Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-04-04 · Heft 1845 (4.4.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1845 (4.4.1924)
Date
1924-04-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980928--18433-3005501
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

M. TBB Vien, FreivÄ Wiener Morgenzertung. 4. April IM Seit» V ftttgeffene Msche -»revdmft. ... Oth«ar-Hss, 14. Ans Zin-kasenve der Brkgstttenav, doO, wo M Mischer Prolet^viat in düvftjgen VcchMNgen -n Hpüse ist. Der MßmMr gcht mißtrauisch Wd unsre-uMich WWusl, ein Beweist, daß NtjMitzer kamn vor bm Hause hatten. In den langen Stockwerken Tür an Tür. An einer — sie trägt hi« Mwmer 84 «• ein altes Schild: Mayer Brunner, Soser. Man tvitt ein. Der Blick fällt auf Dürftigkeit, Mangel, bunt« Unordnung von Kleidern und Geräten. Lin Mviger Greis grüßt, sein Atem keucht. Ein ausgeprägtes Mbelgesicht; Brille auf der Stirn, ein Antlitz, Weh und wund, mild und weife, scheu und voll Hanger Hoffnung: ein alter Jude. Im Bett liegt die Frau, krank und klagend. Bei alten Juden liegt immer jemand krank. Die Resignation wird lebendig und bereit, wenn von früheren Zeiten' die Rede ist. Und er holt Bücher und Hefte herbei, in denen von seiner Mnstlerhand wie gestochen die ernsten Lettern der uralten Sprache prangen, in wunderbarer -Kunst die in Mayer Brunner den vollendeten Vertreter fand und die mit ihm hier untergeht- Der Alte spricht von alten Zeiten. Aus Erez Israel stammen seine Eltern. Cr selbst kam unweit von Wien in dem sloivakischen Stampfen M Welt. Mit 14 Jahren begann er den Zeitgenossen aufzusyllen. Pie großen Männer der Zeit fächeren ihn wohlwollend. Er zeigt schmeichelhafte Anerkennungsschreiben berühmter Zeitgenossen und nennt die Namen seiner Gönner: Ludwig August Frankl, Leopold Kompert, Joses v. Wertheim«r, Dr. Schmiedel und Professor Sulzer, den jüngst verstorbenen Dr. Block) und Oberrabbiner Dr. Chajes, der sich seiner herzlich erinmrt. AuS allen Teilen der Welt erhielt er Aufträge. Der Prager Fviedihos weist kunstvolle Schriften seiner Hand auf, in der „Schissschul", im Nendegger Tempel und in Favoriten bewundert man sMe Schriftzüge. ES wird jetzt 60 Jahre, feit er begonnen hat. Wer kennt ihn heute? Er zeigt Schriftproben seiner Nachfolger. Sie erreichen ihn nicht. Der alt« Sofer spricht mit lebhaftem Erinnerungsvermögen, der Geist ist umbrochen. Aber von der zitternden Hand ist die Kraft gewichen. Aus dem Tische liegt ein großer Buch ausgrschlege«. ES ist ein Maskirbuch, eine Totenge-denttafel, an der Mayer Brunner avbeitet. Große Lettern kann er noch zeichnen. Pi« kleinen Ersparnisse aus seiner Glanzzeit haben die Jahre vepschlungen. Die Kultusgemelnde gibt ihm etwas. Jetzt ist die Fvqu krank, die Medikament« und brr Arzt kosten Geld, wenn der „Doktor" auch sehr human ist. Er selbst verbringt die Nächte auf «wem zerschlissenen Lehnstuhl, weil er nicht schlafen kann. Seine kunstvollen, unerreichten Züge zieren die Heiligtümer. Bibelrollen und Schpisten. Sie laben und werden bewundert Mayer Brunner aber ist heute vergessen und ein armer alter Jude. Will niemand seiner mit dankbarer Hilfe gedenken? ' A. S. Ler Selbstmard Pr. Sellners. Wege« BSrseuverlusteu. Wie wir gestern berichteten, hat sich der Regierungsrat ber Wirtfchastspolizei, Dr. Robert Gellner, am Mittwoch vormittags in seinem Bureau m der Webergasse erschossen und ist am Abend seinen Verletzungen erlegen. Die Ursache feister Tat sind Börsenv erluste. Regierungsrat Dr. Gellner stammte auS einer jüdischen Familie in Ganz. Sein Vater war lange Zeit SanitätSreferent der Prager Statchalterei. Doktor Gellner liest sich nach Absolvierung seiner Studien qn der Prager deutschen Universität taufen und trat in Yen juristischen Dienst der Prager Polizei, die dem Bezirkshauptmann Chum (jetzt in Salzburg), unterstand. Im Kriege wurde Gellner mit vertraulichen Erhebungen aller Art betraut und hatte insbesondere die Ueberwachung der tschechischen Politiker zu besorgen. Er war es, der das zur Verhaftung Kramars führende Material sammelte und dessen Unterredungen mit dem italienischen Konsul im Hotel „Blauer Stern" belauschte. Ms sich die Aufmerksamkeit in unerwünschtem Maß auf Gellner richtete, versetzte man ihn rasch zur Grenzpolizei nach Eger. Bon dort kamen er und sein Bruder Oswald, der gleichfalls mißliebig geworden war, nach der Revolution zur Wiener Polizei. _ ■ Mb. M. RkeberschlSge. Gestern morgens war es in Oesterreich trüb, im Süden .eznete es. Mittag? klärte «? sich teilweise auf, die Temperatur blieb ober meist unter 10°. In Hamburg und Frankfurt am Main schneit eS. Die MittagStemperaturen waren boxt meist unter 8*. Voraussager Besserung nur von kurzer Dauer, dar« wieder trüb, kühl, zuNiederl ch l a g e ,r neigend. Sie LebemmittelmSrkte. Das Angebot an Fleisch in der Großmarkthalle ist anhaltend sehr groß, die Nachfrage im allgemeinen schwach. Trotzdem sino die Preise im Kleinhandel nicht im geringsten zurückgegangen, und von den Preisermäßigungen, die im Großhandel seit zwei Wochen zu verzeichnen sind, ist nichts zu verspüren. Auf den Grünwarenmärkten ist das Angebot günstig, die Preise der hiesigen Erzeugnisse jedoch weitaus hoher als die der ausländischen. So ift beispielsweise ungarischer Bei KorpulenZ'FettleibiM «na Br. HofBaners Entfettanostablettan völlig unschädlich und erfolgreich ohne DlStrwang Kains Schilddrüse Kein Abführmittel P«pot s AgglNki i,2tim römischen Kaiser“, Wien, l. Be*., Woüielle Kr. 13 AWWUWWWWWMWWMnWWMD« Spinat nahezu um die Hälfte billiger als hiesiger Spinat. Ungarischer Spipat kostet im Kleinhandel 7000 bis 11.000 K. pro Kilogramm, während für hiesigen Spinat ein Preis von 12.000 bis 21.000 K. gefordert wird. Auch alle übrigen Gemüse hiesiger Herkunft sind entsprechend teurer. Wien, 4. April * Die Sterblichkeit im Februar. Nach einem Bericht über eine Sitzung der städtischen Anstalltsärzte war bie Sterblichkeit in Wien im Monat Februar um 61 Fälle geringer a!S im Monat Jänner und um 254 Fälle geringer als im Februar des Vorjahres. Insgesamt starben im Februar d. I. 2126 Personen (gegen 2195 Personen im Jänner 1923 und gegen 2380 Personen tut Februar 1928). * Ein Denkmal für Emil Zuckerkandl. Kommenden Samstag ntit. 4 Uhr nachmittags findet im Arkadenhof der Wiener Universität die Enthüllung des Denkmals für den verstorbenen berühmten Anatomen Dr. Emil Zucker kan dl stau. * Wo sind die Angehörigen des Toten? Gestern früh wurde der 85jährige Hpsrat Mpritz Grimm in semer Wohnung, 4. Bez., Preßgasse 4, tot auf gefunden. Er dürfte einem Herzschlag erlogen sein. Da Angehörige des Toten nicht ermittelt werden konnten, werden drehe dringend ersucht, sich beim Polizelkornmissariat Wieden unverzüglich zu melden. * Der Bilderschwindler Ueberall. Wie seinerzeit kurz berichtet, wurde am 20. März der Bilderhandler Phittpv Heberoll verhaftet, da er mit Hilfe des Handelsaingestellteit Hans Mar kytan Aquarelle, Gemälde und Radierungen, mit den Signaturen bekannter Meister versehen und dann um Millionen betrage sachunkundbgen Leuten aufgeschwatzt und sie so geschädigt hatte. E8 wurden nicht weniger als '5 0 Bilder zustande gebracht, die der Ueberall bereits verl-iuft und so beiläufig einen Schaden von 2 00 Mikltonen Kronen angerichtet hat. * Auflassung der Vintersportzüge Men—Mürzzuschlag und Einstellung der Platzkarteuaustgabe bei Yen Südbahn¬ D-Zügen. Mit Rücksicht aus dir vorgerückte Jahreszeit werden die bisher in der Strecke Wien (Südpahnhof)—Mürzzuschlag an Soymagen geführten Wintersportzüge 33 und 94 (Wren-SObahnhof ab 6 Uhr 10, Wicn-Süobahnhof an 20 Uhr 57) ab Sonntag den 6. H. nicht m e h r v e r k e h r>e n. Ferner entfällt vom 8. d. an bei den D-Zügen der Südbahn hie Ausgabe von Platzkarten. * »Die Jahreszeiten." Sonntag den IS. d.» 7 Uhr abends, im großen Musikperetnssaal: „Die Jahreszeiten". Oratorium für Sott, Chor und Orchester von Jttsef Haydn. Dirigent Chermeister Herr Heinrich Schoos. Äussührende. Opernsängerin Frau Bartsch-Jonas, Kammersänger Herr Georg Mark!, Opernsänger Herr Anton Baumann, dex gemischte Chor ber Freien Typographia. das Wiener Svmphouievrchestir. Restlich« Karten an der Musikvereinskasse. Kleine khronik. * Die Sphinx In Gefahr. Die bei den Pyramiden von Gizeh sichende Sphinx zeigt einen tiefen Riß im Nacken, der für die Erhaltung de? m der Wet einzig dastehen.den Steinbild. Z in Löwengestalt fürchten läßt. Der Kustos für die ägyptischen Altertümer hat oem Arbeitsministerium >in Kairo sofort Mitteilung gemacht und dieses wird auch unverzüglich die gsei-gn-eten Maßregeln zur Ausbesserung des Schadens treffen. Die Sphinx ist alz Steinbild in Löwengestalt mit Mnschonkops au§ dem Felsen heransgchauen, fort eine Höhe von Z0 Meder bei einer Länge Von 57 Düster und ist das älteste Denkmal aus dem Datenfeld von Memphis. Die Gesichtszüge der Sphinx sind im Lause der Jahrtausende so sßark verwittert, daß man sie nicht mehr genau erkennen kann. Neuerdings Haft man di« Sphinx für ein Bild des Königs Amemmbet den Dritten Ms der zwölften Dynastie, während die AegyPter der späteren Zeit in dem Gesicht ein Bild des Sonnengottes Heros sehen wollten. Der Wüstensand hat im übrigen auch die Löwrntatzen. die über die Büste herausstmiden, vergraben. Wiederholt ist die Sphinx von Gizeh. die zum mindesten aus ein Alter von 4000 Jahren zurückst-cht, aus dem Wüstensand ansgegraben worden, zuletzt im Jahve 1886 durch M a s P e r o. * Konferenzen jüdischer Farmer in Südrutzland. Aus Moskau meldet I. T. A.: Das Anwachsen jüdischer landwirtschaftlicher Siedlungen in Südrutzl-and hat Maßnahmen für die Zusammenfassung der Bewegung notwendig gemacht. Aus Anregung des „Ort" wurde eine Reihe La nd e s ko nferenzen jübischer Farmer und Bauern in verschiedrnen Tellen Südrußlands und der Ukraine äbgehaften. Dia Delegierten berichteten über die ihnen im Wege stehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten- Es wurden Resolutionen angenommen. in welchen dbg Sowjetregierung gebeten wird, für die Entwicklung der Siedlungen und der kooperativen Gemeinschaften jede nur mögliche Unterstützung zu gewähren. * Tanzinstiiut Hermann Braun. 14. Bez.. Retttdorf^ajse 42. Mitteilungen aus dem Publikum. jp»"» —.. —>»«»> «>»...... ......... ■ — i, i ui ^ag Parfümerie „LORR/llN** Savonnerie Führende Marken: Eau de Cologne Russe Eau de Cologne Chypre CrSrne Lorignott Creme Lorignon-Chypre Lorrafn-Toiletteseife. Badeseife, Speikseife Allefnerzeoger 4« Raeiereeifen in Stangen bestbekacnten .jünDnivln und Würfeln Wien, XX. Taborstrasse Nr. 93 Sr?:-,-..v;..-.r:g=:,g: Telephon Nr. 42-Ü-6S gasBSi'.Tgega ^V~T..JTTJ—-rr-T-rmIi^rii r - “vr ~r-:jr 1 -■ i ' ' vereine. LorttSge unh Bersammlungell. Zionistische Sektion Breitensea GamStag den 12. d.. 8 Uhr abends, im Saale der Hietzingerhof 18. Bez., Hauptstraße 22, Bunter Abend. Technisches Museum. Morgen, 3 Uhr nachmittags. Führungsvortrag von Kustos Ing. N. Boroevie „Die Windmotoren". Sonntag. 10 Uhr vormittags, im großen Hörsaal Lichtbildervottraa von Prof. Dr. O. R i cht e r a „Die Grundlagen der Radiothelephonie". — Technische Vorträge für die Lehrerschaft Wiens r Morgen, 7,5 Uhr nachmitaa», im Hörsaal III des Elektrotechnischen Institutes, 4. Bez., Gnßhaussttaße 28 Dr. Heinrich Z i k e S „Die Chemie in der Küche-., * ' Purimftier des jüdischen Elternvereins, Wien-Wichring. Der jüdische Elternverein Währing besteht noch nicht ein volles Jahr und erfteut sich schon dank seiner energischen, verständnisvollen und zielbewußten Leitung einer seltenen Popularität. So war denn auch die Purimfeier, welche er im Türkenschanzpark veranstaltete, massenhaft besucht. Alle Nummern des ausgezeichneten Programmes wurden von der Währinger jüdischen Jugend dargestellt. Die BegrüßungS- und Festredner waren herzige Jungen, die in lustigen, äußerst gelungenen Versen die Bedeutung des Purimfestes schildetten. Ein von 30 Kindem prächtig dargestelltes, glänzend eknstudierteS Purimspiel „Wie Escher Königin wurde" schloß den ersten Teil. Im -weiten Teil zeichneten sich besonders der hebräische Kurs und der TanzkurS des Vereines aus. Letzterer stellte eine Gruppe von 10 hübschen Mädchen, welche einen Kinderretgen tanzten, der von stürmischem Beifall zur Wiederholung erzwungen würde. Der in hebräischer Sprache von den Teilnehmern des hebräischen Kurses aufgeführte Schwank „Die schlimmen Buben in der Schule" fand begeisterte Aufnahme. Ein eingeschobeneS Tanzduett, von zwei kleinen Mädchen ausgefühtt, erregte tosenden Beifall. Im dritten Teile des Programmes vergnügten sich die Kinder am Tanze. Für Erfrischungen sorgte ein von umsichtiger Hand geleitetes Damenkomitee. Fünfzig Waisenkinder wohnten der Feier bei und wurden reichlich bewirtet. * Di» ArdettSgerneinschast Jü-lsche Kran kt ensür sorge, 1. Bez., Seitrnstettengasse 2/22, teilt mit, daß sie laut SitzungSbeschluß vom 1. d. die Agenden der bisher bestandenen Fürsorgekomitees für die jüdischen Pfleglinge in den städtischen Anstalten übernimmt und ersucht, Spenden zugunsten der in den Wiener Heil- und Humanitätsanstalten befindlichen bedürftigen israelittsche« Kranken nur auf das Postiparkassenkonto Nr. 180.439 oder auf das Bankkonto bei der Anglo-Austrian Bank Limited, Niederlassung Wien, Wechselstube Mariahilf-Neubau, für den Krankenfürsorgefonds einzuzahlen. Außerdem wurden den Mitarbeitern der Arbeitsgemeinschaft bezirksweise BestättaMgSblockauSarsolgt, deren jeder auf dem Titelblatt die Unterschrift der Präsident^, Gemetnderates Dr. Leopold PlaschkeS, trägt.Naturalspenden werden itber Wunsch gegen Bestätigung abgeholt. Probevorträge. Der Vorstand der israelitischen ZkultuSgemeinde Wien teilt mit, daß Freitag den 4. und SamStag den 5. d. im Leopoldstädter Tempel ei» Probevortrag d.e? Herrn Kantors Gerson MargulieS vom Währinger Gemeindetempel stattfinden wird. Bühne und Kunst. „Manche Saline/ Burgtheater. Ein Herr gesetzteren Alters, erfolgreich in der Litera^ tur und bei Frauen, Verfasser von Büchern mit Riesenauflageir und gewohnt, daß Könige seinen Vorträgen beiwohnen, ist Plötzlich aus Paris verduftet und hat Landaufenthalt genommen. Mit einem frischen, süßen Mädel, das er aber durchaus väterlich behandelt, von dem er weiß, daß es in Paris einen 'Geliebten hat und das er nur als „Ding an sich" bewundert. Etwa so wie der alte Dinkel bei Peter Altenberg ein junges Geschöpf weiblichen Geschlechts vergöttert. Aber nein. Nicht so. Die Dialoge, die Stimmung dieses. Stücks von Pierre F^pudaie erinnem belleibe nicht an Altenberg, sondern, an Sndermann oder Bataille. Natürlich taucht alsbald das Liebesgefühl aus dem Unterbewußtsem auf. Der Herr gesetzteren Alters, mit dem roten Bändchen im Knopfloch, hat den Liebhaber als einen argen Schuften erkannt und nimmt ihm, in edler Aufwallung männlichen Zorns, das Mädchen weg. Wie sich das zutrug, ist allerdings berichtenswert. Der Geliebte der Kleinen erhält von ihr berechtigte Vorwürfe, daß er saulenze und nichts verdiene. ^)a rafft er sich auf, geht fort und kommt in kurzen Minuten mit einem Haufen Banknoten zurück. Er gesteht, daß es der Lohn für Liebesdienste war, die er einer älteren Dam-e leistete. Das scheint in Paris auch bei Männern sehr rasch zu gehen: Man begibt sich auf die Straße, und — hat ihn schon. . . Der Gönner hatte über Veranlassung des Autors an der Türe gehorcht, tritt ein. nimmt Blanche in feilten starken Arm und bringt sie in seine Pripätwohuung', allivo ein livrierter Diener einen superben Imbiß und eine Flasche Burgunder serviert. Noch denkt sie an ihren Geliebten, der sich — gewöhnlich ists umgekehrt, wenn es ist — für sie einer anderen hingab. Auch er hält weiter an ihr fest, der Opfermutige, der einer Dame gesetzteren Alters was Liebes tat, um der Geliebten ein Kleid kaufen zu können. Aber der Herr gesetzteren Alters, der ganz zu tmrecht, zumal man seinen subtilen Geist rühmen hört, den Opfermut des Jünglings als Perfidität verdammt, bietet ihm einen Revolver an und mutet Km zu, ihn, den berühmten Schriftsteller, oder besser -roch sich selbst zu erschießen. Der Jüngling tut keines von beiden, entfernt sich besiegt und in den Armen liegen sich die beiden anderen. Alles in dieser Komödie ist schief, verlogen und die Pathetik der letzten Stzenen a la.Henry Bernstein geht über die Hnischnnr. > m\\ litt» WtCMX AOt6 *4 ASStBSÄ **«fonfe?$a£4e

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.