Quartett, dem nran die Expreßaröeit der Glnstudkmug amnevkta. Fra« Wagschal sang die schlaue Zose gar zu lvichtig und ge» wichtig, Herr BaOtmann war ein liebonswürdiger Philosoph, den: man feinere Ironie gewünscht hätte, llebechanpt die feinere diskrete Durcharbeitung der Charaktere blieben die Darsteller ihren Rollen schuldig, und gerade zu feines Gharakterfftik böte Mozarts komödiantische Musik Merreiche Gelegenheit für einen Dirigenten, der Zeit und Lust has seiner KAstlerschar ein veranülvorMcher Führer sein. ffb. Die Gastspiel- und Eugagementsperre der Grazer Theater aufgehoben. Im Verlauf der Verhandlungen^ die die ArbeitsaeMeinschfrft der Bühnen angdstellten Oesterreichs in Wien und die Bithiienangeftellten der Grazer Theatevbetrrebe mit dem Bürgermeister von Graz und dem Landeshauptmann Dr. Rinteletl geführt haben, hat die Arbeitsgemeiuschafi der Bühnen. angestellten in Wien, tun der StMgemsmde Gvaz und dem Land Steiermark zu ermöglichen, den Betrieb der Theater im Nächsten Jahr zu überirehmen. an die Arbeitsgemeinschaft der Bithnenangestellten in Graz den Antrag auf Aufhebung der Sperre gestellt, dem nun dir Arbeitsgemeinschaft .in Graz zu gestimmt hat. Adelbeki Heine las zugunsten der Internationale n Arbeiterhilfe im Neuen Saal, der Hofburg moderne ltnd klassische Dichter, leider Vor einer vechältitismäßig kleinen Ztlhörevschasi. Es war eine Gruppe jener Großstadt-, intellektuellen, die nicht dem MbdffchaiktueÜen, dem pronttnonten Stamamen nach lausen und darum desto dankbarer Hoiues große Bortragsknnst genossen. „Die Bmnt von Korinth" Emil Bevhaerells Ballade „Der Glöckner" uud Schillers -olvig^ wirkendes Gedicht „Die Kraniche des Mykus" waren fc-ic' Glanzpunkte 'bc§ Abends. Die Zuhörer freuten sich, wieder einmal reine Knust -zu hören und bartftett dem Sprecher stürmisch. Das österreichische Komitee der Internationalen Gesellschaft für neue Musik veranstaltet Montag den 7. d. um 8 Uhr abends seinen sechsten Lkanunemnusiikalbend mit zeitgeuossischem Programm im Mozart-Saal, 1. Bez., HimmeHsorigasse Nr. 20. Zur Auffiihrnng gelangen Werke von Frankl, Hindemith, Szymanowski, Berners, Janacvk. Aussührendet Margit Huber, Dr. Ernst Bachrich, Rudoks Hilldemith, Fritz Sedlak und das Sedlak-Quartett, Pros. Friedrich Wührer. Die Sezessiott hat gestern um 11 Alhr vormittags ihe- Frühjahrsausstellnug eröffnet. A«r den Theatern. Bur gth eat er. Movgeu, 7 Uhr (kein Kartenverkatch. „Der Richter von Zalamea". Dienstaig, 7 Uhr, „Blanche E-aline". Akadeinietheater. Dienstag, halb 8 Uhr cKends, „M itt a gsw-end c". / Pvlksop-er. Heute Sonntag nachmittags „Die verkaufte Braut", äbends „Loh e n g r in". Morgen (Montag) Gastspiel Kammersänger Erik Schmedes als Cvaugvttmann. - Jttl Dvutschen V olkstheater wird das Ehrenmitglied Dr. Rudolf Tyrolt zum Schlüsse seines Gastspieles noch iit einer seiner markantesten Wiener Rollen, nämlich als Schöllhöser in Karttvois lustiiWil Sttick „Das grobe H e m d", ldas seit Gilde 1915 im Spiolplan nicht erschienen fft, anftreten. Die AttfsiihrllNg der neuen Komödie fft für Montag den ll. d. MWesetzt. Spielleiter: Friedrich Nosenthal. In den K a m in e r s p i e l e n findet honte tutt 7 Uhr die Premiere des dreiaktigen Lustspieles „D v in i n o" (Er qne fetntne veut) Von Eticnne Reh Und Alfred Savoir statt. Regie: Ralph Arthur Roberts, der auch die mänittiche Hauvtrolle spielt. Int R a i m n u d - T h e a t e r gcht Dienstag ben .16. d. tn der Inszenierung von Karlheinz Mar.titt das Schauspiel „Anarchie in.SilliaN" von Bronnen in Szene Gleich- Mttg studiert Dr. Rudols B»er das Lustspiel von Sascha Guitrh, „Je t'ai me" (Ich liebe dich.!), ein,' Elisabeth

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