Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1845 (4.4.1924)
- Date
- 1924-04-04
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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r-: ~, ^-igr MM, I. Gr« im Nr. IS« Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit, and LfäLZ Wien, I. SeHzergane 4 "SÄK” Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4-78, 69-4-82 io4ös Telegrammadresse: Frapobank SM v "" MD, glMjH Frau M a he n spielt das frische, süße, .unverderöte Äkädel (das sich unseres Erachtens gegen den Schluß hin gar nicht gut benimmt), mit Anmut und jener Herbheit, die ein wenig aufdringlich ist, wenn sie schon gewollt sein muH. Mit trefflicher Haltung mimt Herr Devr teilt den älteren Herrn. Nur daß man ihm nicht das vielbändige Lebenswerk glaubt und die Künstlernatur. Er sieht einem pensionierten Kavallcrieoberst weit ähnlicher. Herr Reimers in der Rolle des jungen Liebhabers stört nicht, fallt aber auch nicht auf. Ausgezeichnet irr einer Episode Frau Kallina und sehr amüsant Frau Witt. Man muß keine Abstimmung einleiten. Tiefe Premiere tvar für. alle Fälle überflüssig. O. A. „Liebe und Trompetenblasen". Bon H. Sturm und H. Bachwitz. Wiener Komödlenhaur. Es war ein Schwank, nehmt alles mir in allein . . . Ein Schwank mit allem, was dazu gehört. Das lockere Dämchen gibt sich für die Gräfin ans, die Gräfin wird für die Kammerjungfer gehalten, der tapfere Rittmeister und Frauenliebling entflieht seiner jungen Gattin, die ihm gerade erst angetraut wurde und wird dafür vom König auf die Festung geschickt, wohin ihm natürlich Kokotte und Gemahlin nachreisen. Die Leute verstecken sich unterm Tisch und erfahren von dort aus durch lehrreiche Selbstgespräche der anderen alles Wissenswerte. Auf der Bühne wird gelockt, gezecht, Ulk getrieben, ein Kommandant unaufhörlich genarrt, der sich für'ungemein pfiffig Hält. Die Rokokokleidung nimmt sich reizend aus und da die braven. Leute darauf bedacht sind „vardonniert" und „sohin" zu sagen, ist auch das Zcitkolorit gegeben. Liebe ist reichlich vorhanden und damit auch der zweite Teil des Titels gerechtfertigt scheine, wird Retreite und Reveille geblasen. Die dramatische Idee ist vielleicht nicht übermäßig geistreich und über' den Borwurf der Originalität sicherlich hoch erhaben. Aber es ist doch immerhin so etwas wie ein dramatisches Gerüst vorhanden und wir sind ja, gottlob, nicht verwöhnt. Gespielt wurde flott und mit Animo, namentlich die GÜste, die Damen. Bukovics und Wittels, die .Herren Theo Sh all, Bonn und Jensen boten vortreffliche Leistungen. Das Publikum wurde von der guten Laune der Darsteller mitgerissen und konnte sich an Beifall schier nicht genug tun. Ans der Bühne wie im Znschauerrannl herrschte vergnügte Stimmung — cs >var ein Schwank, nehmt alles nur in allem. K- M. sthansonabend. Mizzi Günther-Bela Laszkh. Mizzi Günther hat den werten Weg von der Operesicasängevin über'die'Schauspielerin zur Diseust mit anmutvoller Leichtigkeit zurückgelegt und ihr ein ersten Auftreten in dieser neuen Rolle an der Seite Bela Laszkys ein mehr als dankbares Publikum gefunden. Der Wiener ist doch sehr vergeßlich. Mela Mars, die Unnachahmliche, deckt der Grashügel, mit ihr ist der künstlerische Chans onvortrag bestattet worden, die Art, qum wiedergegebenen Wort und Ton nichts hmzusirgen, sondern diese gleichsam als klargeformte, von ihnen belebte symbolische Formen pinauszustellen. Mizzi Günther schauspielert mit allerdings reizvollen Mitteln und entgeht daher nicht der Gefahr, Gestchlsakzente zu unterstreichen oder weiche Stimmungen bis auf die letzte Neige auszukoften, ohne den Zuhörern durch bloße Andeutung das intensivere Miterleben zu erurüglichen. Nur die drastischen Pointen hebt sie und schlendert sie kurz und resolut ins Publikum, die gefüchlgefätt-igien zerdrückt sie und preßt sie aus. Bela Laszkys musikalisch» Eigenart ist die bildhafte Untermalung von ernsten und grotesken Stimmungen, die die scharf zugespitzten Verse bergen. Balladeske Gestalten, wie sie dem Gedichte „Treue" von Börries v. Münchhausen zugrunde liegen, scheint er ihrSs wahren Charakters entkleiden zu müssen. —dt— Charles Stanford gestorben. Sir - Charles Williers Stanford, einer der ausgezeichnetesten Musiker Englands, ist im 72. Lebensjahr gestorben. Stanford, der Ehrendoktor von Oxford uitb- Chambridge sowie Mitglied der Berliner Akademie der Künste war, hat sich als Dirigent, als Hochschullehrer, vor allem aber als Tonseher betätigt. Seine Opern kamen auch am Kontinent zur Ausführung, seine Harmonielehre, ein Spätwerk, zeigt den umfassend gebildeten Mann und Künstler. Sondervorstellung in der Jüdischen Bühne. In der Jüdischen Bühne, 2. Be;., Taborstraße l2, findet Samstag den 12. b. eine Sondervorstellung statt, welche von Herrn Bernhard Scharrer veranstaltet wird. Zur Darstellung gelangt der mit großem Erfolg ausgenommene Sch' nk „21 Ta ge Arrest" von Goldenberg. In der Gefellschastsszene des ersten Aktes wirst eine Reihe hervorragender Künstler mit, darunter Herr Konzertmeister Zimbler. „Die Wölfe" im Modernen Theater. Der Bürgermeister als Landeshcnvptmann hat der Direktion des Modernen Theaters ' sechs geschlossene Aufführungen von Alfred Brusts Winterstück „Die Wölfe" vor geladenen Gästen gestattet. Diese Vorstellungen finden ab Samstag den 6. d. um 10 Uhr nachts zu Abendpreisen statt. Einladungen in der Direktionskanzlei. Streik in der Berliner Staatsoper. Wie die Blätter mclden, ist dos Chor- und B a l l e tt p ers o nal der Berliner Staalsoper vorgestern in den Streik getreten und hat die Mitwirkung bei der Aufführung des „Troubadour" und der „Verdursten Braut" verweigert. In der Slaatsoper und in 'der K-rollschen Oper mußten die chorlosen Opern „Mona Lisa" und „Tiefland"" gegeben werden. Das Chorpevsonäl verlangt Anerkennung seiner Organisation, .Gehaltsregelung und Schaffung einer Alterstmd Hmterbl-iebe>nenfüvsorge. Die Leitung der Starrt soper hat zunächst bis zum 8. d. einen SpiÄ-lan an gesetzt, der sich zur Not ohne Chor durchführen läßt. Eine neue „Fanst"-Komposition. Der Jetziger Kapellmeister am Stadttheater Hermann Ambrosius hat „F a u stszenen" für Chor, Soli intb großes Orchester geschrieben, die am 25. d. von der Dresdener Staatskapelle unter Mitwirkung des dortigen Lchrergesangvereins in der Staatsoper unter Leitung Fritz B n s ch s zur Uraufführung gelangen. Theatersaal Arkadia (2. Bez.. Praterstraße 60). Morgen Samstag, halb 8 Uhr abends, gelangt als Ehrenabend des Schauspielers Markus H e rschkowitz das Schauspiel „Menschen ohne Herzen" von Jakob Silbert zur Aufführung. Am den Theatern. B n r g t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, „B lauche C a l i n c". Im Akademietheater wirb morgen, '/,8 Uhr abends, zum e r st e n Male „M t t t a - 8 w e n d e" von Paul Claudel mit Jda Roland in der weiblichen Hauptrolle aufgeführt. O p 11 it t fi e c t e t. In der Vorstellung „T r i st a n und Isolde" am Sonntag fingt Frau Kammersängerin Werbt die Isolde. V o l k s o p e r. Heute, unter Leitung des Direktors Felix Weingartner zum ersten Male Mozarts „Cosi fan tuite". Beginn Vs8 Uhr abends. Morgen Festborstellung „D i e Fledermaus". Mittwoch den 9. d. gelangt JaroSlav Vrchlicki? Melodrama „P e l o v S Brautwerbung", Musik von Zdenko Mich, zur deutschen Uraufführung. . Jnr Deutschen DolkStheater findet morgen, 7 Uhr abends, die Uraufführung der dreiaktigen Komödie „D i e Wege nach Ro m" von Rudolf Eger. Regie Dr. Heinz S ch u l b a u r. In den Kammerspielen finden heute und morgen zwei allgemein zugängliche Vorstellungen von. Wedekinds „S o n n e n s v e k t r n nt" und „Der Kammersänger" mit Rudolf Förster und Ralvh Arthur Roberts in den Hauptrollen statt. Die Premiere des Lustspieles „D o m i ir o" (Le que femme reut) von Etlenne Reh und Alfred Savoir, mit Ralph Arthur Robert und Eveline Landing in den Hauptrollen findet Sonntag den 6. d. statt. Im Raimund-Theater beginnt die heute stattsiudende Erstaufführung der Groteske „Sechs Personen suchen einen Auto -r" von Luigi P i r a n d e l l o, pünktlich um 7 Uhr. Wiener KomödienhauS. Frau Mizzi Z w e r e n z wird nach Ablauf der Vorstellungen „L i e b e u n b T t-o nt» p e t e n b l a f e n" ihr Gastspiel in der Posse „Die Kinds» f r a u" wieder eröffnen. Ser gute Ton. „Schliefer!" und „Zerspring". W.n:l man redet, wie einem der Schnabel .gewachsen bst, dann kommt es Ovar vom Henzen, aber man sicht sich deshalb sehr oft beim Bezirksgericht, wo anscheinend hervorragende Mundartspezialisten zu Gericht sitzen. So hat doch das geflügelte Wort ,-Schlieferl" in diesen Tagen eine bisher sicherlich wenig gekannte Deutung erfahren. Matstweiß, daß dieser Ausdruck, der jedem geläufig ist (und wenn man es einem tticht ins Gesicht sagt, so denkt man es sich meistens), besonders in gewissen Kreisen, für deren Zerstreuung ein bestimmtes Dheaterrepertoir sorgt, den Hö'heptmkt der Verachtung darstellt. Wenn ,-Gauner", „Betrüger", „Verbrecher" manchmal noch ruhig hinlgenvmen werden, so wirkt das Wort „Schlieferl" wie ein rotes Tuch, welches die Leidenschaften bis zur Siedehitze entflammt. Nunmehr kennen wir den wahren Sinn des Wortes. Ein Chauffeur hat es einen« Wachmann zugerufen, und der Richter torOatierie, es bedenke „junger Apache" (daher der Name „Schliefers"). 50.000 K. Geldstrafe. * Bei einer Dominopartie int Äaffechause erhitzten sich einige Gemüter. Eine Partnerin rief einem unangeuchmcn Kiebitz m: „Zerspring!", weil er ihr höhnisch zugerufen haben soll: „Guten Albend, meine Gnädige!", was sie als Beleidigung auffaßte. (Komische Metrischen.) 100.000 K. Goldstrafe oder 34 Stunden Arrest. Wahrscheinlich wurde als erschwerend angenommen, daß der Kläger, als der Ausdruck „Zerspring" siel, tticht genießt hat, bei welchem Anlaß es einem ja leicht herausrutscht. Der „Doktor der gesamten Heilkunde". Der Stjährige Gobdschmiedgehi'ffe Albert Gut fr eund < war während des .Krieges als Sanitätsman-n m einem Kriegsspital -tätig nick hatte dadurch einen gewissen Einblick in, so manche Rotzbur gewonnen. Da bekanntlich die Dummen nicht ausst-erben, war es ihm gelungen, äls „Doktor der gesamten Heilkunde" mit Evsollg auszutreten.E r speziälisierte sich für Lungenkranle und ordinierte darauf los,-gab gute Ratschläge und reichlich Arsen, was ihnt ganz nette Beträgt eintrug. Er behandelte Gesunde als Tuberkolitiker. verordnete Gurkensalat für Fiebernde, gab Jmjektionen, und interessanterweffe wttrdcn sc'ine „Patienten" dick tmd breit, erholten sich und wurden gesund. Einent „Klieitlen" berorbn-ete c-r -eilte Salbe zum Eittreiben, die nach Gätlseschmalz roch. ^'Schließlich kam der Betrug -durch eine Anzeige der Je'bensgefährtiu Gnlsreunds auf mtd er hatte sich tvegen .Kurpfuscherei imd llebertrelung gegett die Körpersichecheit zu verantworten. Der tnedisinische Sachver-stärtdige gab-.an, der Art-ge'klagte habe ein frivoles Spiel mit der GesunWit und devt Leben der von ihm Bchandel-ten getrieben. Der Richter erkannte de»» Angeklagten schuldig und.verurteilte ihn zu sechs Monaten schweren Kerkers, verschärft durch einen Fasttag im.Monat. Der BerurtMe meldete die Ben,jung.gegen Schuld und Strafe sowie Nichtigkeit an ' Volkswirt. Irr Franke» steigt weiter. Die Frage eines MoratoränmS für FronLenschulden. — Dit Eiuwmdnng von Spiel «nt» Wette. — Die Anfechtbarkeit der Geschiffte. ES ist vorläufig dorr der frangvlsisch'en Regierung noch nichts unternvuvmen worden, um 'der weiieven Steigevung des ftansösischen Fra-Mn aus den internationalen Plätzen, welche auch zu einer Kalamität für Frankreichs Industrie ttnd Handel auNzuarten droht, Einhalt zu tun. In Zürich ist gestern der, Franken neuerlich wi 70 Centimes geftziegen und notierte zum Schluß 34. Anläßlich dieser FranLenfteiigerurig ist wieder die Frage der Deckung -der Frankenverluste Muell geworden, da bsVan-ntlich ultimo April und ultimo Mai sine Reihe von Frankentermmgeschäften fällig ist. Wohl ist schon ein großer, Teil der Engagements glattgestellt worden, doch schwebt noch eine Reihe von Geschäften. Diese Kreise halben ein begreifliches Interesse daran, wie sie bei der andauernden Steigerung des FranPen ohne größeren Schaden davankommen können. Aus diesen Kreisen ist schon vor einiger Zeit der Gedanke eines, Movot-oriums aufgetaucht. Eine solche Maßnahme ist aber bei den jetzigen internationalen Wirtschäftslbvzichuugen -nicht möglich, abgesehen davon, daß der Kreis -der Verpflichteten nicht f» groß ist, daß er eine solche in die Wirtschaft einschneidende Maßitcchme' für notwendig erachten ließe. Schließlich ist von mehreren sehr großen Schuldnern auf die Forderung, daß sie ihre Zahlung begleichen mögen, der Einwaud von Spiel -und Wette echoben worden. So haben zwei Großindustrielle ebenfalls diesen Entwand erhoben, was die betreffenden Battken derart in Erregung brachte, daß sie exekutiv die Vffeltenengagrtnents dieser Großindustriellen zu Verkauf brachten. Auch sine Reihe anderer Bankfirmen hat zu diesem Ausweg gegriffen, als auch gegen sie dieser Einwand erhoben wurde. Gegen diesen Einwand kann -nicht viel gesagt werden, da er tatsächlich sine RechtLgmMage Dr sich hot. Es handelt sich aber auch dabei, feB&ft wenn Spiel und Wette nicht eingewendet werden, auch sonst um ei« von der Devisenordnu.'.g verbotenes Geschäft, welches msolgedesscn der Rechtsgültigkeit entbehrt.-Durch dieses Vorgchen, welches allerdings den Börsenusancen widerspricht, vepsucht ein Teil .der Verlustträger, die weiteren Verluste abzuwwden. Aufschiebung ve» Aufwertungsgesrtzer. Es ist nuumehr eine seststchende Tatsache, daß die Ciw üringung des Anslwertunigsgesetzes int Nationalrat bis auf weiteres verschoben wurde, Als Ursache der Verschiebung witd augsf-nhrt, daß die rneistm. GelsMchasten ihre Bilanz für das Jahr 1923 schon oder nahezu fertig haben und infolgeldessen die Answertling nicht mehr für diese Bilanzen in Anwondnng kommen könnte. Anderevssits sind auch von den beteiligten Kreisen mancherlei Einwendungen gemacht worden, welche den FinanMinister in ferner zögernden Haltung nur noch bestärken und es ihm für ratsamer erscheinen ließen, vorläufig mit der Einbringung zuzuwarten. Nichtsdestoüveniger wird aber die Ermäßigung der Erwerbstsuer der MtiengSsellschäften in der nächsten Zeit tatsächlich durchgsführt werden. Diese Ermäßigung war immer in Verbindung mit der Ans- Wertung geplant gewesen. Durch diese soll nuumehr den Aktiengch'ellschästetr die Möglichlkc-it verschafft werden, größere Dividenden zur Verteilung zu bringen und dadurch der ungünstige Eindruck der Verzögerung der Auswertung für - die flurS« bewertung eit -der Börse paralysiert werden. Ier neue stEarif. Eine scharfe Stellungnahme der österreichischen Aausnuutnstt-aj^ Bekanntlich beabsichtigt die Regierung die Vorlage eines Entwurfes des autonome it österreichischen Zolltarifs, der überaus weitgehende Erhöhungen der ge-geninärtigen Zölle cnthäll fotüic itt der Handelstätigkeit schwere Ei-n-schrärikungeu mit sich zu br-in-gen drohe, was eine beirächlliche Verteu-eruitg der benshaltnug verursachen würde. Eine gestemt statt geh adle, vont Hauptverbat,-d der österreichischen Kaufmannschaft zu diesem Gegenstände einberufene Versammlung foet Obmältucr st unsicher kaufmännischen Körperschaften gestaltete sich zu cincr im* posanten Protestkundgebung gegen den beabsichtigtet,' schweren Anschlag aus den Handel wie auch -auf die gesamte Konsumentenschaft Oesterreichs. Sekretär Dr. Otto Müller erklärte, daß der Ges^mtau^bau 'des Tarifs verfehlt sei. Ohne Rücksicht auf die Schntzbedürstigkeit einzelner Jndnstrirn sind die Zölle int Entwurf auch für Waren erhöht worden, die im Inlaud überhaupt nicht erzeugt werdet,. Auf'keinen"Fall entspräche dicher Zolltarif den tatsächlichen Berhälinissen unseres Landes. Bei Erstellung dieses Tarifs wurde auf 'den Handvl und feine volkswurtschafEche Bedeutung vollständig vergessen. Als tfeststehend könnte heute schon erklärt werden, daß'bei Inkrafttreten dieses Tarifs eine rannte Berteueruitig >der Lebenshaltung erfolgett werde, die natürlich eine wesentliche Erhöhung der Arbeitslöhlu: erfordern) aber outb ganze öffentliche Vevwaltt,-ng gewaltig ver-tenern wird. D>-